Kunden em pfehlungen
Rezensionen von cosmea:
Frei, Freisein, Freiheit
Die Liebe, später von Gisa Klönne
Anselm und Kora, beide Anfang 60, sind seit über zwanzig Jahren ein Paar. Nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung, gefolgt von einer Herzoperation erholt sich Kora nur langsam. Sie spürt, dass sie nicht einfach da weitermachen kann, wo sie vor der Operation aufgehört hat. Das ist auch deshalb nicht möglich, weil Anselm in Rente gegangen ist und die Radiostation, für die Kora all die Jahre gearbeitet hat, sie drängt, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.
Kora kann sich zunächst nicht entscheiden, stellt ihr ganzes Leben in Frage. Sie liebt Anselm nach wie vor, war immer glücklich in dieser Ehe, die all die Jahre eine Wochenendbeziehung war, weil Anselm zwischen Berlin und ihrem Haus in Köln pendelte, will aber plötzlich frei sein, was immer das in ihrem Fall heißen mag. Kora geht zurück in ihre Vergangenheit und trifft Freunde aus der Kindheit und Jugend. Da gibt es viele Dinge, die sie verdrängt hat und nun durch eine neuerliche Begegnung zum Abschluss bringen will. Das sind Geheimnisse, von denen Anselm nichts weiß, aber auch er hat ihr nie alles über sich gesagt. In dieser Beziehung gab es schon immer viel Distanz. Der Leser begleitet eine Ehekrise mit lange ungewissem Ausgang. Daneben beschäftigt sich Kora mit dem Problem ihres alten Bekannten Felix, der sie um Hilfe gebeten hat. Die Ehefrau von Felix ist plötzlich spurlos verschwunden, vielleicht bei einer Wanderung in den Alpen ums Leben gekommen, eventuell aber auch unterwegs in ein anderes, neues Leben.
Die überwiegend aus Koras Perspektive auf mehreren Zeitebenen erzählte Geschichte ist nicht frei von Längen, aber sehr interessant und lesenswert. Die Einsichten in die menschliche Existenz bringen den Leser zum Nachdenken, besonders die immer wieder eingestreuten 5-Punkte-Listen. Wir dürfen vor allem nicht vergessen, „dass nichts jemals so bleibt, wie es gerade ist. Der andere nicht. Man selbst nicht. Das Leben.“ (S. 187). Dessen müssen wir uns bewusst sein, wenn wir Zukunftspläne schmieden.
Rezensionen von LeserinLu :
Fordernd
Die Routinen von Son Lewandowski
„Die Routinen“ ist ein aus meiner Sicht ungewöhnlicher Roman über Leistungsturnen. Was auf den ersten Blick wie Disziplin und Ehrgeiz erscheint, entlarvt Son Lewandowski als ein ausbeuterisches System, das Körper und Beziehungen gleichermaßen verschleißt.
Im Zentrum steht die Leistungsturnerin Amik.
Ihr Alltag ist durchgetaktet bis ins Kleinste: Wiegen, Training, Wettkampf in München, Montreal oder Tokio, Als sie älter wird, wird sie immer mehr an den Rand gedrängt und muss zusehen, wie die junge Turnerin Izzy ihren Platz einnimmt. Bei einem Wettkampf verunglückt diese schließlich schwer und Amik betreut sie im Krankenhaus. In Rückblicken wird nicht nur Amiks Turnerkarriere beleuchtet, sondern es werden auch Stimmen von international bekannten Turnerinnen der letzten Jahrzehnte eingeflochten, die die problematischen Machtstrukturen in diesem Sport thematisieren.
Der Erzählstil hat mich überrascht: sehr literarisch, collagenartig, mit ungewöhnlichen Formulierungen, über die man stolpert und die man mehrfach lesen muss und möchte. „Die Routinen“ ist damit keine leichte Lektüre, verlangt Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich auf die Sprache einzulassen.
