Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Hollywood-Skandal
Der Mann, der nicht mitspielt von Weigold Christof
Mich hat die Leseprobe zu diesem Buch und die Aufmachung fasziniert. Schwarzes Cover mit Lichtstrahlen über der aufstrebenden Filmmetropole Hollywood. Goldene und helle Schrift auf dem Cover und goldfarbener Bucheinband mit goldfarbenem Lesebändchen. Da werde ich schon durch die Aufmachung in die goldenen 20ger Jahre hinein gezogen.
Richard „Hardy“ Engel, Expolizist aus Deutschland, sucht in Hollywood sein Glück als Schauspieler und da ihm das kein Geld einbringt besorgt er sich eine Lizenz als Privatdetektiv. Seine erste Kundin ist Pepper Murphy, eine rothaarige Schönheit, die ihre Freundin Virginia Rappe vermisst. Die aufstrebende Filmmetropole Hollywood mit ihren Drogen-, Sex- und Alkoholparties hat das bekannte Starlett verschluckt. Doch Hardy hat Glück, findet Virginia – doch dann stirbt sie nach einer Party plötzlich im Krankenhaus von San Francisco. Ein Skandal, der sich durch allen Ecken Hollywoods zieht und bei dem Viele, wie es scheint, etwas verbergen wollen oder zu verschleiern wollen. Doch Hardy gibt nicht auf und geht bis an seine Grenzen – und fast sein Leben.
Was mich als erstes fasziniert hat ist die Sprache, mit der mich der Autor in die 20ger Jahre hinein zieht. Es ist zwar sein Debütroman, aber ich merke, dass Christof Weigold Ahnung vom Schreiben hat und dies hier voll einbringt. Für mich war das Lesen ein Genuss.
Außerdem treffe ich beim Lesen viele damalige Leinwandstars, die ich auch direkt vor Augen habe (Charly Chaplin, Buster Keton) und Protagonisten, die sehr vielschichtig und farbig beschrieben werden. Vor allem Hardy Engel, der so gar nicht ins schillernde Hollywood zu passen scheint, ist mir von Beginn an sehr sympathisch. Und mein Lieblingstier, der Löwe, spielt hier auch eine Rolle, wenn auch keine rühmliche. Mein Kopfkino hatte allerhand zu tun.
Je weiter Hardy in den Studios in Hollywood herum stochert, desto mehr wächst die Spannung, die sich auch hält, obwohl einige Passagen für mich etwas langatmig waren. Von mir nicht erwartetet Wendungen geben der Geschichte immer wieder Fahrt.
Ein spannender Fall in einer mir bisher völlig fremden Umgebung, die aber so gut dargestellt wurde, dass ich mich fast wie im Urlaub gefühlt habe. Ein Krimi mit einer stetig ansteigenden Spannung, der auch für Kinoliebhaber einiges zu bieten hat.
Ich freue mich schon auf den nächsten Fall bei dem ich mit Hardy Engel auf Verbrecherjagd gehen dar.
Rezensionen von Vicky:
Wenn sich der Kreis schließt, bedeutet das immer etwas Gutes
The Bartender von Piper Rayne
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zwar durch das schwarz weiße Design eher schlicht gehalten aber mit dem pinken Schriftzug wir es aufgepeppt und wirkt dennoch sehr modern und ansprechend.
Etwas störend finde ich das Piper Rayne das Pseudonym zweier Autorinnen zu sein scheint... Es tut mir leid, aber bei Pseudonymen gehe ich immer mit einer etwas negativeren Einstellung an das jeweilige Buch heran.
Allerdings waren meine Sorgen hier absolut unbegründet!
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Eindruck vom Roman holen. Die Geschichte erstreckt sich über dreiunddreißig Kapiteln und einen Epilog der eine Vorschau auf den nächsten Band gibt.
Der Einstieg ist toll, ich fühle mich der Hauptfigur Whit sofort nahe. Ich musste mit ihr und ihren Freundinnen lachen - das sind echt tolle Szenen – aber ich litt auch mit ihnen und musste mich mit ihnen über die jeweiligen ‘Probleme‘ ärgern. Ich mag die Figuren sehr und freue mich bereits auf die anderen beiden Bände mit ihnen.
