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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jule:

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Häschen und Wolf

Pen Pal von J. T. Geissinger

1,5 von 5

Bei dem Buch "Pen Pal" von J. T. Geissinger habe ich an eine interessante Dark Romance Story gedacht, die in manchen Phasen wirklich intensiv und mitreißend wird. Doch leider kam es ganz anders als gedacht. Die Geschichte hat Wendungen genommen, mit denen nicht zu rechnen war und die Liebesgeschichte, war auch nicht so das Wahre.

Dabei lernen wir als Leser Kayla und Aiden auf den ersten Seiten des Buches schon recht gut kennen.

Wir lernen sie besonders körperlich gut kennen. Denn von den gefühlt ersten 50 Seiten waren gut die Hälfte voll mit expliziten Szenen und den Kosenamen Häschen und Wolf. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Dabei ist der Schreibstil durchweg angenehm und wenn man in der Handlung einmal drin ist, dann kann man auch nicht so schnell wieder mit dem Lesen aufhören. Und bis auf die vielen expliziten Szenen, war der Start in das Buch auch ganz interessant und vielversprechend.
Nur dann ist die Brieffreundschaft irgendwann in den Hintergrund gerückt und ich habe mich gefragt, ob sie überhaupt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Mir hat der Zusammenhang gefehlt.

Und dann ging die Geschichte auf einmal auch noch ins Paranormale über, womit gar nicht zu rechnen war. Die Liebesgeschichte hat zwar auch noch eine entscheidende Rolle gespielt, aber tiefe Emotionen und Gefühle, die wirklich authentisch waren? Fehlanzeige. Es hat alles zusammengewürfelt gewirkt und nie komplett rund. Es kam so rüber, als müsste unbedingt noch dieses und jenes in die Geschichte rein.

Schlussendlich würde ich bei diesem Buch deshalb nicht auf den Klappentext vertrauen. Denn der passt nur passagenweise zum Buch. Von mir ist es deshalb keine Empfehlung, da es unangenehm war die ganze Zeit Häschen und Wolf zu lesen und das Ende einfach in eine viel zu wilde Richtung gegangen ist.

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Häschen und Wolf

Rezensionen von Buster:

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Düstere Spannung

Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup

Die Geschichte beginnt mit einem Mord von vor 30 Jahren dann springt sie in die Jetzt-Zeit. Dort gibt es auch bald einen Mord aber ganz anders und ich war verwundert wie das zusammen hängen sollte. Oder sind es gar 2 oder noch mehr Fälle???
Der Autor spielt mit der Spannung und meiner Erwartung ob es Zusammenhänge gibt oder ob es parallel läuft.

Hinzu kommt das es unglaublich viele Wendungen und Geheimnisse gibt. Die Ermittlerin hat zudem einen Kollegen der sehr verschlossen ist und durch seinen Bruder, der in Lebensgefahr im Krankenhaus liegt, sehr abgelenkt und mitgenommen ist.
All das führt dazu daß sich manches verzögert oder teilweise nicht weitergeleitet wird. Die beiden viele Einzelgänge machen und trotzdem versuchen alles zu tun um den Täter zu finden.
Ich war sehr vom Schreibstil und der Art des erzählens begeistert. Immer wenn ich dachte das ich die Lösung habe kam wieder alles anders!! Toll. Die Spannung zog sich wie ein roter Faden durch das Buch und der Schluss hatte es nochmal in sich.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen!!

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Düstere Spannung

Rezensionen von Buster:

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Sehr spannend

Verbrenn das Negativ von Josh Winning

Eine Journalistin soll nach L.A. fliegen und über einen Remake eines Horrorfilmes von vor 30 Jahren berichten. Was keiner weiß: Im Original spielte sie die Hauptrolle des 9 jährigen Mädchens. Der Film schien verflucht, da 8 Schauspieler und Crewmitglieder unter merkwürdigen Umständen starben.

