Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Konnte mich nicht erreichen
Verheizte Herzen von Sarah Crossan
Konnte mich nicht erreichen
Inhalt:
Ana, verheiratet mit Paul, zwei Kinder, Anwältin.
Connor, verheiratet mit Rebecca, drei Kinder, Anas Klient. Und heimlicher Geliebter.
Rebeccas Anruf in der Kanzlei ändert alles: Connor ist tot und Ana soll das Testament vollstrecken. Ana kann ihre Trauer mit niemandem teilen, mit niemandem darüber sprechen, denn niemand weiß von ihrer Liebe.
In ihrem Leid versucht sie, Rebecca nahe zu kommen.
Meine Meinung:
„Verheizte Herzen“ war mein siebtes Buch der Autorin, das nach meinen bisherigen tollen Erfahrungen mit ihren Werken ohne weiteres Überlegen den Weg in mein Bücherregal fand. Doch leider war es nicht wirklich mein Ding. Nicht wegen der Versform an sich - die kannte ich ja schon von Sarah Crossan und gefiel mir bis jetzt auch immer gut. Ich finde nur, die Verse sind diesmal nicht ganz so gut gelungen. Die Autorin wechselt wild zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Bei Abschnitten von nur wenigen Zeilen fällt da die Orientierung mitunter schwer.
Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin überhaupt nicht sympathisch erschien, sondern egoistisch und ewig jammernd. Aber auch die übrigen Charaktere konnten keine Sympathiepunkte einfahren. Mir fehlte es in diesem Roman schlicht an einer Identifikationsfigur.
Was gut gemacht ist, ist die Darstellung der Getriebenheit und inneren Zerrissenheit von Ana. Dies kommt gerade durch die Versform gut zum Ausdruck. Man spürt, wie verloren diese Frau ist zwischen ihrer eigentlichen Familie, ihrem Beruf und der Trauer um ihren Geliebten. Und doch bleiben alle Figuren einschließlich der Protagonistin seltsam blass. Die Story an sich ist auch nicht gerade neu. So bleibt mir nur das
Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ich habe mich wieder herrlich amüsiert
Affenhitze von Volker Klüpfel; Michael Kobr
Ich habe mich wieder herrlich amüsiert
Inhalt:
In Pforzen wurde bei Ausgrabungen in einer Tongrube ein spektakulärer Fund gemacht: Überreste eines Affen, genannt Udo, der die Welt der Paläontologen auf den Kopf stellt. Doch dann findet man ausgerechnet bei einer Feierstunde mit dem Ministerpräsidenten die Leiche des Ausgrabungsleiters, Professor Brunner.
Dieser hatte es sich mit vielen Menschen verscherzt. Die Liste der Verdächtigen, die ein Mordmotiv hätten, ist demnach lang.
Meine Meinung:
Dies ist der 12. Fall für Kriminalhauptkommissar Kluftinger aus Altusried. Am schönsten ist es sicher, wenn man die Reihe ab dem 1. Band verfolgt hat, aber man kann diesen Teil notfalls auch ohne Vorkenntnisse lesen. Aber Achtung: In dem Fall wird man sich wahrscheinlich doch baldmöglichst Band 1 besorgen wollen. ;-)
Das Allgäuer Autorenduo Klüpfel und Kobr arbeitet nach dem bewährten Strickmuster: ein Teil verzwickter Kriminalfall, ein Teil Privatleben mit Hindernissen und ein Teil Digital- bzw. Technikphobie des eher konservativen Kriminalkommissars.
Dabei empfand ich den Kriminalfall hier zwar nicht so spannend wie zum Beispiel den letzten, aber doch durch das Thema sehr interessant. Und da ständig ein neuer Verdächtiger auftaucht, blickt man auch nicht von Anfang an durch, wer der Übeltäter ist.
Besonders gut gefiel mir, dass Klufti sich das ein oder andere Mal gegen seinen Erzfeind Doktor Langhammer behaupten kann. Auch in Sachen Digitalisierung dringt der Kommissar immer weiter vor, hängt aber natürlich allen anderen trotzdem einen Schritt hinterher.
