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Rezensionen von rewareni:

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Mein Dirndl und ich

Ein fesches Dirndl von Becker Zdenka

Die junge Tschechin Bea verliebt sich in Armin und heiratet ihn und somit wird 1975 Österreich ihre neue Heimat. Doch woran erkennt man, ob man die neue Heimat auch tief im Herzen spürt? Bea braucht viele Jahre, die sie in ein Tal der Tränen, der Verzweiflung und der Depression führt. Aber sie ist bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Was sie sehr schnell merkt ist, dass man zwar in einem neuen Land, noch dazu so eines wie in Österreich, wo es den Menschen gut geht, sich eigentlich wohl fühlen könnte, aber wenn man die Sprache nicht spricht, wird man immer ein Außenseiter sein und Freunde werden sich ebenfalls nicht einstellen. Selbst nach der Geburt ihres ersten Kindes, plagt sie immer wieder das Heimweh, an ihre Erinnerungen an früher oder einfach nur an ihre Lieblingsspeise. Frustrierend für Bea ist auch, dass ihr Diplom der tschechischen Wirtschaftsuniversität in Bratislava nicht anerkannt wird. Wieder einmal muss sie wegen ihrer Angstzustände und Schwindelanfälle einen Thearpeuten aufsuchen , aber sie ist bereit zu kämpfen, da sie doch endlich eine ,,richtige´´ Österreicherin werden möchte. Womit sie schlussendlich nie gerechnet hätte ist, dass ausgerechnet sie , die ,,Zugroaste´´, Deutschunterricht für Flüchtlinge abhalten soll. Zuerst als willkommene Abwechslung gedacht, spürt sie schon bald, dass die harten und tragischen Schicksale ihrer Schüler ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben werden würden. 40 Jahre lang hat sich Bea gefragt, ob, oder wann sie in Österreich integriert ist und wann sich echtes Heimatgefühl bei ihr einstellt, bis ihr ein hellblaues Dirndl, die Antwort auf ihre Fragen gibt.
,, Ein fesches Dirndl´´ von Zdenka Becker, ist ein sehr persönlicher Roman der Autorin. Sie lässt den Leser teilhaben an ihrer Lebens- und auch Leidensgeschichte. Viele emotionale Momente aus ihrer Kindheit, der schwierige Start in ein neues Leben, aber auch die vielen Steine, die einem die Bürokratie immer wieder in den Weg legt, beschreibt sie einfühlsam und bildhaft.
Schön finde ich , dass sie Szenen, die sensibel sind, immer wieder auch mit einem feinen Humor ausstattet , wo man als Leser zum Nachdenken angeregt wird.
Die Geschichte der Autorin wechselt dabei zwischen den Erinnerungen an ihr Geburtsland Tschechien und der Slowakei, wo sie aufgewachsen ist und ihr neues Leben mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Österreich. Sie zeigt dabei immer wieder auf wie wichtig es für die Integration ist , das Erlernen der Landessprache. Ihre Hilflosigkeit, das Gefühl des nicht dazugehörens und auch der Verzweiflung beschreibt Zdenka Becker sehr intensiv. Wie schwer man es als Mensch hat mit Vorurteilen umgehen zu müssen, zeigt sie immer wieder an Beispielen, mit denen auch noch heute viele Flüchlinge oder Migranten zu kämpfen haben. Wenn man bedenkt, dass es sehr viele Menschen in Österreich gibt, deren Vorfahren nicht von hier stammen und dass es unter anderem jugoslawische und türkische Gastarbeiter waren, die vor Jahrzehnten in Österreich oder Deutschland gearbeitet haben, dann fällt es vielleicht etwas leichter, sensibler und toleranter mit seinen Mitmenschen umzugehen.
Zdenka Becker und ,,ihr´´Dirndl als Metapher für eine Haut, in der sie sich endlich wohl und geborgen fühlt.

