Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Josetta:
Fantasy, die ich nicht mochte
Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi
Einst erschuf die Himmelsgöttin Kinder aus Blut und Bein und schenkte ihnen einen Teil ihrer Seele. Sie wurden mit magischen Kräften ausgestattet. Doch nicht alle Bewohner der Erde bekamen diesen Segen. Die Göttergabe empfingen nur die schwarzhäutigen Maji`s, das Volk mit den weißen Haaren.
Ein grausamer König bestieg den Thron, der nur ein Ziel kannte: Den Untergang der Maji`s und die Zerstörung der Magie.
In einer grauenvollen Blutnacht wurden alle Weißhaarigen abgeschlachtet. Nur deren Kinder, die noch keine magischen Kräfte entwickelten, durften am Leben bleiben. So verschwand die Magie von der Erde und die einst mächtigen Maji`s wurden zu Sklaven, Leibeigenen und Zwangsarbeiter, ein Volk der sozialen Unterschicht, gebrandmarkt mit dem Schimpfwort „Made“.
Doch noch gibt es Hoffnung. Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit kann die Magie auf die Erde zurückkehren. Und so machen sich drei tapfere Verbündete auf eine lange und gefährliche Reise. Ihre Parole: „Sie raubten uns die Magie, jetzt erheben wir uns“.
Die Magie muss erlöschen, die Verbündeten sollen sterben. Inan, Sohn des Königs wird zum Jäger. Einer, der damit um die Gunst seines Vaters buhlt. Doch plötzlich hat ihn die Göttergabe selbst fest im Griff und diese Erkenntnis lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit wird er eine schwerwiegende Entscheidung treffen müssen.
Ich bin gerne in phantastischen Welten unterwegs, mag den schier aussichtslosen Kampf gegen das Böse, den Zusammenschluss von Gefährten, das Ringen um Macht, den Kampf um Königreiche, fremde Völker, Wesen, Liebesbeziehungen und die Aussicht, dass irgendwann, in ungewisser Zukunft, das Gute durch den „einen“ Helden siegt.
Der erste Band von „Children of Blood and Bone“ liefert ab und die aufgezählten Punkte sind da. In dieser afrikanischen Phantasiewelt mit ausschließlich schwarzhäutigen Protagonisten und diversen wilden Tiergeschöpfen, die alle von diesem Kontinent stammen.
Bei einem Punkt jedoch versagt „Goldener Zorn“ immens: Dem Helden. Verkörpert in diesem Roman durch die unerschrockene Maji Zelie. Zum ersten Mal fehlt mir jegliche Sympathie für den „Star“ der Geschichte. Das betrifft nicht nur ihre Person, sondern auch ihre Magie und ihr Handeln. Nein, eigentlich betrifft es alle Beteiligten. Das Buch berührte mich nur an ganz, ganz wenigen Stellen. Ansonsten erschlug mich die brutale, nicht enden wollende, blutige Gewalt aller Parteien. Am Schluss angelangt, bin ich froh, die unzählbaren Toten endlich hinter mir lassen zu können.
Ich hadere auch mit Teilen der Handlung. Vielversprechende Charaktere sterben wie Fliegen, Ortsentfernungen und Zeiten werden missachtet, die Handlung ist nicht an allen Stellen schlüssig, zum Teil oberflächlich und Gegenstände wie Spritzen, Motorboote und Zigaretten wirken in einer Fantasiegeschichte fehl am Platz.
Meine Reise mit Zelie und Co endet hier. Ich bin nicht an einer Fortsetzung interessiert und werde auch die angekündigte Verfilmung nicht schauen. Den Hype, den das Buch in den USA entfesselte, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Gefühlt würde ich dem Buch nur zwei Sterne geben. Aber das wäre einen Tacken zu hart, denn der Schreibstil ist gut und in einem anderen Punkt glänzte die Autorin. Trotz der unbekannten Namen von Personen, Göttern und Völkern konnte ich problemlos alles auseinanderhalten und hatte keinerlei Schwierigkeiten der Story zu folgen. Ich musste zu keinem Zeitpunkt Passagen etc. zweimal lesen. Trotzdem gibt es von mir keine Leseempfehlung und nur mit Vorbehalt bewerte ich den Roman mit 3 Sternen.
