Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
Hör auf dein Herz
Inhalt:
Luisa hat endlich ihre eigene Tierarztpraxis und geht in ihrem Job vollkommen auf. Doch eines Tages steht Lars vor ihrer Tür. Er war ihre erste große Liebe, bis er eines Tages einfach so verschwunden ist. In seinem Arm hat er einen Golden Retriever Welpen, der dringend ihre Hilfe benötigt.
So kann sich Luisa auf ihre Arbeit konzentrieren und sie so von ihren Gefühlen für Lars abgelenkt ist. Denn diese sind immer noch vorhanden. Aber ob sie sich erneut auf ihn einlassen soll, weiß sie noch nicht. Und was wenn er ihr das Herz erneut bricht?
Mein Kommentar:
Dies ist ein weiterer Roman der Autorin Petra Schier, welcher in Lichterhaven an der Nordsee spielt. Da ich die Vorgänger bereits kenne, war es für mich ein erfreuliches Wiedersehen mit alten Bekannten. Aber ich denke auch für jeden anderen dürfte es kein Problem sein, der Handlung zu folgen. Man erfährt alle nötigen Details und Informationen im Laufe des Buches, sodass es keine Verständnisprobleme gibt.
Der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm und flüssig und man ist so in der Geschichte gefangen, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will.
Luisa ist eine Frau, die ihren Weg geht und auch bei Schwierigkeiten niemals aufgibt. Sie hat sich ihren Traum von der eigenen Tierarztpraxis erfüllt und geht in ihrem Job vollkommen auf. Für sie ist es eine Berufung und dies merkt man auch an der Art wie sie mit den Vierbeinern und ihren Besitzern umgeht. Sie ist Tierärztin mit Leib und Seele.
Ihre Familie unterstützt sie dabei vollkommen und auch sonst, sind sie alle ein Herz und eine Seele. Nichts bleibt voreinander geheim und ihre regelmäßigen Kaffeekränzchen sind immer recht unterhaltsam.
Im Gegensatz dazu hatte Lars eine sehr schwierige Kindheit. Sein Vater hat seine Mutter nur ausgenutzt und betrogen, bis diese keine Kraft mehr hatte. Kein Wunder also, dass Lars nicht viel von der Liebe hält und sie versucht von sich wegzusperren. Nur bei Luisa kommen seine Vorsätze ins Wanken, aber er versucht hart zu bleiben. Denn Liebe zerstört einfach alles, wie sein Vater ihm bewiesen hat.
Die beiden haben es nicht einfach und auch wenn man die gegenseitige Anziehung förmlich spüren kann, sperren sie sich dagegen. Es ist sehr schön die Entwicklung der beiden mit zu verfolgen, wie vor allem Lars langsam an seiner Mauer rüttelt. Doch ob es Luisa gelingen wird, sie ganz einzureißen, müsst ihr selbst herausfinden.
Eine ganz besondere Beziehung haben die beiden aber zu Jolie, einem Golden Retriever Welpen, welchen Lars gerettet hat. Dabei spielt Jolie eine ganz besondere Rolle und als Leser kann man ihre Gedanken sehr schön nachvollziehen. Die Autorin hat ihr eine eigene Stimme gegeben und ihre Gedanken im Text eingefügt. Diese sind kursiv geschrieben und somit sehr schön vom Rest unterscheidbar.
Da sie ja noch ein Welpe ist, ist ihre Sprache noch recht kindlich, aber sehr süß zum Lesen. Da schmilzt einem das Herz nur so dahin. Oft musste ich auch über ihre Gedanken schmunzeln und so hat das Buch noch einen zusätzlichen Unterhaltungsfaktor.
Mein Fazit:
Ich finde es ist eine gelungen Mischung aus Liebesroman mit prickelnden erotischen Szenen und einer süßen Hundegeschichte, die die Leser noch zusätzlich unterhält.
Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug nach Lichterhaven und bin gespannt, welcher Vierbeiner dort wohl zu Wort kommen wird.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Auf Mördersuche in Zons
Sündenkammer von Catherine Shepherd
Inhalt:
(Klappentext)
Gegenwart: Kommissar Oliver Bergmann wird am frühen Morgen zu einem Tatort mitten im Wald gerufen. Noch bevor er das Opfer sieht, kann er riechen, was passiert ist. Trotzdem erstarrt er beim Anblick des völlig verkohlten Körpers auf einem Scheiterhaufen. Die junge Frau wurde bei lebendigem Leib verbrannt.
