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Rezensionen von peedee:

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Bin schwer beeindruckt

Im Rollstuhl um die Welt von Nora Welsch

Nora Welsch sitzt aufgrund einer Muskelerkrankung im Rollstuhl und ist auf eine 24-Stunden-Assistenz angewiesen. Sie kann nicht mal eben so schnell irgendwohin, alles muss genau geplant werden. Auf ihren Plan, eine Weltreise zu machen, reagieren viele ablehnend. Aber Nora organisiert sich neun Assistenzpersonen, die sie unterschiedlich lang auf ihren Etappen begleiten werden.

Die Reise lockt mit Freiheit und zwingt sie aus ihrer Komfortzone, doch sie ist zu allem bereit. Als Dreierteam geht es nach Kenia, Dubai, Oman, Ägypten, Japan und noch viel weiter. Es läuft nicht alles nach Plan – das wäre ja zu schön gewesen…

Erster Eindruck: Die sympathische Autorin auf dem Cover, in der Mitte des Buches ein grösserer Bildteil – sehr schön.

Ich selbst bin nicht so die grosse Abenteurerin; ich bin nicht der Typ für Backpacking-around-the-World, aber lesetechnisch reise ich gerne überall hin mit. Allein die Inhaltsbeschreibung hat mich schon beeindruckt: Mit einer solchen Beeinträchtigung so etwas wagen – Chapeau! Es hat sehr viele Momente gegeben, die mich sehr beeindruckt oder berührt haben. Diese vollständige Abhängigkeit von anderen Menschen stelle ich mir sehr schwer vor. Nora weiss, dass sie das nicht ändern kann, aber dennoch ist es für sie nicht immer im gleichen Masse einfach, dies anzunehmen. Sie reist stets mit einem Mann und einer Frau als Assistenzen. Weshalb? Nun, der Mann muss Nora des Öfteren tragen, was eine Frau in der Regel nicht so kann.

Ein kenianisches Sprichwort auf Deutsch übersetzt heisst „Das Feuerholz holen“. Das bedeutet, dass man sich auf das konzentrieren soll, was man machen will. Neudeutsch quasi „Prokrastiniere nicht“. Das hat mir sehr gefallen.

Die Weltreise erfolgte in zwei Etappen. Als sie nach der ersten Etappe zurück nach Heidelberg kommt, kann sie endlich die Kontrolle abgeben, da ihre Eltern in dieser Zeit für sie sorgen werden. Sie kennen ihre Bedürfnisse aufs Beste und Nora merkt, welche Last von ihr abfällt. Die Zeit in Deutschland ist jedoch vom Dengue-Fieber überschattet. Dengue-Fieber? In Deutschland? Ja, das hat sie als „Souvenir“ von Thailand mitgebracht und beutelt sie stark. Nach ihrer Genesung und Neuplanung der weiteren Reise geht es auf die zweite Etappe.

„Jeder Mensch hat seine Limitationen und seine Geschichte.“ Wohl wahr!

Das Buch hat mir unwahrscheinlich viele Einblicke gegeben, sei es in die verschiedenen Reiseziele und deren Kulturen, aber auch, mit welchen Herausforderungen das Reisen im Rollstuhl daherkommt. Nicht überall bedeutet „barrierefrei“ auch das, was man sich landläufig darunter vorstellt. Nora weist beim Buchen einer Unterkunft vorgängig stets darauf hin, dass sie im Rollstuhl sitzt, was grundsätzlich „no problem“ ist, aber dann tauchen vor der Unterkunft „plötzlich“ zig Stufen auf – nun ist es eben doch ein Problem! Wie einleitend erwähnt, bin ich nicht die Abenteurerin und daher bewundere ich ihren Mut gleich doppelt. Vielen Dank für diese persönlichen Einblicke! Von mir gibt es 5 Sterne.

