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Rezensionen von gerlisch:

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Das Prügelmädchen

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan

Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Tamsyn, als Findelkind in die königliche Familie des Landes Penterra aufgenommen, wächst zwar wie eine Prinzessin auf, doch ihr Weg ist alles andere als märchenhaft, immer wenn Ihre Schwestern etwas angestellt haben, muss sie als Prügelmädchen herhalten.

Was sie ertragen muss, ging mir richtig unter die Haut.

Und dann ist da noch die Zwangsheirat mit Fell, der Bestie. Zwei starke Charaktere, die sich im Laufe der Handlung beeindruckend weiterentwickeln und deren Dynamik mich absolut gefesselt hat. Zwischen ihnen knistert es heftig, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Gefühl gewünscht hätte.

Die Welt selbst ist düster, voller Intrigen, Geheimnisse und überraschender Twists. Besonders die Hintergrundgeschichte über die angeblich ausgerotteten Drachen und Hexen verleiht der Handlung eine epische Tiefe, die mich komplett in die Seiten gezogen hat.

Auch wenn man früh ahnt, wohin die Reise geht, verliert die Story nie an Spannung. Ich bin komplett abgetaucht und wollte das Buch kaum aus der Hand legen.

Fesselnd, atmosphärisch, emotional – für Romantasy-Fans sehr zu empfehlen.

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Das Prügelmädchen
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Toxische Beziehung

This Story Might Save Your Life von Tiffany Crum

Joy und Benny sind beste Freund und betreiben gemeinsam einen erfolgreichen Podcast. Als Joy und ihr Ehemann plötzlich verschwinden, gerät Benny ins Visier der Polizei. Doch er lässt sich nicht unterkriegen und beginnt auf eigene Faust nach Antworten zu suchen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Joys und Bennys Sicht erzählt und durch Rückblicke in ihre gemeinsame Vergangenheit kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht.

Schon früh stellt sich die Frage: Was ist Lüge, was ist Wahrheit und wie gut kennen sich zwei Menschen wirklich?
Der Schreibstil ist fesselnd und Tiffany Crum lässt die Leserinnen und Leser tief in die Gedankenwelt ihrer Charaktere eintauchen, was Tiefe und Nähe zu den Figuren erzeugt.
Trotz der spannenden Grundidee fehlte mir stellenweise das typische Thriller-Feeling. Einige Szenen wirkten nicht ganz ausgereift und hinterließen Fragezeichen, für meinen Geschmack hätten sie besser ausgearbeitet sein können.
Dennoch hat mich das Buch als tiefgründige, emotionale Story über Freundschaft, Liebe, Macht, Geheimnisse und eine toxische Beziehung gut unterhalten.

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Toxische Beziehung
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Gefährliche Prüfungen

The Ordeals von Rachel Greenlaw

Sophia de Winter ist durch einen Blutsbund an ihren Onkel den Sammler gebunden, der sie voll unter Kontrolle hat. Um auszubrechen muss sie unbedingt die Aufnahme an die altehrwürdige Killmarth Academy schaffen. Gefährliche Prüfungen warten auf sie, doch wer ist Freund und wer Feind?
Schon das Cover verspricht dunkle Geheimnisse und genau diese Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Story.

Als Auftakt einer Romantasy und Dark Academia Reihe hat das Buch definitiv meinen Geschmack getroffen.
Das alte Magiesystem mit seinen vier Säulen - Alchemie, Botanik, Maskiererei und Illusion - fand ich richtig spannend. Die magischen Fähigkeiten der Figuren sind kreativ ausgearbeitet und machen Lust auf mehr. Beim Worldbuilding hätte ich mir allerdings noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, gerade weil die Welt so viel Potenzial verspricht.
Über allem schwebt eine bedrohliche Macht, die die Spannung konstant hochhält. Besonders zum Ende hin gab es einige Überraschungen, die mich wieder richtig abgeholt haben.
Sophia ist mutig, empathisch und sofort greifbar. Alden Locke dagegen bleibt lange geheimnisvoll, was die Dynamik zwischen den beiden umso reizvoller macht. Die Romance ist schön beschrieben, und bei jedem Aufeinandertreffen war sofort ein Knistern spürbar.
Beim Schreibstil blieb das Buch für mich etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hätte mir bildgewaltigere Szenen gewünscht; manchmal schweiften meine Gedanken beim Lesen ab.
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit starker Magie, tollen Charakteren und einer prickelnden Romance. Für die Fortsetzung verspreche ich mir viel Potenzial.

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Gefährliche Prüfungen
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Der Mann des Jahres

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander

Schon die ersten Kapitel ziehen einen in eine düstere Villa voller unausgesprochener Drohungen. Natalie tritt ihren neuen Job an und landet mitten in einer Atmosphäre, die von Angst, Misstrauen und einem exzentrischen Boss geprägt ist. Die kurzen Kapitel, meist aus ihrer Perspektive, erzeugen Tempo und Nähe.