Der Schreibstil ist angenehm und die Geschichte ist flüssig zu lesen. Die Kapitel haben genau die richtige Länge um einen schnell und gut voranzukommen zu lassen. Die Entwicklung der Geschichte ist gut und glaubwürdig, auch finde ich es spannend zu sehen wie sich die Figuren im Verlauf der Geschichte - mit doch etwas unterwarteten Wendungen - entwickeln.
Das Ende ist absolut fies. Die Leseprobe zum nächsten Teil entschädigt allerdings dafür! Außerdem ruft sie in mir das Bedürfnis hervor diesen am liebsten sofort zu lesen - ich hoffe er erscheint bald denn ich will mehr von den drei Freundinnen lesen!
Enden möchte ich mit einem tollen Zitat aus dem Buch: »Auf die Hoffnung. Mögen wir bekommen, was wir wollen. Mögen wir bekommen, was wir brauchen. Aber mögen wir niemals bekommen, was wir verdienen.«
Rezensionen von biest.22@web.de:
Gefährlich spannend!
The Bartender von Piper Rayne
Wer hat Angst vor der Wahrheit?
Inhalt:
Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee.
Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.
Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.
Meine Meinung:
Mich hat dieser 741 Seiten starke Kriminalroman total gefesselt. Es werden viele Handlungsstränge, unter anderem eine alte Legende aus dem 17. Jahrhundert, geschickt miteinander verwoben. Am Anfang brauchte ich einen Moment bis ich die vielen Charaktere unter Kontrolle hatte. Obwohl es ein große Anzahl an Figuren war, hatte doch jede ihren eigenen Charakter und man bekam teils tiefe Einblicke in ihr Privatleben und ihre Vergangenheit. Auch die bildhaften Beschreibungen sind Camilla Läckberg sehr gelungen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten mir die Umgebung bildlich vorzustellen.
Durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge wurde es auch zu keiner Zeit langweilig. Fast jeder endete immer mit einem Cliffhanger, so das man es kaum erwarten konnte bis es an dieser Stelle weitergeht. So kam es dann auch, das ich diesen dicken Wälzer in nur drei Tagen durchgelesen habe. Meiner Meinung nach haben Bücher von schwedischen Autoren immer einen ganz besonderen Charme, so auch dieses. Ich kanns gar nicht genau beschreiben was ich daran so toll finde, aber ich fühlte mich als Leser direkt am Anfang abgeholt und in eine andere Welt entführt.
Die Autorin hat auch aktuellen Themen, wie zum Beispiel Flüchtlingen, in ihrem Roman eine tragende Rolle gegeben. Auch spielt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern hier eine große Rolle.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war flüssig und ließ sich super flott lesen. Das Cover gefällt mir persönlich auch sehr gut und passt perfekt zur Geschichte.
Fazit:
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle Schweden und Krimifans.
Rezensionen von rewa:
Gemordet wird überall
Vor.Sicht Ab.Gründe von Eva-Maria Silber; Kirsten Wilczek
Mörderische und spannende Geschichten bekommt man in dem Buch ,,Vor. Sicht Ab. Gründe´´ von den beiden Autorinnen Eva- Maria Silber und Kirsten Wilczek präsentiert.
Beide Damen kennen sich bestens mit Rechtsangelegenheiten aus und haben beschlossen in 18 Kurzgeschichten ihre Erfahrungen mit ein fließen zu lassen.
Abwechselnd geschrieben findet man zumeist tragische, böse und zum Nachdenken anregende Kriminalgeschichten. Manche dargestellten Bilder bleiben länger im Kopf haften, denn es sind Situationen, von denen man durchaus bereits schon einmal gehört hat.
Sei es der gute Onkel von Nebenan, von verzweifelten Menschen, die alles tun, um ihre Liebsten zu beschützen oder von besonderen Personen, die es mit den richtigen Worten schaffen, jemanden zu manipulieren.
Beide Autorinnen schaffen es mit ihren Worten, den Nerv des Lesers zu treffen. Bei Kirsten Wilczek ist es mir manchmal etwas schwerer gefallen der Geschichte zu folgen, da ihr Schreibstil fachspezifische Wörter aufweist und die Sätze ein wenig komplizierter zum Lesen waren.
