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Rezensionen von begine:

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Ein hin und her

Luft nach unten von Tamara Stajner



Die Musikerin und Schriftstellerin Tamara Štajner besticht in ihrem Roman „Luft nach unten“ mit ihrer mitreißenden Sprache.
Sie stammt aus Slovenien und wohnt jetzt in Wien, genau wie ihre Protagonistin Iva.
Es ist eine Geschichte über Mutter und Tochter und Ersatzmutter.
In Slowenien besaß ihr Großvater ein Hotel.

In dem hat Iva ihre Kindheit mit ihrem Kindermädchen Maria gelebt.
Iva ist mir nicht so schismatisch. So wie sie mit ihrem Freund umgeht ist ja peinlich. Gut er ist nicht so einfach, aber sie auch nicht.
Mit ihrer Mutter ist sie auch genervt. Die Mutter hat vielleicht Fehler gemacht, aber sie ist auch nicht nett.
Da dachte ich oft, ob es gut wäre, wenn sie selber ein Kind bekommt.
Vielleicht ist sie da ja auch nicht viel anders , wie ihre Mutter.
Die Autorin schreibt locker , mit Ernst und Humor im Wechsel. Das macht die Gesuchte zu einem interessanten Leseerlebnis.
Ich könnte mir das gut als Film vorstellen.

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Ein hin und her
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Mal Deutsche, mal Russin

Ferne Heimat Altmontal von Michael Riepl



Ferne Heimat Altmontal.
Das Leben meiner Mutter, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, ist eine Erinnerungsroman von Michael Riepl.
Er wechselt zwischen der Aufzeichnungen seiner Gro0mutter und seinen Erlebnissen bei den Hilfsorganisationen verschiedener Kriegsgebiete.
Die Erinnerungen der Gro0mutter gefielen mir am Besten.

Schön waren die sparsamen Fotos Hedwigs. Erst war sie die Deutsche in der Sowjetunion und dann war sie die Russin in Deutschland. Die Familie wurde von den Russen verfolgt. Von den Deutschen wurde sie dann als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verfrachtet.
Altmontal hat der Schriftsteller nur einmal kurz besucht. Jetzt kann er durch den Irakkrieg nicht mehr hin. Die verschiedenen Kriege sind so real, Die Arbeit fürs Rote Kreuz hat der Autor gut eingeflochten.
Es ist ein interessantes Buch.

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Mal Deutsche, mal Russin
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Fiktiv mit viel Wahrem

Dattelpalmen vor tiefblauem Himmel von Laila El Omari



Laila El Omari ist eine Schriftstellerin, deren Romane ich immer wieder gerne lese.
Der Roman „Dattelpalmen vor tiefblauem Himmel“ ist fiktiv, aber vieles ist in ihrer Familie so geschehen.
Ihre Protagonistin Amelie Saha ist Journalistin, sie will ihre arabischen Wurzeln nicht ausleben.Sogar ihre fünfzehnjährige Tochter bemerkt, das sie, wenn arabische Personen erwähnt werden, etwas brüsk reagiert.

Erst als sie von ihrem Arzt als Übersetzerin für eine Patientin dazu gebeten wird, ändert es sich langsam.
Als sie die Emigrantin zufällig wiedersieht, öffnet sie sich.
Sie spricht mit ihrer Mutter über den Vater und dessen Familie.
Die Autorin hat das alles perfekt dargestellt.
Ich war von dieser Familiengeschichte total gefangen.
Es ist absolut lesenswert.

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Fiktiv mit viel Wahrem
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Schwestern

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer



Der Roman „All die Farben all das Licht“ ist das Debüt von Cora Wucherer.
Die Autorin schreibt mit faszinierendem Stil einen Roman, aus dem Leben gegriffen.
Es geht um zwei Schwestern, Luna 17 Jahre alt und Martha 14 Jahre. Bei Marthas Geburt ist die Mutter gestorben. Der Vater ist Pfleger im Krankenhaus.

Er erzieht seine Töchter allein.
Bei June ist Schwerhörigkeit testatiert worden und jetzt dauert es nicht mehr lange und sie erblindet. Sie hat das Ascher Syndrom, dadurch hat der Vater mehr auf Juna geachtet. Martha fühlte sich unsichtbar. Der Altersunterschied ist Schuld an der Spannung zwischen ihnen, das ist normal. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Später werden sie dann bestimmt Freundinnen. Das Ende kam etwas abrupt, aber es ist gut so.
Die Autorin hat abwechselnd June und Martha erzählen lassen. So ist das ein packender Roman geworden.

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Heimlichkeiten

Lori von Anousch Mueller



Anousch Mueller schreibt in ihrem Roman „Lori“ über eine Familie in der vieles Verschwiegen wird.
Da kommt das DDR Regime zum Tragen.
Der Vater hatte schon Ausreiseanträge gestellt, bevor er Katharina kennenlernte.
Robert macht mit seinen kleinen Kindern einen Segeltour. Da kommt man ja schnell ad den Verdacht, das sie fliehen wollen.

Sie werden von den Soldaten angehalten. Dabei kommt Lori ums Leben.
Da wird dann nicht drüber geredet. Eni hat eine Erinnerung, weiß aber noch richtig worum es geht.
Aer alle Geschwister haben das Gefühl, das etwas fehlt.
Erst als sie erwachsen ist stellt sie den Eltern Fragen.

Dann gibt es da noch einen guten Freund, den sie verliert.
Die Autorin hat einen perfekten einfühlsamen Schreibstil, mit dem sie uns Leser gekonnt durch diese Geschichte führt
Der Roman ist Lesenswert.
Einfach Klasse.

