Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Fands unerwartet cute
Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer
Ich liebe Fake-Dating und Sports-Romance, also erschien mir dieses Buch die perfekte Kombination und ich muss sagen: ich wurde nicht enttäuscht. Sport selbst kommt zwar ein bisschen kurz, da Parker verletzungsbedingt nicht viel trainiert, aber sein ganzes Wesen schreit Profisport. Aber den größeren Part nimmt eindeutig das Fake-Dating ein und das verlief derartig phänomenal, dass ich zwischenzeitlich immer wieder vergessen habe, was der Trope ist.
Ja, es gibt Regeln, aber eigentlich halten die gefühlt auch keine fünf Minuten weil die Chemie zwischen den Protagonisten einfach stimmt.
Laney ist am Anfang der Geschichte schon so ein bisschen eine tragische Gestalt und tat mir ein bisschen leid. Finds einfach generell ne miese Aktion von ihrer Familie und hab mich gefreut, als sie zumindest mit ihrer Mutter die Konfrontation sucht. Generell macht Laney einiges an emotionalem und charakterlichem Wachstum durch, duckt sich nicht weg und steht für sich ein. Und Parker? der ist meine neue liebste Green Flag. Wo bekommt so einen?!
Ich hab am Anfang gedacht "Ego lässt grüßen", aber er ist eigentlich direkt von Beginn an aufmerksam, höflich und charmant. Es gibt ein kleines bisschen Spice, den ich überraschend angenehm zu lesen fand. Und auch hier steht Konsens im Vordergrund.
Ich fand die Story einfach super unterhaltsam, es gibt zwar zwischendurch immer kleine Momente, wo man denkt die Stimmung könnte kippen, aber Laney und Parken bilden eine derart stabile Einheit, dass es Spaß macht ihnen beim Verlieben zuzuschauen. Fands tatsächlich überraschend süß wie die beiden miteinander sind und hab das Buch quasi in einem Rutsch gelesen. Mochte ich wirklich sehr und hoffe jetzt auf ein Buch über Jemma.
Ist das schon Horror?
REM von Annika Strauss
Horror von und mit meinem Lieblings-Thriller-Autor Fitzek habe ich mir unfassbar spannend und atmosphärisch vorgestellt. Ich bin nach Ende des Buches aber nun doch überrascht, wie wenig ich die Geschichte als Horror empfunden habe. Auch das Spannungslevel fand ich tatsächlich eher niedrig. Ich bin fast schon ein bisschen enttäuscht vom Buch.
Zuerst vielleicht kurz mal so viel: das Buch erinnert mich wahnsinnig an ein anderes, was ich vor 1-2 Jahren gelesen habe, an dessen Titel ich mich aber nicht erinnere. Da ging es auch um Schlaf/Albträume/Monster. Auch die Illustrationen, die ich richtig cool fand zum Aufbau einer unheimlichen Atmosphäre, erinnern stark an eben jenes Buch, ich meine da gab es das auch. Aber egal, die Prämisse und den Start ins Buch fand ich eigentlich ziemlich gut. Aber dann flachte der Spannungsbogen erstmal deutlich ab.
Das Buch hat ja jetzt nicht so viele Seiten und natürlich muss man da entsprechend ein bisschen Tempo reinbringen, aber so richtig logisch habe ich das alles nicht empfunden. Und da meine ich nicht mal die Monster und die super seltsame Auflösung am Ende, sondern so banale Sachen wie die Lebenssituation von Alysee, ihr blindes Vertrauen in ein plötzlich auftauchendes Erbe, Nicos schlechte Entscheidungen etc.
Die letzten Seiten in dem Hotel waren für mich tatsächlich noch die spannendsten und stimmungsvollsten. Insgesamt wars alles so ein bisschen drüber. Es war sehr leicht geschrieben, weshalb ich das Buch schnell durch hatte, inhaltlich hats mich aber dieses Mal eher nicht so abgeholt. Würde 2,5 Sterne vergeben
Was Namen für unser Leben bedeuten
Die Namen von Florence Knapp
Namen sind wichtig, keine Frage. Aber wie sehr prägen sie uns und unser Leben wirklich? Dieser Frage nähert sich der Roman auf besondere Weise an: ein Kind, eine Familie, drei Namen und damit verknüpft drei Lebenswege.
