Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine emotionale Rückwärtsreise in der Zeit


In diesem Buch wird über die Liebe von Emily und Robbie erzählt, die sich 1962 kennengelernt haben, und die ein großes, schreckliches Geheimnis verbindet. Und da Robbie an Alzheimer leidet und Angst hat, diese Geschichte auszuplaudern, wählt er den Freitod.

Ich war erstmal erstaunt, als ich gesehen habe, dass diese Geschichte von hinten nach vorne erzählt wird.

Das heißt, es beginnt im Jahre 2016 und geht zurück ins Jahr 1962.
Nach und nach wird die Geschichte von Robbie und Emily erzählt und so das Geheimnis aufgedeckt.
Natürlich war es anfangs ein bisschen verwirrend, da die Protagonisten über Gegebenheiten sprechen, die man als Leser ja noch nicht kennt. Und keine Hintergrundinfos hat. Das war anfangs etwas frustrierend, aber nach und nach löst sich das Rätsel auf.
Der Schreibstil ist sehr emotional, und man ist sofort in der Geschichte und im Leben von Emily und Robbie drin.
Es passiert viel in deren Leben, und man ist von Anfang an gefesselt.
Auch die teilweise mafiösen Umstände von Adoptionsmöglichkeiten werden in diesem Roman angeprangert.

Das Cover hat für ich eher eine Wohlfühlroman assoziiert, was es definitiv nicht war. Man hat mit den Protagonisten mitgefiebert, wollte sie manchmal einfach nur durchschütteln und fragen: warum redet ihr nicht alle miteinander? Denn das hatte ich am meisten zu kritisieren - dann wäre dieses schreckliche Geheimnis vielleicht auch kein Grund für den Bruch mit den Familien gewesen...


Fazit:
Sehr emotionaler Roman, der das Leben der Protagonisten von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit erzählt. Viele Heimlichkeiten, ein großes schreckliches Geheimnis und eine große Liebe.
"Doch jetzt bin ich, zum ersten Mal, seit ich dir begegnet bin, frei. Freiheit war dein letztes Geschenk für mich. Und diese Freiheit gäbe ich gern wieder her, Robbie, könnte ich dafür zu dem Tag zurückkehren, an dem wir uns begegnet sind, und alles noch einmal tun."

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von Gaby 2707:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Da wäre ich gerne dabei gewesen

Sag dem Abenteuer, ich komme von Lea Rieck

Ich fahre zwar nicht Motorrad, aber ich liebe das Reisen und die dazugehörige Reiselektüre danach. Und so musste ich dieses Buch, dessen Cover mir sofort ins Auge gestochen ist, einfach lesen. Und ich habe es nicht bereut mich mit der jungen Münchner Autorin auf ihren Weg zu machen.

„Sag dem Abenteuer ich komme“ fesselt nicht erst ab der ersten Seite.

Schon in der vorderen Klappe beginnt das Abenteuer, wo mir eine Weltkarte die Wege zeigt, die Lea Rieck auf ihrer Reise um die Welt genommen hat. Und auch die Inhaltsangaben machen neugierig auf das, was da auf mich, den Leser zu kommt.

Ich bin bei ihren langwierigen Reisevorbereitungen dabei und dann geht’s los. Über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, über den Kosovo nach Griechenland, dann in die Türkei nach Istanbul. Von dort nach Russland, Tadschikistan, Kirgistan, China, Pakistan, Indien, Nepal, Myanmar, Thailand bis nach Australien und Tasmanien. Immer meine ich den Fahrtwind im Gesicht spüren zu können. Anschließend lerne ich Argentinien, Feuerland, Patagonien, Chile, Peru, Panama, USA, Kanada, Marokko und die Westsahara kennen. Als wir dann nach 516 Tagen und 87317km in Spanien von der Fähre gehen, ist klar, dass diese Reise nun bald zu ende geht. Ich hätte ihr noch ewig folgen können.

