Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Symphony der Liebe
Sinister Symphony (Whispers of Scandals, Band 1) von Marina Neumeier
Sinister Symphony konnte mich mit seiner gelungenen Mischung aus Liebesgeschichte und Suspense schnell für sich gewinnen. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Juliet und Icaro erzählt, wodurch man beide Charaktere und ihre Gefühle sehr intensiv erlebt.
Juliet und Icaro verbindet eine gemeinsame Vergangenheit.
Nach einem einschneidenden Drama mussten Juliet und ihre Mutter untertauchen und den Kontakt abbrechen. Jahre später treffen die beiden während einer Opern-Tour unerwartet wieder aufeinander. Besonders die Dynamik zwischen ihnen hat mir gefallen: Anfangs herrscht ein spürbarer Machtkampf, doch schon bald kommen alte Gefühle wieder zum Vorschein. Vor allem Juliets innere Zerrissenheit zwischen Wegstoßen und der starken Anziehung zu Icaro war für mich sehr greifbar und emotional dargestellt.
Ein wichtiges Thema des Buches ist Bodyshaming. Juliet ist eine Curvy-Protagonistin, die immer wieder mit Minderwertigkeitskomplexen kämpft. Auch Icaro konnte mich überzeugen, nach außen verkörpert er den typischen Bad Boy, doch hinter dieser Fassade steckt ein sensibler und verletzlicher Mensch. Die Autorin hat beide Figuren vielschichtig gestaltet und ihren glaubwürdig verarbeitet.
Zusätzliche Spannung entsteht durch die zahlreichen Geheimnisse innerhalb der Familien. Die Enthüllungen sorgen immer wieder für überraschende Momente und ergänzen die Liebesgeschichte perfekt. Dadurch hatte die Handlung durchgehend eine fesselnde Atmosphäre.
Besonders hervorheben möchte ich außerdem das Opern-Setting. Es ist erfrischend anders und verleiht der Geschichte einen ganz besonderen Charme. Auch die Gestaltung des Buches ist wunderschön gelungen. Das Personenverzeichnis erleichtert den Einstieg in die Geschichte und die Illustrationen zu den jeweiligen Städten der Opern-Tour an den Kapitelanfängen sind ein liebevolles Detail.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich die teilweise sehr derbe Sprache, die nicht immer meinen Geschmack getroffen hat.
Ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht.
Wahrheit oder Pflicht
In Stormy Weather von Chelsea Curto
In Stormy Weather konnte mich leider nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, was grundsätzlich spannend sein kann. Allerdings habe ich dabei gelegentlich den Überblick verloren und musste mich erst wieder orientieren, in wessen Sichtweise ich mich gerade befinde.
Besonders positiv hervorheben möchte ich das Thema Meteorologie. Die Einblicke wirkten gut recherchiert und haben der Geschichte eine interessante Note verliehen. Auch die Entscheidung, Quincy in einer eher männerdominierten Berufsbranche anzusiedeln, hat mir sehr gefallen und ihrer Figur zusätzliche Stärke verliehen.
Die Dynamik zwischen Quincy und Sebastian sorgte immer wieder für amüsante Momente. Ihr Schlagabtausch brachte mich häufiger zum Schmunzeln, wirkte für meinen Geschmack jedoch gerade zu Beginn stellenweise etwas zu gewollt.
Was mir ebenfalls etwas gefehlt hat, war die Ausarbeitung der Nebenfiguren. Vor allem die Freundschaften hätten gerne mehr Tiefe haben können. Gelungen fand ich dagegen die Atmosphäre. Die beeindruckende Kraft der Natur und das stimmungsvolle Setting wurden wunderbar eingefangen. Auch wenn die Protagonisten sich dabei gelegentlich in Situationen begeben haben, die mich beim Lesen etwas nervös werden ließen.
Die romantische Entwicklung zwischen Quincy und Sebastian konnte mich emotional durchaus erreichen. Ihre Gefühle füreinander waren spürbar und die Chemie zwischen ihnen funktionierte gut. Der Spice-Anteil fällt dabei recht explizit aus.
Trotz einiger Schwächen bei den Perspektivwechseln und der Spannung konnte mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist.
Unterhaltsame Dark Academia
Death's Daughter von S. A. Barnes
Schon auf den ersten Blick ist Death‘s Daughter ein echtes Highlight. Das wunderschöne Cover macht das Buch zu einem kleinen Schmuckstück im Regal und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte dahinter.
In der Welt der Uralten und ihrer Sprosse treffen Macht, Magie und Intrigen aufeinander. Die Handlung ist gespickt mit Geheimnissen, überraschenden Wendungen und einer spannenden Murder-Mystery-Komponente, die zum Miträtseln und Spekulieren einlädt.
Immer wieder werden neue Hinweise gestreut, die das Gesamtbild verändern und die Spannung konstant hochhalten.
