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Rezensionen von peedee:

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Regt zum Nachdenken an

Perspektive Ewigkeit von Ronja Aselmann; Friedmund Aselmann

Nicht immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen! Der Alltag ist oft schwierig, fordernd, gar überfordernd. Ronja und Friedmund Aselmann wollen aufzeigen, wie inmitten des trubeligen Alltags Kraft und Hoffnung getankt werden können. Das Ehepaar weiss, dass trotz eines starken Glaubens an Gott nicht immer alles nur einfach ist und in einem Happy End resultiert.

Ihr Fokus ist die Perspektive Ewigkeit.

Erster Eindruck: Ein sympathisches Pärchen auf dem Cover, ein interessanter Untertitel – gefällt mir.

Ronja und Friedmund „Fritze“ Aselmann haben jung geheiratet und eine Familie gegründet. Dies ist umso überraschender, als die Ärzte eine Kinderlosigkeit prognostizierten. Die Freude war gross, doch muss die junge Familie schon bald grosse Herausforderungen bewältigen, da ihr erstgeborener Sohn schwer krank auf die Welt kam. Es hat mich sehr berührt, davon zu lesen. Die Krankheit hat die Eltern an Grenzen gebracht – niemand sollte sein Kind so leiden sehen müssen. Als Influencerin postet sie auf Instagram zu Glaubensthemen und ihrem Alltag als Familie. Dabei hat sie keine Rabattcodes zu verschenken und geht auch keine Kooperationen mit Firmen ein. Sie will einfach über die Liebe Gottes sprechen.

Diese beiden Zitate haben mir besonders gut gefallen:
- „Gott ist gross, dass er auch den kleinsten Dingen, die um seinetwillen getan werden, Grösse verleiht!“ (John Wesley)
- „Die zwei wichtigsten Tag deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“ (Mark Twain)

Ich bin an einem ganz anderen Punkt im Leben als die Eheleute Aselmann (ich bin älter, nicht verheiratet, keine Kinder), daher hatte es einige Aspekte im Buch, von denen ich mich weniger angesprochen fühlte. Was mir zudem nicht so zusagte, waren die vielen Wörter in Grossbuchstaben (nur Grossbuchstaben ist wie Schreien) und die zuweilen ausführliche Zitierung von ChatGPT-Texten. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen, da es zum Nachdenken (z.B. in puncto Vergebung) anregt, was das Beste aber zugleich Schlimmste ist, was einem ein Buch „antun“ kann. Vielen Dank für die Einblicke in das Leben der Familie Aselmann – 3 Sterne.

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Regt zum Nachdenken an
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Bittersüsse Geschichte, unpassender deutscher Titel

Versprich mir, dass du tanzt von Dani Atkins

Lily hat ihren Mann Adam verloren. Nun ist es bereits ein Jahr her, aber doch fühlt es sich zuweilen an, als wäre es erst kürzlich passiert. Sie hat noch ein Versprechen gegenüber Adam einzulösen: Er hat sie gebeten, ihren früheren besten Freund Josh zu suchen und sich auszusprechen. Sie hat so viele schöne Erinnerungen an Josh aus ihrer Kindheit, aber der furchtbare Streit am Abend vor ihrer Hochzeit und der nachfolgende Kontaktabbruch haben vieles überlagert.

Wieso soll sie ausgerechnet jetzt Josh suchen?

Erster Eindruck: Das Cover mit den glänzenden Elementen gefällt mir.

Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen, die u.a. von der Gegenwart bis zwanzig Jahre in die Vergangenheit zurückgehen (der Wechsel der Zeit ist meist gut angegeben).

