Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Freundschaft, Zusammenhalt und kriminalistische Raffinesse

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Die Rätsel meines Großvaters ist der zweite Band der Trilogie, welche mit Die Bibliothek meines Großvaters begann. Nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ist das Buch wieder sehr gelungen. Kaede und ihre beiden Freunde sind ein aussergewöhnliches Trio, das stets zusammenhält, wenn es darauf ankommt.

Aufgebaut ist das Buch wieder in lockeren Episoden, die sich in das Leben der Protagonisten einfügen, wobei jede Episode für ein Rätsel steht, welches sie lösen wollen oder sie sogar selbst betrifft. Ebenso gibt es wiederholt Anspielungen auf klassische Kriminalromane oder -motive, zumal Kaedes Großvater eine beachtliche Sammlung früherer Krimis besitzt. Die Treffen mit Kaedes Großvater, der vielen aus früheren Zeiten als Fensterputz-sensei bekannt ist, sind jedesmal spannend zu verfolgen, da sie wie ein kleines Ritual ablaufen. Obwohl er durch seine besondere Form der Demenz bisweilen Halluzinationen hat, welche ihm meist bewusst sind, ist sein Verstand messerscharf, wenn es um das Lösen von Rätseln geht.
Ergänzend kommen diesmal zwei weitere Charaktere hinzu, welche wiederholt eine Rolle im Leben der Freunde spielen. Und Kaede und ihre Freunde geraten auch diesmal wieder in tödliche Gefahr.
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Feelgood-Roman, freundschaftlichem Zusammenhalt und zu lösenden Rätseln, Überraschungen inklusive. Von mir volle Punktzahl und ich freue mich bereits auf Band 3.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Freundschaft, Zusammenhalt und kriminalistische Raffinesse
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Back to the nordic roots

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick von Bente van der Meer

Die Münchener High Snobiety kehrt Isabell Duval den Rücken zu, als ihr Mann wegen Finanzbetrugs verhaftet wird. Mit ihren erwachsenen Kindern reist sie zu ihrer Schwester Stine nach Ostfriesland, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Aus Gründen. Die eingefrorenen Familien-Konten machen die Fahrt für die verwöhnte Familie zur Herausforderung.

Und das Leben in dem kleinen ostfriesischen Örtchen Deerhusen kann ihrem bisherigen Luxus-Standard zwar nicht das Wasser reichen, bietet dafür andere Vorzüge, welche Isabell zunächst nicht wahrhaben will.
Das Autorinnen-Duo hat jedem der beteiligten Hauptcharaktere eine Stimme gegeben, vom inhaftierten Vater einmal abgesehen. Also sowohl Stine und Isabell wie auch deren Kinder Clara und Lucas haben eigene Kapitel mit Ich-Perspektive. Mit dem Anfang haderte ich leider etwas. Stines Versuch, das ostfriesische Dorfleben zu beschreiben und ein paar typisch nordische Begriffe zu erklären, wirkten mir zu gezwungen, zumal im Verlauf des Romans auf weitere nordische Eigenarten verzichtet wurde. Isabells Verleugnung ihrer nordischen Wurzeln, zu denen sie notgedrungen zurückkehrt, bestand u.a. darin so zu tun, als sei ihre Heimat irgendeine zu vermeidende Scheußlichkeit auf der Landkarte. Die Tochter wird zunächst als unselbstständiges Blödchen dargestellt das nur davon träumt, von Social Media Content zu leben. Und der Sohn bekommt als ausgebildeter Anwalt zunächst die Rolle des Mansplainers zugeschrieben. Mit Geld haushalten können sie hingegen alle nicht.
Mit der Zeit hat sich der Roman zum Glück angenehm eingegroovt und bis auf Isabell und ihren Gatten mochte ich die anderen Charaktere auf ihre Art ganz gern. Clara und Lucas bekommt der Bezug zur Realität tatsächlich ganz gut, wenn auch beide in ihrem jeweils eigenen Tempo sich mit ihrem neuen Leben arrangieren. Isabell hat es leider bis zum Schluss nicht geschafft, bei mir zu punkten, da ich Menschen einfach nicht mag, die ihre Unzulänglichkeiten auf andere projizieren. Gut dargestellt war sie hingegen trotzdem.
Bis auf den für meinen Geschmack etwas holprigen Start hat sich das Buch als unterhaltsamer Roman mit dörflichem Charme und Zusammenhalt entwickelt. Vielleicht hat auch ein gewisses Schaf ein wenig hierzu beigetragen. Die Perspektivenwechsel sind eine sehr gute Entscheidung gewesen, so fällt es leicht, die Charaktere und jeweiligen Entscheidungen und Entwicklungen mitzuverfolgen. Ein Besuch in Deerhusen lohnt sich!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Back to the nordic roots
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Bewegendes Zeitreise-Abenteuer im früheren Korea mit leichten K-Drama-Touch

