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Rezensionen von Lilli33:

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Spannend, aber die Ermittlerin nervt etwas

Das Sanatorium von Sarah Pearse

Spannend, aber die Ermittlerin nervt etwas

Inhalt:
Seit Jahren hat die britische Kriminalkommissarin Elin Warner ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Bruder Isaac, der in der Schweiz lebt. So reist sie mit gemischten Gefühlen zu dessen Verlobungsfeier in die Schweizer Berge. Das Hotel hat eine düstere Vergangenheit und verbreitet noch heute eine beklemmende Atmosphäre, die nicht unbedingt besser wird, als ein Mord geschieht und das Hotel aufgrund von Schneelawinen von der Umwelt abgeschnitten wird.

Und der Täter scheint noch weitere Mordpläne zu haben …

Meine Meinung:
Sarah Pearse liefert mit „Das Sanatorium“ ein durchaus solides Werk ab, das sich locker lesen lässt und einiges an Spannung bietet. Die Hintergründe der Vorfälle bleiben lange Zeit im Dunkeln, sodass man über das Motiv der Taten nur frei spekulieren kann. Immer wieder wird man von der Autorin auf falsche Fährten geschickt, nur um an der nächsten Ecke wieder in die andere Richtung zu tendieren. So weit also alles super.

Ein wenig langweilig fand ich das Motiv der eingeschlossenen Gesellschaft in den Bergen. Als Vielleserin ist mir das einfach schon zu oft begegnet. Aber gut, das wusste ich ja vorher schon, daher soll es nicht in meine Bewertung einfließen.

Mehr hat mich allerdings noch die Ermittlerin Elin Warner gestört. Sie gibt ein recht jämmerliches Bild ab mit ihren Psychoproblemen und Unsicherheiten. Über viele ihrer Handlungsweisen konnte ich nur mit den Augen rollen. Zum Beispiel begibt sie sich in dem unübersichtlichen Gelände immer wieder alleine auf die Suche nach dem Täter anstatt eine Vertrauensperson als Rückendeckung mitzunehmen. Auch ist sie mit ihren Schlussfolgerungen manchmal etwas zu übereifrig und liegt dann vollkommen falsch. Das wirkt nicht besonders professionell und ist auch nicht mit der aktuellen ungewöhnlichen Lage zu entschuldigen.

Im Großen und Ganzen hat mich der Roman aber gut unterhalten und mir einige adrenalingeladene Lesestunden beschert.

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Spannend, aber die Ermittlerin nervt etwas
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Gute Unterhaltung

Die Klinik von Hubertus Borck

Gute Unterhaltung

Inhalt:
Über Jahre „erlöst“ die Krankenschwester Mecki todkranke Patienten von ihren Leiden, ohne dass ein Verdacht auf sie fällt. Erst als ein junger Familienvater, der nach einem schweren Fahrradunfall wieder über den Berg war, in der Klinik unerwartet stirbt und die Ehefrau Fremdverschulden vermutet, wird das Pflaster für Mecki heiß.

Kriminalhauptkommissarin Franka Erdmann und ihr junger Kollege Alpay Eloğlu treten gegen mauernde Klinikbetreiber und polizeiinterne Behinderungen an …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 2. Band der Reihe um das ungleiche Ermittlerpaar Franka und Alpay. Vorkenntnisse sind jedoch nicht nötig, da der Fall abgeschlossen ist und bisher Geschehenes im Privat- und Berufsleben der beiden entweder keine Rolle spielt bzw. hier noch einmal kurz erwähnt wird. Mir waren beide Ermittler ziemlich sympathisch. Franka ist eine erfahrene, selbstbewusste Kommissarin, die Alpay genügend Freiraum für seine Entwicklung lässt, aber nötigenfalls korrigierend eingreift. Alpay ist erst seit einem halben Jahr bei der Truppe vom LKA Hamburg und entsprechend unerfahren. Doch seine Intuition und Kombinationsgabe helfen ihm, dies auszugleichen.

Die Story an sich ist ganz locker zu lesen, auch wenn ein paar Perspektivwechsel weniger angenehmer gewesen wären. Zudem vermag Hubertus Borck die Leserschaft zu fesseln, beschreibt er doch Umstände, die jedem von uns zum Verhängnis werden können, wie Pflegenotstand, Fehler durch Überlastung und Menschen, die sich als Herrscher über Leben und Tod aufspielen. Diese gibt es ja leider auch in der Realität immer wieder.

