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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von clematis:

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Geisterhafte Weihnachten

Good Spirits von B.K. Borison

Nolan ist seit seinem Tod vor etwa hundert Jahren gefangen in der Welt der Geister. Alljährlich kommt er im Dezember auf die Erde zurück, um schlechte Menschen heimzusuchen und auf den rechten Weg zu bringen. Dieses Jahr wird er zu Harriet gesandt, aber die junge Frau ist doch ein durch und durch guter Mensch? Gemeinsam tauchen die beiden wie ein Wirbelwind in ihre Vergangenheit ein, um diese Mission zu verstehen.

Abwechselnd blicken wir aus Harriets und Nolans Sicht auf die ziemlich surreale Handlung, welche aufdecken soll, warum ausgerechnet diese zwei hier aufeinandertreffen. Harrietts vollgestopfter Antiquitätenladen und die stürmischen Zeitreisen bieten dafür einen gelungenen Rahmen, auch den Bezug zu Weihnachten betreffend. Die Botschaft hinter der Geschichte gefällt mir ebenfalls gut, sowohl Harriet als auch Nolan lernen wesentliche Dinge über sich selbst und dürfen sich weiterentwickeln. Man merkt schon, jetzt kommt ein „aber“: die beiden Figuren konnten mich im Laufe der Kapitel nicht wirklich fesseln in ihrem Tun oder besondere Gefühle in mir auslösen. Die Szenen – besonders im Mittelteil – wirken auf mich wie aufgefädelte Perlen, wiederholen sich, und liefern nicht ganz die humorvolle Unterhaltung, welche ich mir aufgrund anderer Leserstimmen auf der Buchrückseite erwartet habe. Die heißen Liebesmomente hingegen haben mich überrascht, das Ende wiederum gefällt mir ausgesprochen gut.

Ein ungewöhnlicher Weihnachtsroman mit einer süßen Katze, die verbindet.

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Geisterhafte Weihnachten

Rezensionen von Mara:

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Geschenk für Menschen, die die Magie von Briefen und Papier schätzen.

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon

In dem Roman „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ von Baek Seungyeon geht es um einen Buchladen in Seoul, in dem Menschen einander handgeschriebene Briefe schicken und Briefpapier kaufen können. Das Buch ist in einem ruhigem Erzähltempo geschrieben und zeigt wie Worte auf Papier das Leben der Protagonisten in neue Bahnen lenken kann.

Die Protagonisten werden zu Beginn vorgestellt, das hilft ungemein, da es nicht einfach ist, die koreanischen Namen auseinander zu halten.

Besonders gelungen ist, dass der Roman immer wieder authentische Briefe aus dem real existierenden Briefladen einstreut, was die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen lässt.

Insgesamt ist es eine sehr liebevoll umgesetzte Buchidee und ein warmherziger Roman für alle, die handgeschriebene Worte, leise Töne, entschleunigtes Erzählen und Geschichten über unerwartete Begegnungen lieben – ideal auch als Geschenk für Menschen, die die Magie von Briefen und Papier schätzen.
In dem Roman „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ von Baek Seungyeon geht es um einen Buchladen in Seoul, in dem Menschen einander handgeschriebene Briefe schicken und Briefpapier kaufen können. Das Buch ist in einem ruhigem Erzähltempo geschrieben und zeigt wie Worte auf Papier das Leben der Protagonisten in neue Bahnen lenken kann.

Die Protagonisten werden zu Beginn vorgestellt, das hilft ungemein, da es nicht einfach ist, die koreanischen Namen auseinander zu halten.

Besonders gelungen ist, dass der Roman immer wieder authentische Briefe aus dem real existierenden Briefladen einstreut, was die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen lässt.

Insgesamt ist es eine sehr liebevoll umgesetzte Buchidee und ein warmherziger Roman für alle, die handgeschriebene Worte, leise Töne, entschleunigtes Erzählen und Geschichten über unerwartete Begegnungen lieben – ideal auch als Geschenk für Menschen, die die Magie von Briefen und Papier schätzen.

