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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

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Rosarot

Von roten Socken und Zartbitterschokolade heißt die Kurzgeschichte der Autorin Jennifer Wellen die mir einem Augenzwinkern das Dilemma von Nina erzählt. Nina besucht seit drei Monaten jeden Mittwoch den Waschsalon weil sie dort ihrem Mr. Right begegnet ist. Doch zu ihrer Enttäuschung entdeckt sie in seiner Wäschewanne Damenwäsche, also scheint er vergeben zu sein.

Dazu kommt noch, das seine rote Socke ihre Wäsche verfärbt hat, wutentbrannt will sie ihm seine Socke um die Ohren hauen aber dann läuft es anders als Nina gedacht hat.

Die Kurzgeschichte gibt dem Leser einen kurzen Einblick in Ninas Leben und ihre Wünsche und wie sich die Geschichte entwickelt zeigt auf, das man dem ersten Schein nicht immer trauen kann. Auf locker leichte Weise wird die Geschichte entwickelt und der Schluss lässt mich mit einem zufriedenen Gefühl zurück. Genau das richtige wenn man mal eine kleine Pause einlegt um ein wenig zu lesen und sich zu entspannen.

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Rezensionen von LadyIceTea:

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Gutes Erstlingswerk mit einem interessanten Gedanken

Last Haven - Tödliche Geheimnisse von Lisbeth Jarosch

Aida lebt in Last Haven. Einem sicheren Land inmitten einer Welt voller Krankheit, Tod und Verderben.
Die Welt ist aufgrund der Überbevölkerung kollabiert und nur in Last Haven gibt es noch ausreichend Nahrung und eine geregelte Gesellschaft. Doch die Menschen müssen hier mit strenger Disziplin ihren Beitrag leisten, denn Last Haven akzeptiert keine Systemschmarotzer.

Als Aida sich bei einem Arbeitsunfall verletzt, muss sie plötzlich ihren Wert unter Beweis stellen. Doch sie hat jemanden, der ihr bei dieser Prüfung zur Seite steht und als sich plötzlich alles ändert ist Aida mittendrin.

Als ich den Klappentext von „Last Haven“ gelesen habe, hat mich der Grundgedanke dieser Gesellschaft sehr interessiert. Ich finde grade das an einer Dystopie so spannend. In „Last Haven“ geht es ums Funktionieren. Der Mensch ist eine Resource und die muss vorhanden sein, sonst nützt dieser Mensch nichts. Diese Gesellschaft ist komplett auf diesem Prinzip aufgebaut. Doch schon wie in Orwells „Animal Farm“ sind auch in „Last Haven“ einige Menschen gleicher als andere und viele von ihnen sind skrupellos und gehen für das Wohlergehen aller über Leichen.
Es ist sehr spannend beschrieben, wie „Last Haven“ aufgebaut ist und wie es dort mit der Nahrungsmittelverteilung, der Arbeit usw. aussieht. Auch die Regierung und die Zustände außerhalb werden gut aufgezeigt.
Aida ist ein Charakter der eine wirklich spürbare Entwicklung mit macht. Ich finde es gut, dass diese Entwicklung wirklich an Ereignissen festzumachen ist. Es gefällt mir auch, wie sie alles in Frage stellt und nicht einfach die Dinge hin nimmt oder kalt und abgebrüht ist. Sie ist keine Katniss, sie ist Aida die manchmal ein wenig naiv, impulsiv und mit einem viel zu großen Gewissen daher kommt. Doch das macht ihre Rolle in dieser Geschichte aus und sie ist eine gute Hauptfigur.
Alle anderen Figuren sind gut gewählt. Es gibt nicht nur Sympathieträger, sondern auch welche die man echt auf den Mond wünscht. Positiv fand ich auch, dass es keine typische Liebesgeschichte in diesem Buch gibt. Hier wird nicht das Klischee bedient, um auch noch die Romantiker anzusprechen. Das hat mir gut gefallen.
Der Storyverlauf ist an sich schlüssig und gut geschrieben. Leider hat der Mittelteil in meinen Augen sehr an Spannung verloren, weswegen mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte. Aber so interessant wie der Anfang war, so spannend war der Schluss. Zu Beginn liest man Seite um Seite, nur um mehr über „Last Haven“ zu erfahren und am Ende liest man Seite um Seite, um der actiongeladenen Szenerie zu folgen.
Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen und als Dystopie-Fan begeht man hiermit auf keinen Fall einen Fehler.