Die Beschreibungen im Prolog, zu den letzten Stunden von Lilys Ehemann Adam, waren sehr beklemmend, aber auch berührend. Ich bewundere Menschen, die z.B. in Hospizen arbeiten können und an dieser Situation nicht zugrunde gehen. Adam hat Lily das Versprechen abgenommen, Josh zu suchen, die „Sache“ zu bereinigen und sodann ihnen (Josh und Adam) zu vergeben. Was war da los?
Das Kennenlernen von Lily und Josh zwanzig Jahre zuvor war nicht gerade von Liebeswürdigkeit seinerseits gekrönt. Josh hat grossspurig ausgeteilt. Er hat in Heimen und Pflegefamilien sehr schwere Zeiten erlebt – diese Arroganz half ihm bestimmt, den Tag zu überstehen. Einen Tag, dann noch einen Tag…
In der Gegenwart muss Lily herausfinden, wo Josh hingegangen ist, was nicht einfach für sie ist, da sie beide ja keinen Kontakt mehr haben wollten. Aber sie ist es Adam schuldig.
Durch die diversen Rückblenden erfährt man einiges über Lilys Beziehung zu Adam und die Freundschaft zu Josh. Und auch über den ersten Kontakt der beiden Männer in Lilys Leben. Ist es überraschend, wenn ich sage, dass es eine eher unterkühlte erste Begegnung war? Ich denke, nicht.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Es hat zuweilen meine Geduld strapaziert, wenn ich dachte, dass sie doch endlich miteinander sprechen sollten, aber dann war ich wiederum sehr berührt von dem Gelesenen. Abschliessend muss ich sagen, dass sich mir der deutsche Buchtitel überhaupt nicht erschliesst. Der englische Titel ist wieder einmal viel besser und hätte sicher auch auf Deutsch gut funktioniert. Der Ausgang der Geschichte war bittersüss – von mir gibt es 5 Sterne.

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Bittersüsse Geschichte, unpassender deutscher Titel
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Bücherliebe für immer

Das Glück der Bücher von Karin Joachim

Lilo Steinbrink ist seit vielen Jahren mit ihrer Buchhandlung in einer münsterländischen Kleinstadt selbstständig. Die jüngste Mieterhöhung kann sie finanziell jedoch nicht mehr stemmen und muss deshalb schweren Herzens die Buchhandlung aufgeben. Nun soll alles zu Ende sein? Was soll sie jetzt tun? In ihrer freien Zeit, von der sie momentan genügend hat, da sie noch keinen neuen Job gefunden hat, kümmert sie sich um den Büchertauschschrank in der Innenstadt.

Sie merkt, wie ihr der Austausch mit anderen bücherliebenden Menschen fehlt…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir ausnehmend gut (es irritiert mich aber, dass beim Buchtitel die ersten beiden Worte kursiv geschrieben sind).

Da ich selbst ein grosser Bücherwurm bin (ohne Buch verlasse ich niemals-nie-unter-gar-keinen-Umständen das Haus!), lese ich auch sehr gerne über Bücher, Buchhandlungen oder auch über Autor:innen. Als ich dieses Buch sah, war mir klar, dass ich es unbedingt lesen „musste“.

Die Buchhandlung zu schliessen ist ein sehr schwerer, aber leider unumgänglicher Schritt für Lilo. Und nun soll sie, Mitte 50, schnellstmöglich einen neuen Job finden. Die junge Frau beim Jobcenter meinte, dass sie schon „recht alt“ sei – na, vielen Dank für diesen „aufmunternden“ Beitrag! Lilo weiss wohl selbst nur zu genau, welches Alter in ihrem Ausweis steht. Und dass es nicht einfach für sie sein wird, einen Job zu finden, der ihr Einkommen sichert und ihr auch noch Freude bereitet. Lilo beschäftigt sich mit den Büchertauschschränken in ihrer Stadt und den Nachbarorten und kommt so mit anderen Menschen ins Gespräch. Das freut sie sehr. Es freut sie jedoch gar nicht, als sie mitbekommt, dass jemand in der Nacht alle Bücher mitgenommen hat oder vandaliert wurde! Das macht sie wütend (mich auch!).

Es ist eine ruhige Geschichte, die zuerst sehr gemächlich, fast in sich gekehrt wirkt, dann aber sogar einige Krimielemente aufweist. Und Aufbruchsstimmung. Aber vor allem: ganz viel Bücherliebe! Am besten gefallen hat mir, dass die Bücherliebe ein verbindendes, nicht zu unterschätzendes starkes Mittel ist. Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensweisen können über die Liebe zum geschriebenen Wort zusammenfinden. Das finde ich sehr schön. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Bücherliebe für immer
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Der Zauber der Insel

Winterzauber am Inselweg von Julie Peters

Friekes Buchladen, Band 5: Smilla fragt sich, ob die Trauer niemals leichter wird. Vor zwei Jahren hat sie ihren Mann verloren und an manchen Tagen fühlt es sich für sie an, als wäre es erst vor kurzem passiert. Die Einladung ihrer Freundin Sanne, sie auf Spiekeroog zu besuchen, kommt gerade rechtzeitig.

