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Rezensionen von Ryria:

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Auf der Suche nach Heimat

The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson

"Heimat ist nur selten ein Ort. Es sind die Menschen, und dabei oft die, von denen wir es am wenigsten erwarten, die uns Wurzeln geben."
Nach ihrer ungewollten arrangierten Hochzeit mit Reid lässt sich Vaasa schließlich doch auf einen Deal mit ihm ein: Sie spielt seine liebende Frau, um seine Chancen im anstehenden Wahlkampf zu verbessern, er hilft ihr, ihre tödliche Magie zu verstehen und kontrollieren zu lernen.

Das Buch entführt den Leser in eine spannende Fantasy-Welt, die dank einer Karte und kurzen Erklärungen schnell vertraut wird. Nach und nach wird diese Karte dann auch mit Leben gefüllt, zusammen mit Vaasa lernt man neue Orte kennen und lieben. Die Beschreibungen der Schauplätze und der Einheimischen haben mir hierbei besonders gut gefallen, sie sind detailreich, aber nicht zu erdrückend.
Auch die politischen Hintergründe waren spannend, das System wirkte authentisch, ohne dabei den Leser zu überfordern.

Der Anfang ist zwar recht stürmisch, jedoch flacht das Tempo danach wieder ab. Die Stärke der Geschichte besteht nicht aus vielen spannenden Szenen, sondern aus dem Eintauchen in die Welt und das Gefühlsleben der Protagonisten. Auch trotz der fehlenden sonst oft verwendeten Ich-Perspektive kann man die Emotionen von Vaasa sehr gut nachvollziehen.
Es ist wirklich schön zu verfolgen, wie die im Eis geborene Königstochter im warmen Nachbarland wortwörtlich auftaut und sich ihren Dämonen stellt.
Hierzu tragen einige tolle, starke Frauencharaktere bei, aber natürlich auch ihr ungewollter Ehemann Reid. Dieser war mir echt sympathisch und vor allem die Wortgefechte und Neckereien mit Vaasa waren erfrischend und witzig.
Nach und nach sieht man die Beiden zu einem Team zusammenwachsen, während die Handlung fortschreitet und es einige überraschende Entdeckungen gibt.
Action-Fans könnten sich hier vielleicht ein wenig langweilen, aber ansonsten kann ich das Buch nur weiterempfehlen.

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Auf der Suche nach Heimat
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Modernes Märchen mit weniger Crime als erwartet

Dark Cinderella von Anya Omah

Sofias beste Freundin ist seit Monaten spurlos verschwunden, die einzige Spur führt in das Schloss der Königsfamilie. Kurzerhand tritt sie daher dort eine Stelle an, um Nachforschungen anzustellen, und kommt dabei dem Prinzen Maximilian näher.
Was wie eine tolle Mischung aus Romance, Royals und Crime klingt, hat mich jedoch im Bereich der Ermittlungen etwas enttäuscht.

Die Suche nach ihrer Freundin gerät sehr in den Hintergrund, dafür wird Sofia umso mehr vom Prinzen abgelenkt.
Für Romance-Fans super, jedoch fand ich es auch etwas schade und seltsam für ihren Charakter.

Statt mehr über die Freundin herauszufinden, lernen wir dafür Maximilian besser kennen und er wirkt doch sehr perfekt: Er liebt Bücher, setzt sich für gute Zwecke ein und ist verrückt nach Sofia. Hier haben mir die Momente besser gefallen, in denen er die Fassade mal abgelegt hat und Fehler gezeigt hat. Auch ging mir die Entwicklung der Liebesbeziehung doch ein wenig zu schnell, aber das ist ja Geschmackssache. Ein paar süße Momente sind auf jeden Fall dabei!

Handlungsmäßig passiert im ersten Band jetzt nicht so viel, er wirkt eher wie eine Einleitung und führt die Charaktere und Handlungsorte ein. Trotz der eher geringen Spannung lässt sich das Buch sehr gut lesen, ich bin quasi durch die Seiten geflogen.
Auch sehr gefallen haben mir die kleinen versteckten Liebeserklärungen an Bücher sowie das Einbauen von interessanten Fun Facts.
Insgesamt hat mich das Buch super unterhalten, aber auch mit vielen Fragen zurückgelassen, die hoffentlich im zweiten Teil in den Fokus rücken.