Die Presse spricht bald von einem Hexenfall, denn die Spurensicherung stößt auf ein rotes Haar. Doch dann erhält Oliver ein Paket mit einer geheimnisvollen Nachricht vom Täter und ahnt, dass viel mehr dahintersteckt. Er hat es mit einem Serienkiller zu tun, der die Welt von der Sünde reinwaschen will.
Zons 1500: Der Novize Balthasar liest nachts heimlich in einem verbotenen Buch aus der Klosterbibliothek. Währenddessen scheint sich der Geist des verstorbenen Totengräbers aus seinem Grab zu erheben und auf dem Kirchhof umherzuirren. Als am nächsten Morgen ein toter Knabe vor den Toren der Stadt liegt, weiß Stadtsoldat Bastian Mühlenberg nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Er verfolgt die Spuren des Mörders bis ins Franziskanerkloster, aber die Mönche schweigen sich aus. Dann wird ein weiterer Knabe ermordet, und Bastian entdeckt eine geheime Kammer sowie ein Buch, das ihn zum Täter führt. Doch er hat keine Idee, wie er das Böse aufhalten soll.
Mein Kommentar:
Dies ist der 9. Band der Zons Reihe, die aus zwei Handlungssträngen besteht. Zum einen erlebt man die Mördersuche mit Oliver Bergmann in der Gegenwart und zum anderen geht man im mittelalterlichen Zons (um 1500) gemeinsam mit Bastian Mühlenberg auf Tätersuche. Dabei stehen beide Fälle immer in einem gewissen Zusammenhang, welcher sich aber teilweise erst mit der Zeit so richtig herauskristallisiert.
Sie hat wie immer einen fesselnden und spannenden Schreibstil und man kann als Leser das Buch fast gar nicht mehr zur Seite legen. Es ist total spannend und man wird von ihr immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Sobald ich jemanden im Verdacht hätte, der Täter zu sein, wird die Geschichte sicher in eine andere Richtung gelenkt, sodass ich wieder keine Ahnung habe. Ich liebe solche Bücher, bei denen ich bis zum Schluss selbst miträtseln kann und doch nicht dahinter komme, wer denn nun wirklich der Täter ist.
Und so ging es mir aber bei beiden Handlungssträngen.
Sie wechselt die Perspektive auch sehr oft an spannenden Stellen, sodass man als Leser sich fast "gezwungen" fühlt, weiterzulesen, da man erfahren möchte was als nächstes passiert.
Auch ihre beiden Hauptprotagonisten Oliver und Bastian sind mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich immer, wenn ich sie wiedersehe. Deshalb warte ich auch schon jetzt auf sehr gespannt und voller Spannung auf den nächsten Teil.
In diesem Band gehen beide Mörder auf unterschiedliche Weise ans Werk, was die Aufklärung nicht gerade leichter macht. Aber durch die Verbrennung der Leiche am Scheiterhaufen bekommt man sofort wieder eine Verbindung zum Mittelalter. Ich finde es toll, wie sie die Vergangenheit und die Gegenwart gekonnt miteinander verbindet, ohne dass eine Erzählung darunter leidet. Meiner Meinung nach sind beide Geschichten gleichwertig und auch gleich spannend aufgebaut.
Mein Fazit:
Ich liebe die Bücher der Autorin, da sie es schafft den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen und bis zur letzten Seite nicht mehr loszulassen. Daher warte ich schon jetzt voller Vorfreude auf die nächste Geschichte aus Zons.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von skiaddict7:
Gelungener historischer Roman über Italien und USA im 20. Jahrhundert
Bella Ciao von Raffaella Romagnolo
Romagnolo ist mit diesem Buch ein beeindruckender historischer Roman gelungen. Der italienische Titel, "Destino" (Schicksal) passt deutlich besser als das nichtssagende "Bella Ciao", dessen Relevanz zur Geschichte sich mir nicht erschließt. Wir schreiben das Jahr 1900 im kleinen Städtchen Borgo di Dentro, als Ms.
