Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Rasanter Psychothriller

Sharing - Willst du wirklich alles teilen? von Arno Strobel

Rasanter Psychothriller

Inhalt:
Als seine Frau Bettina nach dem Training im Fitnessstudio nicht nach Hause kommt, macht ihr Mann Markus sich natürlich Sorgen. Dass diese berechtigt sind, wird klar, als er eine WhatsApp-Nachricht bekommt, die ihn ins Darknet leitet. Hier sieht er Bettina nackt und gefesselt auf einem Stuhl sitzen.

Markus bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Forderungen des Entführers einzulassen, wenn er Bettina retten will …

Meine Meinung:
Wie von Arno Strobel gewohnt, ist auch dieser Thriller kurzweilig und spannend. Die Handlung schreitet rasant voran, es gibt keine Längen. Die Atmosphäre ist dicht. Ich verfolgte Markus’ Odyssee mit angehaltenem Atem. Allerdings waren mir einige Szenen dann doch etwas zu reißerisch beschrieben.

Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen und überrascht gegen Ende mit einer unvorhersehbaren Wende. Als Leser*in hat man hier leider keine Chance, auf die Identität des Täters zu kommen, da die notwendigen Fakten bis zur Auflösung vorenthalten werden. Das fand ich schade, denn es macht mir immer viel Spaß, mit zu ermitteln und womöglich der Polizei zuvorzukommen. Es wird aber alles schlüssig aufgelöst, sodass das Ende zufriedenstellend ist.

Der Sprecher Sascha Rotermund macht seine Sache sehr gut. Seine Stimme ist recht angenehm, und man kann ihm gut stundenlang konzentriert zuhören. Er verleiht den verschiedenen Charakteren passende Stimmen, sodass man sie bei Dialogen gut auseinanderhalten kann. Auch Emotionen werden gut ausgedrückt und tragen zur Gesamtatmosphäre bei.

Fazit:
Vor mir gibt es eine Lese- bzw. Hörempfehlung für diesen spannenden Psychothriller.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Rasanter Psychothriller
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Für Extrem-Klufti-Fans

Morgen, Klufti, wird's was geben von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Für Extrem-Klufti-Fans

Inhalt:
Ausgerechnet zwei Tage vor Heiligabend muss Erika von der Leiter fallen. Wer soll denn nun den Baum schmücken, einkaufen, kochen und alles für den unerwarteten Gast aus Japan vorbereiten? Keine Frage, hier muss Klufti ran, auch wenn er so gar keine Ahnung hat, wie er dies alles bewerkstelligen soll.

Meine Meinung:
Ich mag die Kriminalromane mit dem Allgäuer Kommissar sehr gerne. Es gibt nur eine Sache, die mich an ihnen zuweilen stört, nämlich dass Kluftinger manchmal als extrem blöd und weltfremd dargestellt wird, was er bei seinem Job eigentlich gar nicht sein kann.

In „Morgen, Klufti, wird’s was geben“ wird dies nun sogar noch auf die Spitze getrieben. Hier reiht sich eine Katastrophe an die andere und Kluftinger wirkt noch blöder und machomäßiger als sonst. Mit seinem Schwiegervater-Gegenpart Yoschi palavert er wieder in reinstem Allgäuer Denglisch - ein Wunder, dass sie gegenseitig auch nur ein Wort verstehen, und doch scheint es so zu sein. Allerdings nicht immer, und die resultierenden Missverständnisse führen dann zu wirklich witzigen Szenen. Im Großen und Ganzen fand ich die Geschehnisse hier aber ziemlich überzogen und manchmal sogar eher traurig als witzig.

Wer wie ich hofft, in diesem schmalen Büchlein wenigstens einen Hauch von einem Krimi zu finden, wird enttäuscht sein. Hier geht es wirklich nur um Kluftinger privat.

Das Buch ist in 24 Katastrophen eingeteilt, die aneinandergereiht eine fortlaufende Geschichte ergeben. Ich habe es nun am Stück gelesen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es mehr Spaß machen würde, jeden Tag nur eine Katastrophe zu lesen - vorzugsweise im Advent. Insofern ist es vielleicht ein nettes Adventsgeschenk für Extrem-Klufti-Fans.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Für Extrem-Klufti-Fans
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Gute Reise, kleine Maxi!

