Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ryria:
Beeindruckende Mischung aus Fantasy und historischem Drama
The Poet Empress von Shen Tao
The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell klar, dass dies keine leichte Geschichte sein wird, sondern stattdessen von Leid und Grausamkeiten gezeichnet ist.
Yin Wei wächst als Tochter eines Reisbauern in Armut und Hunger auf, sieht aber einen Ausweg, als Konkubinen für den Thronfolger des Kaisers gesucht werden.
Leider nur ist das Leben im Palast voller Gefahren und erinnert immer wieder an historische Erzählungen über Intrigen im chinesischen Kaiserpalast.
Hier gelingt der Autorin eine tolle Mischung: Das wohlbekannte Setting wird mit Fantasy-Elementen nicht nur ergänzt, sondern wunderbar bereichert.
Die Magie wirkt nicht fehl am Platze, sondern fügt sich ganz natürlich in die Welt ein, das System dahinter ist leicht verständlich und doch außergewöhnlich.
Generell hat mich die Atmosphäre durchgängig in ihren Bann gezogen, man ist in jeder Szene mitten drin, kann sich die Kulisse gut vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit.
Diese waren auch schön ausgearbeitet - Wei war mir schnell sympathisch, aber auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und selbst Prinz Terren lernt man im Laufe der Geschichte besser kennen.
Vereinzelt hätte ich mir noch eine Charakterübersicht gewünscht, aber auch ohne konnte ich mir die wichtigsten Namen recht gut merken.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, wenn auch nicht super außergewöhnlich oder poetisch (wie es der Titel vielleicht vermuten lässt), dies hat mich aber gar nicht gestört.
Insgesamt ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte und das mich auf die beste Art an Werke wie "A Song to Drown Rivers" erinnert hat.
Unterwegs mit Loki
Loki - Her Twisted Heart von Franka Neubauer
Griechische, römische und nordische Götter, alle zusammen in einer Welt, getrennt durch ein Tor von der Welt der Menschen.
Das Setting hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, vor allem da die Götterwelten normalerweise ja eher getrennt sind. Eine Karte ihrer Welt veranschaulicht das Ganze zusätzlich nochmal schön.
Mitten drin sind natürlich der allseits bekannte Gott Loki sowie Harlow, die als eine Agrai die Welt der Menschen bewacht.
Auch das Konzept der Agrai fand ich sehr interessant und spannend, ebenso wie die Beschreibungen der Götterwelt samt Göttern und mystischen Wesen.
Die Geschichte wird überwiegend aus Harlows Perspektive erzählt, jedoch kommt auch Loki vereinzelt mal zu Wort. Sein Anteil hätte gerne noch ein wenig größer ausfallen können, aber generell hat mir Harlow als Erzählerin auch gefallen.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, nur das Tempo habe ich teilweise als etwas komisch empfunden: Manche Szenen fühlten sich leicht überhastet an, andere hingegen als etwas zu lang.
Überwiegend mochte ich den Aufbau aber - die Einführung gelingt gut, es werden direkt einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen, während man in kleinen Häppchen mehr Infos über die Welt etc. erhält.
Während manche Fragen schnell beantwortet werden, kommen immer wieder auch neue hinzu, sodass die Spannung aufrechterhalten wird.
Auch die Kampfszenen und die Beschreibungen der Welt haben mir sehr gefallen, ebenso wie Lokis Charme in großen Teilen. Bei ihm habe ich manchmal allerdings noch den Funken des gewissen Etwas vermisst, genau wie bei der Liebesgeschichte.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber bisher gut unterhalten und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.
Fantasy Slice of Life
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Finlay ist nicht nur der neue Koch im Königsschloss einer Fantasy-Welt, sondern gleichzeitig auch heimlich eine Haushexe. Was das bedeutet? Fliegende Teller, sich selbst schälendes Gemüse und laufende Besen, dazu ein süßer Kater.
Wir begleiten ihn bei seiner Ankunft und erleben, wie er nach und nach die Schlossbewohner besser kennenlernt und für Aufruhr sorgt.
Dieses Buch passt perfekt zum Cozy Genre, es ist einfach super entspannt zu lesen und sorgt immer wieder für ein schönes warmes Gefühl.
Gleichzeitig hat es mich sehr an eine Art Slice of Life Serie erinnert, die Kapitel wirken wie eine kurze Episode, in der nur Kleinigkeiten passieren und zwischendurch mal etwas über die Rahmenhandlung erzählt wird.
