Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mich sehr gut unterhalten
The Deer and the Dragon von CJ Piper
Marlow kommt aus armen Verhältnissen, hat als Escort gearbeitet und damit viel Geld verdient, ist nun Bestsellerautorin – und hat seit ihrer Kindheit einen imaginären Freund. Letzteres wird nun in Frage gestellt, und nicht nur das, Marlows gesamtes Weltbild wird erschüttert.
Ich hatte nur die erste Seite der Leseprobe gelesen, und mir das Ebook direkt gekauft.
Nach etwa einem Viertel des Romans habe ich mich dann gefragt, warum ich ihn mir eigentlich geholt habe, denn er schien so gar nicht meinem Beuteschema zu entsprechen. Klappentexte vergesse ich, gerade bei Ebooks, meistens schnell. Nicht, dass mir der Roman bis dahin nicht gefallen hat, im Gegenteil, Piper Cjs Schreibstil spricht mich sehr an. Kurz danach wusste ich es dann wieder, denn natürlich fällt er in mein Beuteschema, warum hätte ich sonst die Leseprobe gelesen.
Etwa bei 30 % nämlich wurde klar, dass Marlow in einer Welt lebt, die neben den Menschen auch von anderen Wesen bevölkert wird, Götter, Dämonen, Engel, ganze Pantheons. Und so lernen wir hier auch zum Beispiel Fauna kennen, das ist natürlich nicht ihr echter Name, den behält man in so einer Welt nämlich besser für sich, die der nordischen Mythologie entsprungen ist. Fauna ist ein Charakter, wie ich ihn mag, ein bisschen durchgeknallt, aber sehr sympathisch. Sie bleibt natürlich nicht das einzige Wesen, das wir näher kennenlernen, und natürlich sind nicht alle so nett wie sie.
Marlow erzählt ihre Geschichte selbst in Ich-Form, es gibt auch Rückblenden, zum Beispiel in ihre unglückliche Kindheit. Auch Marlow mag ich, auch wenn sie sich nicht immer sehr geschickt anstellt, aber wer würde das wohl, an ihrer Stelle.
Der Roman bringt auch einiges an Spice mit, etwas war ich nicht unbedingt in meiner Lektüre brauche, aber hier passt es gut zur Geschichte, und wirkt auch nicht übertrieben oder aufgesetzt. Natürlich sind die männlichen Protagonisten besonders gut gebaut, aber was erwartet man von Engeln, Göttern und Dämonen auch anderes. Naja, eigentlich sollten sie es nicht unbedingt nötig haben, aber immerhin ist das ein Roman mit Spice!
Ihr merkt es wahrscheinlich schon: Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Ich mag die Mischung aus Humor, Spannung und Pantheons sehr gerne. Und ich mag auch die Protagonist:innen, finde die Antagonist:innen interessant und bin gespannt, als was sich die Wesen, die man noch nicht richtig einordnen kann, entpuppen werden. Der Roman ist ein erster Band, und er endet mit einem Cliffhanger. Der zweite Band ist bereits auf Deutsch erschienen, im Original ist bereits ein dritter Band angekündigt und laut Homepage Piper Cjs wird es auch einen vierten geben.
Der Roman hat mich sehr gut unterhalten, Humor, Spice und Spannung sind perfekt gemixt, die Welt und die Charaktere sind interessant, der Einbezug vieler verschiedener Religionen, Mythologien und Legenden gefällt mir gut. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und spreche gerne eine Leseempfehlung für erwachsene Genrefans aus.
Rezensionen von Michaela:
Was ist mit Matti geschehen?
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder
In einer Plattenbau-Siedlung verschwindet der 11-jährige Matti quasi spurlos. Hauptkommissar Arno Groth übernimmt den Fall und weiß: Spurlos gibt es nicht, man hat die Spur nur noch nicht gefunden. Daher startet er ein groß angelegte Suchaktion.
Der zweite Teil der Arno Groth Reihe hat mich wesentlich mehr in den Bann gezogen als Band eins.
Ich wollte wissen, wie es weitergeht und konnte das Buch teilweise nur schwer aus der Hand legen.
Das ruhige Tempo von 'Die Farben des Schattens' erzeugt eine gute Stimmung, welche mir sehr gut gefällt. Die Atmosphäre der mitunter prekären Lebenswelten wird gut dargestellt und ich konnte mir die Situationen sehr gut vorstellen, auch wenn manches etwas klischeehaft anmutet. Die Weiterentwicklung von Herrn Groth finde ich auch sehr gelungen, sowie den Umstand, dass sein privates Unglück weniger Raum einnimmt. In Summe ein lesenswerter Kriminalroman.
