Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Sport ist Mord
Prost, auf die Sportler von Friedrich Kalpenstein
Kommissar Tischler, Band 13: Profi-Biathlet Moritz Binder ist es gewohnt, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Für seine Kontrahenten hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Bei der Eröffnung des neuen Sportgeschäftes seines ehemaligen Trainers in Brunngries ist er als prominenter Gast eingeladen – am nächsten Morgen ist er tot.
Hauptkommissar Constantin Tischler beginnt zu ermitteln. War es ein Unfall? Oder eine Abrechnung? Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und Binders arrogantes Verhalten wird nicht gut angekommen sein. Polizeiobermeister Felix Fink wird von Bürgermeister Gmeinwieser zu einem Tatort gerufen…
Erster Eindruck: Wenn die Resi auf dem Cover ist, kann das nur ein gutes Cover sein, oder?
Dies ist Band 13 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten). Ich gelte in Brunngries schon als Einheimische *laut lach*. Es ging auch gleich zünftig los! Fremde Leute würden denken, dass in Brunngries nie etwas passieren würde, aber wir „Quasi-Einheimischen“ wissen es natürlich besser…
Ein Toter im neuen Sportgeschäft – und das gleich am Eröffnungstag! Und wie es sich herausstellt, war es der bekannte Profisportler Moritz Binder! Dieser Umstand sorgt dafür, dass das Medienecho noch grösser als sonst sein wird. Der nunmehr tote Binder scheint ein arrogantes anstatt kollegiales Verhalten an den Tag gelegt zu haben! Constantin Tischler und Felix Fink ermitteln zwar grundsätzlich in gewohnter T-U-F-Manier, aber vorerst werden sie zu zwei unterschiedlichen Fällen gerufen: Constantin zum Sportgeschäft und Felix ins Chaletdorf. Dort wartet Bürgermeister Gmeinwieser auf ihn und bittet dringend darum, den Fall nicht unnötig aufzublasen – seine Frau müsse nicht damit behelligt werden und seine Wähler auch nicht. Was soll denn das bedeuten?
Das übliche Geplänkel zwischen Constantin und Felix hat mir gefallen. Und auch die Stimmung unter den anderen Polizeimitarbeitenden. Der Mechaniker Franz Steiner, der sich ja schon einiges geleistet hat, erhält dieses Mal positives Feedback: Als Aushilfs-Taxifahrer verhindert er, dass sein Fahrgast auf den Enkeltrick hereinfällt und viel Geld los wurde. Bravo! Hach, das war wieder ein Lesegenuss: Spannung und Humor – was will ich mehr? Von mir gibt es ein weiteres Mal die wohlverdienten 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Tohuwabohu mit Glitzer
Glitzer geht immer von Ellen Berg
Anne und Tom freuen sich auf das bevorstehende Weihnachten, denn es ist ihr erstes Weihnachten als Paar. Es versteht sich von selbst, dass die Familienfeier daher bei Anne stattfinden soll. Das sieht Annes Mutter aber ganz anders, denn jahrelange Traditionen sind zu pflegen und somit findet Weihnachten wie gewohnt bei ihr statt.
Der Streit um den Austragungsort ist eröffnet! Zähneknirschend wird ein Kompromiss gefunden, sodass sich die Eingeladenen zuerst bei Anne und Tom einfinden. Es kommt zu unverhofften Gästen und einem Schneesturm…
Erster Eindruck: Das Cover ist wie gewohnt detailreich und witzig – gefällt mir sehr gut.
Bei diesem Buch gibt es ein Wiedersehen mit den Protagonisten aus „Jünger geht immer!“ (diese Geschichte kenne ich noch nicht, werde also damit „nachsitzen“ müssen!).
Hach, Weihnachten, das Fest der Liebe und Besinnlichkeit… Ja, in Filmen oder Träumen! Anne ist fünfzig, ihr Tom etliche Jahre jünger. Das war für Anne zuerst unvorstellbar, aber nun zeigt ihr Tom, dass das Alter eben nur eine Zahl ist. Die meiste Zeit kann Anne das auch glauben, wenn nicht mal zwischendurch die Eifersucht anklopft und sie wieder ins Schwanken gerät. Annes Mutter Felicitas hat auch einen jüngeren Partner, nämlich Toms Vater Johannes. Das wird eine komplizierte Feier werden, da auch die Eltern dabei sind, die auf ihre Ex-Partner treffen. Wird ein konfliktfreier Apéro möglich sein oder gibt es schon die ersten Wortgefechte?
