Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Rückzug als Neustart
Pause von Lena Kupke
Lena Kupkes Debütroman erzählt die Geschichte von Hanna, die nach einem Zusammenbruch gezwungen ist ihr Leben anzuhalten und als erwachsene Frau ins Elternhaus zurückkehrt. Hier hat sie nicht nur mit ihrer eigenen Erschöpfung zu kämpfen, sondern auch mit alten Mustern und familiären Spannungen.
Hanna ist keine Heldin, die sich spektakulär ins Leben zurück kämpft. Sie wirkt glaubhaft.
Der Roman zeigt auch wie schwer es ist als erwachsene Tochter ins Elternhaus zurückzukehren, indem Rollenbilder und Gesprächsverhalten seit Jahrzehnten feststehen. Gut gefällt mir hier, dass die Eltern mit eigenen Grenzen und Ängsten gezeigt werden.
Die Autorin vermeidet melodramatische Selbstgespräche. Sie zeigt Erschöpfung und und Überforderung in alltäglichen Details. Ihr Schreibstil ist klar und sehr beobachtend.
Lest das Buch, es lohnt sich !
Rezensionen von Anndlich:
Skurriles Leben
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Die Flynns sind eine schrecklich komische Familie, die aus William ‚Bud‘, Catherine und ihren drei Töchtern Abigail, Louise und Harper besteht. Bud und Catherine haben sich in ihrem Ehealltag auseinander gelebt, weswegen Catherine ein Abkommen vorschlägt, das Bud schließlich zu den Verlorenen Schäfchen treibt.
Und auch die drei Töchter haben ihre ganz eigenen Probleme. Abigail ist schwerverliebt, Louise sucht verzweifelt nach der Liebe und Harper glaubt einer großen Verschwörung auf der Spur zu sein.
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash ist eine tragisch-komische Geschichte, die durch ständige Perspektivwechsel durchgehend dynamisch bleibt. Dennoch kam mir im Laufe der Geschichte die Frage auf, was ich hier lesen. Familie Flynn ist speziell, aber teilweise derart überspitzt dargestellt, dass der Humor hinter den Figuren verloren geht. Das ein Familienmitglied seltsame Wege nimmt, durchaus realistisch, dass alle fünf Familienmitglieder auf wirklich kuriose (Ab-)Wege kommen, unwahrscheinlich. Ich hab zwar keinen Realismus erwartet, aber zumindest auf etwas mehr Wahrscheinliches gehofft.
Trotzdem gibt es einige Ansätze die mir gefielen und ab und an auch Szenen über die ich gut lachen konnte, sodass ich mich trotzdem gut unterhalten fühlte und durch das Ende auch einen positiven Abschluss mit dem Buch haben konnte. Verlorene Schäfchen ist definitiv ein etwas anderes Buch, das einen ganz speziellen Humor und Familie mit sich bringt.
Rezensionen von KersG:
Auf ins Glück
Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück zeigt von Biyon Kattilathu
Ich will schon lange ein Buch von Biyon Kattilathu lesen. Dieses hier hat mich direkt angesprochen. Das farbenfrohe Cover, das direkt positive Stimmung verbreitet, ist mir direkt ins Auge gestochen.
Ein Rikscha-Fahrer, der fremden Menschen das Glück zeigt. Geschichten, die einem Lächeln ins Gesicht zaubern und die Welt ein bisschen schöner machen.
Mit farbenfrohen Illustrationen, die das Geschrieben auflockern und einen fröhlich stimmen.
Ein wundervolles Buch das Lebensfreude schenkt. Voller Lebensweisheiten eines einfachen Rikschafahrers, der selbst große Träume hat. Er verschenkt Glück, einfach so. Er liebt sein Leben und will diese Lebensfreude an andere Menschen weitergeben. Eine inspirierende Person von der wir uns alle eine Scheibe abschneiden können.
Der Schreibstil ist herzlich und trifft gefühlvoll mitten ins Herz. Das Buch regt zum Nachdenken an. Nachdenken über das eigene Leben und Glück. Glücklich sein über die kleinen, unscheinbaren Momente des Lebens.
Ein richtiges Herzensbuch!
Rezensionen von Gute_Laune:
Hat mich enorm bewegt
Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber
Bohm ist obdachlos und alkoholabhängig. Als ihm ein Hund zuläuft, will er ihn gar nicht behalten. Doch irgendwie sieht der Hund das anders und eigentlich findet Bohm das auch gar nicht so verkehrt. Alina ist Journalistin und erwartet ihre Kündigung. Doch da bekommt sie den Auftrag zu einer Reportage über Obdachlosigkeit.
Sie wird auf Bohm aufmerksam und überzeugt ihn schließlich, sich auf das Projekt einzulassen. Für beide und den Hund hat diese Begegnung weitreichende Folgen.
Die beiden Fäden werden von unterschiedlichen Sprechern erzählt und das finde ich ausgesprochen gut. Robert Stadlober und Maria Wördermann passen sehr gut in diese Rollen. Beide verstehen es auch ausgezeichnet, die Stimmung der Figuren zu transportieren.
