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Rezensionen von Lilli33:

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Hochzeitsplanerin Renate

Man muss sich nur trauen von Renate Bergmann

Hochzeitsplanerin Renate

Inhalt:
Renate Bergmann war vier Mal verheiratet, kennt sich also bestens aus mit Hochzeiten. Was liegt da näher, als dass sie sich intensiv um die Hochzeit ihrer besten Freundin Gertrud mit Gunter kümmert. Denn es soll ja nichts schiefgehen am schönsten Tag des Lebens.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 16. Band mit Deutschlands wohl berühmtester Online-Omi. Ich habe bisher nur einen anderen Band gelesen, empfand dies aber nicht als störend. Was man über Renate und ihre Freunde unbedingt wissen muss, wird hier noch einmal kurz gesagt.

Hinter dem Pseudonym Renate Bergmann verbirgt sich übrigens der Schriftsteller Torsten Rhode, der die Figur der Renate Bergmann zunächst für Twitter erfand. Inzwischen schreibt er auch unter dem Pseudonym Günter Habicht, wobei Günter Habicht eine Figur aus den Renate-Bergmann-Romanen ist, quasi ein Gegenspieler von Renate Bergmann.

Wie gewohnt wird komplett aus Renates Sicht erzählt. An ihre Sprache (sie redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist) habe ich mich mittlerweile gewöhnt und kann mich dadurch ganz gut in die 82-jährige Dame einfühlen. Altersbedingt verliert die Gute öfter mal den Faden beim Erzählen, schweift in die Vergangenheit oder zu einer anderen Szene, findet aber auch immer wieder zurück, sodass schließlich jeder Faden seine Verknüpfung findet. Das ist ein bisschen anstrengend, aber auch zumindest am Anfang ein bisschen witzig. Und vor allem wirkt es authentisch.

Die Handlung ist nicht wirklich spektakulär, aber gerade bei den älteren Semestern und den Leserinnen werden durch die Anekdoten aus der Vergangenheit schöne Erinnerungen geweckt werden.

Gut gefallen hat mir, dass die Leserschaft immer wieder direkt angesprochen wird. So kann man eine schöne Nähe zu der alten Dame entwickeln, die einem leicht ans Herz wachsen kann.

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Hochzeitsplanerin Renate
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Viel DDR-Bashing, wenig Krimi

Im Schatten der Wende von Frank Goldammer

Viel DDR-Bashing, wenig Krimi

Inhalt:
Dreseden um 1989. Der junge Polizist Tobias Falck steht voll und ganz loyal hinter seinem Dienstherrn. Erst ein Undercover-Einsatz bringt ihn zum Nachdenken, dass manches vielleicht doch nicht so gut läuft. Nach dem Mauerfall wird er beim Kriminaldauerdienst beschäftigt.

Hier erweist er viel Gespür für die Verbrechen, doch rennt er bei seinem Vorgesetzten immer wieder gegen eine Wand. Dass eine Kollegin aus der BRD um Ermittlungshilfe bittet, macht den Job nicht einfacher.

Meine Meinung:
Mir wurde dieser Kriminalroman von Frank Goldammer wärmstens empfohlen, entsprach aber leider so gar nicht meinem Geschmack. Zwar kommen das Umdenken des jungen Polizisten Falck und seine jeweiligen Beweggründe gut zum Ausdruck, aber das Ganze wird umrahmt von einer Riesenportion plumpen DDR-Bashings. Der Autor lässt hier kein gutes Haar an diesem Staat und seinen Bürgern.

Demgegenüber tritt die Krimihandlung für meinen Geschmack zu sehr in den Hintergrund. Zwar ist sie recht komplex, es laufen einige Fäden parallel und kreuzen sich irgendwann, wirkliche Spannung kommt aber leider erst gegen Ende auf.

