Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
Drei Bräute suchen ihren eigenen Weg
Bräute auf Abwegen von Karen Witemeyer; Regina Jennings; Mary Connealy
Inhalt:
Dieses Buch enthält drei historische Kurzgeschichten von drei verschiedenen Autorinnen, die alle in sich abgeschlossen sind.
Das Ehemann Manöver:
Diese Geschichte von Karen Whitemeyer beschreibt wie die Farmerstochter Marietta versucht ihren Angebeteten Dan für sich zu gewinnen und ihn zu überzeugen, dass sie die Richtige für ihn ist.
Der Bräutigam, der sich nicht traut:
Regina Jennings erzählt hier die Geschichte von Katie und Josiah. Josiah hat ein wachsames Auge auf Katie während ihre Eltern verreist sind. Als dann auch noch ein mysteriöser Fremder auftaucht, gibt sich Josiah kurzerhand als Katies Ehemann aus.
Eine Braut auf der Flucht:
In dieser Geschichte von Mary Connealy erfährt der Leser warum sich Carrie auf die Flucht vor ihrem zwielichtigen Bräutigam macht, der ihr Vater für sie ausgesucht hat. Dabei kommt ihr der mutige Texas Ranger John zu Hilfe.
Mein Kommentar:
Alle drei Kurzgeschichten sind in sich abgeschlossen.
Jede Autorin hat einen tollen Schreibstil, sodass sich alle drei Geschichten leicht und schnell lesen lassen.
Die wichtigste Gemeinsamkeit der Geschichten ist meiner Meinung nach, dass sie alle drei starke Heldinnen als Hauptfigur haben, die sich ihre Ehemänner selbst aussuchen bzw. um sie kämpfen. Sie überzeugen die Männer davon, die richtige zu sein.
Alle drei Geschichten spielen in der Vergangenheit und überzeugen nicht nur durch eine tolle Liebesgeschichte, die zwar teilweise kitschig ist aber dafür umso mehr zum Träumen einlädt. Sondern sie haben auch viel Witz und Humor dabei und können den Leser sehr gut unterhalten.
Ich finde auch, dass alle ganz sympathische Hauptfiguren haben, die die Geschichte zu etwas besonderem machen. Dadurch dass alle auch ihre Ecken und Kanten haben, werden sie richtig sympathisch und sind wie aus dem richtigen Leben gegriffen.
Man kann sich gut mit den Personen identifizieren und sich auch gut in deren Lage versetzen.
Obwohl die Geschichten recht kurz gehalten sind (ca 100 Seiten) kommt in der Geschichte nichts zu kurz. Es werden die Personen entsprechend gut beschrieben, aber auch die wichtigsten Schauplätze. So hat der Leser trotz der geringen Länge ein gutes Bild vor Augen und kann sich alles gut vorstellen.
Mein Fazit:
Eine tolle Mischung aus historischen Liebesromanen, die den Leser zum Genießen und Träumen einlädt und mit Witz und Charme gut unterhalten. Außerdem sind die Hauptprotagonisten starke Frauen mit denen man sich gerne identifiziert.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Erotische Geschichte über einen Eishockeyspieler und seine Liebe
Hot as Ice - Heißkalt verliebt von Helena Hunting
Inhalt:
Violet Hall weiß wie NHL-Spieler sein können und wie sie ticken, vor allem durch ihren Stiefbruder Buck Butterson der professioneller Eishockeyspieler bei den Blackhawks ist. Doch der Teamkollege von Buck Alex Waters macht alle von Violets Überzeugungen zunichte. Er scheint nicht wie jeder andere NHL-Spieler zu sein, den Violet kennt.
Violet ist es nicht möglich ihn weiter zu ignorieren, deswegen lässt sie sich auf eine Nacht mit ihm ein. Aber ist eine Nacht genug für Alex und Violet?
Mein Kommentar:
Die Autorin hat einen humorvollen, flüssigen und lockeren Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen ist. Dies ist der erste Band einer 6. teiligen Reihe (Stand 04.2018), die sich um die Spieler der Eishockey Mannschaft "Blackhawks" dreht.