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Bin schwer beeindruckt
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Leider nicht meins, schade

Irgendwann verglüht die Sonne von Andrea Profetto

Teenager Carla und ihre Schwester Nora haben sich nicht viel zu sagen. Auch ihrer Mutter Monika nicht. Oder ihrem Stiefvater Matthias. Irgendwie spricht niemand. Und doch ist greifbar, dass etwas in dieser Familie überhaupt nicht stimmt. Was genau es ist, will niemand benennen. Solange niemand etwas sagt, ist schliesslich auch nichts.

Oder doch?

Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages (ich mag keine Schutzumschläge) ist durch seine Farbe und die plakative Schrift sehr auffällig.

Es sind vier Personen, wovon die Leser:innen aus der Sicht von drei Personen, den Frauen der Familie, mehr erfahren:

- Monika: Einerseits findet sie ihre Aufgabe als Hausfrau gut, andererseits eben doch auch nicht. Und Matthias findet sie gut, aber ihren Ex, den Vater ihrer Kinder, findet sie nach wie vor deutlich besser. Aber Matthias kümmert sich um sie. Und daher bleibt sie mit ihm zusammen? Manchmal überwiegt bei ihr das Selbstmitleid.
- Nora: Sie isst nichts; macht, was sie will; bleibt von zu Hause weg, wie es ihr gerade passt. Sie hat ganz offenbar Probleme – wie auch ihre Mutter und Schwester –, versucht aber, diese „auszusitzen“. Irgendwie lösen sie sich von selbst. Oder eben nicht. Sie sucht Nähe, lässt sie aber nicht zu.
- Carla: Sie scheint – wie ihre Schwester – auch auf verlorenem Posten. Sie weiss nicht, was sie fühlen soll. Sie mag Mädchen. Irgendwie mehr als Jungs. Aber darf das sein? Sie ist sich noch nicht sicher. Eigentlich würde sie sich gerne Nora anvertrauen. Aber dann doch auch wieder nicht.

Ich dachte immer nur „Sprecht doch endlich miteinander!“ Aber nein, niemand wollte auf mich hören. Ich weiss nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Es war bedrückend, richtiggehend deprimierend, alle blieben zu lange Zeit passiv. Dieses Ausharren hat mich sprachlos und zugleich wütend gemacht. War DAS die Absicht der Autorin? Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen, schade. Von mir gibt es daher nur 2 Sterne.

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Leider nicht meins, schade
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Ein düsterer Thriller

Weißer Rausch von Anu Ojala

Lappland-Trilogie, Band 1: Kommissarin Ronja Jentzsch von der Polizei Lappland ist erschöpft – bis tief in die Knochen. Nicht nur die Arbeit mit den vielen Überstunden fordert ihren Tribut, sondern auch die privaten Probleme mit ihrer Mutter. Diese Probleme muss sie hintan stellen, denn die Verbrecher im finnisch-schwedischen Grenzgebiet schlafen nicht: Ein Mann wird mit einer Nagelpistole getötet, eine polizeibekannte Frau gefoltert und erschossen, eine Drogenparty verlassen nicht alle lebend.

Die Vorfälle scheinen irgendwie zusammenzuhängen. Was hat Kristian, ein Zöllner, damit zu tun? Und weswegen ist plötzlich der Geheimdienst involviert?

Erster Eindruck: Das Cover und insbesondere die Haptik (Buchstaben und „Eisspuren“) gefallen mir sehr gut.

Ronjas Partner Janne ist auf einer Fortbildung, daher ist sie mit Toni bei einem Einsatz. Dieser läuft jedoch aus dem Ruder und Toni wird verletzt. Als Janne davon erfährt, bricht er seine Fortbildung ab, um Ronja und die Kollegen vor Ort unterstützen zu können. Wenn ein Polizist bei einem Einsatz lebensgefährlich verletzt wird, hat das auch immer Auswirkungen auf die Kollegen, die dabei waren. Die Gefahr ist Teil ihres Jobs und gerade deshalb müssen sie immer 100% geben und achtsam sein. Die Polizei findet einen jungen Mann, dem zuerst in die Knie geschossen und sodann getötet wurde. Seine Eltern wurden im Haus an den Tisch genagelt. Wie bitte? Ja, genau! Huch, das ging gleich deftig los! Im zweiten Erzählstrang geht es um Kristian, einen jungen Zollbeamten, der grosse private Probleme hat, sich aber niemanden anvertrauen kann.