Prinzessin der tausend Diebe - Chosen von Thea Hong

Der zweite Teil der Dilogie setzt kurz nach dem ersten an, jedoch mit einer überraschenden Wendung gleich zu Beginn: Die Welt droht unterzugehen! Mächtige Monster, denen kein Militär der Welt etwas entgegenzusetzen hat, haben bereits für unzählige Opfer gesorgt. Jia Hong, die den Platz ihrer Schwester Sora als Oberhaupt des Hong-Clans eingenommen hat, sieht nur eine Möglichkeit: In die Vergangenheit reisen und den koreanischen Künstler der Gemälde töten, aus denen diese monströsen Ungetüme entsprungen sind.

Was für ein Abenteuer! Jia landet als Mann verkleidet in der früheren Joseon-Ära, wo sie sich als Jian in die einstige Künstlerakademie des früheren Seoul einschleichen will. Neben der Suche nach Maler Sin Yun Bok gerät sie an den Kronprinzen, der in Verdacht steht, einen Anschlag auf seinen Bruder, den Kaiser zu planen. Mit ihrem Wissen um die damalige Zeit, der Mythologie sowie ihren magischen Fähigkeiten ist Jia(n) zwar den anderen in manchen Dingen um einiges voraus, dennoch hat sie nicht mit der Version des Sin Yon Bok gerechnet, dem sie begegnet: Ein hilfsbereiter und sympathischer junger Quatschkopf, der aus irgendwelchen Gründen gar nicht mehr malen will. Was Jias Pläne vor neue Herausforderungen stellt.
Das Buch liest sich wie ein gelungenes K-Drama mit historisch-fantastischem Setting und punktet auf mehreren Ebenen. Es gibt viele interessante Details aus der damaligen Zeit, politische Intrigen, Mythologie, Kämpfe, Spannung und Herzschmerz. Auch die Charaktere und deren Interaktionen sind sehr gelungen, insbesondere Jia ist hier zielstrebig und mutig und zugleich eine junge Frau mit Träumen und Wünschen. Mir hat das Buch richtig viel Spaß gemacht, nicht zuletzt auch, weil ich das Setting so faszinierend fand und ich mitgerätselt habe, was es mit diesen Monstern überhaupt auf sich haben könnte. Mit der Auflösung hierzu konnte mich die Autorin nochmal vollends überraschen. Zudem schafft sie es, gekonnt einen Bogen zum ersten Band zu schlagen, so dass beide Bände als gemeinsames Ganzes wirken. Und das Ende nach dem emotionalen Auf und Ab, hachja, wie in einem richtigen K-Drama, erst bitter, dann süß.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Bewegendes Zeitreise-Abenteuer im früheren Korea mit leichten K-Drama-Touch
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Drei Freunde im Kampf gegen die Pläne der Götter

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2) von Saskia Louis

Wer so richtig Lust auf auf Fantasy hat, in der drei Freunde ihren Gottheiten die Stirn bieten, um für die Selbstbestimmung aller Menschen zu kämpfen; denen Freundschaft und Vertrauen ebenso wichtig sind wie prickelnde SlowBurn-Romance; und die statt Stereotypen lieber von Charakteren auf gemeinsamer Augenhöhe lesen, die sich ihre Meinung sowie andere Neckereien an den Kopf werfen: für all diejenigen unter euch ist die Fate-Dilogie genau richtig!
Dieser zweite Teil schließt direkt an den ersten Band (How to Fight Fate) an, wobei es vorweg eine aufschlussreiche Szene aus der Vergangenheit der Freunde Nevin und Tyron gibt.