Die Charaktere sind gut beschrieben. Ich konnte eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Es gibt einige Nebencharaktere die alle unterschiedlich wichtig sind für die Handlung des Buches. Gewisse Nebencharaktere sind aus der Geschichte nicht wegzudenken, andere sorgen einfach für eine schöne Abrundung der Handlung.
Violet Hall ist nicht unbedingt der größte Eishockeyfan, und das obwohl ihr Stiefbruder in der NHL spielt. Ihr fehlt der Filter zwischen ihrem Gehirn und ihrem Mund. Sie sagt alles, was ihr gerade in den Kopf kommt und ist dadurch sehr ehrlich. Violet ist die meiste Zeit ein selbstbewusster, vulgärer und obszöner Charakter, der viel und gerne flucht. Ich wurde nicht so wirklich warm mit ihr.
Alex Waters ist ein Kanadier, der in der NHL spielt und als Frauenschwarm bekannt ist. Er überhäuft Violet mit Geschenken, um sie von sich zu überzeugen. Die meisten seiner Geschenke sind von Bedeutung und sollen etwas ausdrücken. Dies hat mir besonders gut gefallen. Alex ist eine fürsorgliche, liebenswerte und starke Persönlichkeit. Er war mein Lieblingscharakter im Buch und er spielte eine wesentliche Rolle in meiner Bewertung.
In diesem Buch kommen sehr viele, meist vulgäre, erotische Szenen vor. Dieses Buch zählt zur Erotik Genre, daher war ich darauf vorbereitet und es hatte mich nicht gestört. Trotz der vielen Sexszenen kam die Handlung nicht zu kurz.
Mein Fazit:
Mir hat das Buch trotz kleiner Makel gut gefallen. Ich bin gespannt auf die anderen Teile der Reihe, aber besonders auf den zweiten Teil von Violet und Alex. Vielleicht fällt es mir in diesem Band leichter mit Violet warm zu werden.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Eine Welt mit Magie
Hidden Legacy - Das Erbe der Magie von Ilona Andrews
Inhalt:
Die Welt kennt Magie und akzeptiert die als Teil von sich. Macht, Magie und Reichtum sind die drei wichtigsten Dinge um viel Einfluss ausüben zu können. In genau dieser Welt führt Nevada Baylor eine kleine Privatdetektei um ihre Familie zu ernähren. Als sie einen Auftrag annehmen musste, begibt sie sich dafür in Lebensgefahr.
Dass sie mit Connor Rogan zusammenarbeitet, verbessert ihre Überlebenschance nicht wirklich. Er ist unheimlich gut aussehend, mysteriös aber auch extrem gefährlich.
Mein Kommentar:
Das Autorenduo hat einen fesselnden und extrem spannenden Schreibstil. Die Geschichte ist aus der Sicht von Nevada geschrieben. Ich hatte am Anfang einige Probleme in das Buch hinein zu finden. Nach dieser anfänglichen Hürde wollte ich jedoch das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.
Nevada Baylor ist erfolgreiche Ermittlerin in ihrer eigenen Detektei. Sie erbte die Firma nach dem Tod ihres Vaters und ist nun die Hauptverdienerin ihrer Familie. Sie ist sehr stur und weiß was sie will. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, war es schwer sie wieder davon abzubringen. Nevada liebt ihre Familie über alles und würde alles für sie machen. Sie ist eine emotionale Persönlichkeit, die jedoch manchmal auch beherrscht und kalt wirken kann. Sie ist eine Kämpfernatur. Dies bemerkt man in dem Buch sehr gut, sie kämpft gegen vieles an. Nevada ist eine starke Persönlichkeit, was sie unheimlich sympathisch macht.
