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Rezensionen von yellowdog:

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Meister des Lichts

Sorolla

Der spanische Impressionismus ist in Deutschland nicht so bekannt wie der französische, aber Joaquin Sorollas wundervolle Gartengemälde könnte ich stundenlang ansehen und in den hellen Farben schwelgen. Die Bilder mit den Spiegelungen der Gebäude und Bäume im Wasser beeindrucken mich besonders.

Häufiges Motiv von Sorolla sind seine Frau und die Töchter in den Gärten.

Gerne zeichnet er auch Brunnen.

Ich bewundere den Detailreichtum mancher Bilder, z.B. Das Nähgen der Segel oder Palast La Granja, den man im Bild eigentlich nur in der ferne sieht.

Wenn man die Bilder die Gärten in Sevilla und Granada sieht, bekommt man Lust, einmal nach Andalusien zu reisen.

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Meister des Lichts
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Zweiter Teil der Saga

Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz

Das Ritual des Wassers ist nach Die Stille des Todes der zweite Teil der Kraken-Reihe. Die baskische Autorin Eva Garcia Saenz setzt gerne zwei Erzählebenen (Gegenwart und Vergangenheit) ein und lässt die Hauptfigur Inspector Unai Ayala immer persönlich in die Fälle involviert sein.
Jetzt ist seine Jugendfreundin Annabel ermordet aufgefunden worden.

Als Experte für Fallanalyse wirkt er an der Ermittlung mit, obwohl er nach der schweren Verletzung aus dem dem letzten Fall eigentlich noch nicht wieder im Dienst ist.
Neben diesem Fall beschäftigt Ayala auch die Schwangerschaft seiner Chefin Alba, denn das Kind könnte von ihm sein.

Die Autorin lässt den Leser dicht an den Figuren dran sein, insbesondere natürlich Ayala, dessen Gedanken man folgt. Er ist eine gute Hauptfigur, der den Roman trägt.
Zu den guten Nebenfiguren gehört neben Alba auch Ayalas Großvater, der zwar alt ist, ihn dennoch unterstützt, wo er nur kann.
Auffällig auch, dass viele Figuren eine schwierige Jugend hatten, die sie prägte.

Im Vergangenheitsplot 1992 ist Ayala noch ein Jugendlicher. Ereignisse von damals haben auch noch aktuell Bedeutung. Die Kombination der Erzählzeiten passt gut.

Das Ritual des Wassers ist nicht so stark wie der erste Teil, was Beschreibungen der Umgebung angeht, dafür ist er geradliniger und das Privatleben des Protagonisten wird intensiver.

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Zweiter Teil der Saga
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Stark & Macht

Flirting with Fire von Piper Rayne

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört.
Piper Rayne schreibt normalerweise grenzwertige Romane, aber Flirting with Fire ist relativ gemäßigt und die Liebesgeschichte zwischen Madison und dem Feuerwehrmann Mauro Bianco ist eher romantisch. Ihre Annäherung erfolgt vorsichtig. Dazu gibt es am Anfang schon die Begegnung, als sie noch zur Schule gingen.

Daran kann sich Madison noch gut erinnern, doch Mauro nicht.
Statt dessen haben sie jetzt als Erwachsene erst einmal eine geschäftliche Beziehung. Sie haben gemeinsam ein Haus ersteigert, das sie wieder herrichten wollen. Es ist sogar Madisons Elternhaus, doch sie hatte eine schwierige Jugend.
Eine psychologische Note begleitet die komplette Handlung.

Leider gibt es kaum Beschreibungen von Einsätzen der Feuerwehr, das wird dann doch der Beziehungsgeschichte untergeordnet. Doch dann gibt es im Finale doch noch ein paar wenige Szenen dazu. Dennoch verschenkte Potentiale.

Was auch gut funktioniert ist, die Handlung aus wechselnder Perspektive von Maddy und Mauro erfolgen zu lassen. Im Hörbuch gibt es deswegen auch zwei Sprecher, Lisa Stark und Sven Macht. Die Tracks sind relativ kurz, passen aber.

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Stark & Macht
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Aufgewachsen als Pastorentochter

Unter uns Pastorentöchtern von Claudia Hagge

Claudia Hagge wirf einen Blick darauf, wie es war, in den sechziger Jahren in Schleswig Holstein als Pastorentochter aufzuwachsen. Und es ein überwiegend gelassener und liebevoller Blick auf ihr Zuhause und ihre Eltern, manchmal etwas spöttisch gegenüber den Bewohnern des Städtchens, insbesondere die Frauen, die den Pastor anschmachten.

