Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Träume, Talent und harte Arbeit
Jamal Musiala. Ein Traum. Ein Ball. Meine Geschichte. von Jamal Musiala; Julien Wolff
Jamal Musiala und Julien Wolff legen mit "Jamal Musiala. Ein Traum. Ein Ball. Meine Geschichte." eine kindgerechte und motivierende Biografie vor, die vor allem junge Fußballfans begeistern dürfte. Das vorgeschlagene Mindestlesealter ist 10 Jahre. Erzählt wird Jamal Musialas Weg, der ein bekannter deutscher Fußballspieler ist, von den ersten Schritten auf dem Bolzplatz bis hin zum internationelen Fußball.
Gut hat mir hier die persönliche Perspektive gefallen, Man erlebt nicht nur die sportlichen Erfolge mit, sondern auch die Herausforderungen , Rückschläge und den Einsatz, die hinter eine Profikarriere stehen. Es geht nicht nur um Fußball, sondern auch um Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und Teamgeist.
Die Sprache ist verständlich und flüssig. Fans werden sich auch über die zahlreichen Fotos freuen.
Ein spannender Einblick in den Werdegang eines Ausnahmetalentes.
Leseempfehlung!
Mehr Anspruch als Lesegenuss
Der Gärtner und die Katze – Eine Reise zu den berühmtesten Gedichten der Weltliteratur von Thomas Schlesser
Das Buch " Der Gärtner und die Katze" verbindet Literatur, Geschichten und Hintergründe bekannter Gedichte. Ich fand die Idee berühmte Gedichte in einem erzählerischem Rahmen einzubetten eigentlich sehr interessant. ich fand auch die Geschichte des Gärtners, der sich hingebungsvoll um sein krankes Kätzchen kümmert und seine Begegnung mir der Literaturprofessorin, die ihn schnell für Gedichte begeistern kann, durchaus spannend.
Allerdings konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Viele Passagen wirkten auf mich recht anspruchsvoll und teilweise auch etwas sperrig. Die zahlreichen Verweise auf Gedichte, Dichter und literarische Zusammenhänge erfordern ein gewisses Interesse an Literaturgeschichte. Daduch geriet der Lesefluss für mich immer wieder ins Stocken.
Wer sich gern intensiv mit Literatur beschäftigt wird seine Freude an dem Buch haben. Für mich war es jedoch insgesamt zu verkopft und weniger zugänglich als erhofft.
Drei Frauen
Die Regenschwimmerin von Romy Fölck
Romy Fölck erzählt in ihrem Roman "Die Regenschwimmerin" die Geschichte von drei Frauen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Es sind nicht die großen Dramen oder völlig überraschende Wendungen, die sie beschreibt. Es geht in diesem Buch um Freundschaft, Verlust, Neuanfänge und die Frage , ob es jemals zu spät ist die eigenen Träume zu verfolgen.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmospähre des schwedischen Inselsettings. Die Landschaft mit Regen, Wasser und stillen Küstenorten spiegelt die Stimmung der handelnden Personen wieder und verleiht dem Roman eine ruhige, oft nachdenkliche Grundstimmung.
Judiths Rückkehr an den Ort der unbeschwerten Kindheit konfrontiert sie mit Erinnerungen und alten Verletzungen. Das Wiedersehen mit der früherin Freundin Evi bringt verdrängte Konflikte an die Oberfläche.
Eine besondere Rolle spielt Marga, die trotz schlimmer Erfahrungen nach vorn blickt.
Leseempfehlung!
Leben ohne Ronan
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan
Colin Morgan erzählt in seinem großartigen Debütroman eine eindringliche Geschichte über Freundschaft, Verlust und dem schwierigen Übergang ins Erwachsenwerden.
Im Mittelpunkt des Romans stehen die Freunde Brendan und Ronan. Aus der Perspektive von Brendan erleben wir die Geschichte.
Die enge Verbindung der beiden Jungen hat in der Vergangenheit Brendan , den man eher als Aussenseiter wahr nimmt,Halt und Orientierung gegeben. Als ein Ereignis alles verändert ,gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken und Brendan muss lernen mit einer neuen Realität umzugehen. Er kämpft nicht nur darum die neue Situation anzunehemen, sondern es steht für ihn auch die Frage wer er ohne Ronan eigentlich ist.
Mir hat gefallen, dass der Autor nicht nur den Verlust von Brendan zeigt, sondern ihn auch als Sohn , Freund, Jugendlicher und als Mensch, der seinen Platz im Lebn sucht, zeigt.
Ein berührender Roman, den man unbedingt lesen sollte!
Róisín und Red
Red von Louise Kennedy
Der Roman "Red" von Louise Kennedyist keine leichte Geschichte. Sie ist eindringlich, emotional und vielschichtig. Die Geschichte zweier Menschen, deren Leben über Jahrzehnte verflochten bleibt.
Es beginnt in Irland der 1980er Jahre. Róisín ist fünfzehn Jahre und fühlt sich in der kleinen irischen Stadt als Außenseiterin.
Als sie auf Red trifft, der ganz anders ist, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Es entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit. Eine Beziehung zwischen Freundschaft und Liebe. Sie verstehen einander oft besser als andere Menschen, finden aber nie wirklich zusammen.
Róisín ist diejenige, die immer wieder an der Beziehung festhält und hofft, dass Red einen Weg findet sein Leben in den Griff zu bekommen. Red dagegen ist schwer greifbar. Er hält die Menschen immer etwas auf Abstand. Man merkt schnell, dass es in seinem Leben etwas Belastendes gibt.
Ein Roman mit emotionaler Tiefe und glaubwürdigen Protagonisten, der einen lange nicht loslässt.
