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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LadyIceTea:

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Menschenhandel und jeder könnte es gewesen sein

Max Wolfe wird zu einem grausamen Fund gerufen. Zwölf junge Frauen, aus den unterschiedlichsten Ländern, erfroren in einem Kühllaster. Im LKW finden sich dreizehn Pässe. Lebt die dreizehnte Frau vielleicht noch? Max macht sich auf die Suche und muss sich beeilen, denn jeder könnte es gewesen sein und nicht einmal Max ist sicher.

Tony Parsons glänzt erneut mit seinem spannenden und durchdachten Schreibstil. Er weicht nicht von seiner bekannten Art ab und entwickelt auch in Teil vier seine Figuren stetig weiter. Mir gefällt es immer noch sehr gut, dass Parsons Spannung und auch Fassungslosigkeit oder Nervenkitzel erzeugt, ohne zu sehr ins blutige Detail zu gehen. Er beschreibt die Szenen kurz und knackig, beschreibt auch das Blut und den Schrecken aber er versteift sich nicht darauf und geht schon bald wieder zu den Ermittlungen über. Auch in Teil vier steht das Forensische wieder im Mittelpunkt.
Max Wolfe ist und bleibt ein cooler Hund, der einerseits harter Cop und andererseits liebevoller Vater ist. Doch man merkt langsam, dass ihm sein Job zu schaffen macht und ihm nicht alles so leicht von der Hand geht. Ein menschlicher Zug, den ich wirklich gut finde.
Auch Edie und DCI Whitestone erfahren Entwicklungen, die den Charakteren guttun und die noch weitere spannende Entwicklungen für die Zukunft versprechen.
Der Fall um den Menschenschmuggel war für mich wirklich fesselnd. Auch in dieser vierten Geschichte habe ich bis zum Schluss mitgerätselt, weil ich nicht wusste, wer nun der Täter war und warum. Es gibt so viele Verdächtige und alle haben irgendwie ein Motiv und gleichzeitig auch keins. Parsons legt wieder gekonnt viele falsche Fährten und bringt eine Menge kleiner und großer Fische ins Spiel, die die Geschichte in verschiedenste Richtungen treiben.
„In eisiger Nacht“ ist wirklich wieder eine gelungene Fortsetzung, die mich als Fan wieder überzeugt und mitgerissen hat. Ich kann einen fünften Teil kaum noch erwarten.

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Rezensionen von begine:

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So ist das Leben

Töchter wie wir, heißt der neue Roman von Barbara Kunrath. Es ist für mich der dritte Roman der Autorin, die ich alle gerne gelesen habe. Dieser war wieder besonders gut geschrieben. Mona wird 40 Jahre alt, das ist für die meisten Frauen ein Umbruch. Sie hat einen langweiligen Job, Pech mit den Männern und dann noch eine problematische Beziehung zur Mutter Hella.

Gut das da ihre Freundin Judith ist, die ihr manchmal die Richtung angibt.
Abwechselnd schildert die Autorin aus dem Leben und den Erinnerungen Monas und Hellas.
Nach und nach erfährt man, warum Mona so reagiert, wie sie es tut. Auch Ellen lernt man mit der Zeit besser zu verstehen. Durch Zufall kommen immer mehr Fakten ans Licht.
Barbara Kunrath versteht es mit Bravour den beiden Protagonisten gerecht zu werden.
Ein schöner fesselnder Roman mit interessantem Thema, ohne Schnörkel, aber so wie das Leben eben ist.
Eine empfehlenswerte Lektüre.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Lied der Weite

Lied der Weite von Kent Haruf

Der Schreibstil des Autors ist sehr geradlinig und direkt. Vor Gefühl triefende Beschreibungen findet man in den Büchern von Kent Haruf eher nicht. Die Sätze sind eher kurz gehalten und verlieren sich fast nie in ausschweifenden Ausführungen. Ich persönlich mag diese etwas kargere Art zu schreiben sehr und konnte mich daher sehr schnell mit dem doch eher ungewöhnlichen Schreibstil anfreunden.

Die wörtliche Rede ist nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet, so dass mir hier die Orientierung etwas schwer viel, ich konnte mich daran jedoch auch gut gewöhnen.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Sichtweisen verfasst, es kommen alle relevante Charaktere zu Wort und somit erlebt der Leser die Geschichte in einem umfassenden Blickwinkel. Zunächst war mir nicht recht klar, wie die Leben der sieben Menschen alle zusammenhängen, mit Verlauf der Handlung haben sich diese aber deutlich miteinander verwoben.
Die Charakterdarstellung geht nicht über das nötige Mindestmaß hinaus, ich konnte mir von allen Personen jedoch ein gutes und deutliches Bild machen.
Der Autor hat es geschafft, sich einem schwierigen Thema sensibel zu nähern und auf beeindruckende und nachhaltige Weise in diesem Roman festzuhalten.