Die Geschichte ist unbeschreiblich spannend. Klar, es ist ein Tier dabei, da bin ich immer interessiert! Aber daran allein liegt es nicht. Bohms Geschichte ist dramatisch und ergreifend. Alina kommt ganz gut klar, lässt sich aber eindeutig zu viel gefallen. Die beiden ergänzen sich super gut, doch sie merken es gar nicht. Die Entwicklung der Story ist stimmig und logisch, sehr realistisch und so, dass man sie gern verfolgt.
Es werden ein paar aktuelle Themen angeschnitten, ohne sie direkt auszusprechen. Man merkt es dennoch und kann gar nicht anders, als sich damit zu beschäftigen. Das finde ich enorm wichtig. Selbst zu einem Entschluss zu kommen, statt ihn vorgesetzt zu bekommen, ist immer besser.
Ein klein wenig spielt Liebe mit, ganz klar, dennoch ist dies nicht der typische, klassische Liebesroman. Hier geht es vielmehr um soziale Normen, Schicksalsschläge, Vorurteile, Arroganz, sogar Gewalt und Hierarchie. Heiße Eisen, schwere Themen, dennoch sprüht das Buch durch viel Melancholie geradezu massig Lebensmut aus. Die Figuren entwickeln sich stimmig weiter. Schön daran ist, dass sie aneinander miteinander geradezu wachsen. Mir hat es außerordentlich gut gefallen, zumal es noch immer in mir nachhallt. Fünf Sterne!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
irritierend und spannungslos
Die Namen von Florence Knapp
Unter dem unscheinbaren Titel verbirgt sich eine verschlungene Familiengeschichte, deren Verfolgung für mich mühsam, spannungslos und langweilig war.
Was zählt wirklich im Leben? Die Genetik, die Erziehung, das soziale Umfeld - oder der Name? Der Name? Echt? Wo sind die Learnings aus diesem Buch? Tut mir leid, ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen.
Sprachlich ok, aber auch nicht mehr.
Rezensionen von begine:
Grandios
Unter Wasser von Tara Menon
Unter Wasser, ist ein wunderbarer Roman von Tara Menon.
Es ist ihr damit ein brillantes Werk gelungen.
Erst lässt sie uns an der Kindheit von Marissa und Ariel teilnehmen.
Die beiden wachsen in Thailand auf und sind unzertrennlich.
Die tollen Beschreibungen der Fische, des Wassers und den Erlebnissen der Beiden sind eindrucksvoll.
Später wechselt die Perspektive viel von 2004 und 2012 hin und her.
2004 ist der Tsunami in Thailand, den Ariel nicht überlebt. Wir erfahren von den sonderbaren Verhalten von Tieren, als ein Elefant mit einem Kind auf dem Rücken einfach ausreißt. Man hört keine Vögel.
Erschreckend ist das Sortieren der Leichen, erschütternd.
2012 lebt Marissa in New York. Sie leidet immer noch unter dem Verlust der Freundin. Sie hat fürchterliche Alpträume.
In New York ist ein Unwetter angesagt, die Menschen sollen das Haus nicht verlassen. Marissa ist da sehr unvorsichtig.
Die Autorin konnte mich mit diesem Roman total überzeugen.
Einfach ein grandioses Stück.
Rezensionen von Jule:
Düstere Wendungen
The Crane and the Nightjar von Ada Bailey
"The Crane and the Nightjar" von Ada Bailey ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es überzeugt durch unvorhersehbare Wendungen, eine düstere Atmosphäre und Intrigen, die ihresgleichen suchen. Mit Raspa befindet man sich an einem Ort, an dem man nicht einfach nur Leben kann. Es geht dort ums Überleben.
Jeder kleinste Fehler kann deinen Tod bedeutet, das zeigen Zara und Crane sehr schnell.
Es braucht nicht viel Anlauf, um in die Geschichte zu finden, denn man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen und lernt die wichtigsten Protagonisten kennen. Schon auf den ersten Seiten entsteht eine düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Verstärkt wird das ganze durch Kapitel aus den Perspektiven von Zara und Crane, aber auch durch die von anderen Protagonisten, die uns als Leser Wissen vermitteln, das Crane und Zara eben nicht haben.
Der Schreibstil generell ist sehr angenehm und hat mir vor allem die Gefühle und Emotionen von Zara nähergebracht. Doch auch die Beschreibungen der Umgebung, lässt die Geschichte lebendiger wirken und kommt insbesondere bei dem Wettkampf des Königs zu tragen.
Der Wettkampf begünstigt außerdem den Verlauf der Geschichte: Durch ihn entsteht Variation und es kommt kaum zu längen oder langweiligen Passagen.
Es harmoniert in diesem Buch nahezu alles perfekt miteinander und gerade das Ende hat mich fassungslos zurückgelassen, sodass das Warten auf die Fortsetzung schwerfällt. Denn gerade die letzte Erkenntnis in diesem Buch hat es in sich...
