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Rezensionen von Harakiri:

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Kates grausamster Fall

Bittere Reue von Linda Castillo

Kate Burckholders grausamster Fall.
Als die grausam zerstückelte Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, taucht Kate Burckholder wieder tief in die Welt der amischen Leute ein. Doch dieses Mal nützt ihr ihre Herkunft nicht viel und alle Beteiligten mauern.
So kenne ich die Autorin gar nicht. Normalerweise sind ihre Kriminalromane nicht so blutig.

Mir gefällt es, aber für Leute mit schwachem Magen könnte es etwas viel sein.
Castillos Schreibweise ist gewohnt flüssig und anschaulich und die Einblicke in die fremde Welt wieder faszinierend. Der Spannungsbogen beginnt gemächlich, schraubt sich aber schnell hoch und gipfelt in einem spannenden Finale. Und das hat es in sich, weil die Polizeichefin in eine fast ausweglose Lage gerät.
Was mich ein wenig gestört hat, aber das ist in fast allen Krimis so: die Klärung der Motive. Das wirkt einfach zu aufgesetzt.
Fazit: auch den 17. Fall der beliebten Autorin habe ich wieder sehr gerne gelesen.

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Kates grausamster Fall
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Unfall oder Mord?

Kaltes Versprechen von Katharina Peters

Unfall oder Mord?
Rebekka Just ist neu bei der Mordkommission Hamburg und glaubt nicht an einen Unfall. Doch das Gegenteil zu beweisen ist schwierig.
Ein Fall wie Konfetti: tauschend winzige Schnipsel führen die Ermittler letztendlich auf eine Spur – und dann gilt es noch, diese Schnipsel wie ein Puzzle zusammenzusetzen.

Auf diesem Weg begleitet der neue Kriminalroman von Katharina Peters den Leser und unterhält ihn dabei sehr gut. Anfangs fand ich den Roman noch etwas zäh. Spätestens beim 2. Mal hatte ich verstanden, dass Krölle Hannah und ihrem Hund damals das Leben gerettet hat. Spätestens beim 4. Mal war ich nur noch genervt von der Wiederholung.
Kaltes Versprechen geht da weiter, wo die Hannah Jakob-Reihe aufgehört hat. Im letzten Band dieser Reihe ist Krölle verschwunden, nun treffen wir ihn wieder, was ich klasse finde, weil ich ihn und seine Methoden immer sehr gern mochte. Spielte er in der Hannah Jakob-Reihe nur eine kleinere Nebenrolle, wird er in der Reihe um Rebekka Just eine tragende Rolle und unterstützt die Kommissarin tatkräftig.
Fazit: Natürlich ist es schade, dass die Hannah-Jakob-Reihe endet, aber mit Rebekka Just ist Katharina Peters eine weitere Heldin gelungen, der man gerne folgt.

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Unfall oder Mord?
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Stand-Alone

Du kriegst mich nicht von Chris Carter

Gleich vorneweg: es handelt sich nicht um einen Teil der Hunter-Reihe.
Wie beschreibt man jetzt den Inhalt eines Buches, das so voller Wendungen ist, ohne zu spoilern?
Mary Smith hat ein neues Leben begonnen, nachdem ihr Ehemann zu einer Freiheitsstrafe wegen Misshandlung verurteilt wurde. Mary lernt einen neuen Mann kennen und ist glücklich, doch ihre Vergangenheit lauert an jeder Ecke.

Chris Carter ist bekannt durch seine Hunter- und Garcia-Reihe und ich dachte, dass es sich bei seinem Buch um einen Teil der Reihe handelt, da ich seine Bücher blind kaufe. Umso überraschter war ich, dass es sich um einen einzelnen Band handelt, der zudem noch ein Psychothriller ist. Doch Carter konnte mich auch hier überzeugen. Auch wenn nicht jede Seite vor Blut trieft, fesselt der Roman. Ein wenig vorhersagbar war er schon, aber mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet. Schön fand ich aber, dass Carter alle Rätsel aufgelöst hat, sonst wäre ich enttäuscht von dem Buch gewesen.
Das Buch liest sich spannend, teilweise romantisch, spicy und mit den vielen Wendungen auch überraschend, aber teilweise auch etwas langatmig.
Fazit: Ein gelungener Versuch von Carter, sich abseits seiner Reihe zu positionieren.

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Wodka-Red Bull

Filmriss auf Immenhof von Karsten Dusse

Nach seinen Erfolgsromanen um Björn Diemel verlegt Karsten Dusse seinen neuen Kriminalfall an einen Ort, den viele noch von früher kennen: Aus dem Immenhof ist inzwischen ein Luxushotel geworden und Kriminalpsychologin Sophia, vom Leben etwas entmutigt, schenkt sich dort einen Aufenthalt zum 45. Geburtstag.