Demenz, Drogen, Gier und häusliche Gewalt sind einige der behandelten Stichworte. Häusliche Gewalt für einmal von der weniger bekannten Seite, denn die Frau misshandelt ihren Mann! Schlimm! Wenn ich mir nur vorstelle, wie ein fast zwei Meter grosser Mann von seiner Frau immer und immer wieder Schläge, Tritte, Demütigungen einkassiert und sich nicht wehren kann… nicht wehren darf, denn Aussenstehende würden nicht verstehen, dass seine kleine Frau zu solcher Gewalt fähig sein würde. So erduldet er alles, da er seine kleine Tochter um jeden Preis schützen muss. Tragisch!

„Und dann, irgendwann, fiel der erste Schlag. Seitdem stand die Tür zur Hölle weit offen.“

Fazit: Ein düsterer Thriller, der viele für mich erbarmungslose Bilder vor meinem inneren Auge entstehen liess. Auch wenn die für mich ungewohnten skandinavischen Namen der Protagonisten etwas schwierig waren, hat sich das Buch flüssig lesen lassen und ich war auf die Auflösung gespannt. Von mir gibt es für den Reihenauftakt sehr gute 4 Sterne und bei der Fortsetzung bin ich wieder mit dabei.

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Ein düsterer Thriller
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Komplexe Geschichte

Solothurn ruft nach Vergeltung von Christof Gasser

Dominik Dornach, Band 7: Die Solothurner Filmtage gehören zu den Highlights im Jahresprogramm der Stadt. Filmemacher Tom Kurti soll eine Auszeichnung für seine umstrittene Dokumentation „Seelenrisse“ über Femizid, Frauenhass und Zwangsverheiratung erhalten. Am Tag der Verleihung wird er tot aufgefunden.

Im Darknet gibt es viel Hetze gegen Kurti. Dominik Dornach, Chefermittler der Solothurner Kapo, und sein Team beginnen zu ermitteln. Die Hintergründe sind tiefgreifend…

Erster Eindruck: Wie gewohnt ein gutes Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 7 einer Reihe; er kann ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden – für die Kenner:innen ist es ein Wiedersehen mit Altbekannten. Ein weiteres Mal in Solothurn… wie ich erst unlängst gelesen habe, soll Solothurn übrigens die gefährlichste Stadt der Schweiz sein. Oha! Das war mir gar nicht bewusst, obwohl ich häufig dort zu Besuch bin. Ich war sehr gespannt auf Dominiks neusten Fall. Wer hätte gedacht, dass dieser so persönlich würde?

Der neuste Fall führt zu einem Wiedersehen mit Angela Casagrande, die vorübergehend ihre alte Funktion als Staatsanwältin übernimmt. Dominik Dornach weiss nicht, wie er damit umgehen soll. Noch weniger weiss er, wie er es handeln soll, dass die aktuelle Ermittlung ihr unbarmherziges Licht auf einen Fall wirft, der vor 15 Jahren nicht zu seiner Zufriedenheit gelöst werden konnte: die „Schwarze Dahlie“. Das macht ihm sehr zu schaffen.

Die Geschichte war sehr komplex, mit zahlreichen Protagonisten, weitreichenden Verflechtungen und Vermutungen. Das empfand ich manchmal etwas ermüdend. Mein Unmut über Pia, Dominiks Tochter, ist seit Band 5 immer weiter angewachsen. Sie will nun bald die Polizeiausbildung machen, verhält sich aber jetzt schon, als wisse sie besser Bescheid, wie etwas anzugehen sei als altbewährte Routiniers. Mit ihrer impulsiven Art – gepaart mit ihrem Helfersyndrom – springt sie selbst rein ins Geschehen und blendet Gefahr und Folgen aus. Dabei ist sie doch alleinerziehende Mutter… Natürlich kann sie nicht nur zu Hause sitzen und den Kleinen in Watte packen, um die böse Welt auszublenden, aber etwas mehr nachdenken, bevor sie handelt, wäre dringend empfohlen. Aber – natürlich gibt es ein Aber – wäre es für uns Leser:innen auch nicht im gleichen Masse unterhaltsam, wenn Pia anders wäre.
Den kleinen Cliffhanger am Ende mag ich nicht so gerne. Von mir gibt es 3.5 Sterne.

