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Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

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Gehaltvollere Lektüre als erwartet

In diesem Roman wird das Leben und Lieben mehrerer Familien an der ligurischen Küste miteinander verwoben. Es gibt mehr oder weniger geheime Herzenswirrungen noch und noch. Da sind Träume und Pläne, welche das Schicksal und nicht zuletzt auch die Liebe immer wieder umstossen.
Alle möglichen Variationen zum Thema Liebe werden behandelt, mit den Augen einzelner Bewohner gesehen.

Im Zentrum bewegt sich die Figur der Marina, weshalb der Titel durchaus passend gewählt ist. Immer wieder sind Rückblicke eingestreut, die das frühere Geschehen erhellen. Aber etliche Erklärungen, welche gegen Ende des Romans nachgereicht werden, scheinen mir fast an den Haaren herbeigezogen.
Die einzelnen Geschichten innerhalb des Romans greifen wie Teile eines Puzzles ineinander. Sehr interessant, wie die einzelnen Personen auf überraschende Wendungen reagieren. Die Sympathien werden dadurch manchmal umverteilt. Die meisten Personen erhalten sie schon deshalb, weil das, was sie umtreibt und handeln lässt, im alltäglichen Leben tief verankert ist.
Die Spannung gestaltet sich sehr unterschiedlich, mal eher zäh, dann schwingt sie sich wieder zum Drama auf. An manchen Stellen hätte dem Erzählfluss etwas mehr Schub gutgetan. Ansonsten: ein Schreibstil wie sprudelnde Limo, dennoch nicht unbedingt light, sondern teils mit recht viel Tiefgang.
Die vierzehn Kapitel werden jeweils von einem bekannten Schlagertitel eröffnet, dazu Infos zum Sänger oder zum Lied. Eine originelle Idee, hat doch jedes Lied einen besonderen Bezug zum folgenden Abschnitt.
Für meinen Geschmack wurden übertrieben viele italienische Vokabeln verwendet, das wirkt unnatürlich und aufgesetzt. Das sehr ausführliche Glossar (20 Seiten) mit Übersetzungen und Begriffserklärungen ist denn auch notwendig. Bei den vielen Personen geht es ebenfalls nicht ohne ein Personenregister der beteiligten Familien.
Das ansprechende Cover, eine verblasste Fotografie aus den Sechzigern über ein aktuelles Bild von heute gelegt, weist wohl auf die Vergangenheit und die mit ihr verschmolzene Gegenwart hin.
Drei beigefügte Rezepte (Fleisch, Sugo und Sorbet) laden zum Nachkochen ein. Die Fotos im Buchdeckel untermauern das Italien-Klischee. Informativer ist die Landkarte im rückwärtigen Umschlag, an der man sich geografisch orientieren kann.
Hübsch ist der Ortsname: Amato bedeutet "der zu liebende (Ort)".

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Rezensionen von Bibliomarie:

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Freischwimmen

Im Freibad von Libby Page

Kate ist einsam in London. Es war zwar ihr Wunsch in einer großen Stadt zu leben, aber die Anonymität macht ihr zu schaffen. Ihre WG-Mitbewohner sind namenlose Schatten, unterscheidbar nur am Geschirrberg in der Küche, mit denen sie nie ein Wort wechselt, ihre Arbeit als Journalistin beim Provinzblättchen im Stadtteil Brixton erschöpft sich in Drei-Zeilen-Mitteilungen zu irgendwelchen Vereinen.

Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton gewohnt, doch der Stadtteil verändert sich rasend schnell, die Bibliothek wurde geschlossen, viele große Häuser umgebaut und mit Luxuswohnungen bestückt und nun trifft es auch das Schwimmbad. Hier war sie als Kind, hat ihren George kennengelernt und hier hat sie jeden Tag, bei Wind und Wetter ihre Bahnen gezogen, das darf doch nicht enden? Was wäre dann mit ihrem Leben?
Kate soll einen kleinen Bericht über die Schließung schreiben und so trifft sie auf Rosemary. Das ist der Beginn einer ganz besonderen Beziehung, denn Kate macht sich bald die Sache zu eigen und findet – zum ersten Mal – eine Aufgabe, in der sie aufgehen kann.
Freundschaft, Loyalität und Gemeinsinn, das ist das Thema dieses unterhaltsamen Buches mit ernsten Untertönen. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Frauen wächst ein Vertrauen, das beiden hilft ihr Schneckenhaus zu verlassen. Gemeinsamkeit statt Einsamkeit, Freundschaft statt Isolation, aber bis dahin müssen noch viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.
Ein durch und durch optimistisches Buch, das sehr zeitgemäß ist und trotz aller Aussagen auch eine amüsante und liebenswerte Geschichte erzählt. Flott und leicht geschrieben, kommt die Autorin ihren beiden Protagonistinnen sehr nah und es stimmt, was man auf dem Cover liest: „Mit diesen Frauen möchte man befreundet sein.“
Ein richtiger Hingucker ist auch die Umschlaggestaltung, die sich im Vorsatzpapier wiederholt

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Freischwimmen

Rezensionen von LEXI:

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Verluste, welche die Richtung unseres Lebens verändern.

Der Himmel ist nicht weit von Catherine Ryan Hyde

„Manchmal passieren Dinge, die nicht passieren sollten. Und manchmal gibt es einfach nichts, was wir tun können, um sie zu verhindern.“

Roseanna Chaldecott ist eine erfolgreiche Anwältin in den Fünfzigern und Gründungsmitglied einer Kanzlei in Manhattan. Ihr gesamtes Leben bestand aus Arbeit, ihre Ehe ist gescheitert, ihr Sohn Lance wurde von einer Nanny großgezogen.

Auch Roseannas beste Freundin Alice war Anwältin und kannte ausschließlich ihren Job. Alice verschob stets all ihre Urlaube und Pläne ins Rentenalter, ihr plötzlicher Tod infolge eines Schlaganfalls mit nur dreiundfünfzig Jahren war ein Schock für Roseanne. Zum ersten Mal hinterfragt sie ihr eigenes Leben und setzt sofort neue Prioritäten. Von einer Minute auf die andere bricht sie aus ihrem komfortablen Leben aus und kauft ein Grundstück mit einem kleinen, schäbigen Farmhaus im dreihundert-Seelen-Ort Chudley in den Adirondack Mountains. Für Roseanna jedoch stellt dieses baufällige und abbruchreife Gebäude ein kleines Stück Himmel dar. Sie weigert sich ab sofort, den Erwartungen ihres Umfelds zu entsprechen und sucht nach Ruhe und inneren Frieden. Vorbeikommenden Fremden erzählt sie vom tragischen Schicksal ihrer Freundin – mit dem Resultat, dass diese Menschen ihr Grundstück ebenfalls nicht mehr verlassen wollen. Und unvermutet ist die Frau, die allem entfliehen wollte, von Heimatlosen umgeben – sechs Menschen, ein ausgesetzter Hund und ein uraltes hässliches Pferd namens „Ernst“. Als ein zufällig vorbeikommender Reporter einen Zeitungsartikel über die seltsame Anwältin veröffentlicht und ihre Familie und die Arbeitskollegen auf ihren Aufenthaltsort aufmerksam werden, ist es mit Roseannas Frieden endgültig vorbei. Ihr ehemaliger Kanzleipartner legt es darauf an, sie vollständig zu ruinieren und verklagt sie, der erwachsene Sohn Lance taucht im Farmhaus auf und konfrontiert sie mit der Vergangenheit. Doch gerade diese verzwickte Situation schenkt Mutter und Sohn die einmalige Gelegenheit, Versäumnisse nachzuholen und zum ersten Mal wirklich Zeit miteinander zu verbringen. Das kleine alte Farmhaus in den Adirondack Mountains wird für die ehemalige Anwältin zu einem kleinen Stück Himmel.