Es gab beim Lesen nie eine Zeit, die langatmig oder langweilig war. Es passiert soviel und ich darf daran teilhaben. Selten habe ich einen so interessanten, sprachlich ausgereiften und spannenden Reisebericht gelesen, wie diesen hier. Er nimmt mich emotional gefangen, erzählt von außergewöhnlichen Menschen und Begegnungen und ich lerne die Natur, Land und Leute mit ihren Augen kennen. Aber auch persönliche Krisen und Zweifel werden nicht ausgeblendet, sondern finden genau so wie das viele Schöne ihren Raum. Wunderbar finde ich auch die vielen Fotos, die dieses Taschenbuch absolut aufwerten. Ganz zum Schluss werden auch noch oft gestellte Fragen beantwortet.

Der Satz, der ihre Reise und ihre Erfahrungen sehr gut beschreibt, steht auf Seite 359:
„Ich bin noch dieselbe, aber mein Blick hat sich geändert. Das Fremde ist zum Vertrauten geworden – und auf das Vertraute habe ich einen neuen Blick gewonnen“

Ein wunderbarer Reisebericht einer starken jungen Frau, die ich um ihre Motorradfahrten und ihre Erfahrungen richtig beneide.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707
Da wäre ich gerne dabei gewesen

Rezensionen von nil_liest:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Anwärter ein Klassiker zu werden!

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe von Michael Ende; Wieland Freund

Ein neues Buch von Michael Ende! Wie kann das sein? Im Nachlass gab es ein begonnenes Buch, die ersten 3 Kapitel existierten schon. Nun hat Wieland Freund es zu Ende geschrieben.
Was für eine tolle Idee und aus unserer Sicht ist gelungen! Beim Vorlesen habe ich kaum den Bruch in der Sprache wahrgenommen, natürlich weiß man welche Kapitel von Michael Ende sind und welche von Wieland Freund, aber es passt!
„Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ist eine märchenhafte Erzählung in der es alle Elemente gibt einer klassisch mystischen und spannenden Geschichte des Mittelalters.

Wir treffen eine Prinzessin, einen Raubritter, einen Zauberer und einen Drachen. Was will man mehr?
Knirps, der Sohn von Puppenspielern reißt aus und will Raubritter werden durch eine Lehre beim bekannte Rodrigo Raubein. Dieser Raubritter täuscht alle über seine eignen Ängste und Unsicherheiten hinweg und treibt Knirps in eine Mutprobe. Wunderbar wie die Brücke von dieser Geschichte zu den Puppen der Puppenspieler geschlagen wird. Knirps der so gerne die Abenteuer erleben will, die seine Eltern spielen, ist nun mittendrin und beweist Mut und Stärke.
Sprachlich toll erzählt, weder zu ausschweifend, aber mit einem nötigen Detailgrad um die Stimmung und das Ambiente rüber zu bringen, lesen wir uns hier herrlich durch die Abenteuer von Knirps. Meine Altersempfehlung liegt bei mindestens 6 Jahren (wie vom Verlag angegeben), ein Buch das sich sehr gut in der Grundschulzeit vorlesen lässt und noch spannend ist selbst in der 4. Klasse zu lesen! Definitiv sollten empfindliche Kinder das Buch nicht all zu früh hören/lesen, da es verschrecken könnte durch gruselige Elemente. Das Ausreißen gleich zu Beginn und die Täuschungen des Raubritters können zarte Gemüter irritieren.
Erwähnenswert sind auch die super tollen Illustrationen, von denen es einige im Buch gibt. Regina Kehn schafft es die Stimmung auf den Bildern zu illustrieren, man könnte fast glauben auch diese seien aus einer anderen Zeit. Sehr sehr gelungen.
Fazit: Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses Buch bei meinen Kindern, wenn sie mal groß sind zum „Klassiker-Kanon“ zählt! Und auch wenn die Geschichte weit weg ist von der alltäglichen Kindheit unserer eigenen Zwerge, oder gerade deshalb (!), lieben es meine Kinder sich vorzustellen selbst der mutige Knirps zu sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest
Anwärter ein Klassiker zu werden!

Rezensionen von BarbaraM:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein informatives, kreatives, inspirierendes und wunderschön designtes Hochbeet-Abenteuer!

Das unglaubliche Hochbeet von Doris Kampas

„Das unglaubliche Hochbeet – Ernten bis zum Umfallen“ von Doris Kampas ist 2019 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst 118 Seiten.