Auf der Überfahrt lernt sie Onno kennen, einen sehr sympathischen Mann, der – wie sie später erfährt – als Lehrer auf der Insel arbeiten wird. Smilla ist überrascht, dass sie das Gefühl der Anziehung verspürt. Auf der Insel kommt es zum Wiedersehen mit Onno. Aber Smilla hat sich geschworen, ihr Herz kein zweites Mal zu verschenken…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir; es passt sehr gut zum „Winterzauber“.

Dies ist Band 5 der Reihe, aber er lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen. Für mich war es ein Wiedersehen mit Altbekannten.

Smilla ist Künstlerin; sie würde gerne ein Bilderbuch illustrieren, aber dazu kam es bisher nicht. Sie hat aber erfolgreich ein wuscheliges Meerschweinchen und ein hoppelndes Häschen geschaffen, Murmel und Hupsi, die nun in unzähligen Varianten verkauft werden und somit ihren Lebensunterhalt sichern. Doch seit zwei Jahren ist ihre Kreativität blockiert – so wie auch ihr ganzes Leben blockiert ist.
Onno erhofft sich auf Spiekeroog einen Neuanfang. Die Beziehung zu seiner Freundin ist… nun ja… schwierig. Vielleicht hilft die örtliche Trennung, Klarheit zu bekommen. Für sie beide. Er freut sich auf seine neue Stelle als Lehrer.
Frieke ist hochschwanger. Sie will noch viel zu viel erledigen, bevor das Baby da ist und sie dann für längere Zeit in der Buchhandlung ausfällt. Das mag sie nicht, aber sie weiss, dass das eben so sein wird. Nur noch kurz dieses und jenes…

Wie gewohnt war viel los auf Spiekeroog (und das meiste auch vorhersehbar). Ich mag Happy Ends, keine Frage, aber die Auflösungen sind mir hier einfach zu glatt: einerseits grosses Drama mit vielen Wiederholungen, andererseits holterdiepolter Happy End. Am besten hat mir die Freundschaft bzw. der Zusammenhalt gefallen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Der Zauber der Insel
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Grossartige Einblicke!

Ein Arzt für jede Welle von Reinhard Friedl; Shirley Michaela Seul

Hochseekreuzfahrtschiffe sind schwimmende Städte. Sowohl Passagiere als auch Crew-Mitglieder hoffen dabei, den Bordarzt möglichst wenig zu sehen. Dies ist nicht persönlich gemeint, aber schliesslich ist niemand gerne krank. PD Dr. med. Reinhard Friedl hat jahrelang als Herzchirurg gearbeitet und ist als begeisterter Segler und Taucher zum Schiffsarzt geworden.

Im Hospital gibt es Schnupfen, Frakturen, Herzinfarkte, aber auch rätselhafte Krankheiten, bei denen detektivischer Spürsinn gefragt ist. Hier gewährt er Einblicke in seine Arbeit.

Erster Eindruck: Ein schönes Cover, ein interessanter Buchtitel – was will ich mehr?

Ich habe selbst schon einige Flusskreuzfahrten gemacht, aber auf einem dieser Hochseekreuzfahrtschiffen war ich noch nie. Reizen würde es mich zwar schon, aber die Angst vor starkem Seegang ist zurzeit noch zu gross. Aber lesetechnisch (oder auch filmtechnisch) gehe ich gerne an Bord.

Sehr wichtig auf einem Schiff ist Pünktlichkeit. Dies muss Dr. Riedl auch früh lernen. Durch ein Missverständnis kommt er zu spät zurück an Bord und erfährt, was alles unternommen wird, wenn eine Person nicht zum geforderten Zeitpunkt erscheint. Ein weitreichendes Protokoll wird abgespult.
Sehr interessant, von den Dimensionen des Hospitals zu lesen und auch darüber, dass die wichtigsten Bestandteile noch als Notfallhospital in Koffern an einem anderen Ort gibt. Warum? Wenn eine Katastrophe die Klinik betrifft, kann dort nicht mehr gearbeitet werden. Daher kann dieses „Koffer-Hospital“ im wahrsten Sinne lebensrettend sein.

