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Rezensionen von C. P.:

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Etwas langgezogener Roman um eine Uhr mit aussergewöhnlicher Fähigkeit

Ruben Pedley ist ein Einzelänger mit einer Vorliebe für Rätsel und Verstecke. Auf einer seiner Touren durch die Stadt entdeckt der Elfjährige eine alte Taschenuhr. Das Merkwürdige: Sie hat nur einen Stundenzeiger, der Minutenzeiger fehlt. Mithilfe der Uhrmacherin Mrs Genevieve kommt er hinter das Geheimnis der Uhr - ein Geheimnis, welches ihn und seine Mutter in große Gefahr bringt.

Denn der Schatten, ein mächtiger und boshafter Mann, ist hinter dieser Uhr her. Ruben muss herausfinden, welche Macht der Uhr innewohnt.

"Und er würde versuchen, etwas unglaublich Wichtiges - und wahrscheinlich auch Gefährliches - herauszufinden, ohne dabei entdeckt zu werden. Mit anderen Worten, er wurde zu einem richtigen Spion." (Zitat)

Ruben ist ein ausgefallener Charakter. Seine früheren Freunde interessieren sich mittlerweile für andere Dinge, deswegen bleibt er meist unter sich oder in Gesellschaft seiner alleinerziehenden Mutter, welche in dem Viertel versucht, finanziell mit Ach und Krach über die Runden zu kommen. Bereits hier fragte ich mich, ob diese übertriebene Armut mitsamt ihren Folgen unbedingt Thema eines Kinderbuches sein muss. Thematisch kommt das Buch nur langsam voran, da könnt ich mir vorstellen, dass der ein oder andere Leser das Buch deswegen zur Seite legt, weil einfach die ausreichende Spannung fehlt. Zudem wurde ich mit Rubens Charakter einfach nicht warm, er hat die Angewohnheit, selbst denen vor den Kopf zu stoßen, die ihm Vertrauen entgegen bringen. Auch wenn es der Mutter finanziell noch so schlecht geht, sollte das Bestehlen anderer einfach keine Option sein. Die Funktion der Uhr und das jahrhunderte alte Geheimnis, welches er im Roman herausfindet, sind zwar gut erdacht, jedoch hätte die Erzählung in sich straffer ausfallen können, um den leser zu halten und auch, um nicht mitten drin einfach zu enden. Das fand ich für ein Kinderbuch ebenfalls sehr schade und keine gute Lösung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

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BEste Krimiunterhaltung aus Wien

In der Hitze Wiens von Günter Neuwirth

Günter Neuwirth lässt seinen sympathischen Chefinspektor Wolfgang Hoffmann nun schon zum 6. Mal ermitteln. Nach einem langen Krankenstand ist er nun wieder in seinem alten Team zurück.
Während sich die Hitze erbarmungslos über die, der Urlaubszeit wegen, teilweise entvölkerte Stadt legt, wird Hoffmann zu einem unklaren Todesfall in einer Villa am Schafberg gerufen.

Hat der Villenbesitzer den Einbrecher überrascht und ist deswegen getötet worden?
Wolfgang Hoffmann hat hier so seine Zweifel, zumal der Tote neben den tödlichen Stichverletzungen ein gebrochenes Nasenbein aufweist. Also zwei Täter?
Hoffmann und sein Team hören sich in der näheren Verwandtschaft um, und entdecken, dass niemand so richtig traurig über den Tod des Erbonkels ist.
Erst die Verhaftung eines Serieneinbrechers in Deutschland bringt die Ermittler auf die richtige Spur..