Connor "Mad" Rogan hat viele Spitznamen und die meisten sind Zeugen seiner Taten. Er ist ein hochbegabter und extrem talentierter Magier. Durch seine Fähigkeiten war er für das Militär von großer Bedeutung. Connor ist ein gefährlicher, kalter, berechnender und nahezu emotionsloser Charakter, der jedoch äußerst zielstrebig agiert. Er hat sehr viel Macht und Einfluss in Houston und dies weiß er auch zu nützen. Wenn er etwas vorhat, lässt er sich durch nichts ablenken, auch wenn sein Plan Menschenleben fordert. Durch seine Zeit beim Militär bzw. im Krieg ist er an Kampfsituationen gewöhnt. Er weiß seine Fähigkeiten gezielt einzusetzen und behält stets die Ruhe.
Die Beziehung zwischen Nevada und Connor ist sehr schwierig. Sie fühlen sich voneinander angezogen und zwischen den beiden prickelt es ziemlich stark. Nevada weiß, dass Connor extrem gefährlich ist und wehrt sich dadurch stark gegen ihn und die Gefühle die Connor in ihr auslöst. Connor ist in dieser Hinsicht viel lockerer. Er will Nevada und macht kein Geheimnis daraus. Die Beziehung der beiden ist ein schöner Nebenstrang in der Geschichte.
In der Geschichte gibt es einige Nebencharaktere, die sehr gut ausgearbeitet sind. Ich hatte das Gefühl, dass es zu jeden Charakter in dem Buch eine Vergangenheit und eine Zukunft gibt. Ich konnte mich gut in Nevada hineinversetzen und wurde daher noch stärker von der Geschichte in den Bann gezogen.
Die Handlung des Buches isst gespickt mit Spannung, Action und noch mehr Spannung. Der Spannungsbogen wird am Anfang des Buches aufgebaut und bleibt bis zum Schluss vorhanden, ohne dass er zwischen drinnen einmal nachließ. Die Szenen sind sehr gut beschrieben. Sie sind manchmal ziemlich energiegeladen, ohne jedoch zu gewalttätig zu sein, auch wenn ein paar Menschen in diesem Buch sterben.
Magie spielt eine bedeutende Rolle in diesem Buch. Sie ist allgegenwärtig, dennoch unterscheidet sich die Welt in dem Buch nur geringfügig von unserer bekannten Welt. Magie wurde durch ein Serum in die Welt gebracht und ist noch nicht sehr lange bekannt. Der Phantasieteil um die Magie gibt dem Buch noch den richtigen Schliff.
Mein Fazit:
Das Buch besitzt zwei interessante und starke Hauptcharaktere, einige schön skizzierte Nebencharaktere und eine unheimlich spannende Geschichte mit viel Magie. Ich habe das Buch sehr genossen.
Ich bin unheimlich gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht. Wahrscheinlich werden wir mehr über die Beziehung von Nevada und Conner erfahren, ebenso wie über die allgegenwärtigen Gefahren und Bedrohungen. Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, den zweiten Teil dieser Reihe zu lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Nur ein One - Night - Stand oder etwa nicht?
Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug von Nalini Singh
Inhalt:
Als Fox Molly das erste Mal sah, wusste er sofort, dass er sie will. Doch er muss Molly erst von einer Beziehung überzeugen, denn Molly ist auf Grund ihrer Vergangenheit nicht gewillt im Rampenlicht zu leben. Kann Fox Molly von sich überzeugen?
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band einer Tetralogie rund um die Band Schoolboy Choir.
Dabei ist der Leadsänger Zachary Fox der Hauptprotagonist. In den anderen drei Teilen dreht sich die Geschichte um Noah und Kit, Charlotte und Gabriel und um Abe und seine Liebe. Noah, Kit, Charlotte und Abe lernt man bereits in diesem Band kennen, auch Gabriel wird erwähnt.
Nalini Singh hat einen wunderschönen Roman geschaffen. Ihr Schreibstil ist locker, angenehm zu lesen und prickelnd. Das Buch ist aus der Sicht von Fox und Molly geschrieben. Es ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil der Geschichte spielt in Neuseeland und der zweite Teil der Handlung findet in Los Angeles statt.
