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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Es braucht ein "Dorf" für einen jungen Mann

Pina fällt aus von Vera Zischke

Wer ein Kind bekommt, hört oft von dem afrikanischen Sprichwort: "Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen". So ein Dorf hat Pina erst einmal nicht. Seit 20 Jahren kümmert sie sich völlig alleine um Leo. Leo, der schon immer anders war. Der nicht zu dem Zeitpunkt sprechen lernte, als andere Kinder es taten.

Der nicht ins Regelschulsystem passte. Der in seiner eigenen Welt lebt, die kaum jemand versteht. In diese Welt passt Leo nicht rein und seine einzige Stütze ist Pina. Aufopferungsvoll kümmert sie sich um ihn, hat ihr eigenes Leben hintan gestellt. Jeden Morgen stellt sie Leo seine Frosties mit Milch hin - die einzige Sorte, die er mag - mit dem Löffel in genau dem richtigen Winkel und darin aufgelösten Vitamintabletten zur Ergänzung seiner einseitigen Ernährung. Sie sorgt dafür, dass er den Bus erwischt, um in die Tageswerkstätte zu kommen. Sie versteht sein Denken und seine Routinen. Dabei ignoriert sie die immer schlimmer werdenden Magenschmerzen, die sie plagen. Schluckt eine Schmerztablette nach der anderen, denn für einen Krankenhausaufenthalt oder gar die empfohlene Kur für pflegende Mütter sieht sie keine Möglichkeit: wer würde sich dann denn um Leo kümmern?

So kommt es, wie es fast schon kommen muss: Pina bricht nach einem Einkauf der Straße zusammen. Diagnose Magendurchbruch. Sie überlebt nur knapp und landet auf der Intensivstation, ist erst einmal tagelang kaum bei Bewusstsein. Niemand kommt sie dort besuchen, die Pflegekräfte wundern sich, ob diese Frau überhaupt keine Angehörigen habe? Zurück daheim bleibt ein hilfloser Leo, dessen Welt, Routinen und Bedürfnisse nun keiner mehr versteht. Was wird nun mit ihm passieren?

In diesem berührenden Buch gibt es noch so etwas wie eine heile Welt: Nachbarn, die davor zwar wenig miteinander zu tun hatten, aber nun, als sie die Not erkennen, einspringen, eine Gemeinschaft bilden und sich um Leo kümmern. Da ist die 86-jährige Inge, die schon 10 Jahre lang ihre Wohnung nicht mehr verlassen hat, meint, keine Stiegen mehr steigen zu können und nun von der Rentenkasse aufgefordert wird, einen Nachweis zu bringen, dass sie noch lebe. Dann gibt es Alina, die sich nun Zola nennt, 16 Jahre alt, Schulabbrecherin und in den eigenen Augen absolute Versagerin, die von ihrem wohlhabenden Vater nach wiederholten Ladendiebstählen in einer Wohnung im Haus einquartiert wurde. Außerdem der alleinstehende Sonderling Wojtek, der sich übers Internet in eine Russin verliebt hat, von der er kleine Kristalltierchen zu überhöhten Preisen kauft. Diese drei Außenseiter, die es auch nicht leicht im Leben haben, haben alle insgesamt das Herz am richtigen Fleck und springen ein, kümmern sich um Leo, lassen sich auf seine Welt ein und sich von seiner kindlich-naiven Hoffnung tief berühren.

Zutiefst berührend ist auch die Leseerfahrung dabei. Es sind eigenartige und doch absolut liebenswerte Gestalten, die man hier kennen lernt und bald ins Herz schließt. Dabei ist die Geschichte keineswegs seicht, sondern zeigt immer wieder, dass die Autorin - die selbst ein "besonderes" Kind hat, das sie pflegt - sich viele Gedanken über die Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion gemacht hat, die in das Buch miteingebaut sind. Zurück bleibt nach dem Lesen nicht nur ein warmes, hoffnungsvolles Gefühl, sondern ganz besonders ein verstärktes Bewusstsein dafür, was für einen Unterschied es für eine lebenswerte Gemeinschaft und ein gutes Leben für alle machen könnte, wenn die meisten Menschen ihre Umgebung achtsam wahrnehmen und sich zu Hilfe und Unterstützung bereit erklären würden. Um wie viel es das eigene Leben und das anderer bereichern kann, sich füreinander einzusetzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Damit ist es auch ein Buch mit einer wichtigen Botschaft, dem ich viele Leserinnen und Leser wünsche - für eine nachhaltige Veränderung in unserer Gesellschaft, die oft bei ganz kleinen Schritten beginnt.