Mir gefällt der Wortwitz von Ellen Berg, wie z.B. „Leise rieselt der Stress“, „Deeskalations-Seminare für Leute […], die die Weihnachtstage im Familienkreis verbringen“ oder „Freundinnen sind bekanntlich Gottes Entschuldigung für Verwandte“. Und dann noch etwas Kitschig-Romantisches: „Wenn das Herz atmet und die Augen sich nicht sattsehen können, ist es Liebe.“ Seufz…
Uh, das gab so viele Krisenherde in der trauten Weihnachtsrunde, da wurde mir bereits als Leserin ein bisschen unwohl! Von den Protagonisten hat mir Tante Beate sehr gefallen. Sie hat ihre eigene Meinung und hält damit auch nicht hinterm Berg. Nun gut, manchmal wäre Diplomatie angesagt, aber das sieht sie ganz anders. Der unverhoffte Gast Charlie hat mich verwirrt: Aufgrund der Beschreibungen hätte ich sie für 10 Jahre alt oder jünger geschätzt. Aber nein, sie ist 15 Jahre alt! Das hat für mich überhaupt nicht gepasst. Der Ausgang der Geschichte war mir too much – es hat sich zwar durchaus abgezeichnet, aber hätte nicht sein müssen. Nichtsdestotrotz gibt es von mir 5 Sterne.
Freundschaft weg, keine Liebe?
Kiss me in Orange von Alix Bente
Emma flüchtet aus Berlin, um in ihrer Heimatstadt Goldried ihrer hochschwangeren Schwester im Café zu helfen und um nebenbei ihren Liebeskummer zu pflegen und auch ein bisschen im Selbstmitleid zu baden. Sie will nicht mehr an ihren einst besten Freund Niclas denken. Siebenhundert Kilometer zwischen ihm und ihr sollten genügen.
Aber die siebenhundert Kilometer werden auf einen Schlag auf einen Meter Distanz verkürzt, als er bei ihr vor der Türe steht. Sie will nicht mit ihm sprechen, nachdem seinerseits drei Monate Funkstille herrschte. Doch Niclas geht nicht wieder weg…
Erster Eindruck: Das Cover ist zweifellos ein Hingucker – herbstlich, im derzeitig häufig ersichtlichen Stil. Es scheint in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen; das mag ich nicht.
Nachdem Emma und Niclas über Jahre beste Freunde waren, kam es zu einem verhängnisvollen Kuss – und Emmas Flucht aus Berlin. Eine sehr schwierige Situation, da Emma schon seit Jahren mehr für Niclas empfand als nur Freundschaft. Ist nun alles verloren?
Goldried ist eine sympathische Kleinstadt mit einem überbordenden Eifer, Gemeinschaftsaktivitäten auszurichten. Wenn die Menschen dort nicht arbeiten, feiern sie zusammen. Schön. Kitschig-schön. Ich mag Kleinstadt-Romane wie „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“ sehr gerne – für mich als Leserin immer wieder amüsant, wie die Bewohner alles über die anderen wissen. Wenn nicht sie, wer dann? Emma war zuweilen etwas anstrengend (sie kann übrigens nicht gut verlieren). Und es dauerte mir zu lange, bis herauskam, weswegen dieses eine bestimmte Video mit Niclas solche Wellen machte. Niclas mochte ich sehr gerne – wie eigentlich alle anderen auch. Es gab einige ernsthafte Momente, die fast ein bisschen untergingen. Aber es zeigt einmal mehr, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Und man die gemachten Erfahrungen mit sich herumträgt: einige verarbeitet, andere unverarbeitet, schmerzend. Das Debüt der Autorin hat sich flüssig lesen lassen und erhält von mir aufgerundete 4 Sterne (aufgrund des Hundes „Riesling“ – eine witzige Namenswahl!).