Ich mochte den Erzählstil der Geschichte- wie Parallelwelten ziehen sich die drei Lebenswege von Coras Sohn durch das Buch, erzählt in Schlaglichtern.
Ich fand es schön, dass zwar Coras Sohn im Zentrum der Handlung steht, man aber auch Einblicke in die Leben der anderen Familienmitglieder bekommt.
Die Geschichte macht betroffen, schockiert und schmerzt. Es ist keine schöne Geschichte, sondern viel ungeschönte Wahrheit, eine Geschichte von Unsicherheiten, Angst, sichtbaren und unsichtbaren Verletzungen.
Das Buch liest sich flüssig und ist durch die kurzen Kapitel ereignisreich und kurzweilig. Natürlich bekommt man immer nur kleine episodische Einblicke in diese drei sehr unterschiedlichen Leben, aber mir hat diese Erzählweise gut gefallen.
Ein Buch, das nachdenklich stimmt, von Gewalt und Prägung, aber auch Mut und kleinen Rebellionen erzählt, reflektiert und mich ergriffen als Leser mitgenommen und ergriffen hat.
Zwei Girls gegen richtig viele böse Männer
Tödliche Freundinnen von Tess Sharpe
Ich wollte das Buch hauptsächlich deswegen lesen, weil ihr ihre vorherigen zwei Bücher absolut großartig fand. Dieser neuer Thriller geht in einer andere Richtung, hat aber auch wieder starke Frauenfiguren im Zentrum. So stark, dass sie im Alleingang mal eben eine Mafiafamilie stürzen
Böse Zungen würde behaupten die Geschichte wäre unrealistisch, geradezu abstrus.
Und ich bin ehrlich- die ist auch wirklich drüber. So derartig dumm und unfähig können Männer, die sich als professionelle Kriminelle verdingen und damit seit Jahrzehnten davonkommen, doch nicht sein. Oder etwa doch? Auf jeden Fall wars ein Heidenspaß.
Ich fand den Schreibstil sehr kurzweilig, die Story beginnt direkt mit einem Knall und von da an bleibt das Action- und Gewaltlevel eigentlich konstant hoch. Die Dialoge sind eher flach und echte Charakterentwicklung gibt es auch keine. Generell sind die Figuren klischeehaft eindimensional, selbst die beiden Protagonistinnen. Da bin ich von der Autorin durchaus differenzierte Charaktere gewohnt. Aber gut, das Buch mutet halt auch eher wie ein Actionsstreifen an und die punkten auch eher selten mit psychologischer Tiefe.
Es gibt so ein paar kleine Überraschungen im Handlungsverlauf, die mir gut gefallen haben. Generell war das Buch einfach absolut unterhalt. Man muss da gar nicht viel drüber nachdenken- und sollte es auch besser nicht, sonst müsste man die Logik hinterfragen. Ich hatte Spaß und hab mich durchweg gut unterhalten gefühlt.
Grenzte an Tortur den beiden zuzusehen
The Night We Met von Abby Jimenez
Disclaimer: der Titel meiner Rezension ist keine negative Kritik, aber dieses Buch hat mich wahnsinnig gemacht. Ich hab unfassbar mitgefiebert, aber manchmal hats fast körperlich wehgetan, wie die beiden umeinander herumgeschlichen sind und vor allem auch wie schmerzlich Larissas Beziehung zwischenzeitlich war und was für toxische Tendenzen sie angenommen hat.
Ich finds aber so so schön, dass es Überschneidungen bei den Büchern von Abby Jiménez gibt und man als Leser so nochmal auf bereits bekannte Figuren trifft.
Mit der Lovestory habe ich dieses Mal so ein bisschen gestruggelt. Right Person, wrong time gefällt mir zwar echt gut, aber wie Chris sich für Larissa krumm macht, teilweise seinen Freund die Lorbeeren dafür einheimsen lässt und beide generell ziemlich umeinander herumschleichen, fühlte sich für keine der Figuren fair an. Das war definitiv nicht gesund und hat mich zwischenzeitlich echt gestört. Dafür ging es dann am Ende fast schon zu schnell und leicht
Gleichzeitig mochte ich aber, was für gute Freunde die beiden werden, wie viele Gemeinsamkeiten gaben und wie herzlich und witzig ihre Interaktionen sind. Habs geliebt wie Chris Larissas größter Fan ist und wirklich bedingungslos hinter ihr steht. Mein persönliches Highlight an dieser Geschichte waren trotzdem Wufferines animalische Entgleisungen. So witzig dieser Hund.
