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Rezensionen von Natalie:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Magisch. Fesselnd.

Die Launen des Meeres von Shea Ernshaw

Die zwölfjährige Ellie entdeckt eine Insel vor der Küste Kanadas, die dort nie war. Dort trifft sie auf Clay, den geheimnisvollen Bewohner von Saltwell Island. Nur wenige Stunden später kehrt sie zurück, auf dem Festland ist aber eine ganze Woche vergangen. Die Insel, die Ellie nie ganz losgelassen hat, sollte erst zwei Jahrzehnte später wieder auftauchen… und Ellie weiß, dass sie nochmal auf die Insel muss, um endlich damit abzuschließen.

Doch sie ahnt noch nicht, dass Clay vor sehr langer Zeit seine Frau und Zwillinge in einer Sturmnacht verloren hat und seither auf Saltwell Island lebt… ohne einen Tag älter geworden zu sein.

Die Geschichte von Clay und Ellie ist außergewöhnlich und zieht einen beim Lesen in seinen Bann. Es verbindet magische mit emotionalen Momenten, aber auch immer wieder erschreckend realistische Szenen prägen die Geschichte. Clay und Ellie sind zwei starke Protagonisten, welchen man gerne folgt und mit denen man mitfiebern kann. Die Beziehung der beiden wirkt dabei authentisch und ist zu keinem Zeitpunkt kitschig.

Wer ein Buch sucht, welches fesselt, überrascht und magische Momente bereithält, wird „Die Launen des Meeres“ sehr gerne lesen.

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Magisch. Fesselnd.

Rezensionen von Natalie:

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Magisch. Fesselnd.

Die Launen des Meeres von Shea Ernshaw

Die zwölfjährige Ellie entdeckt eine Insel vor der Küste Kanadas, die dort nie war. Dort trifft sie auf Clay, den geheimnisvollen Bewohner von Saltwell Island. Nur wenige Stunden später kehrt sie zurück, auf dem Festland ist aber eine ganze Woche vergangen. Die Insel, die Ellie nie ganz losgelassen hat, sollte erst zwei Jahrzehnte später wieder auftauchen… und Ellie weiß, dass sie nochmal auf die Insel muss, um endlich damit abzuschließen.

Doch sie ahnt noch nicht, dass Clay vor sehr langer Zeit seine Frau und Zwillinge in einer Sturmnacht verloren hat und seither auf Saltwell Island lebt… ohne einen Tag älter geworden zu sein.

Die Geschichte von Clay und Ellie ist außergewöhnlich und zieht einen beim Lesen in seinen Bann. Es verbindet magische mit emotionalen Momenten, aber auch immer wieder erschreckend realistische Szenen prägen die Geschichte. Clay und Ellie sind zwei starke Protagonisten, welchen man gerne folgt und mit denen man mitfiebern kann. Die Beziehung der beiden wirkt dabei authentisch und ist zu keinem Zeitpunkt kitschig.

Wer ein Buch sucht, welches fesselt, überrascht und magische Momente bereithält, wird „Die Launen des Meeres“ sehr gerne lesen.

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Magisch. Fesselnd.

Rezensionen von Norbi_liest:

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Weihnachten einmal anders betrachtet

Lametta für die Seele von Judith Werner

Ein Weihnachtsbuch mit philosophischen Gedanken war für mich zunächst eine eher ungewöhnliche Kombination. Gerade das hat mich aber neugierig gemacht und letztlich auch gut funktioniert.
Judith Werner greift viele Situationen auf, die rund um Weihnachten fast selbstverständlich dazugehören, und betrachtet sie aus einer anderen Perspektive.

Dabei geht es nicht nur um den üblichen Trubel, sondern auch um Erwartungen, Gewohnheiten und die Frage, warum wir manche Dinge eigentlich jedes Jahr genauso machen. Die philosophischen Bezüge fand ich interessant und gut mit dem Alltag verbunden.
Sehr angenehm sind die kurzen Kapitel. Man kann zwischendurch eines lesen, den Gedanken mitnehmen und das Buch später wieder zur Hand nehmen. Mir hat außerdem der trockene, manchmal etwas bissige Humor gefallen. Dadurch unterscheidet sich das Buch angenehm von vielen anderen Weihnachtsbüchern.
Natürlich war nicht jeder Gedanke für mich völlig neu. Trotzdem hat mich einiges dazu gebracht, die eigenen Gewohnheiten rund um die Feiertage einmal zu hinterfragen. Insgesamt eine kurzweilige und originelle Lektüre, die für mich sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt.

