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Rezensionen von carola1475:

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Über die unglaubliche Intelligenz des Lebens

Organisch von Giulia Enders

Begegnungen mit Patienten, deren Symptome andeuten, dass sie mit sich und ihrer Lebenssituation unzufrieden sind, lassen die Ärztin Giulia Enders darüber nachdenken, ob der Mensch nicht von der Interaktion seines Körper mit der Außenwelt lernen kann. Unsere Organe zeigen uns, welche Bedürfnisse da sind und wie sie sie befriedigen.

Für medizinische Laien verständlich, lebendig, unterhaltsam und streckenweise sogar spannend erzählt die Autorin von erstaunlichen evolutionären Entwicklungen, aktuellen Forschungsergebnissen, flicht dabei persönliches ein und die Illustrationen ihrer Schwester Jill Enders setzen eigene Akzente.
Giulia Enders zieht Vergleiche, um das Verständnis komplexer Vorgänge zu erleichtern und bricht diese vielschichtigen Prozesse der Zusammenarbeit im Körper bis auf die Zellebene herunter, zeigt aber auch, wie alles mit allem zusammenhängt und dass, was für den Körper gut ist, es auch für die Umwelt ist.
Nach dem Bestseller 'Darm mit Charme' ist der Autorin mit 'Organisch' erneut ein unbedingt lesenswertes Buch gelungen, reifer und tiefgründiger als der Vorgänger, ein Plädoyer für das Verstehen und Wertschätzen der Fähigkeiten unseres Körpers und für Vertrauen in uns selbst.

Giulia Enders neues Buch ist mehr als ein Sachbuch, ich habe nicht nur Neues und Erstaunliches über die Lunge, das Immunsystem, die Haut, Muskeln und vor allem das Gehirn gelernt, sondern verstehe 'Organisch' auch als Anstoß. Es wird ein spannender Versuch sein, aus der Perspektive meines Körpers herauszufinden, was mir in der Außenwelt gut tut und was eher nicht.

Das schöne, überraschend gestaltete Cover zeigt für mich ein Raumschiff, das aus zarten, einander stabilisierenden menschlichen Organen besteht. Wer weiß, wohin die Reise geht...

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Über die unglaubliche Intelligenz des Lebens

Rezensionen von clematis:

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Unabhängig

Das Fräulein Buchhändlerin von Martina Bergmann

Amanda ist fleißig, hat als Beste im Jahrgang ihre Ausbildung zur Buchhändlerin abgeschlossen und freut sich, mit ihrem Chef Otto und ihrem Kollegen Horst so gut zusammenzuarbeiten. Das ist in Bielefeld im Jahre 1960 schon viel, denn der Platz einer Frau ist bei Kindern und am Herd, aber daran denkt Amanda noch nicht.

Während sie über eine Hochzeit mit Gisbert nachdenkt, verstirbt der Chef und für Amanda ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Ob das den Herren rund um sie passt?

Beschwingt erzählt Martina Bergmann vom Leben in den 1960er-Jahren, vom Wirtschaftsaufschwung und von den Schreibfräulein, von Männern in gehobenen Positionen und von Frauen in Feinstrumpfhosen. Amanda fügt sich nicht in diese Konventionen, blüht auf in ihrem Beruf und ist zuversichtlich, auch als verheiratete Frau und Mutter nicht im Haushalt zu versauern. Was vielleicht nicht einmal ein Traum war, kann sich nun, nach Ottos Tod, verwirklichen lassen, denn ist es nicht eine logische Konsequenz, dass Amanda den Buchladen weiterführt? In lockerem Schreibstil erzählt die Autorin, wie Amanda Pläne schmiedet und mit Hilfe ihrer Oma Schritt für Schritt vorwärts wagt. Sie ist keine, die wütend auf Gleichberechtigung pocht, sondern leise und zielstrebig handelt. Das ist es auch, was sie im Laufe der Kapitel so sympathisch werden lässt und darlegt, warum sich Henriette aus ganzem Herzen über die Freundschaft mit ihr freut. Liebevoll fügt Bergmann Details aus dem Handwerk einer Buchhändlerin ins Geschehen ein, umhüllt vom Flair der damaligen Zeit und der Erwartungshaltung der Gesellschaft. Unabhängig will Amanda sein und passend für die Gegenwart, vielleicht auch für die Zukunft – modern nennt man es zurzeit. Schön, dass wir diese tüchtige Frau dabei begleiten dürfen.

Ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, der auf unterhaltsame Weise erzählt, wie auch eine Frau in den 1960ern neidische Männer auf ihre Plätze verweist.

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Unabhängig

Rezensionen von Schlafmurmel:

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ein ungewöhnlicher Fall für Holler – spannend, witzig und absolut lesenswert!

Das Fräulein Buchhändlerin von Martina Bergmann

Privatdetektiv Holler hat es in Mord auf Schalke mit einem sehr ungewöhnlichen Auftrag zu tun. Sein neuer Mandant entdeckt mitten auf dem Schalker Spielfeld eine Leiche. Aus Angst, selbst unter Verdacht zu geraten, lädt er sie kurzerhand auf einen Karren und versteckt sie. Als er sich dann an Holler wendet, ist die Leiche jedoch spurlos verschwunden.

Nur ein paar Schleifspuren und abgebrochene Zweige zeugen noch von ihrem Transport. Ich musste dabei richtig schmunzeln, denn die Szene ist herrlich skurril beschrieben.
Ein paar Tage später taucht Heinz Keller aus Siegen auf, der seinen Bruder als vermisst meldet. Ein merkwürdiger Zufall? Holler bittet seinen alten Freund Kommissar Werthofen um Unterstützung. Doch der traut der ganzen Geschichte nicht so recht – für ihn klingt das alles viel zu unglaubwürdig. Als dann noch eine tiefgefrorene Wasserleiche auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Hängt wirklich alles miteinander zusammen?
Die Geschichte ist spannend aufgebaut, voller Wendungen und gleichzeitig mit einer Prise Humor versehen. Roman Just versteht es wieder einmal, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitzunehmen. Für mich war Mord auf Schalke ein richtiges Lesehighlight – fesselnd, unterhaltsam und absolut empfehlenswert!

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Unabhängig

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Deep Cut

Deep Cuts von Holly Brickley

"Deep Cuts" von Holly Brickley wurde von Stephan Kleiner ins Deutsche übersetzt. Für die Handlung ist relevant zu wissen, dass ein Deep Cut ein weniger bekannter Song eines Künstlers, der nicht zu den Hits gehört, sondern "tief" im Album vergraben ist und oft erst nach genauerem Hören entdeckt wird, ist.

Bekannte Hits und Vielgehörtes wird man hier eher nicht finden (wenn man nicht gerade Musik-Nerd wie Protagonistin Percy ist).
Die Handlung spielt in den 2000-er Jahren, und ich habe mich vollends in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Auch wenn ich selbst zu der Zeit ein bisschen jünger war als die Protagonistin, konnte ich die Szenerie sehr gut nachempfinden, vor allem als Mensch, der sich damals auch sehr viel über Musik identifiziert hat. Mein Herz ist bei der Erwähnung von Hot Chip besonders vor Nostalgie übergeschäumt, die Band habe ich damals sehr sehr sehr viel gehört. Und MySpace - es war essentiell wichtig, welche Musik dem Profil unterlegt war, hier kamen viele Erinnerungen zurück! Kurzum: das Feeling kam vollends an.
Der Fokus auf die Musik hat mir gut gefallen, dass es nicht die bekanntsten Stücke der Bands sind, erklärt sich durch den Titel. Auch durch die Spotify-Playlist zum Buch war mir die Musik noch näher - auch wenn ich gar nicht so wenige Titel bereits kannte. Tatsächlich gibt es noch eine zweite Playlist, die alle im Buch erwähnten Lieder umfasst - eine noch tollere Ergänzung!

Etwas schade finde ich, dass die Charakterdarstellungen etwas hinter der Auseinandersetzung mit der Musik zurück blieben, viele Charaktere blieben Randfiguren und damit eher oberflächlich dargestellt. Nimmt man den musikalischen Kontext weg, bleibt nicht mehr viel an Story und Charakteren übrig. Da wird für Menschen, die mit dem musikalischen Kontext wenig anfangen können, sicherlich eher eine belanglose und wenig emotional greifbare Handlung übrig bleiben.

Ich habe "Deep Cuts" sehr gern gelesen, Sprache und Schreibstil haben sich angenehm und flüssig lesen lassen. Die Handlung hat mir persönlich gut gefallen, es braucht aber eine gewisse Musikaffinität in speziellen Genres, um sich hier wirklich wohl zu fühlen.

