Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Leider nicht mein Buch
Was wir wissen können von Ian McEwan
Zum Inhalt:
Im Jahr 2119 ist die Welt überschwemmt und Europa eine Insellandschaft. Die Freiheit und Reichtum ist ein ferner Traum. Literaturwissenschaftler Thomas sucht nach einen verschollenem Gedicht von Weltrang des Dichters Blundy, dass er nur einmal vorgetragen wurde und seiner Frau gewidmet war.
Meine Meinung:
Der Klappentext versprach ein interessantes Buch zu werden, aber leider hat es mich nicht erreicht. Schon gleich am Anfang fühlte ich mich nicht abgeholt und das halt sich leider auch nicht im Laufe des Buches geändert. Der Schreibstil ist unbenommen gut, aber ich habe keinen Zugang zur Geschichte bekommen.
Fazit:
Leider nicht mein Buch
Rezensionen von Shilo:
Eine unterhaltsame Geschichte voller Rätsel und Romantik
Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick von Lotte Römer
Schon bald merkte ich, dass ich mich auf eine Geschichte voller Überraschungen einlasse. Hannah als Weihnachtsmuffel zu begleiten, hat mir richtig Spaß gemacht, weil sie oft sehr ehrlich und witzig reagiert – manchmal überlegt man beim Lesen schmunzelnd, wie sie wohl aus ihrer Situation wieder herauskommen wird.
Besonders der Krampuslauf auf dem Christkindlmarkt hat mir gefallen: die Spannung, die geheimnisvollen Figuren in den gruseligen Kostümen und die hektische Atmosphäre haben mich richtig in die Szene hineingezogen.
Schon beim Lesen habe ich versucht herauszufinden, wer der geheimnisvolle Retter ist, und dabei die winterliche Atmosphäre richtig gespürt. Hannahs Suche nach ihm hat die Geschichte für mich besonders lebendig gemacht. Ich habe immer wieder gerätselt, ob es ihr Mitbewohner Kevin, der nette Bäckereikunde Peter oder Manuel, der Masken schnitzt, sein könnte, und habe die kleinen Momente zwischen den Figuren genossen. Diese Unklarheit hat die Spannung für mich konstant hochgehalten, und die kleinen Missverständnisse zwischen den Figuren haben mich oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig spürt man, wie Hannah sich ganz langsam ihrem Widerwillen gegenüber Weihnachten und alten Traditionen öffnet, was sie sehr authentisch wirken lässt.
Der Schreibstil ist locker und angenehm, sodass ich leicht in die Geschichte hineingekommen bin. Die Details der Weihnachtszeit – Lichter, Duft von Plätzchen, das Treiben auf dem Markt – wurden so stimmig eingeflochten, dass ich sie förmlich miterlebt habe. Die Mischung aus Spannung, Rätseln um den geheimnisvollen Retter, kleinen humorvollen Momenten und sanfter Romantik macht das Lesen richtig unterhaltsam. Ich habe mich beim Lesen oft wohlgefühlt und bin mit einem warmen, leichten Gefühl aus der Geschichte gegangen. Für mich gibt es dafür 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fakten und Fiktion verschwimmen
Prinzessin Alice von Irene Dische
Ich hatte schon das Vergnügen, die Lebensgeschichte der Alice von Battenberg kennenzulernen, nämlich im Sachburg „Coburg Darmstadt Windsor“ von Mark Grinsted sowie in der Biografie "Alice von Battenberg, Schwiegermutter der Queen" von Katrin Feurstein-Praßer.
Daher erschien es mit außerordentlich reizvoll, eine mögliche Perspektive der Alice von Battenberg kennenzulernen.
Da es kaum Korrespondenz oder gar ein Tagebuch zu geben scheint, kann sich die Autorin in ihren Dialogen austoben.
Alice von Battenberg wird 1885 geboren. Sie ist ein hübsches Kind, doch dann bemerkt man, dass sie gehörlos ist. Zu jener Zeit ist Taubstummheit ein Makel, gleichbedeutend mit einer geistigen Behinderung. Heute würde man versuchen, mittels Cochlea-Implantat Abhilfe zu schaffen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist sie intelligent und lernt in mehreren Sprachen Lippen Iesen, weshalb sie wie andere der zahlreichen Prinzessinnen aus dem weitverzweigten Hause Coburg-Darmstadt-Windsor, aus Staatsräson verheiratet wird. Zwar scheinen Alice und Andreas von Griechenland einander zugetan, trotzdem geht er recht bald eigene Wege. Bekannte Verwandte sind Alix, die spätere Alexandra Fjodorowna, letzte Zarin von Russland sowie deren Schwester Elisabeth „Ella“, die ebenfalls einen Romanow geheiratet hat und ermordet worden ist.
