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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

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Ein neuer Anfang

Betreutes Morden von Fergus Craig

Carol hat sich eine Wohnung in einer Seniorenresidenz gekauft. Ein ganz neues Leben. Nachdem sie fünfunddreißig Jahre im Gefängnis saß. Sie war eine Serienmörderin. Jetzt will sie ein neues Leben und neue Freunde. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen weil kurz nach ihrer Ankunft ein Mord geschieht.

Klar das sie die Verdächtige Nr. 1 ist und das in einem Seniorenheim in dem es nur so von ehemaligen Ermittlern wimmelt.
Beim Lesen hat man sofort Vergleiche mit dem "Donnerstagsmordclub" gezogen. Seniorenheim, alte Ermittler usw. .
Aber ab dem zweiten Drittel hört die Ähnlichkeit auf. Diese Alten sind alt im Sinne des Wortes, körperliche Gebrechen, etwas Demenz, das gute Aussehen ist auch fort. Sie wirken natürlich, wie sie gegen die Langeweile ankämpfen, Vorurteile laut jedem erzählen der sie nicht hören will. Und das alles in einem Heim das Annehmlichkeiten für eine jüngere Generation bietet. In dem die Angestellten die Bewohner nach ihren Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg fragen. Carol und ihre neuen Freunde sind sehr echt, diesen Menschen begegnet man täglich, in der Familie oder Nachbarschaft.
Die Geschichte entwickelt sich sehr skurril, die Dialoge sind schräg und am Ende gab es ein sehr schönes Happy End wobei dieses Wort für einen Cosy Crime verkehrt ist aber in diesem Fall passt.
, So das ich mich schon auf einen nächsten Band freue.

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Ein neuer Anfang

Rezensionen von Bibibabby:

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Tolles Sachbuch für die Kleinen

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne

"Wieso? Weshalb? Warum? Junior - Der Kran" ist ein tolles Sachbuch für kleine Bauarbeiter. Mein Kind (vier Jahre Alt) liebt große Fahrzeuge, und das Buch hat ihm sehr gut gefallen.
Die Aufmachung entspricht den üblichen "Wieso? Weshalb? Warum? Junior"-Büchern: kleines Format, dicke Seiten und viele Klappen.

Die Illustrationen sind klar, realitätsnah und detailreich, sodass Kinder können gut nachvollziehen können, wie die Kräne eingesetzt werden.
Die Texte sind kurz und verständlich. Die Menge and Text finde ich genau richtig für das Zielalter. Mein Kind hat oft nur wenig Geduld und bei diesem Buch schaffe ich es zumindest alle Texte vorzulesen, bevor es schon umblättern möchte.
Die Themen sind richtig vielfältig, auch wenn das Buch nicht besonders Tief ins Detail geht. Für das Zielalter finde ich das aber völlig in Ordnung. Ich war positiv überrascht, welche Aspekte besprochen angesprochen werden. Zum Beispiel, dass Kräne auch außerhalb von Baustellen eingesetzt werden oder dass unterschiedlichen Arten Kränen existieren.
Insgesamt: ein tolles Sachbuch für die Kleinen.

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Tolles Sachbuch für die Kleinen

Rezensionen von Daggy:

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Rätsel, Sachwissen und Ermittlungen

Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume von Kristyna Litten

Wieder einmal orientiert sich eine Autorin an Sherlock Holmes und so heiß der pensionierte Detektiv diesmal Bärlock, weil er ein Bär ist. An seiner Seite ermittelt seine Enkelin Ivy. Diesmal geht es um eine ganz besonderes Ereignis eine Agave blüht und das tut die Pflanze nur einmal in 100 Jahren.

Natürlich wollen sich die zwei sich das anschauen, doch es stellt sich heraus, dass jemand die wertvolle Blüte gestohlen hat. Da aus ihr ein besonders wertvoller Honig hergestellt werden kann, führt sie ihr erster Weg zur Imkerei Hummel und den Honigladen Dachs. Dort entdecken Bärlock und Ivy eine heiße Spur.
Im Laufe der Geschichte erfahren wir einiges über die Gewinnung und Herstellung von Honig. Zusätzlich gibt es nach jedem Kapitel ein Rätsel, die meisten Rätsel sind sehr leicht zu lösen. Es gibt reichlich Illustrationen und Sprechblasen, die das Lesen vereinfachen. Die Zeichnungen sind etwas steif, was für mich sehr englisch wirkt. Ein spannender und informativer Beginn einer Reihe.