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Weihnachten einmal anders betrachtet

Rezensionen von Norbi_liest:

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Eine persönliche Botschaft für kleine Lieblingsmenschen

Mein Record & Play-Buch: Hab dich lieb, kleiner Schatz von Madlen Ottenschläger

Schon beim ersten Durchblättern macht das Buch einen guten Eindruck. Die Illustrationen sind freundlich, farbenfroh und es gibt für kleine Kinder einiges zu entdecken. Die kurzen Geschichten vermitteln auf einfache Weise Nähe und Zuneigung und eignen sich gut zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen.

Das Besondere ist für mich eindeutig die Aufnahmefunktion. Eine eigene Nachricht im Buch zu hinterlassen, macht daraus etwas sehr Persönliches. Gerade wenn man sich nicht regelmäßig sieht, gefällt mir die Idee, dass die vertraute Stimme trotzdem jederzeit gehört werden kann.
Die Bedienung ist unkompliziert und die Aufnahme schnell gemacht. Eine kleine Sicherung gegen versehentliches Löschen wäre noch praktisch gewesen, gerade wenn Kinder selbst gerne alle Knöpfe ausprobieren.
Insgesamt ist es ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch mit einer schönen Idee, die über das gemeinsame Vorlesen hinausgeht. Besonders die persönliche Sprachnachricht macht das Buch für mich zu etwas Besonderem und zu einem schönen Geschenk.

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Eine persönliche Botschaft für kleine Lieblingsmenschen

Rezensionen von clematis:

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Wenn Alte sterben

Gnadenopfer von Viveca Sten

Wenn sehr alte Menschen sterben, ist das wohl nichts Ungewöhnliches, oder doch? Irgendwie hat Hanna Ahlander ein komisches Gefühl, als sie erfährt, dass bereits zwei Personen, welche vom selben privaten Pflegedienst betreut worden sind, recht plötzlich und unerwartet aus dem Leben geschieden sind.

Was, wenn der diagnostizierte Tod doch nicht so natürlich war, wie am Totenschein angegeben?

Kein Motiv, keine Anzeichen von Mord, dennoch lässt Hanna der Gedanke nicht los, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Dummerweise kann sie sich diesmal nicht mit ihrem engsten Kollegen Daniel besprechen, denn der geht ihr schon geraume Zeit aus dem Weg. Eine interessante Mischung aus privaten Querelen, Hochzeitsvorbereitungen und Nachforschungen im Bereich der Altenpflege nimmt ihren Lauf. Im Vergleich zu den bisherigen vier Bänden der Åre -Morde geht es beim vorliegenden fünften Fall eher ruhig zu, dennoch ist die Handlung abwechslungsreich und streift eine breit gefächerte Themenvielfalt. Kurze Kapitel, häufige Szenen- und Perspektivwechsel sorgen für Kurzweil, wer allerdings die Reihe nicht kennt, könnte sich bei den persönlichen Episoden schnell ermüdet fühlen da ja die bekannten Zusammenhänge nur knapp dargestellt werden. Mir gefallen die Einblicke ins Private allerdings sehr gut, bekommt doch die Reihe dadurch einen unverwechselbaren Anstrich.

Ohne waghalsige Alleingänge, dafür mit einem Blick auf unsere Gesellschaftspolitik – und am Ende noch eine – zuvor kurz angedeutete – Neuigkeit – wir dürfen gespannt sein auf die Fortsetzung! Mir hat´s wieder gut gefallen in Åre, ich „komme“ wieder!

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Wenn Alte sterben

Rezensionen von Hennie :

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Berührende, unterhaltsame Zeitgeschichte

Schwestern. Trotz allem von Max Moor

Ausgangspunkt der Geschichte: Es ist Frühjahr 1945 auf dem Gut Hollerbrunn in Österreich. Die Lage ist prekär, die Rote Armee befindet sich vor Wien und die Gutsbesitzerin, die Baronin, schickt ihren Angestellten in eine fragwürdige Mission, von der er nicht wiederkehrt. Er ist der Vater von drei Mädchen, Gerti, Rudi und Hansi und verheiratet mit Johanna, die schwer erkrankt und bald verstirbt.

Die bunte Truppe, wie die warmherzige Baronin die Kinder nennt, sind nun verwaist. Es erscheint vernünftig, sie dem Großvater zu übergeben. Doch die herrische und unbarmherzige Tante, die schon mit Widerwillen ihre mittellosen Eltern in ihrem Haus aufnahm, will die Mädchen nicht haben. So kommt es, dass nur Gerti durch eine groteske Fügung bleiben darf. Rudi und Hansi müssen ins Heim zu den sadistischen Klosterschwestern. Damit beginnt eine Odyssee für die Schwestern und ihr Schicksal treibt sie auseinander.

