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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

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Sieh nicht weg

72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

Dieses Buch spielt nicht nur auf die tragischen Liebesgeschichten von John Green an, es könnte fast selbst eine sein- der Vibe geht auf jeden Fall in diese Richtung. Es geht um Menschlichkeit, um persönliche Entwicklung und Heilung. Und um die Unvermeidbarkeit von Verlust. Sehr schön, sehr traurig, bisschen dramatisch.

Ich liebe Peters offene, herzensgute Art, die die Welt ein bisschen besser und Syds Leben etwas heller macht. Jeder braucht einen Peter in seinem Leben. Finds so knuffig, wie er versucht einfach für die Menschen mit dem Countdown da zu sein und damit auch Syd eine neue Perspektive eröffnet.

Syd ist ne harte Nuss, aber ihre Gabe ist einfach auch super unheimlich. Man merkt, wie sehr das an ihr zehrt. Und als diese eine besondere Uhr auftaucht, ist mir schier das Herz gebrochen. Das fühlte sich so unfair an. Und gleichzeitig so absolut lebensecht, denn Verlust ist niemals fair, kommt immer unerwartet und trifft einen immer eiskalt. Und trotzdem wäre es der größere Verlust nie gelebt und nie geliebt zu haben.

Ich fand das Buch so gottlos traurig und gleichzeitig richtig schön. Es ist ein kleiner Reminder, worauf es im Leben ankommt. Hat mir richtig gut gefallen

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Sieh nicht weg
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Hast du (noch) fünf Minuten?

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Also zuerst mal: wie genial war bitte diese Erzählstruktur gewählt? Eigentlich bin ich kein Fan von dieser Art außenstehendem, gottgleichen Erzähler, der den Leser direkt anspricht. Aber hier passt das ausgezeichnet rein. Man bekommt wirklich das Gefühl mit dem Erzähler über der Handlung zu schweben, während sie passiert.

Auch die integrierten Lebensgeschichten der einzelnen, zentralen Figuren fand ich interessant und divers angelegt. Besonders gut gefallen hat mir, dass es eigentlich bei allen etwas gab, weshalb man sie nicht mag, sie waren alle sehr speziell, schwierige Charaktere und Querulanten. Und trotzdem gab es keine Figur, der ich eher als den anderen den Tod gewünscht hätte.

Die Stimmung innerhalb der Geschichte war sehr angespannt und unterschwellig brodelt einiges an Konflikten. Der ablaufende Countdown bis zur Einfahrt des Zuges macht das ganze spannend und beklemmend, man wartet als Leser auf den scheinbar unausweichlichen Todesfall, während man rätselt wen es treffen könnte.

Ich fand den Spannungsbogen zum ende hin etwas abflachend, ich hab da irgendwie mit einem deutlich größeren knall gerechnet. Aber die Geschichte ist rund, also wil

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Wahnsinn

The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar

Wow, Bücher von Beril Kehribar sind einfach absolut mein Ding- düster, ein bisschen unheimlich, auf anrüchige Art mitreißend und einfach absolut fesselnd. Dieses Buch ist genau das, was ich erwarte, wenn ich Dark Academy lese.

Die Saints fand ich ja sowas von unheimlich und generell sind die Schule und die Fächer sehr düster und gefährlich angehaucht, Magie erscheint hier sehr unberechenbar, ein Kontrollverlust könnte verheerende Folgen haben.

Außerdem fand ich die Beziehungen zwischen den Charakteren angenehm komplex, sodass hier ein spannendes Gesamtbild entsteht

Lucy ist ein Underdog, eine Einzelkämpferin, die noch ihren Platz in der Welt sucht und mein Herz hat für sie geblutet. Finde das Rätsel um ihre Eltern auch so spannend und weil völlig unklar ist, wem sie trauen kann und wer an ihrer Seite steht, sind ihr Struggel und ihre Selbstzweifel mit Händen greifbar.