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Mein Dirndl und ich

Rezensionen von liesmal:

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Da braut sich was zusammen!

Die Träumenden von Karen Thompson Walker

Der kleine Ort Santa Lora in Kalifornien ist Schauplatz eines unheilvollen Geschehens. Dabei beginnt es noch recht harmlos, an einem College. Ein Mädchen wird auf einer Party plötzlich sehr müde, legt sich hin, schläft ein und wacht nicht wieder auf. Doch dann werden es langsam immer mehr Menschen, denen das gleiche geschieht.

Eine Etage des Colleges wird unter Quarantäne gestellt, doch das Virus, das Gift oder was es sonst sein mag – vielleicht kommt es auch aus der Luft? – lässt im gesamten Ort Menschen einschlafen. Es gibt einfach keine Erklärungen über die Gründe des Geschehens. Untersuchungen ergeben, dass die Schlafenden träumen. Sie sind nicht tot, sie wachen nur einfach nicht mehr auf.

Das Augenmerk wird auf ein junges Elternpaar gerichtet, das Angst hat, sein Baby könne sich infiziert haben, und auf den Vater zweier Mädchen, der sein Haus in eine Festung verwandelt und einen Riesenvorrat an Lebensmitteln im Keller hortet.

Irgendwann wird die Stadt abgeriegelt und Panik bricht aus!

Viele Experten werden nach Santa Lora geholt, die der Sache mit den Träumenden auf den Grund gehen sollen, doch wenn selbst die keinen Plan haben, woher soll ich als Leser denn etwas ahnen?

Mit dem etwas ungewöhnlichen, ganz eigenen Schreibstil habe ich mich sofort angefreundet und ich mag auch die kurzen Kapitel. Auch das Cover gefällt mir und passt sehr gut zur Geschichte. Ich sehe eine Ortschaft, die verlassen wirkt, nicht eine Menschenseele ist draußen zu sehen. Nicht mal ein Auto steht oder fährt durch den Ort. Ein Kinderfahrrad liegt auf der Straße, so als wäre sein Besitzer in größter Eile ins Haus gerannt! Die Wolken sehen aus, aus wollten sie sagen: „Da braut sich was zusammen!“

Es bleibt bis zum Schluss bei Vermutungen und Ahnungen, die sich aber nie bestätigen, das macht für mich die Geschichte spannender und spannender. Ich habe gelesen, so oft ich Zeit hatte, um endlich Gewissheit zu bekommen.

Dann kam das Ende – und die Überraschung war perfekt, auch wenn es nicht das Ende war, das ich erwartet und mir erhofft hatte!

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Da braut sich was zusammen!

Rezensionen von yellowdog:

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An der Casa de Campo

Die Träumenden von Karen Thompson Walker

Paul Ingendaay ist ein interessanter Autor. Ich mochte insbesondere seinen Roman Die romantischen Jahre aus dem Jahr 2011. Lange dauerte es, bis jetzt ein neuer Roman gekommen ist.

Natürlich ist Königspark kein schlechtes Buch, aber irgendwie hat es bei mir nicht richtig gezündet. Die Szenerie an der Casa de Campo wirkt gestellt, die Hauptfigur Nuria unausgegoren.

Ihre Motivation scheint nicht ganz schlüssig.

Einige geschilderte Passagen sind gut gemacht, Paul Ingendaay kann schreiben, aber empfehlen kann ich Königspark nicht wirklich. Leider nur 3 Sterne!

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Da braut sich was zusammen!

Rezensionen von zenzi:

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Teatime im Tearoom

Eine Leiche zum Tee von Alexandra Fischer-Hunold


Ein wirklich netter Häkelkrimi aus der Sicht einer unsterblich verliebten 13 Jährigen erzählt.
Was gibt es Schöneres als im März - Sonnenschein bei einer Tasse warmen Tee dieses nette Buch zu lesen? Ich fühlte mich richtig in dieses Dorf in Cornwall am Meer versetzt mit ihren schrulligen Einwohnern und genieße die leckeren Torten von Amy und ihrer Tante.