Mit Humor ist das ja immer so eine Sache. Mal passt es und mal eher nicht. In den Vorgängerbänden war mir manche Szene auch schon mal zu sehr bemüht, aber in „Affenhitze“ habe ich mich über die Situationskomik und den herrlichen Wortwitz einfach nur köstlich amüsiert und mich so häufig beim Schmunzeln ertappt wie schon lange nicht mehr. Für mich war es daher ein richtiger Wohlfühlkrimi, der für viele entspannende Lesestunden sorgte.
Die Reihe:
1. Milchgeld
2. Erntedank
3. Seegrund
4. Laienspiel
5. Rauhnacht
6. Schutzpatron
7. Herzblut
8. Grimmbart
9. Himmelhorn
10. Kluftinger
11. Funkenmord
12. Affenhitze
Spannender Krimi mit Herz und Lokalkolorit
Einsame Entscheidung von Gil Ribeiro
Spannender Krimi mit Herz und Lokalkolorit
Inhalt:
Eine junge Frau soll ihren britischen Kollegen ermordet haben und wird festgenommen. Doch Leander Lost spürt ziemlich schnell, dass an der Sache etwas nicht stimmt und begibt sich mit der Tatverdächtigen auf die Flucht - ganz entgegen seiner sonstigen Gesetzestreue.
Die Geschichte entpuppt sich schließlich als größer und gefährlicher als gedacht.
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Band der Reihe um den deutschen Kommissar Leander Lost, der nach einem Austauschjahr an der Algarve hängengeblieben ist und sich dort zunehmend wohler fühlt. Als Asperger benimmt er sich für seine Mitmenschen manchmal ziemlich skurril - oft sind es aber gerade seine ganz persönlichen Kompetenzen, die die Ermittlungen weiterbringen. Über viele der trockenen Dialoge mit ihm muss man einfach schmunzeln, aber es fällt sehr leicht, den jungen Polizisten ins Herz zu schließen.
Der Kriminalfall wird langsam aufgebaut, nimmt anfangs nur zögerlich Fahrt auf. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tempo gewünscht. Doch etwa ab der Hälfte des Buches kann ich nicht mehr meckern. Es wird superspannend. Dabei spielt auch das Beziehungsgeflecht der verschiedenen Polizisten eine große Rolle.
Insgesamt wurde ich mal wieder gut unterhalten und hatte ein paar spannende Lesestunden. Die Figuren habe ich mittlerweile sehr lieb gewonnen und freue mich daher schon auf den nächsten Band mit Leander Lost in Fuseta. Da der Kriminalfall aber in sich abgeschlossen ist, lässt sich das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.
Die Reihe:
1. Lost in Fuseta
2. Spur der Schatten
3. Weiße Fracht
4. Schwarzer August
5. Einsame Entscheidung
Tiefgründig, aber ein bisschen zu wenig
Schallplattensommer von Alina Bronsky
Tiefgründig, aber ein bisschen zu wenig
Inhalt:
Die sechzehnjährige Maserati hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern vor allem eine ungewöhnliche Vorgeschichte. Sie lebt bei ihrer Oma und hilft ihr in ihrem kleinen Gasthaus. Das bringt eine enorme Verantwortung mit sich, der sich das Mädchen tapfer stellt.
Als eine Familie in die leer stehende Villa im Dorf zieht, meldet sich die Vergangenheit, die Maserati so gerne beiseite schieben möchte, mit aller Gewalt zurück und stürzt sie in ein Gefühlschaos.
Meine Meinung:
Alina Bronsky macht es ihrer Leserschaft mit diesem Buch nicht ganz leicht. Ich empfand eigentlich alle Figuren als ziemlich sperrig. Jede hat ihr Päckchen zu tragen, wie man bald bemerkt. Mir war das fast ein bisschen zu viel bzw. ein paar Seiten zu wenig, um so viele Probleme gebührend unterzubringen. Vieles wird nur angedeutet bzw. kurz angerissen, ohne weiter vertieft zu werden. An vielen Stellen hätte ich einfach gerne mehr gelesen, um mich besser in die Handlung hineinfühlen zu können.
Trotzdem hat mich dieser Roman stark berührt. Ich mochte die Protagonistin sehr, auch wenn ich sie nicht durchgehend sympathisch fand. Der Charakter ist auf jeden Fall sehr interessant und wert, darüber zu lesen.