Ich fand die Magie, die Wesen und die magische Welt unglaublich catchy. Die letzten Seiten waren ein dermaßen wilder Ritt, dass ich das Buch keine Sekunde weglegen konnte

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Wahnsinn
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Hat was

The Arcane Arts von S. D. Coverly

Dana Schwartz lese ich sehr gerne und hab mich sehr auf dieses Buch gefreut. Die Aufmachung ist spektakulär und das leicht anrüchig angehauchte Thema rund um arkane Methodiken hat mir sehr gut gefallen. Der Vibe dieser verbotenen Praktiken war schon sehr fesselnd und spannend. Vor allem das Obskurations-Ritual und seine Anwendungsmöglichkeiten eröffnen ein weites Feld spektakulärer Möglichkeiten

Ellsbeth ist eine absolut faszinierende Protagonistin: klug, ambitioniert und ein bisschen berechnend.

Und mit ihrer Neugierde und ihrem Pioniergeist beeindruckt sie nicht nur ihren Professor, sondern deckt auch eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Universität auf.

Dieses Schüler-Lehrer-Ding ist schon ein Klischee, wobei Ellsbeth und Raelins sich teilweise schon auf Augenhähe begegen. Obwohl die gegenseitige Anziehung schnell spürbar und klar kommuniziert ist, bleibt das Buch überraschend lange doch sehr züchtig. Ungefähr ab der Hälfte bekommt es einen Touch von „Shades of Grey“. Es ist gefühlt schon mehr Liebesgeschichte mit bisschen Suspense und Fetisch als Dark Romance.

Vieles in diesem Buch bewegt sich im moralischen Graubereich und es hätte für mich tatsächlich auch gerne noch düsterer sein können. Habs trotzdem ziemlich weggesuchtet und fands solide.

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Solider Polizeikrimi

Tödliches Verderben von Karin Slaughter

Ich liebe ja Bücher von Karin Slaughter und mochte auch dieses hier wieder sehr gern, Slaughter kann einfach grandios plotten. War für mich aber kein klassischer Pageturner mit brutalen Themen und teils diesen krassen Gewalt. wie man es vielleicht aus anderen Büchern der Autorin kennt. Das Thema war tough, keine Frage.

Aber die Spannung subtiler. Stattdessen stehen Basic Polizeiarbeit, Korruption und die persönlichen Verkettungen zwischen den Figuren im Fokus. Hab generell das Gefühl diese neue Reihe schlägt vielleicht einen etwas ruhigen und dafür tiefgründigeren Ton an.

Ich mag ja Jude und Emmy super gerne und die beiden sind trotz aller Spannungen ein gutes Team. Ich finds genial geplottet, wie hier gefühlt der gesamte Polizeiapparat auf dem Prüfstand steht und die Geheimnisse eines Ortes ans Licht kommen. Themen rund um Polizeikorruption, Polizeigewalt und den Verstrickungen von Macht und Einfluss in der Lokalpolitik sind ja auch durchaus relevant und brisant, sodass ich finde, Slaughter hat hier auch einen Nerv getroffen.

Jude hat sich für mich so ein bisschen zu einer Lieblingsfigur gemauert. hier wird viel ihrer Vergangenheit aufgerollt, was sie sehr nahbar und verletzlich macht. Man merkt richtig, wie sie mit ihren Dämonen kämpft aber versucht das für Emmy hinter sich zu lassen. Und auch Emmy legt eine starke Entwicklung hin. Obwohl ich den Fall, den sie untersuchen, interessant und durchaus spannend zu verfolgen fand, hat die Charakterentwicklung dem Fall so ein bisschen die Show gestohlen. Ich mag das aber und hab das Buch echt gern gelesen.

Solide, freu mich auf den nächsten Band

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irgendwie beunruhigend

Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He

Dieses Buch gibt mir krasse „Mean Girls“-Vibes, nur dass diese Clique nicht umgebracht wurde. Die Strenge Cliquen-Struktur und Hierarchie an der Schule finde ich schon heftig, genauso wie die Art, wie die Mädchen mit sich selbst und anderen umspringen. Das fand ich teilweise einfach richtig beunruhigen und unangenehm.

