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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Großartig

Ich liebe die Bilder von Edward Hopper und auch in diesem Buch sind die Gemälde großartig. Ein echter Genuß!
Der amerikanische Maler Edward Hopper konnte Menschen wie Landschaften! Tatsächlich ist manchen Bildern eine gewisse Leere enthalten.
Manche hingegen sind schon mächtig, zum Beispiel Valley of the Seine.

Dann die Haltung der Figuren, aussagekräftige Tristesse, selbst wenn man die Gesichter nicht erkennen kann.
Bemerkenswert auch die Lichtspiegelungen, z.B. auf dem Fluss in Blackwell´s Island
und die zum Teil matten Farben, die dennoch lebendig sind (Road in Maine, Square Rock).
Das Blau hingegen leuchtet (Jo Sketching at Good Harbor Beach).
Ein ganz besonderer Abschnitt ist Schiffe und Leuchttürme.
Auch der (vielleicht nur konstruierte) Zusammenhang zwischen Hopper und Hitchcock ist reizvoll.
Erwähnenswert auch der Abschnitt Der Wald!

So glücklich ich über das Buch bin, verursacht doch gerade diese Qualität eine Sehnsucht, Hopper-Gemälde mal wieder in echt in einem Museum zu sehen. Lange ist es her!

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Hartgesotten in Frankfurt

Schöner sterben in Bembeltown von Leo Heller

Schöner Sterben in Bembeltown ist eine tempreiche, humorvolle Detektivgeschichte.

Detektiv Jürgen McBride hat etwas punkiges an sich und ist ein typischer moderner Erbe von Sam Spade. Sein Ton ist rüde, aber herzlich. Das ganze ist dick aufgetragen, aber so dass es Spaß macht.

McBride übernimmt einen undurchsichtigen, aber lukrativen Auftrag, bei dem es um einen Mord geht.

Eine Frau mit dem sprechenden Namen Ellen von Unschwer hat ihn engagiert. Der Ermordete war ihr Geschäftspartner.
Reizvoll, dass es in dem Fall in erster Linie auch um einen Kunstraub geht. Beuys-Zeichnungen sind verschwunden. Frankfurt als Schauplatz funktioniert auch.

Der Krimi ist nicht lang und schnell durchgelesen. Mich hat er amüsiert!

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Hartgesotten in Frankfurt
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Virtuos

Die Reisenden von Regina Porter

Es ist eine komplexe US-amerikanische Familiengeschichte, darunter auch der weiße Rufus, der die afroamerikanische Claudia heiratet. Beide Familienzweige werden ausgiebig betrachtet. Die abgebildete Zeit geht von 1950 bis 2010 und zeigt überwiegend die Schauplätze Georgia und New York, zeitweise auch Vietnam.

Viele, viele Figuren wirken mit. Manche tauchen nur kurz auf. Es gefällt mir aber auch gut, wie die Nebenfigur einer Episode später dann selbst im Mittelpunkt steht. Regina Porter gibt jeder Figur eine individuelle Persönlichkeit und Sprache.
Virtuos konstruiert ist es für den Leser nicht immer einfach zu folgen und Figuren und Zeiten korrekt zuzuordnen. In dieser Herausforderung liegt aber auch ein Reiz des Buches. Viele kleine Episoden ergeben ein Gesamtbild, das die Gesellschaft der USA über Jahrzehnte spiegelt.
Für mich bisher DER Roman des noch jungen Jahres!

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zwischen leisem Humor und Melancholie

Sweet Sorrow von Regina Porter

Der Roman von Bestseller-Autor David Nicholls wird von der Erzählstimme von dem anfangs 16jährigen Charlie Lewis getragen, der von seinem Leben erzählt und vom Treffen mit Fran Fisher, ein selbstbewusstes Mädchen, dass ihn beeindruckt.
Wegen ihr schließt er sich einer Theatergruppe an, die Shakespeare auführen will.

Natürlich Romeo und Julia.

Der Erzählton schwingt sich ein zwischen leisen Humor und einiges an Melancholie.
Ihn schmerzt ein Leben von Durschnittlichkeit und mit geschiedenen Eltern.

Der Roman liest sich ganz gefällig, aber etwas vorhersehbar und den Figuren fehlt irgendwie das außergewöhnliche. Davon abgesehen mag ich sie und es git in den Dialogen auch ganz guten Wortwitz. Außerdem überzeugt das Buch mit einer glaubhaften Darstellung der neunziger Jahre.