Sie bringt insgesamt vier Töchter und einen Sohn, Philip, der später eine bedeutende Rolle spielen wird, zur Welt, bevor sie 1922 aus Griechenland vertrieben werden. Während sich Andreas nach Monaco abseilt, müssen Alice und ihre Kinder als arme Verwandte ihr Leben fristen. Ohne Vermögen, ohne Beschäftigung und ohne Ehemann, dafür abhängig von der Gnade ihrer Schwägerinnen Edwina und Marie Bonaparte. Ausgerechnet Marie Bonaparte, die selbst ihre psychischen Probleme hat, mischt sich nachhaltig in Alices Leben ein. Alice driftet (vermutlich) in eine Depression. Die von Bonaparte bezahlten Ärzte diagnostizieren Schizophrenie und sperren sie in eine Klinik, in der sie allerlei grausamer Therapien unterzogen wird. Sie scheint auch mit den damals üblichen Medikamenten voll gepumpt zu sein, weshalb wir Leser nie genau wissen, was real oder was vom Medikamentennebel hervorgerufen ist. Während ihres Klinikaufenthaltes werden, ohne ihr Wissen, ihre Töchter verheiratet und Philip in ein Internat gesteckt.
Ihre tiefe Religiosität, in die sich in Ermangelung menschlicher Wärme geflüchtet hat, scheint mir nicht absonderlich oder unwahrscheinlich zu sein. Erschütternd finde ich die Rolle die Marie Bonaparte in Alices Leben gespielt hat. Eine Frau, deren Leben ebenfalls durch eine dynastische Heirat mit einem augenscheinlich homosexuellen Mann, de facto nur auf dem Papier besteht, die selbst massive psychische Probleme hat (und später Psychotherapeutin arbeitet) erdreistet sich, eine „Diagnose“ zu stellen und Alice in eine Anstalt sperren zu lassen. Über das Warum kann nur spekuliert werden. Eifersucht, weil Alice und Andreas sind trotz aller Seitensprünge seinerseits, nahe stehen? Ihre Bemühungen Sigmund Freud aus dem von den Nazis besetzten Wien herauszubekommen, sind zwar löblich, doch scheint dies mit gewissen Hintergedanken passiert zu sein.
Die Alice nachgesagte, ungezügelte Sexualität und Sinnlichkeit kann wohl nur vom Hörensagen oder eigenem Wunschdenken stammen. Wo wären hier die Beweise? Da sie gehörlos ist, kann es durchaus sein, dass ihre anderen Sinne stärker ausgebildet sind. Möglicherweise hat sie, in ihren Kreisen völlig unüblich, Menschen öfter berührt, was man als shocking und degoutant empfunden hat.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Roman, der den rüden Umgang mit einem Familienmitglied, das nicht der Norm (oder was man dafür hält) entspricht, aufzeigt, 4 Sterne.
Rezensionen von S.:
Clever
Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman
Eine Hochzeit zu Beginn, wie schön! Joana heiratet, aber der Trauzeuge ist extrem nervös. Klarer Fall, er braucht Hilfe. Elizabeth Brett, ehemalige Agentin), übernimmt. Nicht allein, sondern mit bewährten Mitstreitern. Es kommen auch einige neue Gesichter dazu, ebenfalls ganz spezielle Menschen.
Richard Osman schreibt gewohnt witzig bis sarkastisch, gibt seinen Charakteren jeweils einen eigenen Stil und lässt sie anschaulich und gut vorstellbar agieren.
Elizabeth, die Kluge, Joyce, die Aufmerksame und Verständnisvolle, Ibrahim, der Zuverlässige und Ron, das herzliche Raubein - ich mag sie alle. Natürlich auch die eingebauten Anekdötchen (angeben mit dem Schwiegersohn, Whirlpoolphobie … ).
Klar, dass es auch wieder massenhaft Probleme gibt. Einige Längen auch. Kommt der Donnerstagmordclub damit zurecht?
Spannend, unterhaltsam, gut ausgedacht - macht Spaß, zu lesen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Das Raunen der Stille von Walter Christian Kärger
„Das Glück hat nur eine kurze Halbwertszeit.“
Als KHK Max Madlener drei Jahre zuvor einer Frau, die sich nächtens vom Aussichtsturm augenscheinlich in die Tiefe stürzen will, durch die einfühlsamen Worte, das Universum hätte noch etwas vor mit ihr, hat er nicht geahnt, dass diese Frau ihn und seine Kollegin Harriet Holtby würde.
