Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Wenn Träume zerbrechen …
Was die Nacht an den Tag bringt von Annette Hohberg
Wenn Träume zerbrechen …
Inhalt:
Auf Bali wartet die junge Chiara vergeblich auf ihren Geliebten, der mit ihr ein neues Leben anfangen möchte. Die ältere Johanna sucht auf der Insel Erinnerungen an ihren gerade verstorbenen Ehemann. Beide sehnen sich nach demselben Mann, Georg. Durch Zufall lernen die zwei ungleichen Frauen sich kennen und eine schicksalsträchtige Entwicklung setzt sich in Gang.
Meine Meinung:
Auch wenn mich dieser Roman emotional nicht so berühren konnte wie frühere Bücher von Annette Hohberg und wie ich es bei dem Thema erwartet hatte, hat er mir doch ein paar schöne und nachdenkliche Lesestunden beschert.
Abwechselnd begleiten wir Chiara und Johanna, wobei mir Chiara definitiv näher gekommen ist und mir die Figur tiefgründiger erschien. Vielleicht liegt das daran, dass sie quirliger, lebendiger und auch tragischer daherkommt als Johanna. Letztere wirkt ein wenig grau und farblos.
Die Verknüpfung der beiden Frauenschicksale ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen. Gemeinsamkeiten und Gegensätze sind gut ausgearbeitet. Die Atmosphäre ist einerseits durch Sorge und Trauer gedämpft, andererseits durch die Beschreibungen von Bali, seiner Menschen, Rituale und Traditionen lebendig und bunt.
Der Schreibstil ist wie von Annette Hohberg gewohnt durchzogen von poetisch Bildern und Vergleichen, leicht und locker zu lesen, aber trotzdem nicht simpel.
Ein Warnschuss
Blue Skies von T. C. Boyle
Ein Warnschuss
Inhalt:
Ottilie, ihr Mann Frank und ihr Sohn Cooper leben in Kalifornien, wo die Sonne immer heißer brennt und das Wasser immer knapper wird. Cooper ist Insektenforscher. Ottilie versucht, ihren Teil zum Schutz der Umwelt beizutragen, indem sie als Proteinquelle Grillen züchtet, Heuschrecken zubereitet und sich auch sonst ein bisschen zurückhält.
Tochter Cat hingegen, die in Florida lebt, macht der ständige Regen und das Hochwasser zu schaffen. Trotzdem lebt sie mehr oder weniger sorglos in den Tag hinein, ohne sich um den Klimawandel zu scheren.
Und als wäre die Klimakatastrophe nicht schlimm genug, ereilen die Familie auch noch ganz private Schicksalsschläge …
Meine Meinung:
Am liebsten hätte ich das Buch schon nach den ersten paar Seiten abgebrochen, denn es beginnt mit Cat, deren Verhalten mir zutiefst zuwider war. Über eine solch oberflächliche Person wollte ich gar nichts weiter lesen. Zum Glück gab ich meinem ersten Impuls aber nicht nach, sonst hätte ich einen klasse Roman verpasst!
Mit dem Schwenk nach Kalifornien zu Ottilie und Cooper konnte T.C. Boyle mich dann richtig packen. Diese beiden zeigen, wie wir dem Klimawandel begegnen können. Ob wir dabei genug ausrichten können, sei dahingestellt.
Das ganze Szenario wirkt erschreckend realistisch, auch wenn Kalifornien und Florida und erst recht Deutschland vielleicht noch ein gutes Stück davon entfernt sind. An manchen Punkten der Erde dürfte es zumindest zeitweise schon so weit gekommen sein. Die Beschreibung unseres eventuellen zukünftigen Lebens durch T.C. Boyle sehe ich als Warnschuss, den wir tunlichst zum Umdenken nutzen sollten.
Die Mischung aus Familienroman und Klimadystopie fand ich sehr gelungen. So kommt der Autor ohne erhobenen Zeigefinger aus. Der Schreibstil war mir allerdings ein wenig zu trocken und zu distanziert. Ich habe beim Lesen die Charaktere nur begleitet, was schon mal nicht schlecht war. Lieber hätte ich mich allerdings mit ihnen identifiziert und ihre Gefühle und Emotionen mitgelebt. Nichtsdestotrotz kann ich den „Blue Skies“ nur empfehlen.