Wenn die Faust des Universums zuschlägt von Johannes Wimmer

Gute Reise, kleine Maxi!

Der Mediziner Dr. Johannes Wimmer, 38, ist vielen als Fernsehmoderator bekannt. Mit seiner Frau Clara hatte er eine kleine Tochter, Maxi, die im Alter von etwa einem Jahr an einem Hirntumor verstarb. Wimmer lässt uns in diesem Buch an seinem Leben in den letzten Monaten mit dem schwerkranken Kind teilhaben.

Man kann sicher geteilter Meinung sein, ob man sein dermaßen persönliches Schicksal so in die Öffentlichkeit tragen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Erstens kann es für den Betroffenen heilsam sein, über den Schmerz zu schreiben und für die Lesenden kann dieses Buch ebenso eine Hilfe sein, denn es ist angefüllt mit Kraft und Zuversicht.

Ich hatte zunächst Bedenken, ob eine solch schwere Kost etwas für mich ist. Aber der Autor hat dies wirklich gut gelöst. Er erzählt von wunderschönen Momenten mit seinem Kind und seiner Frau, dann wieder von den trüben Stunden. Und immer wenn ich dachte, jetzt kann ich nicht mehr, und mir die Tränen in den Augen standen, wurde eine Szene aus Wimmers früherem Leben, von seiner Arbeit in Afrika oder von Ereignissen in seiner Kindheit eingeschoben. Sie alle beleuchten das Thema Tod unter einem anderen Blickwinkel, sodass sich für die Lesenden immer wieder neue Aspekte für den Umgang damit ergeben.

So traurig Maxis Schicksal auch ist, lassen sich ihre Eltern doch nicht vom Universum unterkriegen, sondern packen die Herausforderung mit viel Mut und Lebenskraft und vor allem Liebe an.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Gute Reise, kleine Maxi!
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Lügen und Intrigen

Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.) von Kim Nina Ocker

Lügen und Intrigen

Inhalt:
Seit ewigen Zeiten werden die Jahreszeiten von vier mächtigen Familien beherrscht. Die siebzehnjährige Bloom gehört zu den Kalinin, die für den Winter zuständig sind. Doch Bloom hat im Gegensatz zu den anderen Familienmitgliedern keine magischen Kräfte und ist somit eine Außenseiterin im Familienclan.

Als der Hüter des Winters, Blooms Cousin Sander, ermordet wird, rückt Bloom in dessen machtvolle Stellung und wird zum Spielball verschiedener Gruppierungen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war, und Blooms Herz steht auch noch Kopf …

Meine Meinung:
Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich wirklich klasse. Sie ist einfach erfrischend und zumindest für mich neu. Kim Nina Ocker hat sie auch recht gut umgesetzt. Sie erzählt spannend und mit vielen überraschenden Wendungen. Außer der Ich-Erzählerin Bloom lässt sich keine Figur richtig einschätzen. Hier wird gelogen und intrigiert, was das Zeug hält. Bloom sieht sich mehr als ein Mal zutiefst enttäuscht und erkennt, dass sie niemandem vertrauen darf außer sich selbst.

Die toughe Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Figur, die das Herz am rechten Fleck hat, sich für das Gute entscheiden will und all ihre Kraft dafür einsetzt - auch wenn ihr das Herz dabei blutet. Sie wirkt sehr menschlich, manchmal etwas naiv, dann aber auch wieder ziemlich clever. Ich war sehr gerne an ihrer Seite in diesem Wirrwarr der politischen Ränke und der Gefühle. Zuweilen empfand ich die Dinge als vorhersehbar, oft konnte mich die Autorin aber überraschen.

Die Spannung steigt zum Ende hin immer mehr an, ich ertappte mich sogar dabei, wie ich beim Lesen den Atem anhielt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich nachvollziehbar und nimmt nicht übermäßig Raum ein. Das hat mir gut gefallen.