Außenseiter unter sich
Schwarzlicht von Camilla Läckberg; Henrik Fexeus
Außenseiter unter sich
Inhalt:
Es sieht wie ein missglückter Zaubertrick aus, als eine Frauenleiche von Schwertern durchbohrt in einer Holzkiste gefunden wird. Die Polizei kommt in den Ermittlungen nicht weiter. Deshalb bittet Mina Dabiri den berühmten Mentalisten und Illusionisten Vincent Walder um Hilfe.
Seine feine Beobachtungsgabe erlaubt es ihm, aus den unscheinbarsten Details die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es bleibt nicht bei der einen Leiche …
Meine Meinung:
Die letzten Bücher von Camilla Läckberg waren leider nicht nach meinem Geschmack. Umso gespannter war ich auf das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Henrik Fexeus. Und ich muss sagen, im Prinzip kann es sich sehen lassen.
Ich empfand die Handlung als zumeist außergewöhnlich und spannend. Auch die beiden Hauptfiguren Mina und Vincent konnten mich packen. Mina, die Polizistin, hat eine krankhafte Angst vor Keimen, worunter ihr Sozialleben extrem leidet. Dem Mentalist Vincent ist eine Autismus-Spekrum-Störung zuzuordnen, wodurch sich auch sein Hang zu Zahlenspielen begründet. Auch sein Zusammenleben mit anderen Menschen ist alles andere als konfliktfrei. Ich persönlich finde Menschen, die aus der Norm fallen, immer interessant. Das Autoren-Duo macht es einem hier leicht, die verschiedenen Eigenarten von Mina und Vincent nachvollziehen zu können.
Allerdings finde ich zwei weitere Mitglieder des Ermittlerteams untragbar: Ruben, der ständig nur an das Eine denkt und am laufenden Band frauenfeindliche Sprüche absondert, und Peder, frisch gebackener Vater von Drillingen, der regelmäßig im Dienst einschläft. Während ich für Letzteren ein gewisses Verständnis aufbringe, geht mir Ruben dermaßen auf die Nerven, dass ich nicht unbedingt ein weiteres Buch mit ihm lesen muss, auch wenn mir der Rest ganz gut gefällt.
Psychologie, Codierung und Zaubertricks spielen in diesem Kriminalroman eine große Rolle, aber alles auf einem Niveau, das jeder verstehen kann. Man sollte dem gegenüber aber offen sein oder besser noch neugierig begegnen, sonst könnte man sich evtl. langweilen.
„Schwarzlicht“ ist der erste Band der „Dabiri-Walder-Trilogie“, kann aber für sich allein gelesen werden. Ein kleiner Cliffhanger macht neugierig darauf, wie es mit Mina weitergeht, wird aber wohl niemandem schlaflose Nächte bescheren.
Bewegend und fesselnd
Die sieben Schalen des Zorns von Markus Thiele
Bewegend und fesselnd
Inhalt:
Max Keller ist Arzt und sollte eigentlich Leben retten. Doch als seine geliebte Tante Maria an der Alzheimer Demenz erkrankt, muss er ihr versprechen, dass er sie in Würde und ohne Schmerzen sterben lässt, wenn es so weit ist. Wohl wissend, dass er sich damit strafbar macht, hält Max sein Versprechen und wird prompt angeklagt.
Der zuständige Staatsanwalt ist Max’ Freund Jonas, der tief in Max’ Schuld steht, sich aber trotzdem an das Gesetz halten will.
Meine Meinung:
Auch in seinem 3. Roman hat der Autor und Jurist Markus Thiele ein brisantes Thema aufgegriffen und für den Laien leicht verständlich aufbereitet und in eine fesselnde Story verpackt.
Während in anderen Ländern aktive Sterbehilfe längst erlaubt und etabliert ist, gilt dies für Deutschland leider noch nicht. Hier muss der Sterbewillige noch selbst in der Lage sein, die todbringenden Medikamente einzunehmen. Ist er aber zum Beispiel gelähmt, kann er dies nicht selbstständig tun und damit ist ihm das Recht auf eine Beendigung seines Lebens verwehrt, während es einem anderen, der noch zur Tablette greifen kann, erlaubt ist. Was für ungerechter Unfug in der Gesetzgebung!