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Modernes Märchen mit weniger Crime als erwartet
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Heimat im Wandel der Zeit

Die Tage nach dem Pflaumenregen von Karissa Chen

Dieses Buch erzählt nicht nur die Liebesgeschichte von Suchi und Haiwen, von 1938 bis 2008, von Shanghai bis nach Los Angeles, sondern ist ebenso ein beeindruckendes Werk über die chinesische Kultur und Identität, auch fernab der Heimat.
Zu Beginn bricht Haiwen zur Armee auf und lässt Suchi zurück, im nächsten Kapitel treffen sie sich zufällig nach sechzig Jahren wieder.

Es folgt eine wunderschöne Erzählung all der Zeit dazwischen und auch von ihrem Kennenlernen als Kinder, in unterschiedlichen Zeitebenen aus den Perspektiven von Suchi und Haiwen.
Was mir hierbei besonders gut gefallen hat: Der Schreibstil passt immer perfekt zu der jeweiligen Erzählebene, die Erlebnisse der Kinder wirken anders als die der Rentner, die heutige Zeit wirkt moderner als 1938, die USA anders als China.

Generell erschafft Karissa Chen sehr lebendige Welten, die Atmosphäre ändert sich mit jedem Ort und doch wirkt es immer so, als wäre man mittendrin. Auch bei den geschichtlichen Ereignissen ist man so dabei und erlebt die Geschichte quasi mit. Viele chinesische Begriffe, Namen etc. können dabei zunächst ein wenig verwirrend auf den Leser wirken, jedoch erfasst man die Bedeutung doch recht schnell. Meiner Meinung nach hat die Übersetzerin hier auch gute Arbeit geleistet und einen Kompromiss gefunden, der den Text verständlich macht und seine Seele erhält.

Ein weiteres Highlight waren die Charaktere für mich. Diese empfand ich durchweg als sehr authentisch und konnte sie schnell ins Herz schließen. Kinder haben sich wie Kinder verhalten, Rentner wie Rentner, aber trotzdem waren sie immer auch die gleichen Personen, über 70 Jahre hinweg.
Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen wurden einfühlsam dargestellt, ob unter Freunden, in der Familie oder in der Liebe.
Insgesamt ein wunderschönes Buch und so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte.

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Heimat im Wandel der Zeit
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Interessante Welt mit arabischem Flair

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Während Zafira im verfluchten Wald des Arz wilde Tiere jagt, um ihr Dorf zu versorgen, macht der Kronprinz Nasir als Assassine Jagd auf die Feinde seines Vaters. In einer Welt, in der Krieg droht und der Arz immer mehr Land verschluckt, begeben sie sich auf gefährliche Missionen, die sie zu Feinden machen und die Welt verändern können.

Erzählt wird die Geschichte aus ihren Perspektiven, was ich als angenehm empfunden habe, da man so beide ganz gut kennenlernt.

Die Welt hat mir gut gefallen, mithilfe einer Karte kann man sich die verschiedenen Kalifate direkt vorstellen. Diese werden im Laufe der Handlung dann auch weiterhin charakterisiert. Auch die arabische Atmosphäre fand ich gelungen, jedoch hätte ich mir teilweise hier noch ein bisschen mehr Details gewünscht. Viele Wörter dieser Sprache finden Einzug in den Text, jedoch ist die Bedeutung nicht immer direkt ohne Glossar ersichtlich - zu Beginn ein wenig ungewohnt, aber trägt im Ganzen zur Stimmung bei.

Während der Start noch relativ aufregend ist, wird es danach erstmal eine Weile ruhiger und man hat Gelegenheit, die Charaktere und die Welt näher kennenzulernen. Dieser Aufbau gefällt mir grundsätzlich, hier hatte er jedoch zwischendurch auch manchmal kleinere Längen.
Die Rätsel um die Geschichte der Welt fand ich spannend, auch die politischen Aspekte der Handlung waren interessant. Zafira als starke Frau in einem Land mit wenigen Frauenrechten beinhaltet gefühlt auch eine Botschaft für unsere Realität.
Hervorheben mag ich zuletzt noch die Sprache, diese war wirklich schön und hat mir Freude beim Lesen bereitet.

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Interessante Welt mit arabischem Flair
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Die Menschlichkeit am Ende der Menschheit

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton

Turton erschafft in "Der letzte Mord am Ende der Welt" eine spannende dystopische Welt, in der es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit geht.
Ein tödlicher Nebel hat alles bis auf eine kleine Insel verschluckt, lediglich eine Barriere schützt die letzten 122 Überlebenden. Durch einen Mord droht diese Barriere jedoch deaktiviert zu werden - und der Countdown zum Entlarven des Täters läuft.