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Viel DDR-Bashing, wenig Krimi
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Informativer Ratgeber für Hunde-Anfänger

Hundetraining mit Martin Rütter von Martin Rütter; Andrea Buisman

Informativer Ratgeber für Hunde-Anfänger

Inhalt:
ZUSAMMEN LEBEN — das Mensch-Hund-Team
ZUSAMMEN WOHNEN — Regeln in Haus und Garten
HUNDETRAINING — Grundlagen und wichtige Signale
HUNDE BESCHÄFTIGEN — Abwechslung im Alltag
SERVICE — Wissenswertes für Hundehalter

Meine Meinung:
Dies ist nun die 4.

Auflage des 2006 erstmalig erschienen Hunderatgebers von Martin Rütter. Dass sich das Buch so lange hält, wundert mich nicht, ist es doch eine sinnvolle Zusammenfassung all dessen, was man als relativer Hundeneuling wissen muss. Für (werdende) Welpenbesitzer würde ich aber eher oder zusätzlich einen speziellen Ratgeber für Welpen empfehlen, da rein welpenspezifische Themen wie zum Beispiel Stubenreinheit hier nicht zur Sprache kommen.

Martin Rütter geht zunächst auf Wünsche und Erwartungen der Menschen und Bedürfnisse der Hunde ein, macht hier aber leider auch sehr viel Werbung für seine Hundeschulenkette, worauf ich gerne verzichtet hätte.

Die anschließenden Tipps über Regeln in Haus und Garten fand ich sehr sinnvoll und habe einiges davon auch selbst umgesetzt. Natürlich passt nicht alles auf jedes Mensch-Hund-Team. Auch auf die Individualität wird hier eingegangen.

Auch der Abschnitt Hundetraining gefällt mir. Der Aufbau der einzelnen Signale ist nachvollziehbar beschrieben und gut umzusetzen.

Ebenso gut gelungen sind die Anregungen für die Hundebeschäftigung. Hier kann man sich wirklich Tipps holen, um den Hund in der Wohnung oder auf Spaziergängen spannende Auslastung zu bieten.

Fazit:
Empfehlenswerter Ratgeber für Hunde-Anfänger, der mir ohne Werbung noch besser gefallen hätte.

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Informativer Ratgeber für Hunde-Anfänger
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Düster und hoch spannend

Die andere Schwester von Peter Mohlin; Peter Nyström

Düster und hoch spannend

Inhalt:
Bauarbeiter finden in einer Kaffeerösterei die übel zugerichtete Leicher einer jungen Frau. Sie war Geschäftsführerin einer innovativen Dating-App und von vielen gehasst. Ex-FBI-Agent John Adderley, der sich in einem Zeugenschutzprogramm befindet und jetzt für die Polizei im schwedischen Karlstad arbeitet, kann sich nicht hundertprozentig auf den Fall konzentrieren, denn er muss befürchten, dass seine Vergangenheit ihn eingeholt hat und sein Leben und das seines Freundes Trevor in Gefahr ist.

Meine Meinung:
Wie schon der erste Band der Reihe ist auch dieser sehr spannend, wenngleich mir einiges nicht ganz glaubwürdig erschien. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen. Insofern kann dieser Band für sich alleinstehend gelesen werden. Allerdings wird die Handlung rund um John Adderley im Zeugenschutzprogramm weitergeführt. Hier ist es sicher von Vorteil, wenn man über das bisher Geschehene gelesen hat. Die hier eingefügten Details empfinde ich als ein bisschen zu wenig für Neueinsteiger.

Sehr gut gefallen hat mir die Komplexität der Handlung. Hinter jeder Ecke lauert hier eine neue Verknüpfung, die nicht vorherzusehen war. Die Autoren legen besonderes Augenmerk auf die psychischen Eigenheiten ihrer Figuren. Das gelingt ihnen auch wirklich gut. So kommt eine große Portion Spannung in die Handlung, wobei diese auch schon grundlegend fesselnd ist.