Empfehlenswert
Hunde erziehen ohne Schimpfen von Johanna Spahr; Alexander Schillack
Empfehlenswert
Alexander Schillack arbeitet als Verhaltensberater für Hundehalter*innen in Wuppertal und Johanna Spahr hat eine Hundeschule in Hamburg. Sie kommen in diesem Buch recht sympathisch rüber, vor allem weil sie sich auch nicht als perfekt präsentieren. So pöbelt zum Beispiel Alexander Schillacks Hund auch nach vielen Jahren noch Artgenossen an der Leine an.
Für mich ist dies kein Zeichen von Unfähigkeit des Besitzers, sondern zeigt die Tatsache, dass jeder Hund ein Individuum ist und man mit manchen Eigenarten dieses Individuums einfach leben muss. Dies wird auch in dem Buch immer wieder thematisiert. Mit den Genen werden viele Verhaltensweisen schon vorgegeben und lassen sich durch Training nicht unbedingt komplett ändern. Es sollte uns auch egal sein, was andere Menschen von uns denken, weil wir unseren Hund scheinbar nicht richtig erziehen. Auch halten Autor und Autorin dazu an, sich auf das eigene Bauchgefühl zu verlassen. Wenn man sich mit Tipps und Anleitungen Außenstehender nicht wohlfühlt, hat es keinen Sinn, diese auf Teufel komm raus anzuwenden.
„Hunde erziehen ohne Schimpfen“ erklärt, wie Hunde lernen, und erläutert, warum wir überhaupt mit dem Hund schimpfen, obwohl dies in der Regel keinen positiven Einfluss auf das Verhalten des Hundes hat - im Gegenteil. Das Buch sensibilisiert für Situationen, die der Hund nicht verstehen kann und daraus folgend ein von uns nicht gewolltes Verhalten zeigt, was wiederum zu einem unfairen Verhalten des Menschen gegenüber dem Hund führt. Es gibt auch Tipps für Situationsmanagement und Trainingsanleitungen für ausgewählte Verhaltensziele, die ich als wirklich brauchbar empfand. Diese werden oft mit Bildern/Fotos veranschaulicht.
Die theoretischen Inhalte waren mir an manchen Stellen etwas zu ausufernd, da hätte ich mir stattdessen noch mehr Anleitung für die Praxis gewünscht. Im Großen und Ganzen ist dies aber ein empfehlenswerter Erziehungsratgeber, ganz besonders auch für Menschen, die noch ganz am Anfang stehen und vielleicht noch überlegen, ob sie sich einen Hund ins Haus holen und wenn ja, ob es ein Welpe (welcher Rasse?) oder ein Hund aus dem Tierheim sein soll. So kann man dann von Anfang an bestimmte Fehler gleich vermeiden.
Eine erschütternde Milieustudie
Young Mungo von Douglas Stuart
Eine erschütternde Milieustudie
Inhalt:
Glasgow, 1990er Jahre. Der fünfzehnjährige Mungo lebt mit seiner Mutter, seinem Bruder Hamish und seiner Schwester Jodie in einem Arbeiterviertel, das von Armut und Gewalt geprägt ist. Der sanfte Junge, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann, wird zwischen der Gewalt seines Bruders und der Vernachlässigung durch die alkoholkranke Mutter, die er trotzdem über alles liebt, zerrieben.
Mit dem Nachbarjungen James erlebt er ganz neue Gefühle. Gefühle, die er nicht ausleben darf in dieser von Homophobie erfüllten Welt.
Meine Meinung:
Anfangs fiel es mir sehr schwer, in die Handlung hineinzufinden. Das Geschriebene erschien mir zu distanziert und konnte mich nicht erreichen. Zudem haben mich die Zeitenwechsel gestört, die ich nicht gut einordnen konnte, da sie völlig übergangslos erfolgen.
Doch irgendwann war der Knoten dann geplatzt und ich vollkommen in der Geschichte angekommen. Was ich dann zu lesen bekam, ging mir wirklich an die Nieren. Das ist harter Tobak, den Douglas Stuart uns da zumutet - nichts für zart besaitete Leser’innen. Der Roman strotzt nur so vor Gewaltszenen, die schonungslos beschrieben werden und leider sehr realistisch wirken.