Reihenstart geglückt
Winterfunkeln unterm Polarstern von Kerstin Garde
Kleine Waldhütte in Norwegen, Band 1: Charlotte hat im Sommer ihre beste Freundin Anka verloren – sie kann es immer noch nicht glauben. Sie wollten doch zusammen noch so viel erleben. Und nun steht auch noch Weihnachten, ihrer beiden liebsten Zeit des Jahres, bevor. Charlotte bleibt nur ein Brief von Anka mit ihrer Bucket List.
Sie wollten gemeinsam nach Norwegen, in die Sjoa-Region in ein Hüttendorf, dort die Nordlichter sehen, etwas typisch Regionales essen und vieles mehr. Nun soll Charlotte dies allein tun; sie, die sich am liebsten hinter ihren Büchern versteckt. Doch sie will es für Anka und sich selbst tun. Norwegen erwartet sie mit viel Schnee und Natur-Guide Kiljan…
Erster Eindruck: Ein wunderbares Cover – was will man mehr?
Charlotte muss aus ihrem Berliner Schneckenhaus rauskommen, ihre Komfortzone verlassen und versuchen, die Schuldgefühle zu verarbeiten. Der Schritt, die Reise anzutreten, ist für sie enorm gross. Aber sie will mutig sein. Sie weiss, Anka wäre stolz auf sie. Und sie will auch stolz auf sich selber sein. Die Ankunft in Norwegen lässt sie gleich wieder verzagen – Das Taxi ist weg. Und nun soll sie mit einem fremden Mann ein Taxi teilen? Das fängt ja gut an. Kiljan hat etwas, was ihn stark belastet, aber er ist noch nicht bereit, sich darauf einzulassen. Charlottes Ankunft in Norwegen löst etwas in ihm aus. Er ist sich noch nicht sicher, ob er dies gut finden sollte oder nicht. Er würde sich wünschen, wieder mehr Fröhlichkeit in seinem Leben zu haben. Aber darf er Glück empfinden?
Kiljans Familie hat mir sehr gefallen: Sie hält zusammen und auch wenn es unter den Brüdern mal Knatsch gibt, spürt man trotzdem die Liebe untereinander. Und die Oma hält alles zusammen. Das Hüttendorf konnte ich bildlich vor mir sehen: gemütlich, rustikal, verschneit.
Ein Buch über Verlust, Schuldgefühle, aber auch über die Kraft, weiterzumachen, sich neu zu orientieren. Obwohl es schwere Themen gibt, ist es nicht eine erdrückende, sondern hoffungsvolle Geschichte. Mir ist schon bewusst, dass wir Menschen zuweilen stark auf Gerüche reagieren. Aber hier wurde für meinen Geschmack viel zu oft erwähnt, wie gut Kiljan doch rieche, und wie Charlotte mutmasste, wonach er duftete. Mich hat Charlotte übrigens überrascht – sie war sehr viel mutiger und selbstbewusster als zu Beginn. Während der Lektüre habe ich mir gedacht, dass diese Geschichte prädestiniert wäre für eine Reihe; erst im Nachwort habe ich dann erfahren, dass es tatsächlich der Beginn einer Wohlfühlreihe ist. Und da ich ein klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig bin, freut mich dies ausserordentlich. Für den Reihenstart gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Kaffee, Kaffee, Kaffee
Das Glück schmeckt nach Meer: Die Kaffeerösterei von Birte Stährmann
Das Glück schmeckt nach Meer, Band 2: Merle betreibt mit grosser Leidenschaft eine kleine Kaffeerösterei in Flensburg. Das Kreieren und Rösten von Kaffeespezialitäten macht sie glücklich. Privat steht sie kurz vor der Hochzeit, die dann ins Wasser fällt – er hat sie betrogen! In einem Ferienhaus in Maasholm versucht sie, sich neu zu finden und sich über die nächsten Schritte bewusst zu werden.
Dabei trifft sie auf Bonbonkocherin Annika, die zu einer guten Freundin wird…
Erster Eindruck: Ein schönes Cover, das gut zur Reihe passt.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Es kommt zwar zu einem Wiedersehen mit einigen Protagonisten, aber deren Verbindungen werden kurz erklärt.