Dieses Buch macht so unglaublich viel Lust, sofort mit dem Gärtnern in einem Hochbeet anzufangen.
Es ist aufgeteilt in zwei übergeordnete Kapitel. Der erste Teil „All you need is“ gibt unzählige hilfreiche Tipps, zum Bau und zur Materialbeschaffenheit, zur Standortwahl und richtigen Befüllung, aber auch zum Umgang mit verschiedenen ungebetenen Besuchern.

Der zweite Teil „All you love is“ bietet sieben ganz unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen wie beispielseise „Pizza-Pasta-Hochbeet“ , „Mach-dich-fit-Hochbeet“ oder auch „Den-ganzen-Winter-frisches-Gemüse-Hochbeet“. Richtig gut gefallen hat mir hier, dass es sich um keine starre Bepflanzungsanregung handelt, sondern dass man jedes Motto ganz an seinen persönlichen Geschmack anpassen kann und das wirklich rund um das ganze Jahr.

Ein besonderes Extra stellt der tolle Anbau- und Erntekalender in Posterformat dar. Hier hat man immer die Möglichkeit nachzusehen, wann der richtige Zeitpunkt für Aussaat, Pflanzung, Ernte und zusätzlich verlängerter Ernte durch Abdeckung mit einem Vlies oder Aufsatz von den unzähligen Pflanzarten ist.

Der Autorin gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Gärtnern mit einem Hochbeet nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tricks und persönliche Anekdoten lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis – nicht nur für Hochbeet-Laien - werden

Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.

Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Gärtnern mit einem Hochbeet von Anfang an“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrenere Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
Dieses Hochbeet-Abenteuer hat mich absolut überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von BarbaraM
Ein informatives, kreatives, inspirierendes und wunderschön designtes Hochbeet-Abenteuer!

Rezensionen von Caroline :

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Lass dich nach Südfrankreich entführen

Das Honigmädchen von Claudia Winter

Teenie-Töchter können extrem schwierig sein. Diese Erfahrung muss auch Camilla machen. Seit der Trennung von ihrem Mann zehrt ihre Tochter Marie an ihren Nerven. Ständig gibt sie Widerworte, überschreitet ihr gesetzte Grenzen und auch in der Schule stehen Probleme an der Tagesordnung.

Camilla arbeitet mit ihrem Vater im Familienunternehmen und als sie dieser zu einem Lieferanten in die Provence schickt, ergreift sie die Gelegenheit beim Schopf und packt kurzentschlossen ihre Tochter ins Auto und fährt los.

An einer Tankstelle trifft sie auf ihren nervigen Nachbar und dieser macht sich unersätzlich, weil er es schafft Marie vom spontanen Trip zu überzeugen und nur in seiner Begleitung will sie weiterfahren.

Das Örtchen Loursacq zu finden, stellt eine Herausforderung dar und angekommen beim Honiglieferanten Henri, müssen sie feststellen, dass das Haus fast komplett ein Raub der Flammen wurde. Im Stall müssen sie ihr Nachlager aufschlagen und gleich am nächsten Tag lernen sie das Leben auf dem Bauernhof und der Imkerei ganz genau kennen. Vor allem die Bienen ziehen Marie in ihren Bann. Schon bald begleitet sie Henri täglich zu den Stöcken. Dabei erzählt und erklärt der schrullige alte Mann vieles über die mystischen Wesen.

Während dessen arbeitet Camilla mit den Saisonarbeitern und Einwohnern des Städtchens. Allerdings bemerkt sie schnell, dass Henri nicht bei allen sehr beliebt zu sein scheint. Sie wittert ein Geheimnis, das sie unbedingt lösen möchte, um sich nicht mit ihren eigenen Problemen näher zu beschäftigen.

Wie hat es mir gefallen?

Wie könnte ich der Provence als Schauplatz einer Geschichte widerstehen? Noch dazu wenn sie aus der Feder von Claudia Winter stammt!

Bereits einmal stellte die Autorin Frankreich in den Mittelpunkt eines Buches. In "Die Wolkenfischerin" brachte sie ihre Leser/innen in die Bretagne, die rau und manchmal auch unwirtlich sein kann.