Alle ohne Nüsse gebacken, weil die schwierige Klavierleherin Rubinia Redcliff an Nussallergie leidet. Aber am späten Nachmittag findet man sie tot am Strand mit einem Nussackerl! Ist sie an der Nussallergie gestorben oder wurde sie ermordet? Amy und ihre Tante Clarissa wollen dies genau wissen.

So viele Leute wollten mit Rubinia Redcliff etwas besprechen, obwohl sie solch eine Schreckschraube ist, um die man lieber einen großen Bogen machen sollte. Aber eine reiche einflussvolle Frau zieht halt doch alle möglichen Leute an, die sich von Rubinia Redcliff etwas erwarten, aber von ihr nur getäuscht werden. So sind diese alle verdächtig, sie ermordet zu haben!

Nett die Schilderungen von Amy mit ihrem süßen Hund Percy - verliebt, entliebt, nicht lieben und dann das Auftauchen einer attraktiven Freundin von Finn - woher kommt diese Dame plötzlich?

Erholsame, amüsante Lesestunden, leicht zu lesen, einfacher Stil, flott geschrieben mit einigen spannenden Wendungen! Mir hat das Buch gut gefallen, weil auch viel britisches Flair eingefangen wurde - sogar der Brexit fand eine Erwähnung!

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Teatime im Tearoom

Rezensionen von heinoko:

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Unermesslich spannender Reißer mit ernstem Kern

Eine Leiche zum Tee von Alexandra Fischer-Hunold

Das ist mir schon länger nicht passiert, nämlich ein Buch nahezu nonstop gelesen zu haben. Von Seite zu Seite stieg mein Puls – an Lesepause war gar nicht zu denken!
Den Inhalt gibt der Klappentext recht gut wieder: „Rund um die antarktische Platte registrieren Seismographen merkwürdige Schwingungen.

Erdbeben erschüttern Neuseeland und Chile. Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an. Doch niemand, weder Wirtschaftsbosse noch Politiker, will Georginas Warnungen glauben. Mit einem Mal sieht sich die junge Wissenschaftlerin inmitten eines weltweiten Komplotts aus Machtgier und Manipulation. Jayden Turkov, ein skrupelloser Industrieboss, der den Energiesektor ganzer Kontinente beherrscht, setzt alle Hebel in Bewegung, um sie auszuschalten. Viel Zeit bleibt Georgina nicht, um die Umweltkatastrophe und damit den Tod von Millionen Menschen zu verhindern. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung …“
Das Buch kam mir vor wie einer der gut gemachten, immer nach gleichem Muster gestrickten amerikanischen Katastrophen-Filme, in denen ein Einzelschicksal gegen Urgewalten oder außer Kontrolle geratene Züge oder nicht mehr steuerbare Flugzeuge kämpft. Da wird dem Leser eine Protagonistin als sehr sympathisch und klug so sehr nahe gebracht, dass man mit ihr schmerzlich hofft und bangt. Und dann gibt es eine sich anbahnende, stetig näherrückende Katastrophe, der sich diese mutige Protagonistin als Einzige entgegenstellt. Und so finden sich allerlei Klischees in diesem Buch, wie zum Beispiel die fähige Sekretärin, die „hässlich wie ein Sumoringer“ ist, während die unfähigeren Damen eine Augenweide sind. Aber es gibt auch wunderschöne Beschreibungen, wie zum Beispiel sich aufbauende Wolken, die „wie eine Armee verärgerter Dschinns, die aus ihrer Flasche entweichen,“ aussehen. Auf jeden Fall ist das Buch gekonnt geschrieben, packend und unermesslich spannend, was durch das Stilmittel der knackig kurzen Kapitel noch intensiviert wird. Mit seinem unheilvollen Szenario in einer sehr nahen fiktiven Zukunft möchte es all denen, die nach wie vor glauben, wir könnten wie eh und je so weitermachen wie bisher, vor Augen führen, wie extrem gefährdet unsere Welt, wie wir sie kennen, ist.
Ein über die Maßen reißerisches Buch, ja, aber genau darin liegt seine Chance, auch die chronisch Uninteressierten zu erreichen.