Sie träumt von Pferdehofromantik, Tagen im Spa und einfach nur Ruhe. Sie bekommt: die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes auf dem Kopfkissen. Hat sie etwa ihre Mordfantasien vom Vortag durchgeführt? Ihr Filmriss hilft nicht gerade beim Erinnern.
Und sorgt für gute Unterhaltung beim Leser. Dusse bleibt seiner humorvollen Schreibweise treu. Er spielt mit Worten „… ist Andreas nicht ins Wasser gefallen, sondern der Mordplan wegen der Party ins Wasser gefallen“ und schreibt mit einem Augenzwinkern. Wobei mir diese Wortspielereien im ersten Kapitel schon zu viel waren. Das klang nach erzwungenem Humor.
Zum Glück war damit nach dem ersten Abschnitt Schluss und die Handlung blieb lustig, aber nicht mehr so angestrengt. Sophia will den Mordfall lösen und das ist gar nicht so einfach, wenn man sich mit Wodka-Red Bull abgeschossen hat. Wie sie den Fall dann angeht und auflöst – das ist wieder typisch Karsten Dusse und hat mich begeistert.
Kurze Kapitel und eine lockere Schreibweise sorgen für schnellen Lesefluss, sympathische Charaktere und der ein oder andere Bösewicht für Spannung und die tolle Beschreibung des Gutshofs und des Umfelds dafür, dass man sich auch einen Aufenthalt im Hotel am Kellersee wünscht.
Fazit: nicht nur Fans der Immenhof-Filme kommen hier auf ihre Kosten.

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Wodka-Red Bull
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5 Sterne +

Nachtschatten von Kristina Ohlsson

August Strindberg ist in die Schweiz gereist, um einem alten Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Doch der Familienanwalt mauert.
Zuhause auf Höveneset passiert auch allerlei: ein Mädchen wird vermisst und nur ihre Beinprothese gefunden. Maria bekommt Droh-SMS und ein Vater will den frühen Tod seiner Tochter aufklären.

Ohlsson zu lesen ist immer wieder ein neues, tolles Abenteuer. Ich messe meine Bücher daran, wie oft ich sie weglege, Ohlsson konnte ich nicht aus der Hand legen. Und wenn, dann nur, um zu verarbeiten, was hier alles auf mich eingeprasselt ist. Denn die Handlung ist sehr vielschichtig und wird auf mehreren Ebenen erzählt.
Das Buch startet spannend und hält den Spannungsbogen bis zum Schluss, eigentlich sogar darüber hinaus.
Die Schreibweise der Autorin ist wieder sehr mitreißend und authentisch. Man fliegt nur so durch die Seiten. Die Charaktere sind sehr ansprechend und sympathisch und teilweise so undurchsichtig, dass man sich beim Lesen zig Fragen stellt. Einige überraschende Wendungen bereichern das Buch zusätzlich. Minutiös ist die Handlung geplant und ich bewundere die Autorin darin, dass sie sich in den vielen Szenarien nicht verzettelt.
Fazit: Wieder ein Buch, bei dem man traurig ist, dass es zu Ende ist, aber dennoch froh, die vielen Fragezeichen aufgeklärt zu wissen.

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5 Sterne +
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spannende Unterhaltung

Blaues Feuer von Michael Thode

Ein Wissenschaftskrimi, der es in sich hat
Kristina und ihr Kollege José haben ein Bakterium entdeckt, das das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Doch während der Forschung ereignet sich ein Unfall. Um weitere Bakterienstämme zu sichern, begibt sich Kristina auf eine Schiffsexpedition – und damit beginnt ein spannender Wettlauf.

Die Handlung des Buches verläuft auf verschiedenen Ebenen: Neben Kristina, Yorrick und José begleiten wir auch zwei Paare auf einem Segeltörn. Langsam nähern sich die Ebenen einander an.
Das Buch ist spannend von der ersten Seite an. Besonders fasziniert hat mich Yorrick. Allerdings werde ich da aus dem Prolog nicht richtig schlau – vielleicht ist seine Story der Aufmacher für eine Fortsetzung? Ich würde mich jedenfalls freuen.
Die Handlung regt zum Nachdenken an, besonders der Raubbau der Weltmeere hat meine Gedanken beschäftigt.
Fazit: toll geschrieben, nachdenklich machend, aber vor allem eins: sehr gute Unterhaltung.

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Toll geschrieben, aber bisschen viel Privates

Tödliches Verderben von Karin Slaughter

Auf dem Heimweg von der Beerdigung ihrer Mutter wird Sheriff Emmy in eine Schießerei verwickelt. Der Täter kann entkommen und eine fieberhafte Suche beginnt. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden – aber es fehlt jeglicher Beweis.
Der zweite Band der Georgia-Reihe kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden.