„Wer Meer hat, braucht weniger.“

Beeindruckend sind die Einblicke in die straffe Organisation des Schiffes: Was alles passiert, wenn ein Notfall gemeldet wird. Oder wenn der medizinische Notfall eine Ausschiffung erforderlich macht, was durch eine international tätige deutsche Agentur unterstützt wird: Die Agentur betreut über Kontaktpersonen den Patienten sowie die Angehörigen; die Betreuung endet erst, wenn ein Patient wieder zu Hause ist (auch wenn das Monate dauern sollte).
Auf einem Schiff arbeiten Menschen mit unterschiedlichster Herkunft auf engstem Raum zusammen. Ich fand es sehr interessant, dass jedes Crew-Mitglied einen kulturanthropologischen Crashkurs absolvieren muss.
Abschliessend möchte ich noch das „Hospital“ für das Schiff selbst erwähnen: Auch ein Schiff muss regelmässig zum Gesundheitscheck, und zwar in die Werft, wo es auf Herz und Nieren geprüft wird.

Das Buch hat mich ausgezeichnet unterhalten: Es gab Einblicke hinter die Kulissen eines Grossbetriebes, berührende und fröhliche Geschichten, zeigte die Faszination des Reisens und die Fähigkeit, sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Vielen Dank und wohlverdiente 5 Sterne!

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Grossartige Einblicke!
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Besuch aus der anderen Hölle

Cornibus & Co. (Band 4) - Wie das Keinhorn in die Hölle kam von Jochen Till

Cornibus & Co, Band 4: In der Hölle hat es überraschend Besuch gegeben. Es ist ein Keinhorn, das aus dem Glitzerwald kommt, wo alles perfekt ist: Ein Gänseblümchen hat exakt acht Blätter und jeder Marienkäfer sieben Punkte. Fürchterlich perfekt. Es ist die Hölle. Diese andere Hölle gefällt Cornibus gar nicht, obwohl es dort Bäume aus „Schlotzolade“ gibt… Für Kinder ab 10 Jahren.

Mit Zeichnungen von Raimund Frey.

Erster Eindruck: Das bunte Cover mit Keinhorn und Cornibus sowie die vielen schwarz-weissen detaillierten Zeichnungen gefallen mir sehr gut. Ich würde sogar sagen, dass das Cover herzallerliebst ist, aber das würde Cornibus wohl nicht gefallen, oder?

Dies ist Band 4 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Warum hat das Keinhorn kein Horn? Eigentlich ist es nämlich ein Zweihorn, das aber nur mit einem Horn auf die Welt gekommen ist. Eine grosse Enttäuschung für die perfekten Zweihorn-Eltern. In der Schule wird das einhornige Zweihorn gehänselt und findet keine Freunde. Dabei kann es doch nichts für sein Aussehen! Wie Gary Glitzerprinz, so sein ursprünglicher Name, dann in der Hölle gelandet ist und wieso er gar kein Horn mehr hat, erzählt er seinem neuen Freund Cornibus.

Eine amüsante Geschichte mit einem ernsten Hintergrund; von mir gibt es 3 Sterne.

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Besuch aus der anderen Hölle
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Ein Neuanfang in Irland

Das Wintermärchen von Kerry von Julie Larsen

Als Eilis ihren langjährigen Job als Anwaltsassistentin in einer Kanzlei in Chicago verliert, besinnt sie sich auf ihre irischen Wurzeln und kauft den alten Buchladen „Pages & Promises“ in Glensiveen, Irland. Als sie dort ankommt, warten nicht nur verstaubte Bücher auf sie, sondern auch gleich noch eine Menagiere an Tieren! Cillian, der Enkel des ehemaligen Besitzers, ist Tierarzt und hat kurzfristig Tiere aus schlechter Haltung gerettet und hier untergebracht.

Er wusste nicht, dass sein Grossvater das Geschäft verkauft hatte. In nicht mal acht Wochen will sie den Buchladen auf Vordermann bringen und zu Weihnachten eröffnen…

Erster Eindruck: Ein sehr hübsches winterlich-weihnächtliches Cover – gefällt mir sehr gut.