„Roseannas persönlicher Himmel entpuppt sich als Ort mit kreischenden Kindern und rennenden Hunden und einem Pferd, das den Gummi von den Scheibenwischern ihres Autos frisst. Doch plötzlich ist sie nicht mehr auf sich allein gestellt.

„Dieses alte Haus hat alles, was man braucht, um ein anständiges Leben zu führen. Es gibt hier einen Ofen zum Heizen. Einen Kühlschrank, um die Lebensmittel zu kühlen, und einen Herd, um zu kochen. Es gibt eine Badewanne und eine Dusche, wo man sich waschen kann, wenn man mit der Arbeit fertig ist, und ein Bett, in das man sich am Ende des Tages legen kann. Und das ist alles, was man wirklich zum Leben braucht. Und ich denke, das eigentliche Problem von uns allen ist, dass wir meinen, wir bräuchten so viel mehr.“

Seit dem ersten Buch von Catherine Ryan Hyde schätze ich den wunderschönen, mit großer Lebensweisheit und tiefen Emotionen bereicherten Schreibstil dieser Autorin. Auch die vorliegende Neuerscheinung „Der Himmel ist nicht weit“ stellt eine tiefsinnige, mit hervorragend charakterisierten Figuren ausgestattete Geschichte dar. Catherine Ryan Hyde thematisiert in diesem eindrucksvollen Roman ein rigoroses und kompromissloses Ausbrechen aus allen Zwängen, die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens und damit verbunden die Erkenntnis, wie kurz und kostbar unser Dasein ist. Darüber hinaus lässt sie ihre Leser an der behutsamen Aufarbeitung einer Mutter-Sohn-Beziehung teilhaben.

Die zahlreichen Rückblenden in die Vergangenheit und die zeitlichen Sprünge werden durch große, fettgedruckte Überschriften dokumentiert und dem Leser dadurch eine gute zeitliche Orientierung im Buch ermöglicht. Den beiden Protagonisten Roseanna und Lance stehen sympathische Nebenfiguren zur Seite – die alleinerziehende junge Mutter Patty mit ihrer hyperaktiven kleinen Tochter Willa, ein ehemaliger Soldat namens Nelson David, der schwerhörige alte Witwer Martin Matthew und das Lehrerehepaar Melanie und Dave. Durch die beiden tierischen Protagonisten Buzzy und Ernst, einen ausgesetzten strubbeligen Hund und ein altes Pferd, wird darüber hinaus eine Prise Humor in die Geschichte eingebracht.

Ich empfand „Der Himmel ist nicht weit“ als emotionales und tiefgründiges Leseerlebnis, das mich nicht nur hervorragend unterhalten, sondern auch sehr nachdenklich gestimmt hat. Begeisterte fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Verluste, welche die Richtung unseres Lebens verändern.

Rezensionen von Bibliomarie:

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Tod in Ischl

Das Sissi-Feuerwerk von Jenna Theiss

Bad Ischl ist ein Hot Spot für Habsburger- und besonders Sissi-Fans. Der Ort lebt gut davon und will zur Sommersaison eine Art Varieté, das „Sissi-Feuerwerk“ aufführen. Dabei stürzt eine als Sissi kostümierte Artistin vom Hochseil.


Chefinspektor Materna, der mit seiner Freundin Josi grad im Urlaub dort weilt, ist gleich zur Stelle.

Josi ist Journalistin und Autorin und schrieb an einem Buch über Leistungssport und Artistik und hat sich bei den Recherchen mit einigen der Künstler angefreundet. Sie war auch Zeugin des Unfalls und nahm einige Details wahr. So stellt sich bald heraus, dass beim Sturz nachgeholfen wurde. Aber wer hat Interesse am Unfall der jungen Frau? Kurz entschlossen unterbricht Materna seinen Urlaub und ermittelt mit den Kollegen in einem Fall, der immer undurchsichtiger und auch gefährlicher wird.