Gemeinsam kommen sie Schritt für Schritt dem Geheimnis um die Schicksalsfäden immer näher, sehr zum Missfallen des göttlichen Liebespaares Moyra und Pazan, die daraufhin die Jagd auf die drei Schicksalsbrecher verstärken.
Es gibt so viele Punkte, die mir an Band 2 richtig gut gefallen haben. Die Dynamik zwischen den Dreien ist richtig gut und hierbei wird die freundschaftliche Liebe ebenso hoch bewertet wie die romantische Liebe. Alle drei Gottheiten tragen diesmal auf ihre Weise zur Handlung bei und Kiana erhält bei allen die Chance, Details aus deren Vergangenheit zu sehen, um das Puzzle Stück für Stück zu einer verhängnisvollen Wahrheit zusammen zu setzen. Es gibt einige wirklich sehr gelungene Überraschungen, u. a. auch die drei Freunde betreffend. Und das Spannungslevel ist mindestens ebenso hoch wie der Spaß, wenn Kiana, Nevin und Tyron sich ihre Neckereien an den Kopf werfen.
Ein episches und rasantes Finale einer Dilogie, die emotional einfach mitreisst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Drei Freunde im Kampf gegen die Pläne der Götter
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Die Kaiserin aus dem Reisfeld

The Poet Empress von Shen Tao

Würde mich jemand fragen, was mir an The Poet Empress nicht gefallen hat: Mir fiele nichts ein. Das Buch hat mich emotional und stilistisch dermaßen mitgerissen, sowas erlebe ich selten. An einer Stelle kamen mir sogar die Tränen, so schockiert war ich in dem Moment von der Tat einer Person. Und die Aufmachung des Hardcovers (Erstauflage) mit dem faszinierenden Cover, dazu passendem Buchschnitt und dem Leseband machen das Buch zu einem richtigen Schmuckstück.

Der Aufhänger des Buches ist schnell erklärt: Für den zweitgeborenen kaiserlichen Prinzen werden Konkubinen gesucht, da er von seinem Vater als Nachfolger favorisiert wird. Prinz Terren gilt als grausam und gewalttätig, dennoch kämpft sich Yin Wei in die Gruppe der Anwärterinnen in der Hoffnung, aus dem Palast heraus ihrem Heimatdorf finanziell sowie mit Nahrungsmitteln helfen zu können. In den Augen der wohlhabenden Mädchen ist Yin Wei als Tochter ärmlicher Reisbauern das perfekte Mobbingopfer, doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was sie ab dem Zeitpunkt der Auswahlzeremonie erwartet.
In diesem Buch wird nichts romantisch verklärt. Terren ist wirklich grausam, und das wird beim Lesen in mehrfacher Hinsicht deutlich. Und gleichzeitig liefert die Autorin uns ein ganz anderes Bild: das des jüngeren Prinzen, sensibel und einfühlsam. Gemeinsam mit Yin Wei erlebt man nicht nur ihren Alltag im Palast, der ihr so manches Mal sehr viel abverlangt, sondern begibt sich auf die Suche nach den Hintergründen zu Prinz Terrens Verhalten.
Das Buch ist wirklich emotional sehr bewegend. Dabei machen die Palastintrigen nur einen Teil davon aus, hauptsächlich sind es die Szenen mit Prinz Terren in der Gegenwart oder die Szenen aus der Vergangenheit des Prinzen, welche Yin Wei aus Quellen verschiedenster Art erzählt bekommt. Ein wenig Magie kommt ebenfalls ins Spiel: die männlichen Nachkommen der Kaiserfamilie erben jeder eine Art von Magie, welche sich in ihrer Kindheit manifestiert. Ebenso können Segenssprüche Magisches bewirken, was sich Yin Wei für ihre Ziele zunutze machen will.
Schritt für Schritt tastet man sich in dem Buch bis zur erschütternden Wahrheit voran, während die Gegenwart nicht minder aufreibend ist. Ein absolut packender Roman vollgepackt mit tragischen Geheimnissen, Intrigen, Lügen, Verrat und einer wirklich mutigen Protagonistin, die für sich und ihresgleichen kämpft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Die Kaiserin aus dem Reisfeld
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Kreative, aber tödliche Prüfungen