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Lied der Weite

Rezensionen von yellowdog:

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Wendepunkt

Lied der Weite von Kent Haruf

“Töchter wie wir” von Barbara Kunrath ist ein ganz gutes Buch! Da kann man zufrieden sein.

Mona ist mit 40 an einem Wendepunkt, an dem sie feststellt, dass sie mit ihrem Leben unzufrieden ist.
Ihre Mutter Hella ist Witwe und Trinkerin, die auch nicht gerade auf ein erfolgreiches, glückliches Leben zurückblickt.

Beides also unglückliche und unzufriedene Frauen. Nach und nach, in wechselnden Kapiteln mit jeweils Mona oder Hella im Blickpunkt, erfährt man immer mehr von den Gründen und Hintergründen.

Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem man sich die Frage stellt, ob man alte Ressentiments endlich abbauen und auf einer vernünftigen Ebene neu zusammen finden kann.
Das ist für mich das große Thema des Romans.

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Lied der Weite

Rezensionen von KimVi:

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Spannender Krimi!

Das Lied der toten Mädchen von Linus Geschke

Der Kölner Journalist Jan Römer bearbeitet gemeinsam mit seiner Kollegin Stefanie Schneider, genannt "Mütze" die Rubrik "Ungelöste Kriminalfälle". Die beiden haben sich dafür entschieden, den Mord an Sonja Risse, die im Herbst 1997 auf dem Wilzenberg erstochen, wie schlafend aufgebahrt und mit einer Spieluhr neben sich, aufgefunden wurde, neu aufzurollen und darüber zu berichten.

Die beiden Journalisten fahren in Sonjas Heimatort und versuchen mehr über die Tote herauszufinden. Schon bald versucht man energisch die Nachforschungen zu stoppen. Plötzlich wird eine weitere Tote gefunden. Neben ihrer Leiche befindet sich ebenfalls eine Spieluhr. Haben Jan und Mütze in ein Wespennest gestochen und den Täter von damals aufgeschreckt?

Nach "Die Lichtung" und "Und am Morgen waren sie tot" ist dies der dritte Band, in dem sich Jan Römer und seine Kollegin Mütze mit alten, ungelösten Kriminalfällen beschäftigen. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man diesen Teil der Reihe auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zum besseren Verständnis der privaten Nebenhandlungen und der Weiterentwicklung der Charaktere empfiehlt es sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Bände der Reihe nach zu lesen. Für den aktuellen Fall sind diese Kenntnisse aber nicht notwendig, denn auch als Quereinsteiger kann man dem Geschehen mühelos folgen.

Das Buch beginnt mit einem düsteren Prolog, der das Interesse an den damaligen Ereignissen weckt. Man fragt sich sofort, was damals wirklich geschehen ist und stellt spontan eigene Theorien auf. Danach lernt man in der Gegenwart die beiden Journalisten kennen. Sie wirken sofort sympathisch und bilden ein eingespieltes Team. Der Autor beschreibt die Protagonisten so lebendig, dass man sich gerne mit den beiden auf Spurensuche begibt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man schon nach wenigen Seiten in den Sog der Ereignisse gerät und mit Jan Römer und Mütze mitfiebert.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Dadurch hat man zwar mehr Hintergrundinformationen als die beiden Journalisten, kann diese aber nicht richtig ins Verhältnis setzen. Man stellt eigene Vermutungen an, doch Linus Geschke gibt nicht zu viel Preis, sodass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint, und deshalb wird die Spannung durchgehend gehalten.

Ich habe mich beim Lesen dieses Kriminalromans ausgesprochen gut und spannend unterhalten. Die Protagonisten wirkten auf mich glaubhaft und lebendig, sodass ich mich ganz auf die Ermittlungen einlassen konnte und ständig eigene Spekulationen angestellt habe, die ich dann wieder über den Haufen werfen musste, um neu anzusetzen. Das macht für mich einen guten Krimi aus und deshalb bekommt dieses Exemplar auf meiner persönlichen Bewertungsskala vier Sterne.

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Spannender Krimi!

Rezensionen von begine:

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Spannend und interessant

Die Vergessenen von Ellen Sandberg

Ellen Sandberg ist das Pseudonym von Inge Löhnig, deren Krimis sich gut und interessant lesen. Mit dem Roman „Die Vergessenen“ wird eine besondere schwere Zeit beschrieben.
1944 arbeitet Kathrin Mändler in der Klinik in der behinderte Kinder und auch Erwachsene als nicht lebenswert eingestuft werden.