Giulia Masca Zeugin davon wird, wie ihre beste Freundin sie hintergeht. Sie flüchtet daraufhin nach Genua und gibt ihre gesamten Ersparnisse für ein Ticket nach New York aus. Dort baut sie sich ein neues Leben auf. Fast fünfzig Jahre und zwei Weltkriege später kommt sie zurück - auf der Suche nach Anita, ihrer besten Freundin von damals. Romagnolo beschreibt ruhig und genau die Geschehnisse zwischen Giulias Flucht nach Amerika in 1900 und ihrer Rückkehr in 1946. Über Erinnerungen baut sie die ganze Geschichte auf, Generationen von Arbeitern in Italien und ebenso in New York, bis zur Wiedervereinigung der Freundinnen. Und was für eine Geschichte: obwohl es sich um einen Roman handelt, sind doch viele historische Gegebenheiten eingearbeitet. Es gibt sehr viele Protagonisten, wobei die Geschichten nicht alle chronologisch erzählt werden, sodass es hilft, ab und zu einen Blick auf die Stammbäume zu Beginn der Kapitel zu werfen. Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen und, obwohl traurig, zeigt sich doch wieder einmal, dass die Zeit alle Wunden heilt und dass Familie über alles gestellt werden sollte. Lohnenswert, aber keine leichte Lektüre.
Rezensionen von C. P.:
Spannung, Action und jede Menge Thrill!
Lazarus von Kepler Lars
Jurek Walter ist zurück! Davon ist Kommissar Joona Linna überzeugt. Als er bei einem Fall Parallelen zu Jureks früheren Morden entdeckt, schrillen bei ihm die Alarmglocken und er versucht, seine Lieben in Sicherheit zu bringen. Hat der psychopathische Serienmörder der vergangenen Bände wirklich die Schüsse auf sich überlebt oder ist es vielleicht nur ein Nachahmungstäter? Keiner glaubt Joona zunächst – ein fataler Fehler…
„Lazarus“ ist der siebte Teil der Reihe um Kommissar Joona Linna des Autoren-Ehepaares Lars Kepler.
Angegeben ist, dass das Buch ohne Vorkenntnisse der Reihe gelesen werden kann, und das kann ich bestätigen. Wobei natürlich an der ein oder anderen Stelle Anspielungen auf frühere Geschehnisse vorkommen, bei denen ich dachte, schade, dass ich nicht mehr darüber weiß. Dadurch, dass kleine Rück- und Einblicke zu den Personen eingebaut sind, ist aber alles gut verständlich.
Der Roman liest sich erstaunlich gut und ist frei von gängigen Klischees eines sozial inkompetenten, launischen Ermittlers mit Alkoholproblem. Im Gegenteil, Joona war mir recht sympathisch. Schwierigkeiten hatte ich hingegen mit seiner Kollegin Saga, welche in meinen Augen zu oft inkompetent agiert, so dass ich mich wiederholt fragte, wie sie zu ihrem Job gekommen ist.
Inhaltlich ist die Story durchweg spannend von Anfang bis Ende. Keine unnötig lange Einleitung, keine Durststrecken und kein ewig langes Ausfaden. Ein eindeutiger Pluspunkt! Stellenweise wird es diesmal ziemlich brutal, ohne, dass groß ins Detail gegangen wird. Wer jedoch beim Lesen sein Kopfkino mitlaufen lässt wird da um ein paar blutige Szenen nicht drum herum kommen. Gestört haben mich einige Szenen, welche für den Fortgang der Handlung wie konstruiert wirken, ebenso wie Joonas Alleingang zum Schluss, bei welchem er eine Schneise der Verwüstung hinterlässt. Das wird aber zum Glück durch ein paar sehr gute Ideen und viele spannende Szenen wieder wettgemacht.
Alles in allem ein hervorragend zu lesender Schwedenkrimi mit brutalen sowie emotional bewegenden Szenen, der durch Spannung und Action schon fast als Thriller durchgeht.
Rezensionen von rewareni:
Eine verbotene Liebe
Abgestürzt von Johannes Wilkes
Im legendären Saal 600 des Nürnberger Schwurgerichts findet eine aufsehenerregende Gerichtsverhandlung statt . Der Afghane Fersal, geflüchtet, abgeschoben und erneut vor den gefürchteten Taliban aus seiner Heimat geflohen, wird des Mordes an dem beliebten Kinderarzt Cornelius Fischer angeklagt. Für die meisten Beobachter ist er bereits jetzt schon verurteilt, denn das Motiv steht für sie fest- Eifersucht.