Von Max Moor habe ich schon einige Bücher gelesen und sie gefielen mir, schon wegen seines Schreibstils – voller Humor und Hintersinn.
Hier erwarteten mich 560 Seiten und ich war auf diese Geschichte sehr gespannt. Der Roman ist in drei Teile gegliedert und erzählt über eine Zeitspanne von 1945 bis 2016, enthält Prolog und Epilog zum Ende des Lebens von Gerti, die ihre beiden jüngeren Schwestern überlebt. Die Handlungsorte befinden sich in Österreich und Italien.
Die Hauptpersonen sind die drei Schwestern und der meist abwesende Lebenspartner Gertis, der verheiratete Albert, Vater ihrer beiden Kinder. Die Geschichte entwickelt sich zunächst über tagebuchartigen Einträge Alberts aus seiner Schreibmappe. So sind die Kapitel überschrieben. Das sind eindrucksvolle Berichte über die Kriegserlebnisse in Italien, seine wechselnden beruflichen Einsätze im Ausland, über sein Leben mit zwei Frauen. Er richtet diese Niederschriften an einen zwar existierenden Pfarrer, aber schickt sie nie ab. Albert und Gertis Leben nehmen den meisten Raum ein. Über Rudi und Hansis Werdegang erfährt der Leser/die Leserin aus den Jahren 1957, 1963, 1964, 1966 bis 1971 und in Rückblicken anderer Personen. Erst 1973 treffen die Geschwister wieder aufeinander.
In bildhafter Sprache und meisterhaft in Szene gesetzt bringt der Autor die unterschiedlichen Entwicklungen der Lebensläufe der drei Frauen zu Papier. Durchsetzt mit österreichischen Ausdrücken bekommt das Ganze ein besonderes Flair. Zum besseren Verständnis wurde ein Lesezeichen als Glossar beigelegt.
Die Lebensgeschichten sind komplex und trotz der vielen Seiten natürlich nicht auserzählt. Da gibt es eine Menge an Personen, die die Wege der Schwestern kreuzen und sie in verschiedenster Weise prägen, beeinflussen, ja sogar sexuell mißbrauchen (siehe bei Rudi - das ist ganz entseztlich, was ihr bei den Nonnen widerfährt) oder übergriffig (Gerti) werden. Am besten hat es noch Hansi getroffen, die bald aus dem abscheulichen Heim zu Adoptiveltern in gute Hände kommt und sie später zu Großeltern zweier Zwillingspärchen macht, um die sie sich ebenfalls kümmern.

Vom Cover blicken uns drei Mädchen an. Sie stehen da wie die Orgelpfeifen und halten sich an den Händen– die blonde Gerti, die rothaarige Rudi und die schwarzhaarige Hansi. Schwestern. Trotz allem, das ist ein Titel, der die Schicksale ganz gut umreisst, obwohl er auch zu Fehlinterpretationen verleiten kann. Das Einzige, was sie am Ende gemeinsam hatten war ihre frühe wohlbehütete Kindheit bei den Eltern, bevor sie so abrupt auseinandergerissen wurden. Die drei Knöpfe als Symbol des Zusammenhalts waren gut gemeint, haben aber letzten Endes durch die gewaltsame Trennung der Schwestern nur für Gerti eine Bedeutung.

Ich empfehle dieses Buch gern. Es ist eine berührende und unterhaltende Geschichte über ein Stück europäischer Zeitgeschichte. Fünf von fünf Sternen!

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Berührende, unterhaltsame Zeitgeschichte

Rezensionen von AndilesOnaut:

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Wilma Wichtel sorgt für Weihnachtsstimmung

Wilma Wichtel - Weihnachten im Winterwald von Lisa Gastager

Ich mag Wichtelgeschichten gerade in der Weihnachtszeit total gerne und „Wilma Wichtel – Weihnachten im Winterwald“ hat bei uns direkt für eine gemütliche Stimmung gesorgt.

Wilma ist diesmal nicht bei einer Familie eingezogen, sondern bleibt einfach im verschneiten Winterwald. Und dort lässt sie sich einiges einfallen, um den Waldtieren eine Freude zu machen.

