Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Wolf S.:
Absolut lesenswert.
Kinderjahre in Dunkeldeutschland von Marina Scheske
Die Autorin beschreibt detailreich ihr Kinderleben in einer Kleinstadt der DDR. Sie führt die Leser durch eine Stadt, die im Krieg fast völlig zerstört wurde und nun wieder aufgebaut wird. Dabei nimmt sie Bezug zu den verschiedensten Bereichen des Lebens und zeigt ein völlig anderes Bild als das, was sich so mancher Westdeutsche vom Leben in der DDR macht.
Es geht ihr darum, das Individuelle im Leben der Menschen darzustellen, fernab von der Ideologie des Staates. Das ist ihr gelungen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Ganz anders als angekündigt
Therapie einer Mörderin: Psychothriller | Je tiefer du in ihre Seele blickst, desto mehr verlierst du deine eigene von H.M. Connally
Vielleicht hätte es mich schon warnen sollen, dass sich zu dem angeblichen Autor dieses Buches, H.M.Connally, im Internet nicht wirklich etwas finden lässt. Doch war der Inhalt sehr spannend beschrieben. Eine Therapie einer Mörderin, das klingt spannend, und das hätte ich auch sehr gerne gelesen.
Wenn nur das Buch hauptsächlich auch davon gehandelt hätte und nicht ungefähr ab der Mitte in eine völlig andere Richtung abgedriftet wäre!
Die erste Hälfte des Buches hat mir noch recht gut gefallen, es liest sich flüssig und spannend und man lernt die Psychiaterin Ava und ihre Klientinnen - alles Mörderinnen, aber meistens solche, die davor lange missbraucht worden waren und sich dann nur gegen ihre Peiniger zur Wehr gesetzt oder dafür gerächt hatten - ein bisschen kennen und es gibt erste Therapiegespräche, die durchaus interessant sind. Die Geschichte wird auch aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Auch der Vortrag der Psychiaterin auf einer Tagung und die Hintergrundinformationen zu typischen Mordmotiven von Männern vs. Frauen und einigen psychologischen Theorien waren noch recht interessant und einigermaßen fachlich fundiert.
Doch im letzten Teil des Buches kommt es zu wirklich extremen Gewalt- und Vergewaltigungsexzessen, die bis ins letzte Detail in fast schon pornographischer Art und Weise geschildert werden. Das macht schreckliche Bilder im Kopf, die man nicht so leicht wieder los wird und die in diesem Detailgrad für die Handlung des Buches überhaupt nicht notwendig gewesen wären. Es geht dann auch nicht mehr wirklich um die Therapie oder Psyche von irgendwelchen Mörderinnen, sondern um etwas ganz anderes. Insgesamt kann ich dieses Buch also leider nicht wirklich empfehlen und vergebe 2 Sterne für einen gelungenen Anfang, der leider dann in eine sehr hässliche und auch nicht zur Beschreibung passende Richtung abdriftet.
Rezensionen von peedee:
Knappe 4 Sterne
Asterix - Asterix und der Greif von Jean-Yves Ferri; Didier Conrad
Asterix, Band 39: Wer unsere Freunde Asterix, Obelix und Idefix kennt, weiss, dass sie häufig auf Reisen gehen. Dieses Mal nahmen sie Kurs auf Barbaricum, weit im wilden Osten. Mit von der Partie ist der erkältete Druide Miraculix – sein Freund, der Schamane Terrine, hat ihn um Hilfe gebeten, da die Römer den sagenumwobenen Greif fangen wollen.
In Barbaricum ist es bitterkalt, was die Gallier nicht gewohnt sind. Dies ergibt ein Riesenproblem: Der Zaubertrank ist gefroren!
Erster Eindruck: Asterix sitzt auf dem Cover hoch zu Ross – noch höher sitzt Idefix, nämlich auf einer Greif-Statue, mit der Nase hoch im Wind und sein Herrchen Obelix ignorierend; gefällt mir sehr gut.
Obelix (der ja mein heimlicher Liebling ist, schon allein aus figürlichen Gründen) bringt mich immer zum Schmunzeln: Er merkt nicht, wenn er etwas ausplaudert, das eigentlich nicht für andere Ohren gedacht war. Und dann ist er schnell mal beleidigt, wenn Asterix ihn darauf hinweist. Oder wenn er auf dem Pferd reiten soll, das unter seinem Gewicht schier zusammenkracht, nimmt er das Pferd kurzerhand auf die Arme und läuft so – einfacher für ihn, und noch viel besser für das Pferd (wenn auch eine grosse Überraschung). Nun zu ihrem Auftrag: Wer oder was ist der Greif? Und wo ist er zu finden? Schaffen sie dies auch ohne Zaubertrank?