Im Mittelpunkt steht die Studentin Jocasta. Mit ihrem vollständigen Namen wurde ich persönlich leider nicht richtig warm, weshalb mir die Kurzform deutlich besser gefiel. Jo ist die Tochter des Todes und muss, um zu überleben, von den negativen Gefühlen anderer Menschen zehren. Dass sie sich immer wieder dagegen sträubt und dadurch in moralische Konflikte gerät, macht sie zu einer äußerst sympathischen und nachvollziehbaren Protagonistin. Gleichzeitig kann sie ihrer Bestimmung nicht entkommen, denn ihr Vater hat sie zu seiner alleinigen Nachfolgerin ernannt.
Dann ist da noch Devon, Jos Dozenten am Beecher College. Als klassischer morally-grey-Charakter bleibt lange unklar, welche Rolle er tatsächlich spielt und auf welcher Seite er steht. Diese Undurchsichtigkeit macht ihn zu einer der spannendsten Figuren der Geschichte. Die Nebencharaktere, allen voran Jos Freundeskreis, wurden relativ nahbar und lebendig ausgearbeitet, sie hatten aber noch weiteres Potenzial, was meiner Meinung nach etwas auf der Strecke blieb.
Das angekündigte Love Triangle kam bei mir so leider nicht an, da es ihm an der nötigen Tiefe fehlte. Auch der Spice wirkte etwas deplaziert. Die Story hätte durchaus ohne diese explizierten Szenen auskommen können.
Gefallen hat mir bei dieser paranormalen Geschichte der flüssige, eingängige Schreibstil, das düstere Setting und ein spannendes Magiesystem. All diese Elemente erschaffen eine atmosphärische Welt, in die man sich mühelos hineinziehen lässt und die besonders zum Ende fesselt.
Spicy Romantasy
The Poison Daughter von Sheila Masterson
Harlow trägt eine Göttergabe in sich, die sie zur wandelnden Gefahr macht: Ihr Kuss tötet jeden Mann. Dass ausgerechnet ihr neuer Verlobter Henry diesen Kuss überlebt, ist der erste große Schockmoment und der Auftakt zu einer Geschichte voller Geheimnisse und Intrigen
Was Harlow so besonders macht, ist ihre Empathie gegenüber Frauen, die unter gewalttätigen Männern leiden.
Das verleiht ihr Tiefe und macht sie sofort sympathisch. Gleichzeitig bleibt sie mutig, kompromisslos und eindeutig morally grey, genau passend für eine düstere Romantasy-Geschichte.
Henry war für mich lange ein Rätsel. Seine Motive und seine Gefühle, vieles bleibt im Schatten. Doch seine bedingungslose Liebe zu seiner Familie stellt ihn in ein warmes Licht und macht ihn zu einem spannenden Gegenpol zu Harlow.
Die Liebesgeschichte zwischen Harlow und Henry sprüht vor Funken und emotionaler Spannung. Die zahlreichen Spice Szenen waren für mich nicht zwingend nötig, die Romance funktioniert auch ohne explizite Momente.
Besonders stark ist die Idee der sieben Götter und ihrer Gaben, auch die Blutleeren, deren Angriffe wie ein ständiger Schatten über der Handlung liegen, tragen zur düsteren Atmosphäre.
Der Schreibstil hat mir gefallen, er ist flüssig und leicht. Ab der Hälfte schleichen sich allerdings Wiederholungen und Längen ein, der Lesefluss wurde dadurch etwas ausgebremst. Ein paar Seiten weniger hätte dem Buch gutgetan.
Ein toller Romantasy Roman mit interessanten Charakteren, einer prickelnden Liebesgeschichte und einem göttlichen Worldbuilding, das sofort neugierig macht.
Geheimnisvolles Schlangenreich
Embrace the Serpent von Sunya Mara
Saphira hat mich sofort für sich eingenommen. Als Gehilfin eines Juwelenschmieds lebt sie im Schatten, immer darauf bedacht, nicht aufzufallen. Doch ihr Talent, Schmuckstücken Magie einzuhauchen, ist außergewöhnlich und genau hier beginnt ein Abenteuer, das sie zu einer starken, mutigen Heldin werden lässt.
Sie begegnet Rane der für den geheimnisvollen Schlangenkönig den talentiertesten Juwelenschmied ausfindig machen soll. Die Begegnungen zwischen den beiden sind intensiv, voller unausgesprochener Emotionen und einem Slow Burn, der sich erst spät entfaltet, aber dann richtig trifft.
Die Welt wirkt mit seinen göttlichen Königreichen, Illusionsmagie, Intrigen und Geheimnissen, wie ein orientalisches Märchen. Das Tempo ist hoch, manchmal fast zu hoch, sodass einzelne emotionale Momente etwas an Intensität verlieren. Aber bei einem Stand Alone mit nur 384 Seiten ist klar, die Autorin setzt auf Abenteuer, Wendungen und Spannung und davon gibt es reichlich.
