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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

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Perfider Mordfall an Eliteschule

A Lesson in Murder von Celine Leonora

Dieser Jugendthriller konnte mich positiv überraschen. Die Protagonistin Astoria bringt neben ihrer Cleverness eine angenehme Reife mit sich. Diese Stärken kommen ihr zugute, als sie plötzlich für den Mord an einer Schülerin beschuldigt wird, welchen sie nicht begangen hat. Irgendwer hat ihr da was untergeschoben, nur warum? Gemeinsam mit zwei Mitschülern bildet sich allmählich ein Ermittlertrio, mit welchem ich so zunächst nicht gerechnet hätte.

Dass ihre Gefühle zwischen all der Aufregung Achterbahn fahren und sie plötzlich zwei potentielle Love Interests hat passt perfekt zum Setting.
Spannend fand ich auch die Aufteilung dieser Eliteschule: Wer das Glück, Geld oder die Beziehungen hat, auf die St. Moriarty gehen zu können, wird schwerpunktmäßg in den Häusern Moriarty (Kriminologie und Recht), Holmes (Politik) oder Watson (Naturwissenschaften) unterrichtet. Dadurch können die Jugendlichen sich manchmal durch ihr spezielles Wissen ergänzen.
Das Buch lädt alle zum Miträtseln ein, die Spaß daran haben, sich selbst Gedanken zum Fall zu machen. Der Romance-Part schmiegt sich geschickt in die Handlung, ohne zuviel Raum einzunehmen. Und der Fall selbst ist ebenfalls gelungen. Von mir wohlverdiente 4,5/5 Sterne.

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Perfider Mordfall an Eliteschule
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Kindisch, zäh und unlogisch

The Baby Dragon Café von A. T. Qureshi

Bei diesem Buch kann ich die positiven Bewertungen nicht nachvollziehen. Wo fange ich an?
Im Grunde genommen liest sich das Buch wie der Traum eines kleinen Kindes ohne Lebenserfahrung, das sich die Erwachsenenwelt vorstellt und dabei viele Punkte schlichtweg nicht beachtet sowie vieles unangenehm romantisiert darstellt.

Ich fange mal bei Protagonistin Saphira an, die sich den Traum eines Drachenbaby-Cafés erfüllt hat. Also ein Café, in welches Drachenbesitzer ihre Drachen-Babies im Hundegröße mitbringen können. Ja, auch Baby-Drachen speien Feuer, oftmals unkontrolliert. Zudem tollen sie gern wild herum. Doch anstatt das Café auch nur ansatzweise drachenkompatibel zu gestalten mit feuerfester und robuster Einrichtung geht ihre fragile Inneneinrichtung regelmäßig zu Bruch oder in Flammen auf, was weder die Versicherung noch die Drachenbesitzer zahlen. Muss ich dazu was sagen?
Dann verhält sich Saphira den kleinen Drachen gegenüber so, wie kleine Kinder mit ihrem Plüschhund umgehen: Als würden die Drachen jedes Wort verstehen, werden diese Tiere komplett vermenschlicht. Da schauen Drachen plötzlich mit menschlichem Gesichtsausdruck in der Schnauze (also sowas wie schmollend etc.) und hören von ihr Kommentare wie brav oder böse. (Ja, man kann beim Lesen die Augen verdrehen).
Und als wenn das nicht genug wäre, schreibt ihr die Autorin einen Love Interest namens Aiden an die Seite, der allein scheinbar nicht sozialfähig wäre. Anstatt sich um seinen kleinen Drachen Sparky zu kümmern stellt er sich so dämlich dabei an, dass Saphira dessen Erziehung mit Freude übernimmt (schon hat er eine Aufgabe weniger am Hals, ich sag nur: Strategische Inkompetenz). Und besonders gruselig war eine Szene noch während der Vor-Dating-Phase, in der Aiden allen Ernstes eifersüchtige Besitzansprüche gegenüber Saphira stellt, als diese sich mit einem langjährigen Freund unterhält. Als Saphira dieses toxische Verhalten als romantischen Liebesbeweis wertete, wurde mit richtiggehend übel.
Diese Kinderlogik samt Romantisieren falschen Verhaltens zieht sich dann durch den gesamten Roman, der stellenweise sehr zäh voranschreitet. Entsprechend entäuscht bin ich von dem Buch und kann nur 1,5/5 Sterne vergeben.