Obwohl Cornelius sein Freund war, hat er sich in dessen Frau Maria verliebt und er wollte sie zurück haben. Aber es gibt noch jemanden, der sich wünscht, dass Fersal verurteilt wird, nämlich der Journalist Dirk Zimmermann, der schon seit seiner Jugend in Maria verliebt ist. Selbst als er aus Frust über ihre Abweisung sich freiwillig in das Kriegsgebiet nach Afhanistan meldet und dort sogar einen Arm verliert, hofft er immer noch, dass er eine Chance bei ihr bekommt. Die Indizien gegen Fersal werden immer mehr und kaum jemand glaubt noch an seine Unschuld, dass er nicht Cornelius von einer Brücke gestoßen hat. Ausgerechnet Dirk findet einen wichtigen Hinweis, der den Prozess entscheidend beeinflussen wird und nun liegt Fersals Schicksal in seiner Hand.
Der Kriminalroman ,, Abgestürzt´´ von Johannes Wilkes ist eine interessante und spannend geschriebene Geschichte, wo der Leser als stiller Beobachter einer Gerichtsverhandlung beiwohnen kann. Man findet sich im Gersichtssaal wieder wo man einem besonnenen Richter, einem hartnäckigen Staatsanwalt und einer taffen Anwältin begegnet. Der Autor hat eine besondere Art, die Atmosphäre bei der Verhandlung einzufangen. Angefangen vom betagten Gerichtsdiener, der ,,seinen´´ Saal bestens kennt und weiß, ob oder wann man das beste Raumklima erzielt bis zu der düsteren Beschreibung, wenn sich das Regenwetter scheinbar der trüben Stimmung im Gerichtssaal angepasst hat. Als Leser wird man Zeuge, wie sich die Schlinge um Fersals Kopf immer enger zusammen zieht und man hat das Gefühl live dabei zu sein. Zu Beginn war es ein wenig verwirrend, wenn die Geschichten der Protagonisten immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart gewechselt haben, da hätte ich mir eine bessere Erkennbarkeit gewünscht. Der Autor hat in seine fiktive Geschichte immer wieder spannende tatsächliche Ereignisse einfließen lassen wie den Nürnberger Prozess wo man bekannte Namen wie Albert Speer oder den späteren Bundeskanzler Deutschlands Richard von Weizsäcker wieder findet. Aber auch Berichte über den 11. September 2001 oder der Anführer der Gruppe al Qaida, Osama bin Laden, wird erwähnt. Hart ins Gericht geht Johannes Wilkes aber auch mit der Art und Weise wie Asylanträge abgelehnt werden, wo man hier in seiner Geschichte nachdenklich wird, ob der Abschiebung seines Protagonisten. Sehr schön werden die berührenden Erinnerungen von Fersal aus seiner Heimat beschrieben, wo man das Gefühl hat, die wunderschöne Landschaft vor den Augen zusehen. Der Reporter Dirk wirkt nicht unbedingt so, dass man ihn sympathisch finden kann, da sein Leben von Hass und Eifersucht geprägt wird. Der Roman erzählt von vielen unerreichten Träumen, von Hoffnung und Liebe und menschlichen Schicksalen, die zu Herzen gehen. Ein besonderes Buch, das auf eine spannende Art und Weise über eine Gerichtsverhandlung berichtet.
Rezensionen von Vicky:
Theorien sind nicht mehr als das
Das Erbe der Macht - Band 17: Seelenmosaik von Andreas Suchanek
‘Seelenmosaik‘ ist bereits der siebzehnte Band der 'Erbe der Macht'-Reihe des Autors Andreas Suchanek und somit der fünfte Band der zweiten Staffel. Das Cover ist wie immer wunderbar gelungen, es gefällt mir sehr gut. Außerdem passt es wie immer ausgezeichnet zum Genre Fantasy sowie zu den anderen Covers der Reihe.
Dieser Band umfasst einen kurzen Rückblick, einen Prolog, dreißig Kapitel, einen Epilog sowie eine Vorschau auf den nächsten Band, Seriennews und ein Glossar. Die kurze Zusammenfassung unter 'Was bisher geschah' fand ich wie immer äußerst hilfreich um nochmals kurz das Wichtigste in Erinnerung zu rufen und damit leichter in den neuen Band einsteigen zu können. Außerdem finde ich es toll dass jedes Kapitel einen Titel hat, so wird immer wieder mein persönliches Kopfkino angeregt und ich überlege mir bereits immer zu Beginn eines jeden Kapitels was passieren könnte.