Hab das Buch, wie eigentlich jedes der Autorin, so ziemlich in einem Rutsch gelesen, weil es einfach super locker geschrieben ist und Spaß. Ernstere Themen werden zwar angeschnitten, aber eher oberflächlich behandelt und auch überraschend leicht aufgelöst. So richtig authentisch finde ich das nicht, aber von Büchern dieser Art erwarte ich auch eher leichte Unterhaltung. Und die bekommen man hier definitiv
Beziehungen und andere Lebenskrisen
Keeping it casual von Karina May
Keeping it casual trifft mit sei en Klischees rund um die Themen Beziehung, Dating, Freundschaft und Treue schon ziemlich den Nerv der Zeit und kam mir dadurch sehr nahbar und authentisch vor. Vor allem die Idee der Online-Brieffreundschaft hat mir gut gefallen und ich habe den flirty-witzigen Schlagabtausch zwischen Max und Johnny sehr genossen.
Ich finds richtig cool, dass die Rezepte aus dem „auf die Löffel“- Projekt hinten im Buch abgedruckt sind, denn bin ehrlich, bei den Beschreibungen der Gerichte bekommt man nicht nur Hunger, sondern auch Lust aufs Kochen.
Ungefähr in der Hälfte des Buches hatte ich nen halben Herzinfakt, weil ich dachte Mac könnte einen wahnsinnig großen Fehler machen, aber zum Glück kommt alles genauso, wie so soll. Ich mochte den Vibe rund um das Thema „das Leben auskosten“. Die Geschichte wirkte schon auch wie ein kleiner Befreiungsschlag und ich habe sehr mit Max mitgefühlt und mitgefiebert.
Kleines Manko: am Ende fügt sich alles irgendwie zu schnell. Es gibt keine Aussprachen, keine Konfrontationen oder weiterführenden Erklärungen. Das fand ich ein bisschen schade, weil es den Schluss doch irgendwie auch unauthentisch und zu glatt macht, nachdem man Max zu Anfang fast schon kleinteilig bei allem begleitet.
Das Buch ist wahnsinnig kurzweilig, durch die teilweise schrägen Dialoge aber witzig und unterhaltsam. Es ist ein eher oberflächlicher Roman, der durch seine lockere Art besticht. Habs gern gelesen, auch wenn ichs thematisch etwas überladen und dadurch nicht ausreichend aufgearbeitet fand.
War solide
Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann
Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich allein damit schon abgeholt hat.
Auch das Thema rund um den Social Media Kanal Moormaid, die erschreckenden Bilder und das Psychospielchen des Täters fand ich unglaublich packend und stark umgesetzt.
Da wird einem schon auch beim Lesen ganz anders.
Man merkt aber beim Lesen schon, dass der Autor hier gezielt Stimmung gegen einige seiner Charaktere macht und ich fand die ausgelegten Fährten teilweise wirklich sehr offensichtlich.
Mit der Auflösung hätte ich so ne gerechnet, vor allem weil diese im Vergleich zu vielem anderen überhaupt nicht angedeutet wurde. Es wird viel mit der Stimmung innerhalb der Ortsgemeinschaft und den Geheimnissen einzelner gearbeitet. Kommissarin Gold ist da selbst kein unbeschriebenes Blatt. Dadurch gibt es konstant neue Erkenntnisse und es herrscht nie Leerlauf.
Spannungsrechnisch ist es vielleicht nicht unbedingt der packendste Thriller von Winkelmann, trotzdem wird sie auf einem konstant guten Niveau gehalten. Mich haben hier vor allem die charakterlichen Entwicklungen in diesem Buch überzeugt. Würde einen zweiten Band daher auf jeden Fall lesen.
Eine Küchenhexe räumt auf
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter verwunderlich, aber Hut ab vor der Charakterentwicklung der Ritter und den findigen Verstand von Lady Annika.
Und ich mags wie aufgeschlossen hier mit Sexualität, gesellschftlichen Konventionen und generell Beziehungen aller Art umgegangen wurde
Ich dachte erst das Königshaus-Setting könnte abgedroschen sein. Aber die königliche Familie war so sympathisch und nahbar, dass mir das richtig gut gefallen hat. Ich hätte da gerne sogar tiefere Einblicke bekommen und hoffe da auf den Folgeband. Fins Geschichte ist mir schon auch zu Herzen gegangen, gleichzeitig hätte ich mir hier zum Beispiel eine Konfrontation gewünscht.