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Kindisch, zäh und unlogisch
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Der Abschlussband hat es nochmal so richtig in sich

Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung von J. J. Arcanjo

Das letzte Schuljahr in Crookhaven bricht an für Gabriel und seine Bande. Die Schule der Meisterdiebe fordert die Jugendlichen nicht nur mit neuem Unterricht und Wettbewerben heraus, sondern mit DER Prüfung überhaupt: Einen Einbruch in Crookhaven selbst. Etwas, was nebst Gabriels Eltern bisher nur einer Person gelungen ist.

Ein großes Thema ist zudem, endlich Gabriels Eltern hinter Gitter zu bringen. Die Anführer der Namenlosen haben es weiterhin auf Gabriels Zieh-Oma und dessen Gefährten abgesehen, die offiziell tot, in Wirklichkeit jedoch gut versteckt sind. Auch so ein Geheimnis, welches Gabriel mit sich herumträgt. Doch Gabriels Eltern sind ihnen leider dicht auf der Spur, was Gabriel die Konzentration auf das Schuljahr erheblich erschwert. Jetzt liegt es an seinen Freunden, auch mal für Gabriel da zu sein und alle Anforderungen gemeinsam zu schaffen.
Der Spannungslevel ist auf allen Ebenen hoch: Unterricht, Sorgen, Freundschaft, Familie, Prüfungsplanung sowie die Überlegung, Gabriels Eltern auszutricksen. Der Autor hat diesmal erneut tief in die Trickkiste gegriffen und bietet einiges an Überraschungen. Und obwohl die Bande im fünften Schuljahr und somit älter geworden ist, ist das Buch weiterhin sehr gut für Kinder ab 10 Jahre lesbar.
Wer die ersten vier Bände bereits geliebt hat wird das Finale feiern. Allen anderen kann ich die Reihe um Gabriel und seine Bande uneingeschränkt ans Herz legen.

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Unterhaltsamer Jugendthriller mit mehreren Perspektiven

Beth is dead von Katie Bernet

Ich gebe zu, bei diesem Buch hat mich nicht nur die Beschreibung angezogen, sondern auch die Optik: Ein Thriller mit Todesfall, der in knallpink gestaltet ist mit Elementen, die an einen Regency-Roman erinnern!? Wobei sich Letzteres durch die Anlehnung an den Roman Little Women ziemlich schnell erklärte.

Trotzdem: Meine Neugier war entfacht und nach einem ersten Anlesen lief mein Sherlock-Modus auf Hochtouren.
Worum es geht sagt bereits der Titel: Beth ist tot. Beth ist eine von vier Schwestern, über die deren Vater einen Roman geschrieben hat, in welchem er ihr Leben detailliert offenlegt. Leider mit Klarnamen, ohne sie vorher gefragt zu haben, wodurch sie zu unerwünschtem Ruhm gelangten, der seine eigene Dynamik entwickelte. Und das Internet kann grausam sein. Jedenfalls wird Beth nach einer Silvesternacht tot im Park aufgefunden. Die sich widersprechenden Aussagen der Schwestern, die in ihren jeweiligen Kapiteln ihre eigene Perspektive darstellen, lassen bei jeder einzelnen ein mögliches Motiv erkennen. Doch auch Beth kommt zu Wort, da einige Kapitel in der Vergangenheit spielen. Auf diese Weise kommen mit der Zeit weitere Verdächtige hinzu, bis zum Schluss das Gesamtbild sichtbar wird.
So unterschiedlich die Charaktere der Schwestern sind, sind auch die möglichen Motive, welche sich im Laufe des Romans ergeben. Thematisiert werden zudem einige Fehlverhalten verschiedener Männer den Schwestern gegenüber, wodurch das Buch auch auf anderer Ebene eine gewisse Relevanz erhält. In Kombination mit weiteren Coming-of-Age Themen verschiebt sich die Zielgruppe des Romans dadurch m. E. stark Richtung Jugendliche und junge Erwachsene. Ebenso erfährt der Spannungsbogen durch die vielen Perspektiven und Rückblicke einige Hänger, ohne das Buch wirklich langweilig zu machen. In meinen Augen ein unterhaltsamer Jugend-Thriller, dessen Richtungsverlauf zu Beginn nicht erkennbar ist.