2013 fragt sich ihre Nichte Vera, ob die Tante an den Morden beteiligt war, die Tante hatte einen Schlaganfall und kann nicht befragt werden.
Manolis Lefteris, ist ein Mann für besondere Aufträge. Er ist hinter Akten her, die bei Kathrin sein sollen.
Der Roman ist spannend und wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her.. Die Vergangenheit ist eine grausame Geschichte, in der die Verursacher nicht zur Verantwortung gezogen werden. Diese Berichte von 1944 lesen sich erschütternd, obwohl ich schon davon wusste. Besonders unfassbar sind dann immer das es so viele Personen gibt, die das richtig fanden.
Ellen Sandberg hat einen wahren Krimi, mir einem Thema, das nicht in Vergessenheit geraten darf, geschrieben. Witzigerweise begegnen wir Kommissar Dühnford, aus den Krimis Inge Löhnigs, hier kurz auf einer Treppe.
Dieser Roman lässt den Leser nicht los.
Er hat eine fesselnde und spannende Atmosphäre.
Eine empfehlenswerte Lektüre.

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Spannend und interessant

Rezensionen von Gaby 2707:

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Erinnerungen kommen ungefragt

Die Vergessenen von Ellen Sandberg

Monique "Mona" Baumann wird 40. Zeit für einen Rückblick bzw. Ausblick auf die Zukunft. Sie ist unzufrieden in ihrem Job, kündigt ohne zu überlegen. Sie hat seit ihrer Scheidung vor 8 Jahren keine feste Beziehung mehr gehabt, fühlt sich einsam. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, einer alkohlkranken, immer noch sehr schönen Frau, die mit sich selbst die meisten Probleme hat, ist sehr angespannt.

Nur ihr Bruder Daniel und ihre beste Freundin Judith geben ihr Halt. Bis sie plötzlich durch ihren Exmann Patrick kennenlernt, der sehr zielstrebig auf Mona zu geht und sich nicht so leicht abweisen lässt. Die kleine Shirin, ein Pferdenarr wie sie selbst, stiehlt sich auch noch in ihr Leben. Und Mona merkt, dass sie eigentlich gar nicht so allein ist, wie sie immer denkt.

Die Lebensgeschichten von Mona und ihrer Mutter Hella werden abwechselnd aus allen möglichen Perspektiven beleuchtet. Beide versuchen auf unterschiedliche Weise ihre Vergangenheit endlich aufzuarbeiten. Dabei kommen immer wieder Sachen ans Licht, die mich Mona und ihre Handlungsweise besser verstehen lassen.

Barbara Kunrath versteht es sehr gut, mich mit der Familiengeschichte Monas zu fesseln. Sie lässt mich nicht nur bei den Gesprächen dabei sein, sondern beschreibt auch sehr anschaulich die Gedanken, die traurigen oder fröhlichen Augenblicke und Ängste von Mutter und Tochter sehr anschaulich und nachvollziehbar.

Da ich in der Nähe von Limburg aufgewachsen bin, kommen immer wieder Szenen zur Sprache, in denen auf das Stadtbild eingegangen wird. Ich hatte das Gefühl, z.B. das kleine Haus, in dem Mona und Judith ihr Frauencafe eröffnen, zu kennen.

Dies ist kein Wohlfühlroman, sondern eher einer, über den man nachdenkt und vielleicht auch mal sein eigenes Leben reflektieren kann. Ich finde ihn absolut lesens- und empfehlenswert.

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Spannend und interessant

Rezensionen von Vicky:

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Kopf vs. Bauch

Die Vergessenen von Ellen Sandberg

Das Cover ist toll gestaltet, es gefällt mir gut und passt außerdem auch wunderbar in die Optik der anderen Bände dieser Reihe.

'Liebe vs. Vernunft' ist bereits der zehnte Band der Buchserie 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm – ich kann es nach wie vor nicht fassen dass es bereits so viele gibt - unglaublich! Unter 'Was bisher geschah' gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse wodurch man sich einfach und schnell wieder in die Geschichte rund um die Seelenwächter, Jess und Jaydee einfindet - das finde ich sehr gut und vor allem hilfreich wenn man einige Zeit nichts mit der Welt der Seelenwächter zu tun hatte!

Dieser Teil umfasst siebzehn Kapiteln, diese sind aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben.