Markus Thiele versteht es wieder super, seiner Leserschaft die handelnden Personen nahezubringen, sodass man die jeweiligen Beweggründe gut nachvollziehen kann. Dies geschieht unter anderem auch durch Rückblicke in die Vergangenheit, wobei verschiedene richtungsweisende Momente beleuchtet werden. So wird ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonist*innen geknüpft, aus dem sich am Ende die Handlungsweisen der einzelnen Figuren ergeben. Hier kommen gut die Zweifel der jeweiligen Personen zum Ausdruck, ob sie nun richtig handeln oder nicht. Das Dilemma scheint unlösbar.
Fazit:
Ein bewegender und fesselnd geschriebener Roman zum Thema Sterbehilfe. Das Seelenleben der Protagonist*innen wird ebenso beleuchtet wie die rechtlichen Grundlagen. Letztere sind auch für Laien gut zu verstehen.
Ziemlich spannend
Oxen. Noctis von Jens Henrik Jensen
Ziemlich spannend
Inhalt:
Der ehemalige Elitesoldat Niels Oxen ist dabei, sich aus seiner PTBS herauszuarbeiten. Er stellt sich dem Leben und neuen Aufgaben. Als der Ex-PET-Chef Axel Mossmann ihn um Mithilfe bittet, überlegt er nicht lange, sondern macht sich an die Arbeit. Es geht darum, einen Scharfschützen zu fassen, der sieben Kriegsveteranen auf dem Gewissen hat.
Meine Meinung:
Dies ist der 5. Band um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. In den ersten drei Bänden ging es um die Zerschlagung einer Geheimorganisation, des sogenannten Danehof. Diese drei Bände sollte man in Folge lesen. Im 4. und 5. Band geht es aber um andere Gegner, sodass man diese gut ohne Vorkenntnisse genießen kann.
Nachdem ich den 4. Band, „Lupus“, etwas fade fand, konnte mich „Noctis“ nun wieder mehr begeistern. Die Handlung ist komplex aufgebaut und wird spannend erzählt. Zuweilen konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob eine Gefahrensituation gemeistert wird oder ob man in den Ermittlungen endlich einen Schritt weiterkommt.
Mir gefiel es gut, wie Oxen sich mittlerweile entwickelt hat. Und auch Margrethe Franck vom PET spielt wieder eine bedeutende Rolle, die sie toll ausfüllt. Neu dazu gekommen ist eine junge Kollegin von der Kripo Kopenhagen, die mich auch sehr beeindruckt hat.
Insgesamt konnte Jens Henrik Jensen mich prima unterhalten und ich freue mich schon auf weitere Erlebnisse mit Oxen.
Die Reihe:
1. Oxen. Das erste Opfer
2. Oxen. Der dunkle Mann
3. Oxen. Gefrorene Flammen
4. Oxen. Lupus
5. Oxen. Noctis
Hochzeitsplanerin Renate
Man muss sich nur trauen von Renate Bergmann
Hochzeitsplanerin Renate
Inhalt:
Renate Bergmann war vier Mal verheiratet, kennt sich also bestens aus mit Hochzeiten. Was liegt da näher, als dass sie sich intensiv um die Hochzeit ihrer besten Freundin Gertrud mit Gunter kümmert. Denn es soll ja nichts schiefgehen am schönsten Tag des Lebens.
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 16. Band mit Deutschlands wohl berühmtester Online-Omi. Ich habe bisher nur einen anderen Band gelesen, empfand dies aber nicht als störend. Was man über Renate und ihre Freunde unbedingt wissen muss, wird hier noch einmal kurz gesagt.
Hinter dem Pseudonym Renate Bergmann verbirgt sich übrigens der Schriftsteller Torsten Rhode, der die Figur der Renate Bergmann zunächst für Twitter erfand. Inzwischen schreibt er auch unter dem Pseudonym Günter Habicht, wobei Günter Habicht eine Figur aus den Renate-Bergmann-Romanen ist, quasi ein Gegenspieler von Renate Bergmann.
Wie gewohnt wird komplett aus Renates Sicht erzählt. An ihre Sprache (sie redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist) habe ich mich mittlerweile gewöhnt und kann mich dadurch ganz gut in die 82-jährige Dame einfühlen. Altersbedingt verliert die Gute öfter mal den Faden beim Erzählen, schweift in die Vergangenheit oder zu einer anderen Szene, findet aber auch immer wieder zurück, sodass schließlich jeder Faden seine Verknüpfung findet. Das ist ein bisschen anstrengend, aber auch zumindest am Anfang ein bisschen witzig. Und vor allem wirkt es authentisch.