Rezensionen von Renate D.:
Klein, aber oho!
Gute-Gefühle-Tipps von Tomi Adeyemi
"Erlaube dir, dich gut zu fühlen!" Dieser liebevoll gemeinte Ratschlag zieht sich wie ein roter Faden durch das kleine, handliche Buch. Alte Weisheiten sind kompakt zusammengefasst, interessante Fragen zu bekannten Situationen bringen eine neue Sicht auf die Dinge, wertvolle Tipps bringen Schwung in starre Gedankengänge.
.. und zeigen Lösungen auf. Ein empfehlenswertes Büchlein, das in jede Handtasche oder Westentasche passt. Zum Verschenken an liebe Freunde/Freundinnen, die beste Mama und den besten Papa und ... zum "sich-selber-schenken" bestens geeignet!
Rezensionen von BarbaraM:
Ehrlich, berührend, begeisternd!
Gute-Gefühle-Tipps von Tomi Adeyemi
„Mit anderen Augen – wie ich durch meine Tochter lernte, die Welt neu zu sehen“ von Fabian Sixtus Körner ist 2018 im Ullstein Buchverlag erschienen. Es umfasst 223 Seiten und kostet in der Taschenbuchausgabe 15,00€.
Der Autor Fabian Sixtus Körner - bekannt als Journeyman – erzählt in seinem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte der ersten Jahre mit seiner Tochter Yanti, die mit der Diagnose Down-Syndrom auf die Welt kam.
Er gewährt den Lesern in seinem Buch Einlass in ganz persönliche Momente: die Geburt Yantis, die Situation der Bekanntgabe der Diagnose Down-Syndrom, die Zeit der Trauer und des ersten Schocks und der Frage nach dem „Warum gerade wir“ bis hin zur Akzeptanz und dem wirklichen Glücklich-Seins mit der Situation und der Einheit als Familie, die zusammenhält und unendlich viel Liebe in sich trägt.
Er schildert in seinem Buch Situationen, die er sich vor der Geburt seiner Tochter nicht hätte vorstellen können und er setzt sich mit Fragen auseinander, die er sich ohne seine Tochter niemals gestellt hätte. Er lernte die Welt „mit anderen Augen“ zu sehen.
Fazit: Ein toller und ehrlicher Erfahrungsbericht eines Vaters, über die Entwicklung seiner Familie mit einem Kind mit Down-Syndrom und nebenbei ein schöner Reisebericht.
Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen und in die Welt der reisebegeisterten Familie einzutauchen.
Rezensionen von Pink Anemone:
Humorvoller Cosy-Krimi mit irischem Flair und einer schrulligen Dame als Detektivin.
Mörderische Teatime von Ivy A. Paul
Anne Cleary, Moderatorin der berühmten Vorabendshow „Teatime with Annie“, wird bei der Vorbereitung der Dreharbeiten im B&B „Tae agus Ceapaire“ ermordet. Am Abend zuvor hatte sie sich mit ihrer Jugendfreundin Mae Pennywether gestritten, worauf diese ihr wutentbrannt einen qualvollen Tod gewünscht hatte.
Mae gerät daher unter Tatverdacht und beginnt zu ermitteln, um den wahren Täter zu finden.
Als kurz darauf jemand versucht, Annes Co-Moderator zu vergiften, verdichten sich die Hinweise, dass die Tearoom-Besitzerin Clarissa Nelson nicht nur Gelegenheit, sondern auch Motive für beide Verbrechen hatte. Schließlich kannte auch sie Anne aus Jugendtagen und war von ihr für eine Karriere beim Fernsehen aufs Übelste im Stich gelassen worden.
