Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Berührend
Fäden des Glücks von Marit Warncke
Den Roman, Fäden des Glück von der Näh – Queen Marit Warncke. Ich habe mir den Roman ausgesucht, weil eine Nähmaschine auf dem Cover ist.
Carla hat in einer Kleinstadt in der ehemaligen DDR von ihrem Vater ein Gut geerbt.Bis vor dreizehn Jahren machte die Familie jedes Jahr Urlaub auf dem Gut.
Sie hatte sich in den Nachbarsohn Rasmus verliebt.
Aber dann kam es zu einem Krach und die Mutter führ mit ihr holter die Polter zurück.Jetzt kommt sie zurück, weil sie das Anwesen renovieren und verkaufen will.
Rasmus kommt ihr wieder Nahe und hilft ihr das Haus zu erhalten.
Dann findet sie ein Tagebuch der früheren Besitzerin von 1943.
Die Autorin hat diese Geschichte nett geschrieben.
Gut, Rasmus Entscheidungen konnte ich nicht immer folgen.
Aber sie hat gut geschildert, wie Carla das Haus retten will.
Am Ende gibt es dann noch eine Nähanleitung.
Radschas LEBEN
Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter) von Rabih Alameddine
Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen
(und seiner Mutter) ist eine ziemlich durchgeknallte Geschichte von Rabih Alameddine.
Mit diesem Roman hat er den National Book Award for Fiction 2025 gewonnen.
Der Roman lässt uns den libanesischen Bürgerkrieg in witzigem Stil erleben.
Radscha und seine Eltern lebte in Beirut.
Nachdem er als jugendlicher entführt wurde , geht es dann nur noch um Radscha und seine Mutter.
Der Autor versteht es gut uns Leser in seinen Bann zu ziehen.
Gut manchmal ist mir die Sprache etwas zu flapsig.
Aber sonst war es eine interessante Geschichte aus dem Libanon.
Drei Leben
Die Namen von Florence Knapp
Die Namen, heißt der Debütroman von Florence Knapp.
Das Cover des Buches zeigt drei Schatten, das passt besonders gut zu dieser Geschichte.
1987 meldet Cora ihren Sohn beim Amt an. Ihre Tochter schlägt Bär vor, sie findet Julian gut, aber der Vater will, das der Junge seinen Namen Gordon bekommt.
So beginnt dieser Roman über brutale häusliche Gewalt.
Die Autorin lässt für jeden der drei Namen eine neue Familiengeschichte beginnen. Abwechselnd werden die Zeiten erzählt.
Ich glaube jetzt nicht, das Namen die Schicksale enden können. Gott sei Dank, sonst wäre die Namenswahl nicht zu bewältigen.
Allerdings ist es interessant wie sich das Leben entwickeln kann.
Ich kann ja nie so richtig verstehen, wie Frauen die ewigen Schläge und Demütigungen aushalten können.
Diese Geschichte ist da schwer zu ertragen. Aber die verschiedenen Namen, machen doch Hoffnung.
Ich hoffe, das niemand das alles erleben muss.
Der Roman ist aber trotz allem, sehr gut gestaltet und dadurch sehr lesenswert.
Paulas Leben
Wie die Hasen von Anna Silber
Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof wurde ein russischer Flüchtling bersteckt.
Siebzig Jahre später lernen wir die heutigen Bewohner kennen.
Paula ist siebenundachtzig Jahre alt, Sie gedenken immer noch an die Opfer, Paula hält jedes Jahr eine Rede, gegen das Vergessen.
Gerade Sie erkrankt an Alzheimer Demenz. Die Autorin schildert gekonnt die Aussetzer Paulas und sie immer wieder in die vierziger Jahre abdriftet. Für die Familie wird es eine unlösbare Geschichte.
Der Roman ist authentisch und fesselnd
Ein Buch, das erinnert.
Familie
Die Schwestern von Colm Tóibín
Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.
Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit drei Kindern n und ohne Geld von Catalanien nach Argentinien versetzt, kann ich nicht so nachvollziehen.
Die Schwestern entwickeln sich sehr verschieden.
Als die Drei fünfzig Jahre später von einer Tante in der alten Heimat ein Haus erben, fahren sie gemeinsam hin und da kommen sie sich wieder nahe.
Der Autor hat die Atmosphäre und die Charaktere interessant beschrieben. Das alles lässt er die jüngste Tochter Montse erzählen. Ihre Leben und ihre Gedanken bekommen wir so am besten mit. Da konnte er mich mit dieser Geschichte gut fesseln.