Dagegen erschienen mir die polizeilichen Ermittlungen ein wenig stümperhaft. Ich kann leider nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern. Aber ich hoffe zutiefst, dass Polizeiarbeit in der Realität anders aussieht. ;-)

Die Reihe:
1. Der andere Sohn
2. Die andere Schwester

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Wunderbar warmherzig und spannend

Man vergisst nicht, wie man schwimmt von Christian Huber

Wunderbar warmherzig und spannend

Inhalt:
Es ist der 31. August 1999. Pascal, von allen nur Krüger genannt, ist fünfzehn und hasst den Sommer. Weil er nicht mehr schwimmen kann. Weil keiner sein Geheimnis wissen darf. Und deshalb darf er sich auch nicht verlieben. Doch als das Zirkusmädchen Jacky in sein Leben kracht, ändert sich plötzlich alles …

Meine Meinung:
Was für ein toller All-Age-Roman! Er hat alles, was ein richtig gutes Buch braucht: eine aufwühlende Geschichte, sympathische Protagonist*innen, eine Freundschaft, eine Liebe, Spannung und sehr viel Gefühl.

Christian Huber konnte mich mit seinem neuen Roman direkt in meine eigene Jugendzeit versetzen. Er schreibt so authentisch und bildhaft, dass man unweigerlich in der Zeit zurückgeworfen wird. Der Schreibstil ist jugendlich-flott und dynamisch. Man fliegt nur so durch die Seiten, immer hautnah neben dem Protagonisten Krüger.

Der Hauptteil umfasst zwar nur einen einzigen Tag, aber der ist so angefüllt mit Leben, Gefühlen, Ängsten, Enttäuschungen und Hoffnungen, dass es einem vorkommt, als würde ein ganzes Leben erzählt. Die Charaktere machen an diesem einen Tag eine Wahnsinnsentwicklung durch. Rasant und doch glaubhaft, manchmal überraschend, aber stets nachvollziehbar.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses warmherzige Buch über eine Freundschaft, eine Liebe und das Erwachsenwerden.

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Humor und Spannung

Zurück nach Übertreibling von Gloria Gray; Robin Felder


Humor und Spannung

Inhalt:
Vor dreizehn Jahren war Vikki Victoria irgendwie in die Verhaftung des Toni Besenwiesler involviert - wie genau, das ist ihr selbst nicht klar. Nun ist der Toni aus dem Knast ausgebrochen, und Vikki muss um ihr Leben fürchten. Mit Hilfe eines Freundes und dessen Freunden und eines türkischen Mafia-Bosses versucht Vikki, dem Toni einen Schritt voraus zu sein.

Meine Meinung:
Gloria Gray versprüht hier Humor am laufenden Band. Während ich bei anderen Büchern dieses Genres des Humors meist nach dem ersten Drittel oder so müde werde, konnte diese Autorin mich fast bis zum Schluss bei der Stange halten. Das liegt vielleicht auch daran, dass auch jede Menge ernste Themen angeschnitten werden, aber eben witzig verpackt.

Die Protagonistin Vikki ist ein wahres Energiebündel und zusammen mit ihrem Freund Wolf praktisch unschlagbar. Die Frau ist ziemlich schräg - Künstlerin halt -, aber trotzdem meistens ganz vernünftig und vor allem tatkräftig. So schnell haut die nix um.

Als Leser*in fühlt man sich mitten in der Geschichte, denn Vikki erzählt aus ihrer Ich-Perspektive und spricht die Lesenden dabei permanent mit „du“ an. Ein paar eingestreute bayerisch angehauchte Brocken (keine Sorge, auch für Nordlichter verständlich) lassen das Ganze sehr authentisch wirken.

Mir hat dieser humorvolle Krimi, der auch tatsächlich eine spannende Krimihandlung hat, recht gut gefallen. Der Untertitel „Vikki Victorias erster Zwischenfall“ lässt mich vermuten, dass weitere Bände folgen sollen. Immer her damit!

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Sehr aktuell und wichtig

Die Kinder sind Könige von Delphine Vigan

Sehr aktuell und wichtig

Inhalt:
Mélanie ist eine der erfolgreichsten YouTuberinnen. Auf ihrem Kanal „Happy Récré“ und auf Instagram zeigt sie Videos und Fotos ihrer Kinder beim Unboxing, beim Spielen, beim Essen, eigentlich bei allem. Ihre fünf Millionen Fans wissen stets darüber Bescheid, wo sie sich gerade befinden und was sie tun.