Was man bei den Geschichten noch findet ist viel Lokalkolorit, wo man sowohl mit schönen Landschaftsbeschreibungen, besonderen Gebäuden, aber auch mit diversen Dialekten, die ich leider nicht immer ganz verstanden habe, belohnt wird.
Damit es aber nicht nur mörderisch zugeht, bekommt man auch noch 2 humorvolle Geschichten, die mich gut unterhalten haben.
Ein guter bunter Lesemix, an dem jeder sicher seine Freude haben wird, der Kurzgeschichten mag.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Oskar, 7 Jahre aus Aldrans,
Das Gespenst Babujan und seine Freunde von Sebastijan Pregelj
Es gibt eine verlassene Villa. Peter, ein blinder Bub, traut sich in die Villa, aber plötzlich hört er ein seltsames Geräusch und läuft mit Schrecken wieder raus und vergisst dabei seinen weißen Klingelball. Am nächsten Tag will er seinen Ball holen. Da empfängt ihn eine komische Gestalt – Babujan, ein Gespenst.
Robi, Ulla, Max, Otto, Ahmed und Nika sehen eines Tages, wie Peter mit einer seltsamen Gestalt im Garten der Villa spielt. Neugierig trauen sich die Kinder näher und sehen das Gespenst und Peter. Da muss Peter aber nach Hause und er erzählt den Kindern, dass das Gespenst ganz nett ist. Am nächsten Tag stellt Peter den anderen Kindern das Gespenst vor. Von da an spielen die Kinder auch mit Peter.
Das Buch hat mir gut gefallen, aber das Ende war ein bisschen komisch. Irgendwie hat die Geschichte aufgehört und eine neue hat begonnen, die aber sofort wieder aufhört.
Es ist einfach zu lesen. Die Bilder sind nett. Ich find es nett, dass die anderen Kinder auch jetzt mit einem blinden Kind spielen.
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Daniel, 7 Jahre aus Aldrans:
Babujan, ein nettes Gespenst, wohnt am Ende der Straße in einer verlassenen Villa. Peter, ein blinder Junge, lernt das Gespenst kennen und die beiden werden Freunde. Auch die sechs Freunde von Peter machen die Bekanntschaft mit Babujan. Alle haben viel Spaß zusammen, und das Gespenst erzählt auch seine Familiengeschichte und wer früher in der Villa gewohnt hat.
Mir hat gefallen, dass Peter in Babujan einen Freund gefunden hat. Die Kapitel selbst sind eher zu kurz.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Erik, 12 Jahre aus Bludenz,
Das Gespenst Babujan und seine Freunde von Sebastijan Pregelj
Simon Snow ist ein mächtiger, tollpatschiger Zauberer, der nicht mal mit seinem Zauberstab umgehen kann. Er hat zwar eine starke Zauberkraft, lernt aber nicht sie zu nutzen. Er wird der Auserwählte genannt, da er in der Prophezeiung als Retter der Zauberwelt eine Rolle spielt. Sein Mentor geht ihm aus dem Weg, und seine Freundin meidet ihn.
Dieses Buch war nicht so gut. Normal ist ein Buch nur die ersten 20 - 40 Seiten etwas langweilig, bis die Spannung aufgebaut wird. Aber dieses Buch war durch und durch langweilig. Schade, das Thema hätte man sehr interessant und spannend in einem Buch machen können!
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Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:
Simon Snow ist ein Zauberer, deshalb besucht er eine Zauberschule. Doch dort ist es sehr gefährlich, denn es treibt der Schatten sein Unwesen und dieser will Simon töten. Keiner weiß ,wie der Schatten aussieht, denn keiner hat ihn je gesehen. Simon versucht jetzt zusammen mit seinem Kumpel Penelope und seiner Freundin Agatha den Schatten zu besiegen. Wenn da nicht Baz, der merkwürdige Zimmergenosse von Simon wäre.
Doch dann erfährt Simon, das Baz Mutter ermordet wurde. Und jetzt müssen sie nicht nur den Schatten besiegen, sondern auch den Mörder von Baz' Mutter finden. Noch keiner ahnt, dass die vier noch eine sehr böse Überraschung erleben werden, wenn sie den Schatten treffen...