Die Einbettung realer Turngeschichten hat mir besonders gut gefallen. In der Gegenwartsebene, in der die Erzählerin mit Izzy im Krankenhaus ist, hätte ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Mehr Zufriedenheit im Leben
Jetzt gerade ist alles gut von Stephan Schäfer
Wenn das Leben plötzlich am seidenen Faden hängt - diese erfuhr Autor Stephan Schäfer am eigenen Leib. Und hatte kein Plan, wie es weiter geht. Wie es dazu kam und was er daraus mitgenommen hat, erzählt er in "Jetzt gerade ist alles gut."
Wenn gerade nichts mehr gut ist, geht es erstmal ums Überleben, dann erst ums Leben.
Er entschied sich dafür, zukünftig schöne Momente zu sammeln und lässt uns an einigen von diesen Momenten teilhaben.
Das Buch liest sich flüssig, und ist ganz okay, mich hat es aber nicht vom Hocker gerissen. Ich hatte aufgrund der vielen positiven Bewertungen von "25 letzte Sommer" andere Erwartungen. Eigentlich wollte ich sein erstes Buch zuerst lesen, doch ich kam noch nicht dazu. So bleibt ein "Jo, nicht schlecht, aber auch nicht mehr".
Wer gerne Lebensratgeber liest, wird vielleicht mehr Freude als ich an diesem Buch haben, seine schönen Momente sind nett erzählt und seine Tipps, wie man lebt anstatt überlebt, ebenso gut verpackt.
Am Ende bricht er alles herunter auf sein Fazit: Es sind menschliche Beziehungen, die zählen. Eigentlich sind dies ja alles Dinge, die wir selbst wissen. Wenn nicht, wäre mir wohl viel mehr hängen geblieben aus "Jetzt gerade ist alles gut."
Fazit: Ein Buch für Menschen, die einen Anstups brauchen, um mehr Zufriedenheit im Leben zu verspüren.
Knappe 4 Sterne.
Rezensionen von Sonne89:
Verständnisvolles Ausklingen des Tages
Ich bin noch gar nicht müde! von Nicola Hengels-Stitou
Einschlafen, bzw. das Abschalten und Runterfahren am Ende des Tages ist manchmal ganz schön schwierig. Das Buch „Ich bin noch gar nicht müde!“ von Nicola Hengels-Stitou und Gareth Ryans richtet sich an Eltern und Kinder von ca. 3-5 Jahren.
In der Geschichte wird der Junge Mika beim Einschlafen begleitet und dabei werden alle möglichen Einschlafsituationen (wie z.
B. Mama statt Papa soll mich ins Bett bringen, Angst vor Monstern, Angst vorm Alleinsein, Gedankenkarussell etc.) geschildert.
Die Zeichnungen sind schön, der Text ist einfühlsam.
Das Buch ist dazu gedacht, dass man es gemeinsam mit dem Kind guckt. Am Ende jeder Situation befindet sich die Aufforderung an das Kind zu reflektieren: Was hilft dir beim Einschlafen? Was hilft dir, wenn du alleine bist?
Und ein Hinweis an die Eltern, warum das Kind gerade so reagiert.
Ich finde das ganz nett, da man dabei sein Kind auch nochmals besser kennen lernt. Allerdings fehlen mir teilweise auch konkrete detaillierte Vorschläge. Vieles weiß man einfach schon und ist daher nichts Neues.
Eventuell ist das Buch auch eher auf Neueltern ausgelegt.
Alles in allem ist es aber schön gemacht, weil es auch zum Schluss nochmals darauf hinweist, warum Kinder entsprechend reagieren und dieses Verhalten ganz natürlich und nicht „böswillig“ ist. Es hilft den Eltern mit mehr Verständnis und Geduld an die teilweise stressigen Einschlafversuche heran zu gehen.
Rezensionen von Gute_Laune:
Ein Buch wie ein Seelenstreichler
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Marie verlässt Frankreich Hals über Kopf. Sie läuft vor allem davon und landet durch ihre Zugbekanntschaft Jónína eher zufällig im belgischen Ardennen-Dörfchen Redu. Dort ist alles komplett anders, als in Paris, ach, als überall sonst auf der Welt. Ringsum nur Natur, ein allen und niemandem gehörender Dorfhund, nur eine Stunde Internet am Tag, selbst die Turmuhr hat ihre ganz eigene Gangart.