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Deep Cut

Rezensionen von Meli:

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Wenig Macht über das eigene Leben

Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan von Cassandra Clare

Kel wurde als Kind als Schwertfänger für Prinz Conor ausgewählt; nicht nur, weil er Conor ähnlichsieht, sondern auch, weil ihn als Straßenkind sowieso niemand vermissen würde. Jahre später stehen sie einander so nah wie Brüder, aber am Ende dreht sich Kels ganzes Leben nur um Conor, während Conor noch Geheimnisse vor ihm zu haben scheint.

Lin ist Heilerin aus Leidenschaft, doch da sie zu den Ashkar gehört und dazu eine Frau ist, sind ihre Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Sie darf einige Bücher gar nicht lesen, obwohl sie hofft, dort Antworten zu finden, um auch ihre beste Freundin heilen zu können. Sie steht zwischen den Regeln ihres Volkes und dem Wunsch, ihre Fähigkeiten einsetzen zu dürfen, das macht sie schon zu einer kleinen Rebellin, die sich für das Gute einsetzen will.

Sie leben in einer Welt, in der es fast keine Magie mehr gibt, außer der wenigen Magie, über die die Ashkar verfügen. Kel hat einen Talisman, der ihn wie Conor aussehen lässt, und ein wenig Magie sieht man durch Lin sowie durch die kleinen Schnipsel am Anfang der Kapitel, in denen man in die alten Geschichten der Magier-Könige eintaucht. Ansonsten geht es um Politik, Machtkämpfe und Intrigen, aber das ist auch schon spannend genug.

Im Vordergrund stehen Kel und Lins Charakterentwicklung und wie es für sie ist, in dieser Welt zu leben. Sie geraten ein wenig auf Abwege und lernen den König der Lumpensammler kennen, der schon Pläne für sie hat und ihnen außerdem dabei hilft, die Dinge in neuem Licht zu sehen.

Insgesamt fand ich ihr Abenteuer schon spannend, aber im Mittelteil hat sich die Geschichte schon ein wenig gezogen. Etwas schade fand ich auch, dass der Klappentext nicht so ganz zu dem Buch passt, aber die Handlung hat mir auch ohne große Liebesgeschichte gut gefallen.

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Wenig Macht über das eigene Leben

Rezensionen von Petra Sch.:

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düsterer Auftakt der Thriller-Trilogie über Camp Donkerbloem

Der Trailer von Linus Geschke

Vor 15 Jahren ist die junge Studentin Lisa Martin spurlos vom Camp Donkerbloem in den belgischen Ardennen verschwunden.
Dieser Fall lässt auch in der Gegenwart die suspendierte Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke nicht los, da sie Lisa aus ihrer Jugend kannte, weshalb sie in einem True-Crime-Podcast darüber spricht.

Doch was sie nicht weiß: dies löst weitere Morde aus.
Wout Meertens, ein verurteilter Stalker, der in Köln eine Bar betreibt, meldet sich daraufhin anonym bei Frieda, denn er war damals zur gleichen Zeit auf dem Campingplatz.
Doch irgendwann hat Frieda die Identität des anonymen Anrufers ermittelt - und nur gemeinsam können sie herausfinden, was der Campingplatzbesitzer Vince Jacobs über die damaligen Geschehnisse weiß und nur so den Fall lösen. Doch sie geraten dabei selbst in Gefahr.

Ich fand die Geschichte, die anfangs eher wie ein ruhiger Krimi daherkommt, sehr düster. Nicht nur die Vorstellung des Campingplatzes, auf dem nicht so schöne Dinge vorgehen, sondern vor allem Wout. Sein Leben ist so deprimierend aus meiner Sicht, dass die ganze Atmosphäre des Buches so gefärbt wurde, denn man liest viel aus seiner Sicht.
Seinen türkischen Freund Tayfun mochte ich hingegen sehr, auch wenn er manchmal etwas dümmlich daherkommt (vielleicht ein Boxer/Bodybuilder-Vorurteil?). Aber er ist loyal, empathisch, mutig und hilfsbereit.
Kathinka, Wouts Untermieterin, fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig, doch "die Kleine" hat echt was drauf.
Frieda konnte ich zuerst nicht so richtig fassen, sie ist für mich auch eher blass geblieben bis zum Showdown. Dieser war sehr actionfilmmäßig.
Das Setting fand ich sehr schön - Camp Donkerbloem ist ja ein sehr gepflegter, heimeliger Campingplatz, wo man sich wohlfühlt. Die vielen Erwähnungen, dass es ein schlimmer Ort ist, konnte ich eigentlich nicht so ganz nachvollziehen, denn die Partys, die Vince Jacobs dort veranstaltet, sind nicht illegal.