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Komplexe Geschichte
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Spiel oder tödlicher Ernst?

Falsches Spiel im Herrenhaus – Ein Weihnachtskrimi von Alexandra Fischer-Hunold

Weihnachten – das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Nicht auf Pollock Island. Teddy und ihre Familie sind angereist und sind überrascht, was Multimilliardär Guy Cashner, der Tante Jasmine geheiratet hat, aus dem altehrwürdigen Herrenhaus gemacht hat, das er deren Bruder Richard, dem Lord in Finanzschwierigkeiten, abgekauft hat.

Was viele Jahre ein Zuhause war, wurde völlig umgestaltet. Guy kommt aus dem Prahlen nicht mehr heraus. Doch dann ist Guy tot. Ermordet! Teddy, ein grosser Agatha-Christie-Fan, sammelt Hinweise… Für Jugendliche ab 14 Jahren.

Erster Eindruck: Ein schönes weihnächtliches Cover auf schwarzem Hintergrund – wirkt dynamisch.

Die Geschichte wird aus der Sicht der sechzehnjährigen Theodora „Teddy“ erzählt.

Ich konnte mir die Kulisse sehr gut vorstellen: ein altes, zugiges Herrenhaus mit vielen antiken Möbeln, Bildern und Geheimgängen. Wobei, zugig ist das Herrenhaus beileibe nicht mehr, da Guy flugs mal Fussbodenheizung installieren liess. Der adligen Verwandtschaft ist das aber zu heiss – nur wenn es einen fröstelt, ist es ihr Herrenhaus. Und der traditionelle Weihnachtsbaum hat bei Guy definitiv ausgedient: Er hat etwas Künstlerisches hinstellen lassen, das die Familie jedoch nicht an einen Weihnachtsbaum erinnert. Am ersten Abend haben alle Mitglieder der Familie eine anonyme Einladung erhalten mit Angabe einer Zeit, eines Treffpunktes und dem Hinweis, dass ihr/sein Geheimnis bekannt sei. Mysteriös. Wer ist der Verfasser? Nachdem sie sich am jeweiligen Treffpunkt eingefunden haben, ertönt aus den Lautsprecher Guys Stimme, die sagt, dass er tot sei. Wie bitte? Was soll das? Ein geschmackloses Spiel, oder?
Ein abgeschiedenes Herrenhaus auf einer Insel, ein Sturm, ein Todesfall – Teddy beginnt zu ermitteln…

Teddy ist sechzehn Jahre alt, wobei ich manchmal das Gefühl hätte, sie sei deutlich älter, und ein andermal fand ich sie ziemlich kindlich. Nun ja, sechzehn Jahre ist wohl ein schwieriges Alter… Am besten gefallen hat mir Grandma, pardon, Lady Mary, Dowager Countess of Pollock. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war aber für meinen Geschmack zu lang. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Spiel oder tödlicher Ernst?
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Allein glücklich – oder doch nicht?

Blumen schenke ich mir selbst von Blanca Imboden

Die Autorin Romy Reichlin ist erfolgreich, denn ihr Buch über das Alleinsein wurde zum Bestseller. Nur gibt es ein kleines Problem: Ihre heimliche Liaison mit einem erfolgreichen Anwalt passt natürlich überhaupt nicht zu ihrem Motto, dass man auch allein glücklich sein kann. Für die Medien ein gefundenes Fressen – für Romy ein Alptraum, denn einerseits trennt sich ihr Partner von ihr und andererseits verdonnert ihr Verleger sie, einen einwöchigen Schreibkurs im Kempinski Palace Engelberg zu halten.