Die erschaffene Welt fand ich gut ausgearbeitet, schon nach wenigen Seiten wollte ich immer mehr erfahren. Eine Karte zu Beginn hilft super bei der Visualisierung, vieles wird aber noch zusätzlich ausführlich beschrieben. So spielt sich das Leben der Dorfbewohner hauptsächlich in einem heruntergekommenen Militärstützpunkt ab und ist von Einfachheit geprägt: Gemeinsame Mahlzeiten und Feste, verschiedene Berufe zum Erhalt des täglichen Lebens, gesellschaftliche Vorgaben.
Hierzu im Kontrast steht die Welt der verbliebenen Wissenschaftler, die aus einer Zeit hochmodernen Technik stammen. Eine echt spannende Mischung, genau wie die Genres des Buchs: Es ist kein klassischer Krimi, aber dabei mindestens genauso spannend. Statt nur über den Täter zu rätseln, sammeln sich auch zahlreiche Fragen über diese Welt, die Neugier lässt die Seiten nur so dahinfliegen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Abi, einer KI, die die Gedanken jedes Bewohners lesen kann. Diese tritt aber meistens in den Hintergrund, sodass man die Handlung indirekt über einzelne Charaktere verfolgt. Hier war eine bunte Mischung an Charakteren gegeben und auch ihre Beziehungen zueinander kamen nicht zu kurz.
Die Kapitellänge habe ich als genau richtig empfunden, auch der Schreibstil war angenehm zu lesen.
Für Fans von dystopischen Welten nur zu empfehlen!

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Die Menschlichkeit am Ende der Menschheit
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Nichts ist, wie es scheint

Deep Fake von Cleo Konrad

Kannst du deinen Augen noch trauen, wenn sie dir ein Nacktvideo zeigen, das du niemals aufgenommen hast?
Kannst du deinen Freunden noch trauen, wenn du sie zwanzig Jahre nicht mehr gesehen hat?
Kannst du deiner Erinnerung noch trauen...?

Auf der Suche nach Antworten begleiten wir die Lehrerin Mira, die ausgelöst von einem Deep Fake mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und in ihr Heimatdorf zurückkehrt.

Besonders spannend fand ich hierbei den Erzählstil: Abwechselnd verfolgen wir die Handlung in der Gegenwart mit Mira und erleben gleichzeitig die Vergangenheit in Form von Tagebucheinträgen. Beide Seiten nähern sich langsam einander an und fügen immer mehr Puzzleteile zusammen. Dabei kann man super mitspekulieren, wie alles zusammenhängt, was damals passiert ist und wer für die Videos verantwortlich ist.
Die Autorin versteht es dabei gekonnt, den Leser in die Irre zu führen und beim Lesen auch ein wenig paranoid zu machen: Der Verdacht springt permanent hin und her und doch ist man im Grunde genau wie Mira recht ahnungslos. Meine eigenen Theorien waren manchmal zutreffend, wurden dann jedoch wieder komplett über den Haufen geworfen, was dazu führte, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Zwischendurch gab es zwar auch kleinere Abschnitte, die sich ein wenig gezogen haben, dies hat sich aber in Grenzen gehalten.

Das Thema des Buches ist momentan ja hochaktuell, dafür fande ich es ganz gut umgesetzt, besonders, dass es im schulischen Umfeld auftaucht. Insofern kann es auf spannende Art auch ein wenig über diese aktuelle Problematik aufklären.
Schnell wird aber auch klar, dass die Technik hier eher zweitrangig ist und die Beziehungen der Charaktere im Vordergrund stehen. Diese wurden authentisch umgesetzt, mit den passenden Emotionen: fragiles Vertrauen, Unsicherheiten, Wut, Trauer und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Über manche Charaktere regt man sich auf, manche wachsen einem echt ans Herz.
Was mir auch sehr gefallen hat: Man merkt bei den Freunden, dass sie erwachsen geworden sind, aber erkennt auch gleichzeitig ihr damaliges Teenager-Ich in ihnen, ohne dass es unpassend wirkt.
Insgesamt eine super spannende Suche nach der Wahrheit mit vielen Überraschungen und einem wichtigen Thema!

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Schöne Ideen, Umsetzung schwächelt

The Stars are Dying von Chloe C. Peñaranda

Astraea lebt in einer Welt voller magischer Geschöpfe: Vampire, Fae, Celestials und mehr. Doch statt diese Welt zu erkunden, ist sie angeblich zu ihrem eigenen Schutz gefangen, bis sie sich mit der Hilfe von Nyte schließlich befreit und eine gefährliche Reise beginnt.
Während die Gestaltung des Buches wunderschön ist und komplett überzeugt, habe ich mich mit dem Inhalt doch teilweise etwas schwergetan.

