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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Astrid:

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Großaufnahme!

Leben spielen von Proschat Madani

Wie auch wir müssen sich Schauspieler:innen ihren Ängsten und Sorgen stellen, haben Freude an ihrer Arbeit oder ärgern sich darüber. Hinzu kommt eine Besonderheit: die im Kapitel beschriebene ›Großaufnahme‹. In der wird schonungslos aufgedeckt. Jedes Wimmerl wird sichtbar, auch wenn die Maskenbildnerin alles gab.

Jede falsche Mimik wird vom Publikum wahrgenommen, als wären wir Zusehenden die FBI-Agenten auf der Suche nach den Lügen im Gesicht einer potenziellen Täterin. Die Schwierigkeit liegt also im Detail. Wie so häufig. So zu spielen, dass wir gebannt hinsehen, ist großartiges Schauspiel.
Ich fand es interessant, dem (Gefühls)Leben von Schauspielerin Proschat Madani folgen zu dürfen. Das Leben von Schauspieler:innen glänzt häufig nur wenig. Vielmehr ist es harte Arbeit, die wiederum nicht gesehen werden darf, denn im Film muss es für den Zusehenden wirken, als wäre alles echt und spontan und wahr, damit wir mitleiden, mitfiebern, träumen, weinen und lachen können.
Mir gefallen Gedanken und Schreibstil der Autorin. Diese Welt des Nachdenklichen, des Beobachtens, des Intro- und Extrovertierten, dieses ständige Wechselspiel zeigen mir, dass Proschat Madani nicht nur eine hervorragende Erzählerin ist, die mit Humor, Hirn und Hoffnung ihre Geschichten wiedergibt. Sie ist auch Philosophin und Denkerin und ihre eigene Kritikerin sowieso.

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Großaufnahme!

Rezensionen von Birgit Hedemann:

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Spannung pur

Der unbekannte Junge und das Vermächtnis der Ehrlichkeit von Alexander Lombardi; Sandra Binder

Die Vier vom See, das sind Antonia, Emma, Franky und Jaron. Verzweifelt versuchen die Vier zu verhindern, dass Antonias Familie und Jaron und seine Mutter die Jugendherberge aufgeben und verlassen müssen. Und auch die neue Klassenkameradin Laura bangt um ihr Zuhause in einer Sozialwohnung. In beiden Fällen hat der Rechtsanwalt Dr.

Trenner seine Finger im Spiel. Was hat er vor? Geht alles mit rechten Dingen zu? Und was hat das alles mit der Vergangenheit zu tun? Doch dann machen die Kinder eine Entdeckung, die alles in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Das Autorenpaar versteht es meisterhaft, zwei Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und den Glauben miteinander zu verknüpfen. Da ist zum einen die Geschichte um einen zweiten Kaspar Hauser aus dem Jahre 1917 in Starnberg. Ein Findeljunge wird aufgegriffen. Seine Spuren reichen bis in das Leben von Antonia. Und zum anderen die Geschichte in der Gegenwart, wo es um Freundschaft und Zusammenhalt geht und um ein Zuhause, das auf dem Spiel steht. Mitten im Raum steht dabei auch die Frage: Was ist, wenn Gott mit unserem Leben andere Pläne hat, als wir es uns wünschen? Können wir trotzdem auf seine Hilfe hoffen?

Dieses Buch ist bereits Band 9 aus der Reihe „Die Vier vom See“. Es lässt sich auch dann ohne Probleme lesen, wenn man die anderen Bände nicht kennt. Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand lesen konnte und es in einem Rutsch durchgelesen habe. Auf jeden Fall lesen!

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Spannung pur

Rezensionen von peedee:

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Mit Mut gegen die Einsamkeit

Solo von Verena Steiner

Verena Steiner hat ihren Mann durch einen Unfall am Berg verloren. Nach zweieinhalb Jahren wollte sie etwas gegen die innere Leere unternehmen und ihre Lebensfreude zurückgewinnen. Sie musste herausfinden, wie sie aus der Einsamkeit herauskommt und wieder ein glückliches Leben führen kann – auch ohne ihren Partner.

Als Autorin ist sie das Recherchieren gewohnt, daher fiel ihr dies bei ihrem wohl persönlichsten Buch nicht schwer. Sie regt zum Handeln an: Jeder Tag kann genutzt werden, um an Mutprojekten zu arbeiten und die Komfortzone zu verlassen.

Erster Eindruck: Ein zurückhaltendes, bewegtes Cover – zusammen mit dem schlichten Buchtitel sehr passend.