Der geht ganz in seiner Arbeit als Seelsorger auf. Claudias Mutter ist etwas spröder, aber auch sie ist engagiert.

Für Claudia ist es manchmal nicht einfach. In der Schule wird sie anders behandelt, weil sie Pastorentochter ist. Das prägt sie, macht sie eigenwillig und selbstständiger.

Zum Ende schreibt Claudia Hagge noch über berühmte Pastorentöchter: Merkel, Jane Austen, die Bronteschwester. Am längsten hält sie sich mit Theresa May auf und setzt manche Eigenschaften als typisch für Pastorentöchter.

Ein amüsantes autobiografisches Buch.

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Aufgewachsen als Pastorentochter
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Kein Highlight

Wut von Felix Huby

Der inzwischen 80jährige Felix Huby gilt als wichtiger Autor von Drehbüchern für das Fernsehen und Kriminalromane. Ich hatte ihn zufälligerweise noch nie gelesen. Also wollte ich mal sehen, ob der Autor was für mich ist.

Man merkt dann aber doch schnell deutlich, dass Wut nur ein Teil einer Reihe ist.

Das Ermittler-Ehepaar Peter und Hanna Heiland steht im Mittelpunkt. Eigentlich mag ich die beiden auf Anhieb, aber ihre Geschichte miteinander ist ja weit fortgeschritten und bietet nicht so viel Spannungselemente. Auch die Idee mit dem Karate zündet weniger als erwartet. Es wird ein solider Krimi, aber als Leser erwartet man ja eigentlich mehr.

Mich hat das Buch aufgrund seiner Durchschnittlichkeit überhaupt nicht überzeugt, aber Fans der Reihe sind vielleicht zufrieden.

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Kein Highlight
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Intensives Portrait einer Malerin

Frieda von Dagmar Fohl

Mit Frieda hat Dagmar Fohl einen historischen Roman geschrieben, der sich den Konventionen des historischen Unterhaltungsroman entzieht, einfach nur deswegen, weil auch ihre Heldin Elfriede Lohse-Wächtler (Frieda) sich den familiären und gesellschaftlichen Konventionen entzog. Frieda ist 1899 geboren.

Als sie 16 Jahre alt war, kämpft sie für ihre Eigenständigkeit als Malerin. Aber es sind auch die Kriegsjahre, und die sind hart.

Frieda lebt für ihre Kunst. Dafür muss sie einen Preis zahlen, aber ich sehe die Figur nicht als tragisch oder gescheitert an. Dafür lebt sie zu leidenschaftlich und ganz und gar.
Als Leser ist man nahe bei ihr, ihren Gedanken und Emotionen. Das hat die Autorin wundervoll gestaltet, man ist als Leser dankbar, eine Figur so sehr zu begegnen.

Doch ihre Emotionen nehmen überhand. Sie ist so überreich an Empfindungen, das sie sich nicht mehr kontrollieren kann und wird in eine Irrenanstalt eingewiesen.
Doch sie malt wie besessen weiter.Ihre avantgardistische Bilder sind bemerkenswert.

Die Intensität nimmt immer mehr zu. Für den Leser streckenweise schwer zu ertragen, aber man kann sich auch nicht entziehen.

Frieda ist ein Buch, auf das man sich ganz einlassen muss und es ist ein beeindruckendes Portrait einer Malerin, deren Werk zum Großteil als entartete Kunst vernichtet wurde und die doch noch nicht ganz vergessen wurde. Umso wichtiger dieses Buch. Preisverdächtig!

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Intensives Portrait einer Malerin
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Leben nach der Explosion

Träume von Freiheit - Flammen am Meer von Silke Böschen

Mag der Romantitel etwas pathetisch wirken, gilt dies nicht für den sorgfältigen Text über zwei sehr unterschiedliche Frauen, die ein bestimmtes Ereignis verbindet.

Es ist 1875 in Bremerhaven. Durch eine Explosion sterben viele Menschen, viele werden schwer verletzt. Das war ein reales Ereignis.

Das Anfangskapitel zeigt gleich eine große Dynamik, die die Romanhandlung auch durch das Buch begleitet.
Die Handlung splittet sich dann auf in die Orte New York und Bremerhaven und erstreckt sich über ein paar Jahre.
Die Autorin Silke Böschen schafft es, die Folgen einer Tat für die betroffenen zu zeigen, auch in der stimmigen psychologischen Figurenführung. Das Buch ist zudem sprachlich wirklich beeindruckend.