Sogar Konfrontationen generell, denn das Ende wirkte super unfertig auf mich. Die Handlung reißt geradezu einfach ab. Ich weiß, dass es vermutlich noch mindestens einen weiteren Band geben wird, aber ich hätte mir trotzdem einen Abschluss oder zumindest Cliffhanger gewünscht, der sich wenigstens halbwegs nach einem solchen anfühlt.
Das Buch hat sich aber toll weglesen lassen und ich mochte die Atmosphäre und dezente Magie der Geschichte.
Wie Feuer und Eis
Verrat der Schwäne von A. B. Poranek
Ich mag die Geschichte um die Schwanenprinzessin super gerne und diese märchenhaft magische Adaption gefällt mir richtig gut. Vor allem auch die Abkehr von der klassischen Liebesgeschichte fand ich stark und angenehm aufbereitet.
„Heldin“ der Geschichte ist schon Odile, die den Prinzen in Gerissenheit und Mut um Längen übertrumpft und treibende Kraft der Handlung ist.
Daneben fand ich vor allem auch die Figur der Stiefkönigin stark umgesetzt.
Ich mochte die Magie, die die Geschichte durchzieht richtig gern, sie ist geheimnisumwoben, düster und sehr atmosphärisch angelegt. Die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, fand ich überraschend und sehr spannend geplottet. Ich hatte gar nicht erwartet, dass da so viel passiert und die Ereignisse derartig große Wellen schlagen.
Die letzten Kapitel sind wirklich nochmal richtig packend, da kommen Magie, Loyalität und Freundschaft als wichtige Pfeiler der Geschichte nochmal richtig gut durch. Den Epilog fand ich dann etwas übers Knie gebrochen. Dachte hier zuerst, die Geschichte geht vielleicht in Folgebänden weiter. Habe dazu jetzt keine Info gefunden, aber auch mich wirkte das etwas halbfertig.
Mir das das Buch gut gefallen, es war eine schöne, märchenhafte Erzählung, in der vieles anders ist, als es scheint
Zwischen Magie und Nostalgie
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Vom Cover her hätte ich gedacht, dass dies eine leichte, unterhaltsame Geschichte ist- so ein bisschen Alice im Wunderland in der Moderne. Aber die Themen der Geschichte reichen tiefer und durch dir verschiedenen Zeitachsen, ist die Handlung deutlich vertrackter, als ich zuerst annahm. So ein bisschen schwergetan habe ich mich, die Erinnerungen und Erlebnisse der einzelnen Zeitachsen im Hotel, besonders von Max, auseinanderzuhalten.
Vor allem die magischen Gegenstände jeglicher Art haben es mir angetan und ich fand es einfach richtig toll, was es im Hotel alles entdecken gab. Dazu der Zeitreise-Charakter und Nostalgie-Flair- das gibt dem ganzen einen wunderbar dekandeten, fast hoheitlichen Rahmen. Und dazu die Gegenstände und Oktopusse, die teilweise unheimlich und sogar makaber anmuten- das schafft eine wirklich tolle Atmosphäre.
Ich wundersame, zauberhafte Welt des White Oktopus Hotels steht in hartem Kontrast zu Eves Familiengeschichte, die von Schuld, Trauer, Scham und viel ungesagtem besteht. Und nochmal in scharfem Kontrast zu den Schrecken, die Max im Krieg erlebte und die ihn danach verfolgen. Dass ausgerechnet diese beiden aufeinander treffen und ganz unterschiedlich Trost und Hilfe aneinander finden, hat mir gut gefallen.
Es hat mich manchmal echt wütend gemacht, wie hart Eve zu sich selbst ist, wie die harschen Worte ihrer Mutter und deren Distanz sie haben kalt werden lassen. Vor allem auch die Ungnade mit ihrem jüngeren Ich fand ich sehr schmerzlich zu verfolgen, das hat echt Eindruck hinterlassen. Deswegen gefällt mir ihre Entwicklung besonders gut.
Ich fand die Story rund um die magische Schnitzeljagd und was sie auslöst sehr gelungen und habe das Buch wirklich gern gelesen.