Das Rätsel um das Verschwinden von Lisa Martin wurde gelöst; ich fand die Erklärung hingegen nicht so ganz zufriedenstellend. Ich konnte es einfach nicht so ganz nachvollziehen.
Für belastete Frauen wäre in diesem Buch eine spezielle Triggerwarnung gut gewesen (auch wenn das für Thriller unüblich ist).

Es gibt auch noch eine Nebenhandlung; der Grund, warum Frieda suspendiert wurde: ein Immobilienmogul, der angeblich mit der kriminellen Clans zusammenarbeitet und vor nichts zurückschreckt. Und die Gruppe einflussreicher Menschen um ihn herum, die nur ihre (materiellen) Vorteile im Sinn haben. Hier bleibt die Geschichte noch offen und ich bin schon auf die Fortsetzung im nächsten Band gespannt.


Fazit:
Auftakt der Thriller-Trilogie über Camp Donkerbloem mit drei total unterschiedlichen Protagonisten. Ich fand es sehr düster.

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düsterer Auftakt der Thriller-Trilogie über Camp Donkerbloem

Rezensionen von clematis:

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Krieg, Schuld, Vergebung

Die verschwundenen Jahre von Astrid Töpfner

1936 steht Spanien kurz vor einem Bürgerkrieg, welcher das Leben von Clara und Daniel grundlegend verändert. Sogar Marina, Claras Enkelin, ist von den damaligen Ereignissen und der tragischen Familiengeschichte achtzig Jahre später noch betroffen. Mittlerweile 102 Jahre alt, gibt Clara traurige Erinnerungen preis.

Mit einer passenden Rahmenhandlung – Marina soll eine Reportage rund um die Exhumierung des spanischen Diktators vorbereiten – beginnt Astrid Töpfner eine so großartige wie schockierende Geschichte, welche einen großen Bogen spannt vom Putschversuch Francisco Francos über eine emotionale Liebesgeschichte bis hin zu verletzenden Schuldzuweisungen und Versuchen der Vergebung.

Aus verschiedenen Blickwinkeln und über zwei abwechselnde Zeitschienen verknüpft die empathische Autorin einzelne Szenen zu einem bewegenden Ganzen, welchem man sich, einmal mit dem Lesen begonnen, kaum noch entziehen kann. Die Spannung nimmt sogar dann noch zu, wenn man meint, der Gipfel sei schon erreicht, bis zuletzt bekommt man immer wieder Gänsehaut und wird mitgerissen von aufwühlenden Gefühlen. Nach akribischer Recherche fließen eine Menge historischer Fakten in die Handlung ein und lassen dadurch keinen Zweifel an der Tatsache, dass sich vieles so oder recht ähnlich abgespielt haben könnte. Eine sorgfältige Wortwahl garantiert ein unmittelbares Leseerlebnis, auch scheußliche Dramen während des Krieges werden behutsam erwähnt, um den geschichtlichen Zusammenhang herzustellen, ohne jedoch den Fokus auf diese Details zu legen. Vielmehr steht Claras Familiengeschichte im Mittelpunkt, handelt der Roman von verpassten Chancen, Missverständnissen, Neid, Trauer, Liebe, Schuld und Vergebung. Wie sehr Familie und Umgebung (Nachbarn, Schule) den Charakter eines Heranwachsenden prägen, zeigt die Person von Ivo, welche mir neben einigen anderen besonders nahe gegangen ist.

Ich kann dieses besondere Buch mit vielen berührenden Momenten nur jedem ans Herz legen, der sich für die spanische Geschichte interessiert und harte Fakten gerne eingebettet in eine bewegende Romanhandlung vorfindet. Großartig!

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Krieg, Schuld, Vergebung

Rezensionen von manu63:

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Gut lesbar

Das Pestmädchen und der Medicus von Silvia Stolzenburg

Das Pestmädchen und der Medicus ist der zweite Teil der Pestmädchen Reihe der Autorin Silvia Stolzenburg und die Geschichte geht unmittelbar nach Band eins weiter.