Doch aktuell, es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten, muss er sich um einen Überfall auf einen Geldtransporter kümmern, bei dem der männliche Part der verbrecherischen Duos tot auf der Strecke bleibt. Der Tote ist niemand anderer als Jens-Uwe Burkhart, einem dem letzten Mitglieder der RAF, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Irmgard Baselitz seit 30 Jahren vor der Polizei auf der Flucht ist und immer wieder durch brutale Raubüberfälle auffällt. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Jens-Uwe an einem Herzinfarkt verstorben ist und das Loch in seiner Brust sichtlich eine letzte Liebeserklärung Irmgards ist. Doch wo steckt sie und was hat sie vor?
Wie schon in einem der früheren Fälle, in dem Harriet sogar unter Mordverdacht gerät, ist auch dieser neunte Fall für sie sehr persönlich. Denn als Harriets Tante einen Schlaganfall erleidet wird sie ausgerechnet in jene Klinik eingeliefert, in der eine Krankenschwester sich vom Universum auserwählt sieht, sterbenskranke Patientinnen und Patienten zu erlösen.
Meine Meinung:
Auch dieser neunte Krimi von Walter Christian Kärger kann überzeugen. Zum einem durch die besonnene, manchmal auch unkonventionelle Arbeitsweise von Max Madlener, der viele Jahre als Mad Max tituliert worden ist, weil er sein Temperament nicht zügeln konnte, und durch seine Kollegin Harriet Holtby, die eine ebenfalls nicht alltägliche Person ist. Sie trägt ausschließlich schwarze Kleidung, Tattoos und ist als Superrecognizerin manchen unheimlich. Doch Max und Harriet sind ein eingespieltes Team, bei dem es wenige Worte braucht.
Der Autor spricht neben den fast vergessenen Mitglieder der RAF, ein schwieriges Thema an, nämlich den Umgang mit todkranken Menschen an. Er flicht Harriets Gedanken, ihre Zweifel und Ängste in einem Gespräch mit Max einfließen. Das ist sehr gut gelungen. Erst vor wenigen Tagen hat sich der österreichische Lehrer und Journalist Niki Glattauer durch, den bei uns möglichen, assistierten Suizid von seinem Krebsleiden erlöst.
Fazit:
Mir hat dieser Ausflug an den Bodensee wieder sehr gut gefallen, weshalb ich hier eine Leseempfehlung für die ganze Reihe ausspreche und diesem Buch 5 Sterne gebe.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Bestnoten von mir
Never Trust Your Fake Husband von Ally Carter
Never trust your fake husband von Ally Carter ist für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Schon das Cover zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich: Der rosenförmige Ring und die beiden Hauptfiguren machen neugierig und versprechen eine romantisch-spannende Geschichte, die im Inneren auch tatsächlich gehalten wird.
Die Handlung setzt packend ein: Paris. Mitten in der Nacht. Eine junge Frau wacht auf dem Gehweg auf - und hat keine Ahnung, wer sie ist. Sie weiß nur, dass sich der heißeste Kerl der Welt über sie beugt. Doch plötzlich fallen Schüsse. Um am Leben zu bleiben, muss sie mit dem mürrischen Agenten Jake (aka heißester Kerl der Welt) untertauchen. Die beste Tarnung? Sich als frisch verheiratetes Paar ausgeben - jedenfalls solange echte Gefühle ihre Pläne nicht auffliegen lassen. Und solange sie ihre wahre Identität nicht kennt.
Von Anfang an entfaltet sich eine große Handlungsdichte, die durch liebevoll gezeichnete Charaktere getragen wird. Die Dynamik zwischen der Protagonistin und Jake ist spritzig, charmant und voller unterschwelliger Spannung. Besonders gefallen haben mir die unerwarteten Wendungen, die die Geschichte immer wieder in neue Richtungen lenken und mich bis zur letzten Seite gefesselt haben. Ich habe mit der Hauptfigur mitgefiebert, war ebenso gespannt wie sie, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie an sich selbst neu entdeckt.
Der Schreibstil ist angenehm lesbar, und die Übersetzerin Sarah Heidelberger hat hervorragende Arbeit geleistet, indem sie den Tonfall leichtfüßig und zugleich atmosphärisch ins Deutsche übertragen hat. Der Ravensburger Verlag liefert hier ein hochwertig aufgemachtes Buch, das nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugt.
