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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Die Tänzerin vom Bauhaus

Das Hörbuch dieses Debütromans hat gleich 2 Sprecher. Barnaby Metschurat, der in dem Handlungsstrang von 2001 den Urenkel der Martha gibt und deren Notizbuch mit wertvollen Skizzen versteigert.
Anne Ratte-Polle spricht den Martha-Part, der ab 1900 einsetzt.
Man erfährt von Marthas Kindheit, ihrer Begabtheit und folgt ihrem Lebensweg bis ins Weimarer Bauhaus 1919, in der sich eine Kunstschule etabliert.

Bekannte Künstler wie Paul Klee , Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer waren dort als Lehrer tätig. Was sie schufen, war großartig und eine Erneuerung.

Der Abschnitt im Jahr 2001 in New York hat mir nicht so gut gefallen wie die Martha-Passagen. Das liegt in der geringeren Glaubwürdigkeit der Handlungskonstruktion über die alte Martha.

Der Roman ist sprachlich geschmeidig gehalten und atmet die Kunst und Kultur der Zeit vor dem Krieg.
Es erinnert ein wenig an das Buch “Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern” von Katrin Burseg.
In späteren Stellen, den dreißiger Jahren, wird die Atmosphäre ungemütlicher, natürlich.

Mit ca. 7 Stunden hat das Hörbuch einen guten Umfang und die zwei sehr unterschiedlichen Sprecher gestalten den Text sinnvoll und ansprechend.

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Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:

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Eine großartige Gesellschaftsdiagnose

Die Gesellschaft der Singularitäten

Der Autor zeigt in seinem Buch einen Strukturwandel in den modernen westlichen Gesellschaften auf, der in den letzten Jahrzehnten, d. h. ca. seit den 1980er Jahren, verstärkt in den unterschiedlichsten Bereichen zu beobachten ist.

Die Entwicklung lässt sich schlagwortartig so zusammenfassen: Während in der Nachkriegszeit bis ca.

Mitte der 1970er Jahre die gesellschaftlichen Unterschiede vergleichsweise gering waren – Helmut Schelsky prägte dafür bekanntlich den Ausdruck von der „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“ – vollzieht sich seither eine Diversifizierung, die als Entwicklung vom Allgemeinen zum Besonderen bzw. Singulären beschrieben werden kann.

Befeuert wird dieser Prozess durch die Digitalisierung, die eine singularistische Lebensführung in einer völlig neuen Art und Weise ermöglicht und zugleich deren mediale Selbstdarstellung zunehmend erwartet wird. Individuen, aber auch Institutionen und Firmen bewegen sich auf einem medialen Attraktivitätsmarkt, auf dem um Aufmerksamkeit und Valorisierung gekämpft wird.

Der Übergang von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft war schon früher eindrucksvoll beschrieben worden – siehe z. B. die klassische Studie von Daniel Bell – aber nunmehr betrifft es nicht bloß den Bereich der Arbeit, sondern viel tiefgreifender die gesamte Kultur. Es entsteht eine kulturelle Klassengesellschaft, in der es Gewinner und Verlierer gibt. Während es in der nivellierten Mittelstandsgesellschaft eine Art Fahrstuhleffekt gab, bei dem alle in gewisser Weise vom wirtschaftlichen Aufschwung profitierten und die Lebensstile eher konformistisch ausgerichtet waren, dominiert in der kulturellen Klassengesellschaft ein „Paternostereffekt“, d. h. es kommt zur Vergrößerung der Abstände zwischen einer neuen Mittelklasse mit hohen Bildungsabschlüssen und einer neuen Unterklasse mit niedrigen formalen Abschlüssen. „Diese Polarisierung auf der Ebene von Bildung und kulturellem Kapital ist das zentrale Merkmal, welches die Sozialstruktur der spätmodernen Gesellschaft prägt“ (S. 280). Neben diesen beiden Klassen unterscheidet Reckwitz noch die Oberklasse und die „alte“, d. h. nicht-akademische Mittelklasse. Letztere ist gekennzeichnet durch ein mittleres kulturelles und ökonomisches Kapital und bildet ca. ein (tendenziell schrumpfendes) Drittel der Bevölkerung. Eingezwängt zwischen ca. je einem Drittel Unter- und einem Drittel neuer Akademikerklasse versucht die alte Mittelklasse noch einen „normalen“ Lebensstil zu führen, der allerdings immer weniger „allgemeingültig ist, er ist nicht mehr Mitte und Maß, sondern lediglich Mittelmaß“ (S. 282).