Molly Webster ist Bibliothekarin, die nicht im Rampenlicht leben will bzw. kann. Dies liegt daran, dass sie genug Skandale für ihr Leben hatte. Ihr Vater war ein Politiker, der einige Skandale verursachte, die auch Mollys Leben beeinflussten. Als sie Fox kennen lernt ist sie sehr vorsichtig und zurückhaltend. Sie empfindet sehr schnell, sehr viel für ihn. Dennoch versucht sie emotional zurückhaltend zu bleiben. Sie ist bis zu ihrer Begegnung mit Fox Jungfrau. Trotzdem ist sie sehr auf Sex bezogen, was mich ehrlich gesagt ein wenig genervt hatte.
Zachary Fox ist Leadsänger der bekannten Band Schoolboy Choir. Er lernt Molly auf einer Veranstaltung kennen. Bereits als er sie das erste Mal sah, wusste er, dass er Molly in seinen Leben haben wollte. Doch Molly wehrt sich dagegen, doch zu einem One-Night-Stand ist sei bereit. Zachary, der von jedem Fox genannt wird, weiß von seiner Wirkung auf Frauen und ist auch bereit ebendiese einzusetzen um das zu bekommen, was er möchte.
Die Charaktere waren ansonsten unterschiedlich gut beschrieben. Bei manchen Nebencharakteren hatte ich das Gefühl sie nach dem Buch besser zu kennen, andere waren mir danach noch sehr fremd. Ich konnte mich sehr viel besser in Zachary hineinversetzen, als in Molly. Wieso das so war, kann ich leider nicht sagen.
Gerade am Anfang des Buches nimmt die sexuelle Komponente einen bedeutenden Stellenwert ein. Es vergehen, gefühlt, keine 10 Seiten, ohne dass die beiden Hauptprotagonisten miteinander schlafen. Dies fand ich auf Dauer störend und nervig. Leider. Das Buch wird in der Kategorie Liebesroman eingeordnet, aber dafür sind in der Geschichte, meiner Meinung nach, viel zu viele Sexszenen vorhanden. Schade. Die erotischen Szenen sind sehr detailliert beschrieben. Ob dies nun positiv oder negativ ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Mir persönlich hat die zweite Hälfte des Buches besser gefallen als die erste. Im zweiten Teil passiert viel mehr, es ist viel mehr Handlung vorhanden. Im Gegensatz zum ersten Teil des Buches, das von sexuellen, erotischen Szenen dominiert wird.
Mein Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch dennoch gut gefallen. Ich werden die nachfolgenden Bände auf jeden Fall noch lesen, da ich wissen will, wie sich die anderen Mitglieder von Schoolboy Chor weiter entwickeln.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Amy-Maus87:
Dumplin konnte mich nicht vollends überzeugen
DUMPLIN' von Julie Murphy
Als das Buch erschien, habe ich bereits relativ viel von dem Hype mitbekommen, der um das Buch gemacht wurde und so war ich natürlich auch sehr neugierig, Willowdean kennenzulernen, die sich anscheinend nicht viel aus ihrer Körperfülle zu machen schien und allen trotze. Denn Dick kann doch auch schön sein, oder?
Das Buch ist sehr leicht und locker geschrieben und erzählt aus der Sicht der 16 jährigen Willowdean, die sich auf den ersten Seiten nicht viel aus ihrer Körperfülle zu machen scheint.
Will ist ein typischer Teenager, dessen Leser auch nach einigen Zeilen klar werden wird, dass sie bei Weitem nicht immer so tough zu sein scheint, wie es das Buch für mich auf den ersten Blick vermittelt hat. Will muss sich Hänseleien aussetzen, die sie zutiefst kränken und ihr geliebter Halt, ihre Tante Lucy, starb viel zu früh. Will steht also ziemlich alleine auf weiter Flur und erzählt aus ihrem Leben. Hier spielen natürlich auch die Freunde, die charakterlich sehr unterschiedlich waren und auch die Mutter eine Rolle, die mit ihrere Tochter ein angespanntes Verhältnis teilt.