Ganz viel K & K-Feeling und österreichischen Charme gibt in diesem Ischler Krimi um den sympathischen Materna und seiner Freundin, die ihm ganz inoffiziell als persönlicher Watson assistiert. Ob es bei der Erwähnung der geschichtsträchtigen Orte im ehemaligen Kaiserbad geht oder bei der Aufzählung der köstlichen Mehlspeisen in den Konditoreien - den Krimi umweht ein besonderes Flair. Das wird gebrochen durch die Aktionen einer Tierrechtsorganisation um den charismatischen und auch etwas dubiosen Gerold Stein, der in seinen Forderungen weit über ein Auftrittsverbot von Tieren hinausgeht. Auch Kuscheltiere aus Plüsch sind ihm ein Dorn im Auge, zementieren sie doch schon bei Kleinkindern den falschen Umgang mit Tieren als Objekte. Sehr seltsam scheint für Materna, dass er immer wieder im Umfeld der Ermittlungen auf dessen Namen stößt.


Das Sissi-Feuerwerk ist ein gemütlicher Krimi mit guter und solider Spannung, die geschickt aufgebaut wird. Er lebt natürlich vom Flair des Ortes einerseits und von der Welt der Artisten andererseits. Darüber hinaus fand ich den Chefinspektor Materna und seine Freundin ein sympathisches Ermittlerduo.


Hilfreich ist ein ausführliches Personenverzeichnis gleich zu Beginn, sonst hätte ich vielleicht Probleme gehabt, die Mitarbeiter des LKA Oberösterreich und die der örtlichen Polizeiinspektion immer richtig zuzuordnen.


In ihrem Nachwort dankt die Autorin dem Lektor, dass die österreichischen Sprachunterschiede beibehalten wurden und auch ich schließe mich diesem Dank an. Ich finde es immer bereichernd, wenn ich ein Buch aus dem österreichischen oder Schweizer Sprachraum lese und das auch zu merken ist. Für ganz spezielle Ausdrücke gibt es auch in diesem Buch ein Glossar.

Für den Krimi gibt es 3,5 Sterne, die ich aufrunde.

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Tod in Ischl

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Für Gourmetfans

Das Sissi-Feuerwerk von Jenna Theiss

Titel, Cover und Klappentext sahen und hörten sich gut an. Ein Ermittler, der auf einem Hausboot lebt, gibt es bereits in der Cherringham-Serie, aber die spielt in England und nicht wie hier auf den Kanälen Frankreichs. So war ich sehr gespannt, was hinter "Monsieur Keller ermittelt" steckt.

Konrad Keller ist mit seinem gemieteten Hausboot in Carcassone angekommen, schaut sich tagsüber die Stadt an und geniesst den ruhigen Abend am Hafen an Deck. Plötzlich ertönen Sirenen und der Hafen wird erleuchtet: die Polizei rückt an, jemand rennt davon und landet auf Konrads Boot. Bevor die Polizei den Mann erwischt, flüstert er Konrad zu, dass er unschuldig sei. Als Konrad am nächsten Tag erfährt, was dem Mann vorgeworfen wird - Dreifachmord - kann der ehemalige Kommissar dessen Worte nicht mehr vergessen und mischt sich ein. Die zuständige Kommissarin Béatrice Bardot ist nicht gerade begeistert, doch bald muss auch sie Konrads Einwände ernst nehmen.

Die Kommissarin und ihr Stellvertreter ermitteln sehr einseitig. Das wirft kein gutes Licht auf die französische Polizei. Auch wenn ich Bardots Stellvertreter Gauthier nicht mochte, hatte ich ständig das Gefühl, als ob der Autor eine zu starke Betonung auf die gute deutsche Polizeiarbeit legte.

Der Krimi ist okay, bedient sich aber vieler Klischees (z.B. steife Deutsche, gutangezogene Französinnen, gewisse Verhörmethoden bei Einwandern), und führt in die Einwanderer- und Politikszene.

Leider kommt der Krimi teilweise unglaubwürdig daher - vieles davon hat mit Telefonieren zu tun. Wieso hat Keller Bardots Durchwahlnummer nicht gespeichert? Und wer sitzt schon in einem öffentlichen Café und plaudert in aller Ruhe und ausführlich am Telefon über seine neuen prekären Entdeckungen im Mordfall? Die unzähligen Kontrollanrufe von Konrads erwachsenen Kindern nervten mit der Zeit, sie brachten ausser Kochtipps kaum etwas.