Lina ist mittlerweile Witwe und kann ihren Lebensunterhalt knapp durch den Verkauf von Heilmitteln verdienen deren Herstellung ihr Gernot gezeigt hat.

Nachdem Lina nur knapp einem Attentat auf sie entgeht, flüchtet sie sich zum König der Bettler und merkt schnell was für Konsequenzen sich daraus ergeben.

Die Geschichte wird flüssig und gut lesbar weiter erzählt und die Spannungsbögen sind gut gesetzt, wobei einiges vorhersehbar ist und anderes überrascht. Die Charaktere entwickeln sich gut weiter und das historische Ambiente wird gut gezeichnet.

Einige Fragen zur Herkunft von Lina werden zum Schluss hin geklärt, es werfen sich dadurch jedoch auch neue Fragen auf.

Der zweite Band hat mich gut unterhalten und führt die Geschichte gut erzählt weiter.

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Gut lesbar

Rezensionen von manu63:

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Leah und Vincent

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge von Valentina Fast

Bitter sweet revenge ist der dritte Band der Die Elite von Ashriver Reihe der Autorin Valentina Fast.

Im Finale geht es um Leah und Vincent die sich als Charaktere präsentieren die einiges hinter ihrer Fassade verbergen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt ,wobei die Perspektiven von Leah und Vincent den größten Raum einnehmen.

Durch diese Einblicke in die Gedanken und Gefühlswelt der Charakter hatte ich einen guten Einblick in die Sorgen und Nöte von ihnen und ich konnte mir gut vorstellen warum einige der Handlungen so zustande kamen.

Lose Fäden der Reihe werden immer mehr zu einem Strang verknüpft und noch offene Fragen der Vorbände werden zum Ende hin alle aufgeklärt.

Der Schreibstil ist gut lesbar und die Entwicklung der Charaktere nach vollziehbar. Spannung wird immer wieder aufgebaut und ich konnte mit den Charakteren mit fühlen wenn sie sich nicht artikulieren konnten.

Insgesamt eine Reihe die mich gut unterhalten hat und die ich gerne gelesen habe.

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Leah und Vincent

Rezensionen von drachenzahn:

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Anspruchsvoll und ambitioniert

Cosmix von Laurent Schafer

Das Cover täuscht ein wenig. Man erhält hier keineswegs eine seichte Kinderlektüre. Stattdessen setzt sich das Buch ernsthaft mit stark wissenschaftlichen Physikthemen auseinander, die hier aber kreativ in einem Comic verpackt wurden. Die Idee finde ich überaus reizvoll, teilweise amüsant und interessant, jedoch auch definitiv anspruchsvoll.

Die einzelnen Kapitel lassen sich nicht einfach simpel runterlesen. Man muss sich konzentrieren, um wirklich alles zu verstehen. Und ich als Laie muss gestehen, dass ich tatsächlich nicht jedem Aspekt vollständig folgen konnte.

Die bildlichen Darstellungen finde ich überaus gelungen und sehr anschaulich. Die Charaktere wirken sympathisch und die Themen sind überaus faszinierend. Insgesamt war mir dieser Comic aber viel zu textlastig. Ich glaube, es wäre mir fast lieber gewesen, ich hätte die wissenschaftlichen Inhalte in einer „normalen“ Textform mit verschiedenen Illustrationen zur Ergänzung lesen können. Die Pseudo-Gespräche hingegen empfand ich an einigen Stellen als anstrengend. Natürlich wird aber das für manche auch gerade der Reiz an diesem Buch sein: Wissenschaft in Comicform.

Das Buch versucht, dem Ursprung unseres Seins auf die Spur zu kommen. Wie kam es zum Urknall? Wie entstanden Sterne und wir selbst? Die Vorstellung, dass wir als Sternenstaub teil dieses riesigen und faszinierenden Universums sind, zieht sich durch das ganze Buch. Einige Thesen des Buches hallen noch lange nach und regen zum Nachdenken an.

Insgesamt mochte ich das Buch und würde es allen empfehlen, die sich für naturwissenschaftliche Themen begeistern lassen und auch offen sind für andere Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Allerdings sollte man schon darauf gefasst sein, dass dieser Comic keineswegs auf populärwissenschaftliche Weise den Stoff weitergibt, sondern streckenweise sehr wissenschaftlich formuliert ist.

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Anspruchsvoll und ambitioniert