Doch wie soll Mae Clarissas und ihre eigene Unschuld beweisen?...(Klappentext)
☘☘☘☘☘☘☘☘☘☘
"Der Täter hatte sicher einen guten Grund gehabt, die alte Gewitterziege zu ermorden.
Streng rief sie sich zur Ordnung.
Was auch immer Anne getan hatte, sie hatte es nicht verdient, so zu sterben."
(S. 72)
Dies ist der 2. Teil der Mae Pennywether-Reihe, dieser kann jedoch ohne Vorkenntnisse zum 1. Teil "Der Tote im Whiskey-Fass" gelesen werden. Ich persönlich kenne den 1. Teil nicht und hatte keinerlei Probleme der Handlung zu folgen.
Mae Pennywether, ehemals als Ethnologin durch die Welt gereist und nun Bestseller-Autorin Irlands. Sie ist eine ältliche Dame die schon alles gesehen und erlebt hat, wie ein Whiskey-Kutscher fluchen kann und mit ihrem Leben im beschaulichen irischen Dörfchen Badger's Burrow mehr als zufrieden ist.
Diese Ruhe und Zufriedenheit wird durch ein vom Verlag organisiertes Interview gestört, welches ausgerechnet von dieser Kuh Anne Cleary geführt werden soll. Auf diese ist Mae nämlich alles andere als gut zu sprechen. Ebenso ergeht es auch Clarissa Nelson, eine alte Freundin von Mae, in deren Tearoom das Interview stattfinden soll. Einst waren diese Frauen Jugendfreundinnen, doch nach einem Verrat seitens Anne in diesen Jugendtagen, verbindet sie nur noch Wut und Hass miteinander.
Mit den Jahren ist Anne nicht wirklich netter geworden, rührt in alten Wunden und bringt Mae dazu ihr den Tod an den Hals zu wünschen. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als gedacht. Anne wird ermordet und Mae zur Hauptverdächtigen. Die resolute Dame lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und ermittelt auf eigene Faust - sehr zum Missfallen von Detective Inspector Andrew O'Malley...(persönliche Inhaltsangabe)
">>Granny Mae geht auf Mörderjagd, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Du musst etwas unternehmen!<<"
(S. 47)
Dieser Cosy-Krimi lebt vom gemütlichen irischen Ambiente und seinen Charakteren. Diese sind gut skizziert und vor allem Mae Pennywether mit ihrer dickköpfigen und liebevollen Schrulligkeit sticht hier hervor. Diese alte Dame muss man einfach lieben.
Man liest auch hauptsächlich aus ihrer Sicht, man erhält aber auch Einblick in die Perspektive von Detective Inspector Andrew O'Malley.
Auch wenn es alles andere als authentisch ist, dass ein Detective sich von einer alten Dame bei seinen Ermittlungen helfen lässt und sie z.B. zu Befragungen mitnimmt, ist dieses Ermittler-Duo erfrischend anders. Es macht Spaß diese beiden zu begleiten, vor allem da Mae eine ganz eigene Art hat Fragen zu stellen und an Information zu kommen. Das führt zu humorvollen Szenen, die einen oftmals schmunzeln lassen.
Wie der Titel des Krimis schon verrät, spielt Tee hier eine wichtige Rolle und verleiht dadurch diesem Krimi das gewisse Etwas. Die Kapitel werden z.B. immer durch ein Tee-Sprichwort eingeleitet und da Mae eine passionierte Teetrinkern ist, trinkt sie natürlich auch zu jeder Gelegenheit ein Tässchen. Man bekommt während des Lesens nicht nur Lust sich ebenfalls eine gute Tasse Tee zu genehmigen, sondern lernt nebenbei auch so ein bisschen etwas über die verschiedenen Teesorten. Des Weiteren befindet sich im Anhang noch ein Glossar, falls man mit den vielen verschiedenen Tees und irischen Bezeichnung überfordert sein sollte.