Dies ist super, wenn man nur immer wieder mal ein paar Kapitel zwischendurch lesen will, führt allerdings auch zu einigen Längen, wenn man viele Seiten am Stück liest.
Dabei ist der Weltenaufbau relativ unkompliziert, sodass man die Grundlagen der Magie und Länderpolitik schnell versteht.
Die Idee einer (männlichen) Haushexe hat mir auch besonders gut gefallen, es passt auch perfekt zu einer cozy Fantasy Geschichte. Mein Highlight waren die verschiedenen Beziehungen und wie sich diese entwickelt haben, sei es zum Küchenpersonal oder auch zum Königspaar selbst.
Wer einfach nur immer wieder mal ein bisschen mit einem Buch in eine gemütliche Welt abtauchen will, ist hier gut mit beraten, wer atemlose Spannung sucht jedoch eher fehl am Platze.
Ein Manager-Märchen
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.
Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.
Spannung mit Luft nach oben
Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander
Natalies beste Freundin Cara lernt beim Feiern einen Mann kennen, am nächsten Tag wird sie bewusstlos und in Lebensgefahr aufgefunden.
Kurzerhand beschließt Natalie selbst zu ermitteln, als sich ihr die Gelegenheit bietet, im Haus des Verdächtigen zu arbeiten.
Zunächst zum Schreibstil: Die Sprache ist recht simpel gehalten, dazu gibt es viele kurze Kapitel, wodurch man quasi durch die Seiten fliegt und ein sehr flüssiges Leseerlebnis hat.
Die Übersetzung fand ich zwischendurch jedoch auch mal ein wenig komisch. Auch gab es vereinzelt seltsame Gedankensprünge im Text, bei denen die Sätze irgendwie nicht ganz zusammengepasst haben.
Generell kann man die Geschichte aber in kurzer Zeit verschlingen, wenn man möchte.
Die Grundidee fand ich auch ziemlich spannend und ich war durchweg an der Auflösung interessiert, auch wenn man einiges schon erahnen konnte.
Ab und zu trat die Handlung aber auch ein wenig auf der Stelle, es gab Wiederholungen und ich hätte mir noch "mehr" gewünscht.
Auch bei den Charakteren wäre etwas mehr Tiefe nicht schlecht gewesen.
Natalie wird grundsätzlich ganz gut charakterisiert, allerdings mochte ich ihre Art und Handlungen oft so gar nicht. Sie kommt sich schlau vor, aber ist dabei sehr naiv und handelt riskant und unbedacht, was ich nicht so sehr mag.
Die Nebencharaktere bleiben insgesamt auch eher blass.
Insgesamt durchaus eine recht spannende Unterhaltung für einige Lesestunden, allerdings ist da auch noch Luft nach oben.
Der Versuch die Leere zu füllen
Half His Age von Jennette McCurdy
Wer ist Waldo? Die mit der Teenager-Mutter, die aus dem Trailerpark, die mit dem Schreibtalent oder die, die eine geheime Affäre mit ihrem doppelt so alten verheirateten Lehrer anfängt?
Waldo ist all das, aber auch so viel mehr. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht.
Wir lernen Auszüge aus ihrer Kindheit kennen, ihre Beziehungen zu Freunden und ihrer Mutter, aber im Fokus steht natürlich die verbotene Beziehung zu ihrem Lehrer.
Zunächst hat mir der Schreibstil echt gut gefallen. Kurze Kapitel mit wechselnden kleinen Szenen halten die Aufmerksamkeit hoch und erleichtern den Lesefluss noch zusätzlich. Waldo hat immer wieder beeindruckend kluge Gedanken und Beobachtungen, die sich in tollen Zitaten widerspiegeln.
Sie drückt sich durch das Schreiben aus, verliert sich aber gleichzeitig auch schnell in eher negativen Formen des Leere Füllens.
Auf der Suche nach einer echten Verbindung und Anerkennung findet sie zu ihrem Lehrer und immer wieder lässt sich gut rauslesen, wie die Erlebnisse ihrer Kindheit ihr Verhalten geprägt haben.
Die Charakterdarstellung von Waldo fand ich dadurch echt gut gelungen, ich konnte zwar nicht mitfühlen, aber ihre Gefühle irgendwie nachvollziehen.
Als Erzählerin hat sie auch eine freche, aber gleichzeitig verletzliche Art, was ich sehr authentisch fand.