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Rätsel, Sachwissen und Ermittlungen

Rezensionen von Daggy:

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Nur der Biber kann helfen

Was fehlt dir, kleiner Roboter? von Przemyslaw Wechterowicz

Zusammen mit dem Biber sitzt unser kleiner Roboter auf eine Bank, die beiden wenden sich zueinander und es wirkt sehr innig.
Dem Roboter läuft eine Träne aus dem Auge und er sitzt betrübt auf seinem Bett, denn er hat seine Lieblingsschraube verloren. Der Bär half ihm suchen, traute sich aber nicht ihn tröstend Huckepack zu nehmen.

Auch der Hase versuchte zu helfen, er traut sich aber nicht einen Witz zu erzählen, weil er glaubt, der Roboter verstehe ihn nicht. Nach der erfolglosen Suche traut sich die Ente auch nicht mit ihm zu plantschen und die Fruchtfliege denkt, dass Roboter kein Obst mögen, und bietet ihm nichts zum Trost an. Erst als der Biber dem Roboter eine Ersatzschraube schnitzt, holt er all die versäumten Dinge mit ihm nach.
So geht es leider manchmal, wir glauben zu wissen, was der anders nicht nutzen kann oder will, und versagen es ihm, statt zu fragen, was ihn trösten könnte. All die unterschiedlichen Tiere glauben, dass ein Roboter sich nicht an Dingen freuen kann, die ihnen Spaß machen. Nur der Biber empfindet mit dem kleinen Roboter und erfüllt seine Wünsche.
Das quadratische Bilderbuch hat kurze Texte, jeweils mit einem passenden kleinen Bild vom Roboter versehen. Auf der anderen Seite wirkt die Illustrationen fast wie ein Foto, was mir sehr gut gefällt.
Ein gefühlvolles Bilderbuch, dass darauf Aufmerksam macht, dass wir uns mehr in andere hineinfühlen sollten.

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Nur der Biber kann helfen

Rezensionen von Daggy:

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Ein ganz besonderes Mädchen

Toto von Hyewon Yum

Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen und oben an der Stirn hat sie ein Feuermal, das sie Toto nennt.
Sie überlegt, wie sie ohne dieses Mal wohl aussehen würde. Wäre sie hübsch oder unscheinbar? Charlie findet es cool und schreibt ihm Superkraft zu, Oma küsst es traurig und Mama spricht von dem Kuss eines Engels.

„Manchmal sehen die Leute nur Toto und nicht mich.“ Wird sehr wirksam dargestellt durch einen Kopf mit rotem Mal, aber ohne Gesicht. Mama schneidet ihrer Tochter einen Pony, unter dem sie Toto versteckt, als sie in die Schule kommt. Am ersten Schultag findet sie direkt eine beste Freundin, sie heißt Niko und die beiden machen alles zusammen. Doch als sich das Mädchen kopfüber an eine Turnstange hängt, sieht Niko Toto. Wie wird sie reagieren?
Eine wundervolle Geschichte über eine liebevolle Freundin, die in Toto etwas Besonderes sieht. Obwohl ihre Familie sie immer wieder aufbaut, hat das kleine Mädchen Zweifel, sie ist unsicher, weil sie dieses rote Zeichen auf der Stirn trägt, doch ihre Schulfreundin gibt ihr das Selbstvertrauen, das sie benötigt, um Stolz durch die Welt zu gehen.
Die einfachen Bleistiftzeichnungen, in denen nur das Gesicht und Toto farbig gezeichnet sind, zeigen hervorragend die wechselnden Gefühle und die Veränderung von Toto, die damit verbunden ist. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass vermeintlicher Makel auch etwas Besonderes sein kann.

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Ein ganz besonderes Mädchen

Rezensionen von Daggy:

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Geht doch auf das Fremde zu

Obacht! von Kerstin Hau

Ein riesige dunkle Tatze schaut unter einer orangen Decke hervor, daneben sehen wir die Protagonisten dieses Bilderbuches.
Gleich am Anfang lernen wir sie kennen, den Wimpf, den Wompf, Timpa-Ma und Timpe-Pa die in einem Haus wohnen und Mienchen, die nebenan wohnt.
„Obacht“ schreit der Wimpf, denn er entdeckt das RIESIGE Tier, das vor der Stadt liegt.

Timpe-Pa legt die orange Decke über das Tier und schon ist es nicht ehr zu sehen. „Mienchen gefällt das gar nicht.“, aber sie wird ja nicht gefragt. So wird dann eine Brücke gebaut und eine Straße verlegt. Doch das alles ist nicht die Lösung. Erst als Mienchen mit dem Tier freundlich spricht, liegt die Lösung auf der Hand.
Ungewöhnliche winzige Menschlein mit ausgefallenen Namen wurden hier geschaffen und sie sind festgefahren in ihren Aussagen, die sie immer wiederholen. Das Fremde, bedrohlich wirkende wird ausgeblendet und umgangen, statt sich damit auseinanderzusetzen und es anzusprechen. Nur Mienchens Sichtweise stellt sich als Lösung heraus und sie wird am Ende gefeiert. „Deine Worte haben etwas SO Großes bewegt!“
Ein Bilderbuch mit vielen Diskusionsansätzen, das sich schön vorlesen und anschauen lässt, denn die Illustrationen sind aus ungewöhnlichen Perspektiven erstellt und voller poetischer Fantasie.