Die Geschichte war unterhaltsam, insbesondere da sich für einmal die Männer hauptsächlich um Kinder und Haushalt kümmern und die Frauen die Ernährerinnen, bzw. in diesem Fall die Kriegerinnen, sind. Schwierig empfand ich das Lesen des „Akzents“ der Sarmaten: Da wird der Buchstabe „E“ immer verkehrt geschrieben (nach links gespiegelt) – im Zusammenhang mit der durchgehenden Grossschreibung nicht einfach. Vielleicht hätte man für diesen „Dialekt“ eine andere Schriftfarbe verwenden können und so den Unterschied aufzeigen? Zudem hatten die Piraten hier so gut wie keine Rolle – ihren Part hätte man ersatzlos streichen können. Von mir gibt es knappe 4 Sterne.
Rezensionen von peedee:
Bewertung für die deutsche Version „Die Spur der Engel“
Angels in the Snow von Melody Carlson
=== Die deutsche Version ist im Katalog nicht verfügbar ===
Spuren der Hoffnung zu Weihnachten
Claire hat vor anderthalb Jahren ihren Mann und Sohn bei einem Unfall verloren. Seither versucht sie, ins Leben zurückzufinden. Der Verlust hat ihre Kreativität als Künstlerin verstummen lassen – es war ihr bisher nicht möglich, wieder zu malen.
Sie zieht sich auf eine einsame Berghütte zurück und hofft, endlich den Durchbruch zu erlangen, sowohl in ihrer Trauerbewältigung als auch in ihrem beruflichem Schaffen. Als sie bei Spaziergängen Spuren im Schnee entdeckt, verspürt sie plötzlich das Verlangen, Bilder zu malen, die von den Spuren der Engel durchzogen sind. Engel? Wird sie nun verrückt? Sie will herausfinden, wohin die Spuren führen und lernt so Garret und Anna kennen…
Erster Eindruck: Auf dem Cover ist eine unberührte Schneelandschaft – gefällt mir.
An mehreren Tagen versucht Claire, den zwei Spuren – einmal grosse Füsse, einmal kleinere Füsse – zu folgen. Sind dies die Spuren ihres Mannes und ihres Sohnes? Als Engel? Nein, sie weiss, dass das nicht sein kann. Aber was hat das alles zu bedeuten? Auf Anraten ihrer Freundin versucht sie, das Ende der Spuren zu finden, was sie jedoch in eine lebensbedrohliche Situation aufgrund des Schneesturms bringt. Wie durch ein Wunder haben Garret und seine Tochter Anna sie gefunden und ins Warme gebracht. Claire fühlt sich gleich zu Garret hingezogen. Aber das darf doch nicht sein, oder? Sind das die Folgen der Unterkühlung?
Dies war für mich das zweite Buch der Autorin nach „Ein Junggeselle zum Verlieben“, was mir sehr gut gefallen hat. Das vorliegende Buch ist jedoch weitaus älter, nämlich aus dem Jahr 2002 (Englisch) bzw. 2006 (Deutsch). Es passiert in der Geschichte nicht viel, aber trotzdem wird ganz viel erzählt – klingt merkwürdig, aber das ist mein Empfinden. Claire hat mir sehr gefallen und ich habe ihren Verlust sehr bedauert. Der Verlust von geliebten Menschen ist für mich ein schwieriges Thema; mir ist durchaus bewusst, dass dies auch zum Leben dazugehört, aber das macht es nicht einfacher. Obwohl es im Buch um Trauer bzw. Trauerbewältigung geht, ist das Buch nicht nur traurig. Nein, es zeigt auch sehr viel Hoffnung auf, gerade zu Weihnachten. Von mir gibt es 5 Sterne.
Rezensionen von Julchentim:
Ein freundlicher Rundgang durch den eigenen Körper
Organisch von Giulia Enders
Ich habe mich beim Hören von Organisch gut unterhalten gefühlt. Man sitzt zusammen, hört zu, staunt und geht mit ein paar neuen Gedanken nach Hause. Giulia Enders nimmt ihre Leser mit zu Haut, Lunge, Muskeln, Immunsystem und Gehirn. Sie erklärt, wie diese Organe arbeiten, wo sie herkommen und warum sie heute so reagieren, wie sie es tun.