Meine Meinung:

Wer Günter Neuwirths Krimis kennt, weiß, dass wilde Verfolgungsjagden und Alleingänge des Chefermittlers nicht seine Sache sind. Hier wird akribische Polizeiarbeit geleistet, auch wenn manche Leser dies nicht immer so spannend finden. Mit gefällt das viel besser, als wenn der Täter plötzlich aus dem Zylinder gezogen wird, wie das sprichwörtlichen Kaninchen.
Geschickt verknüpft der Autor mehrere, zunächst unzusammenhängend erscheinende Handlungsstränge.
Da ist zum einen die, von ihrem Mann in der Wohnung eingesperrte, Tuki, die im Laufe des Krimis eine viel versprechende Entwicklung durchmacht. Oder das Schicksal von Nadja, die alles daran setzt, ihrer kleinen Tochter Jana Geborgenheit zu vermitteln. Oder Hannes, der einige Zeit im Gefängnis war, dort einen beruf erlernt hat und ein geordnetes Leben führen möchte. Zwar holt ihn seine Vergangenheit ausgerechnet in der Person von Dragan kurz ein, der auch Nadja nicht unbekannt ist. Hannes kann sich dem alten Milieu entziehen und gibt Hoffmann entscheidende Tipps.
Die Charaktere haben Ecken und Kanten. Sehr gut gefällt mir, dass das Team rund um Hoffmann gut zusammenarbeitet. Das häufig strapazierte Stilmittel der „Wadlbeißerei“ im Team bzw. ein abgehobener Abteilungsleiter oder ein ehrgeiziger Staatsanwalt fehlen hier völlig. Solche unsympathische Typen gehen auch gar nicht ab. Diese Rolle übernehmen schon andere.
Wir Leser erhalten einen wohldosierten Einblick in das Privat- und Gefühlsleben von Wolfgang Hoffmann, sodass der Krimi, obwohl schon der 6. problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.
Als Wienerin gefällt es mir natürlich sehr, einige Straßen und Plätze abseits der Touristenpfade wieder zu begegnen. Die Ottakringer Straße um nur ein Beispiel zu nennen. Als Bezirksgrenze zwischen Ottakring und Hernals ist sie fest in der Hand von ehemaligen Gastarbeitern aus dem früheren Jugoslawien und der Türkei, was nicht immer ganz friktionsfrei abläuft.
Die verschiedenen Handlungsstränge werden am Ende ordentlich miteinander verknüpft. Die Aufklärung ist schlüssig und stringent. Lobend erwähnt muss auch die gute Zusammenarbeit mit den deutschen Polizeidienststellen werden. So soll internationale Zusammenarbeit sein. Datenaustausch ohne Ressentiments oder Geplänkel der Eitelkeiten.

Fazit:

Dieser Krimi besticht durch sein Lokalkolorit und seine bodenständige Polizeiarbeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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BEste Krimiunterhaltung aus Wien

Rezensionen von Bibliomarie:

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Sommer und ein neuer Anfang

Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher

Alice die seit einiger Zeit in Provence lebt, sucht für sich und ihre beiden Katzen ein Zuhause. Ein hübsches Haus, ein schöner Garten für Blumen und Gemüse – so stellt sie sich ihr Heim vor. Aber das wird nicht ganz einfach und als ihr die kleine Mietwohnung auch noch wegen Eigenbedarfs gekündigt wird, gerät sie in Zugzwang.

Gut, dass ihr da noch eine kleine Katze zugelaufen ist, dreifarbig – eine Glückskatze eben, auch wenn es die erste Zeit gar nicht Anschein hat. Aber sie und ihre Freunde lassen sich nicht unterkriegen. Jeanine versinkt mit ihren 78 Jahren immer mehr in eine Welt des Vergessens und George, der ganz in seinem kleinen Feinschmeckerlokal aufgeht, fürchtet den Besuch eines Gourmetkritikers. Doch wovor sollte er sich fürchten, mit seinen Interpretationen von Alice‘ Foodblog Geschichten „ Wenn ich zum letzten Mal ein Essen zubereiten dürfte, dann dieses“ hat er schon viele Besucher verzückt. Sie sind für einander da und halten zusammen.