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Gutes Erstlingswerk mit einem interessanten Gedanken

Rezensionen von Nepomurks:

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Ein Buch mit Höhen und Tiefen...

Last Haven - Tödliche Geheimnisse von Lisbeth Jarosch

Jeanette Winterson‘s Roman „Der weite Raum der Zeit“ ist eine moderne Adaption von Shakespeare‘s Werk „Das Wintermärchen“. So weit so gut. Ich fand die Idee grundsätzlich toll und habe mich entsprechend auf das Buch gefreut. Leider bin ich dann jedoch nur sehr schleppend in die Erzählung hinein gekommen und habe mich zunächst auch mit dem Schreibstil der Autorin ein wenig schwer getan.

Für mich gab es immer wieder Diskrepanzen zwischen dem modernen Stil und der stark an Shakespeare angelehnten Sprache. So musste mich erst einmal in das Buch einlesen und eingewöhnen. Der Stil wirkte auf mich dennoch überwiegend monoton und fad, was mir natürlich weniger gut gefiel. An sich ist das Buch trotzdem flüssig zu lesen und hat auch seine Stärken. Es ist stellenweise recht atmosphärisch und die Charaktere gewinnen im Verlauf mehr an Tiefe. Insgesamt fand ich den Roman in der Umsetzung ganz ok, aber auch nicht bahnbrechend. Ich hatte mir eigentlich etwas mehr von dem Buch erwartet, deshalb 3 Sterne.

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Gutes Erstlingswerk mit einem interessanten Gedanken

Rezensionen von begine:

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Männer unter sich

Die Herzen der Männer von Nickolas Butler


Shotgun Lovesongs war schon ein guter Roman von Nickolas Butler.
In dem Roman „Die Herzen der Männer“ befasst sich der Autor hauptsächlich mit Männern. Es fängt in einem Pfadfinderlager an. Der 13jährige Nelson
hat keine Freunde und wird von den anderen Jungen auch noch gemein gemobbt. Von seinem Großvater hat er eine Trompete, da wird er in der Truppe der Trompeter.

Der einzige Junge der Nelson wie ein Freund ist, ist Jonathan.
In dem Roman zeigt der Roman, wie Kriege die Männer belasten. Nelsons Vater ein Trauma aus den 2. Weltkrieg mitbringt. Nelson selber macht den Vietnamkrieg mit. Dann lernen wir Jonathans Sohn Trevor kennen und dann ist Trevors Sohn Thomas schon 16 Jahre alt. Von den Männern lesen wir immer in Rückblenden. So erleben wir 3 Generationen mit ihren vielen Kriegen, an denen die USA beteiligt waren. Der Roman zeigt den Rückgang des Pfadfindergedanken. So richtig warm konnte ich mit diesem Roman nicht werden. Am Ende zog sich die Geschichte etwas. Trotzdem war der Roman nicht schlecht geschrieben, teilweise sogar sehr gut, aber vielleicht etwas zu lang.
Trotzdem lesenswert-

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Männer unter sich

Rezensionen von Cyrana:

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Die Macht der Musik

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Joyce Rachel

Wir schreiben das Jahr 1988. Mister Frank führt einen kleinen Plattenladen in der Unity Street. Die Straße ist klein und neben seinem Laden gibt es noch das Tattoo Studio von Maud, den polnischen Bäckerladen von Mister Nowak, den Devotionalienladen von Father Antony und das Beerdigungssinstitut der Williamsbrüder, in 5.

