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Rezensionen von begine:
Wir schaffen das
Manchmal muss man sich entscheiden von Domenico Müllensiefen
Manchmal muss man sich entscheiden, ist ein gut gezeichneter Roman des Schriftstellers Domenico Müllensiefen.
Er schreibt über einfache Leute, die sehen müssen, das sie ihr Leben meistern.
Sandra besitzt einen alten LKW, mit dem sie Waren und Vieh durch Europa fährt. Sie hat ihren Mann verloren und muss Schulden bezahlen.
Dieses Mal fährt ihre 16jährige Tochter mit.
Durch ihren Freund Dirk wird sie in eine brenzlige Lage gebracht. Da muss sie sich für den richtigen Weg entscheiden.
Der Autor lässt Sandra einen derben Wortschatz angedeihen.
Der Roman nimmt einen mit auf die Reise.
Er lässt sich gut lesen.
Erwachsen werden
Mit dem ersten Licht von Florian Knöppler
Florian Knöppler hat seinen Roman, Mit dem ersten Licht, in die 1980er Jahre angelegt..
Die Zeit kennt er aus eigener Erfahrung. Er hat den Roman in Elmshorn angesiedelt.
Man erlebt Depressionen, Gewalttätigkeiten , aber auch Freundschaft und Liebe.
Der Autor versteht es gut die Sehnsüchte und Emotionen des 15jährigen Arne darzustellen.
Er hat ihn als einsamen sehnsüchtigen Jungen beschrieben. Auch die anderen Personen sind gut getroffen.
Er lässt uns bis in Arne als junger Erwachsener begleiten.
Das ist außerordentlich unterhaltend.
Irak, Frankreich und Saarbrücken
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
Safia Al Bagdadi hat mit dem Roman, Unser Haus mit Rutsche, ein wunderbares Werk geschaffen.
Die Protagonistin Layla hat den gleichen Hintergrund wie die Autorin.
Sie ist elf bald zwölf Jahre alt. Ihr Vater stammt aus dem Irak und Laylas Held, sie stellt immer viele Fragen, die er beantwortet.
Aber er hat selber viele Ideen, die sich nicht so realisieren lassen.
Alles ist gut, bis der Vater keinen Job mehr hat. Der Irakkrieg beginnt und alles wird anders.
Plötzlich ist der Vater nicht mehr der Held, Layla kann nicht mehr zu ihm aufsehen. Ja, so ist das eben, Eltern sind eben auch nur Menschen. Die Autorin beschreibt alles mit eindrucksvoller Stimme.
So lässt sie die ältere Layla mit Arzt und Psychologin debattieren. Ihre Kindheit hat auch ihr Erwachsenenleben geprägt.
Der Roman hat mich total gefesselt.
Das Leben und denken dieser Familie war so lebendig, das ich ich den Roman gerne weiter empfehle.
Von Italien nach England
Schwarzer September von Sandro Veronesi
Schwarzer September,ist der dritte Roman, den ich von dem italienischen Schriftsteller Sandro Veronesi gelesen habe. Es ist wieder ein gelungenes Werk.
Er lässt uns in die Gedankenwelt und Erlebnisse des zwölfjährige Gigio. Seine Eltern und seine Er lebt mit Schwester leben im Sommer an der Ligurischen Küste.
Seine Mutter ist Engländerin und er kann fließend englisch reden.
Gigio beobachtet seinen Körper, die Freunde sind schon weiter entwickelt.
Um viel von der Familie und Allem zu erfahren, belauchscht er seine Eltern. Er bekommt mehr mit, als die denken.
Die Mutter seiner dreizehnjährigen Freundin stammt aus Äthiopien. Als der Vater ermordet wird, ist die Mutter gleich verdächtig. Am Strand wird gleich vier getratscht.
Die Ehe von Gigios Eltern scheitert und die Mutter entführt die Kinder zu ihrer Familie in England.
Jetzt erzählt der Autor aus seinem Erwachsenen Leben, von seinen Kinder und von seiner Schwester.
Der Schreibstil fesselt und ich empfehle den Roman gerne weiter.
Selbstvorwürfe
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Betty Boras Debüt, Das schönste aller Leben, besticht durch den guten Ton.
Die Protagonistin Vio kommt genau wie die Autorin als Kind von Rumänien nach Deutschland.
In einem zweiten Strang wird Theresias Leben im 18. Jahrhundert im Banat, Rumänien beschrieben.Da ist Schönheit gefährlich.
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte in den Roman so richtig zusammenpassen.
Das hatte ich dann intensiver als eigenen Roman lieber gelesen.
Gut beide Frauen kommen aus der gleichen Gegend, aber das ist auch alles.
Vios Geschichte ist gut geschildert.
Ihre Depressionen nach dem Unfall ihrer kleinen Tochter kann ich gut nach empfinden. Da kommt man ja nicht raus, die Brandwunden erinnern immer wider.
Ich habe mit Vio mitgelitten.
Der Roman ist gut umgesetzt und worden die Sprache ist ruhig und passend. Es ist eine lesenswerte Geschichte.
Bewegend und Authentisch
Zugwind von Iryna Fingerova
Iryna Fingerova ist wie ihre Protagonistin Mira in ihrem Roman, Zugwind, aus Odessa. Sie ist Ärztin, Journalistin und Schriftstellerin.
