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Rezensionen von Gaby 2707:

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Nichts ist wie es scheint

Sie finden dich nie von Cara Hunter

Boah, was für eine Geschichte, die mich bestimmt nicht so schnell los lässt.

Während einer Party im Garten ihrer Eltern mit ihren Schulfreunden und deren Eltern verschwindet die 8-jährige Daisy Manson spurlos. Niemand hat sie gesehen, niemand weiß etwas. Detective Inspector Adam Fawley und sein Team ermitteln fieberhaft, aber ausser Indizien finden auch sie keinen Hinweis auf das Verbleiben des Mädchens.

Daisy ist und bleibt verschwunden.

Sehr viele Dialoge, Rückblenden in die Vergangenheit und kleine Posts von Radio- oder tv-Sendern und vor allem auf Twitter lockern die Ermittlungen, die sehr zäh laufen, auf und die Spannung steigt stetig weiter an.

Cara Hunter erzählt eine spannende und sehr abwechslungsreiche Kriminalgeschichte. Von einem zum anderen Kapitel bin ich mehr dabei und spekuliere mit, was da wohl geschehen sein mag. Ich folge ihr auf Spuren, die sie für den Leser auslegt, um dann zu erfahren – hier geht´s nicht weiter. Ihr Schreibstil ist leicht, locker und flüssig und die Kapitel rauschen nur so an mir vorbei. Sie hat mich mit ihrem Debüt um Detective Inspector Adam Fawley richtig eingefangen.

Ab der ersten Seite bin ich mitten in den Ermitlungen und voll dabei. Viele kleine Spuren, die immer wieder ins Nichts führen oder sich nur schwer beweisen lassen. Eltern, die wie es den Anschein hat, keinen Wert auf tiefergreifende Ermittlungen haben und nur mit sich selbst beschäftigt sind. Nach aussen aber den Eindruck tiefer Trauer vermitteln wollen. Nachbarn, die bis auf ganz wenige, nichts gesehen und gehört haben wollen.

Sehr vielfältige und vielschichtige Personen begleiten mich auf meinem Weg durch das Buch. Die Mutter erscheint kalt und herzlos, der Vater liebt seine "Prinzessin" abgöttisch und Bruder Leo kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Auch die Vergangenheit hält Tatsachen für mich als Leser bereit, die noch weit in die Gegenwart hineinspielen. Es ist schlimm zu lesen, was diese beiden Kinder in ihrer Familie erdulden müssen und wie die Erwachsenen miteinander umgehen.
Aber nicht nur die Familie Manson hat ihr Päckchen zu tragen, auch bei den Mitgliedern der Polizei läuft nicht alles rund. So hat z.B. Adam Fawley einen ganz besonderen Bezug zu diesem Fall. Und Detectiv Constable Chris Gislingham wird aus persönlichen Gründen vom Fall abgezogen. Aber mehr verrate ich nicht.

Ich hatte den Fall für mich schon gelöst geglaubt und abgeschlossen, da kommt ein Ende mit einer Auflösung daher, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Ich bin begeistert von dieser letzten Wendung, aber auch irgendwie schockiert. Das I-Tüpfelchen, das den Fall so ganz besonders macht.

Eine für mich neue Autorin mit einem interessanten und spannenden Fall, der auch zeigt, was die sozialen Netzwerke so anstellen können. Ich bin begeistert!

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Nichts ist wie es scheint

Rezensionen von DieLeserin:

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Ein rasanter Pageturner über den schlimmsten Albtraum, den eine Mutter durchleben kann

Ohne Spur von Haylen Beck

Silver Water klingt ja richtig niedlich, entspannend und hat von all dem nichts. Silver Water ist ein böser Ort mit heruntergekommenen Häusern, verbarrikadierten Fenstern und einem richtig fiesen Sheriff. Wer kann, meidet den Ort.
Genau hier wird Audra Kinney vom Sheriff angehalten. Ihre beiden Kinder sitzen im Auto, während Sheriff Whiteside die Mutter verhaftet.

Deputy Collins holt die Kinder ab, bringt sie an einen "sicheren Ort", während Audra auch an einen "sicheren Ort" verfrachtet wird, nämlich direkt in die Zelle. Als sie nach ihren Kindern fragt, fragt Whiteside zurück: "Was für Kinder?"

Der Albtraum beginnt. Für die Mutter und für die Kinder. Denn niemand glaubt ihr, dass der Sheriff ihre Kinder entführt hat, schlimmer: Alle glauben, dass Audra selbst ihre Kinder irgendwo in der Wüste verscharrt hat.
Und die Kinder? Die kämpfen draußen gegen die Großen, denn man hat schlimmes mit ihnen vor.