Generation in der Familie. Man hilft sich gegenseitig oder geht auf ein Bier in den Pub. Ganz in der Nähe gibt es eine modernere Einkaufsstraße. Eine Baufirma versucht die Grundstücke aufzukaufen, doch die Bewohner wehren sich dagegen.
Frank weigert sich, cds oder Kassetten zu verkaufen. Er verkauft nur Schallplatten und hat für jeden Kunden die passende Musik, auch wenn diese eine ganz andere Musikrichtung wollten. Bisher hat er diese Musik bei jedem "erhören" können. Bis eines Tages eine Frau in einem grünen Mantel vor seinem Mantel in Ohnmacht fällt. Ilse Brauchmann, eine Deutsche. Und Frank hört bei ihr keine Musik, er kann nicht auf Anhieb sagen, was ihr gefällt und das - und nicht nur das - verstört ihn.
Dieses Buch ist eine Hommage an Schallplatten, gute Musik mit einer Botschaft (ob nun Klassik, Jazz, Funk, Punk oder was auch immer) und an die Freundschaft und den Zusammenhalt. Es empfiehlt sich schon bei der Lektüre die Lieder zu hören, so ist der Eindruck noch größer. Aber auch so gelingt es Rachel Joyce mit ihrem Schreibstil und ihrer Geschichte ein wunderbares Kopfkino zu erzeugen. Interessante Charaktere, die in keine Schublade passen und gerade dadurch so liebenswürdig sind. Ein Buch, das das Lesen mit Musik verbindet.

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Die Macht der Musik

Rezensionen von begine:

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Berührend

Eine Insel zwischen Himmel und Meer von Lauren Wolk

Lauren Wolk konnte mich mit ihrem Jugendroman „Die Insel zwischen Himmel und Meer“ begeistern. Schon das Cover ist bunt und ansprechend. Die Autorin schreibt emotional und liebevoll.
Der Roman spielt auf einer Inselgruppe in Amerika. Auf einer ziemlich kleinen Insel lebt Osh, da wird ein kleines Boot mit einem Säugling angetrieben.

Weil sie so laut und viel schreit nennt er sie Crow. Zusammen mit Miss Maggie von der Nachbarinsel zieht er sie auf. Sie ist ein aufgewecktes Kind, das leider von den anderen Inselbewohnern gemieden wird. Als sie 12 Jahre alt wird, möchte sie wissen, wo sie herkommt. Es beginnt eine aufregende Suche und was sie herausfinden ist traurig und wertvoll für Crow. Die drei erleben eine gefährliche Zeit. Die Personen sind interessant beschrieben. Wie sie auf den Inseln leben und überleben kann der Leser bildhaft miterleben.
Der Roman ist beeindruckend schön und poetisch. Er ist nicht nur für die Jugend ein Lesegenuss, sondern auch für ältere Semester, einfach berührend.

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Berührend

Rezensionen von heinoko:

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Ein Buch wie eine Gemäldegalerie

Die letzte Borgia von Sarah Dunant


Ich fühlte mich beim Lesen des Buches wie die Besucherin eines Museums mit historischen Gemälden, mit geschönten oder entlarvenden Konterfeis sich bedeutend fühlender Persönlichkeiten. Ich sah die Gemälde an und ging weiter – und nichts davon berührte mich. Zwar bewunderte ich die Kunst des Malers, aber von den Personen erfuhr ich nur Äußerlichkeiten.

Ich erfuhr vom modischen Schnitt geschlitzter Ärmeln vielleicht etwas oder ich sah feinste lederne Handschuhe für feingliedrige Hände vor mir. Doch die Menschen, ihre innersten Beweggründe, ihre Sehnsüchte und Träume, ihre wahren Gefühle blieben mir lesend verborgen.

Erzählt wird uns vom schillernden Leben der Lucrezia Borgia, der unehelichen Tochter des Papst Alexander. Auch wenn der Fokus auf Lucrezia liegt, so holt doch Sarah Dunant erzählend weit aus, um die Komplexität der Familienverbandelungen der Borgias einigermaßen transparent zu machen. Macht und Habgier, Intrigen, Gerüchte, Mord und Orgien, aber auch Schönheit und Liebe – nichts wird ausgespart in diesem farbigen mittelalterlichen Bilderbogen. Lebendig geschrieben, fesselnd erzählt. Aber mich nicht wirklich berührend.

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Ein Buch wie eine Gemäldegalerie

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Jana, 9 Jahre aus Aurach,

Ein Fall für Kitti Krimi - Der Schaurige Schnurrbart von Kate Pankhurst

Das Buch war sehr cool, weil zwischen dem Text viele Bilder waren, und es war wieder sehr spannend zu lesen!

Es handelt um einen Jugend-Detektivwettbewerb. Zwei bereits erwachsene Detektive spielen einen Überraschungsfall vor, der von den Jugend-Detektiven gelöst werden soll.