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Es braucht ein "Dorf" für einen jungen Mann

Rezensionen von LeserinLu :

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Spannend

Die Stimmen der Nacht von Tochi Eze

Ich liebe es, neue großartige Erzählstimmen aus aller Welt zu entdecken und dies hier ist definitiv eine davon. Der Roman „Stimmen der Nacht“ spielt in Nigeria Anfang des 20. Jahrhunderts, im Lagos der 1960er-Jahre und der 2010er, das heißt in Zeiten des Umbruchs, geprägt von Aufbruchsstimmung nach der Unabhängigkeit, aber auch von tief verwurzelten Konflikten.

In diesem Spannungsfeld begegnen sich Margaret und Benjamin, die beide auf unterschiedliche Weise nach Zugehörigkeit und Identität suchen. Aus ihrer Begegnung entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die jedoch zunehmend von inneren und äußeren Spannungen überschattet wird.

Besonders gefallen hat mir, wie der Roman persönliche Schicksale mit größeren gesellschaftlichen Themen verknüpft. Fragen nach Herkunft, kultureller Identität und Glaube ziehen sich durch die gesamte Handlung. Dabei spielen auch intergenerationale Traumata eine zentrale Rolle: Die Vergangenheit wirkt unterschwellig, aber mit großer Wucht in das Leben der Figuren hinein und bestimmt ihre Gegenwart stärker, als ihnen zunächst bewusst ist. Die Geschichte entwickelt dabei eine stetige Spannung. Anfangs noch getragen von der Dynamik zwischen Margaret und Benjamin, wird sie im weiteren Verlauf zunehmend düsterer, insbesondere durch Margarets psychische Entwicklung und die nach und nach enthüllten Ereignisse aus der Vergangenheit. Dieser langsame, fast unausweichliche Bruch ist eindringlich erzählt.

Sprachlich hat mir der Roman ebenfalls sehr gut gefallen, weil er einfach gut erzählt ist. Die Übersetzung liest sich flüssig und transportiert die Atmosphäre der Geschichte überzeugend, es gibt nur ganz wenige Längen. Besonders schön finde ich es außerdem durch den neuen Pfaueninselverlag eine neue literarische Stimme kennenzulernen, von der ich gerne noch mehr lesen würde.

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Spannend

Rezensionen von Meli:

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Magische Mandalas, unbekannte Vergangenheit und neues Vertrauen

Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel

Lio ist eine Sklavin, sie magisch als solche markiert wurde und sich nicht an ihr früheres Leben erinnern kann - daher hat sie keine andere Wahl, als sich den Anweisungen ihres Meisters zu fügen. Als sie während einer Mission den Traumweber Izan kennenlernt, beginnt eine gefährliche Reise, auf der sie nicht nur mehr über die komplexe Magie lernt, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit näherkommt.

Lio hat eigentlich kaum Hoffnung, dass ihr Leben mal besser wird, aber trotz aller Gefahren beweist sie Mut und zeigt, dass sie ein schlaues Köpfchen hat. Auch wenn sie keine Erinnerungen an ihr Leben vor ihrer Versklavung hat, hat sie danach schnell gelernt, dass sie niemandem vertrauen darf. Izan und seine Verbündeten scheinen mit ihren Versprechungen schon zu gut, um wahr zu sein, und sie haben ebenfalls viele Geheimnisse. Das verhindert aber auch nicht, dass Lio neue Beziehungen aufbaut und unerwartete Gefühle entwickelt.

In meiner E-Book-Version war ein QR-Code zu einer expliziten Bonus-Szene enthalten und ich weiß nicht, ob das bei der gedruckten Ausgabe auch der Fall ist. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Szene direkt im Buch enthalten gewesen wäre, aber dann wäre das Buch auch nicht mehr so jugendfrei gewesen.

Für mich ist es insgesamt eine solide Romantasy-Geschichte mit einer interessanten magischen Welt, die sympathischen Charakteren ein spannendes Abenteuer bietet. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

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Magische Mandalas, unbekannte Vergangenheit und neues Vertrauen

Rezensionen von Natalie:

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Komplexer Thriller

Die Ärztin - Gefährlicher Besuch von Meike Dannenberg

Gynäkologin Dr. Eva Mares hat mit ihrer Familie auf dem Land einen Neuanfang gewagt. Zu schwer haben die Ereignisse aus dem letzten Jahr gewogen. Doch statt der erhofften Ruhe steht plötzlich mitten in der Nacht ein Mann mit einer schwangeren Frau vor Evas Tür. Am nächsten Tag sind sie verschwunden.