"Um ihre Gedanken zu ordnen, bereitete sie sich einen Chai zu.
Die Gewürze des Tees wirkten beruhigend auf sie.
Ein Whiskey hätte sicher einen ähnlichen Effekt gehabt,
aber in ihrem Alter sollte sie langsam ein wenig zurückhaltender mit ihrem Alkoholkonsum sein."
(S. 105)
Manchmal waren mir jedoch so manche Beschreibungen und Nebenhandlungen etwas zu ausschweifend und der Krimi selbst für meinen Geschmack zu ruhig. Spannung suchte ich hier vergebens. Ich muss aber auch zugeben, dass dies mein erster Cosy-Krimi ist und es Geschmackssache ist. Es war für mich quasi ein Versuch meinerseits, ob mir diese Art von Krimi gefällt. Ein weiteres Manko ist der Klappentext, welcher leider schon die Hälfte des Buches verrät und dies ist eindeutig zu viel. Vielleicht ist auch das mitunter ein Grund, weshalb mich manches nicht mehr überraschen konnte.
Fazit:
Wer ruhige und gemütliche Krimis mit ländlich-irischen Flair mag, wird diesen Krimi lieben!
Trotzdem dieser Cosy-Krimi für mich etwas zu ruhig war, habe ich mich aufgrund der schrulligen Protagonistin köstlich amüsiert. Es macht Freude diesen Krimi in gemütlicher Atmosphäre bei ein oder zwei Tässchen Tee zu genießen und dabei die Seele baumeln zu lassen. Ich persönlich habe noch nie so viel Tee getrunken wie beim Lesen dieses Cosy-Krimis *g*.
© Pink Anemone
Rezensionen von Lotta:
Packender, unvorhersehbarer Thriller
Der Alphabetmörder von Lars Schütz
Jan Grall und Rabea Wyler übernehmen einen Fall in Jans Heimat. Nie wieder wollte er dorthin zurückkehren, doch nun werden Menschen auf grausame Art und Weise umgebracht. Ihnen wird ein Buchstabe des Alphabets tätowiert.
Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive von Jan, wobei man durch seine Hypersensibilität zwischen durch denkt, dass er ganz schön einen an der Klatsche hat, aber so als Fallanalytiker ist das vielleicht auch gefordert, Mörder sind schließlich auch nicht normal.
An den Schreibstil muss man sich als Leser erst einmal gewöhnen, anfangs wirkt er etwas abgehackt, jedoch ermöglichen die kurzen Kapitel ein schnelles Lesen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
Der Fall an sich ist wirklich spannend aufgebaut, so tauchen immer wieder neue Verdächtige auf, mal hält man sie für die Morde in der Lage, mal eher nicht. Denn auch für Fallanalytiker gibt es Grenzen...
Insgesamt ein packender, unvorhersehbarer Thriller, der für einige unterhaltsame Lesestunden gesorgt hat. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von csac:
Ein kleines Büchlein über einen ganz Großen… Bergsteigerliteratur vom Feinsten
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
„Wozu ein Himmel sonst?“ handelt von einem Bergsteiger, Expeditionsleiter, Kameramann und Regisseur, der Zeit seines Lebens eng mit dem Himmalaya verbunden war: Norman G Dyhrenfurth. Als Sohn des Expeditionsleiters Günther Oskar Dyhrenfurth und der Bergsteigerin Hettie Dyhrenfurth wurde ihm die Liebe zu den Bergen und dem Alpinismus sozusagen in die Wiege gelegt.
1952 wurde er schließlich als Kameramann für eine Schweizer Mount-Everest-Expedition engagiert – damit begann Normans tiefe Leidenschaft für Tibet, den Himalaya und das Reich der Chomolongma. Auch wenn diese erste Expedition nicht von Erfolg gekrönt war, bereitete sie doch den Weg für die Erstbesteigung des Everest ein Jahr später durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay.