Dafür kommen alle Leser, die es gerne gemütlich haben und an landestypischen Spezialitäten interessiert sind, voll auf ihre Kosten.

Insgesamt ist "Die Toten von Carcassone" ein unterhaltender Krimi mit viel Lokalkolorit, mir fehlt aber noch das gewisse Etwas. Manchmal erinnert Konrad Keller ein wenig an Matula, doch um an den ranzukommen, braucht es mehr.

Fazit: Netter Reise- und Gourmetkrimi.
3.5 Punkte.

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Tod in Ischl

Rezensionen von Lesestern:

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Authentischer Glaube- lebensverändernd und Grenzen überwindend

Die Lady von Bolton Hill von Elizabeth Camden

Die Lady von Bolton Hill von der Autorin Elizabeth Camden ist im Francke Buch Verlag erschienen und erzählt von einer starken Liebe, die auf unüberwindbare Grenzen trifft.
Clara Endicott, Tochter eines Pastors und erfolgreichen Herausgebers einer christlichen Zeitung verliebt sich in Daniel Tremain, einem Jungen aus der Arbeiterschicht.

Zwei Welten treffen aufeinander, die in der Liebe zur Musik

zusammenfinden.
Doch die Jugendliebe wird getrennt und die Wege der beiden gehen auseinander.
Während Clara eine erfolgreiche Journalistin in London wird und sich für die Rechte von unterprivilegierten Arbeitern einsetzt, entwickelt sich Daniel zu einem einflussreichen Großindustriellen in Baltimore, der sein Macht-Imperium auf Rache aufbaut.
Nach 12 Jahren unfreiwilliger Trennung begegnen sich die beiden wieder und die alte Liebe erwacht neu.
Doch die Zeit ist nicht stehen geblieben und so werden sie nicht nur mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit, sondern auch mit dem was inzwischen passiert ist, konfrontiert.
Themen wie Schuld und Vergebung stehen im Mittelpunkt der Handlung.
Dabei kristallisieren sich ihre unterschiedlichen Lebens- und Glaubensvorstellungen heraus und eine gemeinsame Zukunft scheint unvereinbar.

Elizabeth Camden erzählt in einem sehr flüssig geschriebenen Schreibstil. Man taucht in das Geschehen ein und begibt sich mit den beiden Protagonisten Clara und Daniel in eine fesselnde Liebesgeschichte mit jede Menge Abenteuer und Spannungselementen.
Zeitweise hat man das Empfinden mitten in einem Thriller gelandet zu sein.
Außer den beiden Protagonisten gibt es noch viele andere starke Charaktere und Nebenschauplätze, die das Handlungsgeschehen bestimmen.
Einer dieser etwas mysteriösen Nebenschauplätze wird in die Geschichte verwebt, dadurch wird manches aufgelöst aber einiges bleibt offen und lässt mich als Leserin mit vielen Fragen zurück...

Fazit: Ein wunderbares historisches Lesevergnügen mit einer Mischung aus unterschiedlichen Genren, das man einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legen kann, und zu dem es hoffentlich bald ein ergänzendes oder fortsetzendes Werk in deutscher Sprache geben wird.

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Authentischer Glaube- lebensverändernd und Grenzen überwindend

Rezensionen von yellowdog:

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augenzwinkernd erzählt

Das Glück ist ein Vogerl von Ingrid Kaltenegger

Der augenzwinkernde Buchtitel Das Glück ist ein Vogerl deutet schon an, dass es sich um einen vergnüglichen Roman handelt. Es ist der Debütroman der Drehbuchautorin Ingrid Kaltenegger. Schauplatz ist in Österreich, das spürt man als Leser bei den Dialogen stark.
Zwar würde ich das Buch nicht als besonders wichtig oder anspruchsvoll einstufen, aber es ist gute Unterhaltung.