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Geht doch auf das Fremde zu

Rezensionen von Miro:

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Marlen und Hannah

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder

"Mein ganzes Leben ..." ist der Abschluss einer Trilogie, die sich mit Fragen nach der Herkunft, Identität und familiärem Erbe beschäftigt. Leider wusste ich das bei der Lektüre nicht und es ist mir auch erst am Ende aufgefallen, dass mir etwas fehlt.

Dieser Roman spielt sich auf zwei Zeitebenen ab.

Wir lernen die 14-jährige Marlen in Güstrow kennen, die 1945 aus Demmin weggelaufen ist und sich in einem Forsthaus vor russischen Soldaten versteckt. Sie wird von Wilma, einer Künstlerin entdeckt und später adoptiert.

In der Gegenwart kämpft Hannah mit ganz anderen familiären Problemen. Eigentlich ist sie ziemlich alleine, denn ihre Mutter und Großmutter sind beide verstorben. Ihren Vater hatte sie nie kennengelernt, bis er plötzlich mit einem riesigen Blumenstrauß bei ihr auf der Fussmatte steht und eine Menge Fragen aufwirft.

Beide Frauen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Vergangenheit, verarbeiten Verluste, setzen sich mit Schuld auseinander und versöhnen sich mit ihren Schicksalen. Beide Geschichten fand ich interessant und spannend zu lesen und bis zum Schluss war ich ausgesprochen neugierig, auf die Verbindung zwischen den beiden. Dass sie sich mit ähnlichen Themen befassen, schien mir nicht genug.

Daher war ich etwas enttäuscht am Ende. Die Verbindung erscheint mir etwas zu lose. Vielleicht hätte ich das nicht so empfunden, wenn ich die beiden Vorgänger gekannt hätte. Dann wären mit Hannahs Mutter und Großmutter vertrauter gewesen und die Verbindung nach Güstrow klarer. Man kann das Buch lesen, ohne die beiden anderen zu kennen, aber empfehlen möchte ich das nicht.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und meine Neugierde für den Rest der Trilogie ist geweckt. Stilistisch konnte mich die Autorin überzeugen. Ich mag ihre schnörkellose Sprache, ihre feinsinnige Art, Alltägliches zu erzählen und ihre warmherzige Sorge um ihre Figuren.

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Marlen und Hannah

Rezensionen von yellowdog:

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Die Parabel von Al Pacino

Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider

Einige Bücher habe ich schon von Abbas Khider gelesen und Der letzte Sommer der Tauben gehört zu seinen besten.
Wichtig ist die Wahl der Hauptfigur. Der 14jährige Noah ist kein Kind mehr, auch noch nicht erwachsen, dabei aber ein guter Beobachter.

Noah hat ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Onkel Ali, ein humorvoller Mann, der die Freiheit liebt.

Beide teilen sie auch die Liebe zu den Tauben, die sie züchten.

Jetzt aber ändert sich alles im Land, als ein Kalifat errichtet wird und alles, was bisher gut und erfreulich war, wird jetzt verboten.
Noahs Vater, der Kleidungsgeschäft hat, darf keine modischen Sachen mehr verkaufen. Das Café vom Onkel muss schließen. Alkohol, Tanz und Kartenspiele sind verboten. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten und müssen sich verhüllen.

Onkel Ali wird schließlich als Oppositioneller verdächtigt und muss verschwinden. Auch Noah gerät in Gefahr.

Der Roman schildert viele düster Begebenheiten, ist aber aufgrund des lebendigen Tonfalls von Abbas Khider nicht hoffnungslos.

Ein großartiger Roman!

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Die Parabel von Al Pacino

Rezensionen von Lilli33:

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Neue Reihe mit einigen alten Bekannten

Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel

Neue Reihe mit einigen alten Bekannten

„Ungelöst. Die erste Zeugin“ knüpft an ein früheres Werk von Arno Strobel an, „Das Wesen“. Einige der damaligen Protagonisten spielen auch im aktuellen Buch wieder eine große Rolle, die ermittelnden Polizisten sind aber neu. Man muss auch überhaupt keine Vorkenntnisse mitbringen.

Was man über die einzelnen Charaktere von damals wissen muss, wird hier gesagt.

