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Rezensionen von peedee:

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Märchenhaft zum Zweiten

Cordina's Royal Family 2. Ein königlicher Kuss von Nora Roberts

Cordina's Royal Family, Band 2: Der Thronfolger Prinz Alexander de Cordina weiss sich in jeder Situation tadellos zu benehmen. Nichts und niemand macht ihn nervös. Wirklich niemand? Schauspielerin Eve Hamilton, eine Freundin der Familie, gastiert mit ihrer Truppe am Hof der Fürstenfamilie. Sie ist die Einzige, die ihn aus der Ruhe bringt.

Als eine Serie von Anschlägen auf Mitglieder des Hofes erfolgt, ist auch Eve in Gefahr…

Erster Eindruck: Ein zum Buchtitel passendes Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Das englische Original erschien 1987.

Kronprinz Alexander und seine Geschwister könnten unterschiedlicher nicht sein: Bennett, sein Bruder, der als „Playboy-Prinz“ bekannt ist; Brie, seine Schwester, die mit Reeve verheiratet ist und vier Kinder hat. Auf Alexanders Schultern lastet viel. Eve hat sich sehr gefreut, als sie das Angebot erhalten hat, mit ihrer Schauspieltruppe vier Stücke in Cordina aufführen zu können. War das der einzige Grund für ihre Freude? Nein. Sie freut sich auch auf Alexander. Nein, tut sie nicht. Tut sie doch!
Als Leserin weiss man mehr als die Protagonisten selbst. Es wird keine Überraschung sein, dass Alexander von Eve hingerissen ist, sich aber meistens kühl und distanziert gibt, und dass Eve ihrerseits Gefühle für Alexander hegt. Alexander ist mit dreissig Jahren der seit Generationen älteste noch ledige Thronfolger in seiner Familie. Es wird ihm des Öftern gesagt, dass er doch heiraten und für Nachwuchs sorgen sollte. Er will aber nur die Eine: Eve. Als Theaterleiterin und Nicht-Adlige aus Amerika ist sie es gewohnt, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Bei ihm kommt immer zuerst sein Land. Könnte sie sich wohl vorstellen, an seiner Seite Cordina zu dienen?

Das Buch ist vor knapp vierzig Jahren geschrieben worden; diese Zeitspanne ist im Hinterkopf zu behalten. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass es ein Märchen ist. Es war eine unterhaltsame Auszeit mit Liebe und Drama im fiktiven Cordina – 3 Sterne.

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Märchenhaft zum Zweiten
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Knappe 3 Sterne für das Debüt

Tage am Fluss von Jochen Mariss

In Erlengrund geht alles ein bisschen gemächlicher: Sara betreibt die kleine Fähre, die das Dorf mit dem Rest der Welt verbindet. Sie lebt zurückgezogen mit ihren Tieren auf einem kleinen Hof. Sie hat Sorgen: tiefe Wasserstände, die den Fährbetrieb zuweilen verunmöglichen und ihre Finanzen deutlich schmälern; der geplante Bau einer Brücke, die ihre Fähre und somit ihre Arbeit überflüssig macht; das Haus, das dringend renoviert werden müsste.

Eines Tages taucht ein junger Mann mit einer Verletzung auf ihrer Fähre auf: Leon. Sie verarztet ihn und gewährt ihm Unterschlupf gegen Mitarbeit auf dem Hof. Ein erstes und wichtiges gemeinsames Thema: die Liebe zur Natur…

Erster Eindruck: Das Cover mit der im Fluss badenden Frau gefällt mir; es vermittelt eine Leichtigkeit, Unbeschwertheit.

Sara führt als Fährfrau die Tradition ihrer Vorfahren weiter. Sie lebt ein eigenbrötlerisches Leben; die Gesellschaft ihrer Tiere ist ihr lieber als die der Menschen. Die Schuldgefühle, die sie seit vielen Jahren mit sich herumträgt, hat sie einen Schutzwall um sich herum errichten lassen. Der verletzte Leon taucht aus dem Nichts auf: Ohne sich weiter Gedanken zu machen, gewährt sie ihm Obdach – das hätte ich nicht gekonnt. Leon gibt sich zugeknöpft – er verrät nicht viel über sich, woher er kommt, wohin er wollte, wieso er verletzt ist.
Beim Kennenlernen öffnen sich beide ein bisschen und lassen den anderen ein wenig über ihre Schutzmauer blicken. Sara erzählt von ihren Eltern, ihrem Bruder Jan und ihrem aktuell grösstem Problem, dem geplanten Bau einer Brücke. Er berichtet von seiner Liebe zu den Bäumen, dem abgebrochenen Studium und seiner Teilnahme bei einer Waldbesetzung, die durch die Polizei beendet wurde.