Als ich den Untertitel „Alleinsein als Chance“ gelesen habe, dachte ich nur „ach ja, wie das?“ Einleitend schreibt die Autorin, dass das Buch alle „Solisten“, so nennt sie die Menschen, die allein sind, anspricht. Unabhängig des Alters, des Zivilstandes oder der Dauer des Sololebens. Okay, da fühle ich mich angesprochen.
Als partner-, kinder- und haustierlose Frau höre ich immer wieder mal Sprüche wie „Du hast es gut, Du kannst dieses und jenes machen, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen.“ Das wird zwar nur so dahingesagt, aber manchmal trifft mich dies. Es stimmt, dass ich allein etwas entscheiden kann. Ich kann es aber nicht nur, sondern ich MUSS. Mir fehlt der Austausch bzw. das gemeinsame Erleben in einer Partnerschaft oder Familie. Jede Lebenssituation hat zwei Seiten und es ist einfach, die Situation des Gegenüber zu bewerten, ohne zu wissen, wie es demjenigen geht.

Mir war bisher nicht bewusst, dass Einsamkeit in emotionale, soziale und existenzielle Einsamkeit unterteilt werden kann. Auf Details verzichte ich hier. Die Autorin gibt Tipps, wie man der Einsamkeit entkommen kann bzw. wie die innere Leere wieder gefüllt wird. Witzig fand ich dabei den Ausdruck, dass glückliche Allzeitsingles „nicht alle Eier in einem Korb“ haben, d.h. sie pflegen mehrere Beziehungen, unternehmen unterschiedliche Dinge, um ihr emotionales Gleichgewicht zu halten. Man soll kleinere und grössere Mutprojekte angehen, wie z.B. allein in ein Restaurant oder in ein Konzert gehen, einen Bastelkurs besuchen, einem Verein beitreten oder sich einer Reisegruppe anschliessen. Und nicht vergessen, immer wieder das Gespräch mit fremden Menschen suchen. Für mich ist es nicht schwierig, allein essen oder in ein Konzert zu gehen und banale Gespräche zu führen. Aber mir fällt es schwer, z.B. einem Verein beizutreten, denn „alle“ anderen kennen sich und ich bin „die Neue“, wohlwissend, dass das jedem zu Beginn so geht. Eine Reisegruppe wäre nichts für mich.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Es waren interessante Tipps dabei, was man der eigenen Trägheit entgegenhalten kann. Für diese Inputs bedanke ich mich – 4 Sterne.

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Mit Mut gegen die Einsamkeit

Rezensionen von Ruth:

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Gelungene Fortsetzung

Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder



Die Juristin Susanne Tägder konnte mich schon mit ihrem Debut „Das Schweigen des Wassers“ überzeugen und gespannt erwartete ich die Fortsetzung.
Die schließt nahtlos an den Vorgänger an. Im Zentrum steht wieder Hauptkommissar Arno Groth, der im Herbst 1991, nach zwanzig Dienstjahren bei der Hamburger Polizei, als Aufbauhelfer Ost in seine Geburtsstadt Wechtershagen in Mecklenburg-Vorpommern zurückgekehrt ist.