Die Handlung ist nicht wirklich spektakulär, aber gerade bei den älteren Semestern und den Leserinnen werden durch die Anekdoten aus der Vergangenheit schöne Erinnerungen geweckt werden.
Gut gefallen hat mir, dass die Leserschaft immer wieder direkt angesprochen wird. So kann man eine schöne Nähe zu der alten Dame entwickeln, die einem leicht ans Herz wachsen kann.
Viel DDR-Bashing, wenig Krimi
Im Schatten der Wende von Frank Goldammer
Viel DDR-Bashing, wenig Krimi
Inhalt:
Dreseden um 1989. Der junge Polizist Tobias Falck steht voll und ganz loyal hinter seinem Dienstherrn. Erst ein Undercover-Einsatz bringt ihn zum Nachdenken, dass manches vielleicht doch nicht so gut läuft. Nach dem Mauerfall wird er beim Kriminaldauerdienst beschäftigt.
Hier erweist er viel Gespür für die Verbrechen, doch rennt er bei seinem Vorgesetzten immer wieder gegen eine Wand. Dass eine Kollegin aus der BRD um Ermittlungshilfe bittet, macht den Job nicht einfacher.
Meine Meinung:
Mir wurde dieser Kriminalroman von Frank Goldammer wärmstens empfohlen, entsprach aber leider so gar nicht meinem Geschmack. Zwar kommen das Umdenken des jungen Polizisten Falck und seine jeweiligen Beweggründe gut zum Ausdruck, aber das Ganze wird umrahmt von einer Riesenportion plumpen DDR-Bashings. Der Autor lässt hier kein gutes Haar an diesem Staat und seinen Bürgern.
Demgegenüber tritt die Krimihandlung für meinen Geschmack zu sehr in den Hintergrund. Zwar ist sie recht komplex, es laufen einige Fäden parallel und kreuzen sich irgendwann, wirkliche Spannung kommt aber leider erst gegen Ende auf.
Informativer Ratgeber für Hunde-Anfänger
Hundetraining mit Martin Rütter von Martin Rütter; Andrea Buisman
Informativer Ratgeber für Hunde-Anfänger
Inhalt:
ZUSAMMEN LEBEN — das Mensch-Hund-Team
ZUSAMMEN WOHNEN — Regeln in Haus und Garten
HUNDETRAINING — Grundlagen und wichtige Signale
HUNDE BESCHÄFTIGEN — Abwechslung im Alltag
SERVICE — Wissenswertes für Hundehalter
Meine Meinung:
Dies ist nun die 4.
Auflage des 2006 erstmalig erschienen Hunderatgebers von Martin Rütter. Dass sich das Buch so lange hält, wundert mich nicht, ist es doch eine sinnvolle Zusammenfassung all dessen, was man als relativer Hundeneuling wissen muss. Für (werdende) Welpenbesitzer würde ich aber eher oder zusätzlich einen speziellen Ratgeber für Welpen empfehlen, da rein welpenspezifische Themen wie zum Beispiel Stubenreinheit hier nicht zur Sprache kommen.
Martin Rütter geht zunächst auf Wünsche und Erwartungen der Menschen und Bedürfnisse der Hunde ein, macht hier aber leider auch sehr viel Werbung für seine Hundeschulenkette, worauf ich gerne verzichtet hätte.
Die anschließenden Tipps über Regeln in Haus und Garten fand ich sehr sinnvoll und habe einiges davon auch selbst umgesetzt. Natürlich passt nicht alles auf jedes Mensch-Hund-Team. Auch auf die Individualität wird hier eingegangen.
Auch der Abschnitt Hundetraining gefällt mir. Der Aufbau der einzelnen Signale ist nachvollziehbar beschrieben und gut umzusetzen.
Ebenso gut gelungen sind die Anregungen für die Hundebeschäftigung. Hier kann man sich wirklich Tipps holen, um den Hund in der Wohnung oder auf Spaziergängen spannende Auslastung zu bieten.
Fazit:
Empfehlenswerter Ratgeber für Hunde-Anfänger, der mir ohne Werbung noch besser gefallen hätte.