The Ordeals von Rachel Greenlaw

Um den Blutsbund zu brechen, der Sophia magisch an den Sammler bindet, sieht sie nur einen Ausweg: In die Killmarth-Akademie gelangen und dort die magischen Prüfungen bestehen. Auch wenn ihre eigenen magischen Fähigkeiten als Illusionistin bisher primär für Diebstähle und ähnliche Aufträge des Sammlers genutzt wurden.

Die als Ordeals bezeichneten Prüfungen gestalten sich als tödlich und nur die Sieger werden fortan für die Dienste an der Krone ausgebildet. Die Rivalität ist entsprechend hoch, so dass sie sich zunächst mit dem botanisch-begabten Alden als Team zusammentut.
Was zunächst ganz vielversprechend klang entpuppte sich als eine wie sinnlos wirkende Aneinanderreihung von Gewalt und Gefahr. Warum bringt man auf der Suche nach den Besten der Besten für eine Elitetruppe so viele junge begabte Menschen um? Sinnvoller wäre es doch, diese ebenfalls auszubilden, wenn Magie schon so besonders ist. Zumal die Elitemagier auch nur im Namen der Krone verheizt werden sollen. Generell scheint hier im Buch die Grundeinstellung zu sein, die Leute durch Quälerei zu stählen, denen einzutrichtern, sie wären was Besonderes, nur um sie dann als Waffe zu instrumentalisieren. Ebenso scheint es für die Leitenden der Akademie kein großes Problem zu sein, dass da jemand nebenbei zwischen den Anwärtern einige Morde begeht. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen? Negativ.
Die Charaktere bleiben alle langweilig flach, bis auf Oberflächlichkeiten erfährt man kaum was über sie. Selbst über Sophias Rivals2Lovers Love Interest Alden Locke, den knurrenden Mucki-Typ, der es nicht für nötig hält Fragen zu beantworten, erfährt man kaum mehr als in ständiger Wiederholung dessen Augenfarbe und Körpergeruch (kein Scherz!). Und die expliziten Szenen zwischen den beiden lesen sich wie Fast Food.
Die diversen Ausprägungen der Magie sowie die im Lauf des Romans vorkommenden Wesen bieten zwar etwas Abwechslung, doch auch hier bleibt das Buch enttäuschend zurückhaltend, es gibt kaum Beispiele für die Magiearten oder Informationen zu den Hintergründen der Wesen.
Die Ordeals selbst waren schon recht kreativ und spannend zu verfolgen, da kann ich die Autorin für ihre Kreativität loben. Nur der tödliche Aspekt für die angehenden Auszubildenden jedesmal, vor allem von Beginn an, sehe ich als sinnlos und vor dem Hintergrund einer Bedrohung stark kontraproduktiv. Zudem hätte dem Buch ein Plus an Magie, mehr Tiefgang und vor allem ein prüfender Blick auf die Logik dahinter gutgetan.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Kreative, aber tödliche Prüfungen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

War es Unfall oder versuchter Mord?

Das Signal von Ursula Poznanski

Sehr emotional startet man in Ursula Poznanskis neuesten Thriller: Viola wacht im Krankenhaus auf, schwerverletzt nach einem Unfall, an den sie keine Erinnerungen hat. Und bei welchem sie einen Teil ihres linken Beins verlor. Als wäre das nicht bereits belastend genug erwartet sie daheim eine Pflegerin, die glatt aus einem Psychothriller stammen könnte und ihr bei allen so beliebter Ehemann behandelt sie auffallend abweisend.