Die Familie verdient damit ein Heidengeld. Doch als eines Tages ihre sechsjährige Tochter Kimmy spurlos verschwindet, bricht Mélanies Welt zusammen. Hat sie selbst mit ihren Veröffentlichungen im Internet ihre Tochter in den Fokus eines Entführers gerückt?

Meine Meinung:
Zuerst hatte ich das Gefühl, einen Krimi zu lesen, aber im Verlauf des Buches überwiegt dann doch immer mehr die Gesellschaftskritik, was auch besser zu Delphine de Vigan passt.

In ihrem wunderschönen Schreibstil prangert die Autorin den sorglosen Umgang vieler Eltern mit dem Internet an. Etliche missbrauchen ihre Kinder als unfreiwillige Videostars, um damit die große Kohle zu machen. Die Kinder verbringen täglich viele Stunden vor der Kamera - Freizeit und Freundschaften mit anderen Kindern bleiben auf der Strecke. Was zählt, ist vor allem Konsum. Dies lernen auch Kinder, die mit oder ohne Wissen ihrer Eltern diese Kanäle auf YouTube verfolgen.

De Vigan stellt sehr schön heraus, wie Mélanie und ihre Kinder in diese Rolle gekommen sind, aber auch, was es mit ihnen macht. Für die Mutter ist es wie eine Sucht, den Kindern wird ihre Kindheit genommen.

Als Gegenpol fungiert die Polizistin Clara, die mit dem Internet so gar nichts am Hut hat.

Mir hat der Aufbau der Story gut gefallen: die Perspektiven von Mélanie und Clara, dazwischen Auszüge aus Vernehmungsprotokollen im Jahr 2019 und schließlich noch der Ausblick in das Jahr 2031, wo Mélanies inzwischen erwachsene Kinder versuchen, mit ihrem Leben zurechtzukommen.

Fazit:
Sehr schön geschrieben, hoch aktuelle Gesellschaftskritik und daher ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch!

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Gute, spannende Unterhaltung

Mörderfinder - Die Macht des Täters von Arno Strobel

Gute, spannende Unterhaltung

Inhalt:
Der Ex-Kriminalbeamte und Hochschuldozent Max Bischoff wird um Unterstützung gebeten. Der Neffe seiner früheren Kollegin Katharina Baumann soll eine Frau bestialisch ermordet haben. Alle Indizien und Zeugenaussagen sprechen dafür, aber seine Tante kann sich das einfach nicht vorstellen.

Ist der Selbstmord des Neffen als Schuldeingeständnis zu werten? Doch dann gibt es zwei weitere Morde, die offensichtlich eine Verbindung zu dem ersten haben. Die Polizei und Max
stochern lange im Dunkeln …

Meine Meinung:
Die Handlung braucht ein wenig, um richtig in Fahrt zu kommen, doch dann wird es super spannend. Max Bischoff ist mal wieder mehr in den Fall verstrickt, als ihm lieb sein kann. Mit seinem analytischen Verstand kommt er bei diesen verzwickten Mordfällen fast nicht weiter, denn sie scheinen keiner Logik zu folgen. Seine Überlegungen sind trotzdem toll zu lesen und man fiebert und rätselt unweigerlich mit, wer hier ein so perfides Spiel treibt.

Die Zahl der Verdächtigen ist recht überschaubar, aber die ein oder andere falsche Spur wird auf jeden Fall gelegt und führt die Lesenden in die Irre.

„Mörderfinder. Die Macht des Täters“ ist gute Unterhaltung mit einer unglaublichen Auflösung des Falles. Ich fand es fast ein wenig zu dick aufgetragen, aber okay.

Da der Fall in sich abgeschlossen ist, kann das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Was man zu den wiederkehrenden Personen der Reihe wissen muss, wird hier noch einmal kurz erwähnt.