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Geschenk für Menschen, die die Magie von Briefen und Papier schätzen.

Rezensionen von Kwinsu:

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Gruselige Stimmung, klischeehafte Figuren und Denglisch

Eisnebel von Kate Alice Marshall

Theo ist frisch verliebt und schon verlobt: sie ist sich sicher, dass Connor der Richtige ist. Zweifel kommen allerdings auf, als sie seiner Familie vorgestellt wird: die stinkreichen Angehörigen sind ihr gar nicht geheuer. Als sie schließlich Warnungen erhält, sie solle sich von Connor fern halten, ist die Verunsicherung perfekt.

Auch das seltsame Verhalten der meisten Familienangehörigen Connors mit Anspielungen auf Theos Vergangenheit lassen sie schaudern, dazu kommt das unheimliche, abgelegene Bergdomizil, das sie zusätzliche Bedrohung fühlen lässt. Schnell stellt sich hieraus, dass ihr Bauchgefühl auf der richtigen Fährte ist...

Grundsätzlich ist der Spannungsaufbau der Geschichte gut. Von Anfang an spürt man eine Unwohlsein und das Gefühl, das irgend etwas nicht stimmt mit diesem Winterdomizil und Connors Familie. Lange war ich mir auch nicht sicher, ob nicht Connor selbst ein falsches Spiel spielt, was noch dadurch verstärkt wird, dass Theo gewisse Geheimnisse entdeckt. Ein großes Rätselraten beginnt auch damit, als Theo die Fernhalte-Warnungen bekommt. Es gibt viele Verstrickungen, die anfänglich noch gar nicht erahnt werden können, weder von Theo selbst, noch von den Leser*innen, was zusätzliche Spannungsmomente schafft.

Nun das Aber: die Figurenzeichnung empfinde ich als sehr oberflächlich. So richtig konnte mir nicht vermittelt werden, was Theo so toll an Connor findet und was die beiden tatsächlich verbindet. Die Familienangehörigen und sonstigen Figuren empfinde ich als ziemlich (US-amerikanisch) klischeehaft und platt. Das Thema der extrareichen Familie, die keine zukünftige Ehefrau Connors dulden mag, die aus der unteren "Schicht" stammt, weil sie ohnehin nur auf das Geld aus ist, zieht sich von Anfang bis Ende durch und wirkt für mich nicht sonderlich glaubwürdig und ehrlich gesagt auch ziemlich unkreativ. Obwohl Theo schon einiges durchgemacht hat in ihrem Leben, ist sie erstaunlich naiv. Das hat mich teilweise so geärgert, dass es mich komplett aus der Spannung herauskatapultiert hat. Ebenso die einseitige Darstellung der Charaktere - es scheint nur Gut und Böse zu geben, Zwischenschattierungen sind rar gesät. Leider wird auch nur aus der Sicht der Protagonistin erzählt, ein Perspektivenwechsel zwischendurch hätte der Geschichte bestimmt mehr Tiefe und zusätzliche Spannung gegeben.

Zur Hörbuchumsetzung: ich mag die Stimme der Sprecherin wirklich sehr gerne, sie ist tief und rau, was besonders gut passt um die unheimliche Stimmung im Winterdomizil wiederzugeben und die Spannung aufrecht zu erhalten. Wozu sie aber m.E. nicht passt, ist Theo: die Protagonistin ist 24 Jahre alt, die Stimme klingt aber viel älter, das war für mich leider nicht stimmig und hat mich bis zum Schluss irritiert. Was ich aber wirklich nicht gut und teilweise unerträglich fand, war die Aussprache der US-amerikanischen Namen: während einige Namen, wie Theo oder Connor noch absolut erträglich ausgesprochen wurden, tat es bei Alexis (Aläksis) und Paloma (Palouma) schon dezent weh, bei dem zahlreich vorkommenden Sebastian (Sebesstschn) trieb es mir aber ziemliche Aversionen auf, was dazu führte, dass ich die Geschichte regelmäßig unterbrechen musste und ich teilweise schon gar nicht mehr weiterhören wollte. Auf so etwas reagiere ich aber extrem, das geht anderen bestimmt anders, ich weiß ob meiner Monkischheit. Ich habe mich trotzdem gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre, die Namen mit dieser Sprecherin deutsch auszusprechen (wovon ich eigentlich auch kein Fan bin).