Die Autorin schreibt bewegend und authentisch. Sie erzählt ihr Leben.
Mira wird Hausärztin und da kommen viele Patienten aus der Ukraine. Als Patient fühlt man sich ja wohler, wenn der Arzt einen versteht.
Sie erfährt von ihren Patienten viel aus deren Leben und den Problemen, die sie mit der Bürokratie Deutschlands nicht so zurechtkommen.
Da sind die Angst und die Erfahrungen des Krieges und die Sehnsucht nach der Heimat. Zuhause hatten sie alles und jetzt ist alles beengt. Das ist ein Dilemma.
Seit der Krieg in der Ukraine angefangen ist gibt es bei Mira das schlechte Gewissen, das sie in Sicherheit ist und viele Freunde um ihr Leben bangen müssen.
Dann ist sie auch noch eine Jüdin und da kommt auch noch das Drama in Israel dazu.
Weil die Autorin das alles selber erlebt, ist man von diesem Roman total gefangen.
Da erfährt man von den Emotionen der Emigranten und lernt sie besser zu verstehen.
Drei Generationen
Real Americans von Rachel Khong
Der Roman Real America von Rachel Khong, spiegelt drei Generationen wieder.
Es gibt viele sehr reiche Familien, die nicht immer so nett sind.
Dann gibt es DEN Manipulationen, ,bei denen die Chinesin Mei beteiligt ist.
Mei ist aus China in die USA gekommen. Ihre Tochter Lilykann kein Wort chinesisch, das sie bei anderen Chinesen immer etwas irritierten wirkt.
Lilys Sohn Nick sieht überhaupt nicht asiatisch aus. Er ist das Ebenbild seines Vaters.
Jeder der Drei kommt zu Wort, so können wir die Eindrücke von verschiedenen Seiten lesen.
Besonders haben mich Meis Erinnerungen an ihre Kindheit und ihr Studium unter Mao interessiert.
Ich kann das Buch gerne weiter empfehlen.
Wer ist Schuld
Spielverderberin von Marie Menke
Marie Menke beschreibt in ihrem Roman, Spielverderberin, die Freundschaft dreier jungen Frauen. Drei Freunde ist oft nicht so einfach, da ist oft einer über. Das ist gerade bei so unterschiedlichen Charakteren der Fall.
Die Autorin kennt die Gefühle der Drei, denn sie ist auch noch jung.
Da geht es um Liebe, Eifersucht und um Fragen, was man studiert und wo.
Dann gibt es da noch ein Geheimnis, das Gewissensbisse macht.
Gerade das bringt die Freundschaft ans Ende.
Lange Zeit fragt man sich, was da wohl geschehen ist und wer was getan hat.
Da stellt uns die Autorin ganz schön ins grübeln.
Ganz am Ende kommt die Beichte und es ist Schluss. Da hätte ich gerne noch eine Reaktion erlebt.
Der Roman ist wahrscheinlich mehr für junge Leser geeignet.
Die Autorin fesselt mit ihrer Sprache und ich wurde gut unterhalten.
Also ist es zu empfehlen.
Aus Vietnam nach Deutschland
Menschen wie wir von Thi Thanh Thao Tran
Thị Thanh Thảo Trần ist eine Schriftstellerin, die in Vietnam geboren ist.
Ihr Roman, Menschen wie wir, zeigt wie Emigranten, das Leben in Deutschland schwer ist.
Es ist ein ruhiger Roman.
Die Autorin beschreibt auch, was ein Kind empfindet, wenn der Vater jahrelang nicht vorhanden ist. Das Verhältnis ist dann gestört.
Die Autorin erzählt detailliert die Probleme und Empfindungen der Vietnamesen. Das hört sich oft beklemmend an, überhaupt, das die Mutter am Ende jedes halbe Jahr, wegen einer Aufenthaltsgenehmigung zum Amt muss.
Es ist interessant zu lesen, aber ich möchte nicht tauschen.
Das Buch ist lesenswert, sollten vielleicht viel lesen, um einen Einblick bekommt.
Klasses Debüt
Hazel sagt Nein von Gross Jessica Berger
Hazel sagt Nein, dieser Roman ist der Schriftstellerin Jessica Berger Gross gut gelungen.
Sie schreibt hier über eine Familie, die von New York nach Maine zieht.
Es beginnt mit dem ersten Schultag an der neuen Schule.
Die achtzehnjährige Hazel wird gleich zum Direktor gerufen.
Sie braucht nur noch ein Jahr um sich am College zu bewerben.
Als der Direktor sagt; Ich suche jedes Jahr ein Mädchen aus, mit dem ich Sex habe.
Da war ich , das Hazel nein sagt. Aber der verdreht die Wahrheit und Hazel wird von dem Ort angefeindet.
Erst als sie die Geschichte aufschreibt und publik macht, wird sie von der Presse vorgeführt. Sie soll daraus ein Buch machen, aber Hazel hat Skrupel.
Sie will Schriftstellerin werden, aber nicht so.
Hazel und ihre Familie sind wunderbar dargestellt und die Emotionen sind prima.
Der Roman gefällt von Anfang an.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.