Ein besonders großes Augenmerk, wird in diesem Buch auf den Schönheitswettbewerb gelegt an dem Will nach einigen Stolpersteinen teilnimmt und als Leser verfolgen wir hauptsächlich diese Entwicklung.
Ich habe über Will sehr gerne gelesen und es gab viele schöne aber auch traurige Momente, die mich nachdenklich gestimmt haben. Denn dieses Thema ist so präsent wie nie in der heutigen Gesellschaft.
Trotz allem habe ich mir ein wenig mehr von dem Buch versprochen, besonders in Hinblick auf die Thematik des Übergewichtes und dem daraus resultierendem eigenen postivem Körpergefühl. Dazu zählt natürlich Will als Mensch und nicht nur die Vorbereitungen auf den Schönheitswettbewerb. Auch ist das Ende des Buches für mich sehr offen und ich habe noch so viele Fragen, auf die ich gerne eine Antwort hätte, dass ich das Buch gedanklich einfach nicht ganz ruhen lassen kann.
Fazit:
„Dumplin“ ist eine Erzählungmit einer sympathischen jungen Protagonistin doch leider fehlte mir das gewisse Etwas und ich hätte gerne viel mehr von Willowdean erfahren und der Grundthematik. Das ist leider für mich alles ein wenig zu kurz gekommen. Aus diesem Grund vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein neuer Fall für Commissario Fameo
DUMPLIN' von Julie Murphy
Da ich sowohl Bozen als auch Meran kenne, wollte ich diesen Südtirol-Krimi unbedingt lesen. Für mich ist dieser 3. Teil zwar der erste, den ich lese. Man kann das Buch aber auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen.
Kurz hintereinander werden in Meran und Bozen zwei männliche Leichen gefunden. Der ersten fehlen die Augen, der zweiten die Zunge.
Nichts sehen, nichts sagen?
Zusammen mit seiner engagierten Kollegin Francesca Giardi ermittelt der frisch verheiratete Commissario Fabio Fameo und stößt auf einen Fall von Plagiaterie, deren Spuren auch nach Deutschland führen. Mit Hagen Bos, Staatsanwalt aus Düsseldorf, der zu einem Arbeitsbesuch kommt, bekommen sie Verstärkung. Gemeinsam versuchen sie den Sumpf der Markenpiraterie zu durchschauen. Und Fameo begibt sich selbst in große Gefahr.
Ralpf Neubauer nimmt mich mit in das schöne Südtirol und schafft es, das Flair von Bozen und Meran sehr gut einzufangen. Der Lokalkolorit kommt hier sehr gut zum Tragen. In den Lauben von Bozen und an der Passer in Meran habe ich mich wieder richtig wohl gefühlt. Auch einige italienische Wortfetzen versetzen mich direkt in südlichere Gefilde.
Die Geschichte liest sich leicht und locker. Auch eine Prise Humor hier und da fließt mit ein und lockert den Kriminalfall etwas auf. Spannung baut sich ab den ersten Seiten langsam auf. Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, steigern diese sogar noch. Und die Auflösung hat mich zufrieden zurück gelassen.
Die Personen sind sehr gut vorstellbar mit Ecken und Kanten beschrieben. Meine Sympathien aber auch Antipathien habe ich schnell vergeben können.
Gestört haben mich die dauernden Wiederholungen. So habe ich mich gefragt, ob man der "eleganten Dame", die in einem Absatz 4 x vorkam, nicht auch andere Attribute hätte zuschreiben können.
Auch wer sonst nur blutige Krimis mag, sollte sich an diesem Buch mal versuchen, denn es geht auch sehr gut ohne großes Blutvergießen oder blutige Szenen.
Ich werde nun erst mal noch die ersten beiden Fälle von Commissario Fameo lösen.
