Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Verliert Cass den Verstand?
Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld von B.A. Paris
In einer stürmischen, regnerischen Nacht nimmt Cass mit ihrem Auto eine Abkürzung, um schnell nach Hause zu gelangen. An einem kleinen Parkplatz sieht sie ein anderes Auto und erkennt darin eine Frau. Sie hält an, um im Rückspiegel zu beobachten, ob die Frau ihr Zeichen gibt, dass sie Hilfe braucht.
Nachdem keine Reaktion erfolgt nimmt sie ihren Weg wieder auf. Einen Tag später erfährt Cass aus den Nachrichten, dass eine Frau ermordet aufgefunden wurde. Es werden Zeugen gesucht, doch Cass schämt sich und deshalb erzählt sie niemanden davon, dass sie an dem Auto und der Frau vorbeigefahren ist, ohne zu halten oder zu helfen.
Bald danach erhält sie anonyme Anrufe. Das Klingeln des Telefons ängstig sie unglaublich. Niemals spricht der Anrufer. Diese stummen Drohungen und ihre immer öfter auftretenden Erinnerungslücken bringen sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Ihr Mann Matthew steht ihr immer helfend zur Seite. Auch wenn er Probleme hat, ihre Angst im Zusammenhang mit den Anrufen natürlich nicht nachvollziehen kann.
Cass befürchtet, dass sie den Verstand verlieren wird oder der Mörder irgendwann bei ihr zu schlagen.
Wie hat es mir gefallen?
Vielen Dank an der Verlag für das Rezensionsexemplar.
Im letzten Jahr habe ich von der Autorin „Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet“ begeistert gelesen. Eine Geschichte, die hauptsächlich im Kopf gesponnen wird und deren Ende einfach genial war.
So waren meine Erwartungen an das neue Buch recht hoch.
Es gibt eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Geschichten. Vieles spielt sich im Kopf ab. Cass erzählt die Geschichte, somit ist der Leser immer bei ihr und verfolgt jeden noch so kleinen Gedanken. Cass ist mit Leib und Seele Lehrerin. Ihr Leben ist gut organisiert, doch ihre Angst und ihre Probleme mit dem Gedächtnis lassen sie langsam aber sich in sich zusammen fallen. Dies zu beobachten empfand ich ziemlich schlimm. Diesem schleichenden Verfall werden viele Seiten gewidmet. Kann beim Lesen als anstrengend empfunden werden, aber ich rate allen durchzuhalten.
Es kommt der Moment in dem alles einen Sinn ergibt und dann rasen die Seiten nur so dahin.
Ich gebe gerne zu, dass dieses Buch nicht ganz so gut war, wie „Saving Grace“. Ich habe es dennoch gerne gelesen. Was mir bei beiden Geschichten gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Leser alle Schritte gemeinsam mit der Hauptprotagonistin macht. Wir erleben alles, leiden mit ihr mit, ärgern uns und hoffen.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von rewareni:
Jedermann und der Tod
Elbspiel von Nicole Wollschlaeger
Die kleine Gemeinde Kophusen feiert ihr 125 jähriges Jubiläum und der ehemalige Fernsehstar Arno Menzinger kann dafür gewonnen werden, damit er mit seinem Team die Aufführung des Jedermanns auf die Bühne bringt. Doch bevor die Proben beginnen, passieren seltsame und auch erschütternden Dinge.
Zwei Marionetten werden aufgefunden, die mit einem Pfeil durchbohrt sind. Während Philip Goldberg alamiert ist, plagen seine Kollegen andere Sorgen. Peter, der schon nervös ist, weil er den Jedermann spielen möchte und Hauke, weil er schwer verliebt in Sophie ist, die ihn jedoch immer wieder an der langen Leine hält. Als aber eine tote und bereits einbalsamierte Frau gefunden wird und kurz darauf auch noch Hauke verschwindet, wird Goldberg zusehends nervöser. Es gibt zwar viele Spuren, aber keine führt richtig ans Ziel. Als sogar ein Anschlag auf den Pastor verübt wird, ist allen klar, dass sie schnellstens den Täter finden müssen.