Obwohl mich das Buch eigentlich ganz gut untrrhalten hat, empfand ich die Handlung als zu harmlos. Daher wird mir das Buch vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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Der Weg ist der Plan

Sweet Sorrow von Regina Porter

Der Titel Gar kein Plan ist auch eine Lösung hatte mich zunächst abgeschreckt, aber der Roman wurde mir empfohlen.
Das ist der zweite Roman, den ich von Kyra Groh lese und wieder konnte sie mich überzeugen.
Sie schreibt nicht nur unterhaltend und gut sondern auch ausgewogen und das ist etwas was ich schätze.

Das Ausgewogene zeigt sich zum Beispiel im Anteil zwischen realistischen und humorvollen Szenen.
Und ich mag die Hauptfigur und Icherzählerin Mara, die in eine Krise gerät. Ihr langjähriger Freund trennt sich von ihr und sie muss auch noch ausziehen, dann verliert sie sogar ihre Arbeit.
Mara hat verschiedene Pläne, um aus der Krise zu kommen. Das durchzieht das Buch und kein Plan ist die perfekte Lösung.
Dann lernt sie aber den 7 Jahre jüngeren Marius kennen, der locker und gelassen ist.
Es gibt auch gute Passagen mit ihren Eltern und ihrem Bruder. Mir gefällt, das alles gut zusammenpasst. Nicht zuletzt soll auch der Wortwitz in den Dialogen erwähnt sein.

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Ein fast ein perfektes Meisterwerk

Eine fast perfekte Welt von Agus Milena

Eine fast perfekte Welt ist ein wunderbarer Roman. Die Autorin schafft es, einen Familienroman in 3 Generationen auf kleinen Raum zu erzählen und dabei Städte wie Genua, Mailand und New York einzubeziehen, aber im Vordergrund steht natürlich ganz und gar Sardinien.
Hier heiraten Ester und Raffaele ein paar Jahre nach dem Krieg, nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte.

Sie ziehen weg, kommen aber zurück mit ihrer kleinen Tochter Felicita, die ein frohes Gemüt hat.
Als junge Frau bekommt Felicita einen Sohn, der später Jazzpianist wird.

Immer wieder gibt es kleine Momente, die zu bewegen vermögen, z.B. als Raffaela und Felicita ihre biestige Großmutter erstmals ans Meer bringt. Die alte Dame. Die das Meer stets ablehnte, liebt es schließlich.

Am meisten geht es darum, wie verschieden die Menschen das Leben sehen. Die Gespräche darüber sind originell gemacht und meisten ist Felicita die positive, die erzählt, was es heißt, das Leben zu lieben.

Milena Agus hat ein fast ein perfektes kleines Meisterwerk geschrieben.

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Ein fast ein perfektes Meisterwerk
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Eine mögliche Zukunft

Eine fast perfekte Welt von Agus Milena

Eigentlich fand ich den Gedanken der Autorin die veränderte Gesellschaft und mögliche Folgen in naher Zukunft zu zeigen, sehr reizvoll. Doch die Umsetzung überzeugte mich nicht ganz.
Dennoch gibt es brauchbare Ansätze, z.B. die Erzählstruktur.
Es erzählen viele verschiedene Menschen über das Staatsoberhaupt eines Landes, der ungewöhnliche Maßnahmen ergreift.

Seine Methode ist der repressive Totalerismus.

Florian Steiner war schon früh bemerkenswert. Sein ehemaliger Lehrer, der schon über die Begabung des jungen Mannes staunte, seine Frau, die an ihn glaubt, aber auch zu zweifeln beginnt, Anhänger und die Gegner, die ihn als Diktatur empfinden. Es gibt sogar ein Attentat auf ihn.

Diese Methode der Vielzahl von erzählenden Figuren ist nicht unbekannt in der Literatur und kann auch funktionieren, doch durch zu schwache Figurenzeichnung wird es zu statisch.
Dafür entsteht ganz schön Tempo. Immerhin auch schon was.

Manche Zukunftsszenarien halte ich glaubhaft, z.B. das sowohl die Briten als auch die USA zukünftig am Boden sein werden. Und auch der Zwiespalt der Regierung des diktatorischen Menschenfreundes, ein zweischneidiges Schwert.
Das Ende hat mich überrascht!