Das Thema der Affäre hingegen ist ja eher schwierig und nicht wirklich leicht zu verdauen, gerade wenn man Waldo als Charakter besser kennenlernt.
Man kann nicht mit ihr mitfiebern und hoffen, dass ihr "Auserwählter" sich meldet, weil diese ganze Beziehung einfach so falsch ist.
Auch werden oft recht explizite und teils sehr seltsame Szenen eingebaut, die ich ein wenig überflüssig fand, da sie vermutlich nur den Schockfaktor erhöhen sollten.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat mich das Buch aber auf seine ganz eigene Art unterhalten und zum Nachdenken gebracht.
Auf Spurensuche in Erinnerungen
Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka
Jeder kennt Frankenstein, doch wer kennt auch seine Schöpferin Mary Shelley?
In diesem Buch hat der Autor ihre Hintergründe sowie ihre Geschichte mit ihrem Mann Percy ausgiebig recherchiert, um uns einen Einblick in ihr Leben zu liefern, verfeinert mit einer guten Prise des Übernatürlichem.
Nachdem Percy bei einem stürmischen Segelausflug stirbt, beauftragt sein Vater die Ermittlerin Pat mit der Suche nach der Wahrheit - was führte wirklich zu seinem Tod?
Zum Einsatz kommt eine Methode namens Mnemambulie, das Reisen durch Erinnerungen, was ich eine sehr spannende und ungewöhnliche Idee fand.
Generell hat die Kombination mir echt gut gefallen, das Fantastische im Zusammenspiel mit historischen Ereignissen und Charakteren.
Auch die Atmosphäre konnte mich wirklich packen, die Handlungsorte und Situationen wurden schön beschrieben und teilweise fühlte ich mich mitten drin im Geschehen.
Während ich den Schreibstil grundsätzlich daher mochte, hat mich das Tempo und der Aufbau zwischendurch öfters mal verloren.
Normalerweise liebe ich Zeitsprünge in solchen Romanen, hier habe ich jedoch manchmal ein wenig die Übersicht verloren.
Auch bei den Charakteren konnte ich nicht immer alle auf Anhieb wieder richtig zuordnen, was den Lesefluss dann doch etwas verlangsamt hat.
Insgesamt war es dann doch ein wenig anders als erwartet, jedoch trotzdem ein interessanter und ungewöhnlicher Einblick in Shelleys Leben.
Ende, Neubeginn und der Sommer dazwischen
Little Hollywood von Inga Hanka
Wir befinden uns im Sommer von 1999: Leo hat gerade ihr Abi gemacht, nun bleibt ein letzter Sommer zwischen Kindheit und erwachsen werden, ein Sommer um zu entscheiden, wo das Leben sie hinführen soll.
Wir als Leser dürfen sie in diesem Sommer begleiten, es ist nur eine Momentaufnahme ihres Lebens, was sich auch auf die ganze Erzählung auswirkt.
Statt ihre ganze Geschichte zu verfolgen erhalten wir nur einen kleinen Einblick, statt aufregenden Ereignissen und Spannung setzt die Autorin auf die Atmosphäre und zarte Gefühle.
Die Perspektive ist auf Leo als Ich-Erzählerin beschränkt, durch kluge Beobachtungen und Beschreibungen werden aber auch die Gefühle der Nebencharaktere gut dargestellt. Hiervon gibt es auch nur eine überschauliche Menge, sodass man sich besser auf ihre Beziehungen zu Leo fokussieren kann.
Besonders gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte.
Es wurde sehr authentisch dargestellt, ohne es zu überstürzen oder künstliches Drama. Eine Sache war für mich jedoch ein wenig unnötig bzw. manchmal mochte ich die Aktionen der Charaktere nicht wirklich.
Dafür wurden verschiedene Beziehungen behandelt, zu den Eltern, zum Bruder und auch zu Freunden, was ich gerne gelesen und verfolgt habe.
Generell fand ich den Schreibstil sehr schön, manche Abschnitte habe ich auch doppelt gelesen und die Worte auf mich wirken lassen.
Auch der Nostalgie-Faktor wurde getroffen: Ich war zwar noch wesentlich jünger als die Protagonisten, aber habe sehr vieles aus der damaligen Zeit wiedererkannt und mich in das Lebensgefühl zurückversetzen können.
Dazu wurde die Thematik rund um Kinofilme passend in die Handlung eingebaut, stand aber nicht im Fokus.