Aus der Elb- Krimireihe von Nicole Wollschlaeger, begeben wir uns nun zum dritten Mal mit dem Kommissar Philip Goldberg und seinem Team, in dem Roman ,, Elbspiel´´ in den fiktiven Ort Kophusen, wo der Leser in die Theaterwelt entführt wird. Wie auch bei den vorherigen Bänden bekommt man eine wunderbare Mischung aus Spannung, Humor, witzigen Dialogen und vielen falschen Spuren, wo man bis zum Ende nicht drauf kommt wie die gesponnenen Fäden zusammen passen. Es ist schön die bekannten Protagonisten wieder begleiten zu dürfen. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen um der Geschichte folgen zu können, es ist aber sicher interessant, wie sich die drei Kommissare weiterentwickeln und mit welchen Sorgen und Problemen sie sich herumschlagen müssen.
Die Autorin schafft es immer wieder mit einer lockeren und sympathischen Art die Geschichte zu erzählen. Wenn man einmal zu lesen beginnt, möchte man nicht mehr aufhören. Ihre Kommissare sind liebgewonnene Figuren, mit denen man mitleidet und sich auch mit ihnen freut. Sie legt ihren Protagoniste immer wieder flotte und amüsante Dialoge in den Mund, wo man oft schmunzeln muss. Sehr schön hat sie diesesmal die Welt des Theaters den Leser näher gebracht, wo vieles nicht so ist, wie es zunächst scheint. Man muss doch immer wieder aufpassen, was passiert, denn die Autorin liebt es viele Spuren auszulegen, wo man am Ende gar nicht mehr richtig weiß, welcher man nun folgen soll. Sie betreibt ein geschicktes Katz- und Mausspiel, wo es zwar Tote gibt, es aber nie blutig und brutal zu geht und trotzdem die Spannung von Beginn weg bis zum Schluss gehalten wird. Es hat wieder einmal großen Spaß gemacht den Roman zu lesen und es ist immer ein Vergnügen Philip, Peter und Hauke bei ihren Ermittlungen zu begleiten.
Rezensionen von heinoko:
Ein Buch wie ein opulentes Gemälde
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Zwei Handlungsstränge fangen den Leser sofort ein. In den sechziger Jahren kommt die junge farbige Odelle Bastien aus Trinidad nach London in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Während sie erst einmal trotz Hochschulstudium als Schuhverkäuferin ihre Tage fristet, träumt sie davon, Schriftstellerin zu werden.
Als sie einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton ergattert, fühlt sie sich aufgewertet, umso mehr, als Quick, eine leitende Mitarbeiterin, sie unter ihre Fittiche nimmt und ihr Schreibtalent fördert. Als ein seit dem Spanischen Bürgerkrieg verschollenes Gemälde auftaucht, wird Odelle’s Leben zunehmend auf den Kopf gestellt…
Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns 30 Jahre früher im heißen Andalusien, wohin sich die Familie Schloss vor den politischen Wirren in Wien geflüchtet hatte. Olive, die 19-jährige Tochter, ist eine überaus begabte junge Malerin, die sich jedoch von ihrem Talent nichts verspricht, denn „nur Männer können Kunst erschaffen“. Ihr Vater, ein bekannter Wiener Galerist, weiß nichts von den künstlerischen Ambitionen seiner Tochter. Olive begegnet dem Revolutionär Isaac Robles. Auch er malt…
Odelle berichtet in Ich-Form aus ihrem Leben und kommt damit dem Leser schnell sehr nahe. Sie erlebt zwar Diskriminierung, arbeitet weit unter ihrem Niveau, aber sie klagt nicht, sondern gibt das Streben auf Verwirklichung ihres Lebenstraumes nicht auf. Mit wachem Herzen und offenen Augen, immer aber auch mit einer gewissen inneren Distanz, beobachtet Odelle ihre Umwelt, ihre Mitmenschen, sehr genau und wir, die Leser, mit ihr. Eine immanente Spannung baut sich auf, weil man sehr schnell versucht, eine erklärbare Brücke zwischen 1936 und 1967 zu spannen.
Die Sequenzen in Andalusien werden von einem neutralen Beobachter erzählt, dennoch rücken sie nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, dadurch in Distanz zum Leser. Im Gegenteil, für mich waren die Erzählstränge rund um Olive sehr intensiv in ihrer Wirkung, gerade durch das schwülheiße Klima, das mit schwülheißen Begierden korrespondiert und meisterhaft geschildert wird.
Durch die jeweils relativ langen Zeitsequenzen verlor ich mich beim Lesen völlig in die Schilderungen der Geschehnisse von jeweils 1967 und 1936 und musste, besonders wenn ich das Lesen vorher unterbrochen hatte, erst wieder den Anschluss finden, was mir aber dank des großartig-eindringlichen Schreibstils der Autorin zügig gelang.