Lichtblicke dazwischen sind die liebevolle Beziehung zwischen Mungo und seiner Schwester Jodie und später dann auch die Liebe zu James, die einerseits Hoffnung gibt, aber auch schmerzhaft ist.
Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
GNUGITLAWEGREV HCUARBSSIMSEDNIK
Ein tolles Mut-mach-Hörbuch über Mobbing
Wolf von Sasa Stanisic
Ein tolles Mut-mach-Hörbuch über Mobbing
Inhalt:
Kemi muss gegen seinen Willen in ein Ferienlager. Fast seine ganze Klasse ist dort und ihm ist schon vorher klar, dass Marko und seine Freunde genau wie in der Schule den Außenseiter Jörg piesacken werden. Doch anders als in der Schule ist es im Ferienlager nicht so einfach wegzuschauen.
Und so macht sich Kemi im Lauf dieser Ferienwoche immer mehr für Jörg stark.
Meine Meinung:
Das Hörbuch wird von dem aus Bosnien stammenden Autor Saša Stanišić selbst gelesen. Zuerst hat mich sein deutlicher Akzent irritiert. Schnell wurde dies jedoch anders und ich empfand ihn als sehr charmant und durch die „fehlende Perfektion“ genial passend für den jugendlichen Ich-Erzähler, zumal Saša Stanišić dieser Figur durch entsprechende Akzentuierung wirklich hervorragend Leben einhaucht.
Kemi mochte ich sofort. Er ist ein kleiner Rebell, ein Querulant, ein Klugscheißer, aber auf eine gute Weise. Er hat null Bock auf das Ferienlager, die Mücken, die Zecken, die Natur an sich, das Klettern, das Basteln, die Betreuer und schon gar nicht auf seine Mitschüler - außer vielleicht auf Benisha. Aber um die anzusprechen, reicht sein Mut nicht.
Auf das Mobbing, dem sein Hüttenmitbewohner Jörg ausgesetzt ist, hat Kemi auch keinen Bock, ist sich dabei aber bewusst, dass, gäbe es Jörg nicht, er selbst das Opfer wäre. Auch wenn Kemi sich am liebsten aus allem raushalten würde, kann er Jörg nicht im Stich lassen.
Es gelingt Saša Stanišić, Kemis Gedanken wunderbar einzufangen. Auf mich wirkten sie sehr authentisch. Der Schreibstil ist dabei auch einfach klasse. Die Sprache ist zum Teil poetisch, mal ernst und mal witzig - eine Gratwanderung bei einem solchen Thema, die der Autor mit Bravour gemeistert hat.
Ein tolles Ermittlerduo
Der Morgen von Marc Raabe
Ein tolles Ermittlerduo
Inhalt:
Art Mayer hatte die Polizei eigentlich verlassen, doch nun überredet ihn sein ehemaliger Vorgesetzter, wieder zurück zu kommen und im aktuellen Fall zu ermitteln - auf Wunsch des Bundeskanzlers persönlich. Dessen Adresse fand man nämlich mit Blut auf den Bauch einer Frauenleiche geschrieben.
Dem erfolgreichen Ermittler Art wird die noch unerfahrene Kollegin Nele Tschaikowski zur Seite gestellt. Reibereien sind vorprogrammiert …
Meine Meinung:
Marc Raabe versteht es hervorragend, eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Seiten fliegen nur so dahin; ich bin von Anfang an tief in die Handlung eingetaucht und habe mitgerätselt und mitgebangt.
Die Ereignisse in der Gegenwart sind furchtbar - aber ebenso die in der Vergangenheit, von denen wir in Rückblenden lesen dürfen. Dass beides miteinander zu tun hat, wird schnell klar. Doch die genauen Zusammenhänge ergeben sich natürlich erst zum Schluss.
Marc Raabes neues Ermittlerduo Art Mayer und Nele Tschaikowski hat mir gut gefallen. Art ist auf den ersten Blick ein Griesgram und Querulant, wie er im Schulbuch steht. Lernt man aber seine Geschichte kennen, entwickelt man ganz schnell Verständnis für seine Macken. Dass er sich bei einem so komplizierten und komplexen Fall nicht mit der blutigen Anfängerin Nele Tschaikowski abgeben will, macht ihn zwar nicht sympathisch, ist aber verständlich.