Mein Fazit: wer einen spannenden Thriller sucht, dem es nicht stört, dass die Figuren klischeehaft us-amerikanisch und ohne Tiefgang sind, wird hier sicher gut unterhalten. Beim Hörbuch ist die Stimme toll, auch wenn sie nach meinem Dafürhalten nicht zur jungen Hauptfigur passt und die Aussprache der US-amerikanischen Namen einem klaren Denglisch zugeordnet werden kann.

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Gruselige Stimmung, klischeehafte Figuren und Denglisch

Rezensionen von Kwinsu:

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Entzückendes Mitmachbuch mit großartigen Illustrationen!

Hilf den Tierkindern von Nico Sternbaum

Katze, Schaf, Huhn, Hase und Hund bekommen in diesem entzückenden Mitmachbuch für Kinder ab 1,5 Jahren ihren großen Auftritt - ob mitmiauen, Kopfwackeln, Farben erkennen oder Streicheln, das Büchlein regt die Kleinsten an, mit verschiedenen Sinnen mitzumachen. Die Illustrationen sind sehr süß und kindgerecht, wobei ich sagen muss, dass sie mir persönlich auch sehr, sehr gut gefallen und sehr lustig sind - hier in Österreich würde man liebevoll sagen, dass die Tiere teilweise "schaßaugat" dreinschauen ;)

Ich habe das Buch mit meinem kleinen zweijährigen Neffen durchgeblättert, vorgelesen und nachgemacht - und er hat begeistert mitgemacht und viel dabei gelacht.

Sogar seine fünfjährige Schwester hat sich aktiv beteiligt und ihm vorgezeigt was zu tun ist, wenn er nicht schnell genug reagiert hat :D

Die Texte sind auch angenehm kurz und sprechen die Kleinen direkt an, in einer adäquaten Sprache. Mir gefällt auch gut, dass immer nett erklärt wird, was passiert, nachdem man den Tieren "geholfen" hat. Hier wird auch untereschwellig vermittelt, dass gemeinsames Tun etwas schönes ist und Positives bewirkt. Die Seiten sind wie bei solchen Büchlein für die ganz kleinen Kinder aus dickem Karton und fühlen sich sehr wertig und langlebig an.

Ich kann "Hilf den Tierkindern" von Nico Sternbaum nur wärmstens für die kleinsten Mitmachkinder empfehlen!

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Entzückendes Mitmachbuch mit großartigen Illustrationen!

Rezensionen von Peter Burk:

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Eine gelungene Jubilläumsausgabe

Alpenvereinsjahrbuch BERG 2026 von Deutscher und österreichischer Alpenverein; Axel Klemmer

BERG 2026 markiert die bereits 150. Ausgabe des Alpenvereinsjahrbuchs in 160 Jahren und so verwundert es nicht, dass sich der thematische Leitfaden von BergFokus dem „Wandel“ widmet. Kaum ein anderes Stichwort könnte die Situation der Alpen im Jahr 2026 treffender einfangen: vom Rückzug der Gletscher über veränderte Wahrnehmungen der Natur bis hin zu den großen und kleinen menschlichen Eingriffen, die die Landschaft prägen.

Dass auch die Sprache selbst im Umbruch ist, zeigt das Projekt „Alpenwort“, das den alpinen Wortschatz seit 1869 unter die Lupe nimmt.