Merle ist gelernte Krankenschwester, hat nun aber alles auf die Karte Kaffee gesetzt und ihre eigene Rösterei eröffnet. Die finanzielle Unsicherheit, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, rückte in den Hintergrund, da ihr zukünftiger Ehemann einen festen Job hat. Nun ja, das mit dem „Ehemann“ hat sich kurzerhand erledigt – ich war überrascht, wie vernünftig sie trotz allem reagiert hat. Im Ferienhaus ihres besten Freundes Leif kann sie unterschlüpfen, um zu überlegen, wie es weitergehen soll. Sie muss dringend eine Wohnung finden! Nach den ersten entmutigenden Absagen hat sie aber Glück und findet genau das, was sie gesucht hat – und erst noch in der Nähe ihrer Rösterei! Die Wohnungsbesitzerin ist Margit, eine ältere Dame, die um Mithilfe in ihrem Haushalt und Garten gebeten hat. Margit und Merles Oma Lisbeth haben mir sehr gefallen. Ich würde gerne viel dazu erzählen, will aber keine Lesefreude vorweg nehmen.
Da es in diesem Buch um eine Kaffeerösterei geht, war damit zu rechnen, dass es viel um Kaffee und dessen Zubereitung geht. Und so war es: Ich habe förmlich den frisch gerösteten Kaffee gerochen, das Handwerk des Röstens bewundert, die Atmosphäre im Café genossen. Da ich gerne Kaffee trinke, fühlte ich mich in diesem Umfeld sehr wohl. Ein schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Leidenschaft – von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Die Reisegruppe wird immer kleiner
Grappa fängt Feuer von Gabriella Wollenhaupt
Grappa, Band 5: Journalistin Maria Grappa kommt ziemlich rum – sie begleitet eine Bierstädter Reisegruppe nach Griechenland. Sie soll anschliessend über die Tour „Klassisches Hellas“ berichten. Nichts leichter als das, oder? Nun ja, die Reise steht offensichtlich unter keinem guten Stern: Der Reiseleiter wird des Kunstdiebstahls verdächtigt, eine Frau wird vergewaltigt, ein nervtötender Ehemann wird über die Klippen befördert.
Und das war noch nicht alles! Wo sind die ganzen griechischen Götter, wenn man sie mal braucht?
Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.
Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war 1995. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister. Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Als ich die Inhaltsbeschreibung las, dachte ich gleich, dass eine solche Reise nichts für mich wäre. Eine so lange Zeit mit mir bis dahin fremden Menschen und einem mir vorgegebenen Tagesprogramm zu verbringen, ist nicht mein Ding. Aber hier geht es schliesslich nicht um mich, sondern um Maria. Von den Mitreisenden war mir niemand auf Anhieb sympathisch, eher im Gegenteil. Waldemar Unbill – die Autorin hat es mit interessanten Nachnamen – war wirklich ein Unbill. Er weiss alles, kann alles. Aber mit seinem Sohn umgehen, das kann er nicht. Alfred Traunich macht die Reise nur deshalb, weil seine ihm 25 Jahre angetraute Ehefrau dies wünschte. Ihm ist alles zuwider. Insbesondere seine Frau. Pater Benedikt ist auch eine interessante Figur: Er kann diese Reise machen, da er gesundheitlich angeschlagen war. Andere gehen zur Reha, er fährt mal eben nach Griechenland. Ich wusste nicht, was ich von Reiseleiter Jason Kondis halten sollte: Ist er ein Opfer der Umstände? Oder stimmen die Gerüchte um ihn? Interessiert er sich wirklich für Maria oder bezweckt er etwas damit? Maria ist auch angetan von ihm. Manchmal. Wie bitte?
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Die griechische Mythologie, die sicherlich einen grossen Rechercheaufwand bedeutete und für die vorliegende Geschichte wichtig war, empfand ich leider als etwas ermüdend (sorry!). Von mir gibt es 3 Sterne.
Ein schöner Abschluss
Cordina's Royal Family 4. Ein königliches Juwel von Nora Roberts
Cordina’s Royal Family, Band 4: Prinzessin Camilla spürt, dass sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht. Um diesen zu vermeiden, entflieht sie klammheimlich ihren höfischen Pflichten, um einfach nur Camilla zu sein - nicht eine Prinzessin. Bei schlechtem Wetter hat sie eine Autopanne. Der mürrische Archäologe Delaney Caine kümmert sich um sie.