Fast noch besser als Art gefiel mir Nele. Sie ist unheimlich ehrgeizig und tough. Ihr ist ganz klar, dass sie in der rauen Männerwelt des BKA keinen Fuß in die Tür bekommt, wenn sie Schwächen zeigt. Und so lässt sie sich von Arts grobem Verhalten nicht unterkriegen, sondern bietet ihm die Stirn, was schließlich sogar ihm imponiert und die beiden zu einem echten Team zusammenwachsen lässt.
Nach diesem gelungenen Auftakt von Marc Raabes neuer Thrillerreihe bin ich nun gespannt auf die Fortsetzung, die für Frühjahr 2024 unter dem Titel „Dämmerung“ geplant ist.
Robert Seethaler - ein wunderbarer Erzähler
Das Café ohne Namen von Robert Seethaler
Robert Seethaler - ein wunderbarer Erzähler
Inhalt:
Wien 1966. Die Stadt erholt sich langsam von den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs. Alles ist im Aufbruch; Hoffnung und Zuversicht machen sich breit. Als sich dem Gelegenheitsarbeiter Robert Simon die Chance bietet, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen, greift er zu und eröffnet ein Café direkt am Markt.
Dieses wird schon bald zur zweiten Heimat verschiedener Bewohner des Viertels. Man trifft sich, um nicht allein zu sein, um über seine Sorgen und Nöte zu sprechen, um die Liebe zu finden oder im Rausch dem Alltag zu entfliehen.
Meine Meinung:
Robert Seethaler ist einfach ein wunderbarer Erzähler. Mit wenigen Worten vermag er es, in einem Roman die unterschiedlichsten Lebensgeschichten zu erzählen, die dennoch sehr tiefgründig erscheinen. Mit viel Empathie ergreift er hier Partei für die kleinen Leute mit ihren kleinen und großen Freuden und ihren kleinen und großen Sorgen. Die Figuren wirken dabei so plastisch und authentisch, dass sie mich immer wieder an die Erzählungen meiner Eltern erinnerten. Mein Kopfkino sprang direkt an und ließ die Szenen vor meinem inneren Auge ablaufen. So hatte ich beim Lesen fast das Gefühl, mit all diesen Menschen im Café zu sitzen und Freud und Leid mit ihnen zu teilen.
Besonders der Café-Besitzer Robert Simon hat sich schnell in mein Herz geschlichen. Wirkt er zunächst noch sehr unsicher und unscheinbar, entwickelt er sich im weiteren Verlauf sehr stark. Er gibt einer arbeitslosen Näherin eine Chance und kümmert sich um seine Hauswirtin und um seine Gäste. Zuweilen hat man den Eindruck, dass er bei all dem selbst zu kurz kommt, doch Simon zieht eine große Zufriedenheit aus seinem Tun und lässt sich auch durch kleine und größere Unglücke nicht aus der Bahn werfen.
Fazit:
Diesen absolut lesenswerten Roman über Menschen aus der Unterschicht empfehle ich allen, die es gerne ruhig und unaufgeregt, aber warmherzig mögen.
Unterhaltsamer Krimi in Sherlock-Holmes-Manier
Wenn Worte töten - Kriminalroman (Hawthorne ermittelt 3) von Anthony Horowitz
Unterhaltsamer Krimi in Sherlock-Holmes-Manier
Inhalt:
Der Privatdetektiv und Ex-Polizist Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Biografen“ Anthony Horowitz zum Literaturfestival auf der Kanalinsel Alderney eingeladen. Die Teilnehmenden sind eine illustre Gesellschaft, ebenso wie die Veranstalter.
Als der Sponsor des Festivals ermordet wird, unterstützen Hawthorne und Horowitz die örtliche Polizei bei den Ermittlungen.
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 3. Band der Reihe. Er kann jedoch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Fall ist in sich abgeschlossen, und die Beziehung zwischen Hawthorne und Horowitz wird hier noch einmal kurz erklärt.
Horowitz’ Schreibstil ist einfach zu lesen. Er schreibt fesselnd und streut dabei immer wieder eine kleine Prise Humor ein, sodass man öfter mal mit einem Grinsen im Gesicht ins Buch blickt.
Hawthorne und Horowitz erinnern stark an Sherlock Holmes und Dr. Watson. Hawthorne mit seiner genialen Beobachtungsgabe entgeht kein noch so kleines Detail, aus dem er die wildesten Schlüsse ziehen kann. Auch wenn das nichts Neues ist, finde ich es immer wieder toll.
Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren werden sehr plastisch dargestellt. Das Kopfkino kommt so schnell in Gang und man wähnt sich mitten im Geschehen. Es tummeln sich etliche Verdächtige auf der Insel, die alle ein prima Motiv haben. Man kann herrlich miträtseln, wobei der Autor immer wieder versucht, einen auf eine falsche Fährte zu locken. Für gewiefte Krimileser ist die Auflösung dann aber vielleicht doch nicht ganz überraschend.
Die Reihe:
1. Ein perfider Plan
2. Mord in Highgate
3. Wenn Worte töten
Prima Buch für das Training mit deinem Hund
Die 10 Kompetenzen für Hunde von Kate Kitchenham
Prima Buch für das Training mit deinem Hund
Ich habe nun schon einige Hundeerziehungsratgeber konsumiert; dieser hier hat mir mit am besten gefallen. Die Autorin hat einen klaren Stil, sowohl was das Schreiben als auch das Leben mit Hund angeht. Das fand ich sehr ansprechend. Das Buch ist in sinnvolle Kapitel aufgeteilt, wobei das Lernverhalten von Hunden beschrieben wird und dabei verständlich wird, warum man eine Übung so und nicht anders machen sollte.
Dadurch fällt es leicht, sich an die Trainingsanweisungen zu halten.
Es werden die 10 wichtigsten Kompetenzen für Hunde beschrieben und wie man sie sich bzw. dem Hund aneignen kann. Dazu gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen und ganz wichtig: immer wieder den Hinweis, dass man es nicht übertreiben soll, sondern vom Hund nur so viel verlangen, wie er sicher leisten kann. Nur so wird er ein Erfolgserlebnis und Spaß am Lernen und Üben haben und sich die Bindung zwischen Mensch und Hund vertiefen.
Ergänzt wird der Text von Fotos, die zum Teil einfach tolle Hunde zeigen, zum großen Teil aber auch die Übungen veranschaulichen. Außerdem lassen sich über eine kostenlose App des Verlags 3 Kurzfilmchen passend zu einigen Kapiteln herunterladen, wo man das Ganz in Action sehen kann.
Natürlich sind nicht alle Kompetenzübungen für jeden Hund geeignet, doch wird auf verschiedene Voraussetzungen eingegangen. Hast du einen Welpen, einen unerzogenen Junghund oder einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz? Für jeden gibt es passende Tipps.
Unblutiger Krimi
Halliggift (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 3) von Greta Henning
Unblutiger Kriminalroman
Inhalt:
Die allseits beliebte Hanni Krüdener fühlt sich seltsam, als sie nach der Aufführung ihrer Kindertheatergruppe nach Hause geht. Wenig später ist sie tot. Was zunächst wie ein natürlicher Tod aussieht, entpuppt sich bald als Mord, ja sogar als Anfang einer Mordserie.
Minke van Horn und ihre schwäbische Assistentin Lisa scheinen dem Täter nicht gewachsen …
Meine Meinung:
Dies ist schon der 3. Hallig-Krimi um die ehemalige Meeresbiologin und jetzige Kommissarin Minke van Hoorn. Ich kenne die ersten beiden Bände nicht, hatte aber nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.
Mir gefiel der Schreibstil der Autorin ganz gut. Er lässt sich locker lesen und ist gut verständlich, auch die norddeutschen und schwäbischen Ausdrücke, die vorkommen. Somit eignet sich der Kriminalroman zum entspannten Lesen nach Feierabend, wenn man seine Gehirnzellen nicht mehr allzu sehr strapazieren möchte.
Anfangs kommt der Krimi recht bieder und einfach gestrickt daher, entwickelt sich nach und nach dann aber doch facettenreicher. Dies hat mich positiv überrascht und mir natürlich gut gefallen. Auch wenn ich zunächst dachte, es ist mehr Roman als Krimi, kam schließlich doch Spannung auf und das Buch konnte mich fesseln. Es eignet sich gut zum Miträtseln, wer denn nun der Täter ist. Die Auflösung hat mich überrascht, ist aber absolut plausibel.
Die Minke van Hoorn-Reihe:
1. Halligmord
2. Halligzorn
3. Halliggift