Mich hat tief beeindruckt, wie Jessie Burton es versteht, mit Worten zu malen, wie sie den Aufruhr von Farben und Formen in Worte fassen kann. Allein schon ihre Bildbeschreibungen sind so intensiv und aussagekräftig, dass man meint, das Bild vor Augen zu haben. Das Buch selbst ist wie ein Gemälde, und die erzählten Szenen sind weitere Gemälde, teils leichte Skizzen, teils Farbexplosionen, teils aquarellfeine Momentaufnahmen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, Raum um Raum einer Gemäldegalerie zu durchwandern und von Gefühlsfarben geradezu berauscht zu werden. Ich sah oftmals die Protagonisten wie im Bild festgehalten, als Stillstand im Durchleben von Gefühlsmomenten, Stimmungen und unausgesprochenen Gedanken. Zum Ende hin wird die Geschichte rund um Odile zur griechischen Tragödie, zum unausweichlichen Schicksal, und das Leben von Odelle verknüpft sich in dramatischer und atmosphärisch dichter Weise mit den früheren Ereignissen in Andalusien. Das Buch ist ein wunderbar opulentes Gemälde, großartig in Wortmalerei gesetzt.
Rezensionen von niknak:
Eine Ehefrau geht fremd
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Inhalt:
(Klappentext):
Victoria ist frustriert: Ihr Mann geht lieber zum Fußball als ihr seine Aufmerksamkeit zu schenken. Sie langweilt sich – und sehnt sich nach einem aufregenden, erfüllten Liebesleben.
Voller Neid beobachtet sie das tabulose Treiben ihrer besten Freundin, die sich mit wechselnden Lovern vergnügt und dabei voll auf ihre Kosten kommt.
Ermutigt von ihrer Leichtlebigkeit riskiert Victoria einen Seitensprung. Sie erfährt, wie erfüllend guter Sex sein kann, als sie sich mit einem erfahrenen Mann einlässt, der sie nach allen Regeln der Kunst verwöhnt und sie an ihre Grenzen führt.
Jetzt will Victoria mehr: Sie lernt, Regeln auszublenden und lässt sich in den Armen anderer Männer fallen. Als sie bei einem ihrer Experimente ihren Mann trifft, scheint sich das Blatt zu wenden …
Mein Kommentar:
Dies ist ein Buch der Secret Desires Reihe welche von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Dieses Buch stammt von der Autorin Kathy Fox.
Die Autorin hat einen flüssigen und gefühlvollen Schreibstil und die Geschichte ist sehr schnell gelesen, was vielleicht auch an der Länge liegen mag. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und überschaubar gehalten und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, auch wenn meistens Vickys Sicht dargestellt wird, da sie ja die Hauptperson ist. So lernt man sie am besten kennen und ich finde, dass sie auch gut ausgearbeitet ist. Man versteht ihre Beweggründe, warum sie ihren Mann betrügt und ihre Tabus brechen will. Sie möchte sich öffnen und als Frau wahrgenommen werden. Bei ihrem Mann schien sie ja schon fast unsichtbar zu sein. Es geht ihr in erster Linie darum, dass sie sexuell auch mal auf ihre Kosten kommt und sie sich ihren Phantasien hingeben kann.
Dennoch kommt sie mir manchmal sehr naiv und teenagerhaft vor. Vor allem, wenn sie sich dann laufend in ihre neuen Partner verliebt und sich sofort auf eine neue Beziehung einlassen will. da ist das Buch dann manchmal nicht mehr ganz so authentisch, aber das war kein Problem für mich. Ich konnte mich sehr gut auf die Geschichte einlassen und mich einfach zurücklehnen und sie genießen.
Die erotischen Szenen waren meist sehr detailliert und genau beschrieben und Erotikfans kommen dabei sicher auf ihre Kosten. Durch die detaillierte Beschreibung ist das Kopfkino auf alle Fälle in Gang gekommen.
Mein Fazit:
Ein schöner Roman, der durch die vielen und detailliert beschriebenen erotischen Szenen besticht und dem Leser ein prickelndes Lesevergnügen bereitet.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Was können Mängelexemplaren alles erreichen?