Richtig spannend wird es vor allem in der zweiten Hälfte. Hier muss man um eine liebenswürdige Person bangen und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Autor legt etliche falsche Spuren; als Krimi-Vielleserin war mir vieles jedoch schon früh klar, sodass mich der Schluss nicht überraschen konnte.

Fazit:
Guter Schreibstil, fesselnde Story, gute Unterhaltung, aber kein absolutes Highlight.

Die Reihe:
1. Das Profil
2. Die Klinik

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Gute Unterhaltung
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Humorvoll-Tiefgründiges aus dem Förster-Kosmos

Spiel ab! von Frank Goosen

Humorvoll-Tiefgründiges aus dem Förster-Kosmos

Inhalt:
Fränge hat Probleme mit seinem pubertierenden Sohn Alex. Um dem abzuhelfen, bietet er sich als Trainer von dessen Fußballmannschaft an. Als Co-Trainer muss Förster herhalten und bald stößt auch Brocki dazu. Die drei bekommen es mit Herausforderungen ganz besonderer Art zu tun, an denen sie selbst, aber auch die Jugendlichen wachsen.

Meine Meinung:
Schon in Frank Goosens Romanen „Förster, mein Förster“ oder „Kein Wunder“ lernt man die drei Freunde aus dem Ruhrgebiet kennen (und lieben). Es besteht eine Männerfreundschaft, bei der keiner ein Blatt vor den Mund nimmt, wo man sich gegenseitig frotzelt, im Zweifelsfall aber füreinander einsteht. Genau das ist es auch, was die Fußballtrainer den Jungs der C-Mannschaft beibringen wollen - abgesehen vom Fußballspielen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich hangeln sie sich durch manch kuriose Situation, was sehr amüsant zu lesen ist. Ich hatte fast ständig ein Dauergrinsen im Gesicht und wurde wirklich gut unterhalten. Allerdings auch in meiner Abneigung dem Fußballkult gegenüber, da hier alle meine Vorurteile bestätigt werden. ;-)

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Beklemmend, aber auch voller Wärme

Toffee von Sarah Crossan

Beklemmend, aber auch voller Wärme

Inhalt:
Die fünfzehnjährige Allison sieht keinen anderen Ausweg mehr, als von ihrem gewalttätigen Vater abzuhauen. Sie findet Unterschlupf im Haus einer dementen alten Frau, Marla, die Allison für ihre Kindheitsfreundin Toffee hält.

Meine Meinung:
Wie schon die letzten Bücher der Autorin ist auch dieses wieder in Versform geschrieben.

Sarah Crossan gelingt es dadurch, mit nur wenigen Worten so viel auszusagen. Die Sprache ist sehr intensiv, dabei aber ganz locker zu lesen, wortgewaltig und ausdrucksstark.

Es werden zwei Hauptthemen angesprochen, nämlich Kindesmisshandlung (psychisch und physisch) sowie Demenz. Beides harte Brocken für die Lesenden, von den Betroffenen mal ganz abgesehen. Was Allison zu Hause alles mitmachen musste, erfährt man nach und nach in eingestreuten Rückblenden. Und auch, dass das Leben für Marla kein Zuckerschlecken ist, kommt klar heraus. Mal ist sie klar bei Verstand und erkennt ihre missliche Lage, dann wieder lebt sie komplett in der Vergangenheit. Dass dieser Zustand auch für ihre Familie nicht einfach ist, wird ebenso beschrieben.

Allison versteht es, hervorragend auf Marlas Bedürfnisse einzugehen, und so entwickelt sich nach und nach eine wunderbare Freundschaft zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Frauen, von der beide profitieren.

Fazit:
„Toffee“ ist ein Roman, der bedrückt, der aber auch Hoffnung gibt und Mut macht. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für junge Lesende ab ca. 14 Jahren und für Erwachsene.

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Beklemmend, aber auch voller Wärme
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Ein spannendes Dilemma

Die Herzchirurgin von Jack Jordan

Ein spannendes Dilemma

Inhalt:
Dr. Anna Jones ist Herzchirurgin. Als ihr achtjähriger Sohn Zack entführt wird, steht sie vor der Wahl, sein Leben zu retten, indem sie bei der bevorstehenden Operation einen beliebten Politiker sterben lässt, oder Zacks Ermordung durch die Entführer in Kauf zu nehmen.