Darauf hat sie nun so gar keine Lust, aber was sein muss, muss sein…

Erster Eindruck: Ein knalliges Cover mit einem sehr dezenten Blumenstrauss – aber hallo! Das gefällt mir.

Es ist eine verzwickte Situation für Romy: Als sie ihr Buch über das glückliche Alleinsein schrieb, war sie es auch – glücklich und allein. Doch das Leben bleibt nicht stehen und so hat das Liebesglück sie getroffen. Und nun? Die Partnerschaft nur im Geheimen führen? Wo und in welcher Zeit leben wir eigentlich?
Der Kurs findet im Kempinski Palace Engelberg statt. Die Autorin – ich meine hier Blanca Imboden – sucht sich immer sehr schöne Locations aus, bravo! Ich war zwar noch nie im vorgenannten Hotel, aber immerhin in Engelberg, wo es mir gut gefallen hat. Der Kurs besteht aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen angemeldet haben. Hierfür gibt es ein sehr hilfreiches Personenregister.

„Ich denk, ich denk zu viel.“ Tja, da fühlte ich mich irgendwie ein-ganz-klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar angesprochen. Warum bloss? Ich gebe zu, ich habe auch die Tendenz, persönliche Sachen zu stark durchzudenken. Ich sage nur „was wäre, wenn…?“

Ich war der Meinung, dass die Autorin ein neues Wort erfunden hatte, und zwar das „Glückchen“. Ich hätte nicht gedacht, dass es diese Diminutiv-Form vom Wort Glück tatsächlich gibt. Doch dem ist so – wenn es im World Wide Web steht, ist das einfach so (im Duden ist das Wort aber noch nicht). *laut lach*
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen. Was immer gut spürbar ist, ist die Liebe der Autorin zur Natur, insbesondere zu den Bergen. Am besten, und zwar mit Abstand, haben mir die Monatsbriefe nach dem Kurs gefallen. Aber darüber will ich selbstverständlich nichts verraten. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Nur 117 Seiten

Winter im Kamelienhaus von Tabea Bach

Kamelienhaus, Band 3: Der Winter hat auch auf der Insel Soshima Einzug gehalten. Lucinde „Lucy“ Riwall freut sich sehr auf die kommenden Feierlichkeiten, denn über Weihnachten wird sie in die Bretagne reisen, wo ihre beste Freundin Lili heiraten wird. Finn wird ebenfalls dort sein und erstmals ihre Heimatinsel sehen.

Danach geht es zurück nach Japan, wo das japanische Neujahrsfest vorbereitet wird. Doch manchmal läuft nicht alles nach Plan…

Erster Eindruck: Ein schönes, winterliches Cover mit Berg und Wasser – gefällt mir.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Da ich die Bände 1 und 2 mit grosser Freude gelesen habe, habe ich Band 3, der erstaunlich kurz ist – dazu unten mehr – lange vorbestellt.

Lucy hat alle Hände voll zu tun, sowohl für die Kamelienölmanufaktur als auch für die bevorstehende Reise nach Frankreich. Doch sie weiss, dass sie sich auf ihre Mitarbeitenden verlassen kann und sie während ihrer Abwesenheit alles gut handeln werden. Kurz vor der Abreise erreicht sie ein Hilferuf eines befreundeten Grafikers, der für seine Manga- und Anime-Convention aufgrund einer Doppelbuchung händeringend einen Ersatzaustragungsort sucht. Und jetzt?

Mein Lieblingszitat in diesem Buch: „Wenn du feststellst, dass du unrecht hast, dann korrigiere deine Haltung und stehe offen dazu.“

Die Herausforderung war auch dieses Mal, die zahlreichen Protagonisten gedanklich korrekt zuzuordnen; in den Umschlagsklappen gibt es Personenlisten.
Mir haben die Einblicke in die Manga- und Anime-Kultur sehr gefallen. Der Bürgermeister meinte zu Lucy, dass sie wohl viel über Japan wisse, aber nicht über deren Manga- und Anime-Kultur. Ich wusste genauso wenig darüber wie Lucy, denn ich hätte auch gedacht, dass dies „nur“ die jungen Leute ansprechen würde, was aber nicht stimmt. Wieder etwas gelernt!
Ein Buch mit 144 Seiten lässt sich flüssig lesen. 144 Seiten sind nicht viel, umso grösser war für mich die Entdeckung, dass bereits auf Seite 117 „Ende“ stand – eine herbe Enttäuschung! Der Rest des Buches war sodann eine Leseprobe zu einem anderen Buch. Von mir gibt es für die zu kurze Geschichte 2 Sterne.