Torsten Woywod, gelernter Buchhändler, war mir als Moderator einer Buchcommunity erstmals begegnet. Dort entstand die Idee, die schönsten Buchhandlungen der Welt zu besuchen. Die hat er umgesetzt, Bücher darüber geschrieben, es gab sogar Kalender dazu. Sein Weg führte ihn zur Marketingleitung und Verlagsgründung. Und nun liegt dieser Roman von ihm vor. Bücher sind, unbestritten, das zentrale Thema seines Lebens. Redu gibt es, passend dazu, übrigens wirklich. Es hat mehr als 20 Buchhandlungen und Antiquariate.
Das Buch will entschleunigen und den Fokus auf die schönen Dinge lenken. Das schafft Woywod wunderbar. Im Grunde könnte man mit spitzer Zunge sagen, dass nichtssagende Dinge geschehen und das Buch so vor sich hin plätschert. Da es aber auch gar nicht aufregen und aufwühlen möchte, sondern eben einfach nur glücklich machen, hat es alles richtig gemacht. Es ist vielleicht nicht unbedingt ein must read, dennoch schadet es nicht, sich selbst damit ein wenig zu erden, zu entschleunigen, zu beruhigen, zu entspannen und zum Nachdenken zu bringen.
Die Geschichte von Marie, Jónína und Mathilde ist schlicht, aber bereichernd. Das Drumherum hüllt diese drei Frauen und ihre Geschichten ein, wie Blütenblätter die Blütenstempel. Diese Blume blüht langsam, aber wunderschön auf. Die Sprache ist etwas schwülstig. Immer wieder dachte ich, so spricht doch keiner, so schreibt man vielleicht. Man gewöhnt sich jedoch relativ schnell daran und empfindet sie als zur Geschichte passend, also stimmig. Die Figuren entwickeln und verändern sich im Laufe der Story sehr realistisch. Es kommt klar rüber, dass uns Begegnungen mit anderen immer irgendwie formen. Und es erinnert uns daran, dass wir miteinander vorankommen, gegeneinander aber immer im Gestern stecken bleiben werden.
Dieses Buch ist anders. Und gerade deshalb gut. Nicht perfekt, aber nahe dran. Daher von mir vier Sterne. Und ein Lob an Sabine Arnhold, die es zärtlich und kräftig, sanft und stark, nachdenklich und zielstrebig, ruhig und empathisch perfekt eingelesen hat.
Rezensionen von Kapitel60:
Schräg aber lieb
Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! von Astrid Göpfrich
Worum geht’s?
Mit Little Miss Frankenstein ist ein Mädchen namens Nelly gemeint, die die Urururenkelin des berühmten Dr. Frankenstein ist. Nelly ist etwas schräg, hat aber einen enormen Erfindergeist. Ihre Eltern sind davon allerdings gar nicht begeistert. Während eines Gewitters belebt Nelly sogar ein totes Alpaka wieder, das anschließend sprechen kann.
Cover, Schreibstil, Illustrationen
Das bunte, verspielte Cover macht sofort neugierig. Durch den modernen, kurzweiligen Schreibstil macht es großen Spaß, Nellys Geschichte zu lesen. Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will. Die Tagebuchseiten sind das Highlight des Buches – sie bringen zusätzliche Abwechslung ins Leseerlebnis.
Fazit
Eine warmherzige und schräge Geschichte mit einer großen Portion Mut und Freundschaft. Nellys Geschichte zeigt, dass es völlig okay ist, anders zu sein. Einziger Kritikpunkt sind die waghalsigen Experimente. Nelly weist die Leser*innen zwar darauf hin, es nicht nachzumachen, aber man weiß ja nie…
Rezensionen von Streiflicht:
Zum Staunen schön
KUNTH Bildband Jetzt. Hier. Perfekt. von KUNTH Verlag; Martin H. Petrich
ist man einfach genau zum richtigen Moment am richtigen Ort und das fühlt sich dann einfach nur magisch an. Genau solche Momente hat dieses Buch gesammelt und lässt uns Leser einfach nur staunen. Mehr als 100 seltene Augenblicke, egal ob Naturwunder, Feste oder Rituale in aller Welt sorgen für Begeisterung.