Diese erste Reise hatte Norman tief geprägt, von nun an sollte ihn der Himalaya Zeit seines Lebens nicht mehr loslassen. Nur drei Jahre später kehrte er abermals nach Tibet zurück, diesmal zum Lhotse. 1958 schließlich gehörte Dyhrenfurth einer Expeditionsgruppe zum Dhaulagiri an, dessen Besteigung auch gelang.
1963 kehrte er als Leiter und Organisator einer amerikanischen Expeditionsgruppe zum Everest zurück. Dabei gelingt James Whittaker als erstem Amerikaner die Besteigung des Everest. Mit Tom Hornbei und Willi Unsoeld kommt es Tage später zu der ersten Überschreitung eines Achttausenders überhaupt durch das so genannte „Hornbein-Couloir“. Für Norman G. Dyhrenfurth erfüllt sich mit dieser Reise ein Traum, der Erfolg der Expedition wird zu einem der Höhepunkte seines Lebens.
Dieses Büchlein versammelt die schönsten, bisher unveröffentlichten Texte zu all diesen Expeditionen und erzählt vom Überwinden des Khumbu-Eisfalls, ebenso wie von der Traverse des Everests oder dem Angriff auf den Lhotse. Allen Berichten ist eine wunderbar feinsinnige, leichte Sprache gemein, die von der tiefen Liebe des Autors zur Natur und zu den Bergen zeugt. Seine Leidenschaft ist auch zwischen den Zeilen spürbar, wirkt ansteckend und weckt Sehnsucht nach Reisen und Abenteuer.
Umrahmt werden diese Berichte von berührenden Fotos - etwa als dem Abt des Klosters Tengpoche, der über starke Zahnschmerzen klagte, mit einfachsten Mitteln ein Zahn gerissen wird. Bedenkt man den damaligen Stand der Technik, erscheint es mir als Leserin umso verblüffender, in welchem Maße die Bilder den Zauber und Charme des Himalaya einfangen und wiedergeben.
Fazit: Norman G. Dyhrenfurths Buch „Wozu ein Himmel sonst?“ stellt eine kleine Kostbarkeit dar, deren Text und Bilder in sich stimmig sind und noch lange in einem nachhallen. Nicht nur für Liebhaber der Bergsteiger-Literatur sondern auch für Menschen, die eine klare, poetische Sprache zu schätzen wissen.
Rezensionen von Petra Sch.:
rasanter und atemberaubender Psychothriller
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
Kurz zum Inhalt:
Lindsey lebt mit ihrer 17jährigen Tochter Sophie in Dogwood Bay in Kanada.
Vor 11 Jahren konnte sie dem ehelichen Alptraum ihres gewalttätigen und kontrollsüchtigen Ehemanns entfliehen und hat sich nun ein ruhiges Leben aufgebaut und glaubt, alle Spuren verwischt zu haben.
Doch das ist vorbei, als ihr Exmann Andrew freigelassen wird und eines Tages in Dogwood Bay auftaucht.
Es geschehen plötzlich angsteinflößende Dinge, und Andrew versucht auch noch, Sophie auf seine Seite zu ziehen...
Meine Meinung:
Das Buch ist abwechselnd in ich-Form aus der Sicht von Lindsey und teilweise aus der Sicht von Sophie geschrieben. Durch diese Schreibweise werden einem die intimsten Gedanken und Gefühle von Lindsey und Sophie noch näher gebracht.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, und gleich von Anfang an ist die Spannung da!
Es gibt immer wieder Rückblenden, die detailliert darlegen, wie Lindsey Andrew kennengelernt hat und wie sich ihre Beziehung, ihre Abhängigkeit von Andrew, seine Alkoholsucht und Aggressionen entwickelt haben...
Die Autorin schafft es wundervoll, die handelnden Personen lebendig darzustellen und die wunderschöne kanadische Landschaft bildhaft zu beschreiben.