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Ein stiller Zauber

Wie Großvater Ostap Weihnachten wiederfand von Larisa Kaminska

Weihnachten ist ein Fest, das alle lieben. Alle? Nein, denn Grossvater Ostap hasst Weihnachten und alles, was damit zusammenhängt. Wenn Kinder an seine Tür klopfen und sodann Weihnachtslieder singen, schickt er sie weg. Doch auch Slawko, der Junge aus dem Haus gegenüber, freut sich dieses Mal nicht auf Weihnachten, obwohl er mit Freunden wieder von Haus zu Haus ziehen und er auf seiner Geige spielen würde.

Seine kleine Schwester Jarynka hätte dieses Mal auch dabei sein können, aber sie ist im Krankenhaus. Ostap und Slawko brauchen ein Wunder… Zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren.

Das Buch ist wunderbar illustriert und allein das Durchblättern macht viel Freude.

Zur Geschichte: Was ist mit Grossvater Ostap passiert? Er ist ein verbitterter alter Mann, der alleine über seiner Werkstatt, in der er alles rund um Instrumente verkauft, wohnt. Er wird respektvoll „Herr Meister“ angesprochen, denn er kann alles reparieren. Aber Freundlichkeit bekommt man bei ihm nicht, und schon gar nicht zur Weihnachtszeit. Viele Kinder haben deswegen Angst vor ihm. Auch Slawko geht nur ungern dorthin, wenn er etwas für seine Geige braucht. Aber dieses Mal braucht er Hilfe, da er auf seine Geige gefallen ist und er dringend zum Krankenhaus zu seiner Schwester gehen muss…

Wie oben erwähnt, ist dieses Buch für Kinder ab 5 Jahren ausgeschrieben. Aufgrund des Inhaltes, der einerseits viel Text beinhält und andererseits ziemlich melancholisch ist, würde ich das Buch jedoch erst für etwas ältere Kinder empfehlen. Es ist eine Geschichte von Trauer, aber auch von Hoffnung und der Liebe zur Musik – das hat mir gefallen. Der stille Zauber, der das Buch beinhält, wird von mir mit 5 Sternen honoriert.

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Ein stiller Zauber
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Weihnächtlich, schokoladig, kitschig-süss

Hot Chocolate Kisses von Harper Graham

Maple Falls, Band 2: Cassidy ist unweit von Maple Falls aufgewachsen, hat aber lange Zeit in Paris gelebt. Indem sie nun hier ihre eigene Chocolaterie eröffnet, geht ein Traum in Erfüllung. Sie liebt Weihnachten, obwohl es für sie auch mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist, doch sie will trotz allem die Weihnachtszeit mit allen Sinnen geniessen.

Sie will den Wettbewerb um den schönsten Weihnachtsladen gewinnen. Doch das will auch der sexy Grinch von gegenüber: Liam mit seinem Hofladen. In der Weihnachtszeit ist er nicht sich selbst; er ist stets froh, wenn wieder der normale Alltag einkehrt. Was ist mit ihm los?

Erster Eindruck: Das Cover passt gut zur Reihe und zu Weihnachten. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht (und ich verstehe auch nicht, wieso man dann nicht gleich den Originaltitel „The Spiced Cocoa Café“ gewählt hat).

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Da ich erst vor kurzem lesetechnisch in Maple Falls war, ist es für mich ein schönes Wiedersehen.