Das gelingt leicht verständlich und ohne belehrenden Ton.
Besonders gefallen hat mir, wie sie Funktionen mit verständlichen Bildern aus dem Alltag verknüpft. Die Entwicklung über viele Jahrmillionen bekommt dadurch Gewicht. Man merkt, wie klug diese Systeme gebaut sind. Neben der Biologie geht es auch um neue Forschung und um einfache Zusammenhänge, die man im Alltag spürt. Schlaf, Bewegung, Berührung, alles greift ineinander.
Ich habe das Hörbuch gehört. Giulia Enders spricht selbst und das macht es sehr persönlich. Man spürt, wie sorgfältig und zugewandt sie das Buch geschrieben hat. Die Zeichnungen ihrer Schwester Jill Enders hätte ich mir gerne angesehen. Ein eindeutiger Vorteil beim physischen Buch. Als Hörerin bleiben sie mir leider verborgen. An einigen Stellen hätte ich auch gern kurz angehalten und etwas nachgelesen. Dafür eignet sich das gedruckte Buch sicherlich besser.
Organisch ist ein sehr guter Einstieg in ein Sachthema, ohne dass es trocken wurde. Trotz meiner Medizinischen Vorkenntnisse, konnte auch ich einiges Neues mitnehmen. Zudem habe ich auch über mein eigenes Verhalten nachgedacht. Kleine eingeschlichene Gewohnheiten bekommen plötzlich eine neue Bedeutung. Vor allem aber ist eine große Wertschätzung für den eigenen Körper geblieben.
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen. Es ist informativ, persönlich und gut zu hören. Ein rundum angenehmer Begleiter für alle, die ihren Körper etwas besser kennenlernen möchten.
Rezensionen von Christin Thomaseth:
Hexengeschichte von der Seiser Alm
Die Schlernhexe Xantia von Erika Nogler Kostner
Dies ist eine schöne und ermutigende Kindergeschichte über die Schlernhexe Xantia, mit vielen lokalen Bezügen zu vertrauten Orten auf der Seiser Alm im Herzen Südtirols – Orte, die Einheimische sofort wiedererkennen und die bei Gästen Neugier wecken.
Die klare, einfache Sprache und die stimmige Erzählweise machen die Geschichte für Kinder besonders gut verständlich.
So ist eine wirklich liebenswerte Erzählung entstanden.
Besonders gelungen ist, dass Kinder dabei lernen, was Hilfsbereitschaft bedeutet und wie der kleine Kreislauf von Viehhaltung, Almbewirtschaftung und Heuernte zusammenhängt.
Auch die Illustrationen von Evi Gasser aus Kastelruth sind bezaubernd und werden die Geschichte sicherlich zu einem besonderen Erfolg werden lassen.
Rezensionen von Frechdachs:
Die Magie der Pflanzenwelt, wie wir sie vielleicht noch nie vorher gesehen haben
Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten von Vanessa Walder
Die Autorin Vanessa Walder ist für uns in der Familie keine Unbekannte mehr. Wir waren bereits mit ihr schon auf so vielen Streifzügen in der Natur. Vor allem die Wälder mit den darin lebenden TIeren haben wir bis dato mit ihr immer gerne durchstreift.
So lag es für uns nahe mal den Blick ein klein wenig zu weiten und mehr auf die Botanik bzw.
Flora zu achten.
Wie bei Walders Büchern und Geschichten gewohnt fiel es uns auch hier sehr leicht uns ins Thema fallen zu lassen. Walder bringt auch hier wieder ihr gnadenloses Talent ein, den Leser fast förmlich von Beginn an mit der Storyline verschmelzen zu lassen. Die Charakteren sind gut greif- und vor allem auch nachvollziehbar gestaltet. Dies ist gerade bei Kinderbüchern immer ein großer Pluspunkt, um die Lesekinder ans Buch zu fesseln. Alles wirkt, wie aus einem Guss. Die eingestreuten Illustrationen vertiefen dann die Bindung zur Story und lassen das Gelesene noch viel kurzweiliger wirken.
Die Grundidee des Plots mit den magischen Pflanzen, dem geheimnisvollen Familienerbe und dem mächtigen Counterpart gefiel uns von Anfang an durchweg gut. Insbesondere die sehr charmante und vor allem spannende Umsetzung tut dann ihr Übriges. Auch hier werden wieder, wie bereits in vorangegangenen Büchern auch, fast spielerisch und unterschwellig besonders wichtige Werte, Wissen rund um Pflanzen und Verhaltensweisen in die Geschichte eingewebt, die dann das Leseerlebnis noch steigern.