Rezensionen von drachenzahn:
Witziges Tierabenteuer
3 Streuner und der sprechende Berg von Anja Fröhlich
Ehrlich gesagt, habe ich erst beim Lesen festgestellt, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt. Jedoch hatte ich keine Probleme ins Geschehen zu finden. Die Ausgangssituation wurde gut erklärt, sodass man sich auch als Neuling sanft in die Geschichte hineingeführt fühlt. Und der Band war zudem so unterhaltsam, dass ich bereits darüber nachdenke, mir noch den Vorgänger zu holen.
Es handelt sich bei diesem Buch um eine überaus amüsante und kurzweilige Geschichte über drei Streuner und eine abenteuerlustige Schildkröte. In Joys Schule findet eine Wohlfühlwoche statt und King Kerl darf bzw. muss gezwungenermaßen mit. Doch warum sollte er ganz alleine auf Entdeckungsreise gehen und Spaß haben? Kurzerhand schummeln sich sowohl seine Freunde Big Ben und Flirty als auch die Landschildkröte Schildegard mit auf das Schulgelände. Und was hat es mit diesem Pepe und seinem Papageien auf sich?
Die Charaktere sind allesamt liebenswert und vielschichtig geschildert. Es gibt keinen Bösewicht und die Geschichte braucht auch keinen. Insbesondere die drei Pudeldamen, die gegen das Bravsein rebellieren, sorgen für Schwung. Aber auch deren Frauchen bekommt später im Buch noch deutlich mehr Tiefe, ebenso auch Pepe. Man könnte vielleicht zusammenfassen: In jedem steckt mehr, als es auf dem ersten Blick erscheint.
Ich kann diesen harmlosen Spaß für alle Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen empfehlen. Ich finde, er eignet sich aber auch für Schulanfänger zum Vorlesen. Wirklich empfehlenswert!
Rezensionen von manu63:
Riley und Ezra
Die Elite von Ashriver - Broken Lies von Valentina Fast
Broken Lies ist der zweite Band der Die Elite von Ashriver Reihe der Autorin Valentina Fast.
Dieses Mal geht es um Riley und Ezra welche gezwungenermaßen zusammen arbeiten müssen. Da sich beide gar nicht mögen ist das nicht einfach, doch im Laufe der Geschichte gibt es einige Wendungen welche beide überraschen.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Riley und Ezra erzählt und so bekommt man gut mit wie sich beide entwickeln, welche Probleme sie haben und was sie zu ihren Handlungen bewegt.
Gut gefällt mir wie sich die Nebencharakter in die Geschichte mit einbringen und das sie sich untereinander immer wieder Chancen geben und ihre Freundschaft aufrecht erhalten wollen.
Es gibt im Buch gut gesetzte Spannungsbögen und es ergeben sich immer wieder neue Fragen welche nicht alle in diesem Band aufgelöst werden. Da ich Band drei auch schon gelesen habe, kann ich verraten das diese Fragen letztendlich beantwortet werden.
Das Ende und die Auflösung von Rileys Problem fand ich gut gelöst und das Buch hat mich insgesamt gut unterhalten und es fügt sich gut als Mittelband in die Trilogie ein.
Rezensionen von drachenzahn:
Perfekter Einstieg für Kinder
KI und du von Diana Knodel; Hannah Lesch
Das Phänomen der Künstlichen Intelligenz scheint sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Sowohl auf Arbeit, in der Schule als auch in unseren Alltag nimmt sie immer stärker Raum ein. Insofern bietet dieses Buch einen gelungenen Einstieg in die Materie. Es zeigt die Möglichkeiten von KI auf, warnt aber auch vor (möglichen) Gefahren.
Zwar könnte das Thema meiner Meinung fast noch etwas kritischer hinterfragt werden, aber Kinder ab zehn Jahren können hier ihre eigenen Erfahrungen von der Funktion und Wirkung einer KI machen.
In mehren Kapiteln wird nach und nach erklärt, was eine KI ist, wo sie uns begegnet, wie sie sich entwickelt hat und funktioniert. Aber auch Themen wie „Was darf KI“, „Mit KI sprechen“ oder „Gibt es künstliche Kreativität“ werden angesprochen. Die Ideen rund um KI werden in kindgerechter und verständlicher Sprache erklärt und in Videos und verschiedenen Übungen anschaulich gemacht. Über QR-Codes gelangt man zu Interviews, näheren Erläuterungen und verschiedenen KI-Spielen.