Kitti Krimi ist die Hauptperson in diesem Buch.

Sie und ihre beiden Freundinnen Mona und Holli wollen den Wettbewerb unbedingt gewinnen. Zu gewinnen gibt es den schaurigen Schnurrbart. Er ist schwer, aus Gold und glitzert in voller Pracht.

Die Freundinnen lösen die Aufgaben und gewinnen schlussendlich den heißbegehrten Preis.

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Phylis (9) und Niclas (11) aus Rietz:

Kitti, Mona und Holli sind das Detektiv-Team "Spürnasen", die den Nachwuchspreis für Spitzenschnüffler gewinnen wollen. Aber es schaut schlecht für sie aus. Erst verlieren sie einen Bewerb nach dem anderen, und dann wird auch noch der berühmte Preis, nämlich der schaurige Schnurrbart, gestohlen. Die Mädchen sind nun noch unkonzentrierter für den Wettkampf, weil sie den Bart finden wollen. Sie lösen den Fall und gewinnen am Ende sogar den Nachwuchspreis!

Phylis: Ich finde das Buch ganz nett. Es ist etwas spannend, aber nicht zu sehr. Die vielen Absätze sind sehr angenehm, aber manchmal ist da so eine zittrige Schrift, die ich ohne Hilfe nur schwer lesen konnte, zum Glück aber sehr selten!

Niclas: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist nett und lustig. Krimi - naja, für junge Kinder vielleicht, für mich sehr unterhaltsam, aber nicht besonders spannend. Trotzdem ein sehr tolles Buch!

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Julie, 8 Jahre aus Bruck:

Das Buch handelt von Kitti Krimi, die zusammen mit ihren Freundinnen Mona und Holly als Spürnasen spannende Krimi-Fälle löst. Sie wollen an einem Wettbewerb für Junior- Detektive teilnehmen und den "Schaurigen Schnurrbart" gewinnen. Doch während des Wettbewerbs wird der "Schaurige Schnurrbart" aus der Vitrine geklaut und der ganze Wettbewerb ist in Gefahr! Die Spürnasen beginnen zu ermitteln. Sie versuchen den Fall zu lösen und den Wettbewerb zu retten ...

Obwohl ich nicht so gerne Krimis lese, fand ich das Buch spannend und lustig geschrieben.

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Jana, 9 Jahre aus Aurach,

Rezensionen von Rasputin:

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Anders als erwartet!

Origin von Brown Dan

Ich war absolut positiv überrascht, wie man in einem Buch die technische Zukunft mit künstlerischer Vergangenheit in Einklang bringen kann.
Dan Brown ist für mich immer wieder lesenswert, da es sich um eine oft verworrene Symbolik handelt, die Schritt für Schritt dem Leser klar dargelegt wird. und das Ganze natürlich hoch spannend.

In diesem Buch geht der Autor einen Schritt weiter und bindet die Zukunft in Form von künstlicher Intelligenz ins Geschehen ein.
Ich finde dieses Buch Besser als Illuminati, Das verlorene Symbol und Inferno, mindestens gleichwertig mit Sakrileg und nicht vergleichbar mit Diabolus.

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Anders als erwartet!

Rezensionen von Caroline :

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Eine gelungene Kombination aus Geschichte und Cover

Animant Crumbs Staubchronik von Lin Rina

Mit ihren 19 Jahren sollte Animant schon verheiratet sein, aber sie wehrt sich sehr erfolgreich gegen die Verkupplungsversuche ihrer Mutter. Bei gesellschaftlichen Anlässen zieht sie meist ein Buch hervor und liest einfach. Ziemlich unhöflich, aber mit Tanz und sinnlosen Gesprächen kann Animant nichts anfangen.

Als ihr Onkel zu Besuch kommt und über ein Problem in der Bibliothek spricht, scheint Animants Stunde gekommen zu sein. Sie soll nach London, um dort die Assistentin des Bibliothekars zu werden. Zwar nur für einen Monat, aber sie nimmt sich vor, die Zeit zu genießen und viel zu lernen.

Der erste Tag in der wundervollen Bücherei wird zum Albtraum, denn der Leiter Mr. Reed bringt Animant fast zum Verzweifeln. Seine Anweisungen sind ungenau und ständig kritisiert er ihr langsames Arbeiten. Damit fordert er aber die junge Frau heraus und sie beschließt gegen alle Erwartungen anzukämpfen und durchzuhalten.