Im Kapitel BergWelten wird der Großvenediger in den Mittelpunkt gerückt – und damit jener Berg, der bereits die Erstausgabe von 1865 zierte. Warum ein vermeintlich „langweiliger“ Berg dennoch so faszinierend ist, welche Rolle die sogenannten Alpen-Sherpas spielen, und wie kaum bekannte historische Ereignisse wie die „Krimmler Judenflucht“ bis heute nachwirken, wird kurzweilig beleuchtet.

BergMenschen rückt wie immer besondere Persönlichkeiten in den Mittelpunkt. Ob Hüttenwirtin Heidi Wettstein, Verleger und Alpenvereinspionier Felix Liebeskind oder Wanderbuchautor Walter Mair: Es sind Lebenswege, die zeigen, wie eng Biografien und die Bergwelt miteinander verwoben sein können.

In BergSteigen geht es dann um die kleinen und großen Herausforderungen des modernen Alpinismus. Sei es der richtige Umgang mit Free Solo, das Problem von Sexismus in den Bergen, die Frage nach der Eigenverantwortung oder wie man den Skitourenboom naturverträglich lenken kann. Und natürlich kommt man 2026 nicht am E Bike vorbei – der „Uphill Flow“ polarisiert, fasziniert und spaltet gleichermaßen. Aufschlussreich ist auch der Beitrag über den Bergstock („Zeitgemäß unzeitmäßig und einfach praktisch“).

Das Kapitel BergWissen schlägt den Bogen zurück zum Naturschutz und zur Naturwissenschaft. Besonders spannend ist der Beitrag über die Gams und die Frage, ob sich die Art durch den Klimawandel verändern könnte. Dazu kommen Sternenfotografie in den Bergen, Klimastrategien der Alpenvereine und weitere Forschungsansätze, die den Band mit fundiertem Wissen abrunden.

Zum Schluss präsentiert die BergKultur einen abwechslungsreichen Mix: einen literarischen Beitrag des Büchner Preisträgers Clemens J. Setz, komplett von ChatGPT verfasste Schauergeschichten und eine pointierte Auseinandersetzung mit dem Streitthema „Wolf“ (und seiner Ähnlichkeit mit dem Menschen).

Fazit: BERG 2026 ist ein Jahrbuch, das den Wandel in der alpinen Welt umfassend darstellt und in seine unterschiedlichen Facetten einordnet. Für alle, die sich für Bergthemen und alpine Entwicklungen interessieren, eine empfehlenswerte Lektüre.

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Eine gelungene Jubilläumsausgabe

Rezensionen von PMelittaM:

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Ein kluges Buch, das viele Menschen lesen sollten

Verbinden statt spalten von Gilda Sahebi

Polarisierung scheint derzeit in und ein gern genutztes Werkzeug von Politikern und Medien zu sein. Einher geht das mit Behauptungen und Polemik und oft genug auch mit Lügen und Fakes.

Gilda Sahebi ist Ärztin, Politikwissenschaftlerin und Journalistin, und ihre klugen Reels verfolge ich schon länger auf Instagram.

Immer wieder gelingt es ihr, Behauptungen und Erzählungen richtig einzuordnen. Nun hat sie also ein ganzes Buch darüber geschrieben, und wie kann es anders sein, ist es ein kluges Buch, dem man viele Leser:innen wünscht.

Denn es bietet viel zum Nachdenken, erklärt, ordnet ein, stellt richtig und zeigt auf, dass vieles gar nicht so ist, wie es dargestellt wird. Doch, wie Gilda Sahebi mehrmals schreibt, schlagen leider Narrative oft Fakten, und wer einmal tief in die Erzählungen eingetaucht ist, findet oft schwer wieder heraus. Es werden Fallbeispiele benannt, und alles ist natürlich mit Quellen belegt.