Für mich das schönste Bild ist tatsächlich das erste, auf dem abertausende von Schmetterlingen bzw. Monarchfalter zu sehen sind. Dazu habe ich eine Dokumentation gesehen, die mich zutiefst berührt hat. Ich liebe Schmetterlinge, ihr zartes Wesen, die Vergänglichkeit und zugleich die Ewigkeit, die sie für mich symbolisieren. So einen Moment real zu erleben, wäre absolut faszinierend. Besonders schön finde ich alle Bilder, die Lichtspiele zeigen, das mag ich sehr. Genauso magisch aber sind diejenigen Fotos, die Tiere in all ihrer Pracht zeigen, seien es wandernde Gnus, Fische, Elefanten oder gerade schlüpfende Schildkröten.
Die verschiedenen Traditionen und Feste fand ich ebenfalls interessant, es sind ja menschengemachte, also künstliche Momente, die aber nicht weder Faszination und Anziehungskraft haben.
Spannend fand ich die Einteilung des Buchs von Ereignissen, die mehrere Wochen dauern, bis hin zu kleinsten Momenten, die nach einem Wimpernschlag schon wieder vorbei sind. Für mich sind diejenigen, die am schnellsten vorbei sind, die, die ich am besten finde. Bei Ostersegen Urbi et Orbi habe ich immer Gänsehaut, wenn ich das im TV sehe – eine alte Tradition in meiner Familie, diese Übertragung anzuschauen, schon als Kind habe ich das mit meinen Großeltern gesehen. Aber auch Naturereignisse wie die Wanderungen der Gnus und Zebras oder die Polarnacht mit ihren Polarlichtern sind einfach nur perfekt. Sie zeigen, dass die Natur der wahre Künstler ist.
Ein wunderschönes, manchmal schon poetisches Buch, das die Schönheit unserer Welt zeigt, das uns staunen lässt und vielleicht sogar ein bisschen sprachlos zurücklässt. Einfach magisch
Rezensionen von Kapitel60:
Was uns unser Körper sagen will
Die Stimme unseres Körpers von Ingo Froböse
Worum geht’s?
Das Buch erklärt, wie unsere wichtigsten Körpersysteme funktionieren und welche Signale sie uns senden – zum Beispiel bei Stress, Müdigkeit oder Schmerzen. Man bekommt viel Wissen über Nerven, Verdauung, Immunsystem und mehr.
Cover, Schreibstil
Das orange Cover fällt auf, ist aber sehr schlicht gestaltet.
Der Schreibstil ist verständlich, man muss beim Lesen aber durchaus konzentriert bleiben. Der Inhalt ist sehr fachlich und theoretisch und erinnert eher an ein Lehrbuch.
Fazit:
Das Buch ist sehr informativ. Einiges wusste ich bereits, vieles war mir neu. Ich habe definitiv etwas dazugelernt. Wie schon erwähnt, hat das Buch Lehrbuchcharakter. Mir fehlen die praktischen Beispiele. Es gibt zwar Tipps, aber diese hätten etwas genauer erläutert werden können. Schade, dass das Restless Legs Syndrom nur kurz angeschnitten wurde. Ich leide seit einigen Jahren daran und hätte mich über Tipps sehr gefreut. Ein gutes Buch, das man aber nicht unbedingt gelesen haben muss.
Rezensionen von Gute_Laune:
Ein Dessert rundet die Mahlzeit ab!
Desserts von A-Z von Dr. Oetker Verlag
Wunderbare Desserts, von Klassikern über moderne Leckereien bis zu Highlights, sind hier in Alphabetischer Reihenfolge zu finden. Wer das zu wild und bunt empfindet, kann über das Register sein Lieblingsrezept finden. Das ist sortiert nach Fruchtig; Cremes, Pudding & Co.; Eis, Sorbet & Co.; Mit Alkohol; Warme Köstlichkeiten; Vegan; Für Gäste (für 8-10 Personen); Schnelle Desserts (Maximal 20 Minuten Zubereitungszeit); Klassiker.
Natürlich finden sich Rezepte dann hier auch gern mal in mehreren Kategorien wieder.