Keine leichte Entscheidung für eine Ärztin und Mutter!

Die Krankenschwester Margot hält sich mit Diebstählen über Wasser, erkennt aber die Chance auf ein besseres Leben, als sie ihr über den Weg läuft.

DI Rachel Conaty ermittelt im Fall von Annas ermordeter Nachbarin. Ihr Bauchgefühl ist untrüglich, doch sie findet einfach keine Beweise.

Meine Meinung:
Insgesamt ist dieser Thriller wirklich spannend und unterhaltsam. Besonders gut hat mir die erste Hälfte des Buches gefallen. Hier ist das Dilemma, in dem Anna steckt, das Hauptthema. Sehr gut stellt der Autor ihre inneren Nöte dar. Man bangt unweigerlich mit der Mutter des entführten Jungen mit und fragt sich, wie man selbst in einer solchen Situation entscheiden würde. Sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg, erwägt alle möglichen Alternativen. Bis zur bzw. bis zum Ende der OP wusste ich tatsächlich nicht, wie sie sich entscheiden würde und hing deshalb gebannt an den Seiten.

Im zweiten Teil nimmt die Story dann etwas ab. Anna erscheint immer unsympathischer, ebenso Margot. Hier konnte ich noch am meisten mit Rachel mitfiebern, denn sie war mir sehr sympathisch und wurde von ihren Vorgesetzten grausam missverstanden.

Die Handlung hat dann noch ein paar überraschende Wendungen parat. Kaum denkt man, man könnte nun die Richtung vorhersehen, dreht sich im nächsten Kapitel wieder alles. Das wirkt zwar ein wenige konstruiert, erhält aber definitiv die Spannung.

Der Schreibstil ist vollkommen in Ordnung, nichts Aufregendes, aber gut und flüssig zu lesen. Die abwechselnde Erzählung aus den Ich-Perspektiven der drei Protagonistinnen fügt die Geschichte nach und nach zusammen und gewährt den Lesenden einen guten Einblick in die Charaktere.

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Ein spannendes Dilemma
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Köstlicher Humor vor ernstem Hintergrund

Getraut von Susanne Fröhlich

Köstlicher Humor vor ernstem Hintergrund

Inhalt:
Andrea Schnidts Ex-Schwiegervater Rudi und seine Irene wollen heiraten. Aber dann platzt der Termin und es geht drunter und drüber. Auch Andrea wartet sehnsüchtig auf einen Antrag ihres Lebensgefährten Paul, doch der denkt gar nicht dran. So versucht Andrea sich in den Seminaren des charismatischen Jerome selbst zu verwirklichen …

Meine Meinung:
Dies ist nun schon der 12.

Band der Reihe um Andrea Schnidt und ihre Familie. Sicher kann man ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber noch mehr Spaß macht es, wenn man den „Werdegang“ der Figuren kennt.

Wie immer gerät Andrea in allerlei skurrile Situationen, aus denen sie mit mehr Herz als Verstand wieder herauskommt. Dies liest sich zumeist sehr lustig und sorgt für ein Lächeln oder ein Grinsen im Gesicht der Lesenden. Allerdings war mir die Geschichte mit der Hundekacke viel zu breit ausgewalzt und nicht wirklich schön zu lesen. Dafür habe ich mich über andere Dinge bzw. Personen umso mehr amüsiert. Die ach so etepetete Ragnhild ist ein toller Gegensatz zu Andrea, und zu zweit sind sie zum Totlachen. Auch in der Rolle als Oma hat mir Andrea gut gefallen.

Der Schreibstil ist wie immer klasse und flutscht nur so. Alles wirkt so lebendig und dynamisch, da kommt keine Langeweile auf. Eine besondere Freude ist mir immer Rudi, der ein unheimlich großes Herz hat und in schönstem Hessisch direkt sagt, was er denkt. Herrlich!

Fazit:
Für Fans der Reihe ein Muss!