Wird das wieder passieren und wenn ja kann sie es stoppen???
Da es beim Film Poltergeist tatsächlich auch solch merkwürdige Todesfälle gab war ich auf dieses Buch sehr gespannt und würde nicht enttäuscht.
Natürlich ist es kein True Crime Buch aber dennoch hätte das meiste tatsächlich passieren können.
Die Art und Weise der Erzählung und der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Ebenso die Zeichnung der Charaktere und vor allem was die Hauptperson erlebt und was ihr durch den Kopf geht fand ich gut erzählt. Sehr interessant wären für mich die Zeitungsausschnitte und Drehbuchausschnitte die abgebildet waren. Auch war es von Anfang an spannend und das durch das ganze Buch hinweg. Ich bin kein Fan von Horror Geschichten aber dieses Buch driftet manchmal auch dort hinein aber für mich gut zu händeln. Das Ende war für mich so nicht vorhersehbar aber stimmig und mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Ich kann es nur empfehlen!!

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Sehr spannend

Rezensionen von tonton:

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Spannender, witziger Gruselspaß

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten von Cornelia Funke

Dieses Buch ist eine Neuauflage von „Die Gespensterjäger, auf eisiger Spur“ von Cornelia Funke. In dieser Auflage gibt es einige neue, farbige Illustrationen, zusätzlich zu den alten. Die Bilder haben uns gut gefallen, auch wenn im Buch nur schwarz-weiße Zeichnungen zu finden sind. Die neue Illustrationen (im gleichen Stil wie das Cover) sind alle ganz am Ende gesammelt.

Der Schreibstil ist locker und bildhaft, und der Text lässt sich gut lesen. Die Geschichte ist ein bisschen gruselig, und der Geist ist nicht ganz so harmlos, wie ich es erwartete, zumindest in einigen der Bilder. Die Handlung ist spannend, witzig, und für Kinder der Zielgruppe (ab 8 Jahren) gut geeignet.
Die Figuren sind sympathisch und der Leser kann gut nachvollziehen, wie sich der Protagonist (Tom, 10 Jahre alt) im Laufe der Geschichte entwickelt. Besonders schön finde ich die Zusammenarbeit und die Freundschaft mit Hedwig, die ältere Gespensterjägerin.

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Spannender, witziger Gruselspaß

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Auf geht es nach Sansibar

Der Duft der fernen Insel von Christina Rey

Mich hat das wunderschön gestaltete Cover sehr angesprochen und als ich dann den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich, das ist eine Geschichte für mich :
In das Buch habe ich sehr schnell hineingefunden; die Autorin schreibt klar und flüssig und die Charaktere waren ganz toll dargestellt : gerade zu Eve habe ich schnell einen Bezug aufbauen können und mich mit ihr in dem Buch sehr wohl gefühlt.

Nunus Figur ist ganz anders, aber auch sie empfinde ich als sehr spannend und interessant. Beide Figuren haben Tiefe und das mag ich sehr, sehr gerne.
Die Örtlichkeiten haben mich sehr mitgerissen, alle sind wunderschön erzählt und ich hatte zu jeder Situation beim Lesen auch immer ein gutes Bild vor Augen.
Die Geschichte hat mich sehr angesprochen, auch weil es nicht immer nur Schilderungen einer heilen Welt gab – die Sklaverei und die Schicksale der Figuren haben diesen Roman sehr authentisch gemacht.
Dieses Buch ist spannend, exotisch und hat mich beim Lesen auf jeden Fall total in die Welt der Düfte und von Sansibar mitgenommen : deshalb gibt es hier von mir eine absolute Kauf- und Leseempfehlung !

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Auf geht es nach Sansibar

Rezensionen von Gute_Laune:

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So bereichernd!

50 Fragen, die das Leben leichter machen von Karin Kuschik

Dieses Hörbuch ist definitiv lebensverändernd! Ich kann mir im Leben nicht die Fragen merken, aber im Grunde ist das fast nicht nötig, denn wenn man sie alle mal gehört oder gelesen hat und die Erklärungen und Geschichten dazu, erkennt man das Prinzip und schon allein das macht tatsächlich das Leben leichter.