Es ist tröstlich, zu erfahren, dass, wie Studien zeigen, wir gar nicht so gespalten sind, wie es dargestellt wird, dass uns mehr eint als trennt, und dass es möglich wäre, sich mehr zu verbinden statt sich spalten zu lassen. Ein bisschen Optimismus tut in dieser Zeit ganz gut, auch wenn es nicht leicht sein wird …

Gilda Sahebi hat ein kluges Buch geschrieben, das viele lesen sollten. Es zeigt auf, wie man versucht, uns zu manipulieren, verbreitet aber auch einen gewissen Optimismus. Es liegt an uns, wie wir mit dem umgehen, was man uns erzählt. Dieses Buch kann uns dabei helfen.

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Ein kluges Buch, das viele Menschen lesen sollten

Rezensionen von Lilli33:

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Jasper Fforde halt ;-)

Wie die Karnickel von Jasper Fforde

Jasper Fforde halt ;-)

„Wie die Karnickel“ erschien im September 2025 im Satyr Verlag. Und wie könnte es da anders sein: Bei dem recht kurzweiligen Roman handelt es sich um eine feine Satire auf unsere Gesellschaft. Dabei verwendet Jasper Fforde viele Anspielungen auf ältere Werke der Literatur oder Filmbranche.

Alle habe ich wahrscheinlich gar nicht entdeckt, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Es gibt auch so genügend Stellen zum Schmunzeln. Ich liebe ja diesen trockenen und schwarzen Humor.

Nach einem etwas schwierigen, ein bisschen trockenen und dabei sehr anspruchsvollen Anfang bekam ich eine herrliche Dystopie zu lesen. Fforde hält uns quasi mit einer Parabel einen Spiegel vor. Zwar geht es in dem Buch um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Kaninchen, doch das lässt sich leicht auf unsere Gesellschaft übertragen, wenn man denn offen dafür sein will.

Vor 55 Jahren geschah DAS ANTHROPOMORPHENDE EREIGNIS. Dabei nahmen verschiedene Tierarten menschliche Körpergröße und andere Eigenschaften an. Während Füchse und Wiesel gut in die Gesellschaft integriert wurden, machten die vermenschlichten Kaninchen den Menschen im Vereinigten Königreich Angst, vermehrten sie sich doch sprichwörtlich und besaßen sogar einen höheren IQ als die Menschen. Die meisten Kaninchen lebten in abgeschlossenen Kolonien, einige aber auch in Freiheit unter den Menschen. Jetzt steht eine Zwangsumsiedelung aller Kaninchen an, die sich das aber nicht so einfach gefallen lassen wollen. Peter Knox gerät zwischen alle Fronten, als Connie Rabbit mit ihrer Familie in seine Nachbarschaft zieht. Peter und Connie verbindet die Vergangenheit, und sie fühlen sich immer noch zueinander hingezogen. Das Dumme dabei: Peter arbeitet für eine Organisation, die gegen die Kaninchen ist. Er tut es nicht aus Überzeugung, sondern weil er irgendwie sein Brot verdienen muss. Doch das Wiedersehen mit Connie bringt ihn in eine echte Zwickmühle.

Die Charakterentwicklung von Peter fand ich wirklich stark. Er ist kein Held im eigentlichen Sinne, wächst aber nach und nach weit über sich hinaus. Und die Kaninchen haben es faustdick hinter den langen Ohren! Vordergründig wirken sie fast ein bisschen naiv, doch die Pläne, die sie schmieden, führen um manche Ecke, die man nicht erwartet hätte. Sie sind immer für eine Überraschung gut.

Ein absolut lesenswertes Buch! Leider werden es diejenigen, die es nötig hätten, es wohl nicht lesen.

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Jasper Fforde halt ;-)

Rezensionen von Kwinsu:

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Große Liebe für dieses Buch!