Der Aufbau der Rezepte ist, wie von Dr. Oetker gewohnt, klassisch, schlicht und übersichtlich. Titel, Zeitangaben, Zutatenlisten, Nährwertangaben, Zubereitungsschritte, ggf. Tipps und Varianten. Die Angaben sind gut verständlich und vor allem findet sich zu jedem Rezept auch ein Foto. Die Zutaten sind fast alle alltagstauglich. Nur bei wenigen hatte ich ein wenig mehr Mühe, sie aufzutreiben. Dazu gehört z.B. Kokossirup.
Es finden sich für jeden Geschmack Vorschläge, auch von den Anforderungen her. Schnelle, aufwändigere, alltägliche, festtagstaugliche, kleine, große Desserts, alles ist vorhanden. Eine schöne Mahlzeit wird durch ein Dessert erst so richtig rund.
Dies ist wohl die überarbeitete Version des bestehenden Dessert-Buches. Das hatte zwar mehr Rezepte, aber weniger Fotos. Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass bei wirklich jedem Rezept ein Bild des Ergebnisses vorhanden ist. Insofern feiere ich dieses Buch total.
Ein wenig schade, gerade für Kochbuch-Sammler und Dr.-Oetker-Fans, finde ich, dass einige Rezepte dieses Buches auch im Buch Partyrezepte von A-Z zu finden sind. Doch für Kochanfänger und alle, die noch kein Buch von Dr. Oetker haben, ist es ein Volltreffer. Daher gebe ich trotz meiner kleinen Kritik die vollen fünf Sterne.
Rezensionen von Streiflicht:
Eine Liebeserklärung
KUNTH Bildband Heimat Deutschland von Rita Henss; Stefanie Schuhmacher
Heimat ist ein typisch deutsches Wort und es ist so schön. In diesem Wort steckt so viel, ein Ort, an dem man zu Hause ist, sich zu Hause fühlt, an dem man angekommen ist. Oder wie es der Untertitel sagt: „Ein Gefühl, das mehr ist als ein Ort“. Das trifft es wunderbar, finde ich.
Schon der erste Blick aufs Buch ist toll.
Ein Bild, das Natur zeigt, nicht klar verortbar ist, und trotzdem gemütlich und ansprechend wirkt. Es vermittelt Ruhe und Gelassenheit, ist einfach schön. Der Einband mit dem Leinenrücken ist edel und das beige harmoniert ganz wunderbar mit dem Blau des Bildes, dessen Farbe sich auf der Rückseite wiederfindet. Ich mag es sehr, dass das Wort Heimat ein rotes Herz als i-Punkt bekommen hat. Genau wie der kleine Gartenzwerg hinten zeugt auch das Herz davon, wie liebevoll das Buch gestaltet ist.
Und das zeigt sich auch im Inneren wieder. Großformatige, atmosphärische Bilder zeigen einen Überblick über Deutschland mit den verschiedensten Landschaften und Facetten. Dann ein Foto der Hauptstadt Berlin, eher untypisch mit viel Grün und dabei so ansprechend, dazu ein Verweis auf den Soundtrack zum Buch – was für eine absolut coole Idee!
Die Karte mit den verschiedenen Begrüßungsfloskeln in Deutschland finde ich genial, die hätte ich am liebsten als Poster. Würde bei uns perfekt passen, denn wir leben ziemlich genau in der Mitte, die Familien stammen aber aus Bayern und Flensburg … Und so haben wir im Buch auch vieles entdeckt, was wir kennen und lieben.
Es ist toll, dass jede Seite anders aussieht, weil die Text-Bild-Gestaltung immer wieder anders ist. Die Bilder wirken in den großen Formaten natürlich umso besser und machen wirklich Lust auf unsere Heimat, auf Deutschland. Die Seiten zur Heimatkunde oder besonderen Bräuchen und Traditionen haben mir am besten gefallen. Hier gibt es noch richtig viel zu entdecken, auch wenn man meint, man würde Deutschland schon gut kennen. Ein Buch, das so vielseitig ist wie unser Heimatland, und genauso schön. Ein Buch, das mehr zeigt als nur eine Ort und ganz viel Gefühl!