Es ist ein Riesenschritt für Eilis, sich allein in einem ihr bisher fremden Land einen Laden zu kaufen und diesen dann in acht Wochen betreiben zu wollen. Sie hat weder als Buchhändlerin noch als Unternehmerin Erfahrung. Ob das wohl gut kommt? Nana, ihre geliebte Grossmutter, hat ihr den Kontakt zu Malachy, dem früheren Besitzer, vermittelt. Er war es auch, der Nana und ihren Grossvater seinerzeit zusammengebracht hat, bevor sie als Paar nach Amerika gingen. Und nun ist Eilis in Irland. Den Moment, als Eilis in ihr neues Ladenlokal kommt, und all die verschiedenen Tiere sieht, konnte ich mir so gut vorstellen: Es hat Katzen, zwei Kaninchen, einen fluchenden Ara, ein Chamäleon, einen alten Hund und draussen stehen noch ein Esel und ein Schwein! Wo ist sie da nur hineingeraten? Cillian erfährt von seinem Grossvater, dass die neue Besitzerin irritiert – sehr diplomatisch gesagt – über diese Menagerie ist. Er möge das doch bitte direkt klären. Cillian ist mit Leib und Seele Tierarzt. In Liebesdingen läuft es nicht so gut; er denkt immer wieder, dass er nicht gut genug ist. Bei den Tieren weiss er immer, woran er ist. Die verwirren ihn nicht. Nicht so, wie diese junge Amerikanerin…

„Bücher öffnen Türen zu Welten, die nur das Herz sehen kann.“

Buchliebe, Angst, Familie, Liebe, Vertrauen, Neuorientierung – dies sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, hat mich sehr gut unterhalten und mir auch ein wenig Weihnachtsstimmung vermittelt. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Freunde und Weihnachten

Ganz bald ist Weihnachten von Britta Sabbag

Biber und Bär, Band 4: Der erste Schnee ist da! Da wissen Biber und Bär gleich, dass es nicht mehr lange bis Weihnachten geht. Die Freunde wollen Weihnachten unbedingt gemeinsam feiern. Dafür müssen sie noch Baumschmuck basteln und einen Tannenbaum aufstellen. Der gewählte Baum ist aber viel zu gross für die Bärenhöhle, daher stellen sie ihn draussen auf.

Sie feiern mit den anderen Tieren aus dem Wald zusammen Weihnachten. Für Kinder ab 4 Jahren; illustriert von Eefje Kuijl.

Erster Eindruck: Sehr schöne, durchgehend farbige Illustrationen. Die Schrift des Textes ist aus meiner Sicht zu klein geraten.

Biber und Bär sind Freunde. Sie sind sehr unterschiedlich und können verschiedene Dinge gut: Der Biber kann zwar einen Baum fällen, ihn aber nicht tragen, der Bär hingegen hat so viel Kraft, dass er Bäume schütteln und tragen kann. Was der eine nicht kann, kann der andere. Sie sind immer füreinander da.

Die Geschichte ist mit 32 Seiten sehr schnell ausgelesen, aber das ist bei dem noch jungen Zielpublikum auch passend. Anhand der ganzseitigen Illustrationen kann mit dem Kind die Geschichte ganz einfach weitergesponnen werden. Ein schönes Buch, das Freundschaft – auch wenn man sehr unterschiedlich ist – und Weihnachten thematisiert. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Die Liebe fährt Tandem

Herzgezeiten - Küstenglück in Greetsiel von Anja Seefeld

Greetsiel, Band 2: Es liegt Liebe in der Luft, denn Jules beste Freundin Katharina und ihr Verlobter Jasper werden heiraten! Jule überlegt, wie es wäre, selbst zu heiraten. Doch ihr Freund Sebastian denkt nur an seine Karriere. Vielleicht kommt er aber bei der Hochzeit auf die richtigen Gedanken zu ihrer beiden Zukunft? Dieser Traum platzt, als Jules Schwester Sebastians Profilbild auf einer Dating-App findet.

Traurig macht sich Jule als Neo-Single auf den Weg nach Greetsiel. Als Trauzeugin will sie ihrer Freundin die schönste Hochzeit aller Zeiten bieten. Der Trauzeuge des Bräutigams ist ausgerechnet Nils – ein dorfbekannter Flirtkönig! Aber er überrascht sie positiv…

Erster Eindruck: Vom Sujet her gefällt mir das Cover, aber das Netz mit den Krabben sieht komisch aus.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Für mich war es ein schönes Wiedersehen mit Altbekannten.