Die Mörderfinder-Reihe:
1. Die Spur der Mädchen
2. Die Macht des Täters

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Lesenswerte Vorgeschichte zur Cold-Case-Reihe

Wisting und die Stunde der Wahrheit von Jørn Lier Horst

Lesenswerte Vorgeschichte zur Cold-Case-Reihe

Inhalt:
Gerade als William Wisting die neuen Nachwuchsermittler begrüßen will, erreicht ihn ein Brief, der ihn 33 Jahre in die Vergangenheit zurück katapultiert zu seiner Zeit als Streifenpolizist. Er hatte es damals mit einem Fund in einer alten, unbenutzten Scheune zu tun: Ein Oldtimer war darin seit sechzig Jahren versteckt, mit Einschusslöchern in der Karosserie.

Das Mysterium: Die Scheune war sowohl von innen als auch von außen verriegelt.

Meine Meinung:
Ich habe alle vier Bände der Cold-Case-Reihe um den sympathischen und akribischen Ermittler William Wisting gelesen und für gut befunden. So war natürlich klar, dass ich auch gerne die Vorgeschichte dazu lesen möchte. In „Wisting und die Stunde der Wahrheit“ erleben wir, wie Wisting vom Streifendienst zur Kripo kommt.

Mir gefiel auch dieses Buch recht gut. Der Fall ist nicht leicht zu durchschauen und entblättert sich erst nach und nach. Wie immer erzählt Jørn Lier Horst ganz unaufgeregt, aber doch fesselnd, sodass man gerne immer weiter lesen möchte, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei kann man auch selbst ganz gut miträtseln und die verschiedenen Spuren verfolgen. Noch ein bisschen mehr Spannung und ein paar Seiten mehr hätten aber nicht geschadet.

Gut gefallen hat mir auch der kleine Teil an Privatem, in dem man von Wistings Familie lesen kann. Seine Tochter Line, die in den späteren Fällen immer fleißig mitmischt, spielte für Wisting auch als Baby schon eine große Rolle.

Dieses Reihen-Prequel eignet sich für Neueinsteiger, aber auch für Fans. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse und für sich allein gelesen werden.

Die Reihe:
1. Wisting und der Tag der Vermissten
2. Wisting und der fensterlose Raum
3. Wisting und der Atem der Angst
4. Wisting und der See des Vergessens
0. Wisting und die Stunde der Wahrheit

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Spannend und sehr komplex

Null gleich eins von Arne Dahl

Spannend und sehr komplex

Inhalt:
Kriminalkommissarin Desiré Rosenkvist, genannt Deer, scheint die Einzige zu sein, die einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Morden sieht, bei denen die Leichen jeweils am 5. eines Monats an einem Strand gefunden werden. Ihr Chef untersagt ihr, in dieser Richtung zu ermitteln und betraut sie mit anderen Fällen.

Doch Deer bittet ihre Freunde, die ehemaligen Polizisten Sam Berger und Molly Blom, sich des Strandmörders anzunehmen …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Teil der Reihe um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom. Es ist sicher besser, wenn man die Vorgängerbände kennt, da die Rahmenhandlung, die von Band zu Band fortgeführt wird, hier eine große Rolle spielt. In diesem Zusammenhang war mir aber die immer wiederkehrende Beschreibung von Deers Handicap und der mangelnden Beziehung zwischen Sam und Molly etwas zu ausufernd.

Die Kriminalfälle erweisen sich als sehr verzwickt und nebulös, und zwar sowohl Deers Axtmörder-Fälle als auch die Strandleichen, zu denen Sam Berger und Molly Blom ermitteln. Die Erzählperspektive wechselt häufig, was die Handlung noch mehr zerreißt. Man muss sich schon sehr konzentrieren, um die einzelnen Fäden richtig zu verfolgen.

Doch Arne Dahl erzählt ohne Zweifel sehr spannend. Man möchte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen, bis alle Rätsel gelöst sind - und das werden sie am Ende, sogar das allerletzte, das mich dann sogar noch zum Schmunzeln brachte.

Die Reihe:
1. Sieben minus eins
2. Sechs mal zwei
3. Fünf plus drei
4. Vier durch vier
5. Null gleich eins

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