Mir hat das Buch gut gefallen, es wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, und so versteht man die Taten und Gefühle aller Beteiligten besser. Doch der Kampf mit dem Schatten wird nur kurz beschrieben, und das finde ich ein bisschen blöd.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Sarah, 10 Jahre aus Innsbruck:
Cool Cats & Hot Dogs von Marliese Arold
Johanna ist 13 Jahre und das glücklichste Kind auf der Welt, denn mit ihrer kleinen Schwester Henrietta und ihrer Mama Frau Bergmann eröffnen sie eine Katzenboutique. Mitten im Umbaustress eröffnet schräg gegenüber auch noch das Hundeparadies, Johanna ist total entsetzt - Hunde und Katzen passen doch überhaupt nicht zusammen! Das kann ja heiter werden, maulte sie… Aber Johann- so hieß der Junge - stellte sich nicht dumm an, er war immer freundlich zu den dreien.
Am Eröffnungstag des Hundeparadieses strömten nur so die Leute herein, im Gegensatz zur Katzenboutique, da war recht wenig los und das machte Johanna sehr wütend!
Als die Schule wieder beginnt, findet Johanna gleich eine neue Freundin: Kim - beide verstehen sich auf Anhieb. Johannas Schwester Henrietta fand plötzlich Joes (Johann nennt sich so) Hunde toll und war nur mehr selten in der Boutique.
Als Henrietta und Johanna beim Pilzesammeln etwas Aussergewöhnliches entdecken, muss Johanna mit Joe zusammenhalten, ob das was wird? Hunde und Katzen als Freunde?
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil Johanna mir sehr symphatisch vorgekommen ist, und Henrietta war sehr lustig, und auch Joe fand ich sehr nett.
Das Einzige, was mir nicht gefallen hat, waren die sprechenden Katzengesichter - die fand ich doof!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Jana, 9 Jahre aus Aurach,
Ella und die Ritter der Nacht von Timo Parvela
Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Ich fand die lustigen Aussagen so witzig. Der Autor schreibt sehr wortgewandt. Besonders spannend war das Missverständnis wegen der Mannschaft, aus der Pekka hinausgeworfen wurde.
Pekka und seine Freunde wollen eine eigene Mannschaft gründen, damit sie die gegnerische Mannschaft besiegen können.
Alle dachten, dass es um Eiskockey geht und bemühten sich, sämtliche Dinge dafür zu bekommen. Die Kinder brachten komische Sachen daher, wie z. B. einen Tennisschläger. Aus welcher Mannschaft Pekka tatsächlich hinausgeworfen wurde, verrate ich an dieser Stelle nicht.
Ich kann nur sagen, das Buch war wirklich spannend und leseleicht
Rezensionen von Gaby 2707:
Wir sollten nicht vergessen
Die Vergessenen von Ellen Sandberg
Kathrin Mändler ist gerade 17 Jahre alt, hat ihre Ausbildung abgeschlossen und bekommt 1944 eine Stelle als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg. Hier trifft sie auf den charismatischen Anstaltsleiter Dr. Karl Landmann. Sie, die sich selbst als graues Mauerblümchen fühlt, nimmt seine Avancen schnell an.
Bis sie erkennt, was sich hinter den Mauern der Anstalt abspielt.
Ihre Nichte Vera Mändler beginnt sich 2013 für ein Dossier zu interessieren, das ihrem Cousin Christian wahrscheinlich das Leben gekostet hat. Diese brisanten Unterlagen soll ihre Tante haben.
Aber auch Manolis Lefteris, der sehr sympathische Inhaber eines Münchner Autohauses und Auftragnehmer für besondere Fälle, interessiert sich für seinen Auftraggeber für diese Unterlagen und untersucht alles, um sie in seinen Besitz zu bekommen.
Unter dem Pseudonym Ellen Sandberg schreibt eine meiner deutschen Lieblingsautorinnen Inge Löhnig einen spannenden, interessanten, mich faszinierenden und berührenden Roman über die Geschehnisse in einem kleinen Dorf in Griechenland 1944 und in einer Heil- und Pflegeanstalt aus den letzten Kriegsjahren. Es ist eine Geschichte, die die beiden Handlungsstränge aus der Vergangenheit mit dem Heute verbindet. Eine Geschichte mit einer ganz andere Form der Spannung: aufgeladen, unvorstellbar und erschreckend.
