Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Aufarbeitung einer Kindheit
Unterwasserblau von Petra Hucke
Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht wohl auch die Mutter so grantig. Mir ihrer Halbschwester Sandra gibt es auch keine Nähe.
Als sie Ingwer heiratete hatte sie endlich eine liebevolle Familie.
Als ihr Vater stirbt, wird sie gezwungen sich auch um ihre Mutter zu kümmern.
Außerdem bringt sie nach zwanzigjähriger Ehe diese in Gefahr.
Jessica muss sich jetzt einen Weg suchen, um auch allein zurechtzukommen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.
Die Autorin hat das in einem ruhigen einfühlsamen Stil geschrieben.
Der Roman zeigt, das nicht immer ist wie es scheint.
Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.
Drastisch
Sommer der schlafenden Hunde von Laura Dürrschmidt
Der Roman, der schlafenden Hunde, von Laura Dürrschmidt ist nicht schlecht geschrieben.
Aber ich bin dafür wohl doch zu alt. Mir wird da viel zu viel Alkohol getrunken und mit ordinären Wörtern um sich geworfen.
Am Ende Schulzeit von Lena, Trice und Sascha ergibt es eine Dreiecksbeziehung mit Eifersüchteleien.
Wie die drei miteinander umgehen, konnte ich nicht nachvollziehen.
Dadurch kommt es dann zu einem Esklat.
Mich konnte der Roman nicht fesseln, aber ich denke das gibt genug positive Leser.
Eine energische Frau
Der Gesang der See von Trude Teige
Der Gesang der See, ist der erste Roman der norwegischen Schriftstellerin Trude Teige.
Er wurde erst jetzt ins deutsche übersetzt. Die vorigen drei Bücher von ihr habe ich verschlungen.
Auch dieser Roman hat mich gefesselt.
Trude Teige besticht durch ihren eindruckslosen lebensnahen Stil.
Sie schreibt an Ende, das sie in einem Fischerdorf aufgewachsen, deshalb kann sie die Atmosphäre so gut einbringen.
Eigentlich wollte sie ein Sachbuch über ihre Urgroßmutter schreiben, aber sie fand nicht genug Material. So hat sie Kristiane in diese Zeit versetzt und ihr eine interessante Geschichte gegeben.
Ihr Vater befuhr das Lotsenschiff und auch ihr Mann ist Lotse. Der bleibt auf See, wie viele Männer damals. Um das lotsen recht weiter zu betreiben, muss sie innerhalb eines Jahres einen Lotsen heiraten. Da muss ihr Jugendfreund Lars den Lotsenschein machen, damit sie ihn heiraten kann. Gleichzeitig verliebt sie sich auch in Frederik. Aber Kristiane lässt die Vernunft und die Verantwortung walten und heiratet Lars.
Sie hat einen Rückzugsort, einen versteckten Felsen, da ist sie für sich und kann nachdenken. Nur ihren Lieben zeigt sie den Felsen.
Der Roman ist aufregend und wunderbar.
Sprachlos in Island
Moosland von Katrin Zipse
Moosland ist ein Roman der Schriftstellerin Katrin Zipse.
1949 konnten Frauen aus Landwirtschaft für ein Jahr nach Island gehen.
Die Autorin hat die karge Landschaft und die Wetterbedingungen perfekt erzählt.
Die Frauen konnten kein Wort Englisch, geschweige denn Isländisch.
Eigentlich sollten die Frauen Ahnung von der Landwirtschaft haben.
Aber Elsa wurde von ihrer Freundin überredet mitzukommen. Elsa hat eine Freundin brutal nach dem Krieg verloren und allen Lebensmut verloren.
Auf ihrem Gasthof gab es zwei Söhne, die sich beide um Elsa streiten.
Der Roman ist gut gemacht.
Erschütternd
Waisenkind von Galit Dahan Carlibach
Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt.
Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, das ist nicht besonders schön. Sie wird schon früh missbraucht. Sie ist schon so weit, das sie Selbstmord begehen will.
Da erzählt ihr ein Freund, wie ihre Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam.
Als sie 17 Jahre alt ist gibt es einen Brand und die Großeltern sterben.
Sie hat nicht viel Glück und sie gibt sich für vieles die Schuld.
Sie schreibt für sich Briefe an die Staatsanwaltschaft, Sie glaubt sie soll verhaftet werden.
Diese Lebensgeschichte wird einfühlsam und brillant geschrieben. Ich hoffte immer, das Avital ihren Vater findet, das ist aber sehr schwierig.
Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Erinnerungen
Stimmen auf Abstand von Gabriela Adame_teanu
Von der rumänischen Schriftstellerin Gabriela Adamesteanu hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen.
Der Roman Stimmen auf Abstand
literarisch brillant geschrieben.
Sie lässt das Leben in Rumänien
beklemmend aber auch fantasievoll erleben.
Es beginnt in der Zeit von Corona. Die ehemalige Ärztin Anda Movila kann sich mit ihren Töchtern nur telefonisch unterhalten, denn sie wohnen in Frankreich und den USA.
Man wird in ihre Erinnerungen direkt eingezogen.
Die Autorin ist eine glänzende Erzählerin.
Der Roman ist gute Literatur.
Hannas Leben
Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch
Mareike Busch ist das Psydomym eines Schriftstellers.
Sein Roman, Vergiss nicht zu tanzen, Hanna, ist auf seine Mutter bezogen.
Mit lockerem Schreibstil berichtet er von aus dem Raum Diepholz stammenden Familien, die in Masuren angesiedelt wurden.
Diese katholischen Familien wurden von den evangelischen Einwohnern nichtt gern gesehen.
Wir erleben das Schicksal einer Familie mit fünf Kindern. Hanna ist acht Jahre alt, als wir sie begleiten durften. Genau schildert der Autor, wie die Jugend in die HJ gepresst wurde, egal ob es denen gefällt. Dann gibt es wieder Jungen, die total begeistert sind.
Dann heben die Mütter Angst, das sie zu früh in den Krieg ziehen müssen.
Hanna hat nie mit ihren Kindern über die Erlebnisse des Krieges und der Flucht erzählt. Aber sie hat aufgeschrieben, das es noch eine kleine Schwester gab, die verloren gegangen ist.
Diese Lebenserinnerung war perfekt dargestellt.
Nur das Ende war etwas unwahrscheinlich, wenn es auch schön war.
Der Roman war fesselnd.
Märchenhaft
Zwei in einem Bild von Morgan Pager
Zwei in einem Bild, ist der Debütroman von Morgan Pager.
Es ist ein schönes fantasievolles Werk. Eine witzige Idee.
Da muss ich ja mal beim nächsten Besuch in der Kunsthalle, mal genauer hinsehen.
Das sich die Personen in einem Bild unterhalten und sich noch verlieben, ist ganz nett zu lesen.
Mit der Putzfrau Gracia gehe ich gern durchs Museum.
Allerdings hat es für mich Längen.
Gerade habe ich das empfunden, kam noch Spannung auf.
Die Autorin hat die Personen aus dem Bild, mit wunderbaren Charakteren versehen. Wie sie Jean seine Geschichte erzählen lässt, ist brillant. Die Liebesgeschichte ist anheimelnd.
Dann gibt es noch einen kleinen Krimiplott, der für die Geschichte wichtig ist und abrundet..
Die ganze Atmosphäre des Romans ist perfekt getroffen.
Es ist ein schönes lesenswertes Märchen, das bestimmt auch vielen Lesern gefallen wird.
Es geht weiter
Hellere Tage von Ulrich Woelk
Hellere Tage, von Ulrich Woelk ist die Fortsetzung von Mittsommertage.
Ruth Lember ist Professorin der Philosophie.
In diesem Band erzählt sie, wie ihr Leben weiter geht.
Sie erfährt nach dem Tod ihres Vaters, das er homosexuell veranlagt war. Sie ist da sehr bedrückt, aber ich meine , für sie hat sich da nichts geändert.
Der Autor beschreibt ihre Emotionen gekonnt.
Die politische Lage wird auch eingeflochten. Die Auseinandersetzungen mit ihrer Ziehtochter sind normal.
Der Roman lässt sich wie der Vorgänger, wieder gut lesen.
Venedig im Winter
Die Gärtnerin von Venedig von Jana Revedin
Jana Revedin ist Architektin und Schriftstellerin mit einer Liebe zu Venedig.
Der Roman, Die Gärtnerin von Venedig, führt uns erst mal in einem kalten Novembertag nach Venedig. Da lässt sie ihre Protagonistin, die Gärtnerin Eri Jung die Suche zu ihrem neuen Arbeitsplatz ganz schön schwierig werden.
Es macht Spaß Eris Gedanken und Ansichten mit zu erleben.
Langsam lernt sie Venedig kennen und lieben.
Durch ihre neuen Bekanntschaften wird es etwas verworren, aber da kommt man dann gut mit klar.
Die Autorin versteht es gut die Atmosphäre einzufassen.
So konnte ich Eri gerne begleiten.
Es ist ein faszinierender Roman.