Dieses mal entführt sie uns in den Süden Frankreichs. Loursacq ist ein fiktiver Ort, der in die hügelige Landschaft eingebetet ist. Umgeben von Wäldern, Lavendelfeldern und Menschen, die herzlich aber auch misstrauisch sein können. Die Sonne scheint häufig und nährt somit das Wachstum der Pflanzen. Doch der Mistral, ein warmer aber sehr starker Wind, ringt der Gegend und den Menschen einiges ab. Dafür belohnen sie sich mit leckeren Gerichten, kreieren wundervolle Mahlzeiten und verfeinern diese mit außergewöhnlichen Gewürzen.

All diese großartigen Aspekte finden ihren Weg in dieses Buch. Besonders die Bienen bekommen ihren eigenen Anteil an der Geschichte. Nicht nur, um qualitativ hochwertigen Honig zu produzieren, sondern um Menschen zu verzaubern. Vor allem "Das Honigmädchen" erkennt deren Macht und lernt sie zu schätzen.

Gestrandet in dieser abgeschiedenen Gegend prallen zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander. Camilla, die in ihrem normalen Alltag einem strengen Zeitplan folgt, fühlt sich anfangs mit dieser lockeren Situation völlig überfordert. Sie möchte unbedingt eine bessere Beziehung zu ihrer Tochter aufbauen und dabei hilft ihr überraschender Weise ihr Nachbar, der eigene Sichtweisen einbringt.

Dieses Buch vereint besondere Hauptfiguren und sehr gelungene Nebencharaktere mit französischer Cuisine (im Anhang findet man einige Rezepte), vielen verschiedenen Tieren, die für jede Menge witziger Momente sorgen und einer Gegend, die so schön beschrieben ist, dass meine eigenen Erinnerungen wieder sehr lebendig wurden. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit viel Gefühl beschreibt sie die Entwicklungen und haucht ihren Figuren Leben, Liebe und Leidenschaft ein.

Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Buch vorab mit den anderen WintiGirls lesen durfte. Claudia Winters "Die Wolkenfischerin" und "Aprikosenküsse" habe ich bereits mit Begeisterung gelesen. Mit ihrem Schreibstil schafft sie es Landschaften, Farben und vor allem Gerüche so genau zu beschreiben, dass es eine Freude ist, in die Geschichten einzutauchen. Noch dazu erweckt sie ihre Figuren zu sympathischen, lebensnahen Menschen, die ihr Schicksal nicht einfach so annehmen, sondern um ihr Glück kämpfen.

www.mariessalondulivre.at

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Caroline
Lass dich nach Südfrankreich entführen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein Buch für Katzenliebhaber

Legendäre Katzen und ihre Menschen von Heike Reinecke; Andreas Schlieper

In Österreich gibt es lt. Statistik 1,6 Millionen Katzen in 808.000 Haushalten. Also durchschnittlich knapp zwei Katzen pro Haushalt - die Stubentiger sollen sich ja nicht alleine langweilen.
Da bietet es sich doch an, Katze und ihren Dosenöffner genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das Autoren-Duo stellt uns 30 Katzen mit ihren berühmten Lebensmenschen vor, wobei stark auffällt, dass es nur wenige Frauen (genau fünf) mit ihren Katzen in dieses Buch schaffen.

Das finde ich ausgesprochen schade. Diese Unterrepräsentation haben sich weder Katzen noch Frauen verdient.

Colette
Rosa Luxemburg
Frida Kahlo
Patricia Highsmith
Doris Lessing

Doch zurück zum Buch:

Jedem geschriebenen Katzen-/Menschenporträt geht eine Abbildung voraus, auf der häufig der Stubentiger zu sehen ist. Die Kapitelüberschriften sind gut gewählt und sagen etwas über den Katzenliebhaber aus. Ein paar Beispiele gefällig: „Wem die Katze maunzt“ in Anlehnung an Hemwingways „Wem die Stunde schlägt“ oder Franz Marc „Die blaue Katze“ analog zu „Der blaue Reiter“ oder „Nur die Katze war Zeugin“ (Patricia Highsmith).