Trotz des wirklich ernsten Themas liest sich der Thriller rasant und kurzweilig. Er geht nicht zu sehr in die Tiefe, so dass man ihn als Unterhaltungsthriller einstufen kann. Als Leser galoppiert man durch die Seiten, wird von Anfang an mit der erschreckenden Story mitgerissen und bis zum Ende gefesselt.
Auch der Hintergrund der Familie ist interessant, denn Audra hat schon eine schwierige Ehe hinter sich und flüchtet nicht umsonst vor dieser Familie. Trotz all dem ist es kein Thriller, der einen im Herz berührt, sondern ein Thriller, der für unterhaltsame Lesestunden sorgt und einen durch den rasanten Aufbau bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Ein Lesetipp für Thrillerliebhaber für verregnete Herbsttage!

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Ein rasanter Pageturner über den schlimmsten Albtraum, den eine Mutter durchleben kann

Rezensionen von begine:

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Porträt einer Mordnacht

Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith

Anne Meredith ist das Pseudonym von der britischen Krimiautorin Lucy Beatrice Malleson, die von 1899 bis 1973 lebte.
Der Klett-Cotta Verlag verlegt den Roman „Das Geheimnis der Grays“. Im Original erschien der psychologische Krimi 1933 und jetzt erstmals auf deutsch. Das Buch wurde von Barbara Helle übersetzt.

Der Roman spielt zu Weihnachten 1931 in England.

Adrian Gray lädt jedes Jahr seine Kinder und ihre Partner zum Heilig Abend ein. Das deren Kinder nicht dabei sind gefällt mir nicht, da wäre ich bei den Kindern geblieben.
Es heißt er ist geizig, bei den Kindern aber auch nicht ungewöhnlich, die sind alle geldgierig umd auch miteinander verfeindet. Allerdings ist er schon ziemlich skurril.
Adrian wird ermordet, der Mörder steht für uns sofort fest. Wir beobachten ihn bei der Vertuschung und an seinen Ämgsten vor Entdeckung. Für die Polizei sind alle verdächtig. Jetzt kommt einiges ans Licht.

Der Roman liest sich etwas altmodisch, wie die Romane von Agatha Christie auch. Das ist aber manchmal ganz angenehm. Der Krimi ist überaus spannend. Ich habe ihn gerne gelesen. Eben klassisch englisch.

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Porträt einer Mordnacht

Rezensionen von DieLeserin:

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Romeo und Julia als schweizerisches Krimikammerspiel

Quittengrab von Gabriela Kasperski

Danz Weisz liegt im Koma. Der Autor wurde im Zürcher Schauspielhaus zusammengeschlagen. Da die Lesung so ein richtiges Spektakel ist, schließt Commissario Meier eine schiefgelaufene PR-Kampagne dahinter nicht aus. Doch dann tauchen terroristische Videobotschaften im Internet auf und da der Autor jüdische Wurzeln hat, zieht die Kantonspolizei Zürich Oberland auch eine rechtsradikale Tat nicht aus.

Doch der Fall wird noch verworrener. Im Publikum sitzen alte Jugendfreunde des Autors und auch der Literaturkritiker Lippert, der Weisz Texte seit jeher verreisst, wird in der Nähe gesichtet. Verdächtige, wohin man schaut.
Doch eigentlich ist das gar nicht Meiers Fall. Er unterstützt nur seine Kollegin Beanie, denn er selbst muss klären, ob die aufgetauchten Babyknochen keltischen Ursprungs sind oder jünger. Und da Meier nicht überall sein kann, übernimmt seine Freundin Zita die Nachforschungen in Weisz' Umfeld in London, während er einen auf alleinerziehenden vollberufstätigen Papa macht, das ihn natürlich nicht ganz so leicht gelingt. So neben den Jobs.

Anfangs fordert die Autorin ihre Leser wirklich heraus. Da gibt es viele Figuren. Massenweise. Und alle haben ihren Auftritt, ihre Szenen, die wechseln, wechseln, wechseln. Als Leser ist man bald genauso verwirrt wie die Polizisten von dem undurchsichtigen Fall.

Doch irgendwann, wenn man durchhält, blickt man bei den vielen Figuren doch durch und wird belohnt mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die an Romeo und Julia erinnert. Nur auf schweizerische Art, denn der Humor fehlt hier wirklich nicht. Die Truppe ist so eigen, dass man sich bald wie in einer großen Familie fühlt. Und da werden alte Geheimnisse und Verbindungen ausgegraben, die am Ende alle zusammenlaufen. Und das macht beim Lesen Spaß, man muss nur den Anfang durchhalten. Es zahlt sich aus. Am Ende gibt es wie bei jedem großen Spektakel eine Zugabe: Es wird verraten, welche Kinder das Fundament für den Weltfrieden sind. Wenn sie überleben.