Unbedingt lesen!
Die Welt der Giftpilze
To Die For von Jedrzej Golecki
Wenn man etwas über dieses Buch schreibt, muss man einfach mit der Gestaltung anfangen. Schon das auffällige Cover macht deutlich, dass es sich hier um weit mehr als ein gewöhnliches Pilzbuch handelt. Die hochwertige Aufmachung und die stimmige Bebilderung laden sofort zum Blättern ein .
Im Buch geht es um Giftpilze, es ist aber kein klassisches Pilzbestimmungbuch. Zu jedem vorgestellten Pilz gibt es einen ausführlichen Steckbrief. Besonder interessant ist hier auch die volkstümliche Bezeichnung in unterschiedlichen Sprachen, die auch jeweils in deutsch übersetzt ist. Dazu präsentiert der Autor zahlreiche Geschichten, die zeigen welche Rolle Giftpilze in verschiedenen Kulturen spielen und warum sie bis heute so eine starke Faszination ausüben. Das macht das Buch auch für Leser interessant, die Pilze an sich nicht so spannend finden.
Leseempfehlung!
tolle Familienunterhaltung
EXIT® - Das Spiel Family: Der verlorene Piratenschatz von Inka Brand
EXIT Family - Der verlorene Piratenschatz ist ein kurzweilige Familienunterhaltung, die Teamarbeit belohnt und für eine spannende gemeinsame Spielzeit sorgt. Das war wirklich Escape-Room-Feeling in einer kindgerechten Variante, aber auch für große Freibeuter ein riesiger Spaß.
Das Piraten-Thema zieht sich durch das ganze Abenteuer und schafft eine Stimmung voller Geheimnisse und Entdeckergeist.
Toll ist die Mischung von Geschichte und Rätseln, die dazu motiviert immer witerzumachen und herauszufinden wo der verlorene Schatz ist. Die Rätsel sind abwechslungsreich Man benötigt Beobachtungsgabe, etwas Kreativität und muss logisch denken können.Der Schwierigkeitsgrad ist aber so, dass auch die jüngeren Mitspieler eingebunden werden könne. Bei uns gab es bei den 9 und 11jährigen Kindern keine Probleme. Alle fanden das Spiel toll. Wir empfehlen es gern weiter.
Wenn Worte nicht ausreichen
Und es wird trotzdem wieder Sommer werden von Sebastian Becker
Der Autor Sebastian Becker erzählt in seinem Buch von einem einschneidenden Verlust in seinem Leben-vom unerwarteten Tod seines Vaters. Es ist kein klassischer autobiografischer Trauerbericht. Eher eine persönliche Auseinandersetzung mit Sprachlosigkeit, Erinnerungen und der Frage , wie man etwas erzählen kann wofür man keine Worte finden kann.
Sebastian Becker beschreibt den Tod als ungebetnen Gast, der sich ungefragt in sein Leben schleicht. Diese Metapher macht dieses schwer greifbare Gefühl irgendwie verständlich.
Seine Sprache wirkt immer nahbar und ehrlich. Die Erinnerungen an Zeiten mit seinem Vater, machen deutlich wieviel mehr wir auf die kleinen Momente im Leben achten sollten.
Es ist ist kein Buch über den Tod,. Es ist ein Buch über das Weiterleben danach und der Versuch mit dem Fehlenden einen eigenen Platz im Leben zu finden.
Leseempfehlung!
Das Mädchen Tibb
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Die Autorin Rosanna Pike entführt uns in das England um 1500. Es ist eine Geschichte, die zugleich rau, traurig und warmherzig ist.
Im Mittelpunkt steht das Mädchen Tibb Ingleby , das nach dem Tod seiner Mutter plötzlich allein die Verantwortung für ihre neugeborene Schwester hat. Es ist auch Tibb, die als Erzählstimme fungiert.
Sie berichtet recht eigenwillig und sehr direkt. Ihre Sicht auf die Welt ist geprägt von kindlicher Logik, Witz, Misstrauen und starkem Überlebenswillen. Sie ist keine klassische Heldin. Sie macht Fehler und hat Schuldgefühle. Sie trifft Ivo zu einem Zeitpunkt indem sie innerlich fast am Ende ist. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Verbindung, die auf gegenseitiges Verständnis beruht. Trotzdem muss Tibb ihren Weg allein weiter gehen. Sie trifft wieder auf Menschen, die zu Freunden werden.
Ein Buch,das ich gern weiter empfehle.
Ella & Harriet
Leuchtende Schatten von Iris Wolff
Der Roman "Leuchtende Schatten" von iris Wolff spielt in Siebenbürgen der frühen 1940er Jahre. Die Ich-Erzählerin Ella gehört einer deutschen Minderheit an, den Siebenbürger Sachsen. Im Hauptkern des Buches geht es um die Beziehung von Ella und Harriet Ella fühlt sich zu Harriet hingezogen, ohne die Art dieser Anziehung zu benennen.
Es ist eine Mischung aus Bewunderung, Faszination, vielleicht auch eine Form der ersten Verliebtheit. Für Ella, die in einer großen, lebendigen Familie aufwächst, wird die introvertierte Harriett, die in einem wohlhabenden Umfeld aufwächst zu einer Freundin, mit der sie alles teilt. Harriett ist Jüdin. Sie ist gefährdet . Diese Tatsache führt schließlich zur Trennung der jungen Mädchen. Der Autorin gelingt es hier zu zeigen wie historische Gewalt in intimste Räume eindringt und Freundschaft durch äußere Kraft zerstört wird.
Ein großartiger Roman über Freundschaft, Identität und Schatten einer Zeit.
Leseempfehlung!











