Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Spannend
Tage des Lichts von Megan Hunter
Megan Hunter spielt in ihrem Roman, Tage des Lichts, virtuos mit den Gefühlen der Icherzählerin Ivy.
1938 ist Ivy 19 Jahre alt, als in die Familie einen traurigen Verlust erleiden musste.
Die Autorin hat ein besondere Familie geschaffen. Vater und Mutter sind Künstler. Außerdem leben noch andere Künstler mit aus dem Anwesen.
Da geht es oft hoch her.
Ivy erzählt ihr ganzes Leben, aus der Erinnerung bis sie 80 Jahre alt ist.
Sie heiratet und bekommt zwei Töchter. Während des Krieges erlebt sie eine Liebe mit einer Frau. Die ist auch verheiratet.
Ivys Emotionen erleben wir die ganze Zeit mit.
Das hat die Autorin gefühlvoll geschrieben.
Sie zeigt ein Frauenleben, mit allen Wünschen und Träumen und Rückschlägen.
Der Roman ist mit wohltönender Sprache geschrieben.
Es war eine gute Lektüre, die mich gefesselt hat.
Ich möchte den Roman gerne weiter empfehlen.
Zwei Außenseiter
Der andere Arthur von Liz Moore
Der andere Arthur, von Liz Moore ist ein faszinierender Roman.
Es geht um Einsamkeit, soziale Defizite, Arme und Reiche Menschen.
Die Autorin fängt mit dem Professor Arthur Op an. Der geht seit langer Zeit nicht mehr aus dem Haus und wiegt 250 Kilo. Sowie Schwergewicht kann ich mir bildlich nicht richtig vorstellen.
Dann gibt es den 17jährigen Arthur, der sich Kel Keller nennt, so wie sein verschwundener Stiefvater hie0. Er lebt mit seiner Mutter in einem Haus. Die Mutter ist krank und war in ihrer Studienzeit in Arthur Op verliebt.
Die Autorin schreibt über diese beiden Schicksale mit viel Gespür.
Ich war von diesem Roman gefesselt und hoffte auf bessere Bedingungen der beiden Protagonisten.
Es ist ein lesenswerter Roman.
Wirklich Glücklich, oder?
Alle glücklich von Kira Mohn
Kira Mohn beschreibt in ihrem Roman, Alle glücklich, eine vierköpfige Familie.
Es sieht aus, als wären alle glücklich, aber wenn man die Hintergründe sieht, sind da viele Probleme.
Mit viel Gefühl versteht es die Autorin diese Geschichte darzustellen.
Alexander ist Oberarzt und ist in der Familie ziemlich dominierend.
Obwohl Nina auch arbeitet, geht sie auf alle Wünsche der Familie ein. Sich selber stellt sie immer zurück. Erst eine neue Freundin öffnet ihr die Augen.
Die sechzehnjährige Emilia erlebt eine unschöne erste richtige große Liebe, denkt sie.
Ben ist neunzehn Jahre alt, er ist schüchtern und hadert mit seinem Leben.
Die Autorin erzählt uns in diesem Roman, wie das normale Leben ist.
Es sieht oft anders aus, als man denkt. Das ist das wahre Leben. Man muss immer kämpfen um glücklich zu werden.
Es ist ein gut komponierter Roman, den ich gerne gelesen habe.
Das echte Leben
Die Liebe, später von Gisa Klönne
Die Schriftstellerin Gisa Klönne schreibt in ihrem Roman,
Die Liebe, s+älter, über das Älter werden.
Die Journalistin Cora muss mit sechzig Jahren eine neue Herzklappe hingepflanzt werden. Das ist für jeden ein eingreifendes Erlebnis. Ihr wird nahe gelegt in Frührente zu gehen. Das wurde hier plastisch erzählt.
Ihr Mann Anselm ist etwas älter und geht schon von sich aus in Rente. Das war gut gemeint. Ist dann doch auf einmal Zuviel Nähe. Das konnte ich genau nachvollziehen.
Dann denkt Cora viel an ihre Kindheit und Jugend.
Zwischendurch driftet sie immer an ihre Operation ab.
Dann macht sie sich Sorgen, kann sie weiter mit Anselm zusammen leben? Sie fährt oft nach Berlin, da hat sie von ihrem Vater eine Wohnung geerbt.
Anselm lässt sie viel im Unklaren, wann sie wiederkommt.
Bis er selber dann auf Reisen geht, um aufzuräumen in seiner Vergangenheit. Das bringt Cora endlich zu einem Ergebnis.
Der Roman ist wunderbar echt und lebensnah.
Ich war von ihm begeistert.
Leben im Irak
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Abbas Khider zeigt uns wieder die Grausamkeiten seiner früheren Heimat.
In seinem Roman, Der letzte Sommer der Tauben, lässt er den 14jährigen Noah erzählen. Die politischen Ereignisse lassen uns ja schon in den Nachritten aus dem Irak erschüttert zurück.
Noah sieht viel, wenn er durch die Stadt stromert, aber auch da ist er schon nicht ganz frei.
Jeder muss aufpassen was er sagt, überall kann die Sittenpolizei zugreifen.
Am Ende dürfen nicht einmal mehr Tauben auf dem Dach gehalten werden.
Abbas Khider zeigt in seinen Romanen immer wieder diese Gräuel an. Da scheint es ja auch nie so richtig besser zu werden. Überhaupt die Frauen sind gefährdet. Sie dürfen nicht mehr in ihren Berufen arbeiten und nicht einmal mehr alleine auf die Straße gehen.