Der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten und man wird mit seinem Verdächtigungen oft in die Irre geleitet.
Auch wenn man oftmals das Handeln von Lindsey oder Sophie nicht nachvollziehen kann, ist man dem Bann des Buches erlegen und kann es kaum aus der Hand legen.
Auch der nervenaufreibende Showdown am Schluss und die überraschende Auflösung lassen trotz kleiner Mängel Gänsehaut aufkommen!
Das Cover zeigt die Hütte am See, in dem der Showdown stattfindet. Die gebrochene Schrift des Titels lässt auf die zerbrochene Seele von Lindsey schließen.
Fazit:
Extrem temporeicher und mitreißender Psychothriller, Spannung von Anfang bis zum Schluss, jedoch mit kleinen Mängeln. Trotzdem große Leseempfehlung und 4,5 Sterne von mir.
Rezensionen von niknak:
Naturgeist des Wassers
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
Inhalt:
Jessica Winter hat ein Ziel im Leben, ihr Abitur zu machen um endlich unabhängig zu sein und Physik zu studieren. Doch ihr Leben ändert sich enorm, als eine fremde, alte Frau ihr ein Schmuckstück schenkt. Diese Kette ist jedoch keine normale Kette, denn Jay (Jessica) bekommt diese Kette nicht mehr ab.
Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Fortan sorgen Agenten dafür, dass Jay am Leben bleibt und ihre Aufgabe erledigen kann.
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band einer Tetralogie rund um die Anderswelt und Jessica Winter. Und auch mein erstes Buch von der Autorin. Auftakt Bände find ich immer etwas schwieriger zu bewerten, vor allem wenn sie den Leser in eine komplett andere Welt entführen, da immer sehr viel erklärt wird. Dies kann dann ziemlich schnell langweilig wirken.
So ist es leider auch hier passiert. Ich habe mich am Anfang extrem schwer getan, in die Geschichte zu finden, als ich dann endlich in die Geschichte gefunden hatte, begann der Teil mit der anderen Welt und ich war somit wieder aus der Geschichte raus. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten zog mich die Handlung dann doch in ihren Bann.
In der Handlung wird, logischer weise, sehr viel erklärt, da auch Jay die Anderswelt völlig unbekannt ist. Manchmal war mir das zu langwierig und das Buch zog sich an diesen Stellen etwas zu sehr in die Länge. Andere Szenen, die mit der meisten Spannung, kamen mir dann jedoch wieder zu kurz. Diese hätte die Autorin, meiner Meinung nach, gern noch etwas ausbauen können.
Der Spannungsbogen existierte bereits von Beginn an, nur leider blieb er nicht konstant das Buch über vorhanden. Es gab immer wieder Szenen wo der Spannungsbogen komplett verloren ging. Am Ende war der Höhepunkt des Spannungsbogens, der anschließend extrem schnell wieder abfiel. Im Epilog baut sich dieser wieder ein wenig auf und sorgte somit für reichlich Spannung auf Teil zwei.
Jessica Winter, genannt Jay, ist die Protagonistin des Buches. Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Jay ist 17 Jahre und wuchs in Waisenheimen auf. Sie lebt nach ihren eigenen Regeln und befindet sich dadurch in einem Heim für schwierige Fälle. Ich wurde nicht wirklich schlau aus ihr. Sie ist eine Kämpferin, davon ist später jedoch nur noch bedingt etwas zu sehen. Das Mädchen ist stur und eigenwillig und lässt sich von niemanden etwas sagen, sie kann mit Autoritätspersonen nicht gut umgehen – im Laufe der Geschichte wirkt sie meist jedoch eher schüchtern und verloren. Jay hat zwei Seiten und ich bin gespannt, welche davon sich im weiteren Verlauf der Handlung dominanter herauskristallisiert.
