Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Eindrücklich
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén
Das Buch erzählt die ergreifende Geschichte vom Älterwerden. Davon, wie einem alles zu entgleiten scheint, man jegliche Autonomie und Selbstbestimmung verliert und schlimmer noch, die Menschen, die man liebt.
Die Geschichte switcht zwischen den Alltagsmomenten, denen sich Bo stellen muss, den großen und kleinen Sorgen, die seine Gegenwart bestimmen und seinen Erinnerungen an seine eigene Jugend, sein Vater-Sein und seine Ehe.
Dazwischen gibt es kleine Notizen, von seinem Sohn und dem Pflegepersonal, die einen sehr ehrlichen Einblick in Bos eher trostlosen Alltag bieten.
Das erste Mal Tränen in den Augen hatte ich schon nach wenigen Seiten. Die Grundstimmung ist schon eher melancholisch, Bos Hilflosigkeit und Einsamkeit werden auf direkte Art thematisiert. Generell ist es zwar eine feinfühlige Erzählung, beschönt aber auch nicht, dass uns das Leben am Ende einholt.
Es ist mir leicht gefallen, mit Bo mitzufühlen und mich in seine Lage hereinzuversetzen. Die Sprache ist leicht, der Erzählstil nahbar. Ein Buch, das bewegt und nachhallt
Rezensionen von verhei:
schlagfertiger, britischer Politkrimi
Bad Actors von Mick Herron
Das aktuelle Regierungskabinett in London ist anders als bisherige – ein Berater des Regierungschefs, der alles anders macht als Bisherige – er holt eine Superforcasterin ins Team. Doch eines Tages verschwindet diese. Über Umwege wird der ehemalige MI5 Chef Claude Wheelan mit der Untersuchung beauftragt.
Er nimmt die Untersuchung bei seiner Nachfolgerin Diana Taverner auf, derzeitige Chefin des MI5 – auch weil der Verdacht laut wird, dass der Geheimdienst mit einem illegalen Programm am Verschwinden beteiligt sein soll. Die Spur schließlich zum legendären bzw. berüchtigten Jason Lamb – Chef der Slow Horses. Einer Abteilung des MI5 bei dem in Ungnade gefallene Agenten landen.
Man findet sich rasch in einem Strudel aus Irrungen und Wirrungen, Intrigen und Überraschungen. Die Handlung ist komplex, verstrickt und gut konstruiert. Geschickt sind aktuelle Ereignisse – gemessen am ursprünglichen Erscheinungstermin- eingeknüpft- der Brexit, die Nachwirkungen der Covid-Pandemie, ein Premierminister mit spannenden Post-Brexit-Visionen. Sollte man sich etwas mit der britischen Politik beschäftigt haben, hat man auch rasch ein entsprechendes Bild im Kopf.
Die Charaktere sind sehr speziell- scharf gezeichnet und unterhaltsam – auch wenn man sie nicht unbedingt alle ins Herz schließt. Vor allem ihre weniger liebenswürdigen Charakterzüge werden gut dargestellt. Man hat eine eher intrigante Chefin des MI5. Jason Lamb, einen Spion, der nicht sehr umgänglich mit den meisten Personen ist, speziellen Charm besitzt und messerscharf kombiniert. Slow Horses die koksabhängig sind, weltfremde Nerds sind und noch so einige spannende Macken haben.
Wichtig ist es der Geschichte aufmerksam zu folgen, da es rasche Szenenwechsel bzw. Blickwinkelwechsel gibt. Eine Einteilung in ordentliche Kapitel gibt es nicht. Auch wird nicht linear erzählt – die Zeitebenen wechseln, richtig klar wird dem Leser das aber erst später.
Das vorliegende Buch – Bad Actors – ist mittlerweile der achte Band einer Serie um Agent Jason Lamb und seinem Team von Agenten – den Slow Horses. Für mich war es der erste Band der Serie den ich gelesen habe, jedoch kannte ich das Thema von der entsprechenden Serie. Grundsätzlich lässt sich die Geschichte auch so verstehen, jedoch profitiert man denke ich, wenn man die Bände entsprechend der Reihenfolge liest und Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen.
Ich werde mich definitiv in die Vorgängerbände stürzen, denn es war für mich ein gelungener Politkrimi. Mit schlagfertigem, bösen ja britischen Humor.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Hyggelig
Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Das Buch liest sich so, wie ein Tag im Schnee sein sollte: erst vorsichtig herantastend, dann zunehmend unbeschwert, losgelöst von den Verpflichtungen und Erwartungen des Alltags.