Wären nicht zu viele Wiederholungen und eine kleine unlogische Szene gewesen, hätte ich gerne 5 Sterne gegeben. „The Lie in Your Kiss“ ist der Auftaktband der Dilogie „Die Hüter der fünf Jahreszeiten“. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

Die Dilogie:
1. The Lie in Your Kiss
2. The Truth in Your Touch (ET voraussichtlich im März 2022)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Lügen und Intrigen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein wunderbares Buch

Die Wiederentdeckung des Glücks von Antonia Michaelis

Ein wunderbares Buch

Inhalt:
Mit 25 Jahren kommt der Deutsche Terje auf einer Radweltreise nach Madagaskar. Hier erobert der fünfjährige Straßenjunge Biscuit sein Herz, aber auch eine wunderschöne Frau. Vierzehn Jahre später kehrt Terje auf die Insel zurück, zerrissen zwischen seinem Freund und seiner Liebe.

Er besucht das Land ein drittes Mal, diesmal zusammen mit seiner Tochter. Werden sie beide in Madagaskar endlich ihr Glück finden?

Meine Meinung:
Antonia Michaelis’ Schreibstil ist unvergleichlich. Ich liebe ihn einfach! Wunderschön zu lesen, leicht poetisch, mit fantasievollen Vergleichen und Metaphern, humorvoll und traurig zugleich. Und in jedem Wort spürt man die Liebe der Autorin zu den Figuren, die vor dem inneren Auge zum Leben erwachen.

Madagaskar ist ein sehr armes Land. Das kommt in diesem Roman auch deutlich zum Ausdruck. Michaelis erzählt von Hunger und Korruption, von Kinderarbeit, Unterdrückung und Aberglauben. Aber auch von Lebensmut, von Liebe und Freundschaft. So liest man diesen Gesellschaftsroman mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Antonia Michaelis lebte mit ihrer Familie für zwei Jahre in Madagaskar, wo sie beim Aufbau einer Schule und eines Kinderhauses mithalf. Ihr Verdienst aus diesem Roman fließt zu hundert Prozent in diese Hilfsprojekte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Ein wunderbares Buch
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Die Luft ist raus

Glitterschnitter von Sven Regener

Die Luft ist raus

Inhalt:
Berlin, 1980. In der Wiener Straße befinden sich das Café Einfall und das „Intimfrisur“ Seite an Seite. Ersteres wollen Erwins Nichte Chrissie und Frank Lehmann von einer Kneipe in ein Café verwandeln, Letzteres wollen die ArschArt-Österreicher zu einem Café umfunktionieren.

Beides ist kaum zu erreichen.

Raimund, Ferdi und Karl Schmidt wollen als Band Glitterschnitter auf Teufel komm raus auf der Wall City Noise auftreten. Auch hier sind einige Hürden zu überwinden.

Meine Meinung:
Ich freute mich, nach längerer Zeit wieder die altbekannten Figuren aus Sven Regeners früheren Romanen (und einige neue) zu treffen. Während die ersten drei Bücher um Frank Lehmann noch wirkliche Substanz haben, geht es seit „Magical Mystery: oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ bergab. Die Handlung von „Glitterschnitter“ ließe sich auf wenigen Seiten zusammenfassen. Ausgeschmückt ist sie mit sich häufenden Wiederholungen. Doch was beim ersten Mal noch witzig ist, ist es beim zweiten Lesen nicht unbedingt immer noch. Und was beim ersten Mal schon öd war, wird auch durch die Wiederholung nicht unterhaltsamer. Doch zum Glück bleibt immer noch genug, um sich beim Lesen hin und wieder köstlich amüsieren zu können. Insofern war dieser Band für mich ein Wechselbad der Gefühle: Mal war ich begeistert, mal gelangweilt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Die Luft ist raus
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

"Mogelpackung"

Schwarzwälder Kirschmorde - Isabella und das tödliche Geheimnis von Jana Fallert

„Mogelpackung“

Inhalt:
Isabella betreibt in dem fiktiven Schwarzwalddorf Zapfbach das Café ihrer Oma weiter und backt für ihre Kunden die köstlichsten Kuchen. Beim Entrümpeln des Kellers stößt sie auf ein gruseliges Geheimnis. Damit nicht genug, wird sie ohne ihr Wissen bei einer TV-Backshow angemeldet.