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Ein Aal wird nie einfach nur ein Aal sein

Das Evangelium der Aale von Patrik Svensson

Unglaublich, was man in diesem Buch über Aale erfährt, es sind erstaunliche Tiere. Ich habe sogar vorsichtshalber mal gegoogelt, ob das auch stimmt, was der Autor Patrick Svensson alles über Aale erzählt, aber tatsächlich!
Erwartungen an poetische Momente werden schon durch das vorangestellte Zitat von Seamus Heaney, dem großen irischen Lyriker und Literaturnobelpreisträger, geweckt.

Das wird auch teilweise erfüllt, zum Beispiel bei den Passagen, die er zusammen mit seinem Vater beim Angeln verbrachte. Es ist auch ein Erinnerungsbuch an den Vater.
Aber Patrik Svenssons Sprache ist auch skandinavisch zurückhaltend und mehr durch Faktenwissen und bemerkenswerte Interpretationen geprägt. Dazu gehören auch die Abschnitte mit den Theorien von Aristoteles und viel später die vom jungen Freud.

Patrik Svensson führt einen im Verlaufe des Buches weit in die Welt, bis auf die Mayflower oder in die Blechtrommel von Günter Grass bis hin zu Graham Swifts Wasserland.Ein Feuerwerk an Bezügen aus Philosophie und Literatur.

Das rätselhafte am Aal macht ihn zu etwas besonderen und bewirkt, dass sich Menschen so sehr mit ihnen beschäftigen und dass die Aalfischer ein besonderer Schlaf Mensch sind.
Der Aal als Symbol für unsere komplexen Beziehungen zu allem Leben.

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etwas Lahm, aber mit guten Momenten

Doggerland. Tiefer Fall von Maria Adolfsson

Mit Tiefer Fall kehrt man zum Doggerland zurück und zur Kriminalkommissarin Karen Eiken Hornby. In der Weihnachtszeit muss sie in einem Mordfall ermitteln.
Die Landschaftsbeschreibungen des fiktuven Doggerland verbreiten wieder einiges an Atmosphäre.
Ansonsten ist der Fall an sich nicht so aufregend.

Anfangs fand ich es sogar ziemlich langweilig. Fast lahm! Das wundert mich, wenn ich an die dramatischen Szenen des ersten Teils denke. Später wirs es aber zum Glück noch rasanter.

Das Interessante bleiben die eigenwillige Persönlichkeit von Karen und ihre Beziehungen zu den Menschen, z.B. zu Sigrid, die sie fast wie eine Tochter bei sich aufnimmt. Außerdem wohnt noch der Obdachlose Leo Friis bei ihr, ebenfalls schon bekannt aus dem ersten Teil.
Außerdem kümmert sie sich um ihre Freundin Aylin, die von ihrem gewalttätigen Mann brutal verprügelt wurde und die ihn deswegen mit ihren Kindern verlassen hat. Das sind Passagen, die zu den spannenderen gehören.
Zudem sind die Dialoge durchgängig auf einem guten Niveau.

Maria Adolfsson wird voraussichtlich noch einen dritten Roman folgen lassen, denn Doggerland soll ja eine Trilogie werden. Mittelteile sind dabei ja oft etwas lahmer, also bin ich bei Teil 3 wohl wieder dabei.

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Emotional, aber sensibel erzählt

Freischwimmen von Adam Baron

Es ist ein sehr emotionales Buch, bei dem der Leser Lachen und Weinen wird. Erzählt wird es von einem 9jährigen Jungen in Nöten. Cymbeline lebt alleine mit seiner Mutter. Sie wohnen bei London und Cyms Mutter leidet unter Stimmungsschwankungen, die der Junge nicht versteht.
Und eines Tages ist die Mutter verschwunden.

Mit Freunden versucht er sie zu finden. Einziger Hinweis ist ein Gemälde, aber wo ist der abgebildete Ort.

Cym ist ein sensibler Junge, seine Perspektive ist zudem nicht ohne Selbstironie. Das hat mir gut gefallen.

Der Roman hat einige ernste Untertöne, spricht auch von Verlusten. Daher sind vermutlich Kinder/Jugendlich, die älter sind als 10 die idealeren Leser.

Mir hat das Buch des britischen Autors Adam Baron gut gefallen und ich könnte mir gut vorstellen, weitere Romane von ihm zu lesen.

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