Themen wie Körperbild, Mobbing und Beliebtheitskämpfe stehen im Vordergrund der Geschichte und ich finde die Themen wirklich stark gewählt, um auf strukturelle Problemen an Schulen und die Kämpft, die Schüler ausstehen, zu sensibilisieren.

Bin ehrlich: einen Mord fand ich gemessen am Alter der Figuren wahnsinnig drastisch und dramatisch. So ganz habe ich das der Story nicht abgekauft, der psychologische Twist, der die Auflösung begleitet, hat das zwar irgendwie relativiert, aber ich fand trotzdem so ein bisschen drüber. Die drei Mädchen die im Zentrum der Geschichte stehen sind einfach nur ekelhaft- vor allem Ella. Aber auch Lucy und Naomi stehen ihr in nichts nach und so kommt diese Geschichte einfach nie zu Ruhe und ist eine Aneinanderreihung von Schikanen und Bösartigkeiten.

Das Spiel mit den Perspektiven finde ich ziemlich geschickt, weil man sich natürlich die ganze Zeit fragt, wer Hannah ist.Das Ende war absolut perfide geplottet. Generell würde ich sagen, dass ungefähr ab der Hälfte des Buches das Tempo nochmal deutlich anzieht und die Story immer abgründiger wird. Ich war so gespannt, wie es wohl ausgeht und hatte mit der Auflösung absolut nicht gerechnet. Die Hinweise waren zwar da, aber ich hab sie nicht richtig zusammengesetzt.

Ich fands erschreckend, aber auf eine voyeuristische Art auch wahnsinnig packend.

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Hab bisschen mehr erwartet

Nobody's Quest von Alyssa Day

Die Aufmachung des Buches ist ein absoluter Traum- ein echter Blickfang. Die Story klang besser als ihre Umsetzung dann letztendlich für mich war und der Einstieg in die Story war für mich das Stärkste am gesamten Buch. Nach dem recht feurigen und fulminanten Start flauten Spannungsbogen und Atmosphäre für mich merklich ab.

Also die Lovestory hab ich ja irgendwie null gefühlt, nicht nur weil ich diesen sehr abrupten Anflug von Gefühlen bei Prinz Kaelen ab Sekunde 1 null nachvollziehen konnte, sondern weil es, als es dann endlich mal zur Sache ging, auch so übertrieben kitschig (er) und schwurbelig (sie) war, dass ich es bloß cringe fand

An sich fand ich die Quest cool angelegt- eine bunt zusammengewürfelte Gruppe mit verschiedensten Talenten macht sich auf eine Göttin zu befreien und muss dabei ein paar Hürden überwinden. Soweit so vielversprechend. Nur irgendwie gelingt die Mission deutlich leichter als gedacht und gegen Ende werden nochmal schnell die Spielregeln geändert, damits vermeintlich spannend bleibt

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einfach toll

Querfeldein von Alex Capus

Ich liebe ja die Geschichten von Alex Capus und lese seine Romane wahnsinnig gern. So auch hier wieder: ich hab einfach genossen, in diese Geschichte einzutauchen und abzuwarten, was als nächstes passiert. Irgendwie ist das immer, wie in ein anderes Leben entführt werden und fremde Schicksale zu durchleben.

Mich holt einfach jedes Mal dieser schöne, ruhige, aber ausgewogene Schreibstil ab.

Obwohl die Geschichte eindeutig von den ungewöhnlichen Figuren getragen wird, fand ich auch das Setting und das gesamte drumherum sehr ansprechend und unterhaltsam angelegt. Es werden klare Bilder und eine nahbare Atmosphäre erzeugt. Nicht nur der Gasthof Moskau, sondern auch das Dorf Ramsen erwachen so zum Leben. Die Geschichte hat fast schon was possenartiges wenn man bedenkt, wie sie ihren Anfang nimmt- mit Arnold, diesem unverschämten Glückspilz mit Hummeln im Hintern, der dann auch noch erfolgreicher Schmuggler wird.