Naturschutz, Klimaangst, Aktivismus, Panikattacken, Fährschifffahrt, Probleme unterschiedlichster Art (Familie, Alkohol, Finanzen) – eine (zu) breite Palette an Stichworten. Was soll ich zu diesem Buch sagen? Lange Zeit war meine Position zum Gelesenen ziemlich neutral: Es war weder ausnehmend gut, noch hat es mich gelangweilt. Es plätscherte ein bisschen vor sich hin, was aber (für mich) zum Thema Fluss passte. Der Ausgang der Geschichte ist mir zu offen. Veränderungen – egal welche – brauchen etwas Zeit. Wäre alles holterdiepolter „perfekt“ aufgelöst worden, wäre es unrealistisch gewesen. Unrealistisch war für mich die Situation mit dem Geld; dies wurde mir zu sehr romantisiert. Für das Debüt gibt es von mir aufgerundete 3 Sterne.

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Knappe 3 Sterne für das Debüt
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Amüsante Geschichte für zwischendurch

Himmel, Mord und Wolkenbruch - Die Toten vom Titisee von Martin Heimberger

Himmel, Mord und Wolkenbruch, Band 1: Im Schwarzwald laufen die Uhren anders. Es wimmelt nur so von Kuckucksuhren, Zäpflingen (nicht Wichtel!) und unheimlichen Sagen. Und es findet sich auch ein toter Taucher auf einem Baum. Wie bitte? Die frischgebackene Polizei-Tatortfotografin Sara Gauch und der forensische Meteorologe Teo Eichhorn treffen zufällig aufeinander.

Teo wird von Saras Art überrumpelt und ermittelt wider Willen mit ihr. Denn dass der angeberische Kommissar Hinterwälder mit seinen Ansichten des Vorfalls falsch liegt, müssen sie unbedingt beweisen…

Erster Eindruck: Ein zum Schwarzwald-Krimi gut passendes Cover, auch wenn man sieht, dass einzelne Elemente wie bei einer Collage einfach so darübergelegt wurden (z.B. Wetterhäuschen).

Dies ist Band 1 einer Reihe. Es ist für mich überraschend, dass der Reihentitel grösser aufgeführt ist als der Buchtitel (ich finde es begrüssenswert, wenn der Reihentitel aufgeführt ist, aber so gross müsste er nicht sein).

Sara und Teo – beide ohne „h“ im Namen, so viel Zeit muss sein – waren interessante Charaktere: Sie sprudelt über vor unkonventionellen Ideen; schert sich nicht darum, ob ihr Vorgehen legal ist; handelt, bevor sie zu Ende gedacht hat. Teo stelle ich mir ein bisschen als Nerd vor: ein Meteorologie-Nerd, der stundenlang über Wetterphänomene dozieren könnte. Ich wusste nicht, dass es forensische Meteorologen gibt, die herausfinden müssen, wie das Wetter zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt an einem Ort war, um z.B. Versicherungsfragen klären zu können. Kommissar Florian Hinterwälder (nicht Hinterwäldler!) ist, wie sage ich es bloss diplomatisch, kein Sympathieträger. Ach, lassen wir das mit der Diplomatie: Er ist ein unerträglicher Typ! Aber er ist nun mal Saras Chef, da muss sie durch. Denn er entscheidet darüber, ob sie die Probezeit übersteht. Der Tote im Baum gibt allen Rätsel auf…

Ich kenne noch kein Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Der Krimi war schnell ausgelesen. Das Wetter war – selbstverständlich – ein grosses Thema und ich fand einerseits diese Faszination für die Meteorologie sehr interessant, aber andererseits hatten diese ganzen Fachbegriffe für mich auch etwas Ermüdendes. Ich habe keine speziellen Interessen an meteorologischen Vorgängen – für mich ist das Wetter einfach, wie es ist. Tja, völlig simpel meinerseits, ich weiss. Eine amüsante Geschichte für zwischendurch; 3 Sterne.

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Amüsante Geschichte für zwischendurch
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Ungewohnt, aber gut

Die Linkshänderinnen von Heinrich Steinfest

Eine Zufallsbekanntschaft dreier Frauen auf einem Flug. Scheinbar nichts verbindet diese drei ausser das gleiche Reiseziel. Nein, halt, es gibt doch etwas: die Linkshändigkeit! Die Frauen bleiben in Kontakt und das Schicksal führt ihre Lebenswege so, dass sie zusammen eine kleine Cocktailbar, wo alles mit links erledigt wird, eröffnen.