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Romeo und Julia als schweizerisches Krimikammerspiel

Rezensionen von C. P.:

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Papierverschwendung!

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Die 20-jährige Karina arbeitet in der Nähe eines Army-Stützpunktes als Masseurin und versucht, sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Seit dem letzten Freund lief ihr in Punkto Männer nichts Interessantes über den Weg. Bis sie durch einen Zufall einen neuen Kunden bekommt: Kael. Doch umgibt diesen Mann etwas, was Karina zunächst nicht zu durchdringen vermag.

..
Wie gern würd ich über dieses Buch etwas Positives schreiben - irgendwas. Aber es tut mir leid: Ich finde nichts. Okay, das Cover ist wirklich ansprechend gestaltet. Aber wie heißt es doch so schön: Außen hui...
Die Story - nunja, wenn man es als solche bezeichnen möchte, denn viel passiert einfach nicht - ist ausgesprochen langweilig, Karinas Gedanken und Verhalten teilweise einfach kindisch bis nervig. Und auch Kaels maulfaules Verhalten ging mir irgendwann nur noch gegen den Strich. Die versprochene Leidenschaft suchte ich im Roman ebenso vergebens wie auch nur irgendeine Form von Spannung. Zudem hatte ich das Gefühl, die Autorin versuchte krampfhaft, soziale Themen wie Bodyshaming, Rassismus, Diskriminierung Homosexueller etc. in den Roman zu quetschen. Die Charaktere sind blutleer, handeln teilweise widersprüchlich oder sind schlichtweg unrealistisch (eine 21-jährige Armee-Ärztin, die bereits in zwei Einsätzen war?!). Zudem sind ganze 36 (!) Leerseiten durch Kapitelwechsel und eine große Schriftgröße bei rd. 350 Seiten in meinen Augen eine Frechheit. Schade ums Papier.

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Papierverschwendung!

Rezensionen von Bibliomarie:

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Rheinreise in die Vergangenheit

Die vergessene Burg von Susanne Goga

Es gibt Romane die für mich perfekt sind. Sie vereinigen Spannung und Romantik und entführen mich in andere Welt. So war das auch bei „Die vergessene Burg“ von Susanne Goga, das mich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts führt.

Paula, eine nicht mehr ganz jugendliche Frau, lebt ein eingeschränktes Dasein als Gesellschafterin bei ihrer ältlichen Cousine Harriet.

Sie hat sich mit ihrem Leben arrangiert und geht ganz in der Pflege der kränklichen Dame auf. Als Harriet durch einen – wohl simulierten – Ohnmachtsanfall ihr den Höhepunkt des Jahres, eine Einladung zum Pfarrfest, hintertreibt, rebelliert sie endlich. Dann erfährt sie noch, dass Harriet ihr einen Brief vorenthalten hat und das bringt das Fass zum Überlaufen. Sie stellt Harriet zur Rede und verlangt den Brief, der von ihrem unbekannten Onkel Rudy stammt. Der lädt sie ins Rheinische nach Bonn ein, wo er seit Jahrzehnten lebt.

Inzwischen musste sie auch erfahren, dass das Grab ihres Vaters leer ist, auch das haben ihr Mutter und Cousine verschwiegen. William Cooper, Paulas Vater ist verschwunden, als sie noch ein Baby war und das ausgerechnet bei einer romantischen Rheinreise des jungvermählten Paars.In Bonn beginnt sie mit den Nachforschungen und erfährt viel über ihre Eltern, aber auch über sich selbst.

Mir hat dieser Roman ganz hervorragend gefallen, ich konnte mich kaum von den Seiten lösen. Eine junge Frau, die über sich selbst hinauswächst, eine wunderschön beschriebene Landschaft – dass ließ mich die Rheinreise der Paula selbst miterleben. Sehr gut hat mir gefallen, wie die Autorin Geschichtliches in ihren Roman verwebt. Die malerischen Burgen und romantischen Städtchen des Rheins sind schön beschrieben, wie mich überhaupt die ganze Atmosphäre des Buches überzeugt hat.

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Rheinreise in die Vergangenheit

Rezensionen von PFIFF:

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Mord im Winzermilieu

Chateau Mort von Oetker Alexander


Der Kommissar Luc Verlaine ist von Paris nach Aquitanien, ins Médoc gezogen. Beim berühmten Marathon, der an der Gironde Nahe Pauillac startet, brechen einige Sportler zusammen, ein Politiker fällt ins Koma, für einen Winzer kommt jede Hilfe zu spät.
War die Verpflegung vergiftet? Wer steckt dahinter? Wem hat der Anschlag gegolten? Anouk, die Freundin des Kommissars und auch Beamtin, hält Lucs Freund Richard für den Täter, weil er ihrer Meinung nach am Meisten profitieren würde vom Tod des benachbarten Winzers.