Dabei habe ich mich sehr spät dafür entschieden, dem Buch eine Chance zu geben. Ich dachte echt, och nö, was soll das schon werden? Tja, falsche Frage. Lesen! Hören! Und nicht nur ein einziges Mal! Es wird hier definitiv mehr als eine Frage geben, die einiges in einem selbst auslöst oder verschiebt. Vielleicht nicht jede der Fragen, aber erstaunlich viele.

Sicher gibt es viele solcher Ratgeber mit Unterhaltungsfaktor. Gar keine Frage! Da dies das erste für mich zum Thema ist und ich daher unbelastet an die Sache herangehe, finde ich es wirklich genial. Das ist wohl nicht viel anders, als mit Koch- und Backbüchern. Je mehr man davon hat, desto öfter wiederholen sich die Rezepte. Das macht die Rezepte jedoch nicht schlechter!

Für mich bleibt die Quintessenz daher, dass dieses Buch besonders als Hörbuch gute Laune, Mut und Spaß macht, positiv stimmt, zum Nachdenken anregt und bei mir bewirkt, dass ich mir immer erst mal selbst eine der Fragen stelle, bevor ich zu impulsiv reagiere. Hin und wieder stelle ich die Fragen sinnvoller Weise meinem Gegenüber. Danach kann ich noch immer in alte Gewohnheiten verfallen, wenn ich meine, das muss sein. Und ich habe gelernt, selbst Fragen zu bilden. Das finde ich noch viel interessanter.

Karin Kuschik kann prima schreiben und genauso gut einlesen. Ich mag ihre Art, ich mag das Buch, ich mag ihre Stimme. Darum gebe ich hier die vollen fünf Sterne.

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So bereichernd!

Rezensionen von Natalie:

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Innehalten mit diesem wunderschön gestalteten Buch

Rauhnächte – Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum von Tanja Suppiger

Ich wollte mich heuer mehr mit dem Thema Rauhnächte auseinandersetzen und bin dabei auf dieses Buch aufmerksam geworden. Mir hat der Aufbau des Buches als auch der Inhalt an sich sehr gut gefallen. Zuerst die Einführung, die in die Sperrnächte übergeht, um das alte Jahr abzuschließen und danach die Rauhnächte, die wiederum jeweils auch ganz konkret den Bezug zu einem Monat im neuen Jahr haben.

Es liest sich leicht und gleichzeitig kann man sehr viel für sich selbst mitnehmen. Vor allem Kleinigkeiten, die sich auch im Alltag super integrieren lassen. Ich denke, dass auch für jeden was dabei ist, sei es eine der Reflexionsfragen oder die Körperübungen.
Besonders hervorheben möchte ich die Gestaltung und die Hochwertigkeit des Buchses - wunderschön und gelungen. Ich werde sicherlich auch heuer im Dezember wieder zu diesem Buch greifen.

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Innehalten mit diesem wunderschön gestalteten Buch

Rezensionen von peedee:

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Sehr guter Einstieg

Zeit der Liebe in Thunder Point von Robyn Carr

Thunder Point, Band 1: Hank Cooper ist einer, der sich nie lange an einem Ort aufhält. Wenn er unruhig wird, geht er wieder. Nun hat es ihn nach Thunder Point verschlagen, da ihm sein verstorbener Freund Ben etwas hinterlassen hat. Er will nur rasch das Erbe regeln und danach weiterziehen. Eigentlich.

Aber dann hat er erstens Zweifel am Unfalltod von Ben und zweitens ist da diese attraktive Frau, Sarah, eine Hubschrauberpilotin. Ist vielleicht die Zeit gekommen, um sein unstetes Leben aufzugeben?

Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.