Eden von Auður Ava Ólafsdóttir

Alba, Sprachwissenschaftlerin an der Uni in Reykjavík, begegnet einem Haus am Land, mit dem sich ihr Leben ändert. Kurzerhand beschließt sie, es zu kaufen, sie lässt sich ein auf die Dorfgemeinschaft und beginnt langsam ihr Leben zu verändern. Und wir Leser*innen dürften in Ausschnitten dabei sein.

Gleich vorweg: Auður Ava Ólafsdóttirs "Eden" ist eines meiner Jahreshighlights aus dem Jahr 2025! Ich liebe das Sprunghaftige an diesem Buch, die vielen Auslassungen, die einen stets überraschen, manchmal auch überrumpeln, die vielen Fragezeichen, die beim Lesen aufkommen, die offensichtliche Verdrängung diverser Tatsachen der Protagonistin, die Übergriffigkeit der Dorfgemeinschaft, die Alba völlig egal zu sein scheint, die Interaktion der Charaktere, die distanziert und gleichzeitig voller Inniglichkeit ist, die Atmosphäre der Landschaft, die in keinem isländischen Buch fehlen darf und das stimmige Ende. Es hat alles, was isländische Literatur ausmacht, es ist ein wenig schräg, teilweise unzugänglich (vor allem wenn man das Land nicht kennt), voller Philosophie, die Figuren sind zutiefst menschlich, schrullig und nachvollziehbar, fügen sich in die karge aber wunderschöne Landschaft, sind mit Tieren verbunden und dann gibt es auch noch dieses Etwas, was nicht zu beschreiben ist.

Wenn ich so darüber sinniere, merke ich, dass ich das Buch gleich wieder lesen will und eigentlich auch sonst alles von dieser Autorin. Die Geschichte ist voller schöner Begegnungen, einer ungewöhnlichen Normalität und Selbstverständlichkeit, fein beobachtet und festgehalten. Was nicht unerwähnt bleiben darf, ist der ganz eigene Humor, der immer mitschwingt, vor allem wenn Alba von der Presse immer und immer wieder auf einen Literaten hingewiesen wird, mit dem sie offensichtlich eine spezielle Verbindung hat und dies geflissentlich ignoriert und einfach unkommentiert stehen lässt.

Eden ist ein Leseerlebnis, das aufgrund seiner Schrulligkeit und bloßen Besonderheit bestimmt nicht jedem gefällt. Wer aber eine Vorliebe für fein Beobachtetes, Schräges, Schwarzhumoriges und kein Problem mit bewusst eingesetzten Auslassungen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich muss sagen: ich liebe es!

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Große Liebe für dieses Buch!

Rezensionen von yellowdog:

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Der Berliner Doro

Café Finito von Sybil Volks

Cafe Finito ist ein im positiven Sinn gediegenes Buch, dass von einer Reihe von Menschen erzählt, die mit Verlusten konfrontiert sind.
Da ist z.B. Iris, die ihre Mutter bis zu deren Tod gepflegt hat.
Auch Matthias, Mira, Lizzie und weitere haben wichtige Menschen verloren.
Die Figuren hält zusammen, das sie sich regelmäßig auf dem Cafe Finitio auf dem Friedhof treffen, das von Kristof geführt wird.

Die Charakterisierung der Figuren geht nicht sehr in die Tiee, aber für einen Unterhaltungsroman ganz ordentlich.

Der Schauplatz mit dem Berliner Friedhof Doro bildet einen eigenen Kosmos.

Sybil Volks hat ein zugängliches Buch über die Themen Tod, Trauer und Weiterleben geschrieben.

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Der Berliner Doro

Rezensionen von Kwinsu:

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(Un-) Zugehörigkeit - ein Highlight

Die Riesinnen von Hannah Häffner

"Was haben sie daran geglaubt, dass sie zusammengehören, nur um festzustellen, dass nichts für die Ewigkeit sein kann, was menschlich ist." (S. 277)

Drei Frauen, so groß, so rothaarig, so anders - und trotzdem gehören sie dazu. Nach Wittenmoos, einem kleinen Dorf im Schwarzwald, borniert, konservativ, jeder weiß über jeden Bescheid.