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Emotionsgeladene Botanical Horror-Romance

Hazelthorn von CG Drews

Ihr wollt mal was anderes lesen? Ein Buch mit regelrechter Sogwirkung? Mit mysteriösen Charakteren, einem geheimnisvollen Anwesen voller verwilderter Pflanzen und einem Hauch Boys-Love? Ein Buch, das euch emotional auf mehreren Ebenen mitreißt wie ein nicht zu stoppender Erdrutsch? Dann herzlich willkommen auf Hazelthorn Manor.

In diesem Anwesen ist Evander eingesperrt, solange er denken kann. Unter Drogen gesetzt vom Hausdiener, hat er nur gelegentlichen Kontakt zu seinem Vormund, dem alten Byron. In seinen Träumen trifft er sich mit Laurie, Byrons Enkel, zu dem er sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt. Und noch andere Fantasien begleiten Evander, die er nicht zu deuten weiß.
Dynamik kommt ins Spiel, als Evander plötzlich sein Zimmer verlassen kann. Von hier an nimmt die Handlung gewaltig an Fahrt auf: Verschiedene Personen kreuzen sein Leben, seine Fantasien verändern sich und er nimmt Kontakt zu Laurie auf. Alles Situationen, mit welchen Evander erstmal emotional zurechtkommen muss. Doch das gewaltige Geheimnis des Anwesens Hazelthorn, welches sich im Laufe des Romans offenbart, ist nichts, womit Evander je gerechnet hat. Und der Weg dahin, jedes weitere freigelegte Detail, ist so genial geschrieben und mit latentem Grauen durchsetzt, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Das Buch punktet defintiv auf mehreren Ebenen. Allein Evander als Perspektive ist aussergewöhnlich, da seine Sicht der Dinge komplett anders ist als gewohnt. Seine Wahrnehmung und seine Versuche, die Wahrheit herauszufinden, schlagen ungewohnte Pfade ein, landen in Sackgassen und schlagen sich durch Dornenranken, wenn es sein muss. Ebenfalls ist seine Beziehung zu Laurie schwer zu beschreiben, so eine Mischung aus Anziehung und überbordender Gewaltfantasie. Macht euch selbst ein Bild, zum Schluss ergibt alles einen Sinn, doch der Weg dahin ist nervenzerreißend.

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Emotionsgeladene Botanical Horror-Romance
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Schräge Geisterjagd mit Frenemy und Bad-Boy

The Girls Ghostbusting Agency – Kooky Spooky Love von Josie Silver

Diesmal hält ein Schloss mit von den Menschen arg angenervten Geistern Melody Bittersweet ebenso auf Trab wie Frenemy Leo (ihr Ex) sowie der hotte Pseudo-Bad Guy und Journalist Fletch.
Der Auftrag: Die neuen Besitzer eines alten Schlosses wollen dies kommerziell nutzen. Dafür sollen bitte die darin spukenden Geister schnellstmöglich vertrieben werden, Geld spielt keine Rolle.

Bereits im ersten Band hat mir die Dynamik innerhalb der Girls Ghostbusting Agency sehr gefallen, diesmal können Melody, Marina und Azubi Art samt vierbeinigem Sidekick Lestat nochmal so richtig auftrumpfen. Natürlich will auch Melodys Ex-Freund Leo sich den Auftrag nicht entgehen lassen, der gemeinsam mit seinen dreisten Assistentinnen nicht unbedingt alles einfacher macht. Und was wäre die Story ohne Reporter Fletch, der diese ganze Geistergeschichte für ausgemachten Schwindel hält und trotzdem weiterhin versucht, bei Mel zu landen?
Die Geister und ihr Schicksal gestalten sich als ziemlich tricky Fall, da sie zu einer früheren Artistengruppe gehören, welche in dem Schloss Station gemacht hat. Warum sie dort als Geister festsitzen und wie sich das Ganze lösen lässt sorgt für interessante Spannung sowie einige Reibereien zwischen Mel und Leo. Doch auch Leo und Fletch konnten diesmal für so einige Überraschungen sorgen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Band 2 toppt den ersten Band definitiv, dass es diesmal sofort mit dem Auftrag im Schloss losgeht. Und es bleibt bis zum Schluss unterhaltsam.