Capus zeichnet Figuren, mit denen man sich, wenn auch manchmal widerwillig verbunden fühlt. Seine Figuren kann man sich mit all ihren Eigenheiten bildlich vorstellen. Sie werden lebendig und greifbar. Umso befremdlicher ich Claras geduldete Wildheit empfand, umso sympathischer war für mich Arnolds bodenständige Einfachheit. Und Betty war einfach nur iconic.

Ich fand die Geschichte super angenehm zu lesen und kurzweilig zu verfolgen. War so leicht, sich darin zu verlieren. Für mich ein perfekter Sommerroman, leicht historisch angehaucht, aber hauptsächlich einfach unterhaltsam

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Es ist alles miteinander verbunden

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

„Einsiedlersommer“ ist für mich eines dieser Bücher, an die ich zuerst gar keine Erwartungen hatte, das mir dann aber doch richtig nahe gegangen ist und wo ich im Nachhinein so froh bin, es gelesen zu haben. Dieses Buch verknüpft Umwelt und Naturforschung mit der Geschichte und Gesellschaftstruktur eines Ortes und würzt es mit einer Prise Familiendrama und dem „zurück zu selbst finden“.

Fands toll geplottet und hab der unerwarteten Freundschaft zwischen Olga und Eva sehr entgegengefiebert.

Der Aufbau der Geschichte war ansprechend angelegt- eine überstürzte Flucht, eine Chance, ein Ankommen und eine Wiederkehr, die Geschichte schlägt in meinen Augen einfach einen sehr schönen Bogen und ich fand Evas Verhalten und ihre Entwicklung sehr nahbar und nachvollziehbar. Ich mochte auch ihre Feldnotizen richtig gerne und war sehr fasziniert von ihrer Arbeit, dem Einfluss ihrer Arbeit auf das Leben im Ort und wie sich die natürlichen Gefüge gegenseitig bedingen.

Trotzdem steht mich ganz klar das sehr emotional belegte Thema „Familie“ im Vordergrund. Nicht nur Evas Familie, sondern vor allem auch Olgas, wo Geheimnisse und alter Groll die Familiendynamik überschatteten und auch Olga so ein bisschen zu einer Einsiedlerin haben werden lassen. Der Titel ist hier als wirklich fantastisch gewählt und ich fands so schön zu sehen, wie hier Fremde sich über verbindende Schicksale annähern, zu Freunden werden und einander beistehen.

Das Buch liest sich super schön und bringt trotz allem so eine angenehme Leichtigkeit mit sich. Vor allem auch Evas Feldversuche haben die Handlung für mich immer wieder aufgelockert und das Setting fand ich für einen sommerlichen Roman toll gewählt. Habs einfach wahnsinnig gern gelesen.

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Heartbreaking

Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis

Das Buch ist wie die Teenage-Version der Handmaids-Tale, was das ganze nochmal irgendwie dramatischer und erschreckender macht. Ich fand die Lebensumstände der Mädchen allgemein und dann auch das individuelle Schicksal von Jess sehr beklemmend und erschreckend. Brisant ist das ganze auch, da der Ausgangspunkt dieser dystopisch angehauchten Erzählung gar nicht so weit weg von unserer Realität liegt.

Was mir besonders gut gefallen hat, das waren die kleinen Momente der Hoffnung und Rebellion in dieser sonst so trostlosen Lebensrealität der Mädchen. Es gab Momente der Freundschaft und Solidarität, des Zusammenhalts und des Kampfeswillens. Auch die Verbindung, die zwischen Jess und Eliot durch die Bedeutung von Kunst in ihren Leben geschaffen wird, fand ich sehr schön. Habe es auch sehr geliebt wenn Jess von den Büchern erzählt hat, die ihre Mutter ihr gegeben hat und wie diese Geschichten den Mädchen ein Lichtblick waren.

Die Thematik macht wütend und betroffen, gleichzeitig kam auch die Hilflosigkeit in Anbetracht der Umstände gut raus und ich hab wirklich mitgefiebert.
Tolles Buch, sehr fesselnd geschrieben und thematisch so wichtig.

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Heartbreaking