Rezensionen von S.:
Die Macht der Bücher
Das Mädchen, das in der Metro las von Féret-Fleury Christine
Eine verträumte Idee: man entflieht dem Stress des Arbeitsweges, der langweiligen Arbeit überhaupt und sucht den passenden Leser zu einem Buch. Genau das erlebt Juliette. Ein junges, empfindsames Mädchen , das morgens in der Metro beobachtet, was die Mitreisenden lesen und sich darüber ihre Gedanken macht.
Zufällig gerät sie ins Büro von Soliman, der sie als Kurier anwirbt, um genau das zu tun: Menschen studieren, ihnen das Buch zuzuordnen, dass Einfluss auf ihr Leben haben wird. Soliman verfügt über unzählige Bücher, von denen zahlreiche Titel und oft der Autor erwähnt werden, auch kleine Begebenheiten daraus. Sein Büro ist eine schützende Hülle, die ihn von der Welt fern hält und in dem sich auch Juliette verkriechen möchte. Einzig Solimans Tochter fordert, nicht nur mit den Geschichten bis ans Ende der Welt zu reisen, sondern auch ein Leben ausserhalb des geschriebenen Wortes zu erleben. Allerdings erzielt Juliette eher unbewusst Erfolge und verschenkt Bücher, die Leben verändern.
Ein melancholisches, leises Buch. Entfremdet sich „Das Mädchen, das in der Metro las“, dem realen Leben?
Rezensionen von hopfgartner:
... und ihr Umfeld
Alles über Heather von Féret-Fleury Christine
Alles über Heather, von Matthew Weiner
Der auktoriale Erzähler nimmt den Leser / die Leserin an der Hand und führt ihn / sie über fünf Stufen von einer anfänglichen zeitgenössischen New Yorker Mittelschichtsbeziehung über zwei Erzählstränge hin zu einem überraschenden und mit Thrillercharakter versehenem Schluss.
„Alles über Heather“ erzählt die Entwicklung der Tochter und beleuchtet mindestens so genau die Innenwelten der Eltern, deren Wünsche, Träume und Unmöglichkeit, letztlich miteinander zu kommunizieren. Ein gemeinsames Geheimnis lässt sie am Ende doch zusammenbleiben.
Der einfach, mit dickem Pappkarton und kantig aufgemachte Roman vermittelt stilistisch schnell den Eindruck einer Vorstufe eines Drehbuches. Und dieser Film führt in die Welten der Polaritäten, der Gegensätze von arm und reich, gut und böse, überbehütet und verwahrlost, Mann und Frau, Liebe und Brutalität.
Ein kurzweiliger Roman, übersetzt aus dem Englischen von Bernhard Robben, erschienen im Rowohlt-Verlag 2017
Leserunde Heyn - Isabella und Gerhard Hopfgartner
Rezensionen von hopfgartner:
Szenen aus dem Fotolabor
Jud von Georg Thiel
Leserunde Heyn, Isabella und Gerhard Hopfgartner
Ausgelöst von einem Schwarz-Weiß-Foto, - ein Junge kniet auf der Straße und schreibt „Jud“ auf die Hauswand, unter Aufsicht eines Uniformierten mit Hakenkreuz-Binde am Arm -, fädelt der Ich-Erzähler Szene für Szene auf und gibt dem Leser Einblicke in die 60er Jahre.
Die gegenwärtigen Beziehungs-, Gesellschafts- und Politikmiseren werden erst verständlich durch die Rückschau, die bis in den entlegensten Ort Österreichs führt.
Entsprechend der Arbeitsweise eines Fotografen arbeitet der auktoriale Erzähler die Konturen seiner „Mitmenschen“ genau heraus und lernt im Erkennen der anderen sich selbst immer besser kennen.
Ein kurzweiliger Roman, der den Leser trotz der grundlegend düster durchschimmernden Grundfarbe ob der Thematik von Schuld und Sühne immer wieder durch Formulierungen und Ideen aufzuheitern weiß. Etwa, wenn er Gebisse von alten Menschen beschreibt, die so aussehen, als wären sie seit Generationen weitervererbt worden.