Seit drei Monaten lebt er nun hier, doch richtig angekommen ist er noch nicht. Da landet eine Vermisstenanzeige auf seinem Schreibtisch: Der elfjährige Matti war nur kurz einkaufen und ist seitdem spurlos verschwunden. Groth ordnet eine großangelegte Suchaktion an, auch Nachbarn beteiligen sich, denn bei der Kälte ist Eile geboten. Doch die Suche bleibt ergebnislos. Zwei Tage später wird in einem Keller die Leiche des Jungen gefunden. Indizien weisen auf einen ortsbekannten Alkoholiker hin, der dann tatsächlich nach einem zermürbenden Verhör die Tat gesteht. Aber Groth hat seine Zweifel, berechtigt, wie sich bald herausstellt. Stattdessen beginnt er einer anderen Spur nachzugehen. Vor ein paar Jahren verschwand in der Gegend schon einmal ein Junge, der Fall wurde nie gelöst.
Die Ermittlungen führen Groth in eine Plattenbausiedlung in einem Brennpunktviertel. Viele hier haben nach der Wende ihren Job verloren; Frust und Wut sind die vorherrschenden Gefühle. „Da gibt es diejenigen, die an nichts mehr glauben, und diejenigen, die an das Falsche glauben. Dazwischen ist nicht viel.“ Groth trifft oft auf eine Mauer des Schweigens. Das Vertrauen in die Polizei ist nicht groß. Umso höher der Druck auf Groth, Ergebnisse zu liefern.
Susanne Tägder erzählt auch hier wieder in einem ruhigen Tempo. Detailliert beschreibt sie die tägliche mühsame Polizeiarbeit, ebenso die emotionale Belastung, die so ein Mordfall mit sich bringt.
Und mit Groth hat die Autorin einen besonderen Ermittler geschaffen. Einen, der nachdenklich und voller Selbstzweifel die Sache angeht und sich mehr von seinem Bauchgefühl leiten lässt. Und er ist ein Versehrter, wie viele der Figuren im Roman. Dazu passt auch, dass sich die Liebesbeziehung zu einer ehemaligen Schulkameradin nur langsam entwickelt. Groth ist ein Polizist, für den die betroffenen Menschen im Vordergrund stehen, nicht „ der Fall“.
Auch die Nebenfiguren werden vielschichtig und mit viel Empathie gezeichnet. Da ist das Opfer Matti, ein schweigsamer Junge, über den seine überforderte Mutter und der arbeitslose Vater wenig wissen. Oder die Taxifahrerin Ina, die mit ihrem Sohn vor ihrem saufenden und prügelnden Ehemann geflüchtet ist und deshalb viel zu spät mit ihren Beobachtungen zur Polizei geht.
Oder Kollege Gerstacker, den man noch aus dem ersten Band kennt. Der ist mittlerweile wegen seiner früheren Stasi-Verbindung vom Dienst suspendiert, wird aber von Groth zu den Ermittlungen herangezogen, da er als Einziger mit dem alten Fall vertraut ist.
Obwohl der Grundton eher ruhig und melancholisch ist, entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
„Die Farbe des Schattens“ ist ein atmosphärisch dichter und ungemein fesselnder Roman, der das Niveau des Vorgängers halten kann. Auch dieses Mal liefert die Autorin ein stimmiges Bild der Nachwendezeit. Ich freue mich schon auf weitere Bände mit dem sympathischen Ermittler.

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Gelungene Fortsetzung

Rezensionen von Linelovesreading :

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Wunderbar weihnachtlich

OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

Dieses Bilderbuch ist wunderbar weihnachtlich und man hat direkt Lust, selbst eine Reise nach Finnland zu machen, um dort Weihnachten zu verbringen.
Die Illustrationen sind einfach zauberhaft und es gibt es viel zu entdecken. Dabei fand ich es besonders toll, dass so viele Dinge abgebildet sind, die traditionell in Finnland sind.

Die Texte sind gut zum Vorlesen geeignet, da sie nicht zu lang sind. Toll fand ich auch, dass es immer wieder kurze Erklärungen und Aufgaben innerhalb der Texte gibt. So bleibt die Aufmerksamkeit der Kinder besser erhalten und es wird abwechslungsreicher, wenn die Kinder Fragen beantworten können oder etwas auf dem Bild suchen können.
Eine Sache hat mir leider nicht so gut gefallen. Das sind die Wortneuschöpfungen, die in der Geschichte sehr häufig auftauchen. Da ist meiner Meinung nach weniger mehr. Vor allem kann das Kinder verwirren, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Da wäre es meiner Meinung nach sinnvoller, weniger neue Wörter zu erfinden und stattdessen lieber viele Adjektive zu nutzen, um alles genau zu beschreiben.
Insgesamt aber ein sehr schönes und weihnachtliches Bilderbuch für Kinder ab etwa 4 Jahren.

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Wunderbar weihnachtlich

Rezensionen von NT:

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Über Freundschaften

Bestie von Joana June

Lilly versucht, ihre Vergangenheit als Delia hinter sich zu lassen und zieht bei Anouk ein, einer Influencerin, der sie seit langem folgt. Schon früh wird klar: Dieses neue Leben ist von Lügen durchzogen, aber auch von Hoffnung auf einen Neuanfang.

Beim ersten Reinlesen in das Buch habe ich etwas total anderes erwartet: Mir haben die ersten Kapitel einen seichten Thriller-Vibe gegeben.

Doch Bestie entpuppte sich als tiefes Porträt von Freundschaft in all ihren Facetten: Bewunderung, Eifersucht, Nähe, Distanz. Joana June zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Verehrung und Besessenheit sein kann, und wie sehr Freundschaft unser Ich mitprägt. Die Autorin hat für ihren Debütroman eine klare, moderne und poetische Sprache gefunden. Die Figuren sind vielschichtig, ihre Konflikte spürbar und nachvollziehbar. Bestie bleibt im Kopf, auch wegen der Fragen, die es uns stellt: Wer sind wir, wenn wir uns neu erfinden? Wie sehr formen Beziehungen unser Bild von uns selbst? Für mich war dieses Buch eine lohnende, intensive und moderne Lektüre.