Witzige Anekdoten über Katz’ und Mensch bringen die Leser zum Schmunzeln. Ich kann mir das so richtig vorstellen, wie die jeweilige Katze ihren Lebensmenschen vor sich hertreibt und ihn zum Lakaien degradiert. Der ursprüngliche Zweck des Katzendaseins, Mäuse zu fangen, ist ja inzwischen obsolet. Vielmehr sonnen sich die Katzen in ihrem Anspruch, arrogant zu sein.

Man sagt zwar, dass Hund und Herrchen sich im Laufe der Zeit ähnlich werden, doch bei der Lektüre des Buches orte ich eine entsprechende Annäherung. Einige Erzählungen sind herrlich skurril.

Wirklich gut hat mir die Geschichte von „The Chief Mouser to the Cabinet Office“ gefallen. Ob das Scheitern von Theresa May daran liegt, dass sie eine erklärte Hundefreundin ist und dem aktuellen „Chief Mouser“ das Spielen mit ihren Schuhen untersagt hat?


Die im Moment bekannteste (und vermutlich reichste) Katze vermisse ich ein bisschen: Choupette. Ihr wird nach Karl Lagerfelds Tod viel Interesse entgegengebracht. Doch ob die Diva das in der Form möchte?


Fazit:

Dieses Buch ist genau das Richtige für Katzenliebhaber.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Ein Buch für Katzenliebhaber

Rezensionen von Bellis-Perennis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

EIn Frauenleben im 18./19. Jahrhundert

Die Gamswirtin von Georg H. Knoflach

Dieser historische Roman stammt ursprünglich aus der Feder von Maria Buol, die ihn vor rund 100 Jahren geschrieben hat. Georg H. Knoflach, Nachfahre der Ursula Knoflach hat diese Familiengeschichte behutsam modernisiert.

Mit dieser Familiengeschichte tauchen wir ins 18. Jahrhundert ein. Schauplatz ist das Wipptal in Tirol.

Wir begleiten die kleine Ursula, lange Zeit „Urschel“ genannt, auf ihrem harten Lebensweg. Bereits als 10-jährige wird sie, die älteste Tochter eines armen Bauern „in den Dienst“ geschickt. Eine damals übliche Vorgehensweise um einen Esser loszusein und gleichzeitig einen Zusatzverdienst zu haben. Glücklicherweise sind Urschels Dienstherren keine Tyrannen, die sie quälen und schlagen. Auch vor sexuellen Übergriffen bleiben ihr erspart, was leider damals nicht selbstverständlich war. Als sie den Johann Knoflach, Sohn den Sohn des Gamswirts heiratet, scheint es das Schicksal nicht ganz so gut mit ihr meinen, denn Johann hat seine Urschel gegen den Willen des Vaters geheiratet....

Meine Meinung:

Mit hat dieser biografische Roman sehr gut gefallen. Es dokumentiert anschaulich das Leben der Frauen in der Zeit des Spätbarocks und der Aufklärung. Die strengen Regeln der Katholischen Kirche, zusammengefasst und den „3 K“ (Kirche, Küche & Kinder) bestimmen den Alltag der Frauen. Die Männer haben es zu jener Zeit ein wenig leichter, sind aber ebenfalls der Religion und den Traditionen verpflichtet. Die Stände heiraten fast immer unter sich: Bauern Bauerntöchter und Bürgerliche ihresgleichen. Damit soll der Besitzstand gewahrt bleiben. So gesehen, ist die Ehe zwischen der Kleinbauerntochter Ursula und dem Gasthofsohn, dessen Vorfahren nach der Türkenbelagerung 1683 nobilitiert wurden, ein ordentlicher Tabubruch. Ursula hat kein Vermögen. Das bekommt sie durch die Launen ihres Schwiegervaters zu spüren. Allerdings scheint der Gasthof, der in Matrei am Brenner (also auf der Nord-Süd-Verbindung) liegt, zu florieren. Erst die Napoleonischen Kriege u.a. von 1809, die Einquartierung von Verwundeten im Bürgerspital und der Tod ihres Mannes, lassen die Gäste weniger werden. Der Niedergang des Gamswirts scheint damit zu beginnen.

Hier muss ich ein wenig Kritik üben: Dem Klappentext entsprechend, habe ich mehr Informationen über Truppenbewegungen und/oder das Auftreten von Andreas Hofer erwartet.