Durch ihre vorerst eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten ist es Viola zwar nicht möglich, selbst zu spionieren, doch dank einiger heimlich angebrachter Tracker kann sie schnell einige Lügen aufdecken, für die sie nun nach Erklärungen sucht.
Anfangs tat ich mich schwer mit dem Buch, was primär an der Darstellung von Violas Charakter lag. Womit ich nicht das psychische Loch meine, in welches sie zunächst fällt. Dass ihr Ehemann Adam ein skrupelloser Narzisst ist wird beim Lesen schnell klar. Was mich jedoch störte war die Tatsache, dass Viola von Beginn an WEISS, dass Adam toxisch für sie ist. Sie selbst beschreibt ihn so. Und trotzdem drehen ihre Gedanken sich erstmal darum, ob und wie sie ihm gefallen, in sein nach Perfektion strebendes Schema passen würde. Die Frau ist mitte 30 und denkt zunächst nur daran, es ihrem Ehemann recht zu machen, von dem sie WEISS, dass er ein Narzisst ist?! Aus dem Grund kann ich das Buch, zumindest den Anfang betreffend, auch nicht mit einem Hitchcock vergleichen, hierfür hätte es mehr Perfidie benötigt.
Interessant wurde es für mich, als Viola anfing, Beweise zu sammeln, Schlussfolgerungen zu ziehen und zudem ihre Erinnerungen allmählich zurück kehrten. Wer hat hier welche Geheimnisse und war es wirklich bloß ein Unfall, oder wollte sie jemand ermorden? Leider macht sie alles nur mit sich aus, da sie niemandem vertraut. Im Nachhinein vielleicht auch ganz gut so, auch wenn sie in einigem daneben lag. Im Großen und Ganzen fand der Thriller dann auch einen gelungenen Abschluss.
Ein Thriller, der nach und nach immer mehr Geheimnisse offenbart und Fragen aufwirft, die zum Miträtseln einladen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
War es Unfall oder versuchter Mord?
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Fantastisches Abenteuer über Freundschaft und das Anderssein

Starminster - Stadt in den Wolken von Megan Hopkins

Astrid führt ein Leben, welches bei den Lesenden sofort alle Alarmglocken im Kopf schrillen lässt: Eingesperrt in einem Schuppen hat sie noch nie den Himmel oder die Sterne in echt gesehen. Von ihrer Mutter wird sie stets vertröstet, die Welt da draussen sei zu gefährlich. Nur bei ihrer Mutter sei sie sicher.

Das sieht die fremde Frau anders, die plötzlich bei Astrid in der Tür steht, ihre Flügel ausbreitet und Astrid verspricht, bald ebenso fliegen zu können wie sie. Dafür müsse sie nur mit nach Oberlondon kommen und zur Starminster-Schule gehen.
Das Buch hat richtig Spaß gemacht. Es gibt ein London über dem London, welches nur für die Menschen mit Flügeln, sogenannte Librae, sichtbar ist. Dort ist auf den ersten Blick alles irgendwie anders, doch bei genauerem Hinsehen gibt es auch hier einige Probleme und viel zu verbessern. Astrids Zwiespalt, ihre Mutter gegen die neugewonnene Freiheit einzutauschen, wird einfühlsam beschrieben. Zudem möchte man gemeinsam mit Astrid herausfinden, warum ihre Mutter sie überhaupt versteckt hielt, da muss doch mehr dahinter stecken. Ihre Abenteuer mit den anderen Kindern, unter denen sie schnell Freunde findet, entwickeln sich derart, dass man beim Lesen staunend Neues entdeckt, sich über unfaires Verhalten aufregt und mit Astrid mitfiebert, als es darum geht, dass mehrere Kinder spurlos verschwinden. Die natürlich gerettet werden müssen.
Mit ihren 11 Jahren ist Astrid bereits erstaunlich selbstständig, mutig und einfallsreich, was dem Roman positiv zugute kommt. Starminster ist ein erfrischendes Urban Fantasy Abenteuer über Freundschaft, Ausgrenzung, Zusammenhalt und den Traum vom Fliegen in und über London.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Fantastisches Abenteuer über Freundschaft und das Anderssein
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Furchtlos gegen alte und neue Feinde

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz

Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle zu schützen. Dabei entdecken sie neue historische Geheimnisse, müssen gegen magische Feinde bestehen, sich mit Gegnern verbünden und allen Mut zusammennehmen, um die Menschen zu retten, an deren Stelle die Troll-Wechselbälger einst getreten sind.