Fazit: ‘Seelenmosaik' von Andreas Suchanek zeichnet sich wie immer durch einen angenehmen Schreibstil aus, die Geschichte liest sich flüssig wodurch man schnell und leicht vorankommt. Die Mischung aus Fantasy und Humor gefällt mir sehr gut und passt ausgezeichnet zur Geschichte und den Figuren. Ich liebe diese Reihe!
Ich werde die Serie 'Das Erbe der Macht‘ sowie mögliche Spin-Offs definitiv im Auge behalten und weiter ‚verschlingen‘ :-) Die Vorschau sowie die Seriennews machen Lust sofort weiterzulesen!
Meine Empfehlung bekommt dieser Teil auf jeden Fall - allerdings lege ich jedem ans Herz die Bände der ersten Staffel und das Spin-off 'Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus' sowie die anderen Teile der zweiten Staffel in der richtigen Reihenfolge und vor allem vorher zu lesen, da sie aufeinander aufbauen und man diese Reihe sonst nicht verstehen wird.
Rezensionen von TanyBee:
Leichte Lektüre
Der Wal und das Ende der Welt von Ironmonger John
St. Piran ist ein winziger Ort an der Küste von Cornwall. Er liegt so versteckt, das sich nicht mal Touristen hierher verirren. Eines Tages wird ein nackter Mann am Strand angespült und am selben Tag auch noch ein Wal. Der nackte Mann ist Joe Haak, er ist vor seinem Leben in London als Analyst bei einer großen Bank geflüchtet.
Und nun wird es schwierig mehr über das Buch zu erzählen ohne zu viel zu verraten. Deswegen möchte ich wage bleiben: Joe hat aus seinem alten Leben Hinweise, das die Menschheit vor einer großen Bedrohung steht und versucht das Dorf darauf vorzubereiten. Der Roman ist also eine Art Dystopie. Wobei das Wort eigentlich viel zu negativ für die Handlung ist. Denn auch wenn mehrmals betont wird, dass die Menschheit schlecht ist und im Notfall jeder nur an sich selbst denkt, spielt sich hier das Gegenteil ab. Es ist eine Dystopie für Leute, die sonst keine Dystopien lesen. Ohne schreckliche Stellen. Praktisch das komplette Gegenteil des Dystopie Klassikers "Die Straße". Ich bin ein bisschen unentschlossen, wie ich das finden soll. Das Buch liest sich gut und es gibt viele interessante Personen. Insgesamt war mir die Geschichte doch etwas zu weichgespült, ohne Ecken und Kanten.
Es gibt aber viele interessante Gedankengänge darüber, wie unsere Gesellschaft und die Zivilisation funktionieren. Was passiert beispielsweise, wenn Supermärkte nicht mehr beliefert werden können? Es gibt kaum noch Vorräte, alles wird just-in-time bereitgestellt. Wenn in diesem perfekten System ein Zahnrad oder auch mehrere wegfallen, was passiert dann? Wie lange wird es dauern, bis die Menschen hungern? Diese Gedankenspiele haben mich sehr fasziniert.
Fazit: Ich mochte das Buch ganz gerne, aber trotz des ernsten Themas ist es doch eine eher leichte Lektüre. Was ja auch manchmal genau das richtige ist.
Rezensionen von skiaddict7:
Ein außerordentliches Debüt
Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza
Hadia, Huda und Amar wachsen als Kinder indischer Einwanderer in Südkalifornien auf. Das Buch beginnt mit Hadias Hochzeit. Sie heiratet einen Mann, den sie sich selbst ausgesucht hat. Hier treffen wir Amar, der die Familie vor drei Jahren verlassen hat. Was ist vorgefallen? Zahlreiche Rückblicke aus den Blickwinkeln sowohl der Geschwister als auch der Eltern lassen die Geschichte langsam komplett werden.
Fatima Farheen Mirza beschreibt ruhig und außerordentlich genau das Leben muslimischer Immigranten in den USA: der innere Kampf der Kinder, die Religion so zu akzeptieren, wie die Eltern es vor leben; der stete Versuch, bloß nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden; der Versuch, die Eltern stolz zu machen und deren Erwartungen zu erfüllen; die Eifersucht unter Geschwistern und der Umgang der Eltern mit den eigenen Kindern. Behutsam, genau, wunderschön und mit einer traurigen Note beschreibt die Autorin diese mir so fremde Welt. Ein Buch über Familie, die Liebe zwischen Geschwistern und die Liebe der Eltern zu ihren Kindern. Obwohl mir die Welt der Muslime zu wenig vertraut ist, sind die Prinzipien doch universell. Ich habe dieses Buch geliebt und war traurig, als es zu Ende war. Ein großartiges Debüt, das auf viele weitere Romane der Autorin hoffen lässt.