Für mich ist es die erste (New Adult) Romance von Ally Carter - und zugleich der Beweis, dass die New-York-Times-Bestsellerautorin der Gallagher Girls auch in diesem Genre glänzen kann. Ein stimmiges Gesamtpaket, das mich restlos überzeugt hat. Bestnoten von mir.
Rezensionen von robertp:
Tutto Bene – Alles in Ordnung (Winter in Italien)
Alle weg von Stefan Maiwald
Ich bin gerade (Mitte September) aus Jesolo zurückgekommen. Die Saison ist noch nicht zu Ende. Am Strand kann man anhand der aufgespannten Sonnenschirme erkennen welche Hotels noch ausgelastet sind und wo bereits auf das Ende des Urlauberzustroms gewartet wird. Frühmorgens fährt ein Traktor (Trecker) den Strand auf und ab und glättet den Sand der Uferpromenade.
Noch springen Mutige ins Wasser, viele wandern an der Wasserscheide entlang.
Genau jetzt erscheint ein Buch über das Ende der Saison an der Adria. Einen passenderer Abschluss des Urlaubs kann ich mir gar nicht vorstellen. Der Autor nennt die nun folgende Zeit Nebensaison, für mich birgt sie nur Leere. Beinahe alle Geschäfte sind geschlossen. Die Strände leer – ja total ausgeräumt – kein Blatt, keine Liege, kein Strandlokal. Endlos zieht sich die Sandküste entlang der versperrten Hotels. Nur manchmal sieht man Licht aufblitzten, hier scheint es noch etwas zu trinken zu geben oder dort ein Zimmer.
Aber abseits der Strände und den großen, verlassenen Geschäftsstraßen leben die Einheimischen, die Dörfler und Familien. Sie halten die Stadt zusammen und sie treffen sich (in Grad) bei Pino, in dessen Bar. Von Stefan Maiwald erfahren wir warum die Italiener keine Kleiderhaken in der Bar benutzen und weshalb es wichtig ist einen Kamin zu besitzen (es wird auch sehr kalt – molto freddo).
Am interessantesten ist es gewesen über die Befindlichkeiten der Gradesi zu erfahren und wie sie Weihnachten feiern. Ein Fest der Familie also und mit Unmengen zu Essen. Stefan Maiwald hat mir wieder einen Einblick ins italienische Innere geliefert, interessant, aber ich denke Italien im Winter ist für mich kein Urlaubsziel.
Für alle die immer schon wissen wollten, was in der oberen Adria zwischen Oktober und März passiert. Es herrscht Winter und die Bewohner rücken zusammen, sie kochen viel und frieren ein wenig.
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Pferdeliebe und Gottvertrauen
Viel Wirbel um Stjarna von Swantje Schöniger
Lina hat tolle Sommerferien vor sich. Sie ist glücklich in Jonas verliebt und darf auf dem Zieglerhof bei Ferienaktionen helfen. Einen ganzen Sommer mit ihrem Lieblingspony Stjarna, einem Isländer! Und Reitunterricht soll sie auch noch bekommen. Für Lina könnte es nicht besser laufen! Doch dann kommt alles anders, als Lina sich das in den schönsten Farben ausgemalt hat.
Ihre ärgste Konkurrentin Emma landet nach einem schweren Reitunfall auf dem Zieglerhof. Soll Lina sich nun von ihr die ganzen Ferien verderben lassen? Auch die Ponyhofbesitzerin Kathe, die normalerweise die Ruhe in Person ist, scheint große Probleme zu haben. Dass diese Probleme auch Lina betreffen, ahnt sie zum Glück noch nicht.
Dieses Buch ist bereits Band 2 der Serie „Isländer im Illertal“. Man muss Band 1 aber nicht gelesen haben, um diesem Buch gut folgen zu können. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und zum Ende hin konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Ganz besonders dürften sich von dieser Geschichte pferdebegeisterte Mädchen angesprochen fühlen. Man merkt, dass die Autorin selbst begeisterte Reiterin ist und sich bestens mit den Eigenarten der Isländer auskennt. So erfährt man beim Lesen ganz nebenbei noch viel Wissenswertes über diese Pferderasse. Aber auch der christliche Glaube kommt hier nicht zu kurz. Die Autorin versteht es, christliche Werte ganz unaufgeregt und unaufdringlich rüberzubringen. Wie sieht es aus mit den Plänen, die Gott für uns hat und was ist, wenn sie so gar nicht mit meinen eigenen Plänen übereinstimmen? Ich kann dieses tolle Buch sehr empfehlen!