So ein bisschen Hannah steckt doch in uns allen: ausgelaugt vom Alltag, gefangen im ewigen Hamsterrad nach schneller, weiter, mehr und immer mehr.
Statt uns auf Ruhe und Einkehr zu besinnen und Glück in den kleinen Dingen zu finden, sind wir pausenlos gestresst und unzufrieden. Dabei braucht es so wenig, um zufrieden zu sein und im Moment aufzugehen.
Die Geschichte hat so einen kleinen Vibe von „Geist der Vergangenheit“. Ich fands schön, wie die Begegnung mit Sophie in Hannah spürbare Spuren hinterlässt. Und diese zu einer Reise ins Innere, zu Selbstreflexion und mehr Selbstverständnis führen. Hannah beginnt sich zu erinnern, was die Schlüsselmomente ihres Lebens waren, fernab von Arbeit, Erwartungsdruck und Selbstoptimierung. Und diese Botschaft ist nicht nur super wichtig, sondern hier auch einfach wunderschön verpackt
Ich hab mich beim Lesen auch immer mal wieder ertappt gefühlt, wenn Sophie mit ihrer offenen, direkten Art Hannah einen kleinen Denkanstoß gibt.
Eine Geschichte, die heimelig anmutet und trotzdem nachklingt.
Rezensionen von tonton:
Lustiges Mitmachbuch
Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster von Anna Milbourne
"Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster" ist ein lustiges Pappbuch für die Allerkleinsten.
In diesem Buch muss ein kleines, hungriges Monster gefüttert werden. Es gibt eine sehr einfache Handlung mit ganz wenig Text. Der Schreibstil ist witzig und kindgerecht, und macht beim Vorlesen Spaß.
Das Highlight sind die Räder, die man drehen kann. Dabei sieht es so aus, als würde das Monster die Lebensmittel (und Gegenstände) essen, oder als würden die Dinge auf den Teller auftauchen. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Rad, also es gibt insgesamt drei Räder, die jeweils zwei Seiten bedienen.
Mit 10 Seiten (also fünf Szenen) ist die Geschichte schnell vorbei. Die kleinen Leser können sich aber immer wieder mit den Rädern beschäftigen. Die Seiten und auch die Räder sind ziemlich stabil gemacht und lassen sich gut bedienen.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Traue niemandem
The Woman in Suite 11 von Ruth Ware
Ich liebe die Thriller von Ruth Ware und hier zeigt sie sich mal wieder in absoluter Bestform. Das ist genau die Art von Geschichte, die ich von ihr so unheimlich gerne lese- spannend, ein bisschen mysteriös und mit einem interessanten Twist. Dieses Buch ist die indirekte Fortsetzung von „Woman in Cabin 10“ von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche.
Aber jetzt wo ich das Buch vor mir hatte, waren eigentlich ein echter Geniestreich an die Ereignisse des Buches anzuknüpfen und den Figuren ein Leben nach dem glorreichen Finale anzudichten.
Das Setting ist toll gewählt und ich mochte das Wiedersehen mit bekannten Figuren. Dadurch bin ich leicht in die Handlung reingekommen und hatte auch direkt einen Draht dazu. Dass auch hier wieder eine Art doppelte Lottchen Geschichte gesponnen wird, schafft eine gelungene Verbindung zum Thriller an den es anknüpft. Für den Fall selbst spielt das zwar nicht unmittelbar eine Rolle, aber ich finde schon, dass man "The Woman in Cabin 10" gelesen haben sollte, um das ganze Ausmaß der Geschichte zu erfassen.
Ich fand den Fall selbst unfassbar packend, vor allem weil Lo selbst ins Visier der Ermittlungen gerät und das Ganze sehr undurchsichtig und vielschichtig aufgebaut ist. Die Perfidität des Falls ist einfach grandios und super spannend zu verfolgen. Vor allem gegen Ende hin wird es komplex und wendungsreich, sodass ich wirklich mitgefiebert habe.
Für mich ein sehr gelungener Thriller.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Anatomie trifft Magie
Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1) von Vanessa Le
Ich liebe die Aufmachung des Buches. Es ist ein echter Eyecatcher und hat mich allein damit schon neugierig gemacht. Ich dachte erst es handelt sich vllt um eine Fantasy-Dystopie, aber zeitlich ist die Geschichte circa 1000 Jahre in der Vergangenheit angesiedelt. Das Setting hat aber einen eher düsteren Touch.