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Inhalt:
Markie Bryant ist frisch geschieden und will mit ihrem Sohn Jesse an einem Vorort ein neues Leben beginnen und sich von der Welt verkriechen. Do da kommt ihr ihre resolute Nachbarin Mrs. Saint dazwischen, die immer unerwartet vor ihrer Tür steht und versucht Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen.
Obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, lässt Mrs. Saint nicht locker und mit der Zeit muss Markie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen.
Doch eines Tages braucht Mrs Saint Markies Hilfe…
Mein Kommentar:
Dies ist mein erster Roman, den ich von der Autorin Julie Lawson Timmer gelesen habe. Sie hat einen einfachen und flüssigen Schreibstil und das Buch ist relativ schnell gelesen, obwohl es über 460 Seiten hat.
Ich finde allerdings auch, dass man manche Szenen kürzer gestalten hätte können, ohne dass sie an Charme verloren hätten. Gewisse Szenen waren für ein wenig langatmig, obwohl mich das Buch alles in allem dennoch gut unterhalten hat.
Markie will sich nach ihrer Scheidung zurückziehen und von der Welt abschotten. Man versteht wie sie sich fühlt, obwohl ich nicht immer ihrer Meinung war und auch nicht alle Handlungen von ihr so richtig nachvollziehen konnte. Dennoch war sie authentisch beschrieben und man konnte ihre Entwicklung meiner Meinung nach gut nachvollziehen. Auch ihr Sohn Jesse ist schön beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie schwer diese Situation für ihn sein muss. Plötzlich weg von zu Hause an einem ganz anderen Ort, wo er sich erst einleben muss und dann auch noch eine Nachbarin, die ihn immer ausfragt und alles über ihn und seine Mutter wissen will. Doch als er dann Geld braucht, nimmt er ihre Hilfe an und arbeitet für sie und ihre Angestellten, um seine Schulden zu bezahlen. Da merkt man sehr gut, wie Jesse an diesen Aufgaben wächst und sich zu einem besseren Menschen entwickelt, der von nun an auch auf das Wohl der anderen schaut und nicht nur an sich selbst denkt.
Am besten hat mir von den Hauptprotagonisten aber Mrs. Saint gefallen. Sie hat eine sehr resolute aber auch herzliche Art und ich musste sehr oft über ihre Aktionen schmunzeln. Als sie zum Beispiel mitbekommt, dass Markie hauptsächlich Tiefkühlpizza kocht, schickt sie ihre Köchin jeden Tag mit frischem Essen rüber, damit Markie und Jesse auch gesunde Lebensmittel essen. Sie kann zwar sehr nervig sein, da man nie weiß, wann sie auftaucht und man nie sicher vor ihr ist, aber dennoch bringt sie alles auf eine sehr freundliche aber bestimmte Art rüber und man kann ihr eigentlich gar nicht richtig böse sein.
Im Lauf des Buches erfährt man mehr über die Hintergründe zu Mrs. Saints Verhalten und dabei wurde ich immer wieder überrascht, da ich mit einer solchen Wendung nicht gerechnet hätte. So konnte mich das Buch nicht nur gut unterhalten, sondern auch noch ein wenig überraschen.
Außerdem regt das Buch auch noch zum Nachdenken an, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die anderen helfen, ohne dabei an sich zu denken und die Folgen, die dadurch entstehen könnten. Man überlegt auch selbst, ob man nicht seinen Beitrag leisten könnte. So hat das Buch auch noch eine Botschaft und es wirkt noch ein wenig nach, auch wenn ich es schon fertig gelesen habe.
Mein Fazit:
Ein Buch über Nachbarschaftshilfe und wie sich Menschen gegenseitig unterstützen und helfen können, wenn sie sich nur darauf einlassen. Mit viel Charme und Humor wird der Leser dennoch auch zum Nachdenken angeregt.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Dornröschen
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Inhalt:
Rosannas hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ihren eigenen kleinen Rosenladen eröffnet. Sie ist glücklich damit, bis sie ihre große Liebe Philip eines Tages kennenlernt, welcher alte Bücher restauriert und ihnen neues Leben einhaucht. Nun sind Rosannas Interessen auch in eine andere Richtung gelenkt.
Zum Glück ist gerade ihre Cousine Juta bei ihr, die ihr Tatkräftig unter die Arme greift und ihr hilft, ihren Laden am Laufen zu halten. Schafft es Rosanna das Herz ihres Prinzen zu erobern, oder ist der Preis dafür zu hoch und warum kam gerade Juta in dieser Zeit zu ihr? War es nur ein positiver Zufall oder steckt doch mehr dahinter?
Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Band einer Reihe der Autorin Nadin Hardwiger. Nachdem man die ersten beiden Teile mit (Verlieben verboten und Küssen verboten) unabhängig und in willkürlicher Reihenfolge lesen kann, würde ich vorschlagen diesen Band erst als letzten zu lesen, da es immer wieder Hinweise zur Geschichte der anderen beiden Bände gibt. Außerdem erfährt man auch einiges, was sich vorher ereignet hat. Dennoch ist er auch separat schön zu lesen, wenn man keine Angst vor Spoilern hat. Ich fand es sehr schön, auch noch ein wenig von den anderen beiden Hauptprotagonisten der Vorgängerbände zu lesen.
Ich fand es sehr schön, dass sich dadurch doch noch alle drei Bände zu einer Einheit verbunden haben. Denn alle drei weiblichen Hauptpersonen leben gemeinsam in einer Wohngemeinschaft, welches zwar in den anderen beiden Bänden schon erwähnt wurde, aber nicht so stark zum Tragen kommt, wie in diesem Band. So ist es auch ein schöner Abschluss für diese Trilogie.
Die Autorin hat auch hier wieder einen sehr schönen und märchenhaften Schreibstil gewählt und lädt den Leser, obwohl es der Titel anders vermuten lässt, zum Träumen ein. Man kann sich einfach zurücklegen und von dieser Märchenwelt träumen. Diesmal wird das Märchen von Dornröschen neu interpretiert und in die heutige Zeit versetzt. Diese neue Geschichte fand ich sehr schön zum Lesen und durch die wenigen Seiten (144) war die Geschichte auch in einem Rutsch fertig. Ich las sie an Abend fertig.
Die Protagonisten sind zwar recht schön, aber nicht allzu genau beschrieben, aber das hat mich durch die kurze Länge auch nicht gestört. Dennoch war das Buch sehr schön gestaltet und man konnte mit den Personen mitfiebern. Man hoffte immer auf ein Happy End zwischen Rosanna und Philip welches aber nie so leicht zu erreichen schien. So blieb die Geschichte lebendig und konnte mich zum Schluss sogar noch ein wenig überraschen. Aber mehr kann ich dazu nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen.
Mein Fazit:
Ein wirklich gelungener Abschluss dieser märchenhaften Trilogie, obwohl ich hoffe, dass es dennoch mehr solche Bücher der Autorin geben wird, bei denen man sich zurücklegen und in eine Märchenwelt eintauchen kann.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Kämpfen für die wahre Liebe
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Inhalt:
Andre verbringt mit seinen drei besten Freunden immer zwei Wochen Urlaub auf Ibiza. Doch die letzten Jahre mussten seine Freunde als Alibi herhalten, da er sich dort heimlich mit seiner Liebe Nathan trifft.
Nathan will dieses Versteckspiel nicht mehr länger und als er dann auch noch verschwindet, muss sich Andre entscheiden, was wirklich in seinem Leben wichtig ist und wohin ihn sein Weg führen soll.
Mein Kommentar:
Dies ist eine Kurzgeschichte aus der Love Shots Reihe und stammt von der Autorin Bettina Kiraly. Sie hat einen lockeren und flüssigen Schreibstil und man hat das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Es besteht aus vier Kapiteln, die alle von einer anderen Lebenssituation der Hauptprotagonisten berichtet. Dadurch wirkt das Buch für mich ein wenig sprunghaft, da man in jedem Kapitel nur einen kurzen Einblick in die Situation erhält. Es passiert immer recht viel auf einmal in diesen Kapiteln. So wäre es teilweise interessanter, wenn man gewisse Dinge weggelassen hätte und dafür andere Szenen ausführlicher beschrieben hätte. So hätte es beim Coming Out mit der Familie gereicht, wenn dieses schön ausführlich beschrieben und einige Emotionen eingebaut worden wären. Dafür hätte die Autorin meiner Meinung nach die Szenen mit der beginnenden Geburt von Andres Schwester weglassen können. Das war etwas zu viel Information für mich, die es nicht gebraucht hätte.
Auch die Personen waren meiner Meinung nach nur sehr oberflächlich beschrieben und auch die erotische Szene zu Beginn des Buches blieb für mich sehr flach. Es schien fast so, als ob die Autorin möglichst viele Informationen und Erlebnisse in diese Geschichte verpacken wollte. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ich bin nur manchmal der Meinung, dass weniger mehr ist. Dann hätte man auch noch mehr Gefühle und Emotionen in die Geschichte verpacken können, die so leider etwas zu kurz gekommen sind.