Die Reihe:
1. Frisch gepresst
2. Frisch gemacht!
3. Familienpackung
4. Treuepunkte
5. Lieblingsstücke
6. Lackschaden
7. Aufgebügelt
8. Wundertüte
9. Feuerprobe
10. Verzogen
11. Abgetaucht
12. Getraut

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Besonders in der 2. Hälfte sehr spannend

NIGHT - Nacht der Angst von Riley Sager

Besonders in der 2. Hälfte sehr spannend

Inhalt:
Die junge Studentin Charlie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Freundin, die einem Serienkiller zum Opfer gefallen ist. Sie möchte einfach nur alles hinter sich lassen und nach Hause zu ihrer Großmutter fahren. Schnell hat sie eine Mitfahrgelegenheit gefunden, den sympathischen Josh.

Ihrem Freund Robbie verspricht sie, die Reise mit Josh sofort abzubrechen, falls ihr etwas seltsam vorkommen sollte. Und tatsächlich erhärtet sich schon bald der Verdacht, dass ausgerechnet Josh der Campuskiller sein könnte. Doch Charlie sieht keine Möglichkeit zu entkommen …

Meine Meinung:
Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, Charlies Handlungsweisen nachzuvollziehen. Ihre beste Freundin ist gerade einem Serienkiller zum Opfer gefallen, und sie hat nichts Besseres zu tun, als zu einem wildfremden Mann ins Auto zu steigen und durch die Nacht zu fahren. Ihr Freund Robbie bringt sie zwar zu der einsamen Stelle, wo sie abgeholt werden soll, lässt sie dann aber dort allein warten und geht lieber in sein Wohnheim zurück. Natürlich entstehen dadurch Spannungs- und Gruselmomente, aber rational finde ich dieses Verhalten nicht.

Nun gut, der weitere Verlauf der Handlung konnte mich für solche für mich unverständlichen Dinge entschädigen, denn es wird vor allem in der zweiten Hälfte des Buches richtig spannend. Der Autor spart hier nicht an unerwarteten Wendungen. Kaum hat man eine Ahnung, wer, wie und warum, wird das Ruder herumgerissen und alles ist anscheinend ganz anders. Das hat richtig Spaß gemacht zu lesen.

Dass ich mich mit der Protagonistin nicht identifizieren konnte, hat dann auch gar nicht mehr gestört. Im Gegenteil, alles, was sie erlebt, ist mit einer gewissen Distanz viel besser zu ertragen.

Fazit:
Dieser Thriller beginnt recht gemächlich, dreht dann aber richtig auf und beschert der Leserschaft ein paar spannende Lesestunden. Wer sich einfach nur locker unterhalten lassen möchte, ist damit gut bedient.

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Ein solides Werk

Kuckuckskinder von Camilla Läckberg

Ein solides Werk

Inhalt:
Der berühmte Fotograf Rolf Stenklo wird in einer Galerie ermordet, wo er gerade die wichtigste Ausstellung seines Lebens vorbereitet. Patrick Hedström und sein Team kommen nur schleppend voran, denn anscheinend war Rolf bei allen beliebt.

Derweil beginnt Erica Falck mit den Recherchen zu ihrem neuen Buch.

Es soll von der Ermordung der Transfrau Lola und ihrer sechsjährigen Tochter Pytte im Jahr 1980 handeln. Die Tat wurde niemals aufgeklärt.

Meine Meinung:
Vier Jahre mussten die Fans, zu denen ich auch mich zähle, warten, bis nun endlich diese Reihe fortgesetzt wurde. Es ist der 11. Band, aber man kann ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Das bisherige Privatleben spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Ganz nach ihrem üblichen Schema baut Camilla Läckberg auch diesen Kriminalroman auf. Patrick und Erica ermitteln bzw. recherchieren zu zwei verschiedenen Fällen, die sich am Ende aber als stark zusammenhängend erweisen.

Dabei wirft die Autorin der Leserschaft immer nur kleine Häppchen hin, bevor wieder die Perspektive gewechselt wird und es an anderer Stelle weitergeht. So wird Spannung erzeugt und Atmosphäre aufgebaut.

Das Buch ist solide ausgearbeitet, aber nicht ganz so spannend (vom Schluss abgesehen) wie manch anderes Werk der Autorin. Auch den Titel finde ich etwas unglücklich gewählt.

Jetzt bin ich gespannt, ob wir wieder so lange auf eine Fortsetzung warten müssen. Ich hoffe es nicht! Denn es ist immer wieder ein Vergnügen, mit Erica und Patrick auf Mördersuche zu gehen.