Hank Cooper, genannt „Cooper“, fährt aus traurigem Anlass nach Thunder Point: Ben ist verstorben und hat ihm etwas hinterlassen. Sie haben lange miteinander gearbeitet, als Cooper noch als Hubschrauberpilot diente und Ben sein Mechaniker war. Sie blieben auch immer in Kontakt, haben sich aber selten gesehen. Als er das Haus von Ben erreicht und ihm das Ausmass des Erbes bewusst wird, ist er sehr überrascht. Was nun? Eine der ersten Personen, die Cooper kennenlernt, ist Mac, eigentlich Roger McCain, und seines Zeichens Deputy des Ortes. Er hilft Cooper, die nötigen Kontakte herzustellen.
Cooper sieht vom Haus aus eine attraktive Frau mit einer Deutschen Dogge vorbeijoggen. Wie sich herausstellt, ist dies Sarah, eine Hubschrauberpilotin, die sich um ihren 16-jährigen Bruder Landon kümmert, seitdem ihre Eltern verstorben sind. Sarah ist bezaubernd… aber leider nicht auf Anhieb von Cooper begeistert!

Ich bin ein grosser Kleinstadt-Roman-Fan und ein klitzekleines-bisschen-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig. Nachdem mir von Robyn Carr bereits die Reihen Virgin River und Grace Valley sehr gut gefallen haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich zur Reihe Thunder Point kam. Und? Aufgrund des Reihenauftaktes gab es etliche Namen von Protagonisten und deren Verbindungen aufzuschreiben – aber es lohnt sich. Angst, Verlust, Neuorientierung, Schule, Freundschaft und Liebe – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und es gab nicht nur eine Paarkonstellation, die in Sachen Liebe unterwegs war, sondern gleich zwei! Wer zum zweiten Paar gehört, verrate ich selbstverständlich nicht. Meine Lieblingsfigur war übrigens Lou McCain, die Tante von Mac, die ihm bei der Betreuung der Kinder hilft. Für den gelungenen Reiheneinstieg gibt es von mir 4 Sterne.

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Sehr guter Einstieg

Rezensionen von Niko:

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"Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?"

Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso.
Ich möchte da unbedingt die Gestaltung loben. Sowohl die Umschlagfolie als auch das Hardcover sind wunderschön in passenden Farben gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut, berührend, bildhaft und sehr atmosphärisch.

Die Autorin legt großen Wert auf kleine Sprüche, die eine große Wirkung haben. Die Geschichte ist emotional und verfolgt zwei Erzählstränge, die sich am Schluss wieder vereinen.
Die 11jährige Lisavet wird im Jahr 1938, in der Kristallnacht, von ihrem Vater, ein jüdischer Uhrmacher, in einer geheimer Bibliothek versteckt. Lisavet wird langsam erkennen, dass das ein Ort außerhalb der Zeit und Raum ist und ist bewahrt von Zeithütern, die entscheiden können, welche Erinnerungen in Bücher aufbewahrt und welche ausgelöscht werden. Diese Idee hat mich sofort fasziniert und gibt dem Buch eine magische Atmosphäre.
Auf einer anderen Ebene kennen wir Amelia, Moira und Ernest im Jahr 1965 und wir bekommen langsam Hinweise, wer die anderen Charaktere sind und was zwischen 1938 und 1965 passiert ist. Dieser Teil hat ein eiliges Tempo, war spannender und hat sich für mich wie ein Thriller angefühlt.
Ich fand die Charaktere in diesem Buch glaubhaft und konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sehr interessant habe ich gefunden, wie man für die gleiche Figur in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Gefühle entwickeln kann.
Das zentrale Thema des Buches sind die Erinnerungen und rund um dieses Thema wird sehr viel philosophiert: wer entscheidet was wir uns erinnern, gehören die Erinnerungen uns selbst oder sind Teil der Gemeinschaft, wo alle Zugriff haben dürfen, wie ethisch ist es, Erinnerungen zu manipulieren, was passiert mit der Geschichte, wenn die Erinnerungen manipuliert werden, wie stark können wir uns an Erinnerungen verlassen, usw. Ich finde dieser philosophischen Teil, den historischen Hintergrund, den Zweiten Weltkrieg, sehr passend.
Es werden auch andere Themen besprochen, wie Identität, Zeit, Liebe, Familie, Geschichte und die Macht von Geschichten.
Es gibt Zeitsprünge und zwei Erzählstränge, man muss sich zurechtfinden, wo man in Raum und Zeit im Buch ist und dann ist man mit vielen Fragen konfrontiert. All das macht das Buch etwas anspruchsvoll, aber genau deshalb finde ich das Buch lesenswert.