Ein überzeugender historischer Roman, der ein Gefühl für die Zeit entwickelt.

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Geheimnisvoll

Träume von Freiheit - Flammen am Meer von Silke Böschen

Die ruhige Erzählweise von Das Geheimnis von Shadowbrook wird konsequent durch die Gedankenwelt der Protagonistin Clara Waterfield bestimmt. Sie ist geprägt von ihrer Krankheit und ihrer Eigenwilligkeit. Diese Form kommt der Fassung als Hörbuch entgegen.

Der Originaltitel House of Glass gefällt mir wegen seiner Doppelbedeutung besser als der deutsche Titel.

Clara leidet an der grausamen Glasknochenerkrankung und kann deswegen nur sehr behutsam durchs Leben gehen. Ihr Aufenthalt in Shadowbrook wird auch zu einem Emanzipations- und Selbstfindungsprozess.

Die britische Autorin Susan Fletcher arbeitet stark mit Atmosphären, daraus ergibt sich eine enorme Dichte.
Die Welt Englands 1914 erwacht für den Leser, insbesondere der Landsitz Shadowbrook und sein Gewächshaus. Hinzu kommen Elemente der Gothic Novel, die vorsichtig und geschickt eingesetzt werden.

Ein langsames Erzähltempo bestimmt die Handlungsentwicklung. Beschreibungen stehen mehr im Vordergrund als Handlung, dazu die Betonung des Geheimnisvollen.
Aufgrund ihres aufgrund der Krankheit bedingten bisher behüteten Lebens ist Clara eine perfekte Reflekionsfläche für die mysteriösen Geschehnisse in Shadowbrook.
Es gibt neben der interessanten Hauptfigur noch einige vielschichtige Figuren, bei dem die Autorin die Motivationen ihres Handeln nachdrücklich zeigt und nachvollziehbar macht.
Ein kleines, psychologisch dichtes Meisterwerk, dass Spannung kontinuierlich aufrecht erhält und ein feinfühliges, stimmungsvolles Buch!

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Beim Warp!

Träume von Freiheit - Flammen am Meer von Silke Böschen

In eisiger Tiefe ist ein Warhammer-Roman, an dem mich von Anfang die originelle Erzählstruktur reizte. Es wird eine Chronik geschildert, unterbrochen von redaktionellen Notizen, die mehr Kommentare zum erzählten sind.
Insbesondere fällt auf, dass der Erzähler Cain nicht unbedingt der glaubwürdigste Chronist ist.

Das wird schon im Vorspann dieses Berichts erwähnt, aber man hätte das auch selbst beim Lesen schon schnell bemerkt, glaube ich. Cain ist ein widerborstiger Antiheld. Das gefällt mir besser als ein strahlender Hero.
Dass der Schauplatz eine Eiswelt ist, auf der die Mannschaft ums Überleben kämpfen muss, hat auch seinen Reiz.
Der Autor Sandy Mitchell beherrscht die Kunst der Ironie.
Zudem wird bei der Geschichte so herrlich dick aufgetragen, dass ich spontan an den legendären Science Fiction-Autor Harry Harrison und seinen Stahlratten-Zyklus denken musste.

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Rasant

Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox

Missing Boy ist schon der dritte Teil um Privatdetektiv Ted Conkaffey in Nordaustralien. Den ersten Teil Crimson Lake fand ich ziemlich stark, der zweite Roman Redemption Point enttäuschte mich, weil Teds private Lage stagnierte, doch Missing boy ist wieder richtig gut.

Candice Fox hat mit Ted einen guten, warmherzigen Protagonisten geschaffen, der in eine missliche Lage geraten war, weil er des Mordes an einem Mädchen verdächtigt wurde.

Obwohl unschuldig, glaube viele er wäre doch schuldig. Entsprechend isoliert ist er auf seiner Farm, zusammen mit einem Hund und 7 Gänsen.


Ted ist aufgeregt weil seine 3jährige Tochter, die bei seiner Exfrau lebt, zu Besuch kommt. Doch ausgerechnet jetzt bekommt er einen Fall um einen verschwundenen Jungen, den er zusammen mit seiner exzentrischen Partnerin Amanda bearbeitet.

Natürlich wird es auch diesmal leicht übertrieben und überdramatisiert, aber Candice Fox weiß, wie man eine Geschichte spannend gestaltet.

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Rasant