Die Reihe:
1. Die Eisprinzessin schläft
2. Der Prediger von Fjällbacka
3. Die Töchter der Kälte
4 .Die Totgesagten
5. Engel aus Eis
6. Meerjungfrau
7. Der Leuchtturmwärter
8. Die Engelmacherin
9. Die Schneelöwin
10. Die Eishexe
11. Kuckuckskinder

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Keine abgeschlossene Handlung :(

Der Strand: Vermisst von Karen Sander

Keine abgeschlossene Handlung :(

Inhalt:
Die neunzehnjährige gehörlose Lilli Sternberg wird vermisst. Sie war am Strand mit ihrer Freundin Fabienne verabredet, ist dort aber nie angekommen. Der einzige Hinweis ist eine WhatsApp-Nachricht von Lillis Handy an Fabienne mit einer codierten Nachricht.

Deshalb zieht der Ermittler Tom Engelhardt die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA hinzu.

Meine Meinung:
Die Story ist an und für sich recht fesselnd. Es gibt eher spannende Szenen, dann aber auch wieder gefühlvolle. Das Verhältnis von Polizeiarbeit und Privatleben ist dabei ganz nach meinem Geschmack, nämlich mehr in Richtung Polizeiarbeit.

Diese wirkt zuweilen zwar nicht besonders professionell, aber im Großen und Ganzen ist das in Ordnung. Auch Polizisten sind nur Menschen und agieren nicht immer perfekt.

Der Kriminalfall ist komplex bzw. es gibt mehrere Verbrechen, von denen aber nicht alle aufgeklärt werden. Wer wissen will, wo Lilli abgeblieben ist und wer für ihr Verschwinden verantwortlich ist, kann sich das Lesen sparen. Das wird nämlich in diesem Auftaktband der Trilogie nicht aufgeklärt.

Und das ist dann auch der Grund für meine recht schlechte Bewertung, obwohl mir das Buch ganz gut gefallen hat. Es wird vom Verlag und vom Buchhandel nicht klar kommuniziert, dass es sich nicht um einen eigenständigen Thriller handelt, sondern die Aufklärung wohl erst im 3. Band stattfinden wird. So wird das Buch sogar als „Band 1 der drei in sich abgeschlossene Thriller“ beworben. Da fühle ich mich einfach veräppelt und habe auch keine Lust, die Reihe weiter zu verfolgen.

Ein kleiner Trost: Band 2 wird bereits im März 2023 und Band 3 im Juni 2023 erscheinen. Die geneigte Leserschaft tut vielleicht gut daran, bis dahin zu warten und dann die komplette Trilogie hintereinander weg zu lesen.

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Nicht schlecht, aber ...

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

Nicht schlecht, aber …

Inhalt:
Silvester 2018. Die Freundinnen Nina, Lollo und Malena treffen sich mit ihren Familien im Haus von Lollo, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Unterdessen veranstalten die siebzehnjährigen Töchter von Nina und Lollo in Ninas Haus ihre eigene Party. Am nächsten Tag ist Jennifer, Lollos Tochter, spurlos verschwunden.

Meine Meinung:
Mich konnte dieser Roman leider nicht so begeistern wie viele andere. Zwar musste ich mich nicht zum Weiterlesen zwingen, aber wirklich gefesselt war ich nicht.

Was sich nach der Inhaltsbeschreibung nach Krimi oder Thriller anhört, ist eher ein Familiendrama. Dafür war es mir dann aber nicht tiefgründig genug, sondern zielte eher auf Spannung ab, die jedoch nicht da war. Es werden im Verlauf des Buches einige Geheimnisse gelüftet, der Großteil davon allerdings erst im letzten Viertel. Davor dümpelt die Handlung ein wenig vor sich hin. Leider war mein Interesse dann schon ziemlich erloschen, als es dann endlich richtig losging mit der Spannung.

Sehr gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen. Es wird aus der Sicht von Nina, Ninas Ehemann Fredrik und Lollo erzählt. Die Kapitel sind dabei klar zugeordnet.

In den ersten drei Vierteln des Buches gingen mir aber alle drei Protas ziemlich auf die Nerven. Sie wirken zum Teil oberflächlich, egoistisch und jämmerlich. Ständig geht es um „Ach, hätte ich nur …“ , „Was soll ich nur …“, „Ich tue mir ja so leid …“ Das hat mich einfach nicht gereizt. Und da konnte auch das wirklich sehr gut gelungene letzte Viertel das Ruder nicht mehr herumreißen.

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