Trotz der Schwächen hat mich die Geschichte gut unterhalten und für eine kurzweilige Lesezeit gesorgt. Ich fand es sehr interessant wieder einmal in dieses Genre einzutauchen und auch von einer Gay Liebe zu lesen, da es ja nicht allzu viele Bücher in dieser Sparte gibt. Es war eine gelungene Abwechslung für mich, die allerdings noch Potential nach oben hat.
Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe, die nicht alltäglich ist und auch heute noch oft ein Tabuthema darstellt. So wird der Leser auch angeregt über dieses Thema nachzudenken und sich so seine persönlichen Gedanken dazu zu machen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Alte Klassiker - leider nicht zum Lachen
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Inhalt:
Das Hörbuch “ Da lachen ja die Hühner” enthält eine Vielzahl von verschiedenen Geschichten von unterschiedlichen Autoren. Dabei werden bekannte und weniger bekannte Klassiker von mehreren verschiedenen Sprechern vorgetragen.
Mein Kommentar:
Leider war ich von diesem Hörbuch sehr enttäuscht.
Der Titel verspricht eine Humorbox, bei der man viel lachen muss. Das könnte ich leider überhaupt nicht erleben. Für mich war es eher eine Zusammenfassung von Klassikern, welche gekonnt auf einer CD gesammelt wurden. Dabei gefiel mir die Mischung aus bekannten und unbekannten Werken.
Diese hatten auch eine unterschiedliche Länge. So besteht das Hörbuch aus ungefähr 3 CDs mit einer Gesamtlänge von 230 min. Das die einzelnen Stücke sind zwischen 30 sec und 76 min lang. CD 2 besteht zum Beispiel aus nur einem Werk – „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde und hat eine Spielzeit von 76:30 Minuten.
Vorgetragen werden die Werke unter anderem von Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Katharina Thalbach und vielen mehr. Die Sprecher waren in ihrem Stil sehr unterschiedlich. Manchen gelang es besser Emotionen und verschiedene Stimmungen rüber zu bringen, als anderen. Aber alles in allem gefällt mir die Auswahl der Sprecher.
Auch die Werke sind schön gewählt, nur leider blieb für mich der Humor auf der Strecke.
Die Autoren der einzelnen Werke haben alle um die vorherige Jahrtausendwende gelebt (19. – 20. Jahrhundert). Es steht im Klappentext, dass es sich um Klassiker handelt und auf der Rückseite der CD-Hülle werden auch alle Autoren namentlich erwähnt, aber nicht welche Werke vorgelesen werden. So gesehen habe ich zum Teil gewusst was auf mich zukommt, trotzdem habe ich, aufgrund des Titels und der gesamten Aufmachung, ein bisschen was anderes erwartet.
Wenn das Hörbuch als Sammlung von verschiedenen Klassikern betitelt wäre, hätte ich sicher 4 Sterne gegeben, da ich dann mit anderen Voraussetzungen rangegangen wäre. Aber so wurden meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllt. Im Gegenteil, manche Geschichten fand ich sogar eher traurig, als lustig. Es gab nur wenige Geschichten (wie z.B.: “Die erste alte Tante sprach” von Wilhelm Busch), die mir ein Schmunzeln entlocken konnten. Aber dies kann leider viel zu selten vor. Ich dachte ich kann bei dieser CD die meiste Zeit herzhaft lachen.
Mein Fazit:
Ein Hörbuch, welches mich leider nicht überzeugen konnte mit seinen Humor. Dennoch sind tolle Klassiker dabei, die ich mir zu einem anderen Zeitpunkt sicher nochmals anhören werde, aber diesmal eben unter anderen Voraussetzungen und Erwartungen, da ich weiß was mich erwartet.
Vielleicht haben diese Werke auch einfach meinen Humor nicht getroffen. Dies ist eine absolut subjektive Wertung, da jeder eine andere Wahrnehmung hat und andere sind vielleicht absolut nicht meiner Meinung. Jeder muss dies für sich selbst entscheiden.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von jiskett:
Interessante Darstellung einer grausamen Welt
Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James
In "Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern" ist die Gesellschaft streng in zwei Gruppen unterteilt. Zum einen gibt es die Ebenbürtigen, die privilegierte Leben führen und Magie beziehungsweise Geschick beherrschen, zum anderen die Gewöhnlichen, die diese Begabung nicht haben und zudem gezwungen sind, im Laufe ihres Lebens zehn Sklavenjahre abzuleisten, während denen sie keine Rechte haben.