Rezensionen von begine:
Die verlorene Tochter
Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza
Die britische Autorin Kathryn Croft schreibt psychologische Thriller.
Als Grace verschwand fängt etwas tragend aus Sicht der Mutter Simone Porter an. Sie und ihr Mann hatten jung geheiratet, weil sie ein Kind erwarteten. Als Helena 6 Monate alt war, wurde sie entführt. Jetzt 18 Jahre später taucht ein Mädchen auf, das behauptet ihre Tochter zu sein.
Es gibt nur ein Plüschtier, das auf Helena hinweist. Das Mädchen heißt Grace, sie ist in Kontakt eigenartiger Männer geraten. Sie meint sie hätte einen erschlagen und bittet Simone um Hilfe und dann verschwindet sie.
Bis mindestens zur Hälfte lässt die Autorin die Geschichte in der Gegenwart und etwas emotionslos spielen. Simone versucht mit ihrem Kollegen Grace wieder zu finden und mehr von ihr zu erfahren..
Dann wird es etwas spannender. Simone bringt sich selbst in Gefahr.
Der Thriller zeigt sexbesessene Männer ohne Skrupel. Das Ende entwickelt sich unerwartet. Mit diesem Ende hätte ich nicht gerechnet. So wird es noch zu einem interessanten Thriller.
Rezensionen von Lilli33:
Ein spannendes Verwirrspiel
Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel von Emily Suvada
ACHTUNG: Dies ist der 2. Band einer Reihe. Meine Rezension kann SPOILER zum 1. Band enthalten.
Inhalt:
Nachdem die Hydra-Seuche eigentlich besiegt sein sollte, da ein Impfstoff-Code an alle Panels geschickt wurde, müssen Cat und Co. schon bald erkennen, dass das Virus mutiert ist und der Impfstoff damit unwirksam.
Nur Lachlan hat einen Vorteil davon, da er mit Hilfe des Codes die Menschheit beherrschen will. Cat und ihre Freunde wollen dies mit aller Kraft verhindern.
Meine Meinung:
Um diesen 2. Band der Reihe zu verstehen, sollte man unbedingt den 1. gelesen haben. Die Handlung setzt fast genau dort ein, wo der 1. Band endete. Wieder erleben wir die Handlung aus Cats Ich-Perspektive in der Gegenwart. Dadurch wird man tief in das Geschehen hineingezogen und fiebert und leidet mit den Protagonisten mit. Mir gefiel das sehr gut. Weniger gut gefiel mir, dass vieles immer und immer wieder wiederholt wird. Das nervt auf Dauer.
Die Geschichte entwickelt sich recht rasant - man kommt kaum zum Verschnaufen. Die ganzen technischen Begriffe waren mir zuweilen fast etwas zu viel. Ich konnte das nicht immer nachvollziehen, weil ich davon gar nichts verstehe. Da es ja aber sowieso keine reale Geschichte ist, habe ich das einfach akzeptiert, ohne alles penibel zu hinterfragen. Dem Lesevergnügen tat dies keinen Abbruch.
Mir gefiel vor allem Cats Entwicklung bzw. die Entdeckung ihrer wahren Identität, nachdem sie gerade feststellen musste, dass sie nicht - wie lange Zeit angenommen - Lachlans Tochter ist. Es ist ein steiniger Weg für die junge Frau, auf dem sie oft nicht einmal ihren Freunden trauen mag geschweige denn den Leuten von Cartaxus, die ihren ganz eigenen Plan verfolgen und dabei über Leichen gehen.
Cat muss viele schwierige Entscheidungen treffen, von denen das Leben ihrer Freunde oder gar das Überleben der Menschheit abhängen. Emily Suvada spricht hier auch ethische Fragen an, zum Beispiel, wie viel Gewalt sein darf, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Eine kleine Liebesgeschichte rundet das Buch ab, bleibt im Umfang aber weit hinter dem Action-Teil zurück, was ich als ganz angenehm empfand.
Fazit:
Ein spannender und rasanter 2. Band der Reihe, dessen Schluss nach einer baldigen Fortsetzung schreit.
Die Reihe:
1. Die letzte Generation
2. Ein grausames Spiel
E-short: Vergessene Wunden