Die wichtigsten Stichpunkte werden in der Handlung aufgegriffen.
Das Buch beginnt gleich spannend und hält die Spannung relativ hoch. Allerdings zog sich das Buch etwas. Zu viel Privates und auch die Ermittlungen traten etwas auf der Stelle.
Slaughters Erzählweise ist aber wieder gewohnt mitreißend. Die Handlung ist komplex und geschickt aufgebaut, die Erzählung wechselt öfters die Perspektiven, was die Spannung mit jedem Kapitel hochhält. Die Protagonisten sind authentisch und vielschichtig, was sie besonders glaubwürdig macht.
Lediglich die vielen Namen machten mir Probleme – die ganze Stadt ist miteinander verwandt.
Fazit: für mich hätte man die Handlung etwas straffen können. Anfangs ist sie zwar schnell und rasant, aber durch die vielen Personen, die mauern und die Unwahrheit erzählen, kommt die Handlung teilweise nicht schnell genug voran.

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Toll geschrieben, aber bisschen viel Privates
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Atemlos durch die Nacht

Splitterseele von Samuel Bjørk

Mysteriöse Bombenanschläge in Oslo. Im 24-Stunden-Takt, immer morgens um 9:07 Uhr. Ein Killer, der den Ermittlern Munch und seinem Team weit voraus ist. Allerdings hinterlässt er im Haus seiner Opfer kleine Gegenstände, die die Ermittler zum nächsten Opfer führen könnten. Aber nur Mia, die Neue in Munchs Team, kann sie entschlüsseln.

Ein raffiniertes Katz- und Maus-Spiel, das von der ersten Seite an atemlos macht und den Puls bis zum Ende nicht zur Ruhe kommen lässt. Bjork schreibt dermaßen mitreißend, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann.
Kurze Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Die gut ausgearbeiteten Charaktere sind sym- und empathisch dargestellt und man baut gleich eine Bindung auf. Die Mordfälle sind dramatisch geschildert, aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Hier fließt kein Blut, so können auch Leser, die sich leicht fürchten auf ihre Kosten kommen.
Die Spannung lebt durch die Ermittlungen und die Rätsel und dadurch, dass der Killer über Telefon mit einer Journalistin in Kontakt tritt.
„Splitterseele“ ist der 5. Teil der Reihe und hoffentlich nicht der letzte. Das Buch kann unabhängig von seinen Vorgängern gelesen – und genossen – werden.
Fazit: Das Buch aufgeklappt, zu lesen begonnen und die Nacht zum Tag gemacht: zum Glück gibt es Samuel Bjork

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Atemlos durch die Nacht
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Manche Opfer sind zu groß

Opfer, die wir bringen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Karhuu und Nordh werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: 3 junge Mädchen wurden mit einem Jagdgewehr erschossen. Das Brisante: die Mädchen waren Teil einer Aussteigerkommune und die anderen Mitglieder mauern. Als auch noch 3 männliche Jugendliche verschwinden, beginnt eine fieberhafte Suche.

Das Autorenduo liefert wieder mehr als solide Arbeit ab. Es menschelt bei den Ermittlern und der Fall ist überaus bizarr und scheint unlösbar. Es gibt zwar Verdächtige, aber die Spuren sind schwer zu verfolgen. Das macht das Lesen aber sehr spannend und lädt zum Mitraten ein. Auf die Lösung wäre ich jedenfalls nie gekommen.
Briefe erhellen ein wenig das Innenleben eines der Mädchen. Wobei ich hier am Ende etwas ratlos war – es standen auf einmal zwei Dinge im Raum, die sehr unterschiedlich sind.
Die Schreibweise des Duos ist wieder mitreißend und man kann das Buch kaum zur Seite legen.
Fazit: eine atemberaubende Jagd durch die Wälder Schonens.

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Manche Opfer sind zu groß
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Tolles Finale

Endspiel von Jeffrey Archer

William Warwick hat es fast geschafft. Sein Traum, Commissioner zu werden, kann in Erfüllung gehen, wenn London den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhält und er für einen reibungslosen Ablauf sorgt.
Klingt einfach? Ist es nicht. Denn wir lesen einen Roman von Jeffrey Archer. Und dass der seine Protagonisten nicht schont, beweisen schon die 7 Vorgängerbände.

Auch im finalen Band „Endspiel“ bekommt William es mit seinem Gegenspieler Miles Faulkner zu tun. Der wurde von höheren Mächten angeworben, die Spiele zu sabotieren. Ich liebe es ja jedes Mal aufs Neue, die beiden gegeneinander antreten zu sehen. Archer gelingt es immer wieder, mich hier zum Schmunzeln und Staunen zu bringen.
Kurz hatte ich Angst, dass die Schilderungen rund um die Olympischen Spiele zu politisch oder sportlich werden könnten, aber dem war ganz und gar nicht so. Warwicks Bemühungen stehen im Vordergrund und auch seine Familie wird mit einbezogen.
Archers Schreibweise fesselt wieder von der ersten Seite an und hält bis zum Schluss. Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen, bis ich es durchhatte.
Fazit: Mit „Endspiel“ bekommt die Reihe um William Warwick ein rundes Ende. Dennoch finde ich es schade, die Protagonisten jetzt zu verlieren. Ich bin schon sehr gespannt, was Archer als nächstes plant.

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Tolles Finale