Die Autorin hat ihre Welt sehr gut herausgearbeitet und es wird die ganze Zeit deutlich, wie grausam und ungerecht sie in vielerlei Hinsicht ist. Menschen werden misshandelt, Geschick wird zu unlauteren Zwecken eingesetzt und die Elite sieht das alles als gut und richtig an, weil sie davon profitiert. Die Sklaven sind ihrem Willen absolut ausgeliefert und es wurde eindringlich dargestellt, was sie alles durchstehen müssen; ihnen bleibt eigentlich nichts erspart und deshalb war es leicht, Mitgefühl für sie zu haben und zu hoffen, dass irgendetwas passieren würde, um die schreckliche Situation zu korrigieren. Leider wäre es nicht realistisch, wenn ein solches System sich schnell oder leicht stürzen ließe, aber es war trotzdem interessant zu sehen, was unternommen wurde und wie die einzelnen Charaktere gegen ihr Schicksal ankämpften.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von verschiedenen Figuren erzählt, die teilweise zu den Ebenbürtigen, teilweise zu den Gewöhnlichen gehören. Dadurch bekommt man differenzierte Einblicke in die Geschehnisse und es war irgendwie faszinierend, wie unterschiedlich ihre Wahrnehmung von gewissen Ereignissen war. Zudem haben diese Kapitel dazu beigetragen, dass man auch eine andere Sicht auf die Charaktere selbst bekam. Man hat neue Einzelheiten über sie erfahren und konnte besser verstehen, was sie antrieb, was auf jeden Fall dabei geholfen hat, sie sympathischer zu finden. Trotzdem hatte ich am Ende noch das Gefühl, nur über wenige der Protagonisten wirklich viel zu wissen, wodurch ich eine gewisse Distanz zu ihnen hatte. Dies hat auch dazu geführt, dass ich nicht richtig mit ihnen mitleiden konnte; gerade bei diesem Buch war das ein bisschen kontraproduktiv, da ihnen sehr viel zustößt und sie schreckliche Schicksale erleiden könnten.
Die Handlung selbst ist wendungsreich und gerade am Ende passiert einiges, das alles auf den Kopf stellt. Ich bin nicht mit allen Entwicklungen wirklich glücklich, aber sie sind stimmig und passen zu der grausamen Welt, die James hier erschaffen hat. Zudem gibt es dadurch viel Potential für den zweiten Band, sodass ich neugierig darauf bin, wie es weiter geht.
3,5 Sterne
Rezensionen von yellowdog:
Nach dem Tod wird er ein Rabe sein
Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! von Carmen-Francesca Banciu
Ein sehr autobiographischer Roman, erstaunlicherweise durchgängig und konsequent in einer Versform, die aber gut lesbar ist. Ein langes Prosagedicht! Von dieser Form sollte sich kein Leser abschrecken lassen. Sie ist im Gegenteil ein entscheidender Mehrwert.
Die Autorin stammt aus Rumänien,lebt aber schon lange in Deutschland und schreibt auch auf Deutsch.
Die Protagonistin des Romans kehrt für kurze Zeit zurück, als ihr Vater nach einem Unfall zum Pflegefall wird. Er liegt im Krankenhaus und wohl bald sterben wird.
Doch die Distanz zwischen ihnen ist groß. Er war immer ein 100prozentiger Kommunist, ein hoher Parteifunktionär. Nicht umsonst ist der Untertitel des Romans Tod eines Patrioten.
Der Vater hatte 2 langjährige Geliebte, Rebecca und Daria. Aber seine Tochter, die das Land verlassen hatte, ist für ihn eine Verräterin.
An so einem Vater kann man sich abarbeiten. Das tut sie und zeigt einen langen Sterbevorgang. An manchen Stellen kann das Lesen auch qualvoll sein.
Erwähnenswert ist noch das kluge Nachwort des großen György Dalos.
Erschienen ist das Buch in dem den kleinen unabhängigen Verlag PalmArtPress. Es sei dem Buch zu wünschen, dass es beim Deutschen Buchpreis auch in die Short List kommt.