Die Ideen fand ich super, eine spannende Fantasy-Welt mit vielen verschiedenen Geschöpfen, ein Turnier mit Rätseln und kreativen Prüfungen, dazu noch Romance, was will man mehr.
Leider hätte die Umsetzung doch etwas mehr Schliff vertragen können.

Zunächst fand ich den Einstieg sehr verwirrend und habe recht lange gebraucht, bis ich in die Geschichte reingefunden habe.
Generell gab es immer wieder mal Stellen, die komisch formuliert waren oder die ich doppelt lesen musste. Der Schreibstil hat mir besonders dadurch auch nicht immer zugesagt, manchmal hatte ich Probleme zu verfolgen, was passiert.
Auch das Pacing war noch etwas unausgereift: Manche Abschnitte zogen sich sehr in die Länge und hätten auch kürzer sein können, bei anderen hätte man sich mehr Kontext oder Handlung gewünscht.

Die Charaktere waren okay, aber ich konnte irgendwie keine Bindung zu ihnen aufbauen, sie waren nicht ganz greifbar für mich. Ich habe mich beim Lesen mehr wie ein neutraler Betrachter gefühlt und konnte nie richtig in die Geschichte abtauchen. Dabei war die Liebesgeschichte eigentlich nicht schlecht, wenn auch recht langsam, und auch coole Nebencharaktere gab es einige.
Trotz allem bin ich auf den nächsten Band gespannt, viele Probleme lassen sich ja schon leicht durch ein besseres Lektorat lösen.

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Guter Einstieg in eine Geschichte voller Magie

Kingdom of Lies von Stacia Stark

In Priscas Königreich ist es verboten, die angeborene Magie zu behalten - ein Verstoß hiergegen führt zur Hinrichtung der gesamten Familie. Als sie versehentlich ihre Magie einsetzt muss sie fliehen und landet bei Lorians Söldnerbande.
Bereits der Anfang des Buches zeigt: Dies ist keine nette Welt, dafür jedoch eine ziemlich interessante und spannende.

Im Laufe der Geschichte lernt man so einige Arten von Magie kennen, darunter klassische Arten wie Wasser beherrschen, aber auch Ungewöhnliches wie Glück. Die Grundidee mit der verbotenen Magie und dem Fae-Konflikt fand ich richtig gut, jedoch hätte ich gerne noch mehr über die Welt erfahren - kommt vielleicht im nächsten Band.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Prisca und Lorian. Prisca mochte ich als Heldin sehr, ihr wird zwar auch oft geholfen, aber dabei ist sie nicht diese typische "Prinzessin in Not", sie schlägt sich durch und kämpft so gut sie kann. Auch verfügt sie zwar über eine starke Art der Magie, kann diese aber zu Beginn nicht beherrschen und muss erstmal viel trainieren. Fand ich realistisch und gefällt mir besser als wenn sie direkt super stark gewesen wäre.
Lorian ist passend dazu auch kein typischer "Retter", sondern verfolgt seine eigenen Interessen auf teilweise recht kalte Art. Manche Seiten an ihm fand ich auch etwas bedenklich - im Buch lässt man ihm das vielleicht durchgehen, in der Realität wohl kaum. Trotzdem mochte ich besonders zu Beginn die Dynamik zwischen den beiden sehr, die Streitereien hatten eine gute Mischung aus Humor und unterschwelliger Anziehung.

Ebenso gefallen haben mir die Nebencharaktere, hier gab es ganz verschiedene Arten von Menschen, die man ins Herz schließen konnte. Kritisieren würde ich nur die Masse an Namen/Personen, mit denen man recht schnell konfrontiert wird, da musste ich erstmal durchblicken. Generell ist der Einstieg relativ rasant, zieht sich dann später aber streckenweise auch ein bisschen wieder.
Ich bin auf jeden Fall aber gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht!