Rezensionen von Anjulia :
Die Schwiegermutter der Queen
Prinzessin Alice von Irene Dische
Allein vom Cover her, das eine Frau im roten Kleid zeigt, wäre ich nicht unbedingt auf die Idee gekommen, dass dieses Buch von Alice von Battenberg (später Mountbatten), Schwiegermutter der Queen und Großmutter von König Charles III, handelt. Da ich eine kleine Schwäche für die englischen Royals nicht abstreiten kann, und wusste, dass Prinzessin Alices Leben ungewöhnlich war, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.
Dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Prinzessin erzählt wird, hat mich überrascht. Vom Zeitraum her umfasst sie Alice Leben in Exil in Paris, ihren erzwungenen Aufenthalt in der Klinik am Bodensee und die Jahre während des zweiten Weltkrieges. Auf ihre Jugend in England und ihre Zeit als griechische Prinzessin wird hin und wieder Bezug genommen. Bereits zu Beginn wird ihr schwieriges Verhältnis zur Familie ersichtlich, die zusehends mit ihrer Schizophrenie nicht klarkommt. Es kommt zu einer Zwangssterilisation. Spätestens mit dem Aufenthalt in der gehobenen geschlossenen Anstalt, sind Alice Gedankengänge wirr und unangenehm zu lesen. Tatsächlich war ich hier froh, dass dieses Buch nur 150 Seiten dünn ist. Irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass die Autorin der Prinzessin gerecht wird. Nicht immer ist ersichtlich, was Fiction und was Realität ist. Beispielsweise kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Alice jahrelang im Nachbarhaus eingemietet hat, um das Leben einer ihrer Töchter zu beobachten. Auch der Wiedergewinn ihres Gehörs, scheint unrealistisch, eher schon Manifestation ihrer psychischen Erkrankung. Aufklärung darüber findet auch in einem Nachwort nicht statt. Vielleicht hätte ich lieber eine fundierte Biographie lesen sollen. So überzeugte mich Prinzessin Alice von Irene Dische leider nicht.
Rezensionen von verhei:
ein blumiger Thriller der unter die Haut geht
Garden Girls von Jessica R. Patch
Tiberius, Ty, Granger ist FBI- Agent und einer speziellen Einheit, der Strange Cases-Unit, die wie der Name schon verrät sich um besonders eigene Fälle kümmert. Als nun Leichen von Frauen mit Tätowierungen von diversen Blumen auftauchen wird das Team gerufen. Auf der Liste der verschwundenen Frauen, die ins Raster des Killers fallen könnten, findet Ty nun auch den Namen einer Bekannten- der kleinen Schwester seiner ersten Liebe Bex.
Die Geschichte wird in eher kurzen Kapiteln mit Perspektivenwechsel erzählt. Man bekommt dadurch sehr gut Einblick in die verschiedenen Figuren, ihre Vergangenheit, ihre Motivation, in ihren Charakter. Ich finde durch diese Erzählweise gewinnt ein Thriller in der Regel, da eine gewisse Tiefe in die Handlung kommt. Generell fand ich die Charaktere sehr vielschichtig gestaltet. Ty, auch als Person, steht in diesem Buch wohl im Vordergrund, seine doch sehr prägende Vergangenheit, seine eigenen Dämonen. Der Charakter ist spannend, vielschichtig und bleibt im Gedächtnis.
Ab circa der der Hälfte der Geschichte nimmt diese deutliche Fahrt auf, auch wenn der Beginn, mit einem Kapitel aus Opfersicht schon rasant ist. Der Abfall im Spannungsbogen ist der Vorstellung der Figuren geschuldet und der eben teils langweiligen Polizeiarbeit. Der Täter ist jedoch immer einen Schritt voraus, man rätselt mit und sieht das psychologische Spiel des Täters. Weitere Spannung bringt noch ein drohender Hurrikan. Immer im Fokus steht auch die Beziehung von Ty und Bex.
Ich hätte mir etwas breitere Information über die Teammitglieder und ihre Beziehungen zueinander gewünscht. Denn ja es wird angeschnitten, allerdings hat man immer wieder das Gefühl man hat etwas verpasst – es braucht mehr Background. Beschäftigt man sich etwas mit der Autorin, sieht man, dass Garden Girls das dritte Buch einer Serie um die Agenten der Strange Cases Unit ist. Es dürfte sich in jedem Buch hauptsächlich um einen anderen Agenten drehen. Dies wird ein Grund sein, warum man mit dem Einstieg bei Band 3, etwas rätseln muss, was die Zusammenhänge betrifft.
Für mich aber ein solider Thriller mit einer guten Idee und vielschichtigen Charakteren.