Plötzlich gibt es bunten Schnee, irgendwo tauchen leckere Kekse auf und auch ein Rodelhang darf natürlich nicht fehlen. Die Tiere bekommen davon allerdings nichts mit und fragen sich, wer wohl hinter den ganzen Überraschungen steckt. Wir als Leser wissen es natürlich besser und können Wilma bei ihren heimlichen Aktionen beobachten.

Besonders gut gefallen haben mir die Bilder. Die sind wirklich wunderschön und man kann sich beim Vorlesen richtig schön darin verlieren. Auf den Seiten gibt es jede Menge kleine Details zu entdecken und auch die Tiere sind so liebevoll gezeichnet, dass man sich die Bilder gerne etwas länger anschaut. Gerade mit Kindern finde ich das immer schön, weil man nicht einfach nur die Geschichte vorliest, sondern zwischendurch gemeinsam etwas auf den Bildern entdecken kann.

Die Geschichte selbst ist komplett in Reimen geschrieben. Das passt für mich richtig gut zu einem Weihnachtsbilderbuch und macht das Vorlesen schön abwechslungsreich.Ich fand außerdem die Idee schön, die Wichtelwelt einmal in den Wald zu verlegen. Dadurch fühlt sich die Geschichte etwas anders an als viele typische Wichtelgeschichten. Wilma ist dabei einfach eine sympathische kleine Figur, die man schnell ins Herz schließt.

Für mich ist Wilma Wichtel ein richtig schönes Buch für die Adventszeit. Eine süße Geschichte, tolle Bilder und ganz viel Winter- und Weihnachtsstimmung. Perfekt zum gemeinsamen Vorlesen, wenn es draußen kalt ist und man es sich drinnen gemütlich macht.

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Wilma Wichtel sorgt für Weihnachtsstimmung

Rezensionen von cosmea:

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Stationen des Lebens

Red von Louise Kennedy

Louise Kennedys zweiter Roman “Red“ spielt in den 80er Jahren. Es ist die Zeit der Troubles, der bürgerkriegsähnlichen, fast 30 Jahre dauernden Unruhen in Nordirland, die erst Ende der 90er Jahre durch das Karfreitagsabkommen beendet wurden. Da war es keine gute Idee, dass Roísín McCaffreys Vater Conor als Katholik für die RUC (Royal Ulster Constabulary) arbeitete.

Damit brachte Conor sich und seine Familie in Lebensgefahr. Er verließ später die Familie und lebte fortan mit einer neuen Frau in London. Seine Ex-Frau zog mit der Tochter in den Süden in die Republik Irland. Für das Mädchen war die Umsiedlung schwierig. Sie war immer eine Außenseiterin und wurde in der Schule gemobbt. Dann lernt sie Redmond Camelin - genannt Red - kennen, der ebenfalls anders ist, Geheimnisse vor den anderen verbirgt und der erste ist, der sie versteht. Sie verliebt sich in ihn und sie stehen einander lange Zeit nahe, ohne dass daraus eine Liebesbeziehung wird. Eines Tages verlässt er sein Elternhaus und zieht nach London. Dort findet Roísín ihn einige Zeit später in einem besetzten Haus. Mit Red geht es unaufhaltsam bergab. 2007 versucht Roísín wieder einmal, Red mit Hilfe der Freunde von damals aufzuspüren. Da hat sie ihn schon 20 Jahre nicht mehr gesehen.
Die Autorin zeichnet anhand ihrer Protagonisten ein Bild der irischen Diaspora in London, in dem sich deutlich zeigt, dass die Schatten einer traumatischen Vergangenheit nicht verschwinden, sondern für immer bleiben. Ein Neuanfang ist möglich, aber das Gewicht der Vergangenheit bleibt und damit Angst, Scham, selbstzerstörerische Tendenzen, Abhängigkeit und Gewalt. So muss auch Roísín irgendwann einsehen, dass Red für immer Teil ihres Lebens bleiben wird, aber dass sie ihn nicht retten kann.
Mir hat dieser Roman gut gefallen. Ich mag die Sprache, die Charaktere und die Tatsache, dass der zeitgeschichtliche Hintergrund eine wichtige Rolle spielt.

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Stationen des Lebens

Rezensionen von Danshi:

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Eine besondere Zeit zwischen den Jahren

Rauhnachttage von Ina Bhatter

Nachdem mir „Drei Tage im Schnee“ so gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den neuen Roman von Ina Bhatter. Auch diesmal steht eine eher ruhige Geschichte im Mittelpunkt, die sich viel mit den Gedanken und Gefühlen ihrer Hauptfigur beschäftigt. Luise ist Ärztin und steckt nach dem Tod ihres besten Freundes Felix in einer tiefen Krise.