Der spätmoderne Staat blieb von dieser Entwicklung nicht unberührt. Immer weniger versteht er sich als Garant für die Erhaltung des Gemeinwohls; stattdessen zielt er zunehmend darauf ab, sich den privaten Konsumbedürfnissen seiner Bürger anzupassen. Die gesellschaftspolitische Herausforderung für die Zukunft sieht Reckwitz unter anderem darin, innerhalb einer Gesellschaft der Singularitäten wieder etwas zu rekonstituieren, das – zumindest provisorisch – allgemein anerkannt wird. Ebenso wichtig erscheint „angesichts der Parzellierung von medialen Teilöffentlichkeiten die Frage nach einer Rekonstitution allgemeiner Öffentlichkeit […], in denen Subjekte aus den unterschiedlichen Klassen und Milieus der Gesellschaft aufeinandertreffen“ (S. 440).

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Eine großartige Gesellschaftsdiagnose

Rezensionen von spozal89:

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seichte Unterhaltung

Das wilde Herz der Lady Gwen von Kerstin Garde

Lady Margaret soll an den alten und widerlichen Lord Fellon verheiratet werden, um die politischen Fronten zu klären. Doch weder Margaret ist davon begeistert, noch ihre beiden Schwestern Eloise und Gwen. Gwen schmiedet letztendlich einen Plan, damit ihre Schwester die Hochzeit nicht vollziehen muss.

Dabei wird Lord Fellon auf sie aufmerksam und ihr ungestümes Temperament gefällt ihm. Schließlich lässt er von Margaret ab, um dann nach Gwen zu bitten. Ihr Vater stimmt zu und die Sache ist beschlossen. Doch Gwen findet sich mit ihrem Schicksal nicht ab und beginnt zu fliehen. Dabei stellt sie fest, dass ihr Herz schon jemand anderem gehört. Nämlich dem geheimnisvollen schwarzen Ritter, der in Fellons Diensten steht.

Es war mir klar, dass "Das wilde Herz der Lady Gwen" kein Roman ist, der sehr anspruchsvoll ist. Oftmals lese ich aber gerne leichte Kost, da man dabei so schön abschalten kann. Hierbei muss ich aber leider gestehen wurde nicht nicht so toll unterhalten.

Der Schreibstil der Autorin war eigentlich recht angenehm und die Leseprobe hatte mich überzeugt. Gwen schien eine starke Persönlichkeit zu sein und ich mochte es wie sie Pläne geschmiedet hat. Aber je mehr ich las umso mehr ging mir Gwen auf den Geist und ich konnte ehrlich gesagt ihre Gefühle für den schwarzen Ritter nicht wirklich nachvollziehen. Die Handlung plätscherte auch nur so vor sich dahin und wirklich spannend war es nicht zu lesen. Ich hab mich dann mehr oder weniger durch das Buch gequält und war sehr froh das es nur knapp 220 Seiten hat und somit schnell vorbei war.

Es mag mit sicherheit Leser geben, denen dieses Buch gefällt. Mir hat es aber im Ganzen leider nicht wirklich zugesagt.

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seichte Unterhaltung

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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Schönes Cover, mäßige Story

Alles über Heather von Kerstin Garde

Ein ausgesprochen schönes Cover, der Titel nicht gerade vielversprechend und was heißt: „ALLES“?
Naja, alles über Heather gab es da natürlich nicht zu lesen und die Geschichte reiches, schönes Mädchen trifft auf armen, kriminellen Jungen ist ebenfalls nicht gerade neu.
Das Buch eignet sich für eine Wochenendleselektüre da es recht dünn ist.