Durch einen wortgewandten Schreibstil lässt die Autorin magische Bilder vor meinen Augen entstehen. Fesselnde Handlungen und zahlreiche Plot Twists sorgten dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte.
Die Anderen
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Die Geschichte entfaltet sich wie ein düsteres Märchen voller Macht, Magie und gefährlicher Verlockungen. Seit die grausame, unsterbliche Fae Moryen im Jahr 1471 den Rosenkrieg durch Magie beendet hat, herrscht sie als Königin über England und jedes Jahr gewährt sie jungen Debütantinnen den Rose Bargain, einen Handel, der ebenso verführerisch wie grausam sein kann.
Dieses Jahr jedoch verändert sich alles, Moryen ruft einen Wettbewerb aus, damit ihr Sohn eine Frau wählen kann. Sechs junge Frauen kommen in die engere Wahl, um die Aufmerksamkeit des Kronprinzen zu gewinnen – und müssen sich dafür grausamen Rätseln, gefährlichen Prüfungen und Intrigen stellen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Yvi erzählt, die nicht nur um den Wettbewerb kämpft, sondern vor allem nach ihrer verschwundenen Schwester Lydia sucht. Ihr Charakter ist stark, warmherzig und klug, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Bram, der Kronprinz, ist einfach zum Dahinschmelzen, galant, liebenswert und überirdisch schön. Emmett dagegen wirkt mürrisch und abweisend, doch hinter seinen meterhohen Mauern steckt ein zutiefst verletzlicher Mann, den man nur noch mehr lieben möchte. Zwischen den dreien entwickelt sich eine emotionale Liebesgeschichte, die nicht nur romantisch, sondern auch berührend und komplex ist.
Der fantastische, fesselnde Schreibstil hat es mir leicht gemacht, komplett in die Welt einzutauchen. Jede Szene wirkt lebendig, atmosphärisch und voller Spannung.
Im Verlauf der Story erhalten auch die anderen fünf Mädchen eigene Kapitel. Dadurch bekommt man noch tiefere Einblicke in ihre Motive. Es entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft, wachsenden Freundschaften, aber gleichzeitig auch Konkurrenzdenken
Wie gut, dass Teil 2 bald erscheint, denn ich MUSS wissen, wie es weitergeht.
Cosy Romance im Herbstwind
Autumn Secrets von Sarah Fulmar
Autumn Secrets von Sarah Fulmar hat mich sofort mit seinem warmen Herbstflair abgeholt. Obwohl es der zweite Teil der St.-Ives‑Reihe ist, lässt sich die Geschichte problemlos ohne Vorwissen lesen. Der kleine Küstenort in Cornwall mit seinen Kürbisfeldern, Apfelplantagen und dem herzlichen Zusammenhalt der Bewohner schafft eine wunderbar gemütliche Stimmung, die perfekt zu einer Romance im Herbstwind passt.
Im Mittelpunkt stehen Penelope, eine junge Unternehmensberaterin, und Nathan, der grumpy Farmer und beste Freund ihres Bruders. Penelope trägt seit ihrer Jugend tiefe Gefühle für ihn in sich, gleichzeitig fürchtet sie, sich in einer Beziehung zu verlieren oder ständig zurückstecken zu müssen. Nathan wiederum kämpft mit eigenen Verletzungen aus der Vergangenheit, dem Altersunterschied und Penelopes Karriereambitionen. Beide bringen negative Beziehungserfahrungen mit, was ihre Annäherung glaubwürdig und emotional macht. Die Tropes Age Gap, Grumpy meets Sunshine und Small Town Vibes finde ich durchgehend präsent und stimmig umgesetzt.
Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar und die Handlungen konnte ich gut verfolgen. Dennoch fehlte mir an einigen Stellen der Pepp, der die Geschichte wirklich mitreißend gemacht hätte. Besonders in der Mitte wird die Handlung etwas langatmig, wodurch das Tempo kurz abfällt. Die Atmosphäre und das Setting fangen das jedoch zu einem großen Teil wieder auf, denn die herbstlichen Vibes und das Herzklopfen zwischen Penelope und Nathan bleiben durchgehend spürbar.
Trotz kleiner Schwächen hat mich St. Ives als Ort und seine Bewohner neugierig gemacht. Ich würde sehr gern erfahren, welche Geschichten die anderen Charaktere in den kommenden Bänden erleben werden, denn das Potenzial für weitere berührende Small‑Town‑Romances ist definitiv vorhanden.
Atemlose Spannung
Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Island als Setting ist für mich ein absoluter Pluspunkt. Die einsame, rohe Weite, die karge Landschaft und das Gefühl von Wind, Kälte und Isolation haben die beiden Autoren in ihrem Thriller-Auftakt perfekt transportiert.