Hauptsächlich berichten Jaydee und Jess aber zwischendurch reihen sich auch immer wieder Kapitel von und mit anderen Personen in das Buch ein. Die Kapitel fliegen nur so dahin, die Geschichte ist sehr spannend. Ehe man sich’s versieht hat man bereits wieder das Ende des Bandes erreicht und lässt einen sofort den nächsten herbeisehnen.

Zum 'Bonusmaterial': Die Vorschau auf den nächsten Band macht wie immer Lust sofort weiterzulesen! Die Bilder der Charaktere, es werden am Ende zwei 'neue' besprochen, sind gut gelungen, diese gefallen mir wieder sehr und sind außerdem interessant :-) Durch die 'Besprechung' erfährt man außerdem noch mehr Details über diese Figuren, welche in der Geschichte so nicht vorkommen.

Fazit: ACHTUNG - Nicole Böhm erzeugt mit ihren Seelenwächtern absolute Suchtgefahr!

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Spannend und interessant

Rezensionen von biest.22@web.de:

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Mord in der Eifel

Echo der Toten von Beate Sauer

Der erste Fall für Friederike Matthée

MORD IM HUNGERWINTER

Inhalt:

Januar 1947: Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums überleben. Als sich in der Eifel ein brutaler Mord ereignet, reisen Richard Davies von der britischen Royal Military Police und die junge Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln an, um diesen aufzuklären.

Einziger Zeuge ist Peter, ein sechsjähriger Flüchtlingsjunge aus Ostpreußen. Dieser ist jedoch so eingeschüchtert das er schweigt. Mit viel Feingefühl, Verständnis und der gemeinsamen damaligen Heimat Ostpreußen versucht Friederike zu dem Jungen vorzudringen. Umgeben von Menschen, die zum Teil schwere Schuld auf sich geladen haben, kommen sie dem Mörder auf die Spur und geraten dabei selbst in große Gefahr…

Meine Meinung:

Mir hat die Reise in die damalige Zeit sehr gut gefallen. Durch die bildlichen Beschreibungen der Autorin fällt es einem leicht, sich alles wie es damals wohl gewesen sein muss, vorzustellen. Man spürt den Winter und die Angst der Menschen regelrecht.
Die vorgestellten Charaktere hat Beate Sauer sehr realistisch dargestellt. So wirkt Friederike anfangs doch sehr ängstlich, zurückhaltend und irgendwie fehl am Platze. Mit der Zeit taut sie aber immer mehr auf, stellt von sich aus Fragen und ergreift Eigeninitiative. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, zumal es damals in einem „Männerberuf“ sicherlich nicht leicht war für Frauen.
Leutnant Davies hingegen ist hier tonangebend, direkt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch ihn fand ich sehr sympathisch. Beide verbergen so gut sie können Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit, dies macht die Geschichte noch ein wenig spannender.
Diese Story gleicht einer Achterbahn der Gefühle. Es ist beklemmend wenn man darüber nachdenkt wie die Menschen damals leben mussten. Nahe am Hungertod, kein Dach über dem Kopf, ewige Kälte. Da ist es nicht verwunderlich das sich so mancher zu illegalen Geschäften hinreißen lässt. Auch die Nöte der Menschen sind realistisch dargestellt und man fühlt mit ihnen mit.
Ich fand es unheimlich schwer den Mörder auszumachen und es ist mir auch bis zum Schluss nicht gelungen. Immer wieder wird man in die Irre geführt. Mit der Auflösung am Ende habe ich nicht gerechnet. Insofern ein wirklich gelungener historischer Krimi.
Der Schreibstil war sehr angenehm und ließ sich flott lesen. Das Cover finde ich sehr gelungen.

Fazit:

Eine glasklare Leseempfehlung für Fans von Krimis und historischen Romanen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Trotz seiner knapp 400 Seiten hatte ich es in zwei Tagen durch. Konnte es einfach nicht mehr aus den Händen legen.

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Mord in der Eifel

Rezensionen von Pink Anemone:

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Ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen und skurrilen Ermittlern in vorweihnachtlicher französischer Atmosphäre.

Das Revier der schrägen Vögel von Beate Sauer

"Jacques Maire spazierte am Kanal entlang, der quer durch L'Isle-sur-la-Sorgue verlief. Er zählte die Enten. Betrachtete das dahintreibende Grün, dass das Wasser färbte und immer wieder unter dem Glitzern der Sonne verschwand." (S. 7 - Beginn)

Dies ist der 2. Teil der Kommando-Abstellgleis-Reihe und dieser schließt nahezu an den ersten Teil an.