Was bleibt ist eine heimliche Botschaft an Eva und ein alter Vermisstenfall…

Der Thriller besticht durch seine Komplexität und dem schwerwiegenden Thema, welches im Verlauf ans Licht kommt. Nicht das Tempo bestimmt hier die Spannung, sondern diese wird durch eine durchdachte Vorgehensweise, kurze Kapitel aus unterschiedlichen Sichten von den Protagonisten und dem klugen Aufbau des Plots als auch dem passenden Setting erzeugt. Für manche wird dieser Thriller zu langatmig erscheinen, ich finde jedoch, dass es für die Thematik, die beim Fall hochkommt, genau richtig gewählt ist.
Von mir eine Leseempfehlung dafür.

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Komplexer Thriller

Rezensionen von gletscherwoelfchen:

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Tiefgründig und mitreißend - mit dem Worldbuilding als Highlight!

Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten von Caroline Brinkmann

"Nicht die Gene machen einen Menschen perfekt, sondern sein Wesen."

Als nicht genehmigtes Kind wächst die 17-jährige Rain im Verborgenen auf. Sie ist ein Ghost - nicht im System registriert und von den übrigen Bewohnern Hopes daher stets gefürchtet. Nur mit der Hilfe ihrer Mutter schafft sie es, unentdeckt zu bleiben und so überleben zu können.

Bis Rain eines Tages einen fatalen Fehler begeht und die wichtigste Regel bricht: Vertraue niemandem!

"Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten" ist eine Neuauflage einer Dystopie, welche erstmals 2017 erschienen ist. Ich kannte diese bislang noch nicht und habe mich so sehr auf eine Lektüre gefreut, welche an die mitreißenden "alten" Dystopien von damals erinnert. Und wie ich mich gefreut habe, als ich bereits auf den ersten Seiten gemerkt habe, dass ich definitiv nicht enttäuscht werde!

Denn bereits binnen weniger Kapitel erhält der Leser einen ersten Eindruck von den tollen Worldbuilding dieses Buches. Dieses zentriert sich um das Land Hope, in welchem die Menschen in unterschiedliche Klassen eingeteilt werden. Während die "Gesegneten" absolut perfektionierte Menschen darstellen und in Sonnenschein sowie Saus und Braus leben, müssen Einsen und Zweien zurückstecken. Dreien hingegen bilden den Bodensatz der Gesellschaft ab - neben Ghosts und Rebellen. Dabei ziehen sich die Unterschiede zwischen den Klassen durch die gesamte Geschichte, immer wieder werden deren Auswirkungen ebenso wie solche von Macht, Angst und Manipulation auf die Menschen deutlich.

Zu den beschriebenen Ghosts zählt auch Protagonistin Rain, welche die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt und sich dabei immer wieder mit Lark, einer weiteren Figur, abwechselt. Beide waren für sich interessante Charaktere. Während die eine mit bewundernswerter Stärke punktet, wirkt der andere vor allem durch moralische Konflikte spannend. Gerade Rain war angesichts ihrer nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen allerdings kein Highlight für mich. Diese Rolle konnten stattdessen überwiegend die Nebencharaktere dieser Dystopie für sich einnehmen. Allen voran ist dabei Rose aufzuführen: Sie ist ein ganz zauberhaftes, junges Mädchen, welche sich als Drei durchschlagen muss und mit Sicherheit nicht nur mein Herz zum Schmelzen bringen wird.

Insgesamt empfinde ich diese Dystopie als überaus gelungen und muss vor allem nochmal das tolle Worldbuilding loben. Wer Lust auf eine Dystopie mit spannenden Themen hat, die zum Nachdenken anregen und oft auch ein wenig düsterer sein können, sollte sich dieses Buch unbedingt näher ansehen.
5/5 Sterne

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Tiefgründig und mitreißend - mit dem Worldbuilding als Highlight!

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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absurd und einprägsam

Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau

Nach dem Lesen kann ich meine Gefühle zu diesem Buch noch nicht so richtig einordnen. Die Stimmung ist düster und melancholisch, es wird schnell deutlich, wie sehr Protagonistin Martina leidet. Andererseits scheint sie sich selbst auch aufgegeben zu haben, lässt sich ziellos treiben und kämpft nicht für sich.