Besonders die geheimnisvollen Abschnitte mit der Überschrift „Unbekannt“ sorgen für Gänsehaut und machen sofort klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.
Der Einstieg hat mich sofort gepackt: fesselnder Schreibstil, starke Atmosphäre, ein Setting, das einen komplett einsaugt. Doch je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr merkte ich, dass manche Szenen sprunghaft wirkten und Details nicht immer sauber ineinandergriffen. Das hat mich gelegentlich aus dem Lesefluss gerissen.
Natalie selbst ist ein spannender Charakter - forsch, frech und impulsiv. Anfangs mochte ich das sehr, später wurde es mir manchmal etwas zu viel. Dafür haben mir die ruhigeren Momente rund um ihre im Koma liegende Freundin richtig gut gefallen. Diese Szenen erden die Story und geben ihr emotionale Tiefe.
Ein Buch mit viel Potenzial, das besonders durch Atmosphäre und Spannung punktet. Trotz einiger holpriger Stellen lässt es sich schnell weglesen und bietet solide Unterhaltung für zwischendurch.

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Der Mann des Jahres
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Was ist mit ihr los?

Woman Down von Colleen Hoover

Woman Down war mein erstes Buch von Colleen Hoover und leider kein Treffer für mich. Der Schreibstil ist zwar bildhaft und stellenweise wirklich wortgewandt, aber die Story zieht sich. Auf den ersten 100 Seiten passiert gefühlt nichts, was es mir schwer gemacht hat, dranzubleiben.
Die Beziehung zwischen Petra und Nathaniel wirkt obsessiv und toxisch.

Oft habe ich mich gefragt, was mit ihr los ist und warum sie sich so sehr auf diesen Mann einlässt. Die Szenen sind detailliert beschrieben, aber für meinen Geschmack unnötig aufgebauscht.
Als Romantic Thriller beworben, kam bei mir weder Romantik noch Thriller Feeling an. Mir fehlte die emotionale Tiefe, die mich in die Figuren hineinzieht.
Gefallen haben mir ein paar überraschende Wendungen, die kurz Spannung reinbringen, aber insgesamt hat das Buch mich nicht überzeugt.
Fazit: Starker Schreibstil, schwache Story. Für mich leider kein Highlight.

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Eine fantastische Reise

Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel

Der Winter in einem kleinen englischen Küstenort will einfach nicht weichen, deshalb macht sich Flora auf die Suche nach dem Frühling und auf den Weg in ein fantasievolles Abenteuer.
Dieses Buch hat mich in eine Welt entführt, die nach Stachelbeerkompott schmeckt und voller magischer Wesen steckt.

Besonders die herrlich skurrilen Namen der Figuren haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Die Botschaften von Hoffnung, Freundschaft und Vertrauen sind warmherzig verwoben – und mein absolutes Highlight: das sprechende Eichhörnchen Parzival ist einfach zum Verlieben.
Der Schreibstil ist flüssig und altersgerecht, an manchen Stellen aber überraschend düster und vielleicht etwas anspruchsvoll für die jüngere Zielgruppe. Durch die vielen Wendungen und die Fülle an Magiewesen muss man sehr aufmerksam lesen, es passiert wirklich viel in kurzer Zeit. Manchmal fast zu viel, denn einige Handlungen rauschen ziemlich hektisch vorbei.
Ich habe Flora und ihre Freunde sehr gern auf dieser fantasievollen, magischen Suche nach dem Frühling sehr gern begleitet.

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Gute Unterhaltung

Giftiger Grund von Thomas Knüwer

„Giftiger Grund“ ist eine Story, die sich nicht einfach in ein Genre einordnen lässt – und genau das macht sie so interessant. Statt klassischer Ermittlungsarbeit wirft uns der Autor mitten hinein in ein düsteres, bedrückendes Szenario. An einer verlassenen Tankstelle treffen drei Figuren aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die taffe Podcasterin Charu, der gerade aus der Haft entlassene Joran und ein zehnjähriges Mädchen, das mehr weiß, als man anfangs ahnt.

Der Roman lebt von seiner Atmosphäre: brutal, roh und manchmal mit derber Sprache. Das Setting, ein Lost-Place, verstärkt dieses Gefühl von Gefahr. Den Schreibstil empfand ich anfangs als gewöhnungsbedürftig, teilweise kurz und knapp, gerade so wie hin und herspringende Gedanken.

Besonders stark sind die Charakterzeichnungen:
Charu wirkt auf den ersten Blick tough, selbstbewusst, social-media-erfahren, doch hinter der Fassade steckt Verletzlichkeit, die sie nahbar macht.
Joran wird als naives Opfer dargestellt, ein geschickter Schachzug des Autors. Man ertappt sich dabei, Sympathie für jemanden zu entwickeln, dem man eigentlich misstrauen sollte.
Die wechselnden POVs sorgen dafür, dass man die Figuren und ihre Motive, Ängste und Geheimnisse Stück für Stück versteht.

Zum Ende hin geht es Schlag auf Schlag, manches wurde mir zu schnell abgehandelt, einiges erscheint doch sehr konturiert. Trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen. Wer Lust auf eine düstere, intensive Story hat, die nicht wie ein klassischer Krimi zu lesen ist, wird hier definitiv gut unterhalten.