Aufgrund des parodistischen Ansatzes verwundert es nicht, dass es sich bei den handelnden Figuren um Stereotypen handelt.
Franz, der frustrierte Lehrer, der mit 48 Jahren immer noch einer vergebenen Musikerkarriere nachtrauert.
Seine Frau Linn, die mit der Ehe unzufrieden ist und Hilfe von einem Lebenstrainer erhofft.
Dann die gemeinsame Tochter, natürlich dauerpubertierend und entsprechend schlecht drauf.
Und der alte Physiker Egon, der schusselig ist und einen Autounfall nicht überlebt.
Franz ist der letzte, den Egon vor seinem Tod sah. Grund genug künftig Franz als Geist zu begleiten, auf der Mission, die Liebe seines Lebens wiederzutreffen.
Entsprechend chaotisch und witzig geht die Handlung weiter.

Ein amüsanter Roman!

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augenzwinkernd erzählt

Rezensionen von C. P.:

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Japanische Intrigen

Das Glück ist ein Vogerl von Ingrid Kaltenegger

Als Kinder beobachten Mariko und ihr Bruder Kenshin die Hinrichtung eines Samurai. Zehn Jahre später lebt dessen Sohn als Ronin des "Schwarzen Clans" in den Wäldern. Als Marikos Geleitzug auf dem Weg zu ihrer Hochzeit im kaiserlichen Palast in den Wäldern brutal angegriffen wird, entkommt sie nur knapp der tödlichen Falle und schleicht sich als Junge verkleidet beim Schwarzen Clan ein, den sie als Angreifer vermutet und dessen Auftraggeber sie in Erfahrung bringen will, um ihre Ehre und die ihrer Familie zu retten.

Auch ihr Bruder hat den Schwarzen Clan in Verdacht und setzt alles daran, seine Schwester zu finden. Doch ist vieles nicht so, wie es zunächst scheint...
"Das Mädchen aus Feuer & Sturm" ist der erste Band der Samurai-Dilogie und ein wunderbarer Roman mit Anklängen von japanischer Magie und Geisterwesen. Zeitlich angesiedelt ist die Geschichte in einer unbestimmten früheren Dynastie. Besonders gefallen haben mir beim Lesen die japanische Denk- und Sichtweise und das uns fremde Ehrgefühl, wodurch die Personen oftmals anders agierten, als wir es aus westlichen Romanen gewohnt sind. Zudem ist der dort innewohnende Aberglaube an Magie und Geisterwesen wie selbstverständlich in die Erzählung eingewoben. Und auch Mariko selbst macht mit der Zeit eine Entwicklung durch von der weltfremden, verwöhnten Samuraitochter hin zu einer nützlichen Person mit offenem Blick für das Leben ausserhalb der Mauern des Adels.
Faszinierend ist, wie Renée Ahdieh ein Geflecht von Intrigen gesponnen hat, welches sich nach und nach offenbart und mich beim Lesen zum Nachdenken anregte, wer wohl mit welchem Ziel welche Intrige sponn und welche Personen gegeneinander ausspielt. Hier muss ich sagen, endet der erste Band mit einem unerwarteten Twist, welcher mich meine bisherigen Überlegungen teilweise über den Haufen werfen ließ und mich erfolgreich neugierig auf die Auflösung im zweiten Band machte.
Ein wunderschöner Roman über Macht und Intrigen, Vertrauen und Verrat auf der Basis des damaligen japanischen Lebens und Aberglaubens. Wer ins frühere Japan der Samurai eintauchen möchte, liegt hier goldrichtig.

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augenzwinkernd erzählt

Rezensionen von C. P.:

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Dark Fantasy gegen Rassismus

Adular (Band 1): Schutt und Asche von Jamie L. Farley

Dûhirion ist ein Dunkelelf. Und ein Mörder. Als Kind an die Assassinengilde Umbra verkauft wurde er dort unter brutalen Bedingungen zum Auftragsmörder ausgebildet, während seine Artgenossen bar jeder Rechte unter niedersten Bedingungen im Kaisserreich Adular ihr Leben in Dreck und Unrat fristen, verachtet von den anderen Völkern wie Hoch- und Waldelfen, Menschen sowie Zwerge.