Es geht um Recht, Gerechtigkeit und unsere Justiz, die immer wieder die Augen zugedrückt hat; um Schuld, Schweigen und Sühne; um sexuelle Hörigkeit, Verdrängen und Macht; um Seilschaften, die bis in unsere heutige Zeit reichen. Nach einigen Stellen musste ich mich erst mal wieder fassen um weiterlesen zu können, so sehr hat mich die Erzählung seelisch mitgenommen. Vor allem, weil ich mir immer wieder sagen musste, dass dieser Roman sich an historische Fakten hält. Das war für mich hier und da nur schwer auszuhalten.
Es geht hier zum großen Teil um eine Heil- und Pflegeanstalt in denen Kinder und Erwachsene mit Behinderungen während der Kriegswirren gut aufgehoben sein sollten. Aber leider ging es damals in diesen Häusern wohl zum Teil ganz anders zu. Diese Menschen wurden als lebensunwürdig, als Idioten bezeichnet, sie „nahmen unseren treuen Soldaten das Essen weg“. Solche Aussagen machen mich traurig, wütend und fassungslos. Ganz langsam wurden diese Menschen zu Tode gepflegt.
Es ist mir trotz einiger Stellen, wo ich doch eine Pause brauchte um das Gelesene zu verarbeiten, sehr schwer gefallen, dieses Buch doch immer mal wieder aus der Hand zu legen. So eine spannende, fesselnde und berührende Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Und sie wird noch lange in mir nachwirken. Vor allem, wenn ich bedenke, wir lange die Geschehnisse von damals ihre Arme zu den heute lebenden Familienangehörigen noch ausstrecken.
Aber auch etwas anderes hat mich stark beschäftigt: Manolis Lefteris – der Mann, der für seinen Auftraggeber (fast) alles tut. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie es sein kann, dass ich diesen Mörder sympathisch finde. Ich denke, es ist der Mensch, der mir einfach gefällt, der sich für Unrecht einsetzt und der für seine Familie alles tun würde.
Ellen Sandberg hat einen Roman geschrieben, den ich spannender und fesselnder finde, als manchen Krimi. Keine leichte Kost, aber absolut lesens- und empfehlenswert!
Rezensionen von Vicky:
Die Grenzen zwischen Gut und Böse
Der Letzte von uns von Adélaïde de Clermont-Tonnerre
Das Cover sieht mit den hellen Farben irgendwie unscheinbar aus. Dennoch hat es meinen Blick auf sich gezogen und mein Interesse am Roman geweckt.
Unter 'Informationen zum Buch' kann man sich einen kurzen aber bereits recht guten Eindruck von der Geschichte holen. Der Roman ist in mehrere Kapitel eingeteilt, jedes enthält Orts- sowie Zeitangaben - das finde ich super, denn so kennt man sich immer gut aus und weiß sofort wo und zu welcher Zeit man sich beim Lesen gerade befindet!
Der Anfang war für mich persönlich allerdings etwas schwierig und eher mühsam.
Das erste Kapitel hat sich wie eine zähe Masse dahin gezogen und ich dachte bereits es endet nicht, ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen. Im Nachhinein bin ich froh es nicht getan zu haben, ich hätte ein wunderbares Buch verpasst!
Das zweite Kapitel konnte mich dann zum Glück doch noch überzeugen, die Ereignisse in Sachsen im Jahr 1945 waren zwar sehr traurig konnten mich aber endlich in die Geschichte eintauchen lassen und von da an war ich von der Geschichte gefesselt. Vor allem die Ereignisse aus diesen früheren Jahren haben mich sehr begeistert - mehr sogar als jene in der späteren Zeit. Zu Wern, der eigentlichen Hauptfigur, dauerte es sehr lange bis ich einen Zugang gefunden hatte, erst in den letzten Kapiteln konnte ich mich mit ihm anfreunden - davor war er irgendwie unzugänglich für mich und die Kapitel mit ihm kamen mir eher mühsam vor. Deswegen muss ich auch einen Sterne abziehen da die Stellen mit ihm doch einen recht großen Teil des Romans ausgemacht haben.
Das Ende finde ich grandios - sehr gelungen und unerwartet!