Der Autor überrascht im Jahre 2018 mit Detailwissen aus dem Jahre 1958 und malt dabei ein österreichisches Geschichtsbild von anno dazumal. Ein lesenswerter Versuch und gelungener Mosaikstein, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich auseinanderzusetzen.
Jud, ein szenenreicher Roman, erschienen 2018 im Braumüller-Verlag.
Rezensionen von Petra Sch.:
Ein Kriminalfall im New Orleans 1919; kombiniert aus Wahrheit und Fiktion
Jud von Georg Thiel
Meine Bewertung: 3,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
New Orleans, 1919: Eine Mordserie, bei der die Opfer mit einer Axt ermordet wurden, hält ganz New Orleans in Atem. Noch dazu verschwindet der Täter jedes Mal auf merkwürdige Weise - die Türen der Häuser sind nach den Taten alle von innen verschlossen.
Die Leute glauben an Übernatürliches oder Voodoo. Bis ein Brief des Axeman die Zeitung "Times-Picayune" erreicht, in dem er einen weiteren Mord ankündigt - nur diejenigen, die die ganze Nacht Jazz spielen, werden verschont...
Detective Lieutnant Michael Talbot; der ehemalige und soeben aus dem Gefängnis entlassene Polizist Luca D'Andrea sowie die Angestellte der Detektivagentur Pinkerton, Ida Davis, begeben sich unabhängig voneinander auf die Fährte des Axeman...
Meine Meinung:
"Höllenjazz in New Orleans" verbindet die Axeman-Morde, die tatsächlich im New Orleans Anfang des 20. Jahrhunderts stattgefunden haben, mit einer fiktiven Kriminalgeschichte.
Auch Louis Armstrong hat eine tragende Rolle in dieser Geschichte.
Der Autor liefert einen guten und interessanten Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse; Automobile sind kurz zuvor erst erfunden worden; die Jazzmusik erfüllt die Straßen; die Schwarzen haben kaum Rechte; und die Mafia und somit Korruption haben Vormachtstellung in New Orleans.
Leider bin ich eher schwer in das Buch hineingekommen, der Schreibstil lag mir nicht so ganz und ich musste mich erst daran gewöhnen. Teilweise war es richtig fesselnd zu lesen; der Autor weiß schon, einen Spannungsbogen aufzubauen. Doch dann wiederum waren zu viele (unbedeutende) Dinge zu ausschweifend beschreiben, sodass ich dadurch aus dem Lesefluss herauskam.
Auch war mir alles etwas zu verworren; es wurde zwar am Ende alles aufgeklärt, trotzdem war es mir ein bisschen zu verwirrend.
Trotzdem war es auch spannend zu lesen, wie die drei Personen auf ganz unterschiedliche Weise den Weg zum Täter finden.
Gut gemacht ist auch die Abwechslung der Kapitel, wo jeweils abwechselnd aus Sicht eines anderen der drei "Ermittler" erzählt wird.
Der Epilog des Buches impliziert bereits die Fortsetzung, die in Chicago spielen wird.
Sehr gut finde ich das Personenverzeichnis am Anfang, da doch sehr viele handelnde Personen vorkommen, und man so leichter den Überblick behält.
Auch das Glossar im Anschluss ist sehr hilfreich, da viele fremde Ausdrücke vorkommen, sowie eine Übersichtskarte des damaligen New Orleans.
Das Cover finde ich persönlich sehr gelungen; der Totenkopf mit dem Zylinder lässt sofort an Voodoo denken.
Fazit:
"Höllenjazz in New Orleans" ist eine fiktive Kriminalgeschichte, die auf tatsächlichen Fakten beruht - mit Potential; leider hat es nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ein bissen weniger "Drumherum", einfach nur die spannenden Ermittlungsarbeiten, hätte für mich vollkommen genügt.