Die Cocktailbar ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Als eines Abends insgesamt 35 französische Gäste scheinbar spurlos verschwinden, erreichen sie einen nicht erwünschten Bekanntheitsgrad. Wo sind die Gäste abgeblieben?

Erster Eindruck: Auf dem Cover ist eine Schere, und sonst nichts – interessant.

Ein Flug mit zwei randalierenden Gästen – nein, danke, die Reise fängt ja gut an! Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, platziert das Personal andere Passagiere um. Nachdem die Raufbolde bei der Zwischenlandung das Flugzeug verlassen hatten, bleiben die Neo-Sitznachbarinnen Ruth, Nora und Tilda beieinander sitzen und sind in ihr Gespräch nach der Suche nach Gemeinsamkeiten vertieft. Die Versprechen, nach dem Flug in Kontakt zu bleiben, sind hier nicht nur leere Worte. Als sich Umbrüche in ihren jeweiligen Lebenssituationen ergeben, starten sie zu dritt neu durch und eröffnen eine Cocktailbar. Eine interessante Idee, alles auf ihre Linkshändigkeit einzurichten. Ich hätte jedoch erwartet, dass die Bar auch einen Namen trägt, der darauf hinweist. Aber vielleicht waren ihnen solche Namen zu profan oder sie waren bereits vergeben.

Als ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie „einfach so“ 35 Gäste verschwinden können. Nun ja, das war durchaus interessant. Es wurde spannend und dann… Kapitelende! Gefolgt von: 20 Jahre später… Oh, das kam unerwartet. Was soll ich zu diesem Leseerlebnis sagen? Ungewohnt? Überraschend? Schräg? Ja, ja und ein drittes Mal ja. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Ungewohnt, aber gut
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Schwierige Beziehungen

Einen Tag nach dem anderen von Danielle Steel

Was macht man, wenn man Tochter einer berühmten Hollywood-Familie ist? Entweder mischt man bei diesem Zirkus ebenfalls mit oder zieht sich vollkommen zurück. Colette „Coco“ Barrington hat sich für den Rückzug entschieden und lebt als Hundeausführerin in Bolinas, Nordkalifornien. Ihre Mutter und Schwester meinen, sie sei ein Hippie und verschwende ihr Leben.

Als sie auf Hund und Haus ihrer Schwester Jane aufpasst, lernt sie Leslie Baxter – den berühmten Schauspieler – kennen, der vorübergehend bei Jane wohnt. Sie fühlen sich gleich zueinander hingezogen. Doch dies hat keine Zukunft, oder?

Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir sehr gut.

Die Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel „One Day at a Time“.

Coco hat mir gefallen. Sie hat ihren Weg gefunden und liebt ihr Leben mit ihrem Hund am Strand von Bolinas. Ihr ist bewusst, dass sie den Job als Hundeausführerin nicht ewig machen kann und wird, aber im Moment ist es das Richtige für sie – und erst noch lukrativ. Jane, ihre Schwester, ist eine berühmte Filmemacherin, und hält überhaupt nichts von Cocos Leben. Sie sei eine Versagerin. Das denkt wohl auch die Mutter, eine berühmte Bestsellerautorin. Oje, das ist ja ein sehr ermutigendes Umfeld! Nein, ernsthaft, das fand ich so abschätzig, wie sich die beiden Frauen benommen haben. Nur was sie sagen, zählt etwas! Leslie Baxter findet für einige Zeit Unterschlupf in Janes Haus. Er muss sich vor seiner verrückten Ex-Freundin verstecken. Als berühmter Schauspieler hat er schon einige Marotten und Verrücktheiten erlebt, aber nicht so etwas wie mit seiner Ex-Freundin. Coco ist ganz anders als alle Frauen, die er bisher kennengelernt hat. Sie kennt den Hollywood-Zirkus, ist aber nicht beeindruckt.