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Teatime im Tearoom

Rezensionen von LEXI:

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Du bist aus dem richtigen Holz geschnitzt, aus Heldenholz!

Emilia und der Junge aus dem Meer von Alexandra Fischer-Hunold

Emilia ist das einzige Kind des Leuchtturmwärters Augustus Wassermann, auf ihren zarten Schultern lastet große Verantwortung. Seit dem Tod ihrer Mutter ist sie die einzige Person an der Seite des Vaters, der durch sein amputiertes Bein und seinem übergroßen Verlangen nach Alkohol immer mehr der Unterstützung seiner Tochter bedarf.

Emilia obliegt es unter anderem, täglich bei Anbruch der Dämmerung das Leuchtturmfeuer zu entzünden. Doch eines Tages vergisst das kleine Mädchen, das sich am liebsten im Freien aufhält und am Strand nach Muscheln sucht, Zündhölzer zu besorgen. In der darauffolgenden Nacht zerschellt ein Schiff an den Felsen. Um den finanziellen Schaden wiedergutzumachen, wird Emilia zum Schwarzen Haus gebracht, wo sie im Haushalt eines sehr angesehenen Admirals arbeiten soll. Augustus muss zukünftig alleine zurechtkommen und auf den Leuchtturm aufpassen.

Emilias Angst vor dem düsteren Anwesen ihres zukünftigen Arbeitgebers scheint berechtigt. Im Dorf munkelt man von einem Monster, das dort sein Unwesen treiben soll. Furchterregende Geräusche und ein geheimnisvolles Turmzimmer, das zu Betreten Emilia strikt verboten ist, scheinen diese Gerüchte zu bestätigen. Doch Emilia möchte herausfinden, was es mit dem Turm auf sich hat und steht bald darauf tatsächlich einem unheimlichen Wesen gegenüber: einem Jungen namens Edward, der in besagtem Turmzimmer versteckt wird und nicht laufen kann. Sein wirres grünes Haar, die tiefschwarzen Augen und die spitzen Zähne sowie seine zu einem Fischschwanz verwachsenen Beine wirken fremdartig und erschreckend. Doch Emilia hat noch niemals aufgegeben und stellt sich dem aggressiven und fremdartigen Wesen. Es folgt eine vorsichtige Annäherung, die sich letztendlich für beide als Bereicherung entpuppt.

Annet Schaap hat mit dieser Geschichte einen zauberhaften Roman um jene Mischwesen aus Menschen- und Fischkörper ersonnen, von denen in den Fabeln die Rede ist. Im vorliegenden Buch erzählt sie von einem Kind aus der Beziehung zwischen einem Menschen und einer Meerjungfrau, das zwischen zwei Welten gefangen ist, und zu keiner davon wirklich gehört. Der kleine Edward sehnt sich nach der Liebe und Anerkennung seines Vaters, er bemüht sich verzweifelt, seinen Wünschen zu entsprechen. Doch sein ungewöhnliches Aussehen verurteilt ihn zu einem Leben als Außenseiter, er wird als Scheusal und Monster bezeichnet und gemieden. Bis eines Tages die kleine Tochter des Leuchtturmwächters, die liebevoll „Lämpchen“ genannt wird, auftaucht. Sie erhellt mit ihrem freundlichen Wesen und der resoluten und offenen Art nicht nur das düstere Turmzimmer, sondern auch Edwards Herz. Die Autorin gewährt dem Leser durch ihre kleine Protagonistin Einblicke in die Welt eines Kindes, das sehr früh erwachsen werden und viel zu große Verantwortung übernehmen musste. Die kursiv gedruckten gedanklichen Dialoge mit ihrer verstorbenen Mutter erlauben einen tieferen Einblick in Emilias Gefühls- und Gedankenwelt. Durch den kleinen Fischjungen Edward kann man in die Rolle eines von seinen Mitmenschen gemiedenen Außenseiters schlüpfen und dessen Emotionen und Probleme hautnah miterleben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sie berichtet in eindrucksvollen Worten von den schwierigen Umständen, unter denen ihre kleinen Protagonisten aufwachsen mussten. Auf eine ausführliche und authentische Charakterzeichnung der handelnden Personen wurde in diesem Jugendbuch großer Wert gelegt. Sowohl die Haupt-, als auch die Nebenfiguren wirken überzeugend und haben mich unverzüglich für sich eingenommen. Zwar liegt der Fokus auf Emilia und Edward, doch auch der zurückgebliebene Sohn der Haushälterin Martha mit seinem liebenswürdigen Wesen, als auch der fürsorgliche alte Mann namens Josef, der leider nur einen kurzen Gastauftritt hatte, sind mir ans Herz gewachsen.