Zwischendurch kommt tatsächlich etwas Spannung auf, dennoch handelt es sich aber im Grunde genommen größtenteils um die Beweihräucherung und Verehrung zweier Elternteile gegenüber ihrer Tochter. Heather, das perfekte Kind aus einer wohlhabenden Familie - hübsch, intelligent, nett.
Und dann kam plötzlich Bobby, der misshandelte, kriminelle Sohn einer drogensüchtigen Prostituierten, der Heather anstarrt und in Gedanken Böses plant. Zum Glück ist da noch der tolle Vater Mark, der seine geliebte Tochter vor all dem Bösen bewahrt und daher vorsichtshalber Bobby tötet.
Die Geschichte wurde ziemlich emotionslos geschrieben und genauso emotionslos habe ich dieses Buch gelesen. Wie bereits erwähnt, als Lektüre für ein Wochenende geeignet.

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Schönes Cover, mäßige Story

Rezensionen von manu63:

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Guter dritter Teil

Die Salbenmacherin und die Hure von Silvia Stolzenburg

Die Salbenmacherin und die Hure ist der dritte Teil der Reihe rund um die Salbenmacherin Olivera welche von der Autorin Silvia Stolzenburg ins Leben gerufen wurde. Brütende Sommerhitze liegt über Nürnberg und als eine verstümmelte Leiche gefunden wird, schlagen die Wellen in der Bevölkerung sofort recht hoch.

Es kommt das Gerede auf, das ein Werwolf sein Unwesen treibt. Eher unfreiwillig werden Olivera und ihr Mann in die Geschehnisse hineingezogen.

Obwohl ich die beiden Vorbände nicht kannte bin ich gut in das Buch hineingekommen. Die Geschehnisse der vorherigen Bände werden in kurzen Rückblicken geschildert und das reicht aus um der Geschichte folgen zu können. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und die Charaktere werden gut dargestellt. Die verschiedenen Perspektiven erleichtern das Verstehen der Situation und spielen gut die Gefühle der Protagonisten wieder. Das Buch wirkt gut recherchiert und die Schilderungen wirken zeitgerecht. Insgesamt ein Buch das mich gut unterhalten hat.

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Guter dritter Teil

Rezensionen von manu63:

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Levi oder Jeki

Die Salbenmacherin und die Hure von Silvia Stolzenburg

Feuer der Rebellion ist der Titel des dritten Bandes der Geheimnis der Götter Reihe der Autorin Saskia Louis. Nym/Salia weiß nun wer sie ist und sie entdeckt langsam ihre Vergangenheit neu. Dabei taumelt sie zwischen Jeki und Levi und weiß nicht für wen sie sich entscheiden soll. Das ist aber nicht ihr einziges Problem und um eine Lösung zu finden muss sie in die Kreisberge reisen.

Der dritte Band geht aufregend weiter und Nym/Salia muss Entscheidungen treffen die ihr nicht leicht fallen. Wenig hilfreich sind dabei die Hahnenkämpfe von Levi und Jeki, für mich als Leserin waren die Dialoge witzig und lebendig, für Nym/Salia wohl eher nicht förderlich. Der weitere Verlauf der Geschichte bleibt spannend und die Erzählweise der Autorin lässt die Szenarien lebendig vor meinen Augen erscheinen. Die Handlungen der Götter sind für mich immer noch undurchsichtig und es ist nicht abzusehen für wen sich Nym/Salia am Ende der Reihe entscheiden wird. Alles ist noch offen und erst einmal steht die Reise Richtung Kreisberge im Raum, wobei die Gruppe um Nym/Salia Spannung und gute Unterhaltung verspricht.

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Guter dritter Teil

Rezensionen von Rebecca1493:

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Fulminantes Finale

Die Salbenmacherin und die Hure von Silvia Stolzenburg

Erschienen am 16.03.2018 bei Eisermann Verlag für 4,99 €
Klappentext: Eine Entscheidung steht bevor. Und Ella weiß, dass es ihre letzte sein wird.
Während Killian noch immer nach dem Blutopal sucht, ahnt sie, dass die Tagebücher ihrer Mutter der Schlüssel zu allem sind. Abgesehen vielleicht von ihren Beziehungsproblemen.