Vanessa Walder liefert hier, wie gewohnt, wieder ein sehr ausgeklügeltes tolles Kinderbuch ab. Alles andere hätte uns, als mittlerweilen große Fans der Autorin, aber auch enttäuscht und irritiert. Im Bereich der Kinder/Jugendbücher kann man fast schon blind zu Walders Werken greifen, da hier neben der eigentlichen unterhaltsamen Story auch immer viel Wissen, Werte, Ethik und Moral mit vermittelt werden.
Summa summarum stößt Vanessa Walder hier eine neue magische Pflanzenwelt auf, die es gilt zu erobern und vor allem für die Handelnden im Buch dann zu bewahren.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Besuch in Berlin
Wenn ich eine Wolke wäre von Volker Weidermann
Volker Weidermann fasst in "Wenn ich eine Wolke wäre" Mascha Kalekos späte Jahre zusammen. Zuerst wird ganz kurz ihr Leben bis zur Ausreise nach Amerika im Jahre 1938 geschildert, auch die Jahre in Amerika.
Ausführlich erzählt der Autor dann aber über jene Zeit im Jahr 1956, in der Mascha nach Deutschland zurückkehrt, "ihre" Stadt Berlin und weitere deutsche Städte besucht und neu entdeckt.
Kurz reist sie nach Amerika zurück, bevor sie sich mit ihrem Mann Chemjo 1959 in Israel niederlässt. Sie besucht aber einmal im Jahr Europa, v.a. die Schweiz und Deutschland, um Verlegerkontakte zu pflegen.
In dieser Zeit erlebt sie so vieles: das geteilte Berlin, das Wiedersehen mit ihrer Schwester Lea, den Tod ihrer Eltern, ihres Sohnes, später auch den von Chemjo. Ebenso erfährt man vieles Interessantes über die Entwicklung der Buchverlage und der Kontakt mit den Verlegern in den Nachkriegsjahren und über die anderen Künstler, mit denen Mascha in Kontakt stand.
Es ist nicht nur Maschas Geschichte, sondern auch eine Art Dokumentation über das, was die geflüchteten Menschen bei einem Besuch oder ihrer Rückkehr in Deutschland erwartete. Die dortigen Erlebnisse lösen vielfältige und unterschiedliche Gefühle bei Mascha aus, die sie in ihren Briefen an Chemjo und in ihren Gedichten verarbeitet. Immer wieder werden an passender Stelle ihre Gedichte wiedergegeben, was das zuvor Gelesene sogleich vertiefen lässt.
Fazit: Feinfühlig erzählt Volker Weidermann Mascha Kalekos Geschichte, mit ihren Gedichten achtsam unterlegt. Leseempfehlung!
4 Sterne.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Schnee, Geheimnisse und pure Nervenkitzel
Traue ihnen nicht von Rowen Chambers
In Traue ihnen nicht von Rowen Champers treffen sich Beth, Derek und ihre alten Collegefreunde wie jedes Jahr zu einem gemeinsamen Winterurlaub – diesmal in einer luxuriösen Hütte in den Bergen nahe New Hampshire. Was als Woche der Erholung gedacht war, entwickelt sich jedoch rasch zu einem Albtraum.
Als plötzlich alle Handys spurlos verschwinden und der einzige Weg nach draußen blockiert wird, beschleicht Beth ein mulmiges Gefühl. Dieses wird zur tödlichen Gewissheit, als einer der Freunde tot aufgefunden wird – und kurz darauf ein weiterer stirbt. Beth ist sicher: Der Mörder ist jemand aus ihrer eigenen Runde. Doch wem kann sie noch trauen, und werden sie und ihr Mann die Hütte lebend verlassen?
Die Geschichte wird überwiegend aus Beths Sicht erzählt, aber auch andere Perspektiven kommen zu Wort. Das sorgt für zusätzliche Spannung, denn mit jedem Kapitel treten neue Geheimnisse, alte Konflikte und Risse in den Freundschaften zutage. Misstrauen, Angst und Panik breiten sich immer weiter aus.
Der Spannungsbogen bleibt durchgehend hoch – bis weit ins letzte Drittel hinein war mir völlig unklar, wer hinter allem steckt. Die Auflösung hat mich dann wirklich überrascht und richtig getroffen. Ein perfekt konstruierter Thriller, der mich so sehr gefesselt hat, dass ich ihn in einem Rutsch lesen musste.