Die Botschaften dieses Buches wurden in kindgerechter Art und Weise vermittelt, wobei für jedes Problem letztendlich auch eine Lösung gefunden wurde. „Emilia und der Junge aus dem Meer“ sorgt für abenteuerliche und spannende Unterhaltung, vermittelt Werte und vor allen Dingen Verständnis für Menschen aus schwierigen Verhältnissen sowie jenen, die auch äußerlich von den herkömmlichen Normen abweichen. Zu guter Letzt sorgt die Geschichte der verliebten Meerjungfrauen, die sich zwischen einem Leben im Wasser, oder aber einem Leben auf der Seite eines geliebten Menschen an Land entscheiden können, für eine märchenhafte und etwas melancholisch wirkende Stimmung.

Dieses Jugendbuch hat auch mir als Erwachsene ausgezeichnet gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen, der noch einmal in die Fabelwelt der Kindheit eintauchen, Abenteuer erleben und von geheimnisvollen und betörend schönen Meerjungfrauen träumen möchte.

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Du bist aus dem richtigen Holz geschnitzt, aus Heldenholz!

Rezensionen von thora01:

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Sehr spannende Fortsetzung

Elesztrah (Band 4): Dunst und Schimmer von Fanny Bechert

Meine Meinung:
Sehr spannender und undurchsichtiger 4. Band. Der Schreibstil konnte mich auch diesesmal wieder sofort überzeugen. Ich wurde von den Begebenheiten sofort wieder nach Elesztrah gezogen und hatte ein wenig Mühe den Anschluss an den 3. Teil zu finden. Die ersten paar Seiten waren für mich erst mal ein Rätsel welches sich erst gelöst hat nachdem ich den Schluss vom 3.

Band nochmals angeguckt habe. Ganz besonders hat mir gefallen wie die Autorin ihre Protagonisten durch die Geschichte wandeln ließ. Ich fand die Persönlichkeitsentwicklung von ihnen sehr gelungen. Sie zeigten in diesem Band ganz überraschende Wesenszüge. Der Aufbau der Story hat mich mehrmals ziemlich verwirrt und ich hatte etwas Mühe der Geschichte zu folgen und alle relevanten kleinen Details nicht zu überlesen. Das Spannungslevel war zu Beginn sehr angenehm und wurde mit dem Fortschreiten der Geschichte immer mehr angezogen. Ganz spannend fand ich die verschiedenen Intrigen, welche die Autorin als Nebenhandlung zum Hauptstrang in die Geschichte integriert hatte. Der Abschluss war genau meins. Ich habe mit den Protas mitgefiebert und mitgelitten. Ganz besonders hat mir Fayori und ihre Gabe gefallen. Es wurden einige Fragen beantwortet und dennoch ist für mich die Geschichte noch nicht ganz abgeschlossen. Ich hoffe die Autorin lässt mich nicht allzulange auf eine Fortsetzung warten.