Doch die Geheimnisse der Engelssteine reichen tiefer als gedacht – und inmitten der Schatten ihrer Vergangenheit kann nicht einmal das flammende Diamantschwert Licht ins Dunkel bringen.
Im entscheidenden Kampf zwischen Engeln und Todesengeln weiß sie nur eines ganz genau: Sie wird Gabe nicht seinem Schicksal überlassen.

Als sich im Verlauf der Reihe herauskristallisiert hat, dass das letzte Cover die Farbe Gelb tragen würde, war ich doch etwas skeptisch. Das Ergebnis konnte mich aber auf voller Linie überzeugen. Die Farbe ist nicht zu aufdringlich, sondern dezent und hebt die beiden Gestalten mit dem Rücken zum Leser in den Vordergrund. Das mit Abstand schönste Titelbild des Mehrteilers!

Mit großer Spannung -nach einem in meinen Augen sehr miesen Cliffhanger - habe ich das große Finale der Engelsstein-Saga erwartet. Band 1 und 2 hatten im Sturm mein Leserherz erobert, sodass ich mit einem lachenden und weinenden Auge in die Story gestartet bin. Ich war richtig neugierig wie Saskia Louis die letzten Geheimnisse auflösen und vielleicht ja doch einen Weg finden würde eines meiner liebsten Fantasypaare am Leben zu lassen.

Wie auch schon Teil 2 ging das Buch genau an der Stelle weiter, an der sie geendet hatte. Immer wieder wurden allerdings bereits in den vorherigen Stories gelüftete Rätsel und Beziehungen nochmals erwähnt, sodass ich sofort wieder einer Teil der Welt der Engel, Todesengel, Zayat und Menschen war. Wie auch der vorherigen Romane wurde die Erzählung ausschließlich aus Ellas Sicht erzählt, was ich allerdings keinesfalls gestört hat, auch wenn ich mir das ein oder andere Mal eine kurze Sequenz aus Gabes Sicht gewünscht hätte. Der Dickkopf ist mir im Verlauf der Trilogie immer mehr ans Herz gewachsen und der ein oder andere Satz aus seinem Mund hat mich zum Dahinschmelzen gebracht (das hätte ich zu Beginn nicht unbedingt vermutet!).

In gewohnter Manier hat es Saskia geschafft mich zum Lachen und fast in gleichen Satz zum Weinen zu bringen. Vor ihrem schriftstellerischen Können kann ich nur immer wieder den Hut ziehen, wobei in diesem Buch doch deutlich mehr dramatische Elemente enthalten waren als gewohnt. Diese passten aber sehr gut zum Finale der Fantasyroman-Reihe um Ella und Gabe. Trotz allem kommen auch die romantischen Augenblicke und die obligatorischen Streitereien zwischen Ella und Gabe und Gabe und Max und Gabe und seinen Eltern etc. nicht zu kurz, die mir ebenfalls gut gefallen haben.

Die Auflösung der restlichen Geheimnisse und das abschließende Ende der Reihe konnten mich fast restlos überzeugen und ließen keine Fragezeichen zurück. Aber es ist schade, dass Gabe und Ellas Abenteuer nun zu Ende ist. Aber ich bin mir sicher, dass in Saskias Kopf schon weitere Ideen herumspuken, die nur noch darauf warten auf Papier gebannt zu werden!

Fazit: Fulminantes Finale, ich werde Gabe und Ella wohl noch ein Weilchen nachtrauern!

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Guter dritter Teil

Rezensionen von Rebecca1493:

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Wenn man vom Klappentext in die Irre geleitet wird

Blood Destiny - Bloodfire von Helen Harper

Mein erster Eindruck zum Titelbild war sehr positiv. Durch die goldene Akzentuierung der Schrift bei sonst schwarz-weiß gehaltenem Cover wirkt es sehr edel und gleichzeitig geheimnisvoll. Gleichzeitig wird durch den abgebildeten Tiger ein Hinweis darauf gegeben, dass es sich beim Roman um eine Gestaltwandler-Geschichte handelt, was mich durchaus dazu verleitet hat, den obigen Klappentext näher in Augenschein zu nehmen.