Die Geschichte der Bloodcarver fand ich toll in den Kontext der Geschichte eingebettet und Nhika ist eine sehr authentische Protagonistin. Ihr Streben nach einem besseren Leben, der Möglichkeit ihr Erbe zu erhalten und etwas Gutes zu bewirken, aber auch der Drang zu Verstehen, zu Lernen und Anerkennung zu finden machen sie sehr nahbar, aber auch sehr verletzlich.
Die Vermischung von Anatomie, Medizin, Pholosophie und Magie hat mir richtig gut gefallen. Es gibt der Geschichte nicht nur eine Verankerung in der Realität medizinischer Forschung, sondern umhüllt die Geschichte mit Mystik und Spiritualität.
Dass es zusätzlich noch einen Kriminalfall zu lösen gab, hat eine interessante Nebenhandlung geschaffen.
Das Ende fand ich etwas holprig, habe die Geschichte aber ansonsten mit Faszination und Spannung verfolgt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Ackerman ist nicht in Form
Im Labyrinth der Furcht von Ethan Cross
Ich liebe die Reihe rund um den geläuterten Serienkiller Ackerman Junior, aber bei diesem Band ist ihm scheinbar die Puste ausgegangen. Der Band lässt den gewitzten Charme und Einfallsreichtum vermissen, mit dem Ackerman sich MacGvver-Artig aus jeglichen brenzligen Situationen windet. Das Buch hat sich daher eher zäh lesen lassen und vor allem das Ende fand ich als Ackerman-Fan irgendwie enttäuschend.
Positiv hervorheben möchte ich zu diesem Band, dass Nadya endlich wieder mehr Persönlichkeit und Raum bekommt. Zuletzt war ich ja kein fan mehr von ihr, da sie nur noch über ihre Gefühle zu Ackerman definiert wurde. Aber hier bekommt sie endlich wieder mehr Screentime und dazu eine unerwartete neue Verbündete. Sie bearbeitet parallel einen eigenen Fall, der zuerst wie Nebenhandlung anmutet, dann aber zunehmend präsenter ist als der Handlungsstrang um Ackerman.
Generell fehlte dem Buch in meinen Augen so ein bisschen die Action und ja, auch die rohe Gewalt und der Schrecken, der den Büchern sonst zueigen ist. Die Geschichte liest sich stellenweise eher zäh und als ob unserem Antihelden einfach so langsam die Puste ausgeht. Ackerman scheint zumindest zum ersten Mal eine ernstzunehmende Nemesis gefunden zu haben.
Für mich einer der bisher schwächsten Bände aus dem Ackerman-Universum. Am Ende fühlte sich dieses Buch wie ein Lückenfüller an, der hauptsächlich dazu dient, den kommenden Band anzuteasern.
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Märchen, die das Herz öffnen
Maris Märchen von Shari Dietz; André Dietz
Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, dass hier etwas Besonderes wartet. Die Illustration ist warm, liebevoll und ein bisschen anders als man es von klassischen Märchen kennt. Sie macht neugierig und vermittelt sofort das Gefühl von Nähe, Humor und Herzenswärme. Genau dieses Gefühl zieht sich auch durch das ganze Buch.
Die Illustrationen ergänzen die Texte wunderbar. Sie sind farbenfroh, ausdrucksstark und unterstützen die Geschichten, ohne sie zu überladen. Man bleibt gerne auf den Seiten hängen und entdeckt immer wieder kleine Details.
Der Schreibstil ist locker, direkt und sehr gut verständlich. Er liest sich flüssig vor und eignet sich ebenso gut zum Selberlesen. Besonders schön finde ich, dass das Buch nicht belehrend wirkt. Es lädt dazu ein, Fragen zu stellen, Gespräche zu führen und eigene Gedanken zu entwickeln. Kinder werden ernst genommen und Erwachsene gleich mit.
Besonders berührt hat mich der Einstieg, in dem Mari sich selbst vorstellt. Diese Seiten sind ehrlich, kindgerecht und gleichzeitig sehr tiefgehend. Es wird erklärt, warum Mari die Welt anders wahrnimmt, ohne zu beschönigen und ohne traurig zu wirken. Stattdessen fühlt es sich offen, mutig und sehr respektvoll an. Man merkt sofort, dass hier aus dem echten Leben erzählt wird.