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Über Freundschaften

Rezensionen von Linelovesreading :

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Süß

Weihnachten in Applemore - Roman (Das Erbe von Applemore 4) von Rachael Lucas

Das Buch versprüht eine tolle weihnachtliche Stimmung und erzählt eine zuckersüße Liebesgeschichte.
Die Geschichte ist sehr nett erzählt und die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Ich konnte sehr gut in ihre Beschreibungen abtauchen und mich in die einzelnen Personen hineinversetzen.

Polly ist eine sehr sympathische Protagonistin, die auch sehr realistisch beschrieben wird. Allgemein wirkt kein Charakter überzogen dargestellt, alle sind wie Personen angelegt, denen man auch im echten Leben begegnen könnte.
Die Handlung an sich war leider etwas flach, was aber bei dem Genre häufig der Fall ist. Dabei hat mich vor allem gestört, dass der Klappentext quasi die ganze Handlung schon erzählt und nur die letzten beiden Kapitel gehen über das hinaus, was auf dem Klappentext steht. Außerdem kannte ich bisher die anderen Bände nicht und hatte teilweise Mühe, mir zu merken, wer wer ist und wie die Personen zueinander stehen.
Insgesamt aber eine sehr nette Geschichte für die Weihnachtszeit.

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Süß

Rezensionen von verhei:

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Kurzgeschichten über den Polizeialltag aus Sicht eines Polizeihundes

Man sieht nur mit der Schnauze gut von Bernhard Aichner

Aspro ein Mischlingshund, wird auf Grund eines Unfalls beim Stöckchen spielen, Waise bzw. passender herrchenlos. Die junge Polizistin, die mit dem Fall betraut wird, adoptiert ihn trotz der Widerstände ihres Partners. Langsam gewöhnt man sich aneinander, und auch an ein weiteres Familienmitglied, denn die Polizistin ist schwanger.

Aspro darf seine Chefin zum Dienst begleiten und erlebt dabei so manch ein Abenteuer und erweist sich als wertvolle Unterstützung.
Erzählt in sechsundzwanzig Kurzgeschichten, zeichnet sich das Buch vor allem durch viel Humor aus. Alle Geschichten lassen sich auch leicht zwischendurch unabhängig voneinander lesen. Leichte Kriminalfälle werden geklärt- Einbrüche, vermisste Personen.

Alles wird aus dem Blickwinkel von Aspro geschildert und dieser findet so manches menschliche Verhalten sehr eigenartig. Man bekommt Einblick in menschliches und Hundeleben. Jedes Kapitel ist eher kurz, pointiert und ein episodenhafter Einblick in den Alltag. Immer gespickt mit reichlich Humor und Wortwitz. Da sowohl das Buch in Österreich spielt als auch der Autor Österreicher ist, ist auch so mancher Ausdruck und Witz österreichisch. Ich denke, das sollte jedoch auch einfach in anderen Regionen verstanden werden.

Für mich insgesamt eine kurzweilige Lektüre mit ordentlich Humor, die schön die Beziehung zwischen Menschen und Hund beleuchtet. Ich würde mich freuen in Zukunft, einen etwas größeren Kriminalfall aus Sicht von Aspro lesen zu dürfen.

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Kurzgeschichten über den Polizeialltag aus Sicht eines Polizeihundes

Rezensionen von DoraLupin:

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Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Prinzessin Alice von Irene Dische

Ich lese sehr gerne und oft historische Romanbiografien, die mich in eine andere Zeit entführen und mit einer tollen Handlung und starken Personen unterhalten. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf dieses Buch rund um "Prinzessin Alice".

Die Geschichte dreht sich um das bewegte und überraschende Leben der hochadligen Alice von Battenberg, der Großmutter des britischen Königs Charles III.

Ihre faszinierende Intelligenz – sie, die gehörlos geboren wurde, las in fünf verschiedenen Sprachen von den Lippen ab –, aber auch ihre überbordende erotische Lust in Verbindung mit ihrer nahezu fanatischen Beziehung zu Gott ließen Alice von Battenberg zur Bedrohung für all jene werden, die ein traditionelles Frauenbild in Königskreisen konservieren wollten. Ihre Familie wandte sich ab und brachte sie in einer der frühen Psychiatrien unter, der sie unter größter Gefahr entkam. Fortan lebte sie unter größter Einsamkeit in Griechenland, wo sie eine Suppenküche für die Ärmsten unterhielt. Doch auch dieses dem Höheren gewidmete Streben wurde hinweggespült, als Griechenland Ende der 1960er Jahre einen Militärputsch erlebte.