Nur leider haben die Gestalter scheinbar nicht mitbekommen, dass es sich bei „Lord-Alpha“ Corrigan zwar um eine Wildkatze, aber ganz sicher nicht um einen Tiger handelt. Einmal mehr bin ich erstaunt wie wenig Wert auf die Abstimmung zwischen Inhalt und Gestaltung der Titelseite gelegt wird.




Leider blieben die Unstimmigkeiten das Cover betreffend aber nicht meine einzigen Kritikpunkte. So richtig weiß ich nicht, wie ich anfangen soll, denn eigentlich kann ich so gut wie nichts Positives an diesem Buch finden. Aber der Reihe nach:




Der Schreibstil der Autorin oder die Übersetzung (wirklich erkennen kann ich das ohne die englische Vorlage natürlich nicht) waren so gar nicht mein Fall. Entweder kamen die Dialoge und Sätze sehr plump und eher umgangssprachlich daher oder die Ausdrücke waren so hochgestelzt, dass ich fast schon meinen Duden aufschlagen musste, um die Bedeutung des Wortes zu verstehen. Zusätzlich machte es mir die Sprunghaftigkeit der Protagonistin Mackenzie sehr schwer ihren Gedankengängen zu folgen, weshalb ich einige Sätze leider nicht nur einmal lesen musste, um zu verstehen, welche neue Idee ihr nun durch den Kopf geschossen war. Schon nach 25 Seiten war ich kurz davor das Buch aus der Hand zu legen und wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es auch mit großer Wahrscheinlichkeit getan. So habe ich mich leider durch die Seiten quälen müssen. Zwar waren kaum Rechtschreibfehler zu finden, aber inhaltlich war der ein oder andere Sachverhalt nicht stimmig, der mir unangenehm aufgefallen ist.




Kein einziger Protagonist konnte mich von sich überzeugen. Das lag vor allem daran, dass man das Gefühl hatte keine der Personen richtig zu kennen und ihre Absichten und Handlungen teilweise für mich einfach nicht nachvollziehbar waren. Ich konnte keinerlei Beziehung zu den Protagonisten aufbauen und normalerweise gelingt mir das eigentlich immer.




Ich würde wirklich gerne ein paar positive Aspekte der Geschichte zum Ende der Rezension nennen, aber es sind mir einfach keine ins Auge gesprungen. Wer mich meine bisherigen Rezensionen kennt, weiß, dass ich nicht einfach so Bücher schlecht rede, aber dieser Auftakt der Gestaltwandler-Reihe konnte mich nicht überzeugen. Mir fehlte der Spannungsbogen, es wirkte alles sehr konstruiert und es kam bei mir einfach keine Leichtigkeit beim Lesen auf. Und wer glaubt, dass es in diesem Buch auch nur ansatzweise romantisch zugehen würde, hat weit gefehlt. Die durch die Inhaltsangabe versprochene Liebesgeschichte zwischen Corrigan und Mack findet sich nicht einmal in Ansätzen statt, wobei zur Ehrenrettung anzumerken ist, dass es noch weitere Teile dieser Reihe geben wird. Allerdings bin ich erst einmal bedient.




Fazit: Leider versprachen Klappentext und meine sonstigen Erfahrungen mit LYX etwas, dass der Inhalt des Buches leider nicht hergab. Musste mich durch die Seiten quälen. Teil 2 wird wohl nicht bei mir einziehen.

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Wenn man vom Klappentext in die Irre geleitet wird

Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:

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Arm + reich = Mord

Alles über Heather von Helen Harper

Der Roman handelt einerseits vom reichen Mädchen aus renommierter Familie, moralisch gefestigt und doch in einem schwierigen, weil hormongeschwängerten Alter.
Und andererseits vom in seiner Kindheit vernachlässigten, missbrauchten Mann aus armseligen Verhältnissen, ebenfalls unter hormonellen Schüben leidend und mit Rachegelüsten, insbesondere Frauen gegenüber.