Mein Fazit:
Toller 4. Band der Geschichte rund um Elesztrah. Ich wurde trotz leichten Anfangsschwierigkeiten sofort in den Bann gezogen und habe mir wieder die Nacht um die Ohren gelesen. Ich liebe die Reihe und bin schon sehr gespannt, was Fanny Bechert im nächsten Band sich alles einfallen lässt.

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Sehr spannende Fortsetzung

Rezensionen von manu63:

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Evakuierung

Ein MORDs-Team - Band 22: Die Evakuierung von Andreas Suchanek

Die Evakuierung ist Band 22 der Das Mords Team Reihe des Autors Andreas Suchanek. Barrington Cove wird evakuiert und die Freunde erleben die unterschiedlichsten Katastrophen um sich dann doch wieder aufeinander zu zu bewegen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die einzelnen Charaktere bleiben sich treu.

Dieser Band enthält viele Informationen und als Leserin war ich zum Teil fast erschlagen von den ganzen Ereignissen die über das Team hinwegrollen. Der Autor versteht es auch in diesem Band Spannung aufzubauen und schier ausweglose Situationen aufzulösen, ohne unglaubwürdig zu wirken. Wieder ein lesenswerter Band einer spannenden Reihe mit sehr unterschiedlichen Charakteren, die im Laufe der Geschichte heranreifen.

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Evakuierung

Rezensionen von Bibliomarie:

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Eine Frau und ihr Motorrad

Sag dem Abenteuer, ich komme von Lea Rieck

Man könnte sagen, dass Lea Rieck ganz spontan auf die Idee einer Weltreise gekommen ist. Eine Nichtigkeit im Büroalltag gab den Ausschlag ihrem Leben eine radikale Wendung zu geben. Sie kündigt ihre Stelle und plant ganz kurzentschlossen eine Motorradreise. Wobei mich schon hier ihr Mut überraschte, da sie noch nicht allzu viel Erfahrung mit ihrer schweren Maschine hatte und sie bei einem Sturz ohne fremde Hilfe nicht einmal selbst das Motorrad wieder aufrichten konnte.

Der Bericht dieser Reise mehr als eine Abenteuergeschichte, es ist ein Reise zu sich selbst und ich fühlte mich von Anfang an mitgenommen. Natürlich gibt es abenteuerliche und gefährliche Ereignisse unterwegs, die Lea immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und ihr viel abverlangen. Aber es gibt auch immer wieder wunderbare Begegnungen mit Menschen vieler unterschiedlicher Kulturen und Lea nimmt viel mit von diesen Gesprächen.
Dabei ist sie nicht immer nur die mutige und taffe Frau auf dem Motorrad. Sie gerät in beängstigende Situationen, fühlt sich mal überfordert, mal einsam und nicht nur einmal das Gefühl, dass ihr alles über den Kopf wächst. Aber gerade daran wächst sie. „ Ich bin noch dieselbe, aber mein Blick hat sich geändert. Das Fremde ist zum Vertrauten geworden – und auf das Vertraute habe ich einen neuen Blick gewonnen“, dieses Zitat beschreibt genau, wie ihre Persönlichkeit auf dieser Reise reifte.
Obwohl ich keine Motorradfahrerin bin und nicht mal als Sozia Erfahrung damit habe, hat mich dieses Buch gefesselt. Ich habe mit Lea gelitten und mich mit auf Abenteuer eingelassen. Ich konnte mit ihr fremde Menschen und Länder kennenlernen.
Viele Fotos machen den Reisebericht farbig und lebendig und runden dieses Buch ab. Die Abenteuerreise konnte ich nicht selber machen, aber Lea Rieck hat mich mitgenommen.