Diesmal entdecken sie zunächst weitere Geheimnisse vor Ort, die es in sich haben, bevor es in die Ferne geht. Gleichzeitig werden die getarnten Trolle, denen ihre Schulkameradin Linnea sich angeschlossen hat, immer skrupelloser.
Der zweite Band zieht im Vergleich zum ersten nochmal gewaltig an Spannung an. Die historischen Sagen und Details, welche diesmal relevant werden, haben es ziemlich in sich. Neben dem Zusammenhalt der Clique kann auch Linnea als Charakter sehr überzeugen. Zwar stellt sie die Ziele der bösen Trolle infrage, doch kann Irida ihr wirklich vertrauen, wenn es darauf ankommt?
Für eine gewaltige Überraschung sorgt im Laufe des Romans ein gewisses Kaninchen, dessen Hintergründe ebenso geklärt werden wie die Szenen mit den Feen. Da die Handlung inhaltlich an den ersten Band anschließt, sollte dieser zum besseren Verständnis bekannt sein.
Spannende Abenteuer, historische Geheimnisse, skrupellose Gegner, Zusammenhalt unter Freunden und eine magische Rettungsaktion in Norwegen konnten mich diesmal restlos überzeugen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Furchtlos gegen alte und neue Feinde
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Fesselnde Romantic Suspense

Firewatch von Colin Hadler

Würdest du den Mörder deines besten Freundes daten? Das ist zumindest Robins Plan, um ihm ein Geständnis zu entlocken. Vor einem Jahr verschwand Aaron spurlos während seines Sommerjobs, und Kian war der einzige, der damals in Reichweite war. Also muss Kian der Mörder sein, ganz klar.

Spinnst du?? Das ist ein Selbstmordkommando!

Haley, Robins beste Freundin, ist gegen Robins Pläne, doch er lässt sich nicht davon abbringen.

Und tatsächlich entdeckt Robin nicht nur verdächtige Geheimnisse an Kian, sondern auch sein Herz an ihn. So war das nicht geplant!
Die Kombination aus Thriller und knisternder Romantik ist Colin Hadler überzeugend gelungen. Schon Aarons Ferienjob, die sogenannte Firewatch, wird in Rückblenden packend beschrieben, auch wenn der Job selbst eher langweilig klingen mag: Den ganzen Tag allein in einem Turm im Wald hocken, um Waldbrände zu vermeiden? Nunja, Aaron ließ zumindest nichts anbrennen.
Neben der gelungenen Thrillerhandlung, die mit einigen Überraschungen aufwartet, hat mir insbesondere die Darstellung von Robins Charakter sehr gefallen. Als Ich-Erzähler bietet er Einblicke in seine Emotionen, und die fahren Achterbahn, wenn er sich nicht mehr sicher ist, ob er auf sein Hirn, sein Herz oder seine beste Freundin hören soll.
Auch meinen Emotionen hat Colin Hadler eine Fahrt in der Achterbahn bescheren können. Begeistert habe ich mitgerätselt, mitgefiebert und die wildesten Spekulationen aufgestellt, nur um diese irgendwann wieder wie einen Jenga-Turm zum Einsturz zu bringen. Die Kombination mit Romance (ja, es gibt auch ein paar heiße Szenen) lässt den Thriller an keiner Stelle in die Kitsch-Kiste rutschen, vielmehr macht es die Handlung emotional nur umso packender.
Leute: Lest. Das. Buch! Ihr werdet es nicht bereuen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.
Fesselnde Romantic Suspense