„Zudem künden Leid und Elend der durchziehenden Soldaten von der Tragödie der nahen Koalitionskriege. Darauf hin rüsten sich die Tiroler zum Freiheitskampf gegen die Eindringlinge.“

Diese kriegerische Zeit wird leider nicht so ausführlich behandelt wie die Kindheit von Ursula, die doch recht detailliert beschrieben wird. Das liegt aber vielleicht daran, dass Maria Buol ihre persönliche und weibliche Sicht auf diese Jahre hat. Hier hätte ich mir, weil die ursprüngliche Fassung des Romanes ja nur unwesentlich verändert worden ist, entweder einen anderen Klappentext oder eine Erläuterung gewünscht. Aber, das ist wohl meine persönliche Ansicht.

Gut gefällt mir, dass der Text nur sehr behutsam modernisiert worden ist. Einige antiquierte Begriffe sind mittels Fußnoten erklärt. Sowohl die Dialektpassagen als auch der antiquierte Schreibstil passen sehr gut.
Insgesamt ist die Aufbereitung in sich stimmig. Dazu passt auch das Cover in diesem Farbton mit dem Porträt der Ursula Knoflach als Medaillon und dem Titel in Frakturschrift.

Fazit:

Ein historischer Familienroman, der das schwere Leben der Frauen im 18./19. Jahrhundert authentisch darstellt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
EIn Frauenleben im 18./19. Jahrhundert

Rezensionen von Bellis-Perennis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Schatten der Vergangenheit

Rückwärtswalzer von Vea Kaiser

„Rückwärtswalzer“ ist nach "Blasmusikpop" und "Makarionissi" der dritte Roman von Vea Kaiser.

Mittelpunkt dieser montenegrinisch-österreichischen Familiengeschichte ist einer seits der erfolglose Schauspieler Lorenz und andererseits sein plötzlich verstorbener Onkel Willi.

Gemäß Willis letzten Willen soll er in Montenegro, seiner alten Heimat, begraben werden. Doch was tun, wenn das Geld für eine ordnungsgemäße Überführung und eine würdevolle Bestattung nicht reicht?

"Würde kostet fast achttausend Euro, Lorenz. Wenn du irgendwann gelernt hättest, wie viel ein Euro wert ist, dann würdest du nicht so groß reden."

Nun sind Kreativität und starke Nerven gefragt. Ersteres ist bei Lorenz und seinen Tanten vorhanden, zweitere flattern mehrfach, als man Willis Leiche tiefgekühlt und illegal mit einem Fiat Panda gegen Südosten bringt.

"Im Grunde argumentierten seine Tanten und Herr Ferdinand wie Antigone: Was ist schon das Gesetz, wenn es darum geht, einem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen."

Meine Meinung:

Der Roman spielt in mehreren Zeitebenen. Zum einen ist die Familie Prischinger in der Gegenwart vereint. Auf der anderen Seite enthüllen sich auf der über 1.000 km langen Fahrt nach Montenegro die Schicksale, Wünsche und (Alb)Träume der einzelnen Familienmitglieder in der entsprechenden Epoche.
So erfahren wir, dass Willi eigentlich gar nicht so heißt. Oder, warum die drei Schwestern Mirl, Wetti und Hedi die Leben führen, die sie eben führen.
Einige Passagen und Charaktere sind liebevoll überzeichnet. Mit Lorenz selbst konnte ich nicht so richtig warm werden. Im Gegensatz zu seinen Tanten hätte er alle Möglichkeiten eines geordneten Lebenswandels, die er leichtfertig verspielt. Die drei Tanten sind patent und in gewisser Weise schlitzohrig. Dennoch hat jede ein Schicksalspäckchen zu tragen, die eben auf der Autofahrt aufgedeckt wird.

Der Schreibstil ist locker, witzig und geistreich. Es gibt immer wieder Austriazismen und Hinweise, die für Nicht-Wiener ungewöhnlich sind. Das Hin- und Herspringen durch Zeit und Raum ist aber mittels Kapitelüberschriften inklusiver Jahreszahlen leicht möglich. Immer wieder blitzt die humanistische Bildung der Autorin durch, wenn lateinische oder altgriechische Dichter erwähnt werden.
Die Verwandtschaftsverhältnisse der Familie Prischinger sind komplex. Da wäre ein Stammbaum manchmal hilfreich.