Jay wird von Special Agenten der Agency beschützt. Team 8 sorgt dafür, dass Jay ihre Aufgabe erledigen kann und dabei auch noch am Leben bleibt. Das Team besteht aus Captain Leannán Aherra, genannt Lee, Samira, Leo, Collin und Ivan. Sie sind alle total unterschiedliche Persönlichkeiten, was das Lesen gleich viel interessanter gemacht hat. Ivan zum Beispiel zeigt Jay sehr viel von der Agency, damit sie sich zurecht findet. Lee hingegen kann Jay, scheinbar auf Grund ihrer Abstammung, nicht leiden. Ich freue mich schon darauf, dass Team im zweiten Teil besser kennen zu lernen und mehr von ihnen zu lesen.
Mein Fazit:
Trotz einiger Makel hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich schon darauf den nächsten Teil der Reihe zu lesen. Ich empfinde die Reihe als sehr vielversprechend und ich bin gespannt, wie sie sich noch weiter entwickelt.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
Ein Meisterwerk
Die Frau, die liebte von Janet Lewis
Einfach ein wunderbares Buch.
Gute Story, schöne Sprache, spannend.
Sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Aus zwei Kindern werden Vier
Kleckerlätzchen für Fortgeschrittene von Iris Hell
Kim Weiss ist wieder schwanger. Zusammen mit ihrem Mann sitzt sie bei ihrem Gynäkologen und bekommt eine Nachricht, die sie schier vom Hocker haut bzw. absolut sprachlos macht: sie erwarten Zwillinge. Sie besinnen sich auf ein bewährtes Ritual und gehen in ihr Cafe, trinken einen Espresso und lassen die Nachricht erst mal sacken.
Die beiden süßen Mädels die Kim dann zur Welt bringt, bringen ihr Leben ganz schön auf Trab.
Iris Hell beschreibt in einer so gelungenen Weise, wie die plötzliche vierfach-Mutti versucht ihren Alltag mit vier kleinen Kindern zu bewältigen. Ich sehe sie direkt vor meinen Augen – rechts und links einen der beiden Zwillingsmädchen auf dem Arm, Clara, wie sie sich an ihre Beine klammert, Lil, die auch ihre Aufmerksamkeit möchte. Dazu Berge von Windelpackungen, Milchtüten und Essensgläschen.
Die Wohnung wird zu klein und ich darf die sechs in ihr neues Haus in Freiman begleiten. Hier ist mehr Platz, aber das Chaos scheint Kim gepachtet zu haben. Sie kommt mir oft richtig überfordert vor. Was sich aber auch nach einer Mutter-Kind-Kur nicht allzuviel ändert. Und ihr Mann Marcus? Der zerfließt in seiner Kanzlei vor Arbeit. Einer muss ja das Geld nachhause bringen. Trotzdem behält sie meist ihre gute Laune, lässt sich nicht unterkriegen. Gerade das macht sie so sympathisch.
Richtig leid getan hat mir Kim, als sie sich entscheidet, wieder arbeiten zu gehen. Teilzeit, mit 4 kleinen Kindern – ein Plan, der nicht aufgehen kann. Aber sie gibt nicht auf und entscheidet sich, ihrem Leben eine Wende zu geben. Und ich denke, damit lässt sich Kindererziehung und Berufung sehr gut unter einen Hut bringen.
Ein wunderbares Buch, bei dem ich mit Kim gelacht habe, dabei war, als sie versucht, ihren Mädels Ordnung beizubringen. Und mag es noch so hektisch zugehen. Aus jeder Zeile liest man, wie sehr Kim ihre 4 Mädels liebt und sie für nichts in der Welt wieder hergeben würde.
Wenn ihr glaubt, mit einem Kind schon überfordert zu sein, dann lest dieses Buch. Meine Beiden sind schon erwachsen. Trotzdem hatte ich mit diesem Buch sehr gute, interessante und kurzweilige Unterhaltung.