Sie brechen aus in ihrer Haltung, ohne den Ort wirklich lange zu verlassen. Liese übersteht eine langweilige und trostlose Ehe, die von Gewalt gezeichnet ist. Halt gibt ihr ihre Tochter Cora, die bereits als Kind zur Außenseiterin wird. Im jungen Erwachsenenalter flieht sie aus dem engen Korsett der Dorfgemeinschaft, nur um kurze Zeit später in schwangerem Zustand und resigniert wieder zurückzukehren. Ihre Tochter Eva will eigentlich gar nicht weg aus Wittenmoos, studiert kurz in einer größeren Stadt, um danach, sowie die beiden anderen Frauen auch, ihre Bestimmung zu finden.

Hannah Höffner ist mit "Die Riesinnen" ein grandioser, literarisch anspruchsvoller Roman gelungen, der drei Generationen von Frauen portraitiert, die anderes für sich gewollt hätten, das Leben aber so nehmen, wie es kommt, um das beste daraus zu machen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr poetisch, teils nüchtern, oft philosophisch, was einem durchaus etwas abverlangt. Ihr Sinn, eine dichte und eindrückliche Atmosphäre zu schaffen, ist feinfühlig und atemberaubend zugleich. Die Geschichte wirkt aus der Zeit gefallen und ist deshalb umso einnehmender. Das gesellschaftliche Korsett der Dorfgemeinschaft ist eng geschnürt, deshalb ist es umso erstaunlicher, dass sie trotzdem ein schier unüberbrückbarer Anziehungspunkt ist, dem die Protagonistinnen nur halbherzig entfliehen mögen.

Der Roman hat einen beeindruckenden Tiefgang, zahlreiche Themen werden verhandelt. Zentral ist aber immer die Frage nach der Heimat, nach den Wurzeln, auch jene des eigenen Selbst. Neben den drei Frauen ist der Schwarzwald und seine betörende Natur ein wesentlicher Protagonist, er scheint für alle ein essentielles Lebenselixier zu sein, genauso wie die familiäre und intensive Bindung zueinander - und das alles ohne jeglichen Kitsch, mit einer Klarheit, die oft im Versteckten lauert, aber irgendwann sicher zum Vorschein kommt. Besonders schön herausgearbeitet ist meines Erachtens die Unterschiedlichkeit der drei Frauen, die aber niemals ohne einander können und unmissverständlich zueinander gehören. Wie sie mit den vielfältigen Herausforderungen des Lebens umgehen, trotz vieler Schicksalsschläge, ist nachvollziehbar und strotzt vor innerlicher Stärke, die ihnen aber so gar nicht bewusst ist. Einer der besonderen Aspekte des Buches ist es auch, dass wirklich die drei Frauen im Mittelpunkt stehen und alle anderen Figuren, so sehr sie sie beeinflussen oder auch nicht, nur peripher steuernde Charaktere sind, die nie eine so zentrale Rolle spielen, als dass die Protagonistinnen aus ihrem Mittelpunkt fallen würden.

Mein Fazit: "Die Riesinnen" ist ein unvergleichliches Lesehighlight, das durch poetische, nüchterne und philosophische Sprache und der feinen Beobachtungsgabe von familiärer Bindung besticht. Zentral sind drei starke Frauen, tief verbunden mit dem Schwarzwald, die trotz Widrigkeiten und Enge der Dorfgemeinschaft für sich selbst kämpfen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Ein sehr besonderes Buch, das wohl in den nächsten Jahren immer als eins meiner Lieblingsbücher gelistet werden wird.

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(Un-) Zugehörigkeit - ein Highlight