Die Märchen selbst sind bekannte Geschichten, die neu gedacht werden. Figuren mit Behinderung stehen im Mittelpunkt, ohne dass dies ständig betont oder problematisiert wird. Sie sind mutig, witzig, eigensinnig und manchmal chaotisch. Genau so, wie gute Märchenfiguren sein sollten. Der Humor trifft oft direkt ins Schwarze und trotzdem bleibt immer eine leise Ernsthaftigkeit im Hintergrund, die zum Nachdenken anregt.
Ein kleiner Punkt, der mich minimal gestört hat, ist, dass manche Geschichten recht textlastig sind und für sehr junge Kinder etwas Konzentration erfordern. Das schmälert den Gesamteindruck aber kaum.
Fazit:
Für mich ist "Maris Märchen" ein mutiges, liebevolles und wichtiges Buch, das zeigt, wie selbstverständlich Vielfalt in Geschichten Platz haben kann.
4,5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Ein liebevoller Begleiter durch den Abend
Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck
Das Cover wirkt ruhig und einladend. Die warmen Farben und die Alltagsszene machen sofort klar, worum es geht, und sprechen Kinder direkt an. Man bekommt gleich Lust, das Buch aufzuschlagen und gemeinsam loszulegen.
Der Schreibstil ist einfach, klar und sehr kindgerecht. Die kurzen Texte erklären, was gerade passiert, ohne zu belehren.
Sie lassen genug Raum für Gespräche und eigene Ergänzungen. Auch ohne Vorlesen eignet sich das Buch wunderbar zum freien Spielen und Erzählen.
Besonders überzeugt hat mich die hochwertige Verarbeitung. Die dicken Seiten sind stabil, die Spiralbindung ist praktisch und die Magnete halten sehr gut. Dass es direkt am Buch eine Aufbewahrungsmöglichkeit für die Magnete gibt, ist im Alltag extrem hilfreich. Nichts geht verloren und alles hat seinen festen Platz.
Inhaltlich trifft das Buch genau den Nerv von Familien mit kleinen Kindern. Die gezeigten Abendsituationen sind realistisch und vertraut. Nach Hause kommen, essen, waschen, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen und ins Bett gehen. Kinder erkennen sich darin sofort wieder. Durch das Platzieren der Magnete werden sie aktiv eingebunden und können den Ablauf spielerisch mitgestalten. Das nimmt Druck aus dem Abend und schafft gleichzeitig Orientierung.
Fazit:
Für mich ist dieses Magnetbuch ein rundum gelungenes Mitmachbuch, das Spaß macht, den Wortschatz fördert und ganz nebenbei Sicherheit im Alltag gibt.
5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Kurzer Mitmachspaß mit Drehfaktor
Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster von Anna Milbourne
Das Cover ist auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Das große blaue Monster schaut freundlich und neugierig aus und das Drehrad lädt sofort zum Anfassen ein. Genau das macht auch den Reiz des Buches aus. Kinder wollen direkt drehen, ausprobieren und sehen, was passiert. Die Verarbeitung ist stabil, die Pappseiten halten einiges aus und das Rad lässt sich gut bedienen, auch von kleinen Händen.
Der Schreibstil ist sehr knapp gehalten. Pro Seite gibt es nur wenige Worte, die klar sagen, was zu tun ist. Das passt gut zum Alter der Zielgruppe, lässt aber kaum Raum für Abwechslung. Es gibt keine wirkliche Geschichte, sondern eine wiederkehrende Aufforderung, das Monster zu füttern. Das ist am Anfang lustig, nutzt sich aber recht schnell ab.
Die Illustrationen sind bunt und übersichtlich, ohne zu überladen zu wirken. Das Monster bleibt auf allen Seiten gleich, was für manche Kinder beruhigend ist, für andere aber schnell langweilig werden kann. Die Reaktionen des Monsters auf das Futter sind stellenweise witzig, richten sich vom Humor her aber eher an Erwachsene als an sehr kleine Kinder.
Fazit:
Insgesamt ist "Füttere dein Monster" ein solides Mitmachbuch für kurze Beschäftigung zwischendurch. Der Spaß entsteht vor allem durch das Drehrad, weniger durch Inhalt oder Text. Für längeres Vorlesen oder häufiges Wiederentdecken fehlt etwas Tiefe.
3/5 Sterne