Er weiss nicht, wer sie ist und bietet ihr Kost und Logis für die administrative Unterstützung seiner Forschungsarbeit. Sie sagt ihm nichts über ihre Herkunft. Doch auch Delaney weiss zu schweigen…
Erster Eindruck: Das Cover passt zu einem Liebesroman
Dies ist Band 4 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Das englische Original erschien 1992.
Ein weiteres Mal habe ich mich auf diese märchenhafte Reihe eingelassen. Nachdem die drei Bände als Hauptdarsteller jeweils eines der drei Geschwister der Fürstenfamilie betrafen, habe ich mich gefragt, was denn nun noch kommen könnte: Es ist Camilla, die Tochter von Gabriella und Reeve, dem Traumpaar aus Band 1. Das heisst, es sind über zwanzig Jahre seit jenem Band vergangen.
Camilla hat mir gleich gut gefallen: Sie ist äusserst pflichtbewusst und geht dafür bis an ihr Limit. Sie wird von den Medien belagert, was ihr immer mehr zusetzt. Daher ist ihre Flucht nur allzu verständlich. Delaney “Del” ist ziemlich unhöflich, richtiggehend ein Rüpel. Aber dass er Camilla hilft, ist ihm hoch anzurechnen. Camilla sieht hinter sein Machogehabe und verliert viel zu schnell ihr Herz. Es war zu erwarten, dass es heiss hochgehen würde, wenn herauskommt, wer Camilla wirklich ist. Und so war es auch.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten haben mir die Mütter von Camilla und Delaney gefallen - einfach herrlich! Ein schöner Abschluss dieses Märchens und somit Zeit, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren. Von mir gibt es 4 Sterne.
Himmelsee verzaubert
Himmelsee - Unter den Sternen funkelt die Hoffnung von Tanja Janz
Himmelsee, Band 3: Lieve führt mit grosser Leidenschaft und vielleicht noch grösserer Akribie das Geschäft mit Honigprodukten, das ihre Grosseltern aufgebaut haben. Honigkerzen, -bonbons und -wein gehören zum Programm, das auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt präsentiert wird. Grosser Schreck: Lieve hat die Anmeldung verpasst und hat nun keinen Standplatz! Sie sieht ihr Unternehmen vor dem Ruin.
Das kurzfristige Angebot eines Standplatzes auf dem Weihnachtsmarkt in Himmelsee scheint nicht wirklich verlockend. Doch Himmelsee entfaltet seinen Zauber. Wie viel Künstler Falk damit zu tun hat, bleibt offen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dezentem Weihnachtsfeeling - gefällt mir.
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich ist es ein schönes Wiedersehen.
Die Geschichte startet in Lübeck und macht nach dem Prolog einen Zeitsprung von vier Jahren. Es dauert ziemlich lange, bis effektiv Himmelsee ins Spiel kommt.
Lieve ist ein Typ, der Listen liebt (ich auch!) und sich stets gut zu organisieren weiss. Aus diesem Grund trifft es sie sehr, dass sie den so wichtigen Anmeldetermin verpasst hat. Sie hat das Gefühl, komplett versagt zu haben, und sieht nur noch schwarz. Ein klein wenig melodramatisch. Aber durch ihre Eltern, die seit kurzem in Himmelsee leben, bekommt sie einen Standplatz auf dem lokalen Weihnachtsmarkt. Aber Himmelsee? Das kann doch nichts werden, oder? Himmelsee ist definitiv nicht Lübeck. Stimmt.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Es war sehr ruhig, hat mir aber gut gefallen. Ein bisschen Mühe hatte ich mit Lieve, die bei etwas Unvorhergesehenem stets ziemlich panisch reagierte. Mir hat die vermittelte Weihnachtsmarktstimmung gefallen, ebenso die Eltern und Grosseltern von Lieve. Die Liebesgeschichte war sehr dezent, für mich hätte da gerne mehr sein dürfen. Von mir gibt es 3 Sterne.