Der Roman lässt mich wieder erschüttert und ratlos zurück.
Trotzdem muss ich seine Romane immer wieder lesen. Ich gebe eine Leseempfehlung.
Abschied
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén
Die schwedische Schriftstellerin Lisa Ridzén besticht in ihrem Roman, Wenn die Kraniche nach Süden ziehen, mit einem besonders eindrucksvollen Stil.
Durch die Aufzeichnungen des Pflegepersonals ihres Großvaters ist sie auf die Idee dieses Romans gekommen.
So lässt sie die Einträge mit den Daten als Überschriften werden.
Man erfährt von den Eindrücken über den Patienten.
Wunderbar sind auch die Erinnerungen des neunundzwanzigjährigen Bo.
Seine Frau ist Dement und seit einiger Zeit in einem Heim.
Bo bemerkt seine Hinfälligkeit und ist wütend darüber.
Er denkt an seinen Vater, den Alten, der ziemlich streng war. Aber auch er war streng mit seinem Sohn Hans.
Mit dem ist er oft unzufrieden.
Aber dann wird er doch zufriedener.
Die Geschichte ist humorvoll und traurig im Wechsel.
Das ist der Autorin wunderbar gelungen.
Ich war von dem Abschiednehmen Bos gefesselt.
Es geht weiter
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel, ist der dritte Roman, den ich von der Schriftstellerin Alena Schröder gelesen habe.
Der Titel bezieht sich wohl auf das verschwundene Bild.
Hannah, Silvia und Evelin spielen in allen drei Romanen mit.
Die Autorin versteht es gut, die verschiedenen Emotionen und Ansichten der Personen zu schildern.
Es gibt zwei Zeitebenen.
In diesem Roman kommen neue Personen dazu, mit dene er auch 1945 in Güstrow beginnt.
Die vierzehnjährig Marlen muss dich in einer Schublade vor den Russen verstecken. Da findet sie ein Portrait, das sie mitnimmt.
Sie hatte in dem Forsthaus Wilma getroffen. Die nimmt sie mit zu sich nach Hause. Wilma ist Malerin und nimmt sich der Waise an.
Die Autorin lässt Marlen und die Ärztin Evelin sich 1990 treffen.
In der zweiten Ebene geht es 2023 in Berlin mit Hannah weiter.
Die beiden Zeiten wechseln öfter. Das ist ganz gut.
Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und ich denke es gibt noch mindestens ein Buch, auf das ich dann warte.
Terese weiß nicht was sie will
Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt von Bodo Kirchhoff
Bodo Kirchhoff Roman, Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt, eine gute Geschichte erzählt.
Mich wundert immer wieder, warum Autoren ihre Frauen in Ichform erzählen lassen. Da bin ich skeptisch, ob sie das so objektiv sehen.
Das Ehepaar Vigo und Terese sind seit 50 Jahren zusammen.
Vigo geht auf Recherchereise nach Indien.
Als er sich nicht mehr meldet, meint Terese, sie will ihn mit einer Liebschaft erwischen und reist ihm nach.
Da ist schon eigenartig, denn sie geht doch selber andauernd fremd.
Für mich zog sich die Geschichte ein wenig. Vielleicht, weil ich mich in Tereses Sicht hineindenken konnte. Gut, am Ende scheint sie doch noch richtig zu ticken.
An und für sich liest es sich ganz gut.
Das Bücherdorf
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Mathilde und Marie, ist eine berührende Geschichte von Torsten Woywod.
Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich, ich habe mir die Bilder von Google zeigen lassen. Das ist ja mal ein Reiseziel für uns Bücherratten.
Die Personen hat sich der Autor ausgedacht, das ist ihm gut gelungen. Redu ist in dem Roman ein Ort, in denen sich gestresste Menschen erholen können.
Der Autor lässt die Emotionen Mathildes und Marie miterleben.
Marie kommt aus Paris, ihr wurde alles zu viel und zu laut.
Im Zug trifft sie eine ältere Frau, die sie mit nach Redu nimmt. Da kann sie regenerieren. Mathilde ist gegen die Fremde, aber sie ist sowieso ungesellig.
Es ist interessant wie die beiden Frauen sich näher kommen.
Der Roman ist fesselnd und zeigt noch die Fauna und Flora der Gegend.
Es ist ein berührender Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Familie in Marokko
Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani
Trage das Feuer weiter, ist das Ende einer Trilogie der Schriftstellerin Leïla Slimani.
Die ersten beiden Bücher habe ich nicht gelesen, das macht aber nichts, den Roman kann man auch allein lesen.
Es ist eine Geschichte, die an die Familie der Autorin angelehnt ist.
Der Schauplatz ist Marokko.
Es beginnt mit Mia, die Schriftstellerin ist und sich krank fühlt.
Ihre Mutter ist Ärztin, ihr Vater arbeitet als Bankdirektor. Sie hat noch eine jünger Schwester, die sie nicht haben wollte. Da ist sie ziemlich rabiat.
Dann gibt es noch Mathilde, die Großmutter, die aus dem Elsass stammt. Die Personen kommen immer wieder abwechselnd zu Wort.
Mit waren die Sprünge zwischen den verschiedenen Abschnitten etwas zu abgehackt.
Trotzdem liest sich das Buch gut. Man erfährt, wie die politische Lage in Marokko, gefährlich werden kann.
Die Emotionen der Familie wurden gut umgesetzt und ich kann den Roman nur weiter empfehlen.