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Griechische Götter und ihre Mythen

Aftermyth - Penelope und die Prüfung der Götter von Tracy Wolff

Für Penelope und ihrem Zwillingsbruder Paris war von Anfang an klar, dass sie in der Anaximander-Akademie ins Haus der Athena einziehen werden. Für Paris läuft auch alles glatt, doch mit Penelope haben die griechischen Götter wohl anderes vor. Ausgerechnet vom Haus der chaotischen Aphroditen wird sie erwählt.

Die Autorin erschafft eine Welt, die sich gleichzeitig vertraut und völlig neu anfühlt. Das Magiesystem ist kreativ, logisch aufgebaut und macht einfach Spaß. Dazu kommt ein Worldbuilding, das so detailreich ist, dass man die Akademie, die Häuser und die mythologischen Elemente richtig vor sich sieht. Ich war überrascht, wie viel Wissen über die griechischen Götter und Mythen hier ganz nebenbei vermittelt wird. Nie trocken, immer eingebettet in die Handlung. Genau so mag ich das.
Die Geschichte startet ruhig, fast gemächlich, aber sobald Penelope richtig in der Akademie ankommt, nimmt alles Fahrt auf. Prüfungen, Intrigen, Magie, irgendwann passiert gefühlt auf jeder Seite etwas Neues.
Penelope ist klug, pragmatisch und mutig. Sie glaubt fest daran, ins Haus der Athene zu gehören, doch gerade die Schüler des Hauses Aphrodite zeigen ihr, was echte Freundschaft bedeutet. Chaotisch, liebenswert, herzlich, das ist Fifi. Ihre Freundschaft mit Penelope ist eines meiner Highlights im ganzen Buch.
Das Cover ist wunderschön und der Farbschnitt ein absoluter Hingucker. Auch die Kapitelüberschriften und Seitenzahlen sind liebevoll gestaltet und und runden das Buch perfekt ab. Ein Must-Read für alle, die Academy-Settings, starke Heldinnen und mythologische Elemente lieben.

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Griechische Götter und ihre Mythen
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Atmosphärischer Thriller

Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup

Schon die ersten Seiten von „Der Kuckucksjunge“ haben mich in eine düstere, beklemmende Atmosphäre hineingezogen. Der Thriller lebt von seiner unheilvollen Grundstimmung, die sich Seite für Seite hält. Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig, mit Ecken, Kanten und Geheimnissen. Besonders spannend ist, wie Sveistrup die privaten Probleme von Thulin und Hess im Hintergrund gut in die Handlungen einwebt.

Sie wirken nie aufgesetzt, sondern verstärken die emotionale Tiefe und die Spannung zwischen den Ermittlern.
Brutale Morde, Stalking-Elemente und mehrere gelungene Plot Twists sorgen dafür, dass man immer wieder überrascht wird. Sveistrup versteht es, falsche Fährten zu legen und die LeserInnen in ihrer Wahrnehmung zu manipulieren.
Der Schreibstil ist fesselnd und intensiv, man merkt dem Autor seine Drehbuch-Erfahrung an. Allerdings gibt es ein paar Längen, die mich immer mal wieder aus dem Lesefluss herausgebracht haben. Doch insgesamt bleibt der Sog stark genug, um einen durch die Seiten zu treiben.

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Nicht so fesselnd wie erhofft

Spellcaster von Jaymin Eve

Dieser Auftakt einer neuen Fantasy-Dilogie von Jaymin Eve verspricht auf den ersten Blick alles, was ich an Fantasy-Academy-Settings liebe: eine altehrwürdige Schule, eine Blutschwur-Fehde zwischen Paisleys und Logans Familien und lauernde Die Grundidee klingt definitiv spannend und hätte eine richtig packende Mischung aus Magie, Intrigen und Enemies-to-Lovers-Dynamik werden können.

Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht ausgeschöpft wurde. Wichtige Informationen zu Figuren, Hintergründen und Handlung werden nur angekratzt, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch bleiben viele Zusammenhänge vage und unausgesprochen. Das Internat mit seinen magischen Zaubern, Kräutern, Kristallen und Tinkturen hätten so viel Raum für Atmosphäre geboten, bleibt aber leider nur blass. Auch das Magiesystem wird nur oberflächlich erklärt.
Besonders schade fand ich, dass die Charaktere kaum Tiefe oder Weiterentwicklung zeigen. Paisley ist impulsiv, oft widersprüchlich in ihrem Verhalten und schwer greifbar. Logan bleibt kühl und verschlossen. Die Emotionen kamen einfach nicht bei mir an. Gefallen haben mir aber die Freundschaften von Paisley mit ihren Mitschülerinnen, diese Szenen wurden wirklich harmonisch dargestellt.
Die Grundidee ist wirklich interessant, doch leider bleibt die Story hinter seinen Möglichkeiten zurück, für Fans von Academy-Fantasy vielleicht trotzdem ein Versuch wert, ich hoffe dann mal auf mehr Spannung in Band 2.

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Nicht so fesselnd wie erhofft