Es gab zwischendurch mal manche Abschnitte, die sich ein wenig gezogen haben, insgesamt war es aber ein schönes nostalgisches Leseerlebnis mit einer Coming of Age Story.
Mensch, Königin, Göttin
Kleopatra von Saara El-Arifi
Kleopatras Legende ist wohl den meisten Leuten ein Begriff, zumindest ihren Namen kennt jeder.
Doch wer war eigentlich der Mensch hinter all diesen Geschichten und Mythen?
In diesem Buch erlaubt sich die Autorin eine eigene Interpretation, gestützt auf gut recherchierte historische Fakten, aber auch mit viel Fantasie.
Erzählt wird alles von Kleopatra selbst, sie betrachtet rückblickend ihr Leben nach ihrem Tod und steht dabei quasi im Gespräch mit dem Leser. Diese Perspektive fand ich ungewöhnlich, aber hat mir gut gefallen, da man so ihre Intentionen und Gedanken noch besser nachvollziehen kann und alles im Kontext betrachtet wird.
Auch der Schreibstil war recht angenehm, trotz historischem Hintergrund liest es sich sehr leicht und ein wenig wie ein Fantasy-Roman.
Trotzdem bleibt das alte Ägypten auch nicht auf der Strecke, ganz im Gegenteil, auf jeder Seite finden sich interessante und spannende Details über die damalige Kultur, die Menschen und die Götterwelt.
Gerade wenn man sich dafür interessiert, kann man hier vieles wiedererkennen und auch noch etwas dazulernen.
Ebenso positiv fand ich, dass hier Kleopatra im klaren Fokus steht und nicht ihre Romanzen. Zusätzlich lernt man auch ihre Dienerin und Geschwister noch kennen, jedoch sind die meisten Nebencharaktere eher blass geblieben.
Auch das Tempo war leider etwas unregelmäßig, manche Abschnitte waren echt spannend, andere zogen sich dafür doch sehr.
Insgesamt hatte ich allerdings doch viel Freude daran, Kleopatras Geschichte frei interpretiert neu kennenzulernen.
Rückkehr nach Japan
Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach
Das Buch knüpft direkt an den ersten Band an und so befinden wir uns zusammen mit Lucy wieder auf der japanischen Insel Soshima.
Im Laufe der Geschichte erfahren wir, wie es mit der Kamelienölmanufaktur, ihrer Freundin Lili, ihrer großen Liebe Finn und ihrer Familie in Frankreich weitergeht.
Diese Fortsetzung hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1 - natürlich waren die Charaktere diesmal schon etwas vertrauter, aber auch neue Personen konnten von sich überzeugen.
Die Insel wird mit jedem Kapitel lebendiger: Zusammen mit Lucy erkundet man die Natur und abgelegene Ecken, die wirklich schön beschrieben wurden, während man gleichzeitig aber auch immer mehr der Einwohner kennenlernt.
Jeder dort hat seine eigene Geschichte, besondere Stärken und eine eigene Rolle im großen Ganzen. Ich habe die kleinen Erzählungen über die Nebencharaktere genauso gerne verfolgt wie die Hauptgeschichte. Diese sind nicht immer perfekt ausgearbeitet, jedoch hat mich das nicht sonderlich gestört.
Wie schon im ersten Teil mochte ich die Einbindung der japanischen (und französischen) Kultur sehr. Man merkt hier richtig, dass die Autorin viel recherchiert und dafür mit Japanern zusammengearbeitet hat. Die Feinheiten der Kultur, der Sprache und des Zusammenlebens werden authentisch dargestellt und fügen sich perfekt in den Lesefluss ein. Obwohl ich mich bereits gut mit der Thematik auskenne, konnte ich trotzdem auch noch einiges dazulernen.
Auch empfand ich es als positiv, dass nicht immer alles ganz rund läuft und Lucy nicht auf magische Weise einfach so Erfolg hat. Probleme werden durch harte Arbeit und kluge Strategien gelöst, sodass man auch einen schönen Einblick in den Betrieb einer Manufaktur erhält.
Manchmal kommt der Zufall jedoch trotzdem noch zur Hilfe, allerdings hielt es sich hier noch so im Rahmen, dass man drüber hinweglesen kann - vor allem da es ja auch ein Wohlfühlbuch ist.
In diesem Sinne freue ich mich schon sehr auf den nächsten Band!