Nach einem kurzen Auffrischen bezüglich der Charaktere, um sich in der Reihe wieder zurechtzufinden, geht es mit den Ermittlungen auch schon los.
Diesmal handelt es sich für Anne Capestan um einen sehr persönlichen Fall. Das Opfer ist nämlich niemand geringeres als ihr Schwiegervater, der auch gleichzeitig ein hohes Tier bei der Polizei ist und einer ihrer Ausbilder war. Obwohl ihre Brigade vom Polizeichef höchstpersönlich zu dem Fall hinzugezogen wurde, werden ihnen von den anderen "normalen" Ermittlern Steine in den Weg gelegt. Seit ihrem letzten Fall werden die Mitglieder der Brigarde Abstellgleis nämlich unter den Polizisten und Kripobeamten als Kollegenschweine angesehen. Doch dies stachelt die Truppe erst so richtig an und sie bedienen sich dabei so mancher unkonventioneller, äußerst schrägen und teil nicht ganz legalen Mitteln, um in dem Fall voranzukommen. Zu verlieren haben sie ja sowieso nichts. Und dann geschieht ein nahezu identischer Mord in der Provence und die Brigarde Abstellgleis hat durch diese Information bei den Ermittlungen auf einmal die Nase vorne.

Durch diese persönliche Komponente des Falls, erhält man diesmal auch Einblicke in Annes Vergangenheit und erfährt wieso ihr diese noch immer zu schaffen macht.
Aber auch der private Alltag der anderen Mitglieder der Brigade wird beschrieben - immer nur kurz und zwischendurch. Dadurch sind diese Einblicke keineswegs aufdringlich und unterbrechen somit auch nicht den Lesefluß. Im Gegenteil - ich fand es interessant und es bringt einem nach und nach die Protagonisten näher.

Der Schreibstil ist, wie schon im ersten Teil, flüssig und packend. Daher liest sich dieser französische Krimi relativ locker-flockig weg. Diesmal werden aber auch teils ruhigere, ja regelrecht poetische Töne angeschlagen.

"Am liebsten wäre er direkt zum Januar übergegangen, ins neue Jahr gekrochen wie ein Schiffbrüchiger am Strand, der sich die ersten Meter des Festlands hochschleppt..." (S. 53)

Doch auch die Situationskomik und der Humor kommen hier nicht zu kurz. Im Gegensatz zu so mancher französischer humoristischen Literatur jedoch keineswegs übertrieben und immer noch im Bereich des Möglichen.

"In Ordnung, wird notiert", erwiderte Dax und notierte tatsächlich "alle Hackingspuren beseitigen" auf ein Post-It, das er an den Rahmen seines Bildschirms klebte. So was würde einen tollen Eindruck hinterlassen, wenn eins der hohen Tiere ihnen irgendwann einen Besuch abstattete..." (S. 65)

Der Neuzugang der Brigade, Capitaine Henri Saint-Lô, trägt dazu natürlich auch bei. Dieser wurde gerade frisch aus der Psychiatrie entlassen. Der Aufenthalt in dieser scheint jedoch nichts gebracht zu haben. Noch immer ist er der festen Überzeugung er sei ein zeitreisendes Musketier und zwar kein geringeres als D'Artagnon. Dieser neu hinzugekommene Charakter passt mehr als nur gut zu den bereits vorhandenen skurrilen und schrulligen Ermittlern.

Die Spannung ist hier präsenter als im ersten Teil und daher muss man einfach immerzu weiterlesen, bis man endlich weiß wer der Täter ist. Das Ende hält diesbezüglich auch eine große Überraschung bereit.

Einziges Manko, bzw. Tipp an alle die sich dieses Buch zulegen wollen und, wie ich, immer den inneren Klappentext lesen: Verzichtet bitte dieses Mal unbedingt darauf. Dieser enthält nämlich eindeutig zu viele Informationen die einem so manche Überraschung und Komik verderben.

Abgesehen davon konnte mich auch wieder die tolle Aufmachung des Buches begeistern.

Fazit:
Hat mir schon der 1. Teil der Kommando-Abstellgleis-Reihe gefallen, so konnte mich dieser Teil noch mehr begeistern. Dieser ist spannender und rasanter, inklusive privater Einblicke der jeweiligen Charaktere der Brigade.
Um diesen Krimi jedoch vollends genießen und auskosten zu können, empfehle ich zuvor den 1. Teil "Kommando Abstellgleis" zu lesen. Von mir gibt es jedenfalls eine absolute Leseempfehlung.

© Pink Anemone (auf dem Blog mit Bilder zum Buch)

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Ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen und skurrilen Ermittlern in vorweihnachtlicher französischer Atmosphäre.