Es gibt so viele Tage im Jahr, aber ausgerechnet jetzt fallen zwei Termine auf das gleiche Datum: Die Hochzeit der Freunde sowie ein wichtiges Geschäfts-Meeting von Sebastian. Für Jule ist klar, dass die Hochzeit ihrer Freundin Vorrang vor sämtlichen beruflichen Terminen hat. Aber Sebastian sieht das anders: Er „muss“ in Begleitung beim Geschäftstreffen auflaufen, sonst ist alles vorbei. Natürlich. Nur kein Drama, „lieber“ Sebastian! Bei Jules Arbeit läuft nicht alles nach Wunsch und daher kommt es für sie wie gerufen, dass sie Ferien und Überzeiten auf einmal beziehen und umgehend nach Greetsiel fahren kann.
Es war sehr interessant zu lesen, wie Jule plötzlich zwischen zwei Männern stand: Einerseits der unkomplizierte Fahrradverleiher Nils, der sich in ihr Herz geschlichen hat, und andererseits der stets wie aus dem Ei gepellte und durchgeplante Sebastian, dem nun bewusst wurde, was er an Jule hatte. Als Leser:in war die Wahl selbstverständlich einfach, keine Frage!

Mit am besten gefallen hat mir auch dieses Mal die Freundschaft der beiden Frauen Katharina und Jule. Und Nils: Wie er es geschafft hat, die „Playboy-Fassade“ fallen zu lassen und seine Gefühle und Verletzlichkeit zu zeigen. Ein Happy End – das ist ja keine Überraschung, oder? – und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Parallelen zweier Frauen

Das Tagebuch von Longdale Manor von Carrie Turansky

Die junge Kunsthistorikerin Gwen Morris reist im Auftrag ihres Grossvaters, der zugleich Chef des Auktionshauses Hill und Morris ist, in den Lake District, um Kunstwerke und Antiquitäten einer alten Freundin der Familie zu begutachten. Dort lernt sie David Bradford kennen, den Enkel der Besitzerin von Longdale Manor, der das Anwesen in ein Hotel umbauen will.

Bei ihren Recherchen stösst sie auf ein einhundert Jahre altes Tagebuch von einer Frau namens Charlotte. Fasziniert taucht sie in Charlottes Geschichte ein und findet Parallelen zu ihrem eigenen Leben…Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover; ein gut passender Buchtitel (der englische gefällt mir aber noch besser).Es werden parallel zwei Geschichten erzählt, einerseits die von Charlotte in 1912 und andererseits die von Gwen in der Gegenwart. Der Wechsel der Zeiten ist gut angegeben. Das Buch wurde mit dem “Carol Award 2024” in der Kategorie “Historische Romane” ausgezeichnet.

Der Einstieg in die Geschichte fängt mit einem für Gwen – und somit für das Auktionshaus – finanziellen Desaster an, denn Gwen ist leider in ihrer noch jungen Karriere als Kunsthistorikerin ein grosser Fehler unterlaufen, indem sie Kunstwerke zu einem viel zu tiefen Preis eingeschätzt und verkauft hat. Warum hat nur niemand der anderen ihre Gutachten kontrolliert? Gwen muss sich jetzt beweisen, indem sie den Auftrag auf Longdale Manor ausführt. Lilly Benderly, die Besitzerin, ist eine sehr liebenswürdige ältere Dame. Ihr Enkel, David, macht auch gleich einen guten Eindruck (bei Gwen und bei mir!).Das einleitend erwähnte Tagebuch führt die Leser:in hundert Jahre zurück in die Vergangenheit. Interessant war dabei zu beobachten, dass damals und auch heute die gleichen Unsicherheiten in Beziehungen vorliegen und leider oftmals Vermutungen als Wahrheit angenommen werden, ohne das Thema zu diskutieren.

Der Glaube ist in beiden Geschichten sehr präsent – das hat mir sehr gut gefallen. Vergebung (schwierig!), Zweifel im Glaubensleben, Familie und Liebe waren für mich die Hauptthemen. Die Vorstellung, ein so altes Tagebuch von jemandem zu lesen, der selbst auf diesem Anwesen gelebt hat, ist sehr speziell. Ich hatte das Gefühl, dass ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet wurde. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich vergebe gerne 4 Sterne.

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Parallelen zweier Frauen