Sie ist nicht in der Lage Verantwortung für sich oder ihr Handeln zu übernehmen. Im Verlauf der Handlung wird dies immer deutlicher und diesem Zerfall durch die Perspektive der Protagonistin beizuwohnen ist für mich schwer auszuhalten gewesen.
Dabei ist M. als Erzählerin ziemlich unzuverlässig, ihre Perspektive getrübt durch Substanzkonsum, Trauer und Dissoziation, psychischen Krisen und Verzerrung der Realität. Die geschilderten Inhalte mit einer anderen Perspektive wären vermutlich noch weniger aushaltbar. Damit ist diese Erzählperspektive wirklich interessant, denn so klar ist nie, was nun M.s Wahrnehmung oder die Realität ist. Auf diese Unzuverlässigkeit und generell aber auch Absurdität der Schilderungen musste ich mich aber erst ein mal einstellen und ich bin mir noch immer nicht sicher, ob es mir schlussendlich gefallen hat. Der Erzählfluss ist aufgrund der eigenwilligen Perspektive stockend und teils unzusammenhängend - das ist im großen Gesamtbild stimmig, im direkten Lesen jedoch auch immer wieder eine Unterbrechung.
Vorrangig hatte ich während des Lesens Mitleid mit M. und ich wünschte mir, dass sie sich ein bisschen besser zusammenbekommt - andererseits war ich auch überrascht, dass sie noch so selbstständig leben kann, wie es beschrieben ist.
Insgesamt tut mir M. einfach nur leid. Sie hat keinerlei soziales Netz, das sie auffangen könnte. Sie wirkt ankerlos und damit auch in sich recht verloren.

"Es war nicht anders möglich" ist auf jeden Fall ein Buch, das sich abhebt und einige Zeit in Erinnerung bleiben wird…

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absurd und einprägsam

Rezensionen von Anjulia :

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Der Fund des Neandertalers

Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit von Silke Vry

Mit Dusty Diggers geht es ins Neandertal im Jahre 1856. Dort wollen die italienischen Steinhauer Giovanni und Massimo eigentlich Kalk abbauen, stoßen dabei allerdings auf menschliche Knochen. Es wird noch 50 Jahre dauern, bis sich auch in Deutschland die Theorie von Johann Carl Fuhlrott und Hermann Schaaffhausen durchsetzt, dass es sich bei diesem Fund um eine andere Menschenart handelt.

Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit von Silke Vry und Marie Geissler bringt Kindern ab ca. 8 Jahren Archäologie und insbesondere den Neandertaler näher. Hauptsächlich geht es um den Knochenfund und die Schwierigkeiten bei der Anerkennung dieses Fundes. Dabei wird zum Beispiel auch Darwins Evolutionstheorie kurz erklärt. Im mittleren Teil des Buches wird die Arbeit verschiedener Fachleute vorgestellt: einer Archäogenetikerin, einer Künstlerin, die sich auf das Modellieren ausgestorbener Menschen spezialisiert hat, und eines Studenten der Paläoanthropologie. Auch die Lebensbedingungen der Neandertaler werden kurz dargestellt. Hier hätte das Buch ausführlicher sein dürfen. Im Buch gibt es sehr viel Text und es wird sehr viel Fachwissen vermittelt. Amüsante Illustrationen lockern das Ganze auf. Ich denke, das Buch ist etwa ab der dritten Klasse zum Selbstlesen geeignet. Interesse für das Thema sollte dabei aber auf jeden Fall vorhanden sein, sonst könnte Langeweile aufkommen.

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Der Fund des Neandertalers

Rezensionen von clematis:

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Wandlung

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Die kühle, erfolgsorientierte Unternehmensmanagerin Marlene Buchholz soll in einem millionenschweren Unternehmen zur Nachfolgerin des Vorstandsvorsitzenden gekürt werden. Allein ihr strikter Führungsstil könnte ein Problem darstellen, denn heute wünscht man sich Vorgesetzte mit Einfühlungsvermögen und Verständnis, um Mitarbeiter bestmöglich zu fördern.

Um Marlenes Kompetenz in diesem Bereich auf ein akzeptables Niveau zu bringen, muss sie einen zweiwöchigen Kurs beim bekannten Mentalcoach Alex Grow absolvieren.