Ich habe schon viele Bücher von Danielle Steel gelesen. Für mich ist das vorliegende Buch eines der schwächeren Werke. Warum? Lange Zeit war es ruhig, wirklich sehr ruhig. Fast drei Viertel des Buches gab es Liebeteuerungen „en masse“. Und dann immer wieder: „Sie liebten sich“; „Sie liebten sich erneut“; gefolgt von „Sie liebten sich nochmals“. Nun ja, das Romantikerherz findet eine funktionierende Beziehung durchaus schön, aber mit der Zeit fand ich dies sehr ermüdend. Denn abgesehen davon, dass sich Coco und Leslie von der Aussenwelt abschotteten, passierte einfach nichts. Und ich meine nichts. Im letzten Viertel kam dann – zum Glück – noch Schwung in die Geschichte. Und nur aufgrund dieses letzten Viertels kann ich nun 3 Sterne vergeben.

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Schwierige Beziehungen
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Wenn die Guten nicht mehr gut sind

Kaltes Versprechen von Katharina Peters

Krølle und Just, Band 1: Kriminalpsychologin Hannah Jakob ist zu Hause auf der Treppe zu Tode gestürzt – ein tragischer Unfall. Wirklich? Kommissarin Rebekka Just von der Mordkommission Hamburg hat grösste Bedenken. Als die grosse Soko keine Ergebnisse bringt, wird sie auf ein Minimum reduziert: Rebekka ermittelt weiter.

Sie erhält Unterstützung von einer Ermittlerin aus Berlin und Krølle, einem Mann mit unkonventionellen Methoden. Durch die Recherchen werden etliche Gespenster aus der Vergangenheit geweckt…

Erster Eindruck: Das Cover ist düster; die Kerbe in der Mitte absolut passend für einen Thriller (gute Haptik).

Rebekka Just, die 28-jährige Kommissarin, ist noch neu beim LKA-Dezernat für Tötungsdelikte in Hamburg. Sie kannte Hannah und schätzte sie als Kollegin. Sie ist über deren Tod erschüttert – wie viele ihrer Kollegen –, und es ist ihr ein grosses Anliegen, den Fall aufzuklären. Sie glaubt nicht an einen Unfall. Piet Röver, ihr Chef, lässt ihr freie Hand, weist sie aber immer wieder darauf hin, dass es nicht ausreicht, etwas zu glauben, es müssen hieb- und stichfeste Beweise her! Rebekka bekommt Unterstützung von Lone Gelsing, einer Ermittlerin aus Berlin, da Hannah vorher auch dort beschäftigt war. Durch Lones Kontakt ergibt sich eine weitere – inoffizielle – Unterstützung: Krølle. Lässt sich Rebekka darauf ein, mit einem Schattenmann zu arbeiten, wohlwissend, dass sie seinen Namen nicht nennen darf?

Ich kannte bisher „nur“ die Krimireihe um Romy Beccare von Katharina Peters und war daher sehr gespannt auf einen Thriller von ihr. Und? Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Etwas Mühe hatte ich mit den vielen Protagonisten und den verschiedenen Fällen. Erstaunt hat mich zudem, dass Rebekka Just, als noch nicht so routinierte Ermittlerin nach der Redimensionierung der Soko quasi im Alleingang ermittelt. Aber nun denn, das ist vielleicht tatsächlich so üblich. Krølle, der Schattenmann, ist ein Verwandlungskünstler – er hat viele Verkleidungen und Masken in petto. Er ist ein absoluter Tiernarr und hat Hannahs Hund Kotti zu sich genommen. Das ist m.E. auch sein Schwachpunkt: Wenn er in der Öffentlichkeit mit dem Hund auftritt, könnte ihm das mal auf die Füsse fallen, denn schliesslich kann sich der Hund nicht plötzlich als Deutsche Dogge oder als Pudel verkleiden. Seine Erscheinungen im Traum fand ich etwas merkwürdig. Auf der Rückseite des Buches heisst es: „Ein Fall, der unsere Vorstellungen von Gut und Böse in ihren Grundfesten erschüttert“ – das ist absolut zutreffend. Von mir gibt es 4 Sterne. Bei der Fortsetzung bin ich wieder mit dabei.

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Wenn die Guten nicht mehr gut sind
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Ballaststoffe mit positiven Nebenwirkungen

Gamechanger Ballaststoffe von Dr. med. Matthias Riedl

Ballaststoffe sind nicht die Feinde des Körpers, sondern seine Superhelden. Wie bitte? Ja, denn eine ballaststoffreiche Ernährung ist gut für die Regulierung des Blutzuckers, schützt den Darm, verbessert die Cholesterinwerte – und hilft beim Abnehmen. Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner, Buchautor sowie ärztlicher Direktor und Gründer des medicum Hamburg, klärt auf.

Auf verständliche Art vermittelt er aktuelles Fachwissen rund um die Ballaststoffe, ergänzt mit 60 Rezepten und vielen Tipps für die Umsetzung im Alltag.