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Überzeugende Wohlfühl-Fantasy

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Das Königshaus von Daxaria bekommt einen neuen Koch. Was niemand weiß (und zunächst auch niemand wissen soll, wenn es nach ihm geht): Koch Finlay ist eine Haushexe. Dafür fällt er sofort durch diverse Umstrukturierungen in der Hofküche negativ auf. Und eckt bei einigen Leuten gewaltig an. Nicht nur der Hofmagier versucht, ihm auf die Schliche zu kommen.

Auch andere Leute zeigen Interesse an ihm, aus verschiedensten Gründen.
Das Buch geht gemütlich los mit Finlays Einzug in die Hofküche. Seine Fähigkeiten sowie Hintergründe sind zunächst unklar. Zwar versucht er, sein Geheimnis auf etwas unwirsche Weise zu verbergen, doch wird beim Lesen schnell klar, dass er einen großen Gerechtigkeitssinn hat und sich für andere einsetzt.
Mit der Zeit kristallisieren sich neue Freundschaften heraus, sowohl Fin als auch die Leute in seiner Umgebung machen einige Charakterentwicklungen durch.
Pep bekommt die cozy Fantasy durch verschiedene Zwistigkeiten, magische Hintergründe zu Hexen und Magiern, politische Intrigen sowie eine sich anbahnende Romanze. Nicht zu vergessen Kater Kraken, der ebenfalls seine Sichtweise beizutragen hat. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, da nicht nur Fin so manches Mal der Schalk im Nacken sitzt. Ebenso wurden ein paar Gesellschaftsthemen gekonnt in die Handlung eingewoben.
So gemütlich, wie das Cover gestaltet ist, habe ich mich auch beim Lesen des Romans gefühlt. Cozy bedeutet hier keineswegs Langeweile, denn die Autorin hat es geschafft, dass immer etwas geschieht oder besprochen wird, was die Handlung voranbringt. Das Buch ist definitiv eine Reise nach Daxaria wert!

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Grandioses Finale voller Gefahren, Lügen und anderer Geheimnisse

Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen von Theresa Bell

Im letzten Band der Trilogie um Sepia und ihre Tintenmagie steht nicht weniger als das Schicksal Flohalls auf dem Spiel. Die laut der Legende einst von der mutigen Flo gegründete Stadt droht, von einem alles verschlingenden Nebel regelrecht verspeist zu werden. Einige Gebäude sind bereits verschwunden.

Natürlich versuchen die Alchemisten der Stadt, wie Sepias Meister Silbersilbe, dem Nebel auf magische Weise Einhalt zu gebieten. Hierfür erhoffen sie sich die Hilfe von einer ganz besonderen Person. Doch Sepia und ihre Freunde wollen das Problem lieber auf ihre Weise lösen. Und geraten diesmal in ein Abenteuer, welches für so manche Überraschungen und Gefahren sorgt. Drachen inklusive.
Der dritte Band ist ein wahres Feuerwerk an fantastischen Ideen und Überraschungen. Neben der Handlung wird auch die Legende um Flo und ihrem Sieg über den Tintendrachen erzählt, bevor diese später eine wichtige Rolle einnimmt. Durch verschiedene Gefahren steigt die Spannung immer mehr, bis es zu einer Art finalem Kampf kommt. Auch im Anschluss wird die Leserschaft nicht allein gelassen, sämtliche losen Enden werden zu einem gemeinsamen Band verknüpft.
Besonders hervorgehoben wird auch diesmal wieder der Zusammenhalt der drei Freunde Sepia, Niki und Sanzio, deren Charaktere und Fähigkeiten sich gekonnt ergänzen. Ein gewisser Sidekick hat bei mir zudem für einige Schmunzler gesorgt. Das Geheimnis um die Tintenmagie und Sepias besondere Fähigkeiten wird recht eindrucksvoll gelöst. Ebenfalls kommen mehrere Charaktere der ersten beiden Bände wieder vor.
Ein gelungener Abschluss einer fantastischen Trilogie für alle, die auf magische Abenteuer stehen.