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Norrlandsaga die 2.

Wo das Feuerkraut blüht (Die Norrland-Saga, Bd. 2) von Ulrika Lagerlöf

Wo das Feuerkraut blüht, ist der
2. Teil der Norrland – Saga von Ulrika Lagerlöf.
Schon der 1. Teil hat mich gefesselt.

Jetzt sind wir mit Siv, John, Nils und Nila im Jahr 1949 wieder dabei. Siv und Nila treffen sich wieder. Der 11jährige Nils hat große Probleme mit anderen Kindern.
Wir erfahren wie die erste elektrische Säge beim Roden eingesetzt wird.

Dann soll es eine Brandrodung geben, die fast zu einer Katastrophe wird.
Eva und ihr Sohn kämpfen noch mit ihrem Erbe. Der einzige Überlebende ist Nila und die Beiden wollen ihm gerne seine alte Heimat noch einmal zeigen.

Die beiden Episoden haben ihre verschiedenen Entwicklungen.
Die Autorin hat mir die nordische Atmosphäre wieder nahe gebracht. Ich möchte dem Buch wieder eine gute Leseempfehlung geben.

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Trauer und Bewältigung

Violette von Valérie Perrin

Violette ist der zweite Roman, den ich von der Schriftstellerin Valerie Perrin gelesen habe.

Leider brauchte ich erst eine ganze Zeit, um in den Roman hineinzukommen.
Es ist eine Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer und das Weiterleben.
Die Protagonistin Violette ist Friedhofswärterin. Sie erwähnt viele Grabaufschriften und Begräbnisse.

Dann passierte in ihrer Erinnerung ein dramatischer Verlust.
Nebenbei gibt es noch ein Tagebuch einer Irene, das fand ich nicht so interessant.
Das Buch ist ruhig geschrieben, mit Höhen und Tiefen.

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Trauer und Bewältigung
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Vier Generationen Frauen

Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe

Miriam Carbe stammt aus einer deutsch nigerianischen Verbindung.
In dem Roman „Unerwünschte Töchter“ verarbeitet sie ihre Familiengeschichte.
Ihre Großmutter und Urgroßmutter hinterließen ihr Tagebücher bis 1908.
Margarete, Marianne, Monika und die Schriftstellerin Miriam sind die Frauen in dieser Geschichte.

Margarete verlor im ersten Weltkrieg ihren ersten Mann und im zweiten Weltkrieg einen Sohn.
Mit Marianne erlebten wir die Nazizeit und den Krieg.
1945 kam Monika zur Welt. Ihre Kinderzeit mit alle ihren Emotionen und der Freundschaft mit Mireile war interessant. Leider wurde sie in der Jugend physisch krank. Als sie in Marburg studierte hoffte ich ja, das sie gesund wird. Als sie von ihrem nigerianischen Freund ein Kind erwartet, und sich durchsetzte um es zu behalten, sah-es doch erst gut aus.
Marianne war für eine Abtreibung, aber später war sie doch eine liebevolle Großmutter.
Das Alles hat Miriam Carbe mit ehrlicher Sprache zu Papier gebracht.
Es war ein eindrucksvolles Leseerlebnis.

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Einfühlsam

Die kleinste größte Welt von Katrin de Vries

Katrin de Vries führt uns in ihrem Roman „Die kleinste größte Welt“ in das Leben zweier Hebammen in den sechziger Jahren in einem Dorf in Ostfriesland.
1959 wird Greta geboren, die Mutter ist noch jung. Die Dorfhebamme hilft ihr.
Die Autorin erzähl gekonnt über diese Zeit und wie sich viel ändert.

Greta wächst erst bei den Großeltern auf und später wechselt sie zwischen den Eltern und den Großeltern. Das ist toll gemacht.
Die Hebammen Geeske aus dem Dorf und Käthe aus der Stadt haben sich bei ihrer Ausbildung kennen gelernt, jetzt sind sie über siebzig. Es ist interessant ihre Eindrücke in ihren Briefen und Dialogen mitzuerleben.
Die Autorin schreibt mit Raffinesse und viel Einfühlung diese Geschichte.
Da konnte sie mich mit ihrer Kunst überzeugen.

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Einfühlsam
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einfach spannend

Wir gehen mal los von Raffaella Romagnolo

Die italienische Schriftstellerin Raffaella Romagnolo hat ein besonderes Talent, ergreifende Romane zu schreiben.

Wir gehen mal los, ist der zweite Roman, den ich von ihr gelesen habe. Es ist fesselnd und spannend.

Amedeos Mutter ist gestorben und er hat keine Lust mehr zur Schule zu gehen. Sein Vater nimmt sich Zeit für ihn und sie machen eine Bergwanderung.

Amadeo hat eigentlich keine Lust und er ist auch ängstlich. In Gedanken spricht er mit der Mutter, sie hat ihm immer Mut gemacht.
Sie erreichen das Gipfelkreuz. Beim Abstieg gibt es einen Erdrutsch und der Vater ist unter einem Fels eingeklemmt.
Trotz seiner Ängste geht Amadeo los. Es ist eine gefährliche Partie, aber er macht alles so, wie der Vater ihm beim Aufstieg gesagt hat
Erst das linke Bein, dann den linken Arm, dann das rechte Bein und die rechte Hand.
Die Autorin hat ihn dabei eine besondere Atmosphäre gegeben.
Ich zitterte mit Amadeo mit.
Der Roman ist einfach grandios geschrieben und umgesetzt.

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einfach spannend