Wie hat es mir gefallen?

Dies war mein erstes Buch vom Drachenmond-Verlag. Ich danke meiner Freundin Sabine, die mir das Buch zu Weihnachten geschenkt hat. Sie hat sehr guten Geschmack bei der Auswahl bewiesen.

Die Geschichte spielt im England Ende des 19. Jahrhunderts. Animant lebt mit ihren Eltern, in einem sehr behüteten Elternhaus. Sie liebt ihren Lesesessel, versinkt gerne in Büchern. Sie ist niemals einsam obwohl sie oft alleine ist.

Als sie in London eintrifft und die Royal University Library betritt, glaubt sie sich im Himmel. Da dieser Ort den Männern vorbehalten ist, wird sie anfangs von den Studenten misstrauisch beäugt. Ihr Arbeitsalltag gestaltet sich anfangs schwierig, denn für Animant ist alles neu und ihr Chef Mr. Reed macht es ihr nicht gerade leicht. Er ist mürrisch und unhöflich. Ganz im Gegensatz zu Mr. Boyle, der über tadellose Manieren verfügt. Er findet ihr Neugier und Wissensdurst äußerst attraktiv und zeigt ihr sogar ein Luftschiff aus der Nähe. Ein Treffen auf einer großen Gesellschaft verläuft ebenso harmonisch und Animant glaubt schon ein paar Schmetterlinge in ihrem Bauch zu fühlen.

Ihr bisheriges Leben beschränkt sich völlig auf ihre Familie und vor allem ihre Bücher. All die Erlebnisse, Gefühle kennt sie nur vom Lesen und nun macht sie die Erfahrungen hautnah. Jeden Tag erlebt sie was neues, lernt neue Menschen kennen und überdenkt ihre bisherige Einstellung. In den Tagen und Wochen in London verändert sie sich. Die Erfahrungen machen aus ihr einen neuen Menschen.

Ihre ständigen Streitereien mit Mr. Reed sind äußerst amüsant zu lesen. Er lässt weder sie noch andere Menschen sehr nah an sich heran. Nur ganz langsam darf Animant hinter seine Maske schauen, die er nur ganz kurz fallen lässt. Was sie dort erkennen kann, gefällt ihr und sie wünscht sie mehr davon. Das lässt er jedoch nicht zu und so bleibt Animant nichts anderes übrig, als ihm ständig die Stirn zu bieten.

Neben den zwei Hauptfiguren Animant Crumb und Mr. Reed spielen vor allem Animants Tante und ihre Eltern eine größere Rolle. Ihr Bruder Henry braucht auch ihre Hilfe, um ein Problem zu lösen. Zusätzlich findet Animant noch eine ungewöhnliche Freundin. So ergibt sich eine gelungene Geschichte in historischem Ambiente.

Einen Kritikpunkt möchte ich jedoch anbringen. Schon im Klappentext wird eine ominöse mechanische Suchmaschine angekündigt. Diese kommt auch vor, hat jedoch nicht den Stellenwert, den ich mir erhofft und erwünscht habe.

Insgesamt jedoch ist das Buch sehr gelungen, denn mir gefielen vor allem die Figuren, ihre Veränderungen, ihr Wachsen und natürlich auch das Setting. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auch auf die Rolle der Frau in der damaligen Zeit. Frauen aus gutem Hause arbeiteten nicht. Ihnen wurde angeraten eine gute Partie zu machen, Kinder zu bekommen und den Haushalt zu führen. Wie langweilig und vor allem wie deprimierend. Die ersten Universitäten für Frauen öffneten ihre Pforten. Zwar hatten diese noch keinen Zugang zu den großen Bibliotheken aber ein Weg wurde geebnet. Das war eindeutig ein sehr spannender und informativer Teil.

Besonders erwähnen möchte ich dieses Mal auch noch, das wunderschön gestaltete Cover. Die Silhouette der Frau in welcher sich die Bücherregale finden ist so unglaublich passend. Das Bild vervollständigt das Buch und wertet es noch zusätzlich auf.

www.mariessalondulivre.at

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Eine gelungene Kombination aus Geschichte und Cover