Der Roman beginnt mit einer ziemlich unterhaltsamen Beschreibung der Hauptfigur Marlene und verspricht – ebenso wie der Klappentext mit Hausmeister, Wildschwein und 13jährigem Mädchen – spaßige und humorvolle Szenen. Vielleicht ist dadurch meine Erwartungshaltung zu zielgerichtet oder zu hoch, aber geboten wird etwas anderes. Es geht um Selbstfindung und um Unabhängigkeit, wobei sowohl Marlene als auch Alex einiges zu lernen haben. Allerdings fühlt sich die Handlung märchenhaft und wenig realistisch an, geht doch die Wandlung fast zu schnell vonstatten. Auch verliert sich der anfängliche locker-ironische Tonfall in einen eher dozierenden Stil, obwohl die Fakten natürlich durchaus interessant sind (z. B. die Details zum Thema Aufstellungsarbeit). Einige weitere Figuren und der Blick auf den Naturschutz überlagern dann leider die persönlichen Schicksale und die Veränderung des Blickwinkels als Problemlösung, wodurch der rote Faden durch die Handlung etwas zerfasert. Nichtsdestotrotz ist der Roman lehrreich und bietet einen Anstoß, auch selbst einmal seinen Platz im Leben zu überdenken.

Einen Mix aus Unterhaltung und teilweisem Tonfall eines Ratgebers bietet der Roman Einatmen. Ausatmen. Passende Lektüre für einen verregneten Nachmittag.

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Wandlung

Rezensionen von Daggy:

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Zahlen und Zählen

Der Regenbogenfisch Zahlen von Marcus Pfister

Klein und quadratisch ist das Pappbilderbuch mit dem Regenbogenfisch, seine Schuppen glitzern so schön auf dem Cover.
Grün ist die erste Doppelseite und sie zeigt eine Krabbe und die steht für die Nummer 1.
Blau ist die nächste Seite auf dem sich zwei Wale begegnen. Drei orange Seepferdchn schweben durch das blaue Wasser und vier zart türkise Muscheln liegen auf dem Meeresgrund.

Fröhlich schwimmen fünf Delfine durchs grünliche Wasser. Die sechs Schnecken haben sehr schön gedrehte Häuser und so geht es weiter bis zu den zehn Fischen. Aber die letzte Seite bietet noch eine kleine Überraschung.
Hier hilft und der Regenbogenfisch, den wir bereits aus vielen anderen Büchern kennen die Zahlen bis zehn kennen zu lernen. Nebenbei treffen wir auf viele Wassertiere, deren Namen und Aussehen wir ebenfalls kennenlernen. Der Text ist minimal und die Illustrationen sind zwar einfach gehalten und zeigen doch die Tiere ganz genau in ihrem Lebensraum.

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Zahlen und Zählen

Rezensionen von Daggy:

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Kleine Fahrt durch die Nacht

Nächste Woche, gleiche Zeit? von Marlene Droop

Im Dunkeln fährt der mit Tieren voll besetzte Bus durch die Dunkelheit, am Steuer sitzt die Giraffe, ihr langer Hals schaut oben heraus.
Aus einer ungewöhnlichen Perspektive schauen wir in den Bus, denn der Kopf der Giraffe ist von Innen gar nicht zu sehen, die Schildkröte ist etwas mit Kirschen mit einem Löffel, und ich kann euch verraten sie isst die ganze Zeit.

Im Hintergrund sind Hochhäuser zu sehen und dann geht es auf die Schnellstraße. Hier steigt das Krokodil ein, dass wir erstmal finden müssen. Mitten in der Stadt steigt das Schaf noch zu und dann „fahren sie hinein in die Dunkelheit.“ Beeindruckend, wie der Bus ganz klein am Rande des Blattes davonfährt und die große helle Stadt hinter sich lässt. Diesmal schauen wir aus Sicht der Giraffe aus dem Bus auf einen Bahnübergang. Und dann fallen die ersten Tropfen und der Regen nimmt den Freunden die Sicht.
Das Buch macht auf die Lichtverschmutzung in unseren Städten aufmerksam. Denn in den hellen Städten sind die Sterne nicht mehr gut zu erkennen. Deshalb fahren die Tiere aus der Stadt heraus, doch leider geht schon die Sonne auf, als sie wieder freie Sicht haben, deshalb verabreden sie sich am Ende für die nächste Woche.
Ich bin beeindruckt, wie schön Marlene Droop bei ihren Illustrationen die Sichtweise ändert und wie lebendig dadurch die Zeichnungen trotz der Dunkelheit wirken. Eine Geschichte, die in kurzen Sätzen viel aussagt und die neugierig auf den Nachhimmel macht.

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Kleine Fahrt durch die Nacht