Und auch hier geschieht ein Verbrechen. Isabella ist hin und her gerissen zwischen Kuchenbacken und ihren beiden Verehrern, zwischen denen sie sich nicht entscheiden kann.

Meine Meinung:
Für mich entpuppte sich dieses Buch leider als Mogelpackung. Auf dem Cover ist eine Ansicht von Ettlingen zu sehen und ich freute mich darauf, einen Roman zu lesen, der in diesem mir gut bekannten Städtchen handelt. Leider wird Ettlingen nur einmal kurz nebenbei erwähnt und spielt überhaupt keine Rolle.

Sodann wird das Buch als Schwarzwald-Krimi angepriesen. Die Krimielemente muss man allerdings fast mit der Lupe suchen. Den weitaus größeren Anteil haben hier Isabellas Backkünste und ihre romantischen Gefühle. Leserinnen von seichten Liebesromanen sind mit diesem Buch gut bedient. Wer einen wirklichen Krimi mit ernsthaften Ermittlungen sucht, sollte sich besser woanders umsehen. Ich würde diesen Roman nicht einmal als Cosy Crime einordnen. Es ist einfach zu wenig Krimi.

Zudem haben sich einige Fehler eingeschlichen. Eigentlich nehmen sechs Kuchenbäcker*innen an dem Backwettbewerb teil, doch dann sind es plötzlich nur fünf, später wieder sechs. Weiter werden hier die Begriffe „Beton“ und „Zement“ synonym verwendet - das sind jedoch unterschiedliche Dinge. Diese Fehler mögen nicht schlimm sein, aber mich ärgern solche Nachlässigkeiten, fühle ich mich doch dadurch als Leserin nicht ernst genommen.

Der Schreibstil ist locker und einfach, die Handlung schlüssig. Wie gesagt, wenn man gerne seichte Liebesromane liest, kann man gut zu diesem Buch greifen.

Die Reihe:
1. Isabella und die Tote im Café
2. Isabella und das tödliche Geheimnis

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
"Mogelpackung"
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein Schweizer Alpendorf, das es in sich hat

Waldeskälte von Martin Krüger

Ein Schweizer Alpendorf, das es in sich hat

Inhalt:
Vor 21 Jahren wurden drei Mädchen in Eigerstal entführt, nur eins kam lebend zurück, Valeria Ravelli. Ihre beiden besten Freundinnen wurden ermordet. Valeria kann sich nicht erinnern, was mit ihr passiert ist. Sie kehrte dem Dorf den Rücken und hat es seither nie wieder betreten.

Heute arbeitet Valeria bei Interpol. Doch als ihr alter Schulfreund Elias sie bittet, nach seiner verschwundenen Nichte Nora zu suchen, lässt sie sich überreden und muss sich mit der Vergangenheit konfrontieren.

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Martin Krüger und es hat mir gut gefallen. Ich empfand die Geschichte mit jeder gelesenen Seite zunehmend spannender. Falsche Fährten führten mich jeweils eine gewisse Zeit in die Irre. Überraschende Wendungen machten die Story interessant. Leider konnte ich aber nicht alle Handlungsweisen der Agierenden nachvollziehen. Zum Beispiel werde ich wohl nie verstehen, warum Außenstehende in eine polizeiliche Ermittlung einbezogen werden. Die Protagonistin Valeria hat zudem unendlich viel Glück. Ihr gelingt, was die gesamte übrige Polizeimannschaft vermasselt - und das, obwohl sie auch Fehler dabei macht.

Nichtsdestotrotz bietet „Waldeskälte“ einen spannenden, düsteren Thriller, der einen die beschriebene Winterkälte deutlich spüren lässt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Ein Schweizer Alpendorf, das es in sich hat
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine Ehe wie viele

Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky

Eine Ehe wie viele

Inhalt:
Walter und Barbara Schmidt sind seit 52 Jahren verheiratet. Die Ehe war nicht immer gut, aber die Rollen der beiden waren klar aufgeteilt. Barbara war für Kinder, Haushalt und Garten zuständig, Walter fürs Geldverdienen. Als er eines Morgens seine Frau im Badezimmer auf dem Boden findet, scheint dies der Anfang vom Ende zu sein.