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir, ebenso der Buchtitel – her mit dem Gamechanger!

Dies ist mein drittes Buch des Autors nach „Iss dich gesund mit Dr. Riedl“ und „Gamechanger Protein“, welche mir beide sehr gut gefallen haben.

Es gibt wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe, die nicht nur auf unseren Körper (z.B. den Darm) positive Auswirkungen haben, sondern auch auf die Psyche: „Ballaststoffe als Seelen-Boost“. Das gefällt mir. Positive „Nebenwirkungen“! Wie viel Ballaststoffe sollte man täglich zu sich nehmen? Dr. Riedl empfiehlt 30 – 40 g. Im Buch werden die Ballaststofflieferanten und ihrem -gehalt aufgeführt. Witzig ist für mich, dass Flohsamenschalen so ein Hit sind, denn diese enthalten pro 100 g ca. 80 g Ballaststoffe! Wow! Ich fand Flohsamenschalen bisher immer so etwas Merkwürdiges (es klingt ja schon so komisch), aber nun werde ich diese wohl auch mal einkaufen. Schwarzwurzeln sind auch ein sehr guter Ballaststofflieferant und kommt daher nebst der Hülsenfrüchte-Pasta auch auf meine Einkaufsliste. Wichtig ist, dass viel getrunken wird, was bei mir immer schon eine „Baustelle“ ist.
Die Rezepte im Buch geben erste Impulse für die Erhöhung der Ballaststoffe im eigenen Speiseplan. Bildtechnisch sind die Rezepte gut in Szene gesetzt, sehen aber für mich zuweilen sehr ungewohnt aus, nicht zuletzt, da einige Zutaten mir bisher nicht so gut geschmeckt haben, wie z.B. Tofu, Kefir, Chiasamen. Mir gefällt, dass Dr. Riedl empfiehlt, die Veränderung in der Ernährung in kleinen Schritten zu gehen, ansonsten sich der erwünschte Erfolg nicht einstellen wird und stattdessen Verdauungsbeschwerden drohen. Und DAS will bestimmt niemand!

Ich gebe es zu: Ich bin verwirrt. Bei der zunehmenden Anzahl von Gesundheitsratgebern – auch von Herrn Dr. Riedl – weiss ich je länger je weniger, wie ich mich am besten zu ernähren hätte: Was, wann und wie oft ich nun essen sollte oder es eben bleiben lassen müsste. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Ballaststoffe mit positiven Nebenwirkungen
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Monstermässig!

Manno Monster und ich von Katja Reider

Manno Monster, Band 1: Wenn Jussi abends das Licht löscht, fürchtet er sich vor Monstern. Wer hat sich nicht auch schon vor Monstern gefürchtet? Aber dieses Mal hört er noch ein merkwürdiges Geräusch. Unter seinem Bett. Mutig leuchtet er mit seiner Taschenlampe unters Bett: Woahhhhhh! Ein echtes Monster! Und was nun? Jussi stellt fest, dass Manno, so heisst das Monster, ziemlich nett ist, und gar nicht so angsteinflössend.

Das ist ein Problem, denn genau das sollte Manno eben tun: anderen Kindern Angst machen. Für Kinder ab 7 Jahren; illustriert von Daniela Kohl.

Manno ist süss. Schon klar, dass ein Monster es nicht mögen würde, als „süss“ bezeichnet zu werden. Aber trotzdem – er ist süss! Nein, jetzt ernsthaft: Manno macht seinen Job als Monster sehr gut, auch wenn er meint, das dem nicht so sei. An der Graf-Glibber-Gesamtschule in Wildesmonsterhausen hat er einiges gelernt. Es gefällt ihm jedoch nicht, dass er immer an seinem viel furchteinflössenderen Bruder gemessen wird. Das ist doof. Jussi und Manno stellen fest, dass sie beide an ihrer Schule schwierige Fächer haben: Bei Jussi ist es Mathe, wo Papa immer mit ihm übt, und bei Manno das Albträume Verursachen – er bekommt sogar Nachhilfe! So wie Manno einen grösseren Bruder namens Karacho hat, hat Jussi eine grössere Schwester: Leo, eigentlich Leonie. Sie ist zickig und nervt. Alles ist bei ihr geheim. Superwichtig. Zum Glück hat Jussi einen Freund, Adam, mit dem er abhängen kann. Aber da ist noch Vince – der Sohn der Nachbarn, der immer fies zu ihm ist. Wie können Manno und Jussi einander bei ihren Problemen helfen?