Verzückt war ich auch von diesem Buch. Hermien Stellmacher hat eine lebendige und bildhafte Erzählweise und sie hat mich gleich mitgenommen in das kleine Dörfchen in der Provence inmitten von Kräutern und Lavendelfeldern. Ich bin in dieses Buch eingetaucht wie in einen Urlaub, umgeben von liebenswerten Menschen und wunderschöner Umgebung, das Lesen war Sinnenfreude pur.


Es ist eine heitere, manchmal witzige und dann wieder leicht melancholische Geschichte, so wie das Leben eben ist. Ich hatte das Gefühl, alle Personen schon gleich zu kennen und alle – na ja, fast alle – sofort zu mögen. Eine zauberhafte Stimmung ist der Autorin gelungen und sie hat mich mit ihrem Roman wunderbar unterhalten. Dabei ist der Roman bei aller sommerlicher Leichtigkeit nie platt oder gar kitschig.
So stelle ich mir niveauvolle Unterhaltung vor.

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Sommer und ein neuer Anfang

Rezensionen von begine:

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Berühmte Vorfahren

Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher


Die New Yorkerin Catherine Lowell hat mit
„Die Kapitel meines Herzen“ einen schönen Debüt Roman geschrieben. Der Stil ist bezaubernd.
Die junge amerikanische Studentin Samantha Whipple nach Oxford um Literatur zu studieren. Ihr Vater war Autor und ist gestorben, als Sam 15 Jahre alt war.

Sie sind Nachkommen der Bronte Schwestern. Ihr Vater hat ihr ein Lesezeichen hinterlassen. Damit beginnt für sie eine Schnitzeljagd, die ihr Vater ausgelegt hat.
Es wird vermutet das ihre Familie der Bronte Schwestern verstecken. Plötzlich werden Sam Bücher ihres Vaters, die eigentlich verbrannt waren, heimlich ins Zimmer gelegt. Sam ist beunruhigt.
Die Autorin versteht es diese Geschichte mit Ernst und Humor dem Leser nahe zu bringen.
Sie beschreibt die Büchter der Brontes mit Gefühl. Es ist eine gute Geschichte geworden.

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Sommer und ein neuer Anfang

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Postkartenidylle?

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister

Ich weiss nicht, ob ich den Roman gelesen hätte, wenn er nicht als Überraschung bei mir gelandet wäre. Im Anhang des Buches finden sich einige Postkartenspruchmotive - die machten mich neugierig auf die Geschichte.

Annie und Thies waren zum Glück älter als ich dem Klappentext nach erwartete, beide sind über 30 Jahre alt.

Protagonistin Anni ist an einem Punkt angekommen, an dem sie ihr Leben überdenkt. Erst macht sich das nur still und leise bemerkbar, weil sie ihren Job immer unattraktiver findet.

Als dann in kürzester Zeit, fast gleichzeitig, ihr Freund Thies sie heiraten will, sie ein Jobangebot in Berlin bekommt und eine ehemalige Freundin sich nach Jahren bei ihr meldet, wird Anni alles zuviel. Anni nimmt schnell entschlossen das Angebot von Maria an und reist zu ihr nach Norderney, um ihr sechs Wochen in ihrem Strandcafé zu helfen.

Annis Freund Thies war mir am Anfang sehr sympathisch, ein Traumpaar die zwei. Ich verstand weder seine noch Annis Reaktion auf die Hochzeitsfrage; verstand nicht, wieso sie nicht normal darüber reden können. Erst später im Roman wird erzählt, was zu diesen Reaktionen führte. Nach und nach erfährt man nämlich nicht nur, weshalb Anni und Thies einst zusammen gefunden haben, sondern auch was zur Entfremdung von Maria und Anni führte und wie Anni zu ihrem Job kam.

Auf der Insel erlebt Anni dann so einiges und muss sich ihrer Vergangenheit stellen, doch noch immer weiss sie nicht, wie sie ihre Zukunft gestalten will.