Cassidy ist wirklich eine Frohnatur, die Weihnachten über alles liebt. Sie trägt schon früh Weihnachtspullis, hat eine Playlist von Weihnachtsmusik und -filmen, ein Rezept für den besten Kakao. Nachdem ihre Beziehung in Paris in die Brüche gegangen ist, hat sie sich geschworen, ein Jahr ohne Männer zu machen. Diese Frist ist noch nicht vorbei und die Anwesenheit des sexy Holzfällers, wie Cassidy Liam insgeheim nennt, gefährdet ihren Plan ungemein.
Liam ist – wie die anderen Bewohner von Maple Falls sagen – im Dezember ein anderer Mensch. Sie wollen Cassidy aber nicht verraten, weswegen dies so ist. Er hat Schuldgefühle und Angst, eine neue Beziehung einzugehen. Cassidy gefällt ihm. Sehr. Aber das darf nicht sein. Hinter seinem sicheren Auftreten steckt viel mehr Unsicherheit als man denkt.

Es war wieder sehr unterhaltsam in Maple Falls. Zwei kleine Kritikpunkte: Cassidy hat beim Abladen eines Weihnachtsbaumes eine allergische Reaktion, die dann aber kurz darauf – beim Schmücken des gleichen Baumes – keine Rolle mehr spielt. Auch die Inaktivität in Bezug auf den „Weihnachtsvandalen“ fand ich merkwürdig. Das Weihnachtsfeeling und die Kleinstadtatmosphäre waren zur Genüge vorhanden – 4 Sterne.

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Ein Weihnachtswunder

Das verschwundene Weihnachtsbuch von Jenny Colgan

Happy Ever After, Band 5a: Mirrens Grosstante Violet wohnt in einer Seniorenresidenz und ist krank. Früher liebte sie ein handillustriertes Kinderbuch, das leider verschollen ist. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als dieses Buch nochmals in den Händen zu halten. Mirren verspricht ihr, es bis Weihnachten zu besorgen.

Irgendeine Ausgabe des Buches zu finden, ist nicht schwierig, aber die von einem bekannten Künstler illustrierte Ausgabe gilt in Fachkreisen nur als Gerücht. Mirren sucht in Antiquariaten von London bis Schottland. Sie trifft auf Antiquar Theo, der sich mit ihr auf die Suche macht…

Erster Eindruck: Das Cover ist ziemlich bunt und entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.

Dies ist eine Kurzgeschichte zwischen den Bänden 5 und 6.

Mirren (ein für mich ungewöhnlicher Vorname) ist Baukostenplanerin und liebt Bücher – nun ja, wer nicht? Und genau wie ihre Grosstante Violet liebt sie ein ganz bestimmtes Buch, aus dem ihr in frühster Kindheit immer vorgelesen wurde. Violet weiss, dass ihr nicht mehr viel Zeit auf Erden bleibt, so wünscht sie sich nur, dieses alte Buch nochmals in Händen halten zu können. Sie fühlt sich dadurch mit ihrem Vater verbunden. Selbstverständlich will Mirren dieses Buch für Violet besorgen, stellt aber sehr schnell fest, dass das kein einfaches Unterfangen ist, insbesondere wenn das Buch offiziell gar nicht existiert. Wie bitte? Internetrecherchen und mehrere Antiquare haben ihr gesagt, dass die gesuchte Ausgabe nur ein Gerücht sei, das sich seit Jahrzehnten hartnäckig halte. Aber Mirren bleibt auch hartnäckig. Der junge Antiquar Theo, den sie zufällig getroffen hat, gefällt ihr. Er kann ihr bestimmt helfen…

Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und beinhaltete ein Weihnachtswunder – von mir gibt es 3 Sterne.

PS: Ich habe dieses Buch als E-Book gelesen; die Printausgabe soll 208 Seiten haben. Nach 76% war die Geschichte zu Ende, es folgten Rezepte, dann bei 79% ein Interview mit der Autorin und ab 81% eine XXL-Leseprobe aus „Die geheime Weihnachtsbibliothek“. Ich fand es irritierend, dass die Geschichte bereits bei zwei Dritteln des angegebenen Buchumfanges zu Ende war.

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Ein Weihnachtswunder