So gibt es etwa das Spiel „Quick, draw!“, bei dem man etwas zeichnet und die KI muss erkennen, was es darstellen soll. Bei einer anderen Version geht es darum, aus vier Bildern die KI-Kreation herauszufinden. Bei einem anderen bringt man der KI bei, was ein Fisch und was Müll ist. Diese Spiele sind nicht nur unterhaltsam, sondern vermitteln gleichzeitig, wie eine KI arbeitet.
Ich zumindest war begeistert von dem Buch und würde sehr gerne das ein oder andere davon mit meiner Klasse lesen und ausprobieren. Der Text gibt zudem einige Impulse, die zum Nachdenken und Philosophieren einladen. Durchaus empfehlenswert!
Rezensionen von nessabo:
Ein fesselnder, bedrohlicher Roman - unter Vorbehalt
Heimat von Hannah Lühmann
[Disclaimer: Die Autorin verpasst es meiner Meinung nach, die von Tradwifes/völkischem Denken ausgehende Gefahr klar abzubilden. Progressive Personen können dies wahrscheinlich für sich selbst weiterdenken, aber Lühmann wird einer wichtigen Verantwortung hier nicht gerecht. Entsprechend sorgsam sollte das Buch besprochen werden.
]
Ich fand den Ansatz eines Romans über die Dynamiken von Tradwifes, konkret auch auf Social Media, extrem spannend und mehr als zeitgemäß. Und ich bin überwiegend positiv überwältigt aus dem Roman gegangen, habe dann aber ein wenig zur Autorin recherchiert und weiß nicht mehr so recht, wie ich das Buch einordnen soll.
Erst einmal aber zum Buch: Hannah Lühmann kann zweifelsohne schreiben! Das Buch umfasst gerade einmal 170 Seiten und ist von einer solchen Dichte, dass es seinen Sog am besten entfalten kann, wenn es möglichst am Stück gelesen wird. Lühmanns Schreibstil lässt sich wohl am besten als immersiv bezeichnen, je weiter ich gelesen habe, desto größer wurde mein Gefühl von Beklemmung. Es liegt stetig ein Gefühl von Bedrohung in der Luft, weshalb ich auch nicht wirklich aufhören konnte zu lesen.
Die Autorin setzt eine Protagonistin in den Mittelpunkt der Handlung, die ich als irgendwie unpolitisch bezeichnen würde. Und das meine ich überhaupt nicht positiv (diese Einstellung können wir uns in einer Demokratie schlicht nicht leisten), ich finde das Fallbeispiel aber enorm spannend. Jana ist mit gewissen Dingen in ihrem Leben unzufrieden: die Beziehung zu Noah läuft nicht mehr so richtig, nun ist sie mit ihrem dritten Kind schwanger und fühlt sich irgendwie verloren. Die Nachrichten zu Attentaten und gewaltvollen Ausschreitungen in der Stadt helfen dabei auch überhaupt nicht weiter.
In dieser Situation, kurz nach dem Umzug des Paares auf’s Land, trifft sie Karolin, die ihr Leben als Fünffach-Mutter scheinbar völlig unter Kontrolle hat. Sehr gut abgebildet fand ich die Einflechtungen völkischen Gedankenguts („Urlaub in der Heimat“, „Frau ordnet sich dem Mann unter“, Kleidung …) und die Einblicke in die Dynamik von Algorithmen. Hier auf einen Link im Telegram-Kanal geklickt, dort ein neues fragwürdiges Profil empfohlen bekommen. Diese Hinweise innerhalb des Textes sind extrem subtil und gehen bei längeren Lesepausen ziemlich sicher ebenso verloren wie die Ambivalenz der Figuren. Während die neuen Freundinnen auf dem Dorf zunehmend deutlich mit der #noAfD sympathisieren, haben sie als Teil der wohlhabenden Mittelschicht bspw. kein Problem mit dem georgischen AuPair. Diese Doppelmoral fand ich fein herausgearbeitet.