Die Zeit auf der Insel ist toll beschrieben, die Charaktere wie Marias Mutter Iris und Surfer Simon waren mir sehr sympathisch. Für einen Schuss Exzentrik sorgt hingegen Thies Mutter Mo.

Trotz anfänglichem Bedenken fesselte mich die nette Story sehr schnell. Meike Werkmeister ist mit "Sterne sieht man nur im Dunkeln" ein toller Roman gelungen. Er traf mit den erfrischenden (Handlettering-)Sprüchen total meinen Geschmack. Echt eine coole und neue Idee, diese in den Roman einzubauen. Dank diesen Sprüchen und dem sehr stimmigen Schluss - ich dachte anfänglich an ein ganz anderes Ende - vergebe ich gerne einen halben Extra-Punkt.

Fazit: Inselfeeling verpackt in einer sehr stimmigen, authentisch erzählten Geschichte.
4.5 Punkte.

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Postkartenidylle?

Rezensionen von Sophie Weiss:

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Neue Lieblingsbuchreihe?!

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister

Wer mich kennt, weiß, dass ich zwar gerne lese, dafür aber meist nur im Urlaub Zeit finde.
Dieses Buch habe ich mir letzte Woche gekauft und dachte, ich werde ab und zu, wenn sich die Zeit findet, mal ein Kapitel lesen. Aber das Buch war so fesselnd, dass ich es binnen einer Woche fertig hatte. Ich muss sagen, ich bin begeistert.

Der Schreibstil der Autorin ist so angenehm, dass sich das Buch quasi von selbst liest. Auch die Charaktere sind spannend, vor allem ihre Persönlichkeiten.
Wer ein wirklich gutes Buch mit Romantik und Fantasy sucht ist hier genau richtig. Das angenehme: Nicht zu viel Fantasy. Es spielt in einer realen Welt!! Das Buch weißt nebenbei viele parallelen mit Twilight auf, ist nur meiner Meinung nach 10000x besser - keine Angst: Vampire und Werwölfe gibt es im Buch nicht. Dafür eine neue Spezies, die mir noch die untergekommen ist...

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Postkartenidylle?

Rezensionen von heinoko:

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Spannend und anstrengend gleichermaßen

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister


Eine Leseprobe hatte mich „angefixt“, so dass ich mich mit Begeisterung auf den dicken Wälzer mit fast 700 Seiten stürzte.
Die recht verschlungene Handlung wird vom Verlag so erzählt: „Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin.

Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau ...“
Eigentlich erzählt Dicker so packend und lebendig-fesselnd, dass das Buch leicht lesbar ist. Und doch verlangt das Lesen volle Konzentration, denn nicht nur der oft willkürlich wirkende Wechsel zwischen zwei Handlungssträngen mit einem Zeitabstand von 20 Jahren ist irgendwie anstrengend. Auch die Schilderung der Personen in Vergangenheit und Gegenwart und deren Umgang miteinander empfand ich als anstrengend. Dennoch bin ich dem Autor sehr gerne auf allen von ihm auf den Leseweg gestreuten Puzzle-Teilchen gefolgt, kreuz und quer, hin und her, bildhaft-atmosphärisch füllig erzählend. Immer wenn mich das Lesen zu ermüden begann, packte mich der Autor erneut, mit einem Cliffhanger, mit einer überraschenden Wendung, mit einer skurrilen Nebengeschichte… Kurzum: Der Roman ist sowohl leicht lesbar und packend erzählt, als auch fordernd-anstrengend. Mir hat er sehr gefallen.

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Postkartenidylle?

Rezensionen von Ele:

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Haus am See

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister

Das Haus der Sehnsucht, Liebesroman von Romina Gold, Ebook, 281 Seiten, erschienen im FeuerWerke-Verlag.
Eine romantische Geschichte über Liebe, Verzicht und Pflichtgefühl.
Michelle Mayfield ist eine erfolgreiche Schriftstellerin und ihrer Lektorin und Mentorin Clare Seymore freundschaftlich verbunden.