Ich habe etwas gebraucht, richtig in die Geschichte hinein zu finden. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig: Er ist recht zackig, ohne viel Geschnörkel. Ich mag es eigentlich eher bildlicher und nicht ganz so gehetzt. Ich bin teilweise ganz gut mit dem Schreibstil zurechtgekommen, aber dann wurde ich auch immer wieder aus der Geschichte "rausgekickt", es war ein richtiges auf- und ab mit diesem Buch. Das Leben der Alice von Battenberg ist eigentlich wirklich sehr interessant und teilweise fand ich es sehr spannend und interessant zu lesen, aber stellenweise hat es sich auch seltsam gelesen und ich bin der Protagonistin leider nicht wirklich nahe gekommen, was am Schreibstil lag.

Fazit: Ich wurde gut von dem Buch unterhalten, aber leider war der Schreibstil nicht immer meins, deshalb blieb mir die Protagonistin Alice auch blass und fern. Ich vergebe deshalb 3 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung. Am besten man liest eine etwas längere Leseprobe und schaut, ob der Schreibstil zu einem als Leser passt, den das Leben der Alice ist durchaus interessant und spannend.

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Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Rezensionen von PMelittaM:

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Berührte mich auf verschiedenen Ebenen

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Ende des 19. Jahrhunderts verlässt Dorothy Aitken Edinburgh und zieht in das kleine Fischerdorf Skerry., dort hat sie eine Stelle als Lehrerin bekommen. Sie verliebt sich, heiratet, bekommt einen Sohn Moses, den sie sechsjährig ans Meer verliert, ein Verlust, den sie nie verarbeiten kann. Jahre später, im Jahr 1900 wird ein Junge vom Meer angespült, der Moses sehr ähnlich ist, etwa gleiches Alter, gleiche Haarfarbe, und er trägt nur einen Schuh an den Füßen, während einer von Moses Schuhen nach seinem Verschwinden am Strand gefunden wurde.

Zunächst nimmt der Pfarrer den Jungen bei sich auf, doch dann bittet er ausgerechnet Dorothy, für ihn zu sorgen, bis man weiß, woher er gekommen ist.

Als Dorothy nach Skerry kommt, hat sie keine leichte Zeit hinter sich. Sie wuchs bei einer dominierenden und manipulierenden Mutter auf, die ihre Psyche nachhaltig beeinflusst hat. So fällt es Dorothy schwer, Kontakt zur Dorfbevölkerung aufzunehmen, ständig sucht sie auch nach Fehlern bei sich. Aus Angst, dass man über sie redet, verhält sie sich manchmal so, dass erst recht über sie geredet wird. Ihr Leben auf Skerry hat viele Tiefs und wenige Hochs, oft aber auch deshalb, weil sie Dinge nicht anspricht, sondern sich auf Annahmen und Mutmaßungen verlässt und Manipulationen von außen zulässt.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen neben Dorothy weitere Personen, deren Leben auf gewisse, nicht immer positive, Weise mit ihrem verbunden ist. Nicht jedes Denken und Handeln ist ohne weiteres nachvollziehbar, oft ist es aber dennoch auf gewisse Weise verständlich. Schmunzeln musste ich manchmal über den Pfarrer, dessen Vermutungen manchmal das Gegenteil von dem waren, was tatsächlich war.

Erzählt wird auch in zwei Zeitebenen: Damals und Jetzt, letzteres beginnend mit dem Auffinden des Jungen, Jahre nachdem Moses im Meer verschwand.

Mich hat der Roman sehr berührt, vor allem Dorothys Emotionen. Aber nicht nur sie, auch andere Charaktere haben ein Päckchen zu tragen. Es gibt charakterliche Entwicklungen, es gibt überraschende Entwicklungen, es gibt Ungesagtgebliebenes, es gibt Reue, Mitgefühl, Liebe, Hass, Misstrauen und so viel mehr. Auch ich hatte beim Lesen viele Emotionen, und musste auch mehrmals weinen. Auch wenn ich manchmal den Kopf schütteln musste, im Grunde verstehe ich, wie es zu den jeweiligen Verhaltensweisen gekommen ist, die Charakterzeichnungen sind durchgehend gelungen.

Mit dem Ende bin ich, so wie es ist, zufrieden, man hätte sich auch mehrere andere Enden vorstellen können, aber dieses passt für mich perfekt zum Roman.

Der Roman hat mich emotional mitgenommen, auf verschiedenen Ebenen, ich habe mitgefühlt, aber mich auch manchmal geärgert über das Verhalten der einen oder anderen Person, am Ende ergibt sich ein rundes Bild. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

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Berührte mich auf verschiedenen Ebenen