Es ist nicht schlimm, auch mal Angst zu haben. Das geht allen Jungs und Mädchen zwischendurch so. Wunderbar, wenn man Freunde hat, die einem helfen, Probleme zu lösen. Eine sehr schöne Geschichte über Angst, Freundschaft und Individualität. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut, die Textmenge pro Seite ist angemessen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Monstermässig!
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Bühne frei!

Grappa macht Theater von Gabriella Wollenhaupt

Grappa, Band 3: Als Journalistin beim Bierstädter Tagblatt muss Maria Grappa des Öftern Veranstaltungen besuchen, die nicht so ihr Ding sind – wie diese Theaterpremiere. Der gefürchtete Kritiker Nello von Prätorius ist auch dabei; die Schauspieler hoffen auf das Beste, müssen aber mit dem Schlechtesten rechnen.

Doch schlecht läuft es nur für von Prätorius: Er wird entführt und sodann ermordet! Welche Rolle spielt der Geheimbund namens „Loge“? Und Autorenfreund Lazarus Beutelmoser, der seit Jahren unter einer Schreibblockade leidet, aber unlängst verkündete, ein Meisterwerk zu veröffentlichen?

Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch so gar nicht meinem Geschmack.

Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war bereits 1994. Dies nur als Hintergrundinfo, da in einer Telefonzelle telefoniert wird und Sascha Hehn in der TV-Serie „Traumschiff“ ist. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister. Dies ist Band 3 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.

Der Theaterkritiker von Prätorius ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Es ist verrückt, dass es Leute gibt, die nur auf das Schlechte warten, um dann auf diesem Punkt herumzureiten und das Werk buchstäblich in Stücke zu reissen. Positive Kritik findet sich bei ihm wohl selten. Schade. Die junge Hauptdarstellerin hofft auf das Sprungbrett, die ganz grosse Karriere.

Maria Grappa hat mir wiederum sehr gefallen. Die diversen Zitate aus Theaterstücken oder Klassikern jedoch weniger. Es amüsiert mich, wie Maria unerschrocken auf Leute zugeht und mal auf gut Glück Aussagen von sich gibt, in der Hoffnung, ihr Gegenüber würde dann schon „anbeissen“ oder sich verraten. Bei ihren Ermittlungen geht sie übrigens im Stil von Agatha Christie vor. Es dauerte nicht lange, bis sie den Mörder gefunden hatte. Ein glasklarer Fall! Obwohl, eigentlich, wenn sie länger darüber nachdachte… Hach, Maria, so einfach ist es eben doch nicht!

Die Autorin hat viel Fantasie in Bezug auf die Namen der Protagonisten: von Prätorius, Beutelmoser, Feudel, „Putzi“, Bollhagen-Mergelteich. Von mir gibt es 3 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Hab Träume!

Edward von Stechowsky von Moritz Neumeier

Kennst Du Edward von Stechowsky? Er ist eine ganz besondere Mücke, denn er will einfach nicht einfach so stechen, wie seine Kolleginnen und Kollegen. Sie sagen, er sei verrückt. Dabei hat er doch einen Traum. Einen grossen Traum. Er will etwas ganz Grosses stechen! Per Zufall sieht er Werbung für einen Zoo und schmuggelt sich sogleich in ein Auto, das dorthin fährt.

Dort hat es viele Tiere: kleine, mittlere und ganz Grosse. Im Elefantenhaus soll sein Traum in Erfüllung gehen… Eine Geschichte in Reimform für Kinder ab 5 Jahren. Illustriert von Timo Zett.

Edward will also nicht stechen. Als Mücke! Gibt’s denn sowas? Ja, und das ist auch richtig so. Es muss nicht jeder das Gleiche machen oder gut finden. Wenn man Träume hat, soll man diese auch verfolgen. Es kann zwar nicht jeder Traum in Erfüllung gehen, aber der von Edward schon!

„Glaub mir, unter all den Mücken
haben viele sich empört.
Manche hinter seinem Rücken.
Manche so, dass er sie hört.“

Die Geschichte über Edward ist nicht sehr lange und die Texte halten sich auch in Grenzen – meines Erachtens passend für Kinder ab 5 Jahren. Das Büchlein ist liebevoll illustriert und zeigt u.a. den Alltag einer Mücke: sie muss also auch einkaufen, aufräumen, den Müll rausbringen. Die Illustrationen lassen viel Platz für eigene fantasievolle Erzählungen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Hab Träume!