Bei einem Besuch lernt sie deren Mann Alex kennen. Michelle und Alex verlieben sich ineinander. Da Clare seit der Geburt ihres Sohnes unter schweren Depressionen leidet, können Michelle und Alex ihre große Liebe nur heimlich ausleben. Als Clares Gesundheitszustand sich dramatisch verschlechtert und Michelle durch Umstände dir ihr Leben verändern werden, vor eine Entscheidung gestellt wird, trennen sich beide und Michelle findet Ruhe und Geborgenheit in einem kleinen Haus am Pleasant Lake. Dort trifft sie auf den sympathischen Matt der ihr in dieser kummervollen Zeit zur Seite steht. Durch einen weiteren schockierenden Schicksalsschlag ist Michelle gezwungen sich zu entscheiden.
Das Buch ist in 31 überschaubare Kapitel aufgeteilt, die abwechslungsweise aus der Sicht von Alex und Clare erzählen. Romina Gold erzählt die Geschichte in einem mitreißenden und flüssigen Stil, da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, habe ich es an einem Tag ausgelesen. Das Setting war hervorragend beschrieben, die Gärten, die blühenden Rosen und auch die Sonnenuntergänge am See, hat die Autorin sehr bildhaft dargestellt. Die lebhaften und humorvollen Dialoge besonders mit Matt haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Abwechselnd mit romantischen und auch traurigen Szenen fühlte ich mich bei der Lektüre bestens unterhalten. Es war spannend zu verfolgen wie sich Michelle weiterentwickelt und letztendlich entschieden hat. Eine unerwartete Wendung hat mich verblüfft. Zu jeder Zeit erscheint die Geschichte logisch und die Charaktere handelten nachvollziehbar. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Matt und seine Mutter Debbie, die Michelle in ihrer schlimmsten Zeit so treu unterstützt haben. Auch Alex und Michelle waren sympathische Figuren, mit einem Happy End egal in welcher Konstellation habe ich gerechnet und wurde auch nicht enttäuscht. Dieser Satz auf S.251 hat mir sehr gut gefallen: „Es schien etwas Wahres dran zu sein, dass Kinder und Bücher Brücken bauen.“
Ein schönes Buch, das mich gut unterhalten hat. Sehr zu empfehlen für die Fans von unkomplizierten Liebesromanen. Von mir 5 Sterne weil ich keine Kritikpunkte entdecken konnte.

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Postkartenidylle?

Rezensionen von LEXI:

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„Nigdy się nie poddamy“ – wir geben nicht auf!

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

„Es geht um Bens Familie und das, was Otto Piontek ihr angetan hat. Es geht um Verrat.“

Der dreiundachtzigjährige Benjamin Solomon ist felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei dem angesehenen Mitglied der Chicagoer Gesellschaft namens Elliot Rosenzweig in Wirklichkeit um Otto Piontek handelt, der ihm in Kindheitstagen Ziehbruder und bester Freund war.

Der bescheidene und unbescholtene Rentner bezichtigt den Multimillionär in aller Öffentlichkeit unter vorgehaltener Waffe seiner ungesühnten NS-Verbrechen während seiner Funktion als Hauptscharführer im Deutschen Reich. Rosenzweig schickt Anwälte und Privatdetektive ins Rennen, um den alten Mann unglaubwürdig zu machen und ihn zu einem öffentlichen Widerruf zu zwingen. Ben Solomon bittet die Anwältin Catherine Lockhart, seinen Fall zu übernehmen erzählt ihr die Geschichte seines Lebens. Wird es ihr gemeinsam mit dem privaten Ermittler und besten Freund Liam Taggart gelingen, ausreichende Beweise gegen Rosenzweig zu sammeln, oder basiert die Überzeugung des alten polnischen Juden nur auf einer starken Ähnlichkeit und einer Verwechslung? Gemeinsam mit Ben tauchen Catherine und Liam tief in die Vergangenheit ein und erfahren mit zunehmender Betroffenheit das tragische Schicksal der Familie Solomon.