Das Ende war mir persönlich zu abgedreht und es fügte sich nicht organisch in den vorherigen Stil ein. Ich habe regelrecht mit angehaltenem Atem auf die Auflösung (und Konsequenzen!) gewartet, wurde tendenziell aber eher enttäuscht. Nichtsdestotrotz fand ich die Themen des Romans vielfältig, packend und gut geschrieben. Die Autorin bleibt dabei oberflächlich, ja. Eine klare Einordnung gibt es nicht wirklich, weil die Protagonistin manche Dinge zwar hinterfragt, aber eben auch nicht wirklich in ihrer Tiefe reflektiert. Mir, als dahingehend sehr sensibilisierter Person, genügt es dennoch, weil ich die Gefahr aus genau dieser scheinbaren Harmlosigkeit herauslese.
Doch ich verstehe sehr gut, was daran kritisiert wird. Die Autorin schreibt etliche, teils gewaltvolle Andeutungen in ihren Text hinein, ohne sich dazu zu positionieren oder sie auch nur aufzulösen. Die Interpretation bleibt den Lesenden überlassen. Und so sehr ich das literarisch auch gut und wichtig finde, ist das bei diesem Thema in der aktuellen Zeit einfach nicht mehr genug. Die einzig dagegenhaltende Figur ist Noah und der kommt als irgendwie abwesender Vater nicht sonderlich gut weg. Alles, was sonst so an eventuellem linken Aktivismus stattfindet, wird maximal angedeutet und versandet in der Bedeutungslosigkeit.
Außerdem habe ich eigenartige Aussagen der Autorin selbst gefunden (aka „Tradwifes haben irgendwie auch recht“), zusätzlich schreibt sie für die EMMA, die u. a. bekannt ist für ihre islamfeindliche Position. Da entsprechende Aussagen gegenüber Migrant*innen auch in „Heimat“ vertreten sind, weiß ich nun nicht mehr, wie ich die Autorin einordnen soll. Denn ich bin davon überzeugt, dass Werk und Autor*in sich keinesfalls trennen lassen …
Rein literarisch war es für mich trotz des weirden Endes ein 5-Sterne-Read. Ich muss das Werk aber in Kontext setzen und ziehe dafür deutlich Sterne ab. Denn Tradwifes sind gefährlich - gerade in ihren Elementen, die irgendwie „richtig“ erscheinen. In einer komplexen und krisengeprägten Welt kann sich der Rückzug in eine Scheinkontrolle mit klaren Regeln und Überzeugungen verlockend anfühlen. Doch an diesem Punkt endet der Roman, weshalb die Thematik doch extrem verharmlost (wenn nicht gar romantisiert) wird. Da hätte so viel mehr Potenzial drin gesteckt!
Rezensionen von Alo:
Bittersüß und pointiert: Maya Rosas Blick auf Russland
Moscow Mule von Maya Rosa
„Nichts machte uns zynischer als genau diese Weisheit, nämlich, dass man nur ein Leben hat und dass es nicht schlecht wäre, es woanders zu verbringen, wo man immer noch die Möglichkeit hätte, sich an eine vertraute Birke anzulehnen, ohne zwischendurch im Kerker zu landen. Bürgerrechte zu haben.
Sich bei keinen Behörden anzubiedern und nirgendwo Schmiergeld zu zahlen.“ (Moscow Mule, S. 22)
Karina ist Studentin und wohnt in Moskau, die wünscht sich nichts sehnlicher als mit ihrer Freundin Tonya auszuwandern. Allerdings scheitert dieses Vorhaben an ihren finanziellen Möglichkeiten und an den politischen Gegebenheiten.
Die Themen in diesem Buch sind vielfältig. Es geht um beispielweise Freundschaft, Familie und man bekommt einen Einblick in die russische Gesellschaft. Aber in aller erster Linie geht es hier um weibliche Selbstbestimmung.
Beim Lesen musste ich öfter schlucken, es ist bittersüß. Obwohl das im Russland von vor 20 Jahren spielt, ist es aktueller den je und die Situation hat sich vor Ort durch den Ukrainekrieg höchstens noch verschärft. Dieser Einblick war für mich total spannend und ich habe die zwei Protagonistinnen gerne begleitet.
Am besten hat mir aber der Schreibstil von Maya Rosa gefallen. Sie schreibt unglaublich pointiert und mit ganz viel Wortwitz. Ich hoffe, wird dürfen noch ganz viel von ihr lesen. Empfehlung!
Rezensionen von nessabo:
Eine unterhaltsame Kurzgeschichte auf literarischem Topniveau
Hieb und Strich von Margaret Atwood
Ich habe von Margaret Atwood vorher tatsächlich noch nichts gelesen, aber zu Kurzgeschichten kann ich nur schwer Nein sagen. Und was soll ich sagen: Schreiben kann diese Frau auf jeden Fall!