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Fantastische gezeichnete, zeitlose Sozialkritik mit hohem Unterhaltungswert

Die Verwandlungen der Füchsin von Yangzhi

Lange hat mich ein Webtoon (bzw. Manhua) nicht mehr so bewegt wie Die Verwandlungen der Füchsin. Die Künstlerin hat ein unglaubliches Talent, gesellschaftliche Beobachtungen und Interpretationen in ihren Zeichnungen wiederzugeben und deren Atmosphäre farblich zu unterstreichen (das Buch ist komplett durchcoloriert!).

Inhaltlich geht es um zwei Füchsinnen, die als Fuchsgeister versuchen, durch Herzensgedanken der Menschen genügend Magie anzusammeln, bis sie zum neunschwänzigen Fuchsgeist aufgestiegen sind. Dabei wählt die ältere Füchsin den altbewährten Weg, welcher ihr damals beigebracht wurde, indem sie versucht, Männern als dienende Frau deren Wünsche zu erfüllen. Der jüngeren Füchsin widerstrebt diese Art der Selbstverleugnung und sie wählt einen anderen Weg.
Aufgebaut ist das Buch als ineinander übergehende Episoden und behandelt viele gesellschaftliche und soziale Themen. Die Füchsinnen erscheinen hierbei mal als mehr oder minder anthropomorphe Füchse oder als Menschen, sammeln Erfahrungen und tauschen ihre Gedanken aus. Es gibt ernste Themen, kritische Sichtweisen sowie humorvolle Details, optisch wunderschön gezeichnet und stimmungsvoll coloriert. Zwar spielt das Ganze in früheren Zeiten und beinhaltet einige Traditionen, die Themen selbst können jedoch als zeitlos und auch auf die Gegenwart anwendbar interpretiert werden. Als Beispiel wären da z. B. Themen zu nennen wie, inwiefern man sich selbst aufgeben soll/darf, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Oder wie Frau und Mann in der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Empfehlen kann ich das Buch Jugendlichen und Erwachsenen, die Interesse haben, einen wunderschön gezeichneten Webtoon/Manhua mit sowohl Humor als auch ernsten Anklängen zu lesen.

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Fantastische gezeichnete, zeitlose Sozialkritik mit hohem Unterhaltungswert
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Magie im heutigen Edinburgh

Die Hexe vom Distelschloss 1 von John Tarachine

Dies ist einer der Mangas, bei denen mich Cover/Zeichenstil sowie die Beschreibung neugierig auf mehr gemacht haben. Das Format der Printausgabe entspricht denen der Print-Webtoons, der Manga ist nur nicht durchcoloriert. Ansonsten setzt sich der Stil des Covers im Inneren fort mit klaren Linien, ausreichend Details und hier und da angenehm erwachsen mit ein paar Andeutungen expliziter Natur.

Die Story beginnt im heutigen Edinburgh, wo die ziemlich begabte Hexe Mary Blackwood von der Kirche den 13-jährigen Theo als Lehrling aufgenötigt bekommt. So unkonventionell Mary ist, so sozial unerfahren ist Theo. Gemein haben sie die Fähigkeit, Naturgeister wahrzunehmen, die ihnen zu magischen Fähigkeiten verhelfen können. Das Magiesystem ist schnell und verständlich erklärt und die fünf wichtigsten Naturgeister, die hier vorkommen, sind in den Buchdeckeln abgebildet.
Der Einstieg ist zunächst eher episodenhaft aufgebaut, um in die Story reinzufinden. Anschließend geht es auch schon mit einem größeren Thema weiter, welches sich in den Folgeband ziehen wird. Hierbei wird auch eine berühmte historische Person geschickt in die Welt der Magie mit eingebaut und es kommen weitere magisch Begabte mit etwas anderen Ansichten und Zielen vor.
Der erste Band schafft es recht schnell, das grundlegende Magieprinzip verständlich zu erklären und schafft die Grundlage für eine größere Handlung. Mary und Theo sind als Charaktere ziemlich gut gelungen, insbesondere Mary ist erfrischend eigenwillig und nicht unterzukriegen. Mich hat Band 1 inhaltlich sowie optisch gut unterhalten, den Folgeband werde ich ebenfalls lesen.

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Magie im heutigen Edinburgh