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Eine Frau und ihr Motorrad

Rezensionen von buchina:

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Eine vielschichtige Welt

Sag dem Abenteuer, ich komme von Lea Rieck

Das Cover des Buches, obwohl sehr schön farblich gestaltet, sagt eigentlich nichts über das Buch aus. Es ist damit für mich relativ austauschbar und nicht sehr individuell gehalten. Dafür ist die Welt, die die Autorin geschaffen sehr individuell und neuartig. Das hätte man auch ruhig bei der Covergestaltung beachten können.

Im Mittelpunkt steht Kalinda, eine Waise, die aufgewachsen in einer Schwesternschaft schon immer besonders war. Durch eine geheimnisvolle Krankheit viel von der Außenwelt abgeschirmt, lebt sie ihr einfaches Leben in überschaubarer Umgebung. Als das ändert sich als der Herrscher ausgerechnet sie für seine 100. Frau auswählt.
In diesem Roman hat mich nicht unbedingt die Charaktere beeindruckt, diese sind doch oft eindimensional. Es gibt ein starke Schwarz/weiß, gut/böse Zeichnung und wenig dazwischen. Kalinda entwickelt sich zwar im Laufe des Romans weiter und ihre Veränderungen sind auch nachvollziehbar, aber die Nebencharaktere bleiben sehr oberflächlich. Faszinierend ist vor allem die Gesellschaft, die die Autorin erschaffen hat. Am Anfang fühlte ich mich nach Indien oder Nepal versetzt, was vor allem an der beschriebenen Umgebung, der Namen und auch der Kleidung lag. Als es nun zum Palast des Herrschers ging, fühlte ich mich in den Orient versetzt. Die Autorin nimmt sich Zeit und hat sich Mühe gemacht eine neue interessante Fantasywelt zu erschaffen. Es ist eine starke patriarchalische Gesellschaft, in der Frauen keine Rechte haben. Jedenfalls die im Palast. Über die Welt außerhalb der Herrscherelite erfährt man leider fast gar nichts.
Insgesamt wird mir auch zu wenig auf die Dominanz der Männer und wie sie mit den Frauen umgehen eingegangen. Da gibt es eben die Ehefrauen und die Konkubinen, die völlig dem Willen des Herrschers und seiner Elite ausgeliefert sind. Gerade im Bezug auf die jüngere Leserschaft hätte man mehr thematisieren können, dass es furchtbar ist, als Konkubine zu leben, wo man jederzeit vergewaltigt (dieses Wort wird natürlich nicht benutzt, obwohl es für mich nichts anderes ist) werden kann. Denn es wird doch immer wieder gesagt, dass das Leben im Palast viel besser ist, als das Leben draußen, obwohl man als Leser nicht erfährt, wie das Leben draußen ist.
Die eingewobene Liebesgeschichte fand ich persönlich etwas langweilig, mir ging es zu schnell und ohne große Hindernisse. Da es ja ein Mehrteiler ist, hätte ich mir da noch ein paar mehr Konflikte gewünscht. Was mir richtig gefiel, war das Ende, das es eben nicht einfach so in Friede, Freude … endet, sondern realistisch.
Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt, denn ich hatte oft das Gefühl, dass sich die Autorin gerade was Erklärungen, z.B. über geheimen Kräfte, angeht, sehr zurück hielt. Wahrscheinlich in Bezug auf den nächsten Teil. Das passiert leider oft bei Mehrteilern. Da habe ich den Eindruck die Autoren lassen extra viel weg, damit sie noch genug Stoff für die Folgebände haben. Dadurch habe ich aber oft das Gefühl das etwas fehlt und die Geschichte nicht rund ist. So leider auch hier.
Dennoch das Buch hat mich wunderbar unterhalten und die Autorin hat eine fantastische interessante und vielschichtige Welt geschaffen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, in der Ich-Perspektive, lässt sich sehr gut lesen.

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Eine Frau und ihr Motorrad