Atwood erzählt auf einem sehr hohen literarischen Niveau, was diese Kurzgeschichte wirklich sehr dicht macht.
Manche Sätze sind so lang und verschachtelt, dass ich sie doppelt lesen musste. Aber insgesamt fand ich das in dem Umfang sehr in Ordnung, einen 300-Seiten-Roman hätte ich so eher ungern gelesen.
Besonders gefallen hat mir auch Atwoods Humor. Eine feine Ironie zieht sich durch die Handlung und die ernsthaften Elemente des Textes dabei keineswegs ins Lächerliche, sondern ergänzt sie um eine unterhaltsame Komponente.
Dass Menschen hier mehr Crime erwartet hätten, kann ich aufgrund des Klappentextes verstehen. Ich bin kein Krimi-Fan, sodass diese Abweichung für mich durchaus positiv war.
Gespickt ist der Text mit ein paar politischen Überlegungen. Manche Elemente habe ich nicht ganz verstanden, etwa die (eventuelle?) Infragestellung von Gender. Hier konnte ich nämlich nicht wirklich rauslesen, ob es sich um die Einstellung der Autorin oder eine ironische Überspitzung handelt. Insgesamt nimmt das alles jedoch weniger Raum ein als die Solidarität unter Freundinnen - aber auch Fragen rund um Schuld und Rache bzw. Wiedergutmachung.
Am Ende lässt die Kurzgeschichte so manches offen und ist doch gleichzeitig handlungstechnisch abgeschlossen. Ein solides und kurzweiliges Werk der Autorin, die mich mit ihrem literarischen Talent und feinen Humor neugierig auf Mehr gemacht hat.
Rezensionen von nishi93:
bollywood Fantasy
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
A Heart of night and Fire erzählt die Geschichte unserer Protagonistin Zee, die abgeschottet von der restlichen Welt aufwächst. Als ihr Beschützer verschwindet, kann sie endlich raus in die Welt und erlebt vieles zum ersten Mal. Sie findet gleich Anschluss an Kreaturen, die ich mir nur als Vampire vorstellen konnte.
Die Geschichte spielt in einem Land, das mit indischer Kultur eng verbandelt ist. Das merkt man bei der Beschreibung der mystischen Wesen, der Nahrung, der Kleidung.
Es gibt am Ende des Buchs (wobei mein, nicht am Ende, da ist eine Leseprobe, aber eben davor...) einen Glossar, leider wird aber keiner der indischen Begriffe ausreichend erklärt. Ständig habe ich mich gefragt, wie denn dieses und jenes Kleidungsstück aussieht oder was für eine Kreatur da jetzt gerade Ärger macht, deren Namen ich noch nie gehört habe.
Die Romance in dem ganzen Konstrukt war für mich viel zu Bollywood Drama mäßig und ich konnte es wirklich gar nicht nachvollziehen. Ebenfalls gab es insgesamt viel Familiendrama, das ebenfalls an Bollywood erinnert
Alles in allem muss ich leider sagen, dass es mich nicht überzeugt hat
Rezensionen von Immenhof:
Tolle Bilder
National Geographic Kids - Jenseits der Unendlichkeit von
„Jenseits der Unendlichkeit“ ist ein Buch von National Geographic Kids, einer Reihe, die ich zuvor nicht kannte. Schon die ersten Seiten beeindrucken mit tollen Bildern, die sofort neugierig machen. Dazu kommen viele spannende Fragen und Themenüberschriften wie „Wie entstand das Universum?“ oder „Eine wachsende Galaxie“, die Lust aufs Weiterlesen wecken.
Sehr gelungen finde ich auch die Übersicht über verschiedene Teleskope sowie den Blick in die Zukunft der Raumfahrt. Die Texte sind bewusst kürzer gehalten, sodass sie auch von jüngeren Lesern gut verstanden werden können, und die zahlreichen Abbildungen veranschaulichen die Inhalte eindrucksvoll. Sprachlich ist das Buch gut für Kinder geeignet, bleibt aber gleichzeitig informativ genug, um auch Erwachsene zu fesseln. Die Altersangabe „ab 8 Jahren“ kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Besonders praktisch: Das Werk ist durch seine klare Struktur und den hohen Informationsgehalt auch gut im Unterricht einsetzbar. Ein beliebtes, lehrreiches und optisch starkes Sachbuch!