Ronald H. Balsons Geschichte beginnt mit Ben Solomons Tag der Abrechnung, an dem er Elliot Rosenzweig seiner Taten bezichtigt. Dessen Reaktion, die Nachforschungen und Aktivitäten der Anwälte sowie die Geschichte von Catherine Lockhart stellen die Handlung in der Gegenwart dar. Der Fokus dieses Buches ist jedoch vorwiegend auf die Vergangenheit gerichtet, in welche der Leser durch Bens Berichte laufend zurückgeführt wird. Der alte Mann aus der südöstlich gelegenen polnischen Stadt Zamość berichtet von einem liebevollen Elternhaus und der gemeinsamen Zeit mit Otto Piontek, die sie zu Brüdern machte. Er beschreibt, wie er Hannah Weißbaum kennen- und lieben lernte, und welch drastische Veränderungen der Krieg mit sich brachte. Der Autor thematisiert den Rassen- und Fremdenhass, die Schikanen, Demütigungen und Misshandlungen der Juden, und das maßlose Grauen der Konzentrations- und Vernichtungslager. Er beschreibt die Verbrechen der SS und der Gestapo, die als Truppen des Teufels bezeichnet werden, und schildert die schockierende Wandlung eines jungen Mannes, dem die Macht zu Kopfe stieg. Durch die liebevolle und detaillierte Charakterzeichnung der handelnden Figuren wuchs mir das Kind Otto Piontek rasch ans Herz. Umso fassungsloser machte mich seine anschließende Veränderung und seine Zuwendung zum Bösen. Ben Solomon und Otto Piontek nehmen den meisten Raum in diesem Buch ein. Dennoch haben mich auch die Nebenfiguren durch ihre authentische Darstellung für sich eingenommen, seien es nun Bens liebevolle Eltern Abraham und Leah Solomon, seine Schwester Rebecca, oder Hannah Weißbaum und ihre Eltern. Bens und Hannahs große Liebe zueinander durchdringt das Buch von der ersten bis zur letzten Seite und offenbart eine ganz besonders innige Beziehung. Otto Piontek mutierte im Verlauf der Geschichte zum bösen Antagonisten, Nazi-Schergen wie Hans Frank, „der Schlächter von Polen“, spielen mit ihrer unvorstellbaren Grausamkeit ebenfalls eine Rolle im Buch. Ronald H. Balson bringt jedoch auch Figuren in die Handlung ein, die ihren Idealen und moralischen Überzeugungen treu bleiben und ihr Leben für andere riskieren. Die Handlung in der Gegenwart wird abgesehen von den Protagonisten Ben, Catherine und Liam durch einen undurchsichtigen Privatdetektiv, Anwälte und Richter belebt, Hannah Solomons beste Freundin, die reizende alte Witwe Adele Silver war mir vom ersten Moment an sympathisch. Während Elliot Rosenzweigs Enkeltochter Jennifer nur eine winzige Randfigur dieses Buches darstellt, fällt seiner Ehefrau Elisabeth eine kleine, aber entscheidende Aufgabe zu.

„Hannah und ihre Brüder“ hat meine an sich bereits hohe Erwartungshaltung weit übertroffen und mich mit dieser eindrucksvollen Lektüre zutiefst bewegt. Der Autor erzählt die Geschichte einer Familie aus Polen, die beispielhaft für Millionen andere Mitglieder jüdischer Familien steht. Er konfrontiert den Leser mit einem finsteren Kapitel der deutschen Geschichte und hat mit seinem Roman ein kleines Mahnmal gegen das Vergessen geschaffen.