Doch Verlaine vertraut seinem Instinkt und ermittelt in alle Richtungen, um seinen vertrauten Freund zu entlasten.
Kulinarische Tipps und ein wenig Weinkunde runden den Krimi angenehm ab.

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Mord im Winzermilieu

Rezensionen von PFIFF:

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80ger Jahre in Paris

Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel


Der 19-jährige Victor kommt aus der Provinz nach Paris, um dort Literatur zu studieren. Er hat Probleme, Anschluss zu finden. Mit einem Jungen bahnt sich eine Freundschaft an. Doch Mathieu stürzt sich im Lycée über das Geländer des Treppenhauses in den Tod.
Plötzlich interessieren sich der Rektor, die Lehrer, Schüler und auch der geschiedene Vater des toten Studenten für Victor, um den Grund des Selbstmords zu verstehen.

Doch Victor ist selbst schockiert. Trotzdem lässt er sich auf längere Gespräche mit dem verzweifelten Vater ein, obwohl das das Missfallen der Lehrerschaft und der geschiedenen Ehefrau nach sich zieht.
Victor erkennt, dass er die Gabe hat, zuzuhören und mit den Menschen zu kommunizieren. Daraus entsteht der Entschluß, nicht weiter zu studieren, sondern seine Laufbahn Richtung Romane schreiben zu lenken.
Die Erzählung beschreibt Geschehnisse von 1984/85, an die sich ein inzwischen bekannter Romanautor erinnert, als er in der Gegenwart einen Brief vom Vater eines verstorbenen Mitstudenten erhält.
Die Personen sind psyychologisch hervorragend herausgearbeitet, die Beziehungen untereinander geschickt verflochten.
Ein interessantes, berührendes Büchlein.

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80ger Jahre in Paris

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Frauenpower im Amerika des beginnenden 20. Jhdts.

Alligatoren von Spera Deb

Anfang des 20. Jhdts. in der Nähe von Charleston, in Branchville, kämpft eine Mutter von vier Töchtern ums Überleben. Ihr Mann ist Alkoholiker, schlägt sie und die Mädchen und ist nicht imstande, die Familie zu ernähren.
Gertrude kann mit der Flinte umgehen, kennt den Sumpf genau und beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Sie hat eine Stelle als Näherin in Aussicht, kann in einem Häuschen einer verstorbenen Arbeiterin unterkommen und hat in Oretta, einer schwarzen Haushälterin ihrer Arbeitgeberin eine Freundin gefunden, was natürlich Probleme aufwirft, sowohl bei den Schwazen als auch bei den Weißen.
Überhaupt ist die Zeit schwierig. Frauen müssen kämpfen, wenn sie sich durchsetzen wollen. Was den Wenigsten gelingt. Die meisten Männer sind grob und brutal.
Frauen müssen kämpfen wie Alligatorenweibchen, um ihre Kinder zu schützen. Das Leitmotiv, es sei leichter einen Mann als einen Alligator zu töten, zieht sich durch die ganze Familiengeschichte hindurch. Man spürt, dass die Autorin viel Persönliches verarbeitet hat und die Geschichte ihrer eigenen Groß- und Urgroßmutter als Fundament für diesen fesselnden und erschütternden Roman genommen hat.

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Frauenpower im Amerika des beginnenden 20. Jhdts.

Rezensionen von Tara:

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Humorvoll & spitzzüngig

Nein ist das neue Ja von Désirée Nick

„Nein ist das neue Ja“ ist das Buch - der für ihre spitze Zunge bekannten - Entertainerin Désirée Nick.

Der Klappentext des Buches klang sehr vielversprechend und auch ich wollte gerne die Magie des „Nein!“ kennenlernen. Ebenso gut gefiel mir das Inhaltsverzeichnis, dass eine Vielzahl von Themen nennt, zu denen man einfach „Nein“ sagen sollte.

Désirée Nick ist für ihr loses Mundwerk bekannt und ich hatte auch kein Sachbuch erwartet, sondern eher humorvolle Tipps und Ratschläge. Genau das bekommt man mit einer Menge Anekdoten aus dem Leben der Autorin und auch denen anderer Prominenten. Diese habe ich zum Teil als unnötig heftig und giftig empfunden. Ebenso wenig kam ich mit ihrer Ausdrucksweise zurecht, die aus meiner Sicht unnötig vulgär und niveaulos war.
Trotzdem waren einige durchaus sinnvolle Anregungen einfach einmal „Nein!“ zu sagen dabei und ich habe auch mehrfach über den Humor von Désirée Nick gelacht. Es ist eine Mischung aus humorvollen und derben Tipps und Anekdoten, die sich recht flott lesen lassen.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt und ist vielleicht eher etwas für eingefleischte Désirée-Nick-Fans.

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Humorvoll & spitzzüngig