Fazit:

Ein gut erzählte Geschichte um den Zusammenhalt in einer Familie. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Schatten der Vergangenheit

Rezensionen von KimVi:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Spritziger und humorvoller Schreibstil

Cows von Dawn O'Porter

Tara ist Anfang 40, alleinerziehend und versucht ihren Job mit ihrem Mutterdasein bestmöglich zu vereinbaren. Sie ist gut in ihrem Job, auch wenn sie sich, als einzige Frau, ständig behaupten muss. Die Lifestylebloggerin Cam nimmt in ihrem erfolgreichen Blog kein Blatt vor den Mund. Sie steht dazu, dass sie gerne Single ist und kinderlos bleiben möchte.

Auch wenn nicht alle Leserinnen und Leser ihrer Meinung sind, steht Cam zu ihrer Überzeugung und versucht anderen Mut zu machen. Stella wünscht sich sehnlichst ein Kind, denn ihre Gesundheit hängt am seidenen Faden und wenn sie eigene Kinder bekommen möchte, dann muss sie schnellstmöglich handeln. Doch der Mann an ihrer Seite ist noch unentschlossen. Die Schicksale dieser drei unterschiedlichen Frauen beginnen sich zu verknüpfen, als Tara in einem äußerst privaten Moment in der Bahn gefilmt wird. Das Video wird ins Netz gestellt und damit beginnt für Tara eine wahre Hetzjagd...

Im Zentrum der Handlung stehen die drei unterschiedlichen Hauptprotagonistinnen Tara, Cam und Stella. Durch wechselnde Perspektiven beobachtet man die drei Frauen und erfährt in den jeweiligen Kapiteln einiges über sie. Zunächst hat man keine Ahnung, wie sich die unterschiedlichen Handlungsfäden miteinander verknüpfen werden, denn Tara, Cam und Stella kennen sich nicht. Die einzige Verbindung ist Cams Blog, den Tara und Stella regelmäßig lesen.

Die Charaktere sind vollkommen unterschiedlich, doch sie alle haben eins gemeinsam: Sie gehen ihren Weg, ohne sich dafür zu entschuldigen. Obwohl die Charaktere äußerst lebendig wirken, ist es nicht immer leicht, sich beim Lesen vollkommen mit ihnen zu identifizieren. Aber das muss man auch nicht, denn es steht einem frei, sich seine eigenen Gedanken zu machen und Überlegungen anzustellen, wie man selbst gehandelt hätte. Dabei stellt man allerdings einige Male fest, dass man selbst ins Schubladendenken verfällt und deshalb den Spiegel vorgehalten bekommt. Das geschieht aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer gut abgestimmten Prise Humor. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen.

Obwohl die Geschichte durchgehend interessant ist, wirkt sie im Mittelteil leider etwas zäh. Man hat beim Lesen stellenweise das Gefühl, dass man auf der Stelle tritt und dass es nicht richtig vorangeht. Es kommt dann allerdings zu überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man bei der Stange bleibt und das Buch am Ende mit einem guten Gefühl zusammenklappt.

Ich habe mich beim Lesen dieser Lektüre größtenteils gut unterhalten gefühlt. Denn der spritzige Schreibstil konnte mich begeistern und die unterschiedlichen Schicksale wirkten auf mich interessant. Allerdings hatte ich etwa in der Mitte es Buchs einen kleinen Durchhänger, da die Geschichte, für meinen Geschmack, etwas zu sehr auf der Stelle trat. Eine, für mich, vollkommen unerwartete Wendung hat dann aber dafür gesorgt, dass ich wieder mitten im Geschehen war und unbedingt erfahren wollte, wie alles enden wird. Da mich das Gelesene zum Nachdenken angeregt hat und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala vier Sternchen und die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi
Spritziger und humorvoller Schreibstil

Rezensionen von LEXI:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Das Grauen kommt zurück nach Martinsfehn.

Nur wer die Hölle kennt von Barbara Wendelken

Das Grauen kommt zurück nach Martinsfehn.