„Es ist unsere moralische Pflicht, dass wir uns mit dem Holocaust auseinandersetzen und uns das ungeheuerliche Leid vergegenwärtigen, das mit ihm verbunden war. Nur wenn wir das tun, werden wir verhindern wollen, dass es nie wieder geschieht. Wir müssen wie Wachen sein, die bei dem ersten kleinen Anzeichen einer Wiederholung Alarm schlagen. Ebenso dürfen wir den Holocaust denen, die daran beteiligt waren, nicht vergeben, Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen gesühnt werden, ganz gleich, wie lange sie zurückliegen.“

Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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„Nigdy się nie poddamy“ – wir geben nicht auf!

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Leichte Geschichte vor schottischer Kulisse mit ausbaufähigen Charakteren

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

Caroline Dunfords Roman hatte mich zunächst mit seinem lieblich anmutenden Cover und vielversprechenden Klappentext neugierig gemacht, ist letztendlich aber leider weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Zum Inhalt: Lucy, eine junge Datenanalystin vergöttert ihren Partner Jake nahezu bis zur Selbstaufgabe.

Sie unterstützt ihn bedingungslos, auch beruflich – während er die Lorbeeren einheimst und ihr permanent das Gefühl gibt, dass er allein der große Macher sei und sie in allem seine Unterstützung bräuchte. Als sie aus heiterem Himmel ein marodes Hotel in den Highlands erbt – noch dazu von einem mysteriösen Onkel, dem sie nie begegnet ist und über den ihre Eltern jegliche Auskunft resolut verweigern – ist jeder in ihrem Umfeld überzeugt: Lucy muss die Bruchbude schnellstmöglich loswerden! Zum Glück gibt es einen Kaufinteressenten für das Grundstück, der ein Schlupfloch in der Testamentsklausel gefunden hat, die Lucy für sechs Monate einen Verkauf untersagt. Jener Graham Sutherland bietet ihr eine Summe an, die weit über dem aktuellen Wert des alten viktorianischen Gebäudes liegt. Zudem sieht er unverschämt gut aus. Aber in Lucy regt sich der Widerstand – sie beschließt, dem Hotel wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Leider steht die dortige Dorfgemeinschaft ihr eher skeptisch gegenüber und bald schon wird klar: jemand setzt alles daran, Lucys Pläne zu sabotieren…

Der etwas holprige und vor allem leicht unglaubwürdige Start (Miss Supervorsicht-und-Zurückhaltung schlägt aufgrund einer spontanen Laune alle klugen Ratschläge in den Wind) hat mich etwas ernüchtert, aber ich war dennoch gespannt auf die weitere Entwicklung. Unglücklicherweise ist die Hauptfigur (Lucy) mir bis zum Ende des Werkes nicht sympathischer geworden – sie war in ihrem Wesen dermaßen devot gegenüber Jake und ihrer Umwelt, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte; komplett naiv und duckmäuserisch und zwar in solchem Ausmaß, dass ich mich teilweise zum Weiterlesen quälen musste, da ich äußerst ungerne ein Buch abbreche. Wahrscheinlich sollte Lucy anfangs besonders naiv wirken, um dann einen stärkenden Charakterwandel zu durchleben; in jedem Fall war ihre Figur extrem überzeichnet, was das Lesevergnügen für mich erheblich eingeschränkt hat. (Ich kann nur schwer mit den Charakteren mitfiebern, wenn ich sie nicht mag bzw. ihr Verhalten nicht nachvollziehen kann.) Auch die Nebenfiguren wirkten eher plump ausgearbeitet und ohne viel Tiefgang. Insgesamt blieb für mich alles recht oberflächlich.

Der Roman punktet allerdings mit einer witzigen Wortwahl und einem angenehm lockeren Schreibstil, der den Lesern wenig Konzentration abverlangt – ideal also zur Lektüre zwischendurch. Erzählt wird aus Lucys Perspektive, in der Ich-Form. Die Landschaftsbeschreibungen halten sich im Rahmen, es hätten gerne auch mehr sein können.

Fazit: Kann man mal gelesen haben. Solide 3 Sterne für die Grundidee, das romantische Cover und die humorvollen Elemente.

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