Dass sie ihm trotz ihres medizinischen Wissens nicht helfen konnte, lässt sie an sich und ihrem bisherigen Weg zweifeln.
Über Weihnachten und den Jahreswechsel zieht sie sich in die Wohnung ihrer Freundin Linh am Meer zurück. Dort wartet ein ungewöhnliches Geschenk auf sie. Linh hat ihr ein Buch über die Rauhnächte und verschiedene Aufgaben hinterlassen. Ausgerechnet Luise, die als Ärztin eher wissenschaftlich denkt, soll sich mit alten Ritualen, Wünschen und Achtsamkeit beschäftigen. Ihre anfängliche Skepsis konnte ich deshalb gut nachvollziehen.
Besonders interessant fand ich, wie die Rauhnächte in die Geschichte eingebunden werden. Man erfährt einiges über verschiedene Rituale und kann gleichzeitig beobachten, was diese Beschäftigung mit Luise macht. Dabei geht es weniger darum, ob man an etwas Übernatürliches glaubt. Vielmehr bringen die Aufgaben sie dazu, sich mit ihrer Trauer, ihren Schuldgefühlen und der Frage auseinanderzusetzen, wie ihr Leben weitergehen soll.
Wie schon beim vorherigen Buch gefällt mir Ina Bhatters ruhiger und bildhafter Schreibstil sehr. Auch die winterliche Atmosphäre am Meer passt wunderbar zu Luises Rückzug. Man sollte allerdings keine Geschichte mit viel Handlung oder Spannung erwarten. Stellenweise hätte ich mir sogar etwas mehr Tiefe und etwas mehr Zeit für Luises Entwicklung gewünscht. Trotzdem hat mich gerade die Verbindung aus Roman und den Gedanken rund um die Rauhnächte wieder sehr angesprochen.
Nachdem mir bereits „Drei Tage im Schnee“ so gut gefallen hat, habe ich auch diesen Roman sehr gern gelesen. Besonders die Fragen nach Verlust, Loslassen und einem möglichen Neuanfang sind mir geblieben. Und ein bisschen neugierig darauf, mich selbst einmal näher mit den Rauhnächten zu beschäftigen, hat mich die Geschichte tatsächlich auch gemacht.

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Eine besondere Zeit zwischen den Jahren

Rezensionen von carola1475:

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Fesselnd und spannend bis zum Schluss

Totenfrau – Die Rückkehr von Bernhard Aichner

Blum lebt seit 10 Jahren mit ihrem Partner Reza auf ihrer Yacht in Kroatien. Sie bieten Segeltörns und Tauchkurse an und haben ein schönes Leben, bis eines Tages ein Gast an Bord verstirbt. Ab da gerät Blums Welt aus dem Gleichgewicht und sie kämpft, um die drohende Katastrophe abzuwenden. Doch Blum verstrickt sich in eine Abwärtsspirale, wie bei einer Kettenreaktion wird ihre Situation immer schlimmer.

Ihre Unerschrockenheit und Konsequenz stehen ihrer Wut nicht nach und Blum ist gezwungen, zu zeigen, wozu sie fähig ist.

Erzählt wird aus Blums Perspektive in der dritten Person. Aichners Schreibstil ist prägnant und schnörkellos, trotzdem zeichnen seine oft kurzen Sätze ein eindringliches Bild von Blums Situation, ihren Gedanken und Gefühlen. Auch die anderen Charaktere haben Tiefe, erscheinen glaubhaft und authentisch. Bei Aichners besonderen, reduzierten Dialogen lenkt nichts ab vom Wortwechsel.

Fast verstörend finde ich den Kontrast zwischen der sommerlichen Stimmung am Meer und der bedrohlichen Atmosphäre, in der Blum nach einem Ausweg sucht. Die Geschichte ist spannend und fesselnd, ich weiß um das Schreckliche, kann aber nicht anders, als das Geschehen weiter zu verfolgen. Die, wie befürchtet, unvermeidliche Eskalation ist nervenaufreibend, das Erzähltempo hoch.

Auch Neueinsteiger in die Reihe finden sich meiner Meinung nach zurecht durch geschickt gesetzte Rückblicke, die aus Blums Vergangenheit erzählen und zweifellos neugierig machen auf die Vorgängerbände. Mir hat 'Totenfrau – Die Rückkehr' sehr gut gefallen und ich bin gespannt, ob Aichner die Reihe fortsetzt, ich würde mich freuen.

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Fesselnd und spannend bis zum Schluss