"The Crane and the Nightjar" ist eine Empfehlung an alle, die düstere Geschichten, tödliche Wettkämpfe und eine ungleiche Gruppe an Dieben lieben.
Rezensionen von Katzenmicha:
Extrem spannend-viel Gänsehaut
Das Gehöft von Leo Brandt
Die Westerroog ist eine Marschinsel, und der letzte Außenposten im nordfriesischen Wattenmeer.Lara kauft gemeinsam mit ihrem Verlobten Henry, ihrem autistischen Bruder Malte und dem befreundeten Pärchen Silke und Kenan die Hallig.Sie möchten zusammen eine ökologische Landwirtschaft aufbauen.Laras Freund Henry und Kenan betreiben zusammen eine IT-Firma .
Silke ist Ärztin,Laras Bruder Malte, ist ein Asperger-Autist, der für Kenan und Henry arbeitet.Die Einsamkeit und die karge Umgebung lassen schnell erste Konflikte aufkommen,und dann verschwindet plötzlich Malte Laras Bruder.Als eine gewaltige Sturmflut aufzieht, die ein Entkommen von der Hallig unmöglich macht, eskaliert die Situation endgültig-zumal Lara meint Jemanden auf der Insel gesehen zu haben……
Der Autor Leo Brandt hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt er einen mit auf die Hallig.Mit viel Gänsehaut habe ich die Geschichte verfolgt.Es war von der ersten bis letzten Seite sehr spannend-sehr gene 5 Sterne.
Rezensionen von Anjulia :
Fake-Dating zwischen Fight und Hochzeitsfeier
Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer
Medizinstudentin Lainey braucht ein Date, um nicht allein auf der Hochzeit ihrer Stiefschwester aufzutauchen – schließlich heiratet diese ausgerechnet Laineys Ex-Freund. Parker Westfield wiederum könnte aufgrund einer verletzten Schulter dringend eine Pause vom Boxtraining gebrauchen, daher kommt ihm ein freies Wochenende gerade recht.
Obwohl Lainey zunächst Vorbehalte gegenüber Parker hat, gehen die beiden einen Fake-Dating-Vertrag ein. Natürlich lassen echte Gefühle dabei nicht lange auf sich warten.
Terms of Attraction 1: The Knockout Contract von Stefanie Santer ist ein lockerer, humorvoller Fake-Dating-Roman mit Happy-End-Garantie. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich vor allem über die Dialoge zwischen Lainey und Parker amüsiert. Besonders gut gefallen hat mir das Hochzeitswochenende und wie sehr Parker Lainey unterstützt und beschützt. Das Medizinstudium und Parkers Boxsport bleiben eher Nebenthemen, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Insgesamt ist die Geschichte nicht zu kitschig, sondern hat genau den richtigen Wohlfühlcharakter. Persönliche Probleme der Protagonisten sind hier nicht allzu tiefgründig aufgearbeitet, aber dass müssen sie für mich auch gar nicht sein.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen – ideal zum Abschalten und um einfach gut unterhalten zu werden.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Dieser zweite Teil ist der Hammer
Die Route - Kühn und Molinari ermitteln von Claudia Raute
Da ich den ersten Teil schon so unfassbar toll fand, war ich jetzt natürlich neugierig auf den zweiten Teil mit Sabine Kühn und Daniele Moligari und in ganz schnell in die Geschichte eingetaucht :
Der erste Fall von Sabine ist noch gar nicht lange her und um ein paar ruhige Tage zu verbringen und sich zu erholen, ist sie in die Schweiz gefahren.
Dort hofft sie auf Nähe zu Daniele Moligari, der Inspektor, zu dem sie sich hingezogen fühlt.
Ein Anruf stört die Ruhe jäh und zurück in Husum ist Sabine schneller als ihr lieb ist, mitten in Ermittlungen gelandet, die ihr einiges abverlangen werden.
Ich möchte nicht spoilern – aber der Fall hat es in sich. Packend und rasant geht es hier in diesem zweiten Teil weiter und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich nicht innehalten konnte; dafür war es einfach zu spannend.
Die Charaktere des Buches mag ich sehr – mit viel Tiefgang kann man von Buch zu Buch die Entwicklung der Figuren beobachten und zusehen, wie sie sich näher kommen. Claudia Raute beschreibt dies sehr bildhaft und authentisch, so dass die Figuren zum Greifen nah erscheinen. Ich hatte beim Lesen permanent das Gefühl, als stiller Beobachter den Situationen beizuwohnen.
Claudia Raute´s Bücher sind für mich immer etwas Besonderes : sie versteht es mit Worten Welten zu erschaffen, Emotionen greifbar zu machen und fesselt mich mit ihrem Schreibstil so, dass ich Raum und Zeit vergesse. Ihr Schreibstil ist unverwechselbar und ihre Figuren lebendig; und genau deshalb bleiben ihre Bücher noch lange im Kopf.
Ich trage Sabine und Daniele im Herzen und hoffe, sie wiederzusehen – wer absoluten Lesegenuss sucht : hier ist er !
Eine absolute Kauf- und Leseempfehlung von mir !