Die kriminelle Karriere ist vorgezeichnet ebenso wie eine erfolgreiche Berufslaufbahn mit universitärem Abschluss für die junge Frau wahrscheinlich scheint.
Als sich diese zwei Menschen begegnen, scheint es für Heather kein Entrinnen zu geben...
Matthew Weiner gibt seinem Krimi eine stilistisch erlesene und unglaublich spannende Handschrift. Der Leser/die Leserin wird ins Geschehen förmlich hineingezogen und wünscht sich nichts mehr als einen Ausweg aus dem Unvermeidlichen.
Darüber hinaus enthält Weiners Roman auch den kritischen Blick auf die "feine Gesellschaft" - mit ihren auf den eigenen Vorteil bezogenen Scheinbeziehungen und ihrer doppelbödigen
Moral, deren Aufrechterhaltung manchmal auch eine Leiche im Keller erfordert.
Bitte mehr davon, und vor allem mehr Seiten!

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Arm + reich = Mord

Rezensionen von Gaby 2707:

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Trauer und Humor liegen eng beieinander

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Madeline "Maddy" ist von der Bibliothek des Wellesley College gesprungen. Bei der Frage nach dem Warum geraten Ehemann Brady, ein Arbeitstier, und die 17-jährige Tochter Eve in einen Strudel aus Trauer, Verzweiflung und der Frage nach ihrer eigenen Schuld. Maddy versucht aus einer Art Zwischenwelt immer noch Einfluss auf das Handeln und die Gedanken der Beiden zu nehmen.

Bei dem Thema Selbstmord habe ich mir zuerst überlegt, ob ich das Buch überhaupt lesen will. Aber nun, nachdem ich es getan habe, bin ich richtig gehend froh. Sonst hätte ich einen wunderbaren emotionalen Debütroman versäumt.

Die Geschichte wird in jedem Kapitel aus drei Perspektiven, jeweils in der Ich-Form, erzählt. Ich begleite zuerst Maddy in ihren Gedanken, die z.B. für ihren Mann eine neue Frau sucht. Sie hat zuweilen einen recht bissigen Humor und ich verstehe gar nicht, warum sie sich wohl umgebracht hat. Dann erfahre ich, mit welchen Gedanken sich Eve beschäftigt. Gerade ist ihr nicht danach als Rettungsschwimmerin Leben zu retten. Lieber liest sie Maddys Tagebuch und tut mir manchmal leid, wenn sie reflecktiert, wie ihre Mutter sie und Brady gesehen hat. Und als Dritter darf ich die Gedanken von Brady lesen, der unter Verfolgungswahn leidet, weil alle Frauen der Straße ihm etwas meinen vorbeibringen und ihn bemuttern zu müssen. Schön finde ich, wie er und Eve sich in ihrer Trauerbewältigung langsam immer mehr annähern und wie er versucht, seine Teenagertochter zu verstehen.

Maddy habe ich von Anfang an sehr gemocht. Und auch Eve hat bald einen Zugang zu mir gefunden. Mit Brady habe ich mich anfangs richtig schwer getan. Er beginnt zu trinken, rastet immer wieder aus und igelt sich ein. Er macht in der Geschichte für mich die größte positive Entwicklung durch und erkennt, dass er bisher ausser seiner Arbeit eigentlich an nichts Interesse hatte. Auch nicht an seiner Familie.
Alle Handelnden kommen sehr menschlich rüber, mit ihren Ecken und Kanten, ihren Gefühlen und ihrer Zuversicht.

Dass in dieser Geschichte die Gefühle, Gedanken und Sehnsüchte im Vordergrund stehen, hat mir sehr gut gefallen. Ich brauchte immer mal wieder eine kleine Pause um über einiges nachzudenken.

Ich habe schon lange keine so tiefgründige Familiengeschichte gelesen, die so berührend, traurig, emotional und spannend zu lesen war. Wo die Protagonisten schlussendlich aber auch so zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Vor allem der Schluss kam für mich doch sehr überraschend und hat mir im Nachhinein einiges klar werden lassen. Der Roman lässt mich mit einer feinen Gänsehaut zurück.

Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.

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