Helga war früher beim Jugendamt beschäftigt, aber durch einen Vorfall traumatisiert, nun Polizistin.
Ihre Selbstzweifel, die schwierige Vergangenheit und die Tatsache, dass sie wegen ihrer schwedischen Wurzeln nicht überall akzeptiert wird, machen sie zu einer authentischen, verletzlichen und starken Protagonistin.
Bjarki ist Verkehrspolizist, ein Naturtyp, kantig und loyal. Dass er Helga in seiner Freizeit unterstützt, gibt der Geschichte eine besondere Dynamik. Die beiden sind eigenwillig, nicht fehlerfrei, aber genau dadurch einprägsam. Auch die Nebencharaktere bleiben hängen, sie sind glaubwürdig, lebendig und mit klaren Konturen dargestellt.
Wechselnde Perspektiven halten die Spannung konstant hoch. Die kursiv geschriebenen Kapitel aus Sicht des Täters geben mir als Leser einen Vorsprung gegenüber dem Ermittlerteam und das, was man über den Täter erfährt, ist wirklich gruselig. Genau diese Mischung aus psychologischer Beklemmung und nordischer Kälte macht den Thriller so intensiv.
Die Story hat mich total gefesselt, mit hohem Tempo und wortgewandten Schreibstil wird man geradezu durch die Handlungen gepeitscht. Der Fall ist brutal, atmosphärisch und clever konstruiert.
Schlafende Vulkane ist ein packender, atmosphärischer Thriller und ich muss unbedingt den nächsten Band lesen.
Fesselnder Pageturner
Nebelbeute von Benjamin Cors
Benjamin Cors liefert im dritten Fall der Gruppe 4 eine durchgehend packende Handlung. Die unerwarteten Wendungen greifen tief ins Geschehen ein und sorgen dafür, dass man als Leser nie zur Ruhe kommt.
Besonders intensiv ist Milas Solo-Mission, sie ist auf der Jagd nach Toblach, getrieben von der Hoffnung, endlich Hinweise zum Verbleib von Mathilda und Romy zu finden.
Diese persönliche Motivation verleiht dem Thriller eine zusätzliche emotionale Ebene.
Die Gruppe 4 ist ein echtes Highlight. Die Charaktere sind unterschiedlich, spannend und perfekt in Szene gesetzt. Handlungen und Dialoge greifen so sauber ineinander, dass man das Gefühl hat, mitten im Team zu stehen. Die Dynamik untereinander wirkt authentisch und menschlich.
Für mich der stille Star in dieser Geschichte ist der Hund ohne Namen, der immer wieder auftaucht und die Handlung subtil beeinflusst.
Einige Szenen sind explizit brutal. Wer zartbesaitet ist, wird hier an Grenzen stoßen, für Thriller-Fans allerdings genau die richtige Lese-Kost.
Der Fall ist logisch, glaubwürdig und atmosphärisch dicht konstruiert. Alles in allem für mich ein echter Pageturner und ich hoffe, dass diese Thriller-Reihe fortgesetzt wird.
Solider Auftakt
Vega Varg – Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
Vega Varg ist ein Krimi, der vor allem durch seine atmosphärische Dichte und den geschickt aufgebauten Spannungsbogen überzeugt. Die wechselnden Perspektiven und Rückblicke vor der Tat verleihen der Handlung eine lebendige Dynamik, die einen sofort in die Ermittlungen hineinzieht.
Die Autorin versteht es, ein Setting zu schaffen, das gleichzeitig ruhig, kühl und unterschwellig bedrohlich wirkt.
Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man die Tat aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt, was die möglichen Motive und Abläufe besonders authentisch erscheinen lässt.
Die Figuren sind klar gezeichnet und sofort greifbar. Vega ist stur, eigenwillig, aber mit einem warmen Kern. Ihr privates Umfeld ist so detailliert beschrieben, dass man sie direkt vor sich sieht. Leopold ist immer tadellos gekleidet, eher ruhig und kontrolliert. Trotz der Gegensätze sind sie gute Freunde.
Besonders stark sind die Ermittlungs-Dialoge, die mir durch den präzisen und fesselnden Schreibstil der Autorin positiv aufgefallen sind.
Die verschiedenen Tatvarianten werden glaubwürdig und nachvollziehbar präsentiert. Man rätselt mit, ohne dass es konstruiert wirkt. Die ausgeprägte Beziehungsproblematik zwischen den Figuren nimmt jedoch zunehmend Raum ein und lässt den Fall gefühlt in den Hintergrund rutschen.
Nach dem starken Aufbau wirkt das Finale für meinen Geschmack zu knapp und bleibt deshalb hinter dem Potenzial zurück.