Sehr emotional
Zimtsterne und Pfötchenzauber von Petra Schier
Floristin Kati ist sehr pflichtbewusst. Immer. Sie stellt die Bedürfnisse anderer über die eigenen. Ihre Eltern und ihre jüngere Schwester profitieren davon in jeglicher Weise, wissen es aber nicht zu schätzen. Eine Beziehung hat Kati nicht. Will sie nicht. Kann sie nicht. Arian kennt sie seit Schulzeiten - er war schon lange an ihr interessiert, aber sie offensichtlich nicht an ihm.
Er kommt unverhofft auf den Hund: Kira findet sofort den Weg zu Katis Herzen - und er?
Erster Eindruck: Wie immer ein sehr schönes, weihnachtliches Cover. Dieses Mal mit einem Affenpinscher (diese Rasse war mir bis zu diesem Buch nicht bekannt - wieder etwas gelernt!)
Ich freue mich immer auf August, da dann die neuen Weihnachtsromane erscheinen. Dieses Mal war “Zimtsterne und Pfötchenzauber” unter den ersten Weihnachtsromanen. Ich bin grosser Fan von Santa Claus und seiner Truppe (insbesondere von Santas Frau). Santa benötigt die Hilfe des Christkindes, um den schwierigen Fall zu lösen.
Arian ist Podologe mit eigenem Nagelstudio. Das war mir etwas fremd, dass er als Mann selbst farbig lackierte Nägel hat (ja, sorry, das ist altmodisch). Er ist ein toller Mann - wie er Kira gerettet hat, war famos! Er ist sehr bemüht, Kati seine Zuneigung zu zeigen, ohne sie zu überfordern. Sie hat mir leid getan, wie viel “Gepäck” sie in ihrem Rucksack herumtragen muss und krampfhaft versucht, die Kontrolle zu behalten.
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, hatte süssen Hunde-Content, war ziemlich emotional (aber mit ernstem Hintergrund), weihnachtlich, mit ein bisschen spice (hier mein obligater Hinweis zu Petra-Schier-Romanen: Sie schreibt Bücher für Erwachsene, da kommt es auch zu ein paar “heissen” Szenen). Von mir gibt es 4 Sterne.
Das Märchen geht weiter
Cordina's Royal Family 3. Eine königliche Hochzeit von Nora Roberts
Cordina's Royal Family, Band 3: Prinz Bennett gilt als Playboy und wird in den Medien auch gerne als solcher präsentiert. Er ist sehr charmant und weiss, dass er beim weiblichen Geschlecht gut ankommt. Aber er ist nicht ein solcher Lebemann, wie es allgemein heisst. Lady Hannah Rothchild, neue Freundin und Gesellschafterin seiner schwangeren Schwägerin Eve, scheint immun gegen seine Avancen.
Dem Fürstenhaus stehen unsichere Zeiten bevor, da der verhasste François Deboque, der die Familie seit Jahren tyrannisiert, aus dem Gefängnis kommt…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes zum Buchtitel passendes Cover – seufz!
Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Das englische Original erschien 1987.
Diese Reihe ist ein Mix aus Liebes- und Spannungsroman. Bei Lady Rothchild ist zu Beginn nicht klar, ob sie zu den Guten gehört – was man als Leserin natürlich hofft – oder eben doch nicht. Interessiert sich Prinz Bennett nur für sie, weil sie nicht gleich auf seine Avancen anspringt? Nein, das glaube ich nicht, denn auch er ist älter und reifer geworden und hat gesehen, wie seine beiden Geschwister die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Das möchte er auch. Und wenn möglich auch eine Familie gründen. Ist das mit Hannah möglich?
Wenn ich wieder einen Band dieser Reihe lese, muss ich mich immer zuerst auf das Märchenhafte einstellen, denn es ist wirklich ein Märchen mit dem holden Prinzen, der seine Angebetete rettet oder mit dem Bürgerlichen, der seine Prinzessin findet. Wenn ich wieder in diese Welt eingetaucht bin, liest sich die Geschichte flüssig, so auch dieses Mal. Abschliessend muss ich noch etwas zum deutschen Buchtitel und -cover sagen: Obwohl mir beide gut gefallen, passen sie leider nicht zur Geschichte. Der deutsche Buchtitel wäre besser am englischen Original „The Playboy Prince“ angelehnt worden – ohne „Hochzeit“. Von mir gibt es 3 Sterne und ich bin gespannt auf Band 4.