Nachdem Bernd Menkhoff den Psychiater Dr. Joachim Lichner ins Gefängnis gebracht hat, ist er nun wieder entlassen worden und prompt verschwinden erneut kleine Mädchen. Natürlich fällt der Verdacht sofort wieder auf Lichner. Luisa Menkhoff, die Tochter des inzwischen verstorbenen Bernd Menkhoff, bietet der Polizei ihre Hilfe an. Durch ihr eidetisches Gedächtnis hat sie unendlich viele interessante Erinnerungen, die zur Aufklärung der Fälle führen könnten. Doch bald geschieht etwas, was darauf hinweist, dass Lichner doch nicht der Täter sein kann …

Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gepackt. Ich wollte es kaum aus der Hand legen, denn die Spannung empfand ich als kontinuierlich hoch. Durch sympathische Protagonist*innen, aber auch durch schwer durchschaubare, war ich durchgehend von der Handlung gefesselt und habe mit den Ermittlern um die Entführungsopfer gebangt und gerätselt, wie alles tatsächlich zusammenhängt. Hierbei warten eine Menge überraschende Wendungen auf die Lesenden. Kaum meint man zu wissen, wer was und warum, dreht sich die Geschichte wieder komplett in eine andere Richtung. Für mich war hier kaum etwas vorhersehbar. Die einzelnen Fakten erkannte ich meistens erst, wenn der Autor mir den entscheidenden Hinweis gab.

„Ungelöst. Die erste Zeugin“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Cold Cases. Ich bin schon sehr gespannt, wann und womit es weitergeht.

Fazit:
Sehr spannende Unterhaltung für alle Thrillerfans, die nicht unbedingt tiefschürfende Kost brauchen, sondern einfach mal vom Alltag abschalten wollen.

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Neue Reihe mit einigen alten Bekannten

Rezensionen von Lesestern:

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Sklavenhandel im 21.Jahrhundert - Wenn der Mensch zur Ware wird

Waldmann von Thomas Ziebula

" Waldmann - Flucht in den Tod " ist der Start einer neuen Krimireihe von Thomas Ziebula, einem Autor, der das Krimimilieu beherrscht, durch hervorragende Recherche- Arbeit überzeugt und brisante gesellschaftsrelevante Themen anpackt.
Das Buch ist im Januar 2026 bei Ullstein erschienen.

In Bonn verschwindet eine junge Ukrainerin und ein Mann der Öffentlichkeit wird im Appartement der Verschwundenen tot aufgefunden.

Das ist die Ausgangssituation für Hauptkommissar Johann Waldmann, der nach einer langen Auszeit, wieder zurück in seinen Dienst der Bonner Mordkommission kehrt.
Zeitgleich verfolgt eine Unbekannte in einem gestohlenen Polizeiwagen eine dunkle Limousine, indem sie das verschwundene Mädchen vermutet.
Die Spurenlage ergibt, dass es hier um Menschenhandel und Zwangsprostitution geht und dass dieses grausame Ausbeutungssystem weit über die Grenzen Deutschlands reicht.
Und plötzlich ist Waldmann zurück in seinem Albtraum und in seinem Kopf erscheint der Tag, der sein Leben aus allen Fugen gerissen hat. Vor 7 Jahren verschwand seine Frau im Tumult eines Bazars in Lagos und bis heute gibt es keine Spur von ihr....

Mein Leseeindruck:
Krimiliteratur vom Feinsten, von einem Autor, der viele Genren bedienen kann, aber hier mal wieder zur Höchstform aufgelaufen ist.
Sein Schreibstil ist fließend- packend; man wird geradezu ins Buch hineingezogen und befindet sich plötzlich mit Waldmann, seinem Team, einer Fluchthelferin und einer Journalistin im Wettlauf gegen das Böse.
Doch der Gegner ist mit allen Wassern gewaschen und verfolgt seine Ziele gnadenlos.
Dieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie enthält jede Menge Stoff, um weiter geschrieben zu werden und auch das Ende lässt Fragen offen...
Mit Waldmann hat Thomas Ziebula eine Charakterfigur erschaffen, mit der man sich trotz Ecken und Kanten , als Leser automatisch verbündet und dessen Schicksal zutiefst berührt.
Eine weitere starke Haupt-Protagonistin ist Suse, die o.g." Fluchthelferin", die sich mit unkonventionellen Methoden für die Befreiung der ukrainischen Mädchen einsetzt.
Nebenfiguren, Schauplätze und Handlung sind detailiert, in bildhaft- emotionaler Sprache wiedergegeben, so dass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben und zu erleiden.
Die Seiten rauschen geradezu an einem vorbei und man kann gar nicht anders als dem durch viele kurzweilige Wendungen gesetzten Spannungsbogen bis zum Ende zu folgen.

Mein Fazit:
Auftakt gelungen: Hochaktuelle Spannungsliteratur in Bestform.
Fortsetzung erwünscht.

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