Mit der geschiedenen alleinerziehenden Melody Bella Labohm kehrt auch das Grauen in das beschauliche Martinsfehn zurück. Als vor zwanzig Jahren Melodys Mutter Verena Matzke, ihr kleiner Halbbruder Michel Matzke sowie die junge Auszubildende Daniela Finke bei einem schrecklichen Brand ums Leben kamen, wurde die fünfzehnjährige Melody trotz fehlender Beweise von der Dorfgemeinschaft als Brandstifterin verurteilt.

Melodys Stiefvater Wulf Leutnant war am Boden zerstört, angesichts des Todes seiner Lebensgefährtin und des gemeinsamen dreijährigen Sohnes Michel richtete sich sein ganzer Hass gegen die unliebsame Stieftochter. Melody wird in eine Wohngruppe nach Lübeck gebracht, es blieben nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Narben zurück. Ihr weiteres Leben gerät immer mehr außer Kontrolle, bis sie endlich beschließt, sich von ihrem gewalttätigen Lebensgefährten zu trennen. Sie kehrt mit ihrem kleinen Sohn Linus zurück in ihr Heimatdorf. Ihr Auftauchen verursacht einen kleinen Aufruhr im Ort, einige Menschen reagieren besonders heftig auf ihre Rückkehr. Melodys ehemalige Freundin Simone Jakobi kündigt an, relevante Informationen zu den damaligen Ereignissen und zur Identität des wahren Täters in Form eines Buches zu veröffentlichen. Kurz darauf wird sie tot aufgefunden. Die Kommissare des Polizeireviers in Martinsfehn sind gefordert, und es scheint unumgänglich, neben den aktuellen Ermittlungen auch den alten Fall neu aufzurollen. Nola van Heerden und Renke Nordmann befassen sich mit den Fakten, führen Zeugenbefragungen durch und hoffen, dabei auf den Täter zu stoßen, der mit großer Brutalität und Skrupellosigkeit vorgeht, um nicht entlarvt zu werden.

Barbara Wendelken hat mit dem vorliegenden Roman einen hoch interessanten Kriminalfall ersonnen, der sich als komplexer erweist, als es zunächst den Anschein hat. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt. Während Nola und Renke in der Gegenwart ermitteln, rollt die Autorin in einem zweiten Handlungsstrang die Ereignisse im Jahre 1997 um den schrecklichen Brand auf Verena Matzkes Hof auf. Das verheerende Feuer vor zwanzig Jahren steht im Zentrum dieses Kriminalromans. Der Autorin ist es gelungen, mich mehrfach durch falsche Fährten und unerwartete Wendungen aufs Glatteis zu führen. Kaum war ich davon überzeugt, die Identität des Täters herausgefunden zu haben, wurde ich durch aktuellere Erkenntnisse erneut verunsichert. Auf diese Weise wurde der Spannungsfaktor bis zu den letzten Seiten des Buches konstant hochgehalten.

Die handelnden Personen sind sorgfältig ausgearbeitet und punkten durch Authentizität. Das größte Augenmerk wurde auf die Protagonisten Melody Labohm, Thore Bremer, Nola van Heerden und Renke Nordmann gelegt. Einige Anmerkungen im Buch weisen darauf hin, dass Nola und Renke bereits eine gemeinsame Geschichte in einem der Vorgängerbücher haben. Dennoch fand ich mich auch ohne Vorkenntnisse dieser Bände sehr gut in der Handlung zurecht. Barbara Wendelken besitzt einen flüssigen und einnehmenden Schreibstil und brachte darüber hinaus ein paar starke Nebenfiguren in die Handlung ein. Der winzige Cliffhanger am Ende des Buches erweckte in mir die Vorfreude auf den nächsten Band um das Ermittlerduo Nola und Renke.

„Nur wer die Hölle kennt“ war mein erstes Buch von Barbara Wendelken, und ich werde mir vermutlich nicht nur ihre zukünftigen Neuerscheinungen zum Gemüte führen, sondern auch sämtliche bisherigen Werke. Dieser Kriminalroman bescherte mir ein spannendes Leseerlebnis und hat mir ausgezeichnet gefallen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LEXI
Das Grauen kommt zurück nach Martinsfehn.