Fazit:
Mir hat das Buch besonders gut gefallen, auch wenn ich von Genre es nicht gut einordnen konnte. Das Buch eignet sich gut für alle, die Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund mögen und für alle, die Geschichten mit Tiefe mögen, die Fragen stellen und nachdenklich machen. Aus meiner Seite bekommt das Buch auf jeden Fall 5*+

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"Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?"

Rezensionen von Niko:

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"Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?"

Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso.
Ich möchte da unbedingt die Gestaltung loben. Sowohl die Umschlagfolie als auch das Hardcover sind wunderschön in passenden Farben gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut, berührend, bildhaft und sehr atmosphärisch.

Die Autorin legt großen Wert auf kleine Sprüche, die eine große Wirkung haben. Die Geschichte ist emotional und verfolgt zwei Erzählstränge, die sich am Schluss wieder vereinen.
Die 11jährige Lisavet wird im Jahr 1938, in der Kristallnacht, von ihrem Vater, ein jüdischer Uhrmacher, in einer geheimer Bibliothek versteckt. Lisavet wird langsam erkennen, dass das ein Ort außerhalb der Zeit und Raum ist und ist bewahrt von Zeithütern, die entscheiden können, welche Erinnerungen in Bücher aufbewahrt und welche ausgelöscht werden. Diese Idee hat mich sofort fasziniert und gibt dem Buch eine magische Atmosphäre.
Auf einer anderen Ebene kennen wir Amelia, Moira und Ernest im Jahr 1965 und wir bekommen langsam Hinweise, wer die anderen Charaktere sind und was zwischen 1938 und 1965 passiert ist. Dieser Teil hat ein eiliges Tempo, war spannender und hat sich für mich wie ein Thriller angefühlt.
Ich fand die Charaktere in diesem Buch glaubhaft und konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sehr interessant habe ich gefunden, wie man für die gleiche Figur in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Gefühle entwickeln kann.
Das zentrale Thema des Buches sind die Erinnerungen und rund um dieses Thema wird sehr viel philosophiert: wer entscheidet was wir uns erinnern, gehören die Erinnerungen uns selbst oder sind Teil der Gemeinschaft, wo alle Zugriff haben dürfen, wie ethisch ist es, Erinnerungen zu manipulieren, was passiert mit der Geschichte, wenn die Erinnerungen manipuliert werden, wie stark können wir uns an Erinnerungen verlassen, usw. Ich finde dieser philosophischen Teil, den historischen Hintergrund, den Zweiten Weltkrieg, sehr passend.
Es werden auch andere Themen besprochen, wie Identität, Zeit, Liebe, Familie, Geschichte und die Macht von Geschichten.
Es gibt Zeitsprünge und zwei Erzählstränge, man muss sich zurechtfinden, wo man in Raum und Zeit im Buch ist und dann ist man mit vielen Fragen konfrontiert. All das macht das Buch etwas anspruchsvoll, aber genau deshalb finde ich das Buch lesenswert.

Fazit:
Mir hat das Buch besonders gut gefallen, auch wenn ich von Genre es nicht gut einordnen konnte. Das Buch eignet sich gut für alle, die Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund mögen und für alle, die Geschichten mit Tiefe mögen, die Fragen stellen und nachdenklich machen. Aus meiner Seite bekommt das Buch auf jeden Fall 5*+

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