Barbara kommt nicht mehr auf die Beine und baut von Tag zu Tag mehr ab. Walter muss zusehen, wie er die Rolle, die bis dahin Barbara übernommen hatte, nun selbst ausfüllt.

Meine Meinung:
Mit spitzer Zunge porträtiert Alina Bronsky einen Typ Mann, von dem ich noch mehrere lebende Exemplare im echten Leben kenne. Zum Glück sind diese Patriarchen aber langsam im Aussterben begriffen.

„Barbara stirbt nicht“ hat mich in ein Wechselbad der Gefühle getaucht. Ich hatte Mitleid mit den Figuren, und zwar eigentlich mit allen. Ich musste über die Unbeholfenheit von Walter grinsen, der sich nach und nach mit dem Haushalt vertraut macht, der nach so vielen Jahren endlich seine Frau kennenlernt und sogar neue Gefühle für sie entwickelt.

Alina Bronskys Schreibstil ist eher einfach gestrickt. Kurze, knappe Sätze spiegeln Walters geistigen Horizont wider. Seine Vorstellungen von seinem Leben sind sehr klar, und was nicht dazu passt, wird ignoriert. Doch nun funktioniert Barbara nicht mehr wie gewohnt, und Walter muss über seinen Schatten springen.

Mich konnte dieser Roman mal wieder köstlich unterhalten, aber das Ende der Geschichte kam für mich etwas zu abrupt. Gerade noch offenbart die Autorin uns eine Überraschung, und dann ist plötzlich mitten in der Szene Schluss. Da ist mir einfach noch zu viel offen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Eine Ehe wie viele
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Nette Story

Das geheime Leben des Albert Entwistle von Matt Cain


Nette Story

Inhalt:
Seit fast fünfzig Jahren arbeitet Albert Entwistle als Briefträger in der Kleinstadt Toddington - und geht dabei allen Menschen so gut wie möglich aus dem Weg. Seit dem Tod seiner Eltern vor vielen Jahren lebt er allein mit seiner Katze. Als diese auch noch stirbt und Albert kurz vor der Zwangspensionierung steht, überdenkt er sein Leben und beschließt, es zu ändern.

Er offenbart sich einigen Leuten und findet so endlich Freunde, mit deren Hilfe er schließlich nach seiner Jugendliebe George sucht.

Meine Meinung:
Leider konnte mich Matt Cain mit seiner Geschichte über einen soziophoben, alternden Homosexuellen nicht abholen. Aus dem Thema hätte man ein tolles, spannendes Buch machen können, doch bei Matt Cain ist nur ein seichter Wohlfühlroman herausgekommen. Innerhalb von nur drei Monaten entwickelt sich Albert unglaublich, um nicht zu sagen, unglaubwürdig schnell. Er hilft so vielen Menschen - und sie ihm. Und das alles gelingt ohne große Probleme.

Dabei war mir Albert sehr sympathisch, ebenso wie die meisten anderen Charaktere, und ich gönnte ihm seine Erfolge von Herzen. Andererseits kam ich ihm nicht besonders nah, obwohl ich seine Gefühle und Handlungsweisen gut nachvollziehen konnte. Ich konnte mich einfach mit dem Schreibstil nicht wirklich anfreunden. Der Autor erzählt und erzählt, aber er zeigt nicht, wie es in Alberts Innerem aussieht. Zudem ist die Sprache extrem simpel, die Sätze sehr kurz und einfach gestrickt.

Die Dramatik der Geschichte spielt sich in der Vergangenheit ab. Daher gefielen mir die Rückblicke in Alberts Jugend am besten. Diese Teile wirken authentisch und lebendig.

Fazit:
Ein netter Roman mit Wohlfühlcharakter, der für meinen Geschmack aber viel zu wenig Tiefgang hatte und auch mit seinem einfachen Schreibstil nicht wirklich punkten kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Nette Story