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Guter Einstieg in eine Geschichte voller Magie
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Fantastische Abenteuer in einer orientalischen Welt

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah

Nachdem Loulie ihre Familie verliert, schlägt sie sich als Händlerin für magische Relikte durch. An ihrer Seite: Qadir, ein Dschinn, die erbarmungslos in der Welt der Menschen verfolgt und getötet werden. Dazu kommt noch ein Geschichten erzählender Prinz und eine Dschinn-Jägerin und das Abenteuer kann starten.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre im Buch: Dies fängt schon bei der Gestaltung an, dazu kommen auch noch eine Karte, besondere Seiten und ein Glossar. Dieses wird auch sehr benötigt, denn es werden sehr viele arabische Wörter und Redewendungen benutzt. Einerseits ist dies total passend zur Welt, andererseits war es gerade am Anfang ein klein wenig nervig, ständig Wörter nachzuschlagen.
Dafür gelingt die Beschreibung der Welt auf eindrucksvolle Weise, man fühlt sich schon nach kurzer Zeit in den Orient und die Wüste versetzt: Essen, Einrichtung, Kleidung, Sprache, Traditionen, alles wirkt sehr stimmig.

Die ganze Geschichte erinnert generell sehr an die Märchen aus 1001 Nacht, so bestehen Kernpunkte beispielsweise aus Aladin oder Ali Baba und die vierzig Räuber. Diese Neuinterpretation zollt trotzdem ihren Tribut an die Tradition des Geschichtenerzählens in Form von kleinen Märchen, die die Haupthandlung ergänzen. Dies fand ich schön gestaltet.
Auch lässt sich die Handlung Zeit, man kann es flüssig lesen, aber gleichzeitig auch gut in die Welt eintauchen. Spannende und actionreiche Passagen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab, eine gute Mischung. Die verschiedenen Perspektiven sorgen zusätzlich noch für ein ausgeprägteres Bild.
Kleiner Kritikpunkt an der deutschen Übersetzung: Im Englischen wird für nicht-binäre Personen they/them verwendet, was sich gut in den Satzbau einfügt. Der Versuch dies ins Deutsche zu übertragen wirkte hingegen irgendwie sehr befremdlich.

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Fantastische Abenteuer in einer orientalischen Welt
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Gefühle im Konflikt mit Verpflichtungen und Überlebenssorgen

Die Spur der Sehnsucht von Jaane Janssen

Das Leben auf Borkum im Jahre 1775 ist alles andere als einfach, was auch Sventje jeden Tag aufs Neue erfahren muss: Hochschwanger mit ihrem vierten Kind muss sie ihre Familie ernähren, während ihr Mann schon seit Monaten wieder als Walfänger auf See unterwegs ist. Zum Glück steht ihr Gutsherr Valentin zur Seite, jedoch sind ihre Gefühle füreinander im Grunde verboten.

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Ohne Kitsch oder übertriebene Dramatik, dafür stattdessen mit authentischen Emotionen und einem Feingefühl für zwischenmenschliche Beziehungen entführt uns die Autorin in das damalige Inselleben. Man merkt auf jeder Seite die Liebe und Arbeit, die in die Geschichte geflossen sind, alles wirkt sehr realistisch, von damaligen Berufen über Haushaltsarbeiten, Klassenunterschieden, medizinischen Behandlungen, Transportationsmöglichkeiten und vielem mehr.
Da die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird, ist dies nochmal beeindruckender und rundet alles perfekt ab, man taucht sowohl in das Leben einer "einfachen" Inselbewohnerin als auch in das eines Gutsherren ein - und zwischendurch geht es noch hinaus aufs Walfangschiff. Historisch super recherchiert und ich habe so einiges nebenbei dazulernen können!

Trotzdem wirkt es an keinem Punkt wie eine langweilige Geschichtsstunde, ich konnte im Gegenteil kaum aufhören zu lesen. Kurze Kapitel verführen zu dem "Nur noch ein Kapitel"-Problem und bieten hierbei eine gute Mischung aus spannenden Geschehnissen und ruhigeren Passagen, die sich den Charakteren widmen und die Bindung des Lesers zu diesen verstärken.
Ich habe die Charaktere richtig ins Herz geschlossen - einerseits sind sie alle sehr unterschiedlich, andererseits dabei auch noch sehr authentisch und sympathisch. Bereits jetzt vermisse ich sie und freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Band.

Ebenso hervorheben sollte man noch den Schreibstil: Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, doch zwischendurch habe ich manche Passagen gerne doppelt gelesen, weil die Sätze so schön oder berührend formuliert waren oder manches einfach auch richtig lustig war.
Dazu überrascht die Handlung auch immer wieder mal - während ich vorher dachte, dass es in eine bestimmte Richtung geht, kam es dann doch immer ganz anders. Klare Leseempfehlung von mir, ich bin schon sehr gespannt, wie es bald weitergeht!

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