Einfach gut
Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher
Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.
In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, das ich glaube, ich kenne die Personen.
Hier geht es um den neunjährigen Oz, der an ADHS leidet.
Er hat einen Brief seiner Lehrerin dabei und hofft irgendwas passiert, das seine Mutter kein Zeit für ihn hat.
Dann ist seine Mutter Ann und wirklich total aufgeregt. Sie hat gerade erfahren das die seine Großmutter verschwunden ist.
Also machen sie sich gleich auf den Weg, um sie zu finden.
Jetzt kommt noch dazu, das die Großmutter immer vergesslicher wird. Sie wartet immer wieder an der Haltestelle. Außerdem such sie Haus, in dem sie früher mal wohnte.
Dann lässt die Autorin noch ein Unwetter mit gesperrten Straßen erleben.
Da lässt sich Oz doch einiges einfallen, der Großmutter zu helfen.
Der Roman ist wieder einmalig liebevoll gestaltet.
Ein Leseerlebnis
Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger
Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ist Hans Christian Andersen, der tolle Märchen erfand. Er ist mit Henriette Wulff befreundet.
Die reist von Stockholm nach Amerika. Das Schiffsunglück des Dampfers Austria war tatsächlich im September 1858. Das Schiff brennt. Henriette rettet sich auf eine Tür und denkt sich Briefe an Hans Christian aus. Das ist an vielen Stellen witzig zu lesen.
Zuhause erhält Hans Christian Andersen Listen der Geretteten. Die Namen will er erst gar nicht lesen, er will das Henriette überlebt hat.
Das alles hat der Autor besonders gut zu Papier gebracht. Teils hat er gut recherchiert und dann das besondere Etwas dazu gedichtet. So wird es ein spannendes fesselndes Leseerlebnis.
Na Ja
Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau
Es war nicht anders möglich, ist der Debütroman der Schachaluspielerin Svenja Liesau.
Das Cover ist schon düster und zeigt auch die Düsterheit der Geschichte. Der Titel gefällt mir auch nicht so, es geht immer anders, warum auch nicht. Der Klappentext hatte mich angesprochen. Die Leseprobe gab mir schon zu denken, aber ich dachte, es kann ja noch werden.
So richtig warm kann ich mit der Protagonistin Martina nicht werden.
Gut ihre Kindheit war nicht gerade ideal, aber inzwischen ist sie Mitte Dreißig, da müsste sie ihr Leben ja in den Griff bekommen haben. Aber wenn sie immer Unmengen Wodka in sich hineinschüttet klappt nichts.
Langsamfänge sie ja wirklich an zu spinnen, kein Wunder, das sie da in der Klapse landet.
Das Leben in der Anstalt hat die Autorin ganz witzig, aber auch tieftraurig passieren lassen.
Es wurde dann noch ein ganz passabler Roman.
Brillant
Unter Gästen von Caroline Roger
Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre Mutter hatte einen guten Draht zu ihren Gästen, sie lies sie sich aussprechen und war immer freundlich.
Der Vater ging immer wieder fremd. Als es dann darauf ankommt zieht die Erzählerin auf die Seite der Mutter.
Die Autorin versteht es gut, diesem Roman einen besonderen Flair einzuhauchen. Solche Wirtinnen wie die Mutter habe ich auch noch erlebt. Für uns Gäste war es immer sehr heimelig. Für die Kinder eher nicht, für die war nicht viel Zeit. Die Erzählerin war mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Eindrücke sehr gut nachempfinden.
Das hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich habe den Roman genossen.
Da hätte ich immer weiter lesen mögen.
Aufarbeitung einer Kindheit
Unterwasserblau von Petra Hucke
Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht wohl auch die Mutter so grantig. Mir ihrer Halbschwester Sandra gibt es auch keine Nähe.
Als sie Ingwer heiratete hatte sie endlich eine liebevolle Familie.
Als ihr Vater stirbt, wird sie gezwungen sich auch um ihre Mutter zu kümmern.
Außerdem bringt sie nach zwanzigjähriger Ehe diese in Gefahr.
Jessica muss sich jetzt einen Weg suchen, um auch allein zurechtzukommen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.
Die Autorin hat das in einem ruhigen einfühlsamen Stil geschrieben.
Der Roman zeigt, das nicht immer ist wie es scheint.
Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.