Doch gibt es Personen, die gegen die Unterdrückung der Dunkelelfen sind und ihnen ein freies Leben wünschen, wie es bereits in anderen Reichen der Fall ist. Eine davon ist die Waldelfin Elanor, mit der Dûhirion eine verbotene Liebe eingegangen ist. Eine Liebe, verboten wie gefährlich. Als es zu Aufständen unter den Dunkelelfen kommt, ist schnell ihrer beider Leben in Gefahr...
Dieser Roman ist ebenso faszinierend wie schockierend. Faszinierend, weil diese düstere Dark Fantasy einen beim Lesen regelrecht mitreisst und es Spaß macht, das Leben der verschiedenen Personen sowie deren Einstellung und Religion zu erkunden. Schockierend, weil in den Köpfen vieler ein erschreckender Rassismus herrscht, welcher Gewalt gegen Dunkelelfen noch immer als legitim einstuft. Faszinierend, wie sich einige Personen der Gefahr aussetzen, sich über den Rasissmus zu stellen. Schockierend, mit welcher Brutalität die Assassinengilde ihre neuen Rekruten ausbildet und zu gehorsamen Mitgliedern erzieht.
Erst hatte ich Bedenken, einen Assassinen als Hauptcharakter des Romans zu haben. Doch wurde beim Lesen schnell klar, dass Dûhirion im Grunde genommen kein schlechter Kerl ist, sondern lediglich das Schicksal ihn zum Mörder wider Willen machte. Die Einstellung des Volkes zu den Dunkelelfen hat der Autor geschickt in Meinungen und Dialoge unterschiedlicher Charaktere eingearbeitet. Die Gefahr, ein Herz für Dunkelelfen zu haben oder ihnen gar helfen zu wollen, ist ebenso gut spürbar wie der Hass, der den Dunkelelfen wiederholt entgegenbrandet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis das Volk der Unterdrückten sich gegen seine Peiniger erhebt, wie es im Roman geschieht. Leider läuft nicht alles glatt und reibungslos und der erste Band endet mit einem unvorhersehbaren Cliffhanger. Das sollte aber niemanden davon abhalten, das Buch zu lesen, da es definitiv gut gelungen ist!

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Dark Fantasy gegen Rassismus

Rezensionen von C. P.:

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Brutaler Comic über eine Clique von Aussenseitern

Deadly Class 1 von Rick Remender

1987: Marcus lebt auf den Straßen San Franciscos. Für den Tod seiner Eltern macht der 14-jährige Ronald Reagan verantwortlich, dem er in Gedanken blutige Rache geschworen hat. Als eine Clique Jugendlicher ihn in die Akademie der tödlichen Künste einführt, eine Schule für Kinder von Mördern und Drogenbaronen, sieht er seine Chance auf Rache in greifbare Nähe rücken.

Für Deadly Class sollte man düstere Comics mögen. Wer vorrangig Interesse an der Schulbildung hat, sollte lieber zu anderer Lektüre greifen. Hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den Abenteuern und der Entwicklung der Teens, ein "Coming of Age" der brutaleren Sorte. Klar, wie an jeder Schule gibt es auch hier rivalisierende Cliquen und nervige Hausaufgaben, doch ist die Akademy nur der gemeinsame Nenner einer Gruppe von Freaks, die ihre Grenzen austesten.
Stilistisch ist hier die Farbgebung des Comics auffällig und wirkt ebenso rebellisch wie die wiederholt panelübergreifenden Zeichnungen, welche der Story eine angenehme Dynamik verleihen. Die Anzahl der Personen bleibt in Band 1 angenehm übersichtlich.
Ein für mein Empfinden gelungener Sprung zurück in die 80er über eine Gruppe von Aussenseitern und mit diversen brutalen